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Branchenstudie
papier/zellstoff/holz

Die Highlights

•	 Milliardenfaktor Instandhaltung
•	 Wertorientierte Instandhaltung 	
	 als Basis und Treiber für nach-	
	 haltigen Erfolg
•	
	
	
	
	

Bewertung der Leistungsfähigkeit des Instandhaltungs- und 	
Asset Managements durch
Manager und operative 	
	
Mitarbeiter

•	 Benchmarking zur Ableitung
	 handfester Handlungs	 optionen	
	
•	 Erfolgsfaktoren und Praxis	 lösungen in der Umsetzung
•	 Ergebnisse in der Papier-, 	
	 Zellstoff- und holzverar	 beitenden Industrie

Exkurs:
Shutdown Management

	

Wertorientiertes Instandhaltungsund Asset Management
Inhalt
Seite 3	

Vorwort

Seite 4-15	

Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz

Seite 4	

Executive Summary

Seite 5	

Milliardenfaktor Instandhaltung - Da ist noch viel drin

Seite 6	

Wertorientierte Instandhaltung - Basis und Treiber für nachhaltigen Erfolg

Seite 7	

Studiendesign - Der ConMoto MaintenanceScoreTest©

Seite 8	

Stufenmodell der Maintenance und Asset Management Excellence

Seite 9	

Bewertungsergebnisse im Branchenvergleich

Seite 10	

Erkenntnisse und Handlungsfelder

Seite 12	

Erfolgsfaktoren in der Umsetzung

Seite 13	

Exkurs: Shutdown Management

Seite 14	

Ergebnisse - Was bleibt unterm Strich?

Seite 16	

Ihr Ansprechpartner

Autoren
Markus März
Director Business Development ConMoto Consulting Group GmbH
maerz@conmoto.de

Nils Blechschmidt
Senior Partner ConMoto Consulting Group GmbH
blechschmidt@conmoto.de

Dr. Leonhard Weck
Geschäftsführender Gesellschafter ConMoto Consulting Group GmbH
weck@conmoto.de

© 2014 ConMoto Consulting Group GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Für Nachbestellungen und Nachdruckgenehmigungen wenden Sie sich bitte an:
ConMoto Consulting Group GmbH
Boschetsrieder Str. 69
81379 München	
Deutschland

2

Tel.: +49 (0)89 78066-138
Fax: +49 (0)89 78066-101
E-Mail: pressestelle@conmoto.de
Vorwort
Wandel und Veränderung – das sind die Schlagwörter, die derzeit die Entwicklung in der Papier- und
Zellstoff-, aber auch in der holzverarbeitenden Industrie prägen. Diese Branchen durchlaufen einen
schwierigen Veränderungsprozess, welcher die Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen stellt.
Während in den meisten westlichen Industrieländern die Märkte zunehmend gesättigt sind und
kaum mehr wachsen, werden vor allem für die
sogenannten „Emerging Markets“ noch Wachstumspotentiale prognostiziert. Dies hängt zum einen mit dem steigenden privaten Konsum, aber
auch mit den wachsenden Exportraten dieser
aufstrebenden Länder und dem damit beispielsweise einhergehenden größeren Bedarf an Transportverpackungen zusammen. Papier hat als Verpackungsmaterial seine Potentiale bei Weitem noch
nicht ausgeschöpft und könnte andere, weniger
nachhaltige Materialien (gerade im Lebensmittelbereich) zunehmend ablösen.
Darüber hinaus hatte die Finanz- und Staatsschuldenkrise erhebliche Auswirkungen. Obwohl
ein gewisser Grundbedarf an graphischen Papieren
sowie Hygiene- und Verpackungspapieren konjunkturelle Effekte zum Teil abfängt, wies die internationale Papierindustrie noch bis ins Jahr 2012
eine spürbare Fertigungsverlangsamung und geringes Wachstum auf. Auch wenn verschiedene
Institutionen, wie z. B. die Weltbank, derzeit davon
ausgehen, dass sich die Konjunktur weltweit wieder erholt, sind weitere, starke Nachfrageschwankungen auch in Zukunft zu erwarten.

