Workshop MedienethikProf. Dr. Andreas Elter
Moral (populär: ethisch=moralisch)Herkunft: Mos – Mores (Sitten)1. Sitten und Charakter2. Handlungsmuster des Einzelnen & ...
Journalismus• RechtePressefreiheit Art 5 GGAuskunftsrechtInformationsfreiheitInformantenschutzZeugnisverweigerung• Pflicht...
Medienrecht und EthikRecht:GrundgesetzLandespressegesetzePersönlichkeitsrechteRecht am eigenen BildUnschuldsvermutungEthik...
Medienethik und RechtRecht MedienethikUrheber Staat BrancheForm Erlasse, Verfügungen,UrteileKodizes, Spruchpraxis,Diskussi...
Ebenen der „Bild“-EthikBeteiligteA) Bild-Erzeuger (Freie,Fotografen, Agentur)B) Bild-Verbreiter(Redaktionen oderDienstleis...
BildercheckA) Allgemeine Vorsicht (PR-Material? Quelle? Keine Ethik–sondern Berufsstandards)B) Brauche ich das Bild wirkli...
Eigener Kodex (No-Liste)auf der Bildebene:Kinder und SexSodomieAllgemeine Pornografie(außer bei Alters-freigabe)Gewaltverh...
FazitKodex deckt sich im Wesentlichen mitMedienrecht und Gesetzen = ist eigentlichkein „ethischer“ Kodex, sondernMindestst...
Journalistische Ethik ist also…eine systematische Reflexion über Moral im Journalismus: WelchePrinzipien gelten? Wie handl...
Abschließender Blick auf dieTheorieUnterscheidungskriterien: nach welchen Kriterien wird das moralischGute bestimmt?Durch•...
Journalistische Ethik - Prinzipien• Gesinnungsethik• Hermeneutische und Verantwortungsethik• Systemtheoretische Ethik und ...
Diskursethik nach Habermas• Theorie des kommunikativen Handelns als Netzwerk vielfältigerReflexionen.• Eine dieser Reflexi...
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Workshop Medienethik von Prof. Dr. Andreas Elter

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Unter Leitung des Dozenten erarbeiteten unsere Kolleginnen und Kollegen in einem Ganztagesseminar, welche Arten von Ethik es gibt, wie Ethik im Redaktionsalltag angewendet werden kann und sollte. Anhand von zahlreiche Case-Studies wurden theoretische Grundlagen veranschaulicht und dargestellt.

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Workshop Medienethik von Prof. Dr. Andreas Elter

