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Prof. Dietmar Kummer: Mehr private Bibliotheksinitiativen? "Sodann-Sammlung" in Staucha bei Riesa angekommen und schon im Netz!

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Vortrag auf dem 100. DBT 2011 in Berlin im Rahmen des Kurzvortragsprogramms der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Raum Paris

Veröffentlicht in: Bildung, Reisen, Unterhaltung & Humor
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Prof. Dietmar Kummer: Mehr private Bibliotheksinitiativen? "Sodann-Sammlung" in Staucha bei Riesa angekommen und schon im Netz!

  1. 1. DRUCKMANUSKRIPT "Vortrag090611Druckmanuskript050611" Prof. Dietmar Kummer, LEIPZIG 280511Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! 100. Deutscher Bibliothekartag BerlinMehr private Bibliotheksinitiativen? Zukunftswerkstatt 9.6.11Peter Sodann – Bibliothek in Staucha bei Riesa angekommen und schon amNetz!Traditionell werden in Deutschland private Bibliotheksinitiativen von Bibliothekaren mitSkepsis oder Zurückhaltung oder auch Ablehnung begleitet und ich selbst gehöre auch zuden Skeptikern und bevorzuge die gesellschaftlichen, fachlich fundiertenBibliotheksinitiativen.Allerdings zeichnen sich in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland diegesellschaftlichen Bibliotheksinitiativen viel zu oft dadurch aus, dass sie die Austrocknungund Schließung von Bibliotheken und Bibliotheksnetzen beabsichtigten und realisierten. Dienegativsten "Bibliotheksinitiativen" dieser Art stammten von den Treuhand, dieGewerkschaftsbibliotheken und Fachbibliotheken flächendeckend ausradierte und dieBücherlager der Verlage und des Buchhandels ausgekehrt hat. Man spricht von 80 MillionenBüchern, die entsorgt wurden.(1) Für diese gesellschaftlichen Initiativen habenTreuhandmitarbeiter Bundesverdienstkreuze erhalten.Und ich möchte auch an den bisher noch immer ungesühnten Raubmord am DeutschenBibliotheksinsitut in Berlin erinnern, begangen unter Leitung des damals zuständigen CDU-Senators Radunski, der damit auch eine hochleistungsfähige Spezialbibliothek mitFachinformationssystem zur Strecke gebracht hat.(2)Die Liste "bibliothekssterben.de"(3) zeigt ein trauriges Bild dieserart gesellschaftlicherBibliotheksinitiativen! Dieser Pranger bedarf aber dringend der Aktualisierung.Schlimm ist auch die landesweite Absenkung der Bibliotheksetats für neue Medien. Für dieneuen Bundesländer wurde ein Rückgang von 39 Millionen EURO auf 13,5 Millionen 2005ermittelt (4) und ich vermute, dass wir heute bei unter 10 Millionen liegen. Das hat einenschleichenden Aktualitätsverlust der Bestände zur Folge.Andere gesellschaftliche Bibliotheksinitiativen haben in den letzten Jahren zu hervorragendeNeubauten, Rekonstruktionen und Sanierungen einer großen Zahl von Bibliotheken sowieumfangreichen Modernisierungen beigetragen die zu einer deutlich erhöhtenBenutzungsqualität geführt haben. Vernetzungen und beginnende Digitalisierung geben dortden Bibliotheksbenutzern Möglichkeiten in die Hand, von denen man vor Jahren nur träumenkonnte.(5) Wir sollten die Liste "bibliothekssterben.de" konfrontieren mit einem"Geburtsregister neuer und erneuerter Bibliotheken"!Die Wirkungsbereiche der Bibliotheken erstrecken aber nicht nur auf Institutionen, sondernauch auf Flächen. Die Befriedigung des Benutzerbedarfs der Kinder, Jugendlichen undErwachsenen in den Gemeinden, Städten und Gebieten ist Sache der "ÖffentlichenBibliotheken". Da Gemeindebibliotheken und eine Vielzahl von Zweigstellen derStadtbibliotheken geschlossen werden, gibt es für immer weniger Bürger einen unmittelbarenZugang zu Öffentlichen Bibliotheken, obwohl wir wissen, dass Öffentliche Bibliotheken vorOrt im Wohngebiet angeboten werden müssen, um bevölkerungswirksam versorgen zukönnen (6).Hier liegt also der erste Wirkungsbereich, der für private Bibliotheksinitiativen offen ist. Ausder Geschichte sind uns dafür Beispiele bekannt, wie die Ernst-Abbe-Bücherei Jena und dieFreie öffentliche Bibliothek Dresden Plauen. Solche private Bibliotheksinitiativen gingen vonsozial engagierten Unternehmern aus.Heute ist mir nur die private Bertelsmann-Stiftung bekannt, die sich in der StadtbibliothekGütersloh GmbH engagiert. Wer kennt von den 15 000 deutschen Einkommensmillionären