Auch die holzverarbeitenden Unternehmen müssen sich neuen Gegebenheiten permanent anpassen, um nicht abgehängt zu werden. So zählt die
Entwicklung intelligenter Produkte und Systemlösungen auf Basis technisch hochwertiger und
ökologischer Werkstoffe, die beispielsweise neue
Möglichkeiten für den Leichtbau von Produkten
und Gebäuden bieten, zu den viel diskutierten
Themen in der Forschungslandschaft. Insbesondere holzbasierte Materialen nehmen dabei eine
Schlüsselrolle ein und versprechen nachhaltige
Wachstumspotentiale für die sowohl von Lieferanten- als auch von Abnehmerseite unter Druck stehende holzverarbeitende Industrie.
Eines ist klar: Die Herausforderungen – wie etwa
durch höhere Materialkosten oder sprunghaft steigende Energiekosten, welche die Papier- und holzverarbeitende Industrie als energieintensive Branchen besonders hart treffen – werden nicht geringer.
Dies alles wirkt sich negativ auf die Ertragslage der
Unternehmen aus. Verstärkt durch die in einigen
Bereichen vorherrschenden Überkapazitäten, kann
durchaus von einer Ertragserosion in den letzten
Jahren gesprochen werden. Wer jedoch mit Wandel und Veränderung richtig umzugehen weiß, dem
eröffnen sich Chancen. Ein wertorientiertes Instandhaltungs- und Asset Management stellt eine Möglichkeit dar, an den Problemstellen der Branche
anzusetzen und entscheidende Wettbewerbsvorteile für eine nachhaltig profitable Unternehmensentwicklung zu generieren. Genau dies steht im Fokus
der ConMoto Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz.
Ihr

Zudem sind einheitliche Aussagen vor allem im Papiermarkt nur sehr schwierig zu treffen. Ausgehend
von den vier klassischen Segmenten grafische Papiere, Karton und Verpackungspapiere, Hygienepapiere sowie Spezialpapiere, zeigen sich äußerst
differenzierte Marktbedingungen, denen sich die
einzelnen Akteure stellen müssen.