  1. 1. Workshop MedienethikProf. Dr. Andreas Elter
  2. 2. Moral (populär: ethisch=moralisch)Herkunft: Mos – Mores (Sitten)1. Sitten und Charakter2. Handlungsmuster des Einzelnen & der Gesellschaft3. Normen- und Wertvorstellung von Gruppen: Inhaltekönnen sich ändern, der Anspruch bleibt: Werbestimmte Wertvorstellung für gültig hält, empfindetdiese als handlungsleitend.
  3. 3. Journalismus• RechtePressefreiheit Art 5 GGAuskunftsrechtInformationsfreiheitInformantenschutzZeugnisverweigerung• PflichtenSorgfaltspflichtEinhalten v. prof.StandardsEinhalten v. GesetzenBerufsethos?
  4. 4. Medienrecht und EthikRecht:GrundgesetzLandespressegesetzePersönlichkeitsrechteRecht am eigenen BildUnschuldsvermutungEthik:PressekodexRedaktionsstatuteCode of Conduct„Gute“ Sitten und Stil
  5. 5. Medienethik und RechtRecht MedienethikUrheber Staat BrancheForm Erlasse, Verfügungen,UrteileKodizes, Spruchpraxis,DiskussionenSanktion verbindlich unverbindlichQuelle Moral MoralFunktion Verbote Gebote und StimuliVerhältnis Lässt Ethik Spielraum Ergänzt und widerspricht Recht5
  6. 6. Ebenen der „Bild“-EthikBeteiligteA) Bild-Erzeuger (Freie,Fotografen, Agentur)B) Bild-Verbreiter(Redaktionen oderDienstleister)C) Bild-Nutzer(PublikumEthische Bezugspunkte(Beispiele)A) IndividualethikB) InstitutionsethikC) DiskursethikD) „Gute“ Sitten undkulturelle Standards
  7. 7. BildercheckA) Allgemeine Vorsicht (PR-Material? Quelle? Keine Ethik–sondern Berufsstandards)B) Brauche ich das Bild wirklich? Oder Alternativemöglich ? (Individualethik)C) Rücksprache mit Kollegen (Diskursethik)D) Medienrecht (keine Ethik) Verstößt das Bild gegenPersönlichkeitsrechte? Dabei beachten: absolute undrelative Personen der Zeitgeschichte, Privatsphäre,Menge oder Individualaufnahme (Kopf groß, z.B.)E) Chef vom Dienst oder Auftraggeber (Institutionsethik)
  8. 8. Eigener Kodex (No-Liste)auf der Bildebene:Kinder und SexSodomieAllgemeine Pornografie(außer bei Alters-freigabe)Gewaltverherrlichungauf der Textebene:GewaltverherrlichungRassismus,Extremismus (nurZitate)
  9. 9. FazitKodex deckt sich im Wesentlichen mitMedienrecht und Gesetzen = ist eigentlichkein „ethischer“ Kodex, sondernMindeststandard.Aber: Entscheidungen nicht generell zutreffen – es kommt auf den Einzelfall anEthische Prinzipien/Entscheidung müssenimmer „neu“ verhandelt/angewandtwerden
  10. 10. Journalistische Ethik ist also…eine systematische Reflexion über Moral im Journalismus: WelchePrinzipien gelten? Wie handle ich „gut“? Und was wäre „gut“?... in einer speziellen Situation:• Medienschaffende leben in einem mehrfachen Zwiespalt -publizistische / moralische / ökonomische Interessen –und allgemein:• Medienschaffende agieren in einem kompliziertenBeziehungsgefüge - zu Quellen / Kollegen / Medienhaus /Publikum / Anzeigen etc.
  11. 11. Abschließender Blick auf dieTheorieUnterscheidungskriterien: nach welchen Kriterien wird das moralischGute bestimmt?Durch• die Verhaltensdisposition (Charakter, Tugend): Tugendethik• die Pflicht als sozusagen „objektiver moralischer Tatsache“, die aus„objektiven“ Handlungsbewertungen resultiert :Pflichtethik• die Folgen (teleologisch): Konsequentialismus• die Folgen „Optimierung“, also z.B. durch Optimierung derInteressen von Betroffenen (= Präferenz / „utilitaristische Ethik“)oder des Glücks oder der Wohlfahrt.• die Absichten des Handelnden: Gesinnungsethik
  12. 12. Journalistische Ethik - Prinzipien• Gesinnungsethik• Hermeneutische und Verantwortungsethik• Systemtheoretische Ethik und Normenethik• Konstruktivistische Ethik und Individualethik
  13. 13. Diskursethik nach Habermas• Theorie des kommunikativen Handelns als Netzwerk vielfältigerReflexionen.• Eine dieser Reflexionen ist die Diskursethik, also die Reflexion über denDiskurs, die Habermas ausdrücklich als Ethik der Kommunikation sieht.• Basis: Kategorischer Imperativ (Kant) als Moralprinzip, das Normen alsungültig ausschliesst, die nicht die qualifizierte Zustimmung allermöglicherweise Betroffenen finden können.• Verständigungsorientiertes Handeln: Einvernehmen gelingt insofern, alsdie in der Kommunikation geltend gemachten Ansprüche auf Wahrheit,Richtigkeit und Wahrhaftigkeit gegenseitig anerkannt werden• Norm ist dann gültig, wenn Teilnehmer eines praktischen Diskursesdarüber Einverständnis erzielen

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