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3. NEUJAHRSEMPFANG
UNFALLKASSE M-V
Best Practice | Optimale Führung - So kann`s gehen
Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 1
Conny Dethloff
09. Januar 2019 in Rostock
Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 2
Eine Enttäuschung gleich zu
Beginn: Für gute Führung kann
es keine Best Practice geben,
für schlechte schon!
Folgende Fragen möchte ich heute
beantworten.
3Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
1. Was ist die Daseinsberechtigung/
Aufgabe von Unternehmen?
2. Was hat sich mit der Digitalisierung
diesbezüglich verändert?
3. Wie reagieren Unternehmen oftmals
darauf und wie könnte es besser gehen?
4. Was ist dabei die Aufgabe von Führung?
Die Aufgabe von Unternehmen besteht
darin, Probleme des Marktes zu lösen.
4Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Kunde Kunde
Wertstrom
Je besser, schneller und nachhaltiger Probleme des Marktes
gelöst werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das
Unternehmen leben kann.
Viele Unternehmen sind in einer Verkäuferwelt
entstanden  Strukturen sind aus dieser Welt.
5Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Zeit
Handlungsspielraum
Industrialisierung Digitalisierung
Markt
Unternehmen
Manufaktur
„Taylorwanne“ nach Gerhard Wohland
Ausbildung von existierenden
Managementstrukturen
Strukturen in den Unternehmen basieren
auf dem Denkrahmen der Effizienz.
6Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Kunde Kunde
Wertstrom
Sollbruchstellen
im Prozess
Probleme des Marktes können nicht in den einzelnen funktionalen
Silos gelöst werden, sondern nur über Vernetzung dieser.
Menschen werden in der westlichen Gesell-
schaft auf Effizienz sozialisiert (Expertentum).
7Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Bildung
Wirtschaft
Fächer (Mathematik, Physik, Geographie, Geschichte, …)
Bereiche (Vertrieb, Marketing, Einkauf, Logistik, Produktion, …)
Auf dieser Basis wurden unsere Management-
instrumente erschaffen.
8Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Managementstrukturen und -
instrumente sind i.d.R. nicht mehr
passfähig für Wertgenerierung.
UND sie unterliegen keinen
Naturgesetzen. Wir können und
sollten sie ändern, wenn sie nicht
mehr passfähig sind.
Unternehmen als Geflecht ineinander
verschachtelter Wertströme.
9Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Endkunde Endkunde
„interner Kunde“
„interner Kunde“
„interner Kunde“
„interner Kunde“
Problem
Problem Lösung
Lösung
1. Ohne „Kunde“ kein Problem!
2. Ohne Problem keine Lösung!
3. Ohne Lösung kein Produkt!
Alle Aktivitäten im Unternehmen
sollten auf ihren Nutzen überprüft
werden.
Die Identität von BI@OTTO besteht darin,
Problemlöser im Kontext Entscheidungen zu sein.
10Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Endkunden
Wertstrom
Endkunden
Ebene OTTO
Ebene
BI@OTTO
OTTO Fachbereiche
Wertstrom
OTTO Fachbereiche
Probleme Lösungen
Führung sollte Wertgenerierung verbessern,
also dieser folgen, nicht umgekehrt.
11Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Menschen Strukturen/ Prozesse
BI Fachlichkeiten BI Funktionen
• Finden, Einstellen und Begeistern der Menschen
• Begleiten und Coachen der Menschen, damit sie in den
Strukturen bestmöglich ihre Skills, Kompetenzen und
Erfahrung einbringen können.
• Managen der BI Produkte und Dienstleistungen, die
notwendig sind, um Wert für OTTO zu generieren,
sowohl in den Fachbereichen als auch in den Business
Capabilities.
• Finden, Definieren und Etablieren der für
Wertgenerierung passfähigen Strukturen (Meetings,
Entscheidungsprozesse, Dokumentation, …) auf
verschiedenen Ebenen (BI Bereich, Teams, …)
• Eruieren, Definieren und Etablieren der für
Wertgenerierung passfähigen BI Funktionalitäten
(Data Science, Data Management, Report
Development, Programmierung, …)
Führungsrollen werden entlang der
Wertgenerierung in den Value Streams verteilt.
12Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Endkunde Endkunde
OTTO Fachbereiche
BI Mitarbeiter
OTTO Fachbereiche
BI Mitarbeiter
Problem
Problem Lösung
Lösung
Führungsrollen werden in den Führungs-
dimensionen verteilt.
13Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
Endkunde Endkunde
OTTO Fachbereiche
BI Mitarbeiter
OTTO Fachbereiche
BI Mitarbeiter
Problem
Problem Lösung
Lösung
People Lead („Menschen“)
Functional Lead („BI Funktionen“)
Product Owner („BI
Fachlichkeiten“)
Agile Master/ Consultant
(„Strukturen/ Prozesse“)
Prinzipien, die im Kontext Führung mein
Denken und Handeln konditionieren.
14Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG)
1. Ich möchte niemals Menschen direkt ändern wollen, sondern nur Strukturen, in denen
Menschen sich dann eigenständig für eine Veränderung entscheiden oder eben nicht.
2. Ich will kein Engpass in der Wertgenerierung sein, ich will Dienstleister der
Mitarbeiter sein!
3. Ich bin für die Mitarbeiter da, nicht umgekehrt.
4. Meine Mailbox darf maximal 1 Tag alt sein.
5. Ich darf Meetings nicht kapern, sondern nutze vorhandene Termine der Teams, um
mich zu informieren.
6. Ich muss Themen durch Zuhören verstehen. Verständnisfragen meinerseits stören
die Teams beim Generieren von Wert.
7. Vor jeder Handlung meinerseits sollte ich antizipieren, welchen Wert diese Handlung
generiert. Aufwand-Nutzen in Einklang bringen.
8. Ich bin niemals qua Rolle Teilnehmer an Meetings, sondern nur wenn Menschen
glauben, dass ich ihnen helfen kann. Dann müssen sie auf mich zukommen, nicht ich auf
sie.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 15

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3. Neujahrsempfang Unfallkasse MV 2019 - Best Practice Führung

  • 1. 3. NEUJAHRSEMPFANG UNFALLKASSE M-V Best Practice | Optimale Führung - So kann`s gehen Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 1 Conny Dethloff 09. Januar 2019 in Rostock
  • 2. Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 2 Eine Enttäuschung gleich zu Beginn: Für gute Führung kann es keine Best Practice geben, für schlechte schon!
  • 3. Folgende Fragen möchte ich heute beantworten. 3Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 1. Was ist die Daseinsberechtigung/ Aufgabe von Unternehmen? 2. Was hat sich mit der Digitalisierung diesbezüglich verändert? 3. Wie reagieren Unternehmen oftmals darauf und wie könnte es besser gehen? 4. Was ist dabei die Aufgabe von Führung?
  • 4. Die Aufgabe von Unternehmen besteht darin, Probleme des Marktes zu lösen. 4Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Kunde Kunde Wertstrom Je besser, schneller und nachhaltiger Probleme des Marktes gelöst werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen leben kann.
  • 5. Viele Unternehmen sind in einer Verkäuferwelt entstanden  Strukturen sind aus dieser Welt. 5Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Zeit Handlungsspielraum Industrialisierung Digitalisierung Markt Unternehmen Manufaktur „Taylorwanne“ nach Gerhard Wohland Ausbildung von existierenden Managementstrukturen
  • 6. Strukturen in den Unternehmen basieren auf dem Denkrahmen der Effizienz. 6Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Kunde Kunde Wertstrom Sollbruchstellen im Prozess Probleme des Marktes können nicht in den einzelnen funktionalen Silos gelöst werden, sondern nur über Vernetzung dieser.
  • 7. Menschen werden in der westlichen Gesell- schaft auf Effizienz sozialisiert (Expertentum). 7Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Bildung Wirtschaft Fächer (Mathematik, Physik, Geographie, Geschichte, …) Bereiche (Vertrieb, Marketing, Einkauf, Logistik, Produktion, …)
  • 8. Auf dieser Basis wurden unsere Management- instrumente erschaffen. 8Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Managementstrukturen und - instrumente sind i.d.R. nicht mehr passfähig für Wertgenerierung. UND sie unterliegen keinen Naturgesetzen. Wir können und sollten sie ändern, wenn sie nicht mehr passfähig sind.
