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04 / 2010




            Altran Magazine Germany, Austria & Switzerland
EDITO



                                       Rieder Kirstan




Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Kommunikation Machine-to-Machine (kurz M2M) – also der auto-
matisierte und telekommunikationsbasierte Informationsaustausch
zwischen verschiedensten Systemen untereinander oder mit einer
zentralen Steuerungseinheit - wird derzeit als bedeutender Trend ge-
handelt. M2M-Lösungen können in fast jedem Wirtschaftszweig Ar-
beitsabläufe rationalisieren und zu Produktivitätssteigerungen führen.
So können sich mittels dieser Technologie beispielsweise Getränkeau-
tomaten selbstständig bei einem zentralen Rechner melden, wenn sie
neu bestückt werden müssen, wodurch sich Regelfahrten des Automa-
tenbetreibers vermeiden lassen. Darüber hinaus kommt es zur Ver-
meidung von Ausfallzeiten. Die damit verbundenen Rationalisierungen
der Geschäftsprozesse und die daraus folgenden Kosteneinsparungen
bergen für die Industrie – und auch für die Gesellschaft – ein riesiges
Potenzial.
Laut Schätzungen der Harbor Research Inc. werden 2010 mehr als
500 Millionen Geräte weltweit miteinander verbunden sein. Für die
nächsten fünf Jahre wird zudem mit einem jährlichen Umsatzwachs-
tum in diesem Segment von ca. 27 % gerechnet. Bereits 2011 soll es
einem Wert von 10,6 Mrd. Dollar entsprechen.
Altran ist im Zentrum dieser neuen Entwicklung als Komplettanbieter
positioniert. Durch unser branchenübergreifendes Know-how zwischen
den Bereichen Automotive & Transportation sowie Telecom & Media,
aber auch durch unsere Schwesterfirmen Arthur D. Little und Altran
Praxis bieten wir umfassende End-to-End Solutions, vom Business Case
über die Hard- und Software-Entwicklung bis hin zu fertigen Komponen-
ten. So entstehen gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreiche Pro-
jekte von Evaluierung, Proof of concept über Validierung und Spezifizie-
rung, bis zum Design und der industriellen Fertigung.
Das für viele Unternehmen und Branchen herausfordernde Jahr 2010
nähert sich dem Ende, daher wünsche ich all unseren Leserinnen
und Lesern bereits jetzt ein frohes Weihnachtsfest und be-
danke mich an dieser Stelle für das uns 2010 entgegen
gebrachte Vertrauen.                                                                  Recruitingmessen
                                                                                      bis Januar 2011
Ihr Rieder Kirstan
                                                                             30.11.   VDI Hamburg
                                                            Termine
                                                                      2010




Sprecher des Boards Altran Deutschland/Österreich                            01.12.   VHK München
                                                                             07.12.   bonding Hamburg
                                                                             12.01.   bonding Industry Night Karlsruhe
                                                                      2011




                                                                             18.01.   bonding Kaiserslautern
                                                                             26.01.   Car Connects Bochum
02
NEWS
   Erfolgreicher Auftritt auf                        Pioneering spirit for
    der Motor Show in Paris                          inventing the future
Bereits zum 2. Mal nahm Altran an der jährlich
stattfindenden Pariser “Motor Show” teil. Zahlrei-
che Kunden und weitere Gäste von Altran folgten
der Einladung zum Get-Together auf der Messe
am 30. September. Altran-CEO Yves de Chai-
semartin persönlich hielt die Begrüßungsrede
und die versammelte Geschäftsführung sprach
anschließend mit den Gästen über die Kernkom-
petenzen von Altran, mit denen die Entwicklung
des „Autos der Zukunft“ in greifbare Nähe rückt
– gleichzeitig das zentrale Thema der diesjährigen
Motorshow. Die Gäste hatten außerdem die Mög-        Zahlreiche lokale und überregionale Medien
lichkeit, sich am F1-Rennsimulator wie ein echter    und Gäste von Altran hörten gespannt zu, wie
Rennfahrer zu fühlen. Besonders gespannt waren       Bertrand Piccard, der Initiator und Präsident
die Gäste auf die Präsentation von Automodellen      von Solar Impulse, am 15. September 2010 im
aus der Kategorie „Auto der Zukunft“ einiger Kun-    Hamburger Elb Panorama über das menschliche
den von Altran. Anwesende Gäste und Mitarbeiter      und technologische Abenteuer „Solar Impulse“
von Altran waren begeistert und nutzten zahlrei-     sprach, das erste solarbetriebene Flugzeug, das
che Möglichkeiten, sich auf der Messe mit ande-      ohne Treibstoff und somit Schadstoffemission
ren Gästen und Ausstellern auszutauschen.            auskommt .
                                                     Unter dem Titel „Solar Impulse – pioneering spirit
                        Altran CIS
                                                    for inventing the future“ zog Bertrand Piccard sei-
                                                     ne Zuhörer – wie auf zahlreichen Veranstaltungen
                  „Net Best Action                   zuvor – in seinen Bann. Mit seinem Projekt will
                       Marketing“                    er beweisen, dass erneuerbare Energien unsere
                                                     Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen langfristig
Auch in diesem Jahr veranstaltete Altran CIS,        beenden können – zum Wohle unseres Planeten.
erneut zusammen mit dem SAS Institut als             „Der Missionar“, wie ihn das Handelsblatt beti-
Hauptsponsor, die erfolgreiche Veranstaltungs-       telte, nahm sich sehr viel Zeit, alle Fragen seiner
reihe „Reporting Days“ in den Städten Frankfurt      Zuhörer zu beantworten. Die Einleitungsrede hielt
und Zürich. Das halbtägige Managementseminar         Dr. Michael Träm, Aufsichtsratsvorsitzender von
wurde eigens für Führungskräfte aus der Wirt-        Altran in Deutschland und CEO von Arthur D. Litt-
schaft konzipiert und beinhaltete anwendungsori-     le, zum Thema Innovation und sorgte damit für
entierte Showcases zu fachlichen Fragestellungen     einen gelungenen Einstieg in den Abend.
aus den Bereichen Marketing und Vertrieb. Das
                                                     www.solar-impulse.com
diesjährige Thema stand unter dem Motto „Net
Best Action Marketing“ und zeigte den Teilneh-
mern Potenziale und Optimierungsmöglichkeiten
ihres Marketings auf, wie sie ihre Kundendaten
effizient für ein erfolgreiches Kampagnenmanage-
ment durch die Verwendung von Business-Tools
einsetzen können. Anhand der Tools SAS Enterpri-
se Miner, IBM Cognos, SAP BusinessObjects, SAP
BOPC, Oracle BIEE stellten die Experten von Altran
CIS praktische Anwendungsbeispiele in Form von
realen Fallstudien vor. Abschließend hatten die
Teilnehmer in kulinarischer Runde noch die Mög-
lichkeit zum Erfahrungsaustausch untereinander
und der Klärung ihrer Fragen durch Altran CIS
Referenten.
Kontakt: Markus Ross
E-Mail: markus.ross@altran.com