  2. 2. und den 750 000 Vermögensmillionären in Deutschland heute einen, der eine ÖffentlicheBibliothek ganz oder teilweise privat finanziert?Es gibt aber Bürger ohne Vermögen, die heute so etwas tun, z.B. in Berlin das EhepaarPeter und weitere Bürger, die die Peter-Weiss-Bibliothek Berlin-Hellersdorf initiiert haben undunterhalten(7) oder das Ehepaar Schietzel und weitere Bürger, die die ersatzloseSchließung der Weiße-Jugendbibliothek in Leipzig-Stötteritz verhindert haben und diesebetreiben(8). Beide Bibliotheken werden seit einigen Jahren von Vereinen getragen dieunabdingbar sind, um existenzsichernde Fördermittel zu erhalten. Übrigens war Heinz Peterder führende Kopf der Gewerkschafts-bibliotheken in der DDR und Werner Schietzel Dozentfür Methoden der Bibliotheks-arbeit und Bibliotheksgeschichte an der Leipziger Fachschulefür Bibliothekare.Private Bibliotheksinitiativen gibt es heute aber vor allem an den Schulen. Vielen Eltern ist esein dringendes Bedürfnis, in den Klassen bzw. Schulen ihrer Kinder Literatur bereitzustellenzur Unterstützung von Bildung und Lesevermögen. Dazu gründen sie Klassenbibliothekenoder Schulbibliotheken und sammeln unter den Eltern Kinderliteratur. Das ist auch dringendnötig, denn nach dem Europäischen Bildungsbericht 2010 haben ca. 20% der Jugendlichenim Alter von 15 Jahren mangelnde Lesekompetenzen.(9)In Sachsen-Anhalt gibt es in etwa 13% der Schulen Schulbibliotheken, die von Lehrern oderanderen Mitarbeitern der Schulen betreut werden – in weiteren 12% der Schulen gibt esBuchbestände ohne Medienetat so dass ca. 75 % der Schulen als mögliche Wirkungsfelderprivater Bibliotheksinitiativen offen stehen. Mir scheint es dringend geboten, hierBibliotheksinitiativen anzuregen.(10)Wenn wir von der Auffassung ausgehen, dass e i n e Bibliothek immer besser ist als keineBibliothek, dann müssen wir alle Initiativen von Eltern und Bürgern fördern, die zur Gründungund Betreuung von Bibliotheken in den Schulen, Gemeinden und Wohngebieten beitragen!Anleitungsmaterial, Softwareberatung und Bücher sollten gezielt vermittelt werden, wohlwissend, dass nicht alle dieser Initiativen letztlich zu einer funktionstüchtigen Bibliothekführen werden.Eine Bibliothek ist immer besser als keine Bibliothek – für eine dauerhaft angesagteLeseförderung sind Bücher unabdingbar.Einige Privatinitiativen haben sich auch aufgelassener Telefonhäuschen angenommen undbieten darin gesammelte Bücher zum Tausch an, z. B. in Brünen, Bonn, Hannover usw.. BeiWIKIPEDIA gibt es eine "Liste von öffentlichen Bücherschränken", die 56 Standortenachweist.(11). Auch diese Form der Literaturverbreitung füllt eine Lücke, ist aber keinSelbstläufer, sondern bedarf mindestens der ehrenamtlichen Betreuung.Eine ganz andere Art privater Bibliotheksinitiativen richtet sich auf die Zusammenfassungund Bewahrung von Literatur und anderer Informationsquellen, entweder orientiert anspeziellen Formen der Informationsträger oder an speziellen Themen. So entstanden z. B.Minibuch-Sammlungen(12), die ab und zu als geschlossene Sammlung Aufnahme in großenBibliotheken oder Museen gefunden haben oder z.B. die privat initiierte Bibliothekinternationaler Kunstkataloge, die im Leipziger Spinnereigelände in unmittelbarer Nähevieler Künstlerateliers aufgebaut und von der Kunstmesse Basel und Kunstmanagerngesponsert wird.Themenorientiert entstanden z.B. die Bibliothek utopischer Literatur in Wetzlar(14) undkürzlich die Krimibibliothek in Hillesheim(15). Beide Themen werden in großen Bibliothekenkaum geschlossen angeboten.Das betrifft auch die Kinderliteratur, der Prof. Horst Kunze an der Staatsbibliothek Berlin seit1951 eine besondere Heimstadt bot, die durch Heinz Wegehaupt zu international starkbeachteter Bedeutung entwickelt wurde(16).In Vorwendezeiten entstanden im Osten Deutschlands mit den Friedensbibliotheken,Umweltbibliotheken und Frauenbibliotheken(17) Konzentrationspunkte für aktive Gruppen,die meist im Rahmen der evangelischen Kirche große Auswirkungen auf die friedliche
