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Bekämpfung invasiver Neophyten
am unteren Birslauf
Ein Projekt der Solidago Naturschutz GmbH
Praktische Naturschutzarbeite...
• Ausgangslage
• Projektziele
• Umsetzung
• Datenerhebung
• Resultate
• Erfolg?
• Zukunft
• Empfehlungen
Ablauf der Präsen...
Ausgangslage (2010)
Invasive Neophyten verdrängen
die einheimische Artenvielfalt an
den Birsufern
Japanischer Stauden-Knöt...
• Sicherheitsinspektorat BUD, BL:
Kantonale Neobiota-Strategie ausgearbeitet,
Umsetzung frühestens ab 2013
= > vorher kein...
Projektziele
• Erhaltung und Förderung der einheimischen
Pflanzenartenvielfalt an der Birs
• Bestände von invasiven Neophy...
• Ort: Birsufer Aesch (Angenstein) bis Basel, 11.4 Km
• Arten: Japan-Knöterich, Goldruten, Springkraut
• Methode: Ausgrabe...
Staudenknöterich (Japan-, Sachalin- und Hybride)
Aufbau Sprosssystem
(Biomasse ohne Wurzeln)
Ausläufersystem (Rhizome)
Gra...
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Rhizome vom Staudenknöterich
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Verpacken vor Ort
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Aesch 1. Durchgang:
4 Mulden à 20 m³
2 Mulden à 7 m³
= 10.5 Tonnen
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Kleinstbestand / Einzelpflanze
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Begleitende Datenerhebung
Anspruch: Praxisrelevanz!
=> hilfreich für zukünftige Planung (Gemeinden, u.a.)
– Abnahme befall...
Resultate
Anzahl Standorte (Aesch bis Birsfelden)
2011 Gesamt 2013 Abnahme
Knöterich 136 144 97 - 47
Goldrute 80 83 53 - 3...
Flächen in m² (Aesch bis Birsfelden)
2011 2013 Verblieben
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8.0
Mittelwerte in Kg
1.5 1.5 1.2
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Total = 46.4 Tonnen
Gewicht
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Muttenz, Birsfelden, Basel:
ähnliche Werte wie Arlesheim
Bemerkung
Reinach:
2x Hilfe von Schulklasse
Bemerkung
Mai 2012:
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Muttenz, Birsfelden, Basel: ähnliche Werte wie Arlesheim
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1. Durchgang im Mai 2011: vorher…. … nachher
2. Durchgang im August 2011 April 2012
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Juli 2013Mai 2013
November 2013 22
Botanische Artenvielfalt
Flächen = 50m²
Japanknöterich-Standorte, untersucht im 2013
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Referenzfläche (Kontrolle) in Duggingen
24
Kontrolle:
18 Arten
Deckungsgrad der
Pflanzenarten in %
(Rang-sortiert)
Aesch:
37 Arten
1. Mehr Arten
2. Zahlreicher (mehr...
Erfolg?
• Ausbreitung stoppen
• Flächenausdehnung reduzieren
• Bestände schwächen
• Bestände eliminieren
• Abnahme von Auf...
• Ohne Fortsetzung => => => zurück auf Feld eins
• 2014: letzte zwei Durchgänge
• Anschlusslösung (Gemeinden, Kanton)
• Bi...
Empfehlungen
• Strategien (Bund, Kanton) wichtig, aber:
-> nehmen Arbeit nicht ab (höchstens Finanzierung)
• 1. Beginnen!
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Empfehlungen
• Priorität: Weitere Ausbreitung verhindern
(z.B. Schnitt)
• danach:
Bestände schwächen, reduzieren, eliminie...
Empfehlungen
• Neophyten-Fachperson (praktisch, innovativ, kreativ)
für Koordination, Management, Praxis-Begleitung
• Eins...
• Walder-Bachmann Stiftung
• Ernst Göhner Stiftung
• Swisslos-Fonds BL
• Karl Mayer Stiftung
• EBM-Fonds für ökolog. Verbe...