03
NEWS
                Altran Pr[i]me,
                                                       Automotive
      Gewinner des „Janus de                            Testcenter eröffnet
            l’Industrie 2010“
 Altran Pr[i]me, eine Division des Bereichs Innovati-
 on Development & Management von Altran, wur-
 de vom französischen Institut für Design für ihre
 ausgezeichnete Arbeit am neuen „Open Trade“-
 Telefon und dazugehörigen Computertool mit dem
 „Janus de l’Industrie 2010“-Preis ausgezeichnet.
 Der Award, basierend auf fünf Kriterien (Wirt-
 schaft, Ergonomie, Ästhetik, Ethik und Emotion),
 zeichnet zudem auch die innovative Idee hinter
 dem „Open Trade“-Telefon aus, welches von Händ-
 lern an der Börse genutzt wird, um Bewegungen
 einzelner Käufer und Verkäufer in Notsituationen
                                                        Am Standort Wolfsburg ist Altran verstärkt für
 steuern zu können. Dieses Verfahren ist jetzt so-
                                                        seine Automobilkunden präsent und mit dem kürz-
 gar noch einfacher geworden: Die Kopplung von
                                                        lich eröffneten Altran-Testcenter der Spezialist in
 Telefonen und Computern, die sich von der zent-
                                                        der Komponentenerprobung rund um das Thema
 ralisierten bis zur verteilten Intelligenz bewegen,
                                                        Fahrerinformationssysteme. U. a. prüft Altran vor
 und die Einführung von Touchscreens hat Altran
                                                        Ort für seine Kunden die Medienkompatibilität des
 ermöglicht, ein Produkt mit derart intuitivem De-
                                                        Infotainment-Geräts, die Güte und Robustheit der
 sign sich zu entwickeln. Um den Anforderungen
                                                        HMI-Funktionen, das Einhalten der geforderten
 des Produkts an Leistungsfähigkeit und Effizienz
                                                        Systemperformance sowie die Robustheit gegen-
 gerecht zu werden, änderte Altran das Design
                                                        über Bordnetzeinflüssen. Rund um das Thema
 der Farben und grafischen Codes und optimierten
                                                        Testen bietet das Testcenter Analyse, Konzepti-
 die Soundqualität und Sicherheitsvorkehrungen.
                                                        onierung, Design und Implementierung vollständi-
 Mit dieser Auszeichnung hat Altran bereits zum
                                                        ger Test- und Prüfsysteme, die analytische Bewer-
 2. Mal den „Janus de l’Industrie“-Award erhalten.
                                                        tung von Produkten zu ausgewählten Themen wie
 Bereits in 2007 erhielt Altran den Award für das
                                                        Funktionale Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie
 Projekt „ε-space“.
                                                        die Durchführung von Machbarkeitsstudien.
                                                        Die Kundennähe und die Fachkompetenz der Mit-
                                                        arbeiter ermöglicht eine effiziente Integration in
Altran übernimmt                                       die Geschäftsabläufe der Kunden. Das Testcenter
Xype Gruppe                                             bietet darüber hinaus die Möglichkeit, vollständi-
                                                        ge Testaufgaben zu übernehmen und in hoher
Als weiterer konsequenter Schritt in der Akquisi-       Qualität abzuwickeln. Spezialisiert auf Modultests
tionsstrategie hat Altran die britische Xype Group      bietet Altran auch weiterführende Expertise in an-
übernommen. Das Unternehmen verstärkt damit             grenzenden Fachgebieten.
seine Kompetenzen auf dem Markt für Product-            Kontakt: Olaf Lenz
Lifecycle-Management und diesbzügliche Trai-            E-Mail: olaf.lenz@altran.com
nings. Die 2002 gegründete XypeGroup ist spe-
zialisiert auf die Entwicklung hochperformanter
IT-Services und konzentriert sich vor allem auf die
Luftfahrtbranche. Im Rahmen des internen Trai-
ningsprogramms bietet Altran nun, gemeinsam
mit Altran Xype, für jeden angestellten Ingenieur
ein Spezialisierungstraining mit Fokus auf das
Airbus A350XWB-Programm. Damit rüstet sich
Altran für die steigenden Anforderungen im Be-
reich des Airbus-Programms und baut auf diesem
Weg einen Pool von Composite-Experten auf.
www.altran-xype.com