Nils Blechschmidt
Senior Partner

Anlagenverfügbarkeit
Zuverlässigkeit

Kosteneffizienz
Shutdown-Optimierung

ERTRAGSORIENTIERTE
WERTSCHÖPFUNG

WERTORIENTIERTE
INSTANDHALTUNG/
ASSET MANAGEMENT

EFFIZIENTER
KAPITALEINSATZ

Investitionen

Ersatzteilbestände

3
Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz
	

Executive Summary
In dem Maße, in dem die Anlagenintensität einer
Produktion zunimmt, steigt die Bedeutung der Instandhaltung. Bei den Unternehmen der Papier-,
Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie können
in der Spitze knapp 50 Prozent der Produktionskosten direkt und indirekt durch die Effizienz der
Instandhaltungsleistungen beeinflusst werden. Daraus ergibt sich eine beachtliche Hebelwirkung auf
den Unternehmenserfolg. Doch was ist der Maßstab für ein zukunftsweisendes Instandhaltungsund Asset Management und wo stehen die Unternehmen heute?
Die ConMoto Consulting Group hat in den vergangenen Jahren die Maintenance und Asset Performance von insgesamt 158 Unternehmen und
Produktionsstätten auf vier Kontinenten bis ins
Detail durchleuchtet. Im Branchencluster Papier/
Zellstoff/Holz wurde die Leistungsfähigkeit von 26
unterschiedlichen Fabriken bzw. Werken in neun
Ländern untersucht. Darunter befinden sich sowohl börsennotierte Konzerne und Großunternehmen als auch mittelständische Unternehmen aus
den Bereichen Papierherstellung (inkl. Spezialpapiere), Karton und Verpackung, Hygieneprodukte,
Zellstoffproduktion und Holzverarbeitung.
Insgesamt liefert die Untersuchung der Papier-,
Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie ein klares Signal, dass es deutlich besser gehen könnte.
In Schulnoten ausgedrückt, liegen die untersuchten
Produktionsstätten zwischen der Note „mangelhaft“ (Stufe 2 „Nachzügler“) und der Note „befriedigend“ (Stufe 4 „Oberes Mittelfeld“) des ConMoto
Stufenmodells der Maintenance und Asset Management Excellence. Betrachtet man das Verhältnis von erreichter zur maximal möglichen Gesamtpunktzahl (entspricht Best Practice), so liegt
der Durchschnitt dieses Industriebereichs gerade
einmal bei 42 Prozent. Selbst das klassenbeste Unternehmen hat mit 56 Prozent Instandhaltungsreife
noch erheblich „Luft nach oben“. Dieser Verzicht
auf Effizienzgewinn ist erstaunlich. Das Ergebnis
verdeutlicht aber zugleich: Produktion hat auch an
Hochlohnstandorten Zukunft, wenn die Chancen
eines wertorientierten Instandhaltungs- und Asset
Managements konsequent genutzt werden.
Im Gesamtvergleich schneidet die investitionsintensive und sicherheitssensitive Chemie- und
Pharmaindustrie am stärksten ab (Ø 47%). Die
Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitende Industrie
(Ø 42%) landet im Branchenranking auf dem dritten
Platz, liegt jedoch bereits unterhalb des Gesamtdurchschnitts (44%) aller untersuchten Unternehmen. Schlusslicht ist die Automotive-Industrie mit
einer durchschnittlichen Maintenance und Asset
Performance von lediglich 39 Prozent.
4

Es stellt sich nun die Frage, was zu tun ist, um neue
Maßstäbe für eine ertragsorientierte Wertschöpfung mit effizientem Kapitaleinsatz zu setzen. Ziel
ist die Erhöhung der technischen Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung der Lebenszykluskosten von hochinvestiven Produktionsanlagen und Maschinen. Dazu ist
es notwendig, eine selbsttragende Entwicklung im
Instandhaltungs- und Asset Management zu etablieren, d. h. Best-Practice-Konzepte und -Methoden
nachhaltig in die „Instandhaltungskultur“ der Unternehmen bzw. Produktionsstätten zu übertragen.
Letztendlich müssen die Mitarbeiter in die Lage
versetzt werden, das Neue und Bessere zu verarbeiten, zu „leben“ und dauerhaft zu stabilisieren.
Sowohl die industriespezifischen Handlungsfelder
als auch die Erfolgsfaktoren in der Umsetzung sind
in dieser Studie zusammengefasst.
Die erzielten Erfolge in der Papier-, Zellstoff- und
holzverarbeitenden Industrie sprechen für sich. Die
Unternehmen konnten sich im Durchschnitt um
rund zwei Stufen auf dem Weg zur Maintenance
und Asset Management Excellence weiterentwickeln. Die abgeschlossenen Umsetzungsprojekte
zeigen darüber hinaus, dass bei allen relevanten
„Key Performance Indicators (KPIs)“ deutliche, objektiv messbare Verbesserungen erreicht wurden.
So konnte die Effektivität, gemessen anhand der
Kennzahl „geplante und ungeplante Stillstände
in Prozent der verfügbaren Anlagenzeit“ (-30 bis
-60%), signifikant verbessert werden. In der Folge
wurde eine der zentralen Wirtschaftlichkeitskennzahlen, die Instandhaltungskostenrate, um 15 bis 25
Prozent gesenkt. Eine wesentliche Ursache hierfür
ist die Erhöhung der wertschöpfenden Tätigkeiten
im Instandhaltungsbereich durch die Reduzierung
von Verlustzeiten. Gleichzeitig wurde die Lagerreichweite der Ersatzteile um 30 bis 50 Prozent
verkürzt. Im Ergebnis konnte eine deutlich höhere
Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit mit einem
geringeren Ressourcenaufwand erreicht werden.
Diese zweifelsohne bedeutsamen Fortschritte bei
der betrieblichen Leistungsfähigkeit wirkten sich
auch nachhaltig positiv auf das Geschäftsergebnis
aus: Unternehmen, die sich durch die Kombination
von höchster Effektivität und Effizienz auszeichnen, gehören zu den wirtschaftlich erfolgreichsten
ihrer Branche.
Damit ist das Fundament für exzellente unternehmerische Leistungen in der Zukunft gelegt.
Entscheidungsträger, die dies erkennen und dem
Wettbewerbsfaktor Instandhaltung und Asset
Management offensiv Rechnung tragen, werden gegenüber den anderen klar im Vorteil sein. Die Branchenstudie von ConMoto weist hierzu den Weg.
Ihr Ansprechpartner

