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Mit Wirtschaftsinformatik
Wirtschaft neu gestalten.
Methoden Von Null auf Hundert
Teil 2-1a
Prozessmodellierung Einstieg mit
ereignisgesteuerten Prozess-Ketten (EPK)
1
X
Überblick über die Methoden der Wirtschaftsinformatik (Auszug)
Anforderungsanalyse
- Use Case Diagramme
- Mockups
Architektur und Modellierung
- Modellbegriff
- ARIS
. Organisation und Toplogie
. Prozesse
. Daten und Funktionen
Weitere Methoden
Methoden für den KVP (PDCA)
Nutzwertanalyse
Wissensmanagement
Gamification als ratio generale bei Veränderungsprozessen
Mathematische Methoden
Empirische Methoden
2
Wie kann man die Geschäftsprozesse modellieren?
Ah!
(???)
Was läuft hier falsch?
Sprechen wir einmal
über die Prozesse in
unserem Unternehmen.
Wir haben die
betrieblichen Abläufe in
den einzelnen Units in
Kernprozesse und
Supportprozesse
strukturiert ...
Hoffen wir
einmal, dass
er weiß, wie
ein Zulieferer
sein Geld
verdient...
Die erfahrene Sachbearbeiterin Der Junior-Consultant
3
Was ist ein Geschäftsprozess?
Die Steuerungssicht ist der integrative Aspekt der gesamten Modellierung nach ARIS
und führt alle anderen Sichten zusammen.
Der Geschäftsprozess ist Zentraler Ausgangspunkt in der Steuerungssicht des ARIS-Konzeptes.
Definition
Ein Geschäftsprozess ist ein komplexer, aus Einzelschritten bestehender
Arbeitsablauf zur Erledigung einer betrieblichen Aufgabe.
Ein Geschäftsprozess hat direkten Einfluss auf den Betriebserfolg.
Ein Geschäftsprozess ist der Gegenstand
1. des Betriebswirtes
2. des Wirtschaftsinformatikers
3. und erst zuletzt des Informatikers und der IT-Administratoren.
Geschäftsprozesse werden in ARIS eEPK modelliert.
(Technische Prozesse können mit Flussdiagrammen modelliert werden.)
4
ARIS-Haus mit Perspektiven und Beschreibungsebenen
vgl. Scheer, 1997, S. 17, [2] S 281 ff
5
Exkurs: Was ist ein WKD (Wertschöpfungskettendiagramm)?
Das Wertschöpfungskettendiagramm (WKD) zeigt überblicksartig die
Kernprozesse eines Unternehmens und ist die Vorstufe der
Geschäftsprozessmodellierung.
Zur Verfeinerung werden dann die erweiterten ereignisgesteuerten Prozessketten
(eEPK) verwendet.
Ein Unternehmens
Kernprozess
Produktentwicklung Fertigung Markteinführung
Abteilung
F&E Produktion Vertrieb
Patent
Produkt-
Plan
Produkt-
Plan
Klicktipp : http://de.scribd.com/doc/14675705/wertschopfungskette
6
Wie kann man mit einem EPK die Geschäftsprozesse modellieren?
erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten:
Grundidee der EPK:
1. geschäftliche Ereignisse lösen betriebliche Funktionen aus,
2. Funktionen haben Ereignisse als Ergebnisse.
Daraus werden Ketten gebildet.
Ereignis Funktion FunktionEreignis Ereignis
Wenn dann noch
• Konnektoren („Verbindungs- und Endscheidungsstücke“) und
• Kontrollflusskanten
(meist dargestellt als gestrichelte Pfeile)
hinzukommen: einfache oder schlanke EPK (Ereignisgesteuerte Prozessketten)
7
Was sind Funktionen in EPK?
EPK-Funktionen:
• EPK-Funktionen beschreiben Transformationen von Informationsobjekten
(zur Erreichung von Unternehmenszielen).
• Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus dem Informationsobjekt
(Substantiv) und der Verrichtung (Verb).
Beispiel:
Auftrag anlegen
EPK-Funktionen:
• Sind nicht mehr sinnvoll unterteilbare Stücke eines Geschäftsprozesses.
• Sind das, was ein Mensch mit Hilfe des Informationssystems machen möchte.