  3. 3. Revolution hatten und mit ihren Inhalten wichtige Argumente für die Wende vermittelten.Diese Bibliotheken sind aus der deutschen Bibliothekslandschaft nicht mehr wegzudenken.Eine weltweit wohl einzigartige Privatinitiative ergriff Peter Sodann, Schauspieldirektor inHalle, als er 1990 mit ansehen mußte,(18) wie Bibliotheken "entsorgt" wurden, wie Seghersund Brecht, Herder und Heine, Tolstoi und Gorki, Neruda und Morgner, Hegel und Marx,Hermlin und Hacks usw., wie die Kleinen Enzyklopädien und das Wörterbuch derPsychologie, das Organicum und das Anorganikum usw. usf. auf LKW geworfen undabtransportiert wurden.Es ist unfassbar, wie man in einem Rechtsstaat innerhalb kürzester Zeit ca. 80 MillionenBücher vermüllen konnte. Viele von uns, auch ich, haben damals nicht aufgepasst.Peter Sodann, Theaterdirektor und Schauspieler, nutzte die Freiheit zum Handeln, dennnach seiner festen Überzeugung gehören Bücher nicht auf die Müllkippe. Er begann Literaturaus der DDR zu sammeln, rief zu Spenden auf, ging Informationen über aufgelasseneBibliotheken nach und mit Hilfe der Mitarbeiter des "neuen theater" Halle und von Kollegenentstand bald eine Theaterbibliothek von 50.000 Bänden, die für Besucher zugänglich war.(19)In den Jahren 1990-94 studierte bei uns in Leipzig ein Mitglied des Theaterjugendklubs undschrieb bei mir ihre Diplomarbeit über diese Bibliothek mit dem Thema "Konzeption undArbeitsweise einer Theaterbibliothek mit DDR-Literatur als einem Bestandsschwerpunkt".(20)Schon bei der Abgabe dieser Arbeit hatte uns das stürmische Anwachsen desBestandsschwerpunktes DDR-Literatur aber total überholt und dominiert seitdem dieseSammlung.Als Peter Sodann 2004 von den Stadtoberen von Halle aus seinem Theaterzwangsverabschiedet wurde, war die Sammlung auf ca. 150.000 Bände angewachsen under fand dafür in Merseburg Asyl.(21)Die Unterstützung des Merseburger Bürgermeisters sowie die Förderung durch dasEuropäische Bildungswerk ermöglichtenden den Beginn der Katalogisierung der Bestände.Man stellte dafür die Software allegro-ÖB zur Verfügung und so wurde glücklicherweise einefachgerechte kompatible Erschließung begonnen.2007 wurde dann in Merseburg ein Förderverein gegründet, der das Anliegen von PeterSodann mit hoher Einsatzbereitschaft unterstützte.(22) 2008 hat der Förderverein eineumfassende "Konzeption zum Aufbau einer Präsenzbibliothek für die in Ostdeutschland von1945 bis 1990 erschienene Literatur"(23) ausgearbeitet und verabschiedet, die mitüberzeugender Klarheit Sinn und Ziel dieser Sammlung bestimmt.Ziel ist die lückenlose Sammlung, Bewahrung und Präsentation der in den ausgegrenztendeutschen Ländern Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg sowieOstberlin 1945 -1990 verlegten Medien, insbesondere Bücher, als Zeugnisse einerkulturgeschichtlich relevanten Epoche eines Teils Deutschlands. Da diese Bücherweitgehend aus dem Blickfeld verschwunden worden sind, erscheint ihre öffentlichePräsentation und Zugänglichkeit in ihrer Vielfalt, ihrem Umfang, ihrem Reichtum und ihrerWidersprüchlichkeit geboten und heute noch realisierbar zu sein.Die Sammlung soll der wissenschaftliche Forschung ebenso zur Verfügung stehen wie auchLese- und Erinnerungsvergnügen bereiten, Wiederentdeckungen ermöglichen,bibliographische Nachweise frei und direkt zugänglich machen(24).Sie soll Anziehungspunkt für Leser und Autoren werden und Ort vielfältiger Lesungen, Foren,Diskussionen, Treffen und Begegnungen sein.Als leider in Merseburg die Bedingungen und Interessen den Verbleib der Sammlung in derStadt nicht mehr ausreichend gewährleisteten und Peter Sodann aus dem Ort Staucha bei