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
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Projektfortsetzung: Grünspecht GmbH
rita.rufener@gruen-specht.ch
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2014 06-18 solidago erfahrungen unteres birsufer rita rufener

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2014 06-18 solidago erfahrungen unteres birsufer rita rufener

  1. 1. Bekämpfung invasiver Neophyten am unteren Birslauf Ein Projekt der Solidago Naturschutz GmbH Praktische Naturschutzarbeiten und Arbeitsintegration
  2. 2. • Ausgangslage • Projektziele • Umsetzung • Datenerhebung • Resultate • Erfolg? • Zukunft • Empfehlungen Ablauf der Präsentation 2
  3. 3. Ausgangslage (2010) Invasive Neophyten verdrängen die einheimische Artenvielfalt an den Birsufern Japanischer Stauden-Knöterich Kanadische Goldrute Drüsiges Springkraut 3
  4. 4. • Sicherheitsinspektorat BUD, BL: Kantonale Neobiota-Strategie ausgearbeitet, Umsetzung frühestens ab 2013 = > vorher keine Finanzierung (ausser kant. NSG) • Projektkosten: Stiftungen = > Schwierigkeit: Kantonsaufgabe! • Beteiligung Gemeinden: Entsorgungskosten Ausgangslage (2010) Biopower-Anlage Pratteln 4
  5. 5. Projektziele • Erhaltung und Förderung der einheimischen Pflanzenartenvielfalt an der Birs • Bestände von invasiven Neophyten => möglichst eliminieren => wenigstens schwächen => weitere Ausbreitung stoppen • Erfahrungswerte Arbeitsaufwand, Kosten, Erfolg => hilfreich für zukünftige Massnahmen (Planung, Budgetierung, Umsetzung) 5
  6. 6. • Ort: Birsufer Aesch (Angenstein) bis Basel, 11.4 Km • Arten: Japan-Knöterich, Goldruten, Springkraut • Methode: Ausgraben inkl. Wurzeln und Rhizome • Entsorgung: Biogasanlage (Zerstörung aller Zellen) • Dauer: 3 Jahre (2011 – 2013) • 2 Durchgänge: im Mai/Juni sowie August/September Umsetzung 6
  7. 7. Staudenknöterich (Japan-, Sachalin- und Hybride) Aufbau Sprosssystem (Biomasse ohne Wurzeln) Ausläufersystem (Rhizome) Grafiken aus «Biologische Invasionen», Ingo Kowarik, 2010 Reynoutria bzw. Fallopia R. japonica, R. sachalinensis, R. x bohemica 35% 65% 7
  8. 8. 8
  9. 9. Rhizome vom Staudenknöterich 9
  10. 10. Verpacken vor Ort 10
  11. 11. Aesch 1. Durchgang: 4 Mulden à 20 m³ 2 Mulden à 7 m³ = 10.5 Tonnen 11
  12. 12. Kleinstbestand / Einzelpflanze 12
  13. 13. Begleitende Datenerhebung Anspruch: Praxisrelevanz! => hilfreich für zukünftige Planung (Gemeinden, u.a.) – Abnahme befallener Flächen? – Tilgung einiger Flächen? – Auswirkung auf botanische Artenvielfalt? – Arbeitsaufwand? – Menge zur Entsorgung? – Kosten? 13
  14. 14. Resultate Anzahl Standorte (Aesch bis Birsfelden) 2011 Gesamt 2013 Abnahme Knöterich 136 144 97 - 47 Goldrute 80 83 53 - 30 Springkraut 45 48 31 - 17 Total 261 275 181 - 94 14
  15. 15. Flächen in m² (Aesch bis Birsfelden) 2011 2013 Verblieben Knöterich 4‘185 3‘915 93.5% Goldrute 8‘654 1‘519 17.5% Springkraut 1‘758 229 13% Total 14‘597 5‘663 (38.8%) Fussballfeld Joggeli: 105m x 68m = 7’140 m² 15