ConMoto Consulting Group GmbH,
München
Boschetsrieder Str. 69

Themenverantwortlicher für Wertorientierte
Instandhaltung und Asset Innovation

81379 München
Deutschland
Tel.: +49 (0)89 78066-0
Fax: +49 (0)89 78066-101

	

Nils Blechschmidt
Senior Partner
ConMoto Consulting Group GmbH
Geschäftsführer
ConMoto Strategie und Realisierung

Tel.: +49 (0)89 78066-114
Fax: +49 (0)89 78066-101
E-Mail: blechschmidt@conmoto.de
Nils Blechschmidt ist seit 1995 Unternehmensberater bei ConMoto,
seit 1999 Senior Partner und Gesellschafter des Unternehmens. Er
verantwortet das Themenfeld „Wertorientierte Instandhaltung und
Asset Innovation“. Als Experte auf diesem Gebiet und fundierter
Kenner verschiedener Branchen, wie Luft- und Raumfahrtindustrie,
Maschinen- und Anlagenbau, Automobil- und Automobilzulieferindustrie, Halbleiter/Elektronik, Prozessindustrie (Chemie, Stahl,
Pharma, Lebensmittel), kunststoffverarbeitende Industrie, Papier
und Zellstoff sowie Verkehrstechnik, hält er zahlreiche Vorträge.  Seit
1997 ist er Referent in renommierten Fachforen wie der PlantMaintenance, der EuroMaintenance, dem World Maintenance Forum und
bei Konferenzen des VDI zu den Themenschwerpunkten Maintenance
Excellence und Lean Production. Vor seiner Zeit bei ConMoto war
Nils Blechschmidt sieben Jahre als Technischer Leiter eines luftfahrzeugtechnischen Betriebs tätig. Die Ausbildung zum Dipl.-Ing. Luftund Raumfahrttechnik absolvierte er an der Universität der Bundeswehr in München, seinen MBA am Henley Management College (UK).

ConMoto Consulting Group
Seit mehr als 24 Jahren unterstützen wir Unternehmen bei der
Sicherung und Verbesserung ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Rund 80 führungserfahrene und unternehmerisch agierende Berater, verteilt auf die Standorte München, Stuttgart, Wien,
St. Gallen, Bratislava und Shanghai, schaffen nachhaltige Wertsteigerung bei unseren Kunden.
Wir schaffen Vorsprung!
Das ist der Leitsatz unserer umsetzungsstarken Beratung.

ConMoto Consulting Group GmbH,
Stuttgart
Gerokstr. 11
70184 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 (0)711 76779-0
Fax: +49 (0)711 76779-205
ConMoto Consulting Group
Ges.m.b.H, Wien
Schottenring 16
1010 Wien
Österreich
Tel.: +43 (0)1 5850274-0
Fax: +43 (0)1 5850274-11
ConMoto Consulting Group GmbH,
St. Gallen
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9000 St. Gallen
Schweiz
Tel.: +41 (0)71 2440871
Fax: +41 (0)71 2431881
ConMoto Consulting Group GmbH,
Bratislava
Na vŕšku 8
811 01 Bratislava
Slowakei
Tel.: +421 (0)2 54413304
Fax: +421 (0)2 54410635
ConMoto Consulting Group GmbH,