(vgl. UML Use Case Diagramme)
8
Auftrag
anlegen
Übrigens:
Farbe ist nicht wichtig
was heißt das: Transformation von Informationsobjekten?
Daten in einem Zustand A
zum Zeitpunkt T1
Transformation
(also: Veränderung)
Daten in einem Zustand B
zum Zeitpunkt T2 (später
als T1)
9
Was sind Ereignisse in EPK?
EPK-Ereignisse:
• Ereignisse sind passive Objekttypen, lösen also keine Entscheidung aus.
• Ereignisse lösen Funktionen aus
• Ereignisse sind Ergebnisse von Funktionen
• Sie beschreiben einen eingetretenen Zustand
• Eine EPK beginnt und endet mit einem Ereignis. Immer.
• Die Bezeichnung setzt sich aus einem Informationsobjekt (Substantiv) und
einem Verb im Perfekt zusammen.
Beispiel:
Auftrag angelegt
10
Auftrag
angelegt
Übrigens:
Farbe ist nicht wichtig
Wie spielen Funktionen und Ereignisse zusammen?
Anfrage
liegt vor
Angebot
ist versandt
Angebot
erstellen
Kundenangebot
versenden
Angebot
ist erstellt
Start-Ereignis
Ende-Ereignis
Ausgelöste
Funktion 1
Ausgelöste
Funktion 2
erzeugendes
Ereignis
ausgelöste
Funktion
auslösende
Funktion
ausgelöstes
Ereignis
ausgelöstes /
auslösendes
Ereignis
Damit können schon einfache Prozesse mit EPK beschrieben (modelliert) werden:
Aber: was ist mit was-wäre-wenn Fällen?
11
Welche Entscheidungsstücke (Konnektoren) gibt es und was ist das?
EKP-Konnektor:
Darstellung von
• bedingten Prozessteilen (wenn-dann ....),
• von Verzweigungen und (parallel dazu muss ...)
• Zusammenführungen
von Prozessschritten
Und
XOR
„Konjunktion“, „sowohl als auch“
Beispiel: A und B, „beides muss geschehen“
Oder
„Adjunktion“, „inklusives oder“, „mindestens ein“
Beispiel: A oder B oder A und B“
XOR
„Disjunktion“, „exklusives oder“,“entweder oder“
Beispiel: entweder <A oder B, nicht aber A und B
12
X
alternative Darstellung für ein XOR
Wie sieht eine komplette „schlanke“ EPK aus?
Beispiel einer
einfachen („schlanken“) EPK
mit Funktionen,
Ereignissen und
Konnektoren
Zusammenführung:
Meist gleicher Konnektor
wie Aufspaltung.
Angebots-
anfrage
liegt vor
Kreditlimit
prüfen
Angebot
erstellen
Angebot
ist erstellt
Kredit-
limit ist im
Rahmen
Kredit-
limit ist über-
schritten
X
Ablehnung
erstellen
Ablehnung
ist erstellt
X
Anschreiben
fertigen
Anfrage
ist beantwortet
13
Welche Modellierungsregeln für Konnektoren gibt es?
Möglichkeiten der Entscheidung mit XOR – nur ein Pfad kann beschritten
werden.
Kreditlimit
prüfen
Kredit-
limit ist im
Rahmen
Kredit-
limit ist über-
schritten
X
Entscheidung
Nur eines von beiden Ereignissen
kann eintreten / nach der
Funktion tritt genau ein Ereignis
ein.
Es kann auch mehr als zwei
Ausgänge geben.
Kredit-
limit ist über-
schritten
X
FALSCH.
Nach einem Ereignis darf
keine bedingte Verzweigung
folgen. Ein Ereignis entscheidet
nicht, da passiv.
14
Wie führen Konnektoren zusammen?
Möglichkeiten der Zusammenführung mit XOR – nur ein Pfad kann beschritten
werden.
Anschreiben
fertigen
X
Zusage
schreiben
Kunde
ist
informiert
X
Ablehnung
schreiben
Zusammenführung
Das Ereignis tritt nach genau
einem Funktionsdurchlauf ein.
Kredit-
limit ist im
Rahmen
Kredit-
limit ist über-
schritten
Zusammenführung
Nur eines von beiden Ereignissen
tritt vor der Funktion ein.