 04
PROJEKTE
   Leichter in der Luft
                                                     Die derzeit entwickelte, neue Generation von Flugzeu-
                                                     gen bedient sich eines Werkstoffes, der bereits für
                                                     Fußballschuhe, Tennisschläger und im Fahrzeugbau
                                                     verwendet wird: Kohlenstofffaserverstärkte Kunststof-
                                                     fe („CFK“) bieten dem Flugzeugbau der Zukunft den
                                                     Vorteil der Leichtigkeit. Aufgrund der Gewichtserspar-
                                                     nis beim Material kann man wiederum mehr Passagie-
                                                    re oder mehr Fracht transportieren, wodurch der Flug
                                                  rentabler wird. Kürzlich hob zum ersten Mal eine Boeing
                                               787 mit dem Verbundwerkstoff ab.
                                          Ursprünglich entstammt CFK der Raumfahrt und nun arbeitet
Airbus bereits seit rund 25 Jahren damit. Aber wenn der Werkstoff bereits so lange in Flugzeuge integriert
wird, was ist dann neu? CFK wurde bisher immer nur in Teilen des Flugzeugs verbaut. Beim A350 und bei
der 787 wurde zum ersten Mal ein ganzes Flugzeug mit diesem Material gebaut.
Für den Bau des „schwarzen Rumpfes“ in Serie, wie das Flugzeug aufgrund der Farbe des neuen Werkstoffs
bei Airbus genannt wird, benötigen die Flugzeugbauer aber noch einiges an Erfahrung im Umgang mit dem
neuen Material. Denn: Die Hersteller wissen zwar, wie man ein Flugzeug mit Metall baut, die vielfältigen
Eigenschaften von CFK beim Einsatz in der Luftfahrt sind jedoch noch nicht komplett erforscht. So lassen
sich noch keine sicheren Aussagen treffen über die Reparaturfähigkeit und die Dauerfestigkeit von CFK. Die
Techniker von Altran arbeiten derzeit an verschiedenen Aspekten der Entwicklung des neuen Flugzeugs eng
mit Flugzeugbauern zusammen. Als bevorzugter und größter Dienstleister bei Airbus bearbeitet das Team
der Technologie- und Innovationsberatung derzeit die schwierigsten Sektionen wie z. B. am A350 die am
hinteren Ende des Flugzeugs spitz zulaufenden Abschnitte.
Kontakt: Thore von Scheffer
E-Mail: thore.vonscheffer@altran.com




   Auffahrunfälle vermeiden durch neue Technologie
Häufig passieren Unfälle im Straßenverkehr aufgrund von Unaufmerk-
samkeit, z. B. weil versäumt wird, vor einem Stauende rechtzeitig ab-
zubremsen. Unfälle dieser Art lassen sich nicht gänzlich verhindern,
durch den Einsatz neuester Technologien die Risiken aber zumindest
minimieren. Ein führender Technologielieferant und Kunde von Altran
entwickelte den Prototypen eines vorausschauenden Notbremssys-
tems. Bei drohenden Kollisionen mit vorausfahrenden oder anhalten-
den Fahrzeugen warnt das System zunächst den Fahrer akustisch und
optisch. Erfolgt keine Reaktion des Fahrers leitet das System dann eine
autonome Notbremsung ein und ermöglicht dabei die maximal mögliche
Verzögerung. Das System ist darauf ausgelegt, die Gesetzgebung der EU, die eine
Ausstattung mit automatischen Notbremssystemen für neue schwere Nutzfahrzeuge ab Novem-
ber 2013 verpflichtend vorschreibt, zu erfüllen. Altran unterstützt die Serieneinführung des Systems im
Bereich der Funktionalen Sicherheit und Expertenwissen aus dem „Altran Solution Netzwerk (ASN) Ent-
wicklung“. Die Erfahrung von Altran in der Automobilentwicklung und in der Anwendung relevanter Normen
ermöglicht es, gemeinsam mit dem Kunden Methoden und Analysen einzusetzen, die dem neuesten Stand
der Technik entsprechen, um bereits in frühen Entwicklungsphasen mögliche Gefährdungen zu antizipieren
und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Kontakt: Jann Löll
E-Mail: jann.loell@altran.com




05
PROJEKTE
E-Fahrzeug: Optimierung an der Schnittstelle zwischen
Ladestation und Fahrzeug
                                       Ein internationaler Elektronikkonzern und Hersteller von Komponen-
                                       ten für die Nieder- (bis 1000V) und Mittelspannungstechnik, möchte
                                       sicherstellen, dass seine Komponenten beim Bau von Ladestationen
                                       für Elektrofahrzeuge künftig soviel Verwendung wie möglich finden. Die
                                       Herausforderung für das Unternehmen ist dabei, den Zugang zu den
                                       speziellen technischen Informationen und Anforderungen an die Elektrik
                                       auf Seiten der Fahrzeugbauer zu erhalten, da die technische Sicht auf
                                     beiden Seiten eine gänzlich andere ist.
                                    Altran wurde beauftragt, die geforderten Informationen einzuholen und die
                                 technischen Anforderungen auf beiden Seiten auszuwerten. Altran erstellte
                           einen ausführlichen Bericht über die verschiedenen Gegebenheiten, um damit Dis-
krepanzen am Interface zwischen Ladesäule und Fahrzeug künftig für seinen Kunden zu minimieren. Der
Kunde hat damit die Möglichkeit erhalten, die Anforderungen der Fahrzeugbranche besser verstehen und
künftig verstärkt auf die speziellen Anforderungen gerichtet produzieren zu können.
Kontakt: Dr. Thomas Walter
E-Mail: thomas.walter@altran.com