´

Shanghai
Unit 1606, Time Square
93 Huai Hai Zhong Rd.
200021 Shanghai
Volksrepublik China
Tel.: +86 (0)21 614152-75
Fax: +86 (0)21 614152-76
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Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz

  • 1. Branchenstudie papier/zellstoff/holz Die Highlights • Milliardenfaktor Instandhaltung • Wertorientierte Instandhaltung als Basis und Treiber für nach- haltigen Erfolg • Bewertung der Leistungsfähigkeit des Instandhaltungs- und Asset Managements durch Manager und operative Mitarbeiter • Benchmarking zur Ableitung handfester Handlungs optionen • Erfolgsfaktoren und Praxis lösungen in der Umsetzung • Ergebnisse in der Papier-, Zellstoff- und holzverar beitenden Industrie Exkurs: Shutdown Management Wertorientiertes Instandhaltungsund Asset Management
  • 2. Inhalt Seite 3 Vorwort Seite 4-15 Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz Seite 4 Executive Summary Seite 5 Milliardenfaktor Instandhaltung - Da ist noch viel drin Seite 6 Wertorientierte Instandhaltung - Basis und Treiber für nachhaltigen Erfolg Seite 7 Studiendesign - Der ConMoto MaintenanceScoreTest© Seite 8 Stufenmodell der Maintenance und Asset Management Excellence Seite 9 Bewertungsergebnisse im Branchenvergleich Seite 10 Erkenntnisse und Handlungsfelder Seite 12 Erfolgsfaktoren in der Umsetzung Seite 13 Exkurs: Shutdown Management Seite 14 Ergebnisse - Was bleibt unterm Strich? Seite 16 Ihr Ansprechpartner Autoren Markus März Director Business Development ConMoto Consulting Group GmbH maerz@conmoto.de Nils Blechschmidt Senior Partner ConMoto Consulting Group GmbH blechschmidt@conmoto.de Dr. Leonhard Weck Geschäftsführender Gesellschafter ConMoto Consulting Group GmbH weck@conmoto.de © 2014 ConMoto Consulting Group GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Für Nachbestellungen und Nachdruckgenehmigungen wenden Sie sich bitte an: ConMoto Consulting Group GmbH Boschetsrieder Str. 69 81379 München Deutschland 2 Tel.: +49 (0)89 78066-138 Fax: +49 (0)89 78066-101 E-Mail: pressestelle@conmoto.de
  • 3. Vorwort Wandel und Veränderung – das sind die Schlagwörter, die derzeit die Entwicklung in der Papier- und Zellstoff-, aber auch in der holzverarbeitenden Industrie prägen. Diese Branchen durchlaufen einen schwierigen Veränderungsprozess, welcher die Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen stellt. Während in den meisten westlichen Industrieländern die Märkte zunehmend gesättigt sind und kaum mehr wachsen, werden vor allem für die sogenannten „Emerging Markets“ noch Wachstumspotentiale prognostiziert. Dies hängt zum einen mit dem steigenden privaten Konsum, aber auch mit den wachsenden Exportraten dieser aufstrebenden Länder und dem damit beispielsweise einhergehenden größeren Bedarf an Transportverpackungen zusammen. Papier hat als Verpackungsmaterial seine Potentiale bei Weitem noch nicht ausgeschöpft und könnte andere, weniger nachhaltige Materialien (gerade im Lebensmittelbereich) zunehmend ablösen. Darüber hinaus hatte die Finanz- und Staatsschuldenkrise erhebliche Auswirkungen. Obwohl ein gewisser Grundbedarf an graphischen Papieren sowie Hygiene- und Verpackungspapieren konjunkturelle Effekte zum Teil abfängt, wies die internationale Papierindustrie noch bis ins Jahr 2012 eine spürbare Fertigungsverlangsamung und geringes Wachstum auf. Auch wenn verschiedene Institutionen, wie z. B. die Weltbank, derzeit