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◆ bei Wörtern einzelne Buchstaben vergessen (Bedeutung...
1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb
Fotografiert in Gibraltar
Aushang in der Münchner U-Bahn
Gefunden im Ju...
1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb
Fundstück aus einem Supermarkt
in Berlin-Mitte
Begrüßungstafel auf dem ...
1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb
Um ein Wort richtig zu lernen und korrekt zu benutzen, müssen
Lerner vi...
GLIEDERUNG
1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb
2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes
3. Wie ...
2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes
Was den Umfang des deutschen Gegenwartssprache betrifft, so schwanken...
2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes
2.2 Zur Gliederung des Wortschatzes
Wie kann ich überhaupt wissen, da...
2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes
2.2 Zur Gliederung des Wortschatzes
Verstehenswortschatz (Rezeptiver ...
3. Wie Wörter gespeichert werden
Hier sei festgehalten, dass Assoziationen zu einem Einzelwort in fünf grund-
Legende Type...
3. Wie Wörter gespeichert werden
Quelle:
studio d,Band B1
Quelle:
Ja genau Band A2
3. Wie Wörter gespeichert werden
Andere Möglichkeiten zur Speicherung des Wortschatzes (nach Nodari, 2006):
◆ Begriffsnetz...
3. Wie Wörter gespeichert werden
Thematischer Wortschatz A1-B2 zum Thema „Einkaufen“
3. Wie Wörter gespeichert werden
Wortfeld: studio d, Band B1 Deutsch als Fremdsprache
3. Wie Wörter gespeichert werden
Zusammenfassung/ Didaktische Konsequenzen
◆ Damit neue Wörter im Gedächtnis schnell abruf...
4. Wortschatzarbeit als Prozess
Neue Wörter können nur
memoriert werden, wenn
sie verstanden worden sind.
„Verstehen“ bede...
4. Wortschatzarbeit als Prozess
Für den Aufbau eines
differenzierten Wort-
schatzes ist es unabdingbar,
Aktivitäten und An...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
Die folgenden Abschnitte sind Teile eines Unterrichtsentwurfs, die etwas
Durcheinander...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.1 Vorentlastung
Im Unterricht, insbesondere in der Anfängerstufe, werden bei der Arb...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.1 Vorentlastung mit dem Schwerpunkt „ASSOZIOGRAMM“
Definition:
Die Zusammenstellung ...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.1 Vorentlastung mit dem Schwerpunkt „ASSOZIOGRAMM“
◆ Der lehrgesteuerte Dialog dient...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
Das Repertoire der Techniken zur einsprachigen Bedeutungsver...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
Speziell in den durch große Heterogenität gekennzeichneten F...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.1 Visuelle Mittel
1) Bilder und Realien
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Quelle:
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5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
Speziell in den durch große Heterogenität gekennzeichneten F...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.1 Visuelle Mittel
2) Gestik, Mimik, Pantomime
Quelle:
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5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.2 Auditive Mittel
Wörter wie flüstern und schreien könne...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.3 Sprachliche Mittel
1) Übersetzungen (in die Mutterspra...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.3 Sprachliche Mittel
2) Definition und Umschreibung:
Die...
5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
5.2.3 Sprachliche Mittel
Andere mögliche Mittel:
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5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung
5.2 Semantisierungsformen
Didaktische Konsequenzen
Weil sowohl die Wortformen und Wort...
6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
Thornbury (2002,S.99ff.) schlägt folgende Aktivitäten vor, um einen Wortschatz
zu...
6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
6.1 Wiedererkennen von Wortschatz
Quelle:
studio 21, Band 1, Einheit 1
Thema “Im ...
6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
6.2 Auswählen von Wortschatz
Diese Übung verlangt die Auswahl betimmter Informati...
6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
6.3 Zuordnung von Wörtern
Diese Übungen schließen normalerweise das Zuordnen von ...
6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
6.4 Sortieren von Wörter
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6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen
6.5 Die produktive Verwendung von neuem Wortschatz
Hier kann man wählen zwischen
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7. Fokus: Beispielanalyse
Diskussion:
Welche Lernziele verfolgen die
Lernaktivitäten und welche
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Literatur
Ballweg et al. (2013): Deutsch Lehren Lernen, Band 2: Wie lernt man die
Fremdsprache Deutsch, München: Klett-Lan...