   Traceability zur Vermeidung teurer Rückrufaktionen
Im Falle von Rückrufaktionen stellt sich für das be-
troffene Unternehmen immer die Frage, wer die feh-
lerhaften Produkte hergestellt und verbaut hat. U. a.
in der Automobilindustrie können kleinste Fehler un-
geahnte Kosten verursachen, weshalb Traceability in
den vergangenen Jahren für die Branche extrem an
Bedeutung gewonnen hat. Im Falle eines Zwischen-
falls ist die schnelle und präzise Rückverfolgbarkeit
notwendig. In Autos der Oberklasse sind heute bis zu
60 Computer für die Regelung von Sitzheizung, Wischan-
lage und weiteren Steuergeräten verbaut, die vernetzt sind und
miteinander kommunizieren. Wirklich nachverfolgen lassen sich derart vielfäl-
tige Prozesse nur mit Hilfe einer sauberen Dokumentation. Hermann Winter, Business Manager bei Altran,
beschäftigt sich seit langem mit diesem Thema. Er weiß: „Je genauer die Dokumentation, desto besser las-
sen sich Fehler eingrenzen. Dafür sind die entsprechenden Prozesse und Systeme notwendig und je reifer
diese sind, desto genauer können die Fehlerquellen eingegrenzt werden. Wir sehen große Unterschiede, wie
Firmen der Automotive-Branche an das Thema heran gehen.“ Dabei sollte das Interesse an diesem Thema
in der Autobranche nicht nur aus Gründen der Produkthaftung groß sein, denn Traceability spart auch Geld,
indem gezielt betroffene Fahrzeuge angesprochen und nicht im großen Umfang zurückgerufen werden.
Doch nicht nur die Endprodukte sind komplex, auch die Zahl der Produktionsorte der einzelnen Bauteile ist
durch die Globalisierung größer geworden. Im Falle der neuerdings in manchen Fahrzeugen vorhandenen
Autokameras kommen die verschiedenen Softwarelösungen und Komponenten jeweils von verschiedenen
Kontinenten. Hermann Winter: „Ohne ein Archiv mit gesammelten Daten zu Prozessen und Herkunft gleicht
das Auffinden der Fehlerquelle der berühmten Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.“
Kontakt: Hermann Winter
E-Mail: hermann.winter@altran.com




06
PROJEKTE
 Studie: Wirtschaftlichkeit modellbasierter Entwicklung
eingebetteter Softwaresysteme im Automobil
Die Elektronikentwicklung hat sich in den letzten
Jahren zum Innovationstreiber in der Automobilin-
dustrie entwickelt. Neue Funktionen wie z. B. Fah-
rerassistenzsysteme oder Funktionen im Bereich
Energiemanagement (Stichwort: Hybrid) werden von
den Automobilherstellern als wesentliches Differen-
zierungsmerkmal gesehen. Folge dieser Entwicklung
ist, dass die Softwareentwicklungskosten einen immer
größeren Anteil an den Gesamtentwicklungskosten ei-
nes Automobils erfahren. In der Automobilindustrie wird
seit geraumer Zeit die modellbasierte Softwareentwicklung, die
Einsparungen in den Entwicklungskosten verspricht und mittels der Möglichkeit intensiverer früherer Tests
im Entwicklungsprozess die Anzahl von Elektronikfehlern reduzieren soll, verstärkt eingesetzt. Werkzeugher-
steller berichten in ihren Erfolgsgeschichten von hohen Kosten- und Zeiteinsparungen von bis zu 50 Prozent
und von deutlichen Verbesserungen in der Produktqualität. Altran hat in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl
Software & Systems Engineering der TU München (Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy) mittels einer globalen
Studie dieses Thema näher untersucht. Ergebnisse der Studie sind u. a. Aussagen zum Verbreitungsgrad
der modellbasierten Entwicklung, zu Kosten-, Zeit- und Qualitätsveränderungen aufgrund modellbasierter
Softwareentwicklung, zur Amortisationsdauer der Prozessumstellungskosten und die Identifikation von Po-
tenzialen, die die befragten Unternehmen in der modellbasierten Entwicklung sehen. Die Studie fasst alle
wesentlichen Fragestellungen im Bereich der Wirtschaftlichkeit der modellbasierten Softwareentwicklung
zusammen und ist sowohl für Automobilhersteller als auch Zulieferer von großem Interesse. Sollten Sie
Interesse an den Studienergebnissen haben, wenden Sie sich bitte an Sascha Kirstan.
In der nächsten Ausgabe des Innovators (1/2011) werden die Hintergründe zur Anfertigung der Studie und
wesentliche Ergebnisse in einem Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy näher erläutert.
Kontakt: Sascha Kirstan
E-Mail: sascha.kirstan@altran.com




       Oracle und Altran vertiefen internationale Partnerschaft
                                                         Altran Deutschland und der weltweit größte Daten-
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                                                         Relationship Management und Enterprise Content
                                                        Management inhaltlich effizienter vorangetrieben. Ziel
                                                      dieses intensiven Austausches ist der stetige Ausbau
                                                   des Kontaktes auf Länderebene, der zur Etablierung einer in-
                                             ternationalen Zusammenarbeit zum Nutzen von international agie-
    renden Unternehmen dient sowie der Aufbau einer strategischen Zusammenarbeit. Dieser Initiative haben
    sich im ersten Schritt die Länder Schweiz und Österreich angeschlossen. Weitere Länder folgen sukzessive.
    Kontakt: Karsten Neve
    E-Mail: karsten.neve@altran.com