Achtung: in diesem Fall dar ein
Ereignis vor dem Konnektor
stehen, da er „nur“
zusammenführt.
15
Wie funktioniert das einschließende Oder?
Möglichkeiten der Entscheidung mit Oder – einer oder mehrere Pfade können
beschritten werden.
Kreditbedarf
erfragen
Kredit benötigt
für Investition
Kredit benötigt
für Konsum
Entscheidung
Eines oder beide Ereignissen
können eintreten.
Es kann auch mehr als zwei
Ausgänge geben.
Kredit-
limit ist über-
schritten
FALSCH.
Nach einem Ereignis darf
keine bedingte Verzweigung
folgen. Ein Ereignis entscheidet
nicht.
V
V
16
Wie funktioniert das Zusammenführen mit Oder?
Möglichkeiten der Zusammenführung mit Oder – nur ein Pfad kann beschritten
werden.
Kreditzusage
fertigen
V
Zusage
schreiben
Kunde
ist
informiert
V
Ablehnung
schreiben
Zusammenführung
Das Ereignis tritt nach einem
Funktionsdurchlauf oder beiden
ein.
Investition
begründet
Konsum
begründet
Zusammenführung
Eine (mindestens) oder beide
Ereignisse treten vor der
Funktion ein.
Achtung: in diesem Fall dar ein
Ereignis vor dem Konnektor
kommen, da er „nur“
zusammenführt.
17
Was ist an Und anders?
Möglichkeiten der Aufspaltung mit Und – beide Pfade müssen beschritten
werden.
Anlagebedarf
erfragen
Kunde besitzt
Anlagesumme
größer XXX €
Kunde an
Derivaten
interessiert
Verzweigung
Nach einer Funktion werden zwei
oder mehr Stränge parallel
abgearbeitet. Alle Stränge
werden durchlaufen.
Kunde
hat
Kontoguthaben
V
V
Derivateprospekt
zusenden
Versicherungs-
angebot erstellen
Verzweigung
Nach einem Ereignis werden zwei
oder mehr Stränge parallel
abgearbeitet. Alle Stränge
werden durchlaufen.
18
Konnektoren
Möglichkeiten der Zusammenführung mit Und – beide Pfade müssen beschritten
werden.
Vertragsbestätigung
fertigen
V
Bauabnahmen
prüfen
Immobilie ist
bezugsfähig
V
Schlussreinigung
prüfen
Zusammenführung
Nur beide Funktionen zusammen
können ein Ereignis auslösen.
Kunde hat
unterschrieben
Bereichsleiter
hat unterschieben
Zusammenführung
Alle Ereignisse müssen vor der
Funktion ein getreten sein.
(entspricht logischem UND)
19
Exkurs: Was ist ein Funktionszuordnungsdiagramm?
(Präzisierung einer EPK)
Input A
Computer-
ProgrammX
Funktion
1
Output A
Org.-
Einheit IInput B
Funktion
2
Output A
=
Input C
Output
B
Computer-
ProgrammY
Org.-
Einheit I
Funktions-
zuordnungs-
diagramme:
Elemente anderer
Perspektiven
werden
einzelnen
Funktionen
zugeordnet.
Klärt:
Wer tut das?
Welches System ist beteiligt?
Welche Daten werden benötigt?
Welche Ausgaben werden erzeugt?
Stamm-
daten
xyz-
daten
Modellieren mit ERM..
Modellieren mit ERM..
20
Zuammenfassung: EPK Bestandteile
Ereignis
Beschriftung von Ereignissen: Objekt-Verb (Vergangenheitsform).
z. B.: „Empfänger ausgewählt“ oder „Kaffee ausgeliefert“.
Ein Ereignis ist ein Auslöser für eine bestimmte Funktion und liefert Input für die
Funktion oder ein Status, der erreicht wurde, nachdem ein Vorgang stattgefunden
hat.
Funktion
Beschriftung von Funktionen: Verb (Präsens)-Objekt.
z.B.: „wähle Empfänger“, „koche Kaffee“.
Eine Funktion steht für einen bestimmten Ablauf oder Auftrag, welcher von einer
bestimmten Person oder einer Software ausgeführt wird, Input braucht, um einen
Zustand zu erreichen, und möglicherweise einen definierten Output erzeugt.