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Xiaowen Yi: Wortschatzarbeit

  1. 1. ◆ Normen mit dem falschen Artikel verbunden (des Wortschatzarbite); ◆ bei Wörtern einzelne Buchstaben vergessen (Bedeutungsvermittlung), verdret (Alanyse) oder aus anderen Sprachen übertragen (Arbite); … …
  2. 2. 1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb Fotografiert in Gibraltar Aushang in der Münchner U-Bahn Gefunden im Juni 2006 vor einem Geschäft in Hähnstätten (Rheinland-Pfalz)
  3. 3. 1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb Fundstück aus einem Supermarkt in Berlin-Mitte Begrüßungstafel auf dem Weg zum Fußballstadion Anfield Road in Liverpool/England Fotogrfiert an den Landungs- Brücken in Hamburg
  4. 4. 1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb Um ein Wort richtig zu lernen und korrekt zu benutzen, müssen Lerner viele zusätzliche Informationen dazu abspeichern. Sie müssen wissen: 1) wie das Wort ausgesprochen wird; 2) welche verschiedenen Bedeutungen das Wort haben kann; 3) welchem Register das Wort zuzuordnen; 4) in welchem Anwendungsbereich das Wort zu benutzen ist; 5) wie das Wort geschrieben wird; 6) welches grammatikalische Geschlecht es hat. … …
  5. 5. GLIEDERUNG 1. Beispiele zur Problematik beim Wortschatzerwerb 2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes 3. Wie Wörter gespeichert werden 4. Wortschatzarbeit als Prozess 4.1 Wörter verstehen und abspeichern 4.2 Wörter abrufen 4.3 Wörter benutzen 4.4 Über Wörter reflektieren 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.1 Vorentlastung (mit dem Schwerpunkt “Assoziogramm”) 5.2 Semantisierungsformen 5.3 Entschlüsselungsstrategien auf drei Ebenen* 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 7. Fokus: Beispielanalyse
  6. 6. 2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes Was den Umfang des deutschen Gegenwartssprache betrifft, so schwanken die (geschätzten) Zahlen erheblich – für die Standardsprache zwischen 300.000 und 500.000 Wörter. Nimmt man die Fachsprachen hinzu, so dürfte der Umfang ein Mehrfaches betragen. (Bohn, 2000) Die Wortschatzliste zum Zertifikat Deutsch enthält 2000 Wörter Grundwortschatz mit Kontexterklärungen. Generell wird für den Bereich Deutsch als Fremdsprache angenommen, dass Lernende über einen Wortschatz von ungefähr 10.000 Wörtern verfügen müssen. (vgl. Bohn, 2000) 2.1 Zum Umfang des Wortschatzes
  7. 7. 2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes 2.2 Zur Gliederung des Wortschatzes Wie kann ich überhaupt wissen, dass ich ein Wort erlernt habe? Während meiner Ausbildung habe ich beispielsweise das Wort „Hämoglobin“ gelernt. Meinen Patienten gegenüber habe ich das Wort immer vergessen. Doch wenn ich es in der Zeitung lese, erkenne ich es trotzdem auf Anhieb.
  8. 8. 2. Zu dem Umfang und der Gliederung des Wortschatzes 2.2 Zur Gliederung des Wortschatzes Verstehenswortschatz (Rezeptiver Wortschatz): Die Menge von Wörter, die die Lernenden in einem gesprochenen oder geschriebenen Text wieder erkennen und verstehen, die sie aber nicht ohne weiteres verwenden (können). Mitteilungswortschatz (Produktiver Wortschatz): Die Wörter, die die Lernenden aus dem Gedächtnis abrufen können, die sie verfügbar haben, um sich mündlich und schriftlich zu äußern. ◆ Der Verstehenswortschatz schließt den Mitteilungswortschatz ein und ist somit immer größer; ◆ Die Grenzen zwischen dem produktiven und dem rezeptiven Wortschatz sind nicht fix. (Nodari, 2006)
  9. 9. 3. Wie Wörter gespeichert werden Hier sei festgehalten, dass Assoziationen zu einem Einzelwort in fünf grund- Legende Typen der Verbindung eingeteilt werden können. (Müller, 1994) 1 Koordinationen Salz Pfeffer Senf 2 Kollokationen Salz streuen 3 Subordinationen Vogel Spatz Ente Adler Eule 4 Synonyme berichtigen = korrigieren 5 Antonyme gut böse nach:Aitchison(1987),75;ergänzt Frage: Welche didaktische Schlussfolgerungen zur Wortschatzarbeit lassen sich aus der Tabelle ziehen?