  16. 16. 8.0 Mittelwerte in Kg 1.5 1.5 1.2 0.8 0.5 16
  17. 17. 24 Anzahl Standorte (noch vorhanden) 19 14 11 7 3 17
  18. 18. Total = 46.4 Tonnen Gewicht 18
  19. 19. Muttenz, Birsfelden, Basel: ähnliche Werte wie Arlesheim Bemerkung Reinach: 2x Hilfe von Schulklasse Bemerkung Mai 2012: sehr kleines Team Total = 6’385 Std. Total = 145 Tage 19 Team: Ø 6-7 Personen
  20. 20. Muttenz, Birsfelden, Basel: ähnliche Werte wie Arlesheim 20
  21. 21. 1. Durchgang im Mai 2011: vorher…. … nachher 2. Durchgang im August 2011 April 2012 21
  22. 22. Juli 2013Mai 2013 November 2013 22
  23. 23. Botanische Artenvielfalt Flächen = 50m² Japanknöterich-Standorte, untersucht im 2013 23
  24. 24. Referenzfläche (Kontrolle) in Duggingen 24
  25. 25. Kontrolle: 18 Arten Deckungsgrad der Pflanzenarten in % (Rang-sortiert) Aesch: 37 Arten 1. Mehr Arten 2. Zahlreicher (mehr Individuen pro Art) 25
  26. 26. Erfolg? • Ausbreitung stoppen • Flächenausdehnung reduzieren • Bestände schwächen • Bestände eliminieren • Abnahme von Aufwand, Entsorgung, Kosten • Zunahme der Artenvielfalt • Arbeitsintegration / soziale Integration 26
  27. 27. • Ohne Fortsetzung => => => zurück auf Feld eins • 2014: letzte zwei Durchgänge • Anschlusslösung (Gemeinden, Kanton) • Birs Oberlauf ? • Kantonale Neobiota-Strategie ? Zukunft 27
  28. 28. Empfehlungen • Strategien (Bund, Kanton) wichtig, aber: -> nehmen Arbeit nicht ab (höchstens Finanzierung) • 1. Beginnen! • 2. Dran bleiben! • Neophytenbekämpfung ≠ Sisyphos-Arbeit Neophytenbekämpfung = regelmässiger Unterhalt 28
  29. 29. Empfehlungen • Priorität: Weitere Ausbreitung verhindern (z.B. Schnitt) • danach: Bestände schwächen, reduzieren, eliminieren • Faktor Zeit! => Aufwand wird immer grösser und teurer 29
  30. 30. Empfehlungen • Neophyten-Fachperson (praktisch, innovativ, kreativ) für Koordination, Management, Praxis-Begleitung • Einsatz von Freiwilligen, Schulklassen, Vereinen, Pfadi, Firmen, Zivilschutz, SportlerInnen, Arbeitsintegration, etc. => DRINGEND: Kontrolliert durch Fachperson! 30
  31. 31. • Walder-Bachmann Stiftung • Ernst Göhner Stiftung • Swisslos-Fonds BL • Karl Mayer Stiftung • EBM-Fonds für ökolog. Verbesserungsmassnahmen - Alle Verantwortlichen der Gemeinden (Aesch, Reinach, Arlesheim, Münchenstein, Muttenz, Birsfelden, Basel-Stadt) - Verantwortliche vom Forst und Wasserbau - Werner Fischer und Dr. Martin Schmidlin (Sicherheitsinspektorat, BUD BL) - Markus Plattner (Naturschutz, BUD BL) - Dr. Heiner Lenzin, Dr. Peter Stoll, Prof. Bruno Baur (NLU, Uni Basel) => Alle Mitarbeitenden, Zivis, Praktikanten, Freiwillige!! 31 Herzlichen Dank!
  32. 32. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! 32 Projektfortsetzung: Grünspecht GmbH rita.rufener@gruen-specht.ch 077 400 25 28

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