Konnektoren XOR, Oder, Und Die Konnektoren werden benutzt, um Funktionen
und Ereignisse zu verbinden.
Es gibt drei unterschiedliche:
Entscheidungen (XOR entweder/oder, wenn genau eine der angegebenen
Optionen möglich sein soll; Oder, wenn mehrere Optionen möglich sind )
Parallele Ausführungen von Funktionen (Und), also alle Optionen.
Kontrollflusskanten
21
Fünf EPK Regeln
Regel 1: Ein EPK-Modell beginnt mit einem Startereignis.
Regel 2: Ein EPK-Modell endet mit einem Endereignis.
Regel 3: Funktionen und Ereignisse wechseln sich ab.
Regel 4: Jedes Ereignis und jede Funktion dürfen nicht mehr als
einen Input- und einen Output-Kontrollfusspfeil haben.
Regel 5: Ein Ereignis ist immer passiv.
(Danach darf keine Entscheidung - Oder, XOR - folgen.)
22
Zum Mitmachen: Übungsaufgabe 4 ½ EPK Fehler finden
Machbarkeit des
Auftrags prüfen
X
Auftrag nicht
machbar
Auftrag
machbar
Auftrag ablehnen
E-Mail Absage
gewünscht
Fax-Absage
gewünscht
V
E-Mail Absage
schreiben
Fax-Absage
schreiben
V
Absage
erfolgt - Ende
Auftrag anlegen
Auftrag
angelegt
V
Material
bestellen
Produktionspla
n festlegen
Auf Änderungen
prüfen
Prüfergebnis
liegt vor
V
X
V
Bestätigung an
Kunden senden
Änderung
mitteilen
Kunde ist informiert
- Ende
23
Fragen zur Selbstkontrolle und zum Verständnis
1. Was ist ein Geschäftsprozess?
2. Was heißt "Transformation von Informationsobjekten?
3. Wozu kann man EPK verwenden?
4. In welche Perspektive und Ebene des ARIS Rahmens sind EPK angesiedelt?
5. Wozu dienen Funktionszuordnungsdiagramme?
6. Welche Regeln gibt es für die Erstellung von EPK?
(Teilfrage: was darf man nicht?)
24
Prof. Dr. rer. nat. Claus Brell
http://claus-brell.de
https://cbrell.de/blog
https://twitter.com/clausbrell
claus.brell@hs-niederrhein.de
25

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Webtechnologien - ein kurzer Überblick
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2 1a-prozessmodellierung-epk-einfuehrung-200406

  • 1. Mit Wirtschaftsinformatik Wirtschaft neu gestalten. Methoden Von Null auf Hundert Teil 2-1a Prozessmodellierung Einstieg mit ereignisgesteuerten Prozess-Ketten (EPK) 1 X
  • 2. Überblick über die Methoden der Wirtschaftsinformatik (Auszug) Anforderungsanalyse - Use Case Diagramme - Mockups Architektur und Modellierung - Modellbegriff - ARIS . Organisation und Toplogie . Prozesse . Daten und Funktionen Weitere Methoden Methoden für den KVP (PDCA) Nutzwertanalyse Wissensmanagement Gamification als ratio generale bei Veränderungsprozessen Mathematische Methoden Empirische Methoden 2
  • 3. Wie kann man die Geschäftsprozesse modellieren? Ah! (???) Was läuft hier falsch? Sprechen wir einmal über die Prozesse in unserem Unternehmen. Wir haben die betrieblichen Abläufe in den einzelnen Units in Kernprozesse und Supportprozesse strukturiert ... Hoffen wir einmal, dass er weiß, wie ein Zulieferer sein Geld verdient... Die erfahrene Sachbearbeiterin Der Junior-Consultant 3
  • 4. Was ist ein Geschäftsprozess? Die Steuerungssicht ist der integrative Aspekt der gesamten Modellierung nach ARIS und führt alle anderen Sichten zusammen. Der Geschäftsprozess ist Zentraler Ausgangspunkt in der Steuerungssicht des ARIS-Konzeptes. Definition Ein Geschäftsprozess ist ein komplexer, aus Einzelschritten bestehender Arbeitsablauf zur Erledigung einer betrieblichen Aufgabe. Ein Geschäftsprozess hat direkten Einfluss auf den Betriebserfolg. Ein Geschäftsprozess ist der Gegenstand 1. des Betriebswirtes 2. des Wirtschaftsinformatikers 3. und erst zuletzt des Informatikers und der IT-Administratoren. Geschäftsprozesse werden in ARIS eEPK modelliert. (Technische Prozesse können mit Flussdiagrammen modelliert werden.) 4
