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M E D I E N I N T E R V I E W
CHECKLISTE
Stehen Sie regelmässig Red und Antwort? Fühlen Sie sich sicher? Oder
manchmal überfahren, in die Enge getrieben, falsch verstanden?
Umgehen Sie Stolpersteine vor dem Interview und minimieren Sie das
Absturzrisiko in drei Phasen. Nicht das Gespräch alleine macht das
Resultat – ebenso wichtig sind Vor- und Nachbereitung.
1. Vorher – den Weg ebnen
Gute Vorbereitung ebnet den Weg. Klären Sie vorab den Rahmen. Dieses
Vorwissen schärft Fragen und Antworten im Gespräch und stimmt die
gegenseitigen Erwartungen ab.
– Inhaltswünsche festhalten: In welchem Kontext wird das Gespräch in
den Bericht, das Interview, die Reportage einfliessen? Bin ich die
richtige Auskunftsperson? Wo liegt der Fokus? In welche Richtung
können die Fragen gehen? Was ist unsere Botschaft?
– Rahmen klären: Braucht es Vorab-Recherchen? Wer ist der Journalist
oder die Journalistin, was hat er/sie schon geschrieben? Wo findet das
Interview statt? Wie kleide ich mich? Gibt es Anforderungen an den
Raum (Licht, Hintergrund für Foto/TV) oder an das Setting (mehrere
Teilnehmende)?
– Vorgehen abstimmen: Klären Sie die Details rund um die Erscheinung.
Erwartungen (gegenseitig: zum Beispiel zu Umfang, Exklusivität),
Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Art der Abnahme. Ein Interview
können Sie zur Autorisierung verlangen. In einem Artikel gilt dies in der
Regel nur für die Zitate.
2. Das Gespräch – liefern statt lafern
Beide Beteiligten verfolgen ein Ziel, haben Wünsche und einen Auftrag.
Diese Grundsätze zu Inhalt und Form des Gesprächs schaffen gute
Beziehungen zum Gegenüber:
– Interessant und genau: Interviewer sind (meistens) vorbereitet und
informiert. Der Experte sind aber Sie (und nicht etwa Verkäufer). Sie
liefern Hintergründe und News-Wert: überraschende und persönliche
Sichtweisen, Konfliktpunkte, Infos mit Lesernutzen und Gehalt.
Bernet_PR – 8. Mai 2015 Seite 2
– Ehrlich und wahr: Superlative, Eigenlob und übermütige Prognosen sind
tabu. Kurze und klare Beurteilungen aus Profisicht sind gefragt.
Platzieren Sie Ihre Botschaften. Jede Aussage muss für sich als
Statement wahr sein und anschaulich. «Kein Kommentar» gilt nicht.
Begründen Sie sachlich, warum Sie zu diesem Zeitpunkt nicht
antworten können.
– Offen und freundlich: Schaffen Sie ein gutes Gesprächsklima. Der
Interviewer wird nachhaken, Unangenehmes ansprechen, Sie mit
berechtigter oder unberechtigter Kritik konfrontieren. Bleiben Sie
sachlich und fokussiert. Erklären Sie statt zu verteidigen, informieren
Sie statt zu verwischen.
3. Nachher – dranbleiben und loslassen
Im Gespräch zeigen sich Informationsbedarf, Themenfokus und die
Ausrichtung des Beitrags. Nutzen Sie die Gunst des Moments und bieten
Sie Unterstützung per sofortiger Nachbearbeitung:
– Zahlen, Links, Bilder: Sie kennen zusätzlich interessantes
Quellenmaterial. Die Journalisten stehen unter Zeitdruck. Unterstützen
Sie die Recherche mit Bildern und Grafiken, Links zu Fachartikeln,
Zahlen und Fakten.
– Abnahme und Feedback: Sie haben (Punkt 1) vorab bereits das
Vorgehen und Timing zur Abnahme vereinbart. Bleiben Sie bei
Korrekturen und Inputs zurückhaltend. Beharren Sie nur bei
offensichtlichen Falsch-Interpretationen oder Fehlern auf Korrektur.
– Danke und auf Wiedersehen: Auch wenn der Beitrag nicht vollständig
Ihren Wünschen entspricht – geben Sie ein Feedback, bedanken Sie
sich und stellen Sie weitere Kontakte in Aussicht. «Man sieht sich
immer zweimal im Leben», weiss der Volksmund.
Diese Grundsätze ebnen den Weg für langfristige und beidseitig
fruchtbare Medien-Beziehungen. Übrigens gelten sie selbstredend
genauso für Kontakte mit Experten, Meinungsmachern und Interessierten
im Social Media Orbit.
Wir wünschen einen inspirierenden und gehaltvollen Austausch.

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  • 2. Bernet_PR – 8. Mai 2015 Seite 2 – Ehrlich und wahr: Superlative, Eigenlob und übermütige Prognosen sind tabu. Kurze und klare Beurteilungen aus Profisicht sind gefragt. Platzieren Sie Ihre Botschaften. Jede Aussage muss für sich als Statement wahr sein und anschaulich. «Kein Kommentar» gilt nicht. Begründen Sie sachlich, warum Sie zu diesem Zeitpunkt nicht antworten können. – Offen und freundlich: Schaffen Sie ein gutes Gesprächsklima. Der Interviewer wird nachhaken, Unangenehmes ansprechen, Sie mit berechtigter oder unberechtigter Kritik konfrontieren. Bleiben Sie sachlich und fokussiert. Erklären Sie statt zu verteidigen, informieren Sie statt zu verwischen. 3. Nachher – dranbleiben und loslassen Im Gespräch zeigen sich Informationsbedarf, Themenfokus und die Ausrichtung des Beitrags. Nutzen Sie die Gunst des Moments und bieten Sie Unterstützung per sofortiger Nachbearbeitung: – Zahlen, Links, Bilder: Sie kennen zusätzlich interessantes Quellenmaterial. Die Journalisten stehen unter Zeitdruck. Unterstützen Sie die Recherche mit Bildern und Grafiken, Links zu Fachartikeln, Zahlen und Fakten. – Abnahme und Feedback: Sie haben (Punkt 1) vorab bereits das Vorgehen und Timing zur Abnahme vereinbart. Bleiben Sie bei Korrekturen und Inputs zurückhaltend. Beharren Sie nur bei offensichtlichen Falsch-Interpretationen oder Fehlern auf Korrektur. – Danke und auf Wiedersehen: Auch wenn der Beitrag nicht vollständig Ihren Wünschen entspricht – geben Sie ein Feedback, bedanken Sie sich und stellen Sie weitere Kontakte in Aussicht. «Man sieht sich immer zweimal im Leben», weiss der Volksmund. Diese Grundsätze ebnen den Weg für langfristige und beidseitig fruchtbare Medien-Beziehungen. Übrigens gelten sie selbstredend genauso für Kontakte mit Experten, Meinungsmachern und Interessierten im Social Media Orbit. Wir wünschen einen inspirierenden und gehaltvollen Austausch.