07
 IMPRESSUM
                                Ausgabe November 2010

V.i.S.d.P.
Rieder Kirstan, Sprecher des Boards, Altran GmbH & Co. KG

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Altran "Innovators" 04/2010

  • 1. 10 04 / 2010 Altran Magazine Germany, Austria & Switzerland
  • 2. EDITO Rieder Kirstan Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Kommunikation Machine-to-Machine (kurz M2M) – also der auto- matisierte und telekommunikationsbasierte Informationsaustausch zwischen verschiedensten Systemen untereinander oder mit einer zentralen Steuerungseinheit - wird derzeit als bedeutender Trend ge- handelt. M2M-Lösungen können in fast jedem Wirtschaftszweig Ar- beitsabläufe rationalisieren und zu Produktivitätssteigerungen führen. So können sich mittels dieser Technologie beispielsweise Getränkeau- tomaten selbstständig bei einem zentralen Rechner melden, wenn sie neu bestückt werden müssen, wodurch sich Regelfahrten des Automa- tenbetreibers vermeiden lassen. Darüber hinaus kommt es zur Ver- meidung von Ausfallzeiten. Die damit verbundenen Rationalisierungen der Geschäftsprozesse und die daraus folgenden Kosteneinsparungen bergen für die Industrie – und auch für die Gesellschaft – ein riesiges Potenzial. Laut Schätzungen der Harbor Research Inc. werden 2010 mehr als 500 Millionen Geräte weltweit miteinander verbunden sein. Für die nächsten fünf Jahre wird zudem mit einem jährlichen Umsatzwachs- tum in diesem Segment von ca. 27 % gerechnet. Bereits 2011 soll es einem Wert von 10,6 Mrd. Dollar entsprechen. Altran ist im Zentrum dieser neuen Entwicklung als Komplettanbieter positioniert. Durch unser branchenübergreifendes Know-how zwischen den Bereichen Automotive & Transportation sowie Telecom & Media, aber auch durch unsere Schwesterfirmen Arthur D. Little und Altran Praxis bieten wir umfassende End-to-End Solutions, vom Business Case über die Hard- und Software-Entwicklung bis hin zu fertigen Komponen- ten. So entstehen gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreiche Pro- jekte von Evaluierung, Proof of concept über Validierung und Spezifizie- rung, bis zum Design und der industriellen Fertigung. Das für viele Unternehmen und Branchen herausfordernde Jahr 2010 nähert sich dem Ende, daher wünsche ich all unseren Leserinnen und Lesern bereits jetzt ein frohes Weihnachtsfest und be- danke mich an dieser Stelle für das uns 2010 entgegen gebrachte Vertrauen. Recruitingmessen bis Januar 2011 Ihr Rieder Kirstan 30.11. VDI Hamburg Termine 2010 Sprecher des Boards Altran Deutschland/Österreich 01.12. VHK München 07.12. bonding Hamburg 12.01. bonding Industry Night Karlsruhe 2011 18.01. bonding Kaiserslautern 26.01. Car Connects Bochum 02
  • 3. NEWS  Erfolgreicher Auftritt auf  Pioneering spirit for der Motor Show in Paris inventing the future Bereits zum 2. Mal nahm Altran an der jährlich stattfindenden Pariser “Motor Show” teil. Zahlrei- che Kunden und weitere Gäste von Altran folgten der Einladung zum Get-Together auf der Messe am 30. September. Altran-CEO Yves de Chai- semartin persönlich hielt die Begrüßungsrede und die versammelte Geschäftsführung sprach anschließend mit den Gästen über die Kernkom- petenzen von Altran, mit denen die Entwicklung des „Autos der Zukunft“ in greifbare Nähe rückt – gleichzeitig das zentrale Thema der diesjährigen Motorshow. Die Gäste hatten außerdem die Mög- Zahlreiche lokale und überregionale Medien lichkeit, sich am F1-Rennsimulator wie ein echter und Gäste von Altran hörten gespannt zu, wie Rennfahrer zu fühlen. Besonders gespannt waren Bertrand Piccard, der Initiator und Präsident die Gäste auf die Präsentation von Automodellen von Solar Impulse, am 15. September 2010 im aus der Kategorie „Auto der Zukunft“ einiger Kun- Hamburger Elb Panorama über das menschliche den von Altran. Anwesende Gäste und Mitarbeiter und technologische Abenteuer „Solar Impulse“ von Altran waren begeistert und nutzten zahlrei- sprach, das erste solarbetriebene Flugzeug, das che Möglichkeiten, sich auf der Messe mit ande- ohne Treibstoff und somit Schadstoffemission ren Gästen und Ausstellern auszutauschen. auskommt . Unter dem Titel „Solar Impulse – pioneering spirit Altran CIS  for inventing the future“ zog Bertrand Piccard sei- ne Zuhörer – wie auf zahlreichen Veranstaltungen „Net Best Action zuvor – in seinen Bann. Mit seinem Projekt will Marketing“ er beweisen, dass erneuerbare Energien unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen langfristig Auch in diesem Jahr veranstaltete Altran CIS, beenden können – zum Wohle unseres Planeten. erneut zusammen mit dem SAS Institut als „Der Missionar“, wie ihn das Handelsblatt beti- Hauptsponsor, die erfolgreiche Veranstaltungs- telte, nahm sich sehr viel Zeit, alle Fragen seiner reihe „Reporting Days“ in den Städten Frankfurt Zuhörer zu beantworten. Die