  • 5. ARIS-Haus mit Perspektiven und Beschreibungsebenen vgl. Scheer, 1997, S. 17, [2] S 281 ff 5
  • 6. Exkurs: Was ist ein WKD (Wertschöpfungskettendiagramm)? Das Wertschöpfungskettendiagramm (WKD) zeigt überblicksartig die Kernprozesse eines Unternehmens und ist die Vorstufe der Geschäftsprozessmodellierung. Zur Verfeinerung werden dann die erweiterten ereignisgesteuerten Prozessketten (eEPK) verwendet. Ein Unternehmens Kernprozess Produktentwicklung Fertigung Markteinführung Abteilung F&E Produktion Vertrieb Patent Produkt- Plan Produkt- Plan Klicktipp : http://de.scribd.com/doc/14675705/wertschopfungskette 6
  • 7. Wie kann man mit einem EPK die Geschäftsprozesse modellieren? erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten: Grundidee der EPK: 1. geschäftliche Ereignisse lösen betriebliche Funktionen aus, 2. Funktionen haben Ereignisse als Ergebnisse. Daraus werden Ketten gebildet. Ereignis Funktion FunktionEreignis Ereignis Wenn dann noch • Konnektoren („Verbindungs- und Endscheidungsstücke“) und • Kontrollflusskanten (meist dargestellt als gestrichelte Pfeile) hinzukommen: einfache oder schlanke EPK (Ereignisgesteuerte Prozessketten) 7
  • 8. Was sind Funktionen in EPK? EPK-Funktionen: • EPK-Funktionen beschreiben Transformationen von Informationsobjekten (zur Erreichung von Unternehmenszielen). • Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus dem Informationsobjekt (Substantiv) und der Verrichtung (Verb). Beispiel: Auftrag anlegen EPK-Funktionen: • Sind nicht mehr sinnvoll unterteilbare Stücke eines Geschäftsprozesses. • Sind das, was ein Mensch mit Hilfe des Informationssystems machen möchte. (vgl. UML Use Case Diagramme) 8 Auftrag anlegen Übrigens: Farbe ist nicht wichtig
  • 9. was heißt das: Transformation von Informationsobjekten? Daten in einem Zustand A zum Zeitpunkt T1 Transformation (also: Veränderung) Daten in einem Zustand B zum Zeitpunkt T2 (später als T1) 9
  • 10. Was sind Ereignisse in EPK? EPK-Ereignisse: • Ereignisse sind passive Objekttypen, lösen also keine Entscheidung aus. • Ereignisse lösen Funktionen aus • Ereignisse sind Ergebnisse von Funktionen • Sie beschreiben einen eingetretenen Zustand • Eine EPK beginnt und endet mit einem Ereignis. Immer. • Die Bezeichnung setzt sich aus einem Informationsobjekt (Substantiv) und einem Verb im Perfekt zusammen. Beispiel: Auftrag angelegt 10 Auftrag angelegt Übrigens: Farbe ist nicht wichtig
  • 11. Wie spielen Funktionen und Ereignisse zusammen? Anfrage liegt vor Angebot ist versandt Angebot erstellen Kundenangebot versenden Angebot ist erstellt Start-Ereignis Ende-Ereignis Ausgelöste Funktion 1 Ausgelöste Funktion 2 erzeugendes Ereignis ausgelöste Funktion auslösende Funktion ausgelöstes Ereignis ausgelöstes / auslösendes Ereignis Damit können schon einfache Prozesse mit EPK beschrieben (modelliert) werden: Aber: was ist mit was-wäre-wenn Fällen? 11