  10. 10. 3. Wie Wörter gespeichert werden Quelle: studio d,Band B1 Quelle: Ja genau Band A2
  11. 11. 3. Wie Wörter gespeichert werden Andere Möglichkeiten zur Speicherung des Wortschatzes (nach Nodari, 2006): ◆ Begriffsnetz: Reihenbildung: munter, müde, erschöpft Wortfamilie: reisen, abreisen, die Reise, verreisen Wendung: klipp und klar, durch dick und dünn Klangnetz: trinken, trank, getrunken ◆ Affektives Netz : Wald: ruhig, erholsam, Vögel, Pilze, spazieren ... oder: gefährlich, Bär, dunkel, stolpern, verirren ... ◆ Assoziatives Netz: Reisen: Koffer packen, im Stau stehen, die Großmutter wiedersehen, im Meer baden, ein Hotel buchen ...
  12. 12. 3. Wie Wörter gespeichert werden Thematischer Wortschatz A1-B2 zum Thema „Einkaufen“
  13. 13. 3. Wie Wörter gespeichert werden Wortfeld: studio d, Band B1 Deutsch als Fremdsprache
  14. 14. 3. Wie Wörter gespeichert werden Zusammenfassung/ Didaktische Konsequenzen ◆ Damit neue Wörter im Gedächtnis schnell abrufbar werden, müssen sie in möglichst vielfältigen Zusammenhängen gelernt werden. Das isolierte und zusammenhanglose Einüben von Vokabeln verhindert diese Ab- speicherung und damit den Zugriff der Lernenden zu den neuen Wörtern. (Nodari, 2006) ◆ Arten von Zusammenhängen von Wörter sollten immer didaktisch prak- tiziert werden. Es empfiehlt sich, auch neben der Arbeit mit soge- nannten „Wortfamilen“ auch andere Methoden der Wortschatzabeit im Unterricht einzusetzen. (Müller, 1994)
  15. 15. 4. Wortschatzarbeit als Prozess Neue Wörter können nur memoriert werden, wenn sie verstanden worden sind. „Verstehen“ bedeutet einerseits das Verbinden von neuem Wissen mit besteh-endem,andererseits aber auch das Abspeichern von neuen Wörtern, für die noch keine erstsprachliche Entsprechung vorhanden ist. Beim Abrufen werden die Wörter reproduziert, d.h. Nachgesprochen bzw. abge- schrieben. Der Wortklang und das Schriftbild werden dabei zur Routine, sodass die Wörter mit der Zeit geläufig werden und in den Mittei-lungswortschatz übergehen können. Phase 1 Phase 2 Wörter verstehen und abspeichern Wörter abrufen
  16. 16. 4. Wortschatzarbeit als Prozess Für den Aufbau eines differenzierten Wort- schatzes ist es unabdingbar, Aktivitäten und Anlässe zu schaffen, in denen die Lerner ihren Wortschatz kommunikativ brauchen. Der Wortschatz kann auch gefestigt werden, indem über die Wörter reflektiert und gewisse einfache Regelmässigkeiten erkannt werden. Es ermöglicht den Lernern, den Wortschatz bewusster wahrzunehmen und Strategien zu ent- wickeln, mit denen sie scheinbar unbekannte Wörter ohne weitere Hilfe verstehen können. Phase 3 Phase 4 Wörter benutzen über Wörter reflektieren
  17. 17. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung Die folgenden Abschnitte sind Teile eines Unterrichtsentwurfs, die etwas Durcheinander geraten sind. Bringen Sie die einzelnen Teile in eine sinnvolle Reihenfolge. Empfohlene Reihenfolge: D-B-A-F-C-E
  18. 18. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.1 Vorentlastung Im Unterricht, insbesondere in der Anfängerstufe, werden bei der Arbeit mit lexikalisch schwierigeren Texten neue Wörter vor der Behandlung eingeführt, um das Lese- und Hörverstehen zu erleichtern. Die Wörter können dabei z.B. erklärt werden: 1) durch ein kurzes Einführungsgespräch; 2) durch einen schriftlichen Einführungstext; 3) durch eine thematische Wortliste; 4) durch Bilder; 5) durch einen vereinfachten Paralleltext; 6) duch ein Assoziogramm .