Einleitungsrede hielt und Zürich. Das halbtägige Managementseminar Dr. Michael Träm, Aufsichtsratsvorsitzender von wurde eigens für Führungskräfte aus der Wirt- Altran in Deutschland und CEO von Arthur D. Litt- schaft konzipiert und beinhaltete anwendungsori- le, zum Thema Innovation und sorgte damit für entierte Showcases zu fachlichen Fragestellungen einen gelungenen Einstieg in den Abend. aus den Bereichen Marketing und Vertrieb. Das www.solar-impulse.com diesjährige Thema stand unter dem Motto „Net Best Action Marketing“ und zeigte den Teilneh- mern Potenziale und Optimierungsmöglichkeiten ihres Marketings auf, wie sie ihre Kundendaten effizient für ein erfolgreiches Kampagnenmanage- ment durch die Verwendung von Business-Tools einsetzen können. Anhand der Tools SAS Enterpri- se Miner, IBM Cognos, SAP BusinessObjects, SAP BOPC, Oracle BIEE stellten die Experten von Altran CIS praktische Anwendungsbeispiele in Form von realen Fallstudien vor. Abschließend hatten die Teilnehmer in kulinarischer Runde noch die Mög- lichkeit zum Erfahrungsaustausch untereinander und der Klärung ihrer Fragen durch Altran CIS Referenten. Kontakt: Markus Ross E-Mail: markus.ross@altran.com 03
  • 4. NEWS Altran Pr[i]me,  Automotive Gewinner des „Janus de Testcenter eröffnet l’Industrie 2010“ Altran Pr[i]me, eine Division des Bereichs Innovati- on Development & Management von Altran, wur- de vom französischen Institut für Design für ihre ausgezeichnete Arbeit am neuen „Open Trade“- Telefon und dazugehörigen Computertool mit dem „Janus de l’Industrie 2010“-Preis ausgezeichnet. Der Award, basierend auf fünf Kriterien (Wirt- schaft, Ergonomie, Ästhetik, Ethik und Emotion), zeichnet zudem auch die innovative Idee hinter dem „Open Trade“-Telefon aus, welches von Händ- lern an der Börse genutzt wird, um Bewegungen einzelner Käufer und Verkäufer in Notsituationen Am Standort Wolfsburg ist Altran verstärkt für steuern zu können. Dieses Verfahren ist jetzt so- seine Automobilkunden präsent und mit dem kürz- gar noch einfacher geworden: Die Kopplung von lich eröffneten Altran-Testcenter der Spezialist in Telefonen und Computern, die sich von der zent- der Komponentenerprobung rund um das Thema ralisierten bis zur verteilten Intelligenz bewegen, Fahrerinformationssysteme. U. a. prüft Altran vor und die Einführung von Touchscreens hat Altran Ort für seine Kunden die Medienkompatibilität des ermöglicht, ein Produkt mit derart intuitivem De- Infotainment-Geräts, die Güte und Robustheit der sign sich zu entwickeln. Um den Anforderungen HMI-Funktionen, das Einhalten der geforderten des Produkts an Leistungsfähigkeit und Effizienz Systemperformance sowie die Robustheit gegen- gerecht zu werden, änderte Altran das Design über Bordnetzeinflüssen. Rund um das Thema der Farben und grafischen Codes und optimierten Testen bietet das Testcenter Analyse, Konzepti- die Soundqualität und Sicherheitsvorkehrungen. onierung, Design und Implementierung vollständi- Mit dieser Auszeichnung hat Altran bereits zum ger Test- und Prüfsysteme, die analytische Bewer- 2. Mal den „Janus de l’Industrie“-Award erhalten. tung von Produkten zu ausgewählten Themen wie Bereits in 2007 erhielt Altran den Award für das Funktionale Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie Projekt „ε-space“. die Durchführung von Machbarkeitsstudien. Die Kundennähe und die Fachkompetenz der Mit- arbeiter ermöglicht eine effiziente Integration in Altran übernimmt die Geschäftsabläufe der Kunden. Das Testcenter Xype Gruppe bietet darüber hinaus die Möglichkeit, vollständi- ge Testaufgaben zu übernehmen und in hoher Als weiterer konsequenter Schritt in der Akquisi- Qualität abzuwickeln. Spezialisiert auf Modultests tionsstrategie hat Altran die britische Xype Group bietet Altran auch weiterführende Expertise in an- übernommen. Das Unternehmen verstärkt damit grenzenden Fachgebieten. seine Kompetenzen auf dem Markt für Product- Kontakt: Olaf Lenz Lifecycle-Management und diesbzügliche Trai- E-Mail: olaf.lenz@altran.com nings. Die 2002 gegründete XypeGroup ist spe- zialisiert auf die Entwicklung hochperformanter IT-Services und konzentriert sich vor allem auf die Luftfahrtbranche. Im Rahmen des internen Trai- ningsprogramms bietet Altran nun, gemeinsam mit Altran Xype, für jeden angestellten Ingenieur ein Spezialisierungstraining mit Fokus auf das Airbus A350XWB-Programm. Damit rüstet sich Altran für die steigenden Anforderungen im Be- reich des Airbus-Programms und baut auf diesem Weg einen Pool von Composite-Experten auf. www.altran-xype.com 04