davon ausgehen, dass sich die Konjunktur weltweit wieder erholt, sind weitere, starke Nachfrageschwankungen auch in Zukunft zu erwarten. Auch die holzverarbeitenden Unternehmen müssen sich neuen Gegebenheiten permanent anpassen, um nicht abgehängt zu werden. So zählt die Entwicklung intelligenter Produkte und Systemlösungen auf Basis technisch hochwertiger und ökologischer Werkstoffe, die beispielsweise neue Möglichkeiten für den Leichtbau von Produkten und Gebäuden bieten, zu den viel diskutierten Themen in der Forschungslandschaft. Insbesondere holzbasierte Materialen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein und versprechen nachhaltige Wachstumspotentiale für die sowohl von Lieferanten- als auch von Abnehmerseite unter Druck stehende holzverarbeitende Industrie. Eines ist klar: Die Herausforderungen – wie etwa durch höhere Materialkosten oder sprunghaft steigende Energiekosten, welche die Papier- und holzverarbeitende Industrie als energieintensive Branchen besonders hart treffen – werden nicht geringer. Dies alles wirkt sich negativ auf die Ertragslage der Unternehmen aus. Verstärkt durch die in einigen Bereichen vorherrschenden Überkapazitäten, kann durchaus von einer Ertragserosion in den letzten Jahren gesprochen werden. Wer jedoch mit Wandel und Veränderung richtig umzugehen weiß, dem eröffnen sich Chancen. Ein wertorientiertes Instandhaltungs- und Asset Management stellt eine Möglichkeit dar, an den Problemstellen der Branche anzusetzen und entscheidende Wettbewerbsvorteile für eine nachhaltig profitable Unternehmensentwicklung zu generieren. Genau dies steht im Fokus der ConMoto Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz. Ihr Zudem sind einheitliche Aussagen vor allem im Papiermarkt nur sehr schwierig zu treffen. Ausgehend von den vier klassischen Segmenten grafische Papiere, Karton und Verpackungspapiere, Hygienepapiere sowie Spezialpapiere, zeigen sich äußerst differenzierte Marktbedingungen, denen sich die einzelnen Akteure stellen müssen. Nils Blechschmidt Senior Partner Anlagenverfügbarkeit Zuverlässigkeit Kosteneffizienz Shutdown-Optimierung ERTRAGSORIENTIERTE WERTSCHÖPFUNG WERTORIENTIERTE INSTANDHALTUNG/ ASSET MANAGEMENT EFFIZIENTER KAPITALEINSATZ Investitionen Ersatzteilbestände 3
  • 4. Branchenstudie Papier/Zellstoff/Holz Executive Summary In dem Maße, in dem die Anlagenintensität einer Produktion zunimmt, steigt die Bedeutung der Instandhaltung. Bei den Unternehmen der Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie können in der Spitze knapp 50 Prozent der Produktionskosten direkt und indirekt durch die Effizienz der Instandhaltungsleistungen beeinflusst werden. Daraus ergibt sich eine beachtliche Hebelwirkung auf den Unternehmenserfolg. Doch was ist der Maßstab für ein zukunftsweisendes Instandhaltungsund Asset Management und wo stehen die Unternehmen heute? Die ConMoto Consulting Group hat in den vergangenen Jahren die Maintenance und Asset Performance von insgesamt 158 Unternehmen und Produktionsstätten auf vier Kontinenten bis ins Detail durchleuchtet. Im Branchencluster Papier/ Zellstoff/Holz wurde die Leistungsfähigkeit von 26 unterschiedlichen Fabriken bzw. Werken in neun Ländern untersucht. Darunter befinden sich sowohl börsennotierte Konzerne und Großunternehmen als auch mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Papierherstellung (inkl. Spezialpapiere), Karton und