  • 9. Unternehmen als Geflecht ineinander verschachtelter Wertströme. 9Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Endkunde Endkunde „interner Kunde“ „interner Kunde“ „interner Kunde“ „interner Kunde“ Problem Problem Lösung Lösung 1. Ohne „Kunde“ kein Problem! 2. Ohne Problem keine Lösung! 3. Ohne Lösung kein Produkt! Alle Aktivitäten im Unternehmen sollten auf ihren Nutzen überprüft werden.
  • 10. Die Identität von BI@OTTO besteht darin, Problemlöser im Kontext Entscheidungen zu sein. 10Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Endkunden Wertstrom Endkunden Ebene OTTO Ebene BI@OTTO OTTO Fachbereiche Wertstrom OTTO Fachbereiche Probleme Lösungen
  • 11. Führung sollte Wertgenerierung verbessern, also dieser folgen, nicht umgekehrt. 11Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Menschen Strukturen/ Prozesse BI Fachlichkeiten BI Funktionen • Finden, Einstellen und Begeistern der Menschen • Begleiten und Coachen der Menschen, damit sie in den Strukturen bestmöglich ihre Skills, Kompetenzen und Erfahrung einbringen können. • Managen der BI Produkte und Dienstleistungen, die notwendig sind, um Wert für OTTO zu generieren, sowohl in den Fachbereichen als auch in den Business Capabilities. • Finden, Definieren und Etablieren der für Wertgenerierung passfähigen Strukturen (Meetings, Entscheidungsprozesse, Dokumentation, …) auf verschiedenen Ebenen (BI Bereich, Teams, …) • Eruieren, Definieren und Etablieren der für Wertgenerierung passfähigen BI Funktionalitäten (Data Science, Data Management, Report Development, Programmierung, …)
  • 12. Führungsrollen werden entlang der Wertgenerierung in den Value Streams verteilt. 12Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Endkunde Endkunde OTTO Fachbereiche BI Mitarbeiter OTTO Fachbereiche BI Mitarbeiter Problem Problem Lösung Lösung
  • 13. Führungsrollen werden in den Führungs- dimensionen verteilt. 13Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) Endkunde Endkunde OTTO Fachbereiche BI Mitarbeiter OTTO Fachbereiche BI Mitarbeiter Problem Problem Lösung Lösung People Lead („Menschen“) Functional Lead („BI Funktionen“) Product Owner („BI Fachlichkeiten“) Agile Master/ Consultant („Strukturen/ Prozesse“)
  • 14. Prinzipien, die im Kontext Führung mein Denken und Handeln konditionieren. 14Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 1. Ich möchte niemals Menschen direkt ändern wollen, sondern nur Strukturen, in denen Menschen sich dann eigenständig für eine Veränderung entscheiden oder eben nicht. 2. Ich will kein Engpass in der Wertgenerierung sein, ich will Dienstleister der Mitarbeiter sein! 3. Ich bin für die Mitarbeiter da, nicht umgekehrt. 4. Meine Mailbox darf maximal 1 Tag alt sein. 5. Ich darf Meetings nicht kapern, sondern nutze vorhandene Termine der Teams, um mich zu informieren. 6. Ich muss Themen durch Zuhören verstehen. Verständnisfragen meinerseits stören die Teams beim Generieren von Wert. 7. Vor jeder Handlung meinerseits sollte ich antizipieren, welchen Wert diese Handlung generiert. Aufwand-Nutzen in Einklang bringen. 8. Ich bin niemals qua Rolle Teilnehmer an Meetings, sondern nur wenn Menschen glauben, dass ich ihnen helfen kann. Dann müssen sie auf mich zukommen, nicht ich auf sie.
  • 15. Danke für Ihre Aufmerksamkeit Conny Dethloff (OTTO GmbH & CO. KG) 15