  • 5. PROJEKTE  Leichter in der Luft Die derzeit entwickelte, neue Generation von Flugzeu- gen bedient sich eines Werkstoffes, der bereits für Fußballschuhe, Tennisschläger und im Fahrzeugbau verwendet wird: Kohlenstofffaserverstärkte Kunststof- fe („CFK“) bieten dem Flugzeugbau der Zukunft den Vorteil der Leichtigkeit. Aufgrund der Gewichtserspar- nis beim Material kann man wiederum mehr Passagie- re oder mehr Fracht transportieren, wodurch der Flug rentabler wird. Kürzlich hob zum ersten Mal eine Boeing 787 mit dem Verbundwerkstoff ab. Ursprünglich entstammt CFK der Raumfahrt und nun arbeitet Airbus bereits seit rund 25 Jahren damit. Aber wenn der Werkstoff bereits so lange in Flugzeuge integriert wird, was ist dann neu? CFK wurde bisher immer nur in Teilen des Flugzeugs verbaut. Beim A350 und bei der 787 wurde zum ersten Mal ein ganzes Flugzeug mit diesem Material gebaut. Für den Bau des „schwarzen Rumpfes“ in Serie, wie das Flugzeug aufgrund der Farbe des neuen Werkstoffs bei Airbus genannt wird, benötigen die Flugzeugbauer aber noch einiges an Erfahrung im Umgang mit dem neuen Material. Denn: Die Hersteller wissen zwar, wie man ein Flugzeug mit Metall baut, die vielfältigen Eigenschaften von CFK beim Einsatz in der Luftfahrt sind jedoch noch nicht komplett erforscht. So lassen sich noch keine sicheren Aussagen treffen über die Reparaturfähigkeit und die Dauerfestigkeit von CFK. Die Techniker von Altran arbeiten derzeit an verschiedenen Aspekten der Entwicklung des neuen Flugzeugs eng mit Flugzeugbauern zusammen. Als bevorzugter und größter Dienstleister bei Airbus bearbeitet das Team der Technologie- und Innovationsberatung derzeit die schwierigsten Sektionen wie z. B. am A350 die am hinteren Ende des Flugzeugs spitz zulaufenden Abschnitte. Kontakt: Thore von Scheffer E-Mail: thore.vonscheffer@altran.com  Auffahrunfälle vermeiden durch neue Technologie Häufig passieren Unfälle im Straßenverkehr aufgrund von Unaufmerk- samkeit, z. B. weil versäumt wird, vor einem Stauende rechtzeitig ab- zubremsen. Unfälle dieser Art lassen sich nicht gänzlich verhindern, durch den Einsatz neuester Technologien die Risiken aber zumindest minimieren. Ein führender Technologielieferant und Kunde von Altran entwickelte den Prototypen eines vorausschauenden Notbremssys- tems. Bei drohenden Kollisionen mit vorausfahrenden oder anhalten- den Fahrzeugen warnt das System zunächst den Fahrer akustisch und optisch. Erfolgt keine Reaktion des Fahrers leitet das System dann eine autonome Notbremsung ein und ermöglicht dabei die maximal mögliche Verzögerung. Das System ist darauf ausgelegt, die Gesetzgebung der EU, die eine Ausstattung mit automatischen Notbremssystemen für neue schwere Nutzfahrzeuge ab Novem- ber 2013 verpflichtend vorschreibt, zu erfüllen. Altran unterstützt die Serieneinführung des Systems im Bereich der Funktionalen Sicherheit und Expertenwissen aus dem „Altran Solution Netzwerk (ASN) Ent- wicklung“. Die Erfahrung von Altran in der Automobilentwicklung und in der Anwendung relevanter Normen ermöglicht es, gemeinsam mit dem Kunden Methoden und Analysen einzusetzen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, um bereits in frühen Entwicklungsphasen mögliche Gefährdungen zu antizipieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Kontakt: Jann Löll E-Mail: jann.loell@altran.com 05
  • 6. PROJEKTE E-Fahrzeug: Optimierung an der Schnittstelle zwischen Ladestation und Fahrzeug Ein internationaler Elektronikkonzern und Hersteller von Komponen- ten für die Nieder- (bis 1000V) und Mittelspannungstechnik, möchte sicherstellen, dass seine Komponenten beim Bau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge künftig soviel Verwendung wie möglich finden. Die Herausforderung für das Unternehmen ist dabei, den Zugang zu den speziellen technischen Informationen und Anforderungen an die Elektrik auf Seiten der Fahrzeugbauer zu erhalten, da die technische Sicht auf beiden Seiten eine gänzlich andere ist. Altran wurde beauftragt, die geforderten Informationen einzuholen und die technischen Anforderungen auf beiden Seiten auszuwerten. Altran erstellte einen ausführlichen Bericht über die verschiedenen Gegebenheiten, um damit Dis- krepanzen am Interface zwischen Ladesäule und Fahrzeug künftig für seinen Kunden zu minimieren. Der Kunde hat damit die Möglichkeit erhalten, die Anforderungen der Fahrzeugbranche besser verstehen und künftig verstärkt auf die speziellen Anforderungen gerichtet produzieren zu können. Kontakt: Dr. Thomas Walter E-Mail: thomas.walter@altran.com  Traceability zur Vermeidung teurer Rückrufaktionen Im Falle von Rückrufaktionen stellt sich für das be- troffene Unternehmen immer die Frage, wer die feh- lerhaften Produkte hergestellt und verbaut hat. U. a. in der Automobilindustrie können kleinste Fehler un- geahnte Kosten verursachen, weshalb Traceability in den vergangenen Jahren für die Branche extrem an Bedeutung gewonnen hat. Im Falle eines Zwischen- falls ist die schnelle und präzise Rückverfolgbarkeit notwendig. In Autos der Oberklasse sind heute bis zu 60 Computer für die Regelung von Sitzheizung, Wischan- lage und weiteren Steuergeräten verbaut, die vernetzt sind und miteinander kommunizieren. Wirklich nachverfolgen lassen sich derart vielfäl- tige Prozesse nur mit Hilfe einer sauberen Dokumentation. Hermann Winter, Business Manager bei Altran, beschäftigt sich seit langem mit diesem Thema. Er weiß: „Je genauer die Dokumentation, desto besser las- sen sich Fehler eingrenzen. Dafür sind die entsprechenden Prozesse und Systeme notwendig und je reifer diese sind, desto genauer können die Fehlerquellen eingegrenzt werden. Wir sehen große Unterschiede, wie Firmen der Automotive-Branche an das Thema heran gehen.