  4. 4. Riesa ein Angebot erhielt, siedelten Bibliothek und Förderverein in den sanierten GutshofStaucha bei Riesa um(25)Nunmehr ca. 500.000 Bände und die PC mit dem Katalog von inzwischen 209.000Datensätzen wurden in Kartons verstaut und nach Staucha transportiert, fast in Sichtweiteder allegroWerkstatt von Klaus Lehmann(26), der in Privatinitiative auf Peter Sodann zugingund in seiner Freizeit die Datensätze auf allegro-C konvertierte und die Arbeitsplätze für dieFortsetzung der Katalogisierung einrichtete, vernetzte, einen Server installierte, so dassnunmehr der noch längst nicht vollendete Katalog im Netz steht: www.psb.allegronet.de (27)Kürzlich wurden die ersten 10000 Regalbrettmeter erworben und die Montage undAufstellung der Regale hat begonnen. Bald wird die beieindruckende Bestandspräsentationnach Verlagen gegliedert beginnen und die Bibliothek kann als vielgestaltiges Kulturzeugnisihre Wirkung entfalten.Der Initiator Peter Sodann sammelt weiter und der Förderverein (www.psb-staucha.de) suchtMitglieder und Sponsoren zur Unterstützung einer weltweit einzigartigen Bibliotheksinitiativemitten in Sachsen nahe Meißen, der Quelle der deutschen Schriftsprache!Ich danke der Zukunftswerkstatt (28) sehr dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat,diese einzgartige Bibliotheksinitiative auf dem 100. Deutschen Bibliothekartag in unsereReihen aufnehmen zu können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der nächsteBibliothekskongress eine Exkursion nach Staucha anbieten wird.Hella Klausner hat mit ihrem Beitrag "Auf dem Weg zu McBib"(29) von der PrivatisierungÖffentlicher Bibliotheken in den USA berichtet – hier wird die eben beschriebenePrivatinitiative neoliberal pervertiert. Funktionstüchtige Bibliotheken werden kompletteinschließlich Etat privaten Betreibern übergeben. Die werfen Personal raus und/odersenken die Löhne und "optimieren" den Ankauf und erwirtschaften den erforderlichenGewinn bzw. minimieren die Kosten. Man muss nicht nach den USA gehen, sondern inRiesa gibt es die in eine GmbH überführte Stadtbibliothek, an der man Privatisierungstudieren kann(30).Vom 10.-12. November 2011 findet an der USB Köln eine Tagung statt,(31) zu Nachlässenin Bibliotheken. Mehr als 20 Refernten werden sich mit der Möglichkeit der Nutzung vonNachgelassenen Sammungen umfassend beschäftigen. Unzählige Nachlässe lagern in denBibliotheken und noch viel mehr Bücherschätze warten bei Professoren, Wissenschaftlern,Künstlern und Sammlern darauf, dass sie nicht im Altpapier landen, sondern eineNutzungsperspektive erhalten. Hier lagern ungehobene Schätze und Lebenswerkeherausragender Persönlichkeiten.Gegenüber diesen Sammlungen darf es keine Gleichgültigkeit geben und insbesondere dasdeutsche Bibliothekswesen ist aufgefordert, sich zu engagieren sowie auch auf diesem Feldprivate Bibliotheksinitiativen zu unterstützen.Kürzlich wurde bei INETBIB dazu aufgerufen,(32) für die im Bürgerkrieg völlig ausgebrannteUniversitätsbibliothek Sarajewo Dubletten zu spenden.Wollen wir weiter zusehen, wie deutsche Wissenschaftlernachlässe imAbfall landen, obwohl sie anderswo dringend benötigt werden? Wir solltenprivate Initiativen hierfür herausfordern!Nachlässe, die vor allem DDR-Literatur enthalten, können natürlich jederzeit nach Stauchabei Riesa zur Peter-Sodann-Bibliothek gebracht werden. Unter www.psb.allegronet.de kann manim Katalog nachlesen, was dort noch fehlt und gezielt mithelfen, diese großartige Sammlungzu unterstützen, als Mitglied des Fördervereins kann man die Entwicklung dieser Sammlungbeeinflussen und durch Spenden und Vermittlung von Sponsoren dringend benötigteBeiträge zu dieser privaten Bibliotheksinitiative leisten.