  19. 19. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.1 Vorentlastung mit dem Schwerpunkt „ASSOZIOGRAMM“ Definition: Die Zusammenstellung der Vorstellung und Bezugsbegriffe, die Lernende zu einem vorgegebenen Begriff haben. Dabei werden zu zentralen Begriffen eines Textes Vorstellung der Lernenden zu Hilfe genommen und Vorkenntnisse herangezogen.
  20. 20. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.1 Vorentlastung mit dem Schwerpunkt „ASSOZIOGRAMM“ ◆ Der lehrgesteuerte Dialog dient dem Ziel, den Wortschatz im Kontext eines kommunikativen Unterrichts zu erweitern. Ziel dieses Übungs- dialogs ist die Einbettung in reale Zusammenhänge. (Piepho:1980) ◆ Die Lehrer haben auch die Möglichkeit, die Wortsammlung zu steuern. Falls in einem Assoziogramm über „Fußball“ nur Begriffe wie Tor, Elfmeter usw. genannt werden, aber keine Namen, können sie gezielt nachfragen: Kennen Sie deutsche Fußballverein?...deutsche Fußballspieler? (Dahlhaus:1994)
  21. 21. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen Das Repertoire der Techniken zur einsprachigen Bedeutungsvermittlung ist offenbar begrenzt. Nichts hat sich hinsichtlich der Techniken, mithilfe derer den Lernenden die Bedeutung neuer Vokabeln vermittelt werden soll, hat sich verändert. (Bahns:2004) Aufgabe:Tauschen Sie sich über Vorgehensweisen aus, die Sie in Ihrem eigenen Unterricht verwendet haben, um neuen Wortschatz einzuführen oder unbekannte Wörter zu erklären.(Beispiele?)
  22. 22. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen Speziell in den durch große Heterogenität gekennzeichneten Fremdsprachen- unterricht bieten visuelle Mittel die Möglichkeit, ein gemeinsames Referenzfeld zu schaffen und Verständnisprobleme aufzufangen. Visualisierungen können Teil- nehmenden mit geringen Deutschkenntnissen dabei helfen, dem Unterrichts- geschehen zu folgen. Wo Sprache (noch) versagt, helfen nonverbale Signale. 5.2.1 Visuelle Mittel 1) Bilder und Realien ´Die Wortbedeutung wird mittels authentischer Materialien (Foto, Diapositiv, Video) oder nichtauthentischer (Zeichnung, Skizze, Collage, Bild u.a.) erklärt.
  23. 23. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.1 Visuelle Mittel 1) Bilder und Realien ´ Quelle: Deutsch perfekt 03/2014 Selbst bei der Visualisierung von konkreten Gegenständen durch Zeichnungen können Probleme auftauchen (vgl. Bohn: 2000): 1) Die Zeichnungen sind nicht eindeutig deutbar; 2) Sie verallgemeinern und können häufig nicht ausreichend differenzieren; 3) Sie sind mitunter umständlich.