  • 12. Welche Entscheidungsstücke (Konnektoren) gibt es und was ist das? EKP-Konnektor: Darstellung von • bedingten Prozessteilen (wenn-dann ....), • von Verzweigungen und (parallel dazu muss ...) • Zusammenführungen von Prozessschritten Und XOR „Konjunktion“, „sowohl als auch“ Beispiel: A und B, „beides muss geschehen“ Oder „Adjunktion“, „inklusives oder“, „mindestens ein“ Beispiel: A oder B oder A und B“ XOR „Disjunktion“, „exklusives oder“,“entweder oder“ Beispiel: entweder <A oder B, nicht aber A und B 12 X alternative Darstellung für ein XOR
  • 13. Wie sieht eine komplette „schlanke“ EPK aus? Beispiel einer einfachen („schlanken“) EPK mit Funktionen, Ereignissen und Konnektoren Zusammenführung: Meist gleicher Konnektor wie Aufspaltung. Angebots- anfrage liegt vor Kreditlimit prüfen Angebot erstellen Angebot ist erstellt Kredit- limit ist im Rahmen Kredit- limit ist über- schritten X Ablehnung erstellen Ablehnung ist erstellt X Anschreiben fertigen Anfrage ist beantwortet 13
  • 14. Welche Modellierungsregeln für Konnektoren gibt es? Möglichkeiten der Entscheidung mit XOR – nur ein Pfad kann beschritten werden. Kreditlimit prüfen Kredit- limit ist im Rahmen Kredit- limit ist über- schritten X Entscheidung Nur eines von beiden Ereignissen kann eintreten / nach der Funktion tritt genau ein Ereignis ein. Es kann auch mehr als zwei Ausgänge geben. Kredit- limit ist über- schritten X FALSCH. Nach einem Ereignis darf keine bedingte Verzweigung folgen. Ein Ereignis entscheidet nicht, da passiv. 14
  • 15. Wie führen Konnektoren zusammen? Möglichkeiten der Zusammenführung mit XOR – nur ein Pfad kann beschritten werden. Anschreiben fertigen X Zusage schreiben Kunde ist informiert X Ablehnung schreiben Zusammenführung Das Ereignis tritt nach genau einem Funktionsdurchlauf ein. Kredit- limit ist im Rahmen Kredit- limit ist über- schritten Zusammenführung Nur eines von beiden Ereignissen tritt vor der Funktion ein. Achtung: in diesem Fall dar ein Ereignis vor dem Konnektor stehen, da er „nur“ zusammenführt. 15
  • 16. Wie funktioniert das einschließende Oder? Möglichkeiten der Entscheidung mit Oder – einer oder mehrere Pfade können beschritten werden. Kreditbedarf erfragen Kredit benötigt für Investition Kredit benötigt für Konsum Entscheidung Eines oder beide Ereignissen können eintreten. Es kann auch mehr als zwei Ausgänge geben. Kredit- limit ist über- schritten FALSCH. Nach einem Ereignis darf keine bedingte Verzweigung folgen. Ein Ereignis entscheidet nicht. V V 16
  • 17. Wie funktioniert das Zusammenführen mit Oder? Möglichkeiten der Zusammenführung mit Oder – nur ein Pfad kann beschritten werden. Kreditzusage fertigen V Zusage schreiben Kunde ist informiert V Ablehnung schreiben Zusammenführung Das Ereignis tritt nach einem Funktionsdurchlauf oder beiden ein. Investition begründet Konsum begründet Zusammenführung Eine (mindestens) oder beide Ereignisse treten vor der Funktion ein. Achtung: in diesem Fall dar ein Ereignis vor dem Konnektor kommen, da er „nur“ zusammenführt. 17
  • 18. Was ist an Und anders? Möglichkeiten der Aufspaltung mit Und – beide Pfade müssen beschritten werden. Anlagebedarf erfragen Kunde besitzt Anlagesumme größer XXX € Kunde an Derivaten interessiert Verzweigung Nach einer Funktion werden zwei oder mehr Stränge parallel abgearbeitet. Alle Stränge werden durchlaufen. Kunde hat Kontoguthaben V V Derivateprospekt zusenden Versicherungs- angebot erstellen Verzweigung Nach einem Ereignis werden zwei oder mehr Stränge parallel abgearbeitet. Alle Stränge werden durchlaufen. 18