Verpackung, Hygieneprodukte, Zellstoffproduktion und Holzverarbeitung. Insgesamt liefert die Untersuchung der Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie ein klares Signal, dass es deutlich besser gehen könnte. In Schulnoten ausgedrückt, liegen die untersuchten Produktionsstätten zwischen der Note „mangelhaft“ (Stufe 2 „Nachzügler“) und der Note „befriedigend“ (Stufe 4 „Oberes Mittelfeld“) des ConMoto Stufenmodells der Maintenance und Asset Management Excellence. Betrachtet man das Verhältnis von erreichter zur maximal möglichen Gesamtpunktzahl (entspricht Best Practice), so liegt der Durchschnitt dieses Industriebereichs gerade einmal bei 42 Prozent. Selbst das klassenbeste Unternehmen hat mit 56 Prozent Instandhaltungsreife noch erheblich „Luft nach oben“. Dieser Verzicht auf Effizienzgewinn ist erstaunlich. Das Ergebnis verdeutlicht aber zugleich: Produktion hat auch an Hochlohnstandorten Zukunft, wenn die Chancen eines wertorientierten Instandhaltungs- und Asset Managements konsequent genutzt werden. Im Gesamtvergleich schneidet die investitionsintensive und sicherheitssensitive Chemie- und Pharmaindustrie am stärksten ab (Ø 47%). Die Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitende Industrie (Ø 42%) landet im Branchenranking auf dem dritten Platz, liegt jedoch bereits unterhalb des Gesamtdurchschnitts (44%) aller untersuchten Unternehmen. Schlusslicht ist die Automotive-Industrie mit einer durchschnittlichen Maintenance und Asset Performance von lediglich 39 Prozent. 4 Es stellt sich nun die Frage, was zu tun ist, um neue Maßstäbe für eine ertragsorientierte Wertschöpfung mit effizientem Kapitaleinsatz zu setzen. Ziel ist die Erhöhung der technischen Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung der Lebenszykluskosten von hochinvestiven Produktionsanlagen und Maschinen. Dazu ist es notwendig, eine selbsttragende Entwicklung im Instandhaltungs- und Asset Management zu etablieren, d. h. Best-Practice-Konzepte und -Methoden nachhaltig in die „Instandhaltungskultur“ der Unternehmen bzw. Produktionsstätten zu übertragen. Letztendlich müssen die Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, das Neue und Bessere zu verarbeiten, zu „leben“ und dauerhaft zu stabilisieren. Sowohl die industriespezifischen Handlungsfelder als auch die Erfolgsfaktoren in der Umsetzung sind in dieser Studie zusammengefasst. Die erzielten Erfolge in der Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie sprechen für sich. Die Unternehmen konnten sich im Durchschnitt um rund zwei Stufen auf dem Weg zur Maintenance und Asset Management Excellence weiterentwickeln. Die abgeschlossenen Umsetzungsprojekte zeigen darüber hinaus, dass bei allen relevanten „Key Performance Indicators (KPIs)“ deutliche, objektiv messbare Verbesserungen erreicht wurden. So konnte die Effektivität, gemessen anhand der Kennzahl „geplante und ungeplante Stillstände in Prozent der verfügbaren Anlagenzeit“ (-30 bis -60%), signifikant verbessert werden. In der Folge wurde eine der zentralen Wirtschaftlichkeitskennzahlen, die Instandhaltungskostenrate, um 15 bis 25 Prozent gesenkt. Eine wesentliche Ursache hierfür ist die Erhöhung der wertschöpfenden Tätigkeiten im Instandhaltungsbereich durch die Reduzierung von Verlustzeiten. Gleichzeitig wurde die Lagerreichweite der Ersatzteile um 30 bis 50 Prozent verkürzt. Im Ergebnis konnte eine deutlich höhere Anlagenverfügbarkeit und