  24. 24. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen Speziell in den durch große Heterogenität gekennzeichneten Fremdsprachen- unterricht bieten visuelle Mittel die Möglichkeit, ein gemeinsames Referenzfeld zu schaffen und Verständnisprobleme aufzufangen. Visualisierungen können Teil- nehmenden mit geringen Deutschkenntnissen dabei helfen, dem Unterrichts- geschehen zu folgen. Wo Sprache (noch) versagt, helfen nonverbale Signale. 5.2.1 Visuelle Mittel 1) Bilder und Realien ´Die Wortbedeutung wird mittels authentischer Materialien (Foto, Diapositiv, Video) oder nichtauthentischer (Zeichnung, Skizze, Collage, Bild u.a.) erklärt. 2) Gestik, Mimik, Pantomime Wegen ihrer Universalität sind Ausdrucksformen der Körpersprache eine sehr eingängige und ökonomische Form der Semantisierung. Sie eignen sich für die Verdeutlichung von Situationen (frieren, Bauchschmerzen haben), von Handlungs- abläufen und Bewegungen (Klavier spielen, hinken) und Eigenschaften (heiß, sauer).
  25. 25. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.1 Visuelle Mittel 2) Gestik, Mimik, Pantomime Quelle: studio d,B2Quelle: Optimal B1
  26. 26. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.2 Auditive Mittel Wörter wie flüstern und schreien können beispielsweise direkt praktisch vor- geführt werden. Geräusch und Wortbedeutung werden dabei ohne größere verbale Erklärung unmittelbar miteinander verbunden. Bestimmte Wortbedeutungen werden durch die Imitation von Geräuschen erkennbar: “pfeifen, zischen, schmatzen, klatschen, klopfen, husten” usw.
  27. 27. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.3 Sprachliche Mittel 1) Übersetzungen (in die Muttersprache): Voraussetzung dafür ist, dass die Bedeutung eines Wortes in der Ausgangs- und in der Zielsprache identisch ist, so dass es in der Muttersprache und in der Fremdsprache gleich gebraucht werden kann. z.B.: Geduld: paciencia (span.) panzienza (ital.) patience (eng.) patience (franz.) Vorteil: Zweideutigkeit weitgehend vermieden und gleichzeitig kulturelle oder stillistische Bedeutungen mit vermittelt; neue Wörter in bereits bestehende Wissensmuster integriert
  28. 28. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.3 Sprachliche Mittel 2) Definition und Umschreibung: Die Schwierigkeit für Lehrer und Schüler besteht darin, dass die Zielsprache gleizeitig Gegenstand und Mittel der Erklärung ist. Was für die einsprachigen Erklärtechniken spricht, ist vor allem die Tatsache, dass sie die fremdsprachliche Kompetenz fordern und zugleich fördern. 3) Beispielsätze: großzügig: Er war sehr großzügig und hat für alle seine Freunde bezahlt. Mitspracherecht: Durch sein Mitspracherecht hat er eine wichtige Entscheidung verhindert. 4) Synonyme/Antonyme Das ist natürlich nur hilfreich, wenn die Synonyme den Lernenden bekannt sind. z.B.: Bücherei/Bibliothek; einwandfrei/fehlerlos; großzögig/geizig
  29. 29. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen 5.2.3 Sprachliche Mittel Andere mögliche Mittel: Internationalismen (Musik/music), Gleichungen (zwölf = 12) Wortähnlichkeit zwischen Mutter- und Fremdsprache (Natur/nature; Fisch/fish) Reihen (Januar – Februar – März - April) ... ... Vokabeln Semantisierungsformen Alexander kann sehr gut tanzen. Bitte, nehmen Sie doch Platz. Ich gehe oft ins Kino. Der Film war sehr langweilig. Brieffreunde aus aller Welt gesucht. Im Dutzend ist die Ware billiger. Wo ist der Käse?
  30. 30. 5. Zur Abfolge der Lexikvermittlung 5.2 Semantisierungsformen Didaktische Konsequenzen Weil sowohl die Wortformen und Wortarten als auch die Individualität der Lerner sehr vielfältig und unterschied- lich sind, müssen auch die Bedeutungserklärungen sehr differenziert eingesetzt werden. (Bohn 2000:70)
  31. 31. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen Thornbury (2002,S.99ff.) schlägt folgende Aktivitäten vor, um einen Wortschatz zu üben. Die Verarbeitungstiefe steigert sich mit der Reihenfolge der beschrie- bene Aktivitäten. 6.1 Wiedererkennen von Wortschatz Bei dieser Art von Übungen werden Lernende aufgefordert, bestimmte Wörter In einem Text zu identifizieren. Lernende können z.B. aufgefordert werden: 1) Die Wörter im Text zu finden, die mit einem bestimmten Themenbereich zu tun haben; 2) Alle Wörter, die z.B. auf –ig enden, zu unterstreichen; 3) Buchstabenfolgen zu entwirren uns so bestimmte Zielwörter zu entschlüsseln; 4) In einem Rätsel bestimmte Wörter zu identifizieren. ... ...