“ Dabei sollte das Interesse an diesem Thema in der Autobranche nicht nur aus Gründen der Produkthaftung groß sein, denn Traceability spart auch Geld, indem gezielt betroffene Fahrzeuge angesprochen und nicht im großen Umfang zurückgerufen werden. Doch nicht nur die Endprodukte sind komplex, auch die Zahl der Produktionsorte der einzelnen Bauteile ist durch die Globalisierung größer geworden. Im Falle der neuerdings in manchen Fahrzeugen vorhandenen Autokameras kommen die verschiedenen Softwarelösungen und Komponenten jeweils von verschiedenen Kontinenten. Hermann Winter: „Ohne ein Archiv mit gesammelten Daten zu Prozessen und Herkunft gleicht das Auffinden der Fehlerquelle der berühmten Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.“ Kontakt: Hermann Winter E-Mail: hermann.winter@altran.com 06
  • 7. PROJEKTE  Studie: Wirtschaftlichkeit modellbasierter Entwicklung eingebetteter Softwaresysteme im Automobil Die Elektronikentwicklung hat sich in den letzten Jahren zum Innovationstreiber in der Automobilin- dustrie entwickelt. Neue Funktionen wie z. B. Fah- rerassistenzsysteme oder Funktionen im Bereich Energiemanagement (Stichwort: Hybrid) werden von den Automobilherstellern als wesentliches Differen- zierungsmerkmal gesehen. Folge dieser Entwicklung ist, dass die Softwareentwicklungskosten einen immer größeren Anteil an den Gesamtentwicklungskosten ei- nes Automobils erfahren. In der Automobilindustrie wird seit geraumer Zeit die modellbasierte Softwareentwicklung, die Einsparungen in den Entwicklungskosten verspricht und mittels der Möglichkeit intensiverer früherer Tests im Entwicklungsprozess die Anzahl von Elektronikfehlern reduzieren soll, verstärkt eingesetzt. Werkzeugher- steller berichten in ihren Erfolgsgeschichten von hohen Kosten- und Zeiteinsparungen von bis zu 50 Prozent und von deutlichen Verbesserungen in der Produktqualität. Altran hat in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Software & Systems Engineering der TU München (Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy) mittels einer globalen Studie dieses Thema näher untersucht. Ergebnisse der Studie sind u. a. Aussagen zum Verbreitungsgrad der modellbasierten Entwicklung, zu Kosten-, Zeit- und Qualitätsveränderungen aufgrund modellbasierter Softwareentwicklung, zur Amortisationsdauer der Prozessumstellungskosten und die Identifikation von Po- tenzialen, die die befragten Unternehmen in der modellbasierten Entwicklung sehen. Die Studie fasst alle wesentlichen Fragestellungen im Bereich der Wirtschaftlichkeit der modellbasierten Softwareentwicklung zusammen und ist sowohl für Automobilhersteller als auch Zulieferer von großem Interesse. Sollten Sie Interesse an den Studienergebnissen haben, wenden Sie sich bitte an Sascha Kirstan. In der nächsten Ausgabe des Innovators (1/2011) werden die Hintergründe zur Anfertigung der Studie und wesentliche Ergebnisse in einem Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy näher erläutert. Kontakt: Sascha Kirstan E-Mail: sascha.kirstan@altran.com  Oracle und Altran vertiefen internationale Partnerschaft Altran Deutschland und der weltweit größte Daten- banksoftware-Anbieter Oracle haben die seit über zehn Jahren bestehende Partnerschaft auf das höchs- te Level „Platin“ gehoben. Durch die enge Zusammen- arbeit zwischen Altran und dem Softwarehersteller werden Themen wie Business Intelligence, Customer Relationship Management und Enterprise Content Management inhaltlich effizienter vorangetrieben. Ziel dieses intensiven Austausches ist der stetige Ausbau des Kontaktes auf Länderebene, der zur Etablierung einer in- ternationalen Zusammenarbeit zum Nutzen von international agie- renden Unternehmen dient sowie der Aufbau einer strategischen Zusammenarbeit. Dieser Initiative haben sich im ersten Schritt die Länder Schweiz und Österreich angeschlossen. Weitere Länder folgen sukzessive. Kontakt: Karsten Neve E-Mail: karsten.neve@altran.com 07
  • 8.  IMPRESSUM Ausgabe November 2010 V.i.S.d.P. Rieder Kirstan, Sprecher des Boards, Altran GmbH & Co. KG Redaktion, Konzept & Layout Marketing & Corporate Communication Kontakt Tel. +49 (0) 89 - 25 54 71-0 innovators@altran.de Bildmaterial Altran GmbH & Co. KG, Fotolia