Zuverlässigkeit mit einem geringeren Ressourcenaufwand erreicht werden. Diese zweifelsohne bedeutsamen Fortschritte bei der betrieblichen Leistungsfähigkeit wirkten sich auch nachhaltig positiv auf das Geschäftsergebnis aus: Unternehmen, die sich durch die Kombination von höchster Effektivität und Effizienz auszeichnen, gehören zu den wirtschaftlich erfolgreichsten ihrer Branche. Damit ist das Fundament für exzellente unternehmerische Leistungen in der Zukunft gelegt. Entscheidungsträger, die dies erkennen und dem Wettbewerbsfaktor Instandhaltung und Asset Management offensiv Rechnung tragen, werden gegenüber den anderen klar im Vorteil sein. Die Branchenstudie von ConMoto weist hierzu den Weg.
  • 5. Ihr Ansprechpartner ConMoto Consulting Group GmbH, München Boschetsrieder Str. 69 Themenverantwortlicher für Wertorientierte Instandhaltung und Asset Innovation 81379 München Deutschland Tel.: +49 (0)89 78066-0 Fax: +49 (0)89 78066-101 Nils Blechschmidt Senior Partner ConMoto Consulting Group GmbH Geschäftsführer ConMoto Strategie und Realisierung Tel.: +49 (0)89 78066-114 Fax: +49 (0)89 78066-101 E-Mail: blechschmidt@conmoto.de Nils Blechschmidt ist seit 1995 Unternehmensberater bei ConMoto, seit 1999 Senior Partner und Gesellschafter des Unternehmens. Er verantwortet das Themenfeld „Wertorientierte Instandhaltung und Asset Innovation“. Als Experte auf diesem Gebiet und fundierter Kenner verschiedener Branchen, wie Luft- und Raumfahrtindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Automobil- und Automobilzulieferindustrie, Halbleiter/Elektronik, Prozessindustrie (Chemie, Stahl, Pharma, Lebensmittel), kunststoffverarbeitende Industrie, Papier und Zellstoff sowie Verkehrstechnik, hält er zahlreiche Vorträge. Seit 1997 ist er Referent in renommierten Fachforen wie der PlantMaintenance, der EuroMaintenance, dem World Maintenance Forum und bei Konferenzen des VDI zu den Themenschwerpunkten Maintenance Excellence und Lean Production. Vor seiner Zeit bei ConMoto war Nils Blechschmidt sieben Jahre als Technischer Leiter eines luftfahrzeugtechnischen Betriebs tätig. Die Ausbildung zum Dipl.-Ing. Luftund Raumfahrttechnik absolvierte er an der Universität der Bundeswehr in München, seinen MBA am Henley Management College (UK). ConMoto Consulting Group Seit mehr als 24 Jahren unterstützen wir Unternehmen bei der Sicherung und Verbesserung ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Rund 80 führungserfahrene und unternehmerisch agierende Berater, verteilt auf die Standorte München, Stuttgart, Wien, St. Gallen, Bratislava und Shanghai, schaffen nachhaltige Wertsteigerung bei unseren Kunden. Wir schaffen Vorsprung! Das ist der Leitsatz unserer umsetzungsstarken Beratung. ConMoto Consulting Group GmbH, Stuttgart Gerokstr. 11 70184 Stuttgart Deutschland Tel.: +49 (0)711 76779-0 Fax: +49 (0)711 76779-205 ConMoto Consulting Group Ges.m.b.H, Wien Schottenring 16 1010 Wien Österreich Tel.: +43 (0)1 5850274-0 Fax: +43 (0)1 5850274-11 ConMoto Consulting Group GmbH, St. Gallen Notkerstr. 10 9000 St. Gallen Schweiz Tel.: +41 (0)71 2440871 Fax: +41 (0)71 2431881 ConMoto Consulting Group GmbH, Bratislava Na vŕšku 8 811 01 Bratislava Slowakei Tel.: +421 (0)2 54413304 Fax: +421 (0)2 54410635 ConMoto Consulting Group GmbH, ´ Shanghai Unit 1606, Time Square 93 Huai Hai Zhong Rd. 200021 Shanghai Volksrepublik China Tel.: +86 (0)21 614152-75 Fax: +86 (0)21 614152-76 5