  32. 32. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 6.1 Wiedererkennen von Wortschatz Quelle: studio 21, Band 1, Einheit 1 Thema “Im Café” Quelle: Deutsch perfekt 01/2014, S.39
  33. 33. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 6.2 Auswählen von Wortschatz Diese Übung verlangt die Auswahl betimmter Informationen. Dabei können Lernende z.B. aufgefordert werden: 1. Wörter auszusortieren, die nicht in eine bestimmte Rheihe passen; 2. Wörter auszusuchen, die ihnen in der Unterrichtsstunde bzw. in einem Text besoners gefallen haben oder für sie persönlich eine besondere Bedeutung haben. … … Quelle: Deutsch Perfekt 10/2011 plus Quelle: studio d,B2
  34. 34. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 6.3 Zuordnung von Wörtern Diese Übungen schließen normalerweise das Zuordnen von Wörtern zu Bild- oder Textmaterial. Sie können übrigens auch so gestellt werden, dass ein Wort seinem Synonym, seinem Antonym oder einer Definition zugeordnet wird. Quelle: DaF kompakt A1-B1
  35. 35. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 6.4 Sortieren von Wörter Bei dieser Übung müssen Wörter in bestimmte Kategorien sortiert werden. Die entsprechenden Kategorien können vorgegeben sein. Alternativ können Lerner aber auch selbst Kategorien entwickeln. Quelle: Ja genau, Band A2
  36. 36. 6. Übungsformen nach Verarbeitungstiefen 6.5 Die produktive Verwendung von neuem Wortschatz Hier kann man wählen zwischen einer geschlossenen Aufgaben- stellung, bei der die Lerner einen Lückentext erhalten, und einer offenen Aufgabenstellung, bei der die Lernenden auf ihr eigenes Wissen zurückgreifen und das neue Wort selbst produzieren müssen. Das heißt, man kann Lernende auffordern, neue Wörter in selbst verfassten Sätzen oder kleineren Texten zu verwernden. Quelle: studio d, Band B2
  37. 37. 7. Fokus: Beispielanalyse Diskussion: Welche Lernziele verfolgen die Lernaktivitäten und welche besonderen Merkmale der Wortschatzarbeit erkennen Sie? Gibt es auf diesem Arbeitsblatt etwas Neues, was in den letzten Kapiteln nicht erwähnt ist? Quelle: DLL2- Wie lernt man die Fremdsprache Deutsch?
  38. 38. Literatur Ballweg et al. (2013): Deutsch Lehren Lernen, Band 2: Wie lernt man die Fremdsprache Deutsch, München: Klett-Langenscheidt. Bohn, Rainer (2000): Probleme der Wortschatzarbeit. (Fernstudieneinheit 22). Berlin/München: Langenscheidt. Meerholz-Härle, Birgit (2008): Wortschatzvermittlung im DaZ-Unterricht. In: Kaufmann, Susan (Hg.): Fortbildung für Kursleitende Deutsch als Zweitsprache: Deutsch als Fremdsprache / Band 1 - Migration - Interkulturalität – DaZ. München: Hueber, S.1—34 Müller, Bernd-Dietrich (1994): Wortschatzarbeit und Bedeutungsvermittlung. (Fernstudieneinheit 8). Berlin/München: Langenscheidt. Nodari, Claudio (2006): Grundlage zur Wortschatzarbeit. In: URL: http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de. Link zum Download: http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de/cosmea/core/corebase/mediabase/ foermig/kooperation/grundlagen__wortschatzarbeit.pdf

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