  5. 5. Mehr private Bibliotheksinitiativen? Ich hoffe, dass Sie mit mir übereinstimmen und Ja dazusagen! Prof. Dietmar Kummer LEIPZIG 100. Deutscher Bibliothekartag BERLIN 09.06.2011Quellen und Informationen1. Konzeption zum Aufbau einer Präsenzbibliothek für die in Ostdeutschland von 1945 – 1990 erschienene Literatur – 2008.2. Kummer, Dietmar: Raubmord in Berlin.- BuB 2003, H. 3, S. 146 – 1473. "bibliothekssterben.de" Die Liste bedarf dringend der aufmerksamen Aktualisierung!4. Landsberg, Gerd: Perspektiven für Bibliotheken. –in: report (ekz) 2010, H.2, S.35. Bibliotheksbauarchiv "www.senatsbibliothek.de"6. Bericht zur Lage der Bibliotheken 2010 " www.bibliotheksportal.de"7. www.ab-hellersdorf.de Peter-Weiss-Bibliothek Berlin-Hellersdorf8. "bibliotheken-leipzig.de" Weiße-Jugendbibliothek Leipzig-Stötteritz9. "ec.europa.eu/education/news/news2900_de.htm" Europäischer Bildungsbericht 201010. Mitteilungen für Schulbibliotheken. April 2010.- Halle: Landesverwaltungsamt, Fachstelle für öffentliche Bibliotheken. – S. 2 – 711. WIKIPEDIA "Liste von öffentlichen Bücherschränken"12. Miniaturbuch Journal ISSN 0947-2258 Journal@miniaturbuch.de13. Kunstbibliothek Halle 14 Leipziger Baumwollspinnerei 36.000 Kunstkataloge www.halle14.org14. www.phantastik.euPhantastische Bibliothek Wetzlar – mehr als 200.000 Titel Science Fiction, Fantasy, Utopien, Horror, Phantastik, Märchen, Sagen, Mythen, Reise- und Abenteuerliteratur15. www.kriminalhaus.de Deutsches Krimi-Archiv im Kriminalhaus 54576 Hillesheim, Augustinerstr. 4, 26.000 Krimis16. kinderbuchabt@sbb.spk-berlin.de Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Kinder- und Jugendbuchabteilung – Gründung 1951, 190.000 Bände (vgl. OPAC der Staatsbibliothek StaBiKat) Wiedereröffnung: 11. Juli 2011 in 13353 Berlin, Westhafenstr. 117. www.friedensbibliothek.de Friedensbibliothek / Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche in Berlin- Brandenburg. 10405 Berlin, Greifswalder Str. 4 – Gründung: 9. April 1985 www.friedenskreis-halle.de Friedensbibliothek 06108 Halle/Saale, Große Klausstr. 11 www.monaliesa.leipzigerinnen.de Frauenbibliothek/Genderbibliothek MONALiesA e.V. Haus der Demokratie 04277 Leipzig, Bernhard-Göring-Str. 152 www.umweltbibliothek-leipzig.de Umweltbibliothek Leipzig des Ökolöwen-Umweltbundes Leipzig e.V. Haus der Demokratie 04277 Leipzig, Bernhard-Göring-Str. 15218. +19. Konzeption - vgl. 1.20. Kummer, Dietmar: Gutachten zur Diplomarbeit "Konzeption und Arbeitsweise einer Theaterbibliothek mit DDR-Literatur als einem Bestandsschwerpunkt" vom 17.04.1994 (Nicht öffentliche Prüfungsunterlage)21. + 22. + 23. +24. Konzeption – vgl. 1.25. Ein Heim für 500000 Bücher.- LVZ 21.2.2011, S. 326. "allegronet.de" Die Peter-Sodann-Bibliothek wird von allegronet.de gesponsert! 19.05.20127. www.psb.allegronet.de www.psb-staucha.de in: SZ-Online 04.05.2011
  6. 6. 28. cordula.noetzelmann@zukunftswerkstatt.org Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. 28759 Bremen, Erbfischerstr. 229. Klausner, Hella: Auf dem Weg zu McBib. In: BuB 63(2011)4, S.287 – 29230. "haus-am-poppitzer-platz-riesa.de" FVG Riesa mbH – Stadtbibliothek Riesa, Poppitzer Platz 3, 01589 Riesa31 www.initiativefortbildung.de Aus der archivschachtel befreien oder Thinking out of the Box: Möglichkeiten der Nutzung von Nachlässen/Sammlungen. 10. – 12. November 2011 Köln32 Bücherspenden für die UB Sarajevo "books4vijecnica.com" INETBIB 21.04.2011 blinten@jfki.fu-berlin.de

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