  • 19. Konnektoren Möglichkeiten der Zusammenführung mit Und – beide Pfade müssen beschritten werden. Vertragsbestätigung fertigen V Bauabnahmen prüfen Immobilie ist bezugsfähig V Schlussreinigung prüfen Zusammenführung Nur beide Funktionen zusammen können ein Ereignis auslösen. Kunde hat unterschrieben Bereichsleiter hat unterschieben Zusammenführung Alle Ereignisse müssen vor der Funktion ein getreten sein. (entspricht logischem UND) 19
  • 20. Exkurs: Was ist ein Funktionszuordnungsdiagramm? (Präzisierung einer EPK) Input A Computer- ProgrammX Funktion 1 Output A Org.- Einheit IInput B Funktion 2 Output A = Input C Output B Computer- ProgrammY Org.- Einheit I Funktions- zuordnungs- diagramme: Elemente anderer Perspektiven werden einzelnen Funktionen zugeordnet. Klärt: Wer tut das? Welches System ist beteiligt? Welche Daten werden benötigt? Welche Ausgaben werden erzeugt? Stamm- daten xyz- daten Modellieren mit ERM.. Modellieren mit ERM.. 20
  • 21. Zuammenfassung: EPK Bestandteile Ereignis Beschriftung von Ereignissen: Objekt-Verb (Vergangenheitsform). z. B.: „Empfänger ausgewählt“ oder „Kaffee ausgeliefert“. Ein Ereignis ist ein Auslöser für eine bestimmte Funktion und liefert Input für die Funktion oder ein Status, der erreicht wurde, nachdem ein Vorgang stattgefunden hat. Funktion Beschriftung von Funktionen: Verb (Präsens)-Objekt. z.B.: „wähle Empfänger“, „koche Kaffee“. Eine Funktion steht für einen bestimmten Ablauf oder Auftrag, welcher von einer bestimmten Person oder einer Software ausgeführt wird, Input braucht, um einen Zustand zu erreichen, und möglicherweise einen definierten Output erzeugt. Konnektoren XOR, Oder, Und Die Konnektoren werden benutzt, um Funktionen und Ereignisse zu verbinden. Es gibt drei unterschiedliche: Entscheidungen (XOR entweder/oder, wenn genau eine der angegebenen Optionen möglich sein soll; Oder, wenn mehrere Optionen möglich sind ) Parallele Ausführungen von Funktionen (Und), also alle Optionen. Kontrollflusskanten 21
  • 22. Fünf EPK Regeln Regel 1: Ein EPK-Modell beginnt mit einem Startereignis. Regel 2: Ein EPK-Modell endet mit einem Endereignis. Regel 3: Funktionen und Ereignisse wechseln sich ab. Regel 4: Jedes Ereignis und jede Funktion dürfen nicht mehr als einen Input- und einen Output-Kontrollfusspfeil haben. Regel 5: Ein Ereignis ist immer passiv. (Danach darf keine Entscheidung - Oder, XOR - folgen.) 22
  • 23. Zum Mitmachen: Übungsaufgabe 4 ½ EPK Fehler finden Machbarkeit des Auftrags prüfen X Auftrag nicht machbar Auftrag machbar Auftrag ablehnen E-Mail Absage gewünscht Fax-Absage gewünscht V E-Mail Absage schreiben Fax-Absage schreiben V Absage erfolgt - Ende Auftrag anlegen Auftrag angelegt V Material bestellen Produktionspla n festlegen Auf Änderungen prüfen Prüfergebnis liegt vor V X V Bestätigung an Kunden senden Änderung mitteilen Kunde ist informiert - Ende 23
  • 24. Fragen zur Selbstkontrolle und zum Verständnis 1. Was ist ein Geschäftsprozess? 2. Was heißt "Transformation von Informationsobjekten? 3. Wozu kann man EPK verwenden? 4. In welche Perspektive und Ebene des ARIS Rahmens sind EPK angesiedelt? 5. Wozu dienen Funktionszuordnungsdiagramme? 6. Welche Regeln gibt es für die Erstellung von EPK? (Teilfrage: was darf man nicht?) 24
  • 25. Prof. Dr. rer. nat. Claus Brell http://claus-brell.de https://cbrell.de/blog https://twitter.com/clausbrell claus.brell@hs-niederrhein.de 25