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Mobile Recruiting-Studie

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Da der Trend "Mobile" auch das Online-Personalmarketing betrifft, haben wir in der Mobile Recruiting-Studie 2013 die Karriereangebote der 160 Unternehmen aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX auf Ihre “Mobile Recruiting Readiness” hin untersucht. Leider hat die Studie gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft, von einer Handvoll Unternehmen abgesehen, nicht im Geringsten auf die mobile Zukunft des Internets vorbereitet ist, geschweige denn auf mobile Stellensuchende.

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Mobile Recruiting-Studie

  1. 1. 3………………………………………………………………………………………………………… Vorstellung 4…………………………………………………………………………………………… Executive Summary 5……….……………………………………………………………… Einleitung: Recruiting wird mobil 8………………………………………………………………. Mobilfähigkeit der Karrierewebseiten börsennotierter deutscher Unternehmen im Überblick 14 ……………………………………………………………... Mobilfähigkeit der Karrierewebseiten deutscher Unternehmen nach Börsenindex 28………………………………………………………....…... Fazit und Handlungsempfehlungen 42…………………………………………………………..…………………………………………………. Kontakt 43………………………………………………………….… Nutzungsbedingungen & Rechtliches
  2. 2. Die Wollmilchsau GmbH ist eine Digitalagentur aus Hamburg, die sich seit 2006 mit Konzepten und Lösungen für Recruiting, Employer Branding und Marketing im Social und Mobile Web beschäftigt. Neben Agenturprojekten für Kunden unterschiedlichster Größe arbeiten wir ständig an unserem Facebookund Social Media-Personalmarketingtool "jobspreader". Unser Firmenblog dient uns als Sprachrohr für Ideen, Trends und Meinungen rund um Digitales Recruiting und ist mit 20.000 Lesern monatlich eins der meistgelesenen Blogs der deutschen Recruiting-Szene. Unsere Blog-Leser inspirierten auch die Veröffentlichung des Fachbuchs “Online-Personalsuche”. Als Initiator der Social Media Recruiting Conference (SMRC) in Hamburg, Wien und Zürich bieten wir Unternehmen auch offline ein Forum für den Austausch über Methoden, Erfolgsstrategien und neue Ideen für das Recruiting und Employer Branding im Social Web.
  3. 3. In der Mobile Recruiting Studie 2013 wurde die Entwicklung der mobilen Webnutzung in Deutschland beleuchtet und die Karriere-Webseiten aller börsennotierten deutschen Unternehmen aus DAX, TecDax, M-Dax und S-Dax auf Ihre mobile Candidate Experience hin untersucht. Mit vernichtendem Ergebnis:  Denn obwohl 2012 in Deutschland ca. 25 Millionen Smartphones verkauft wurden  und 14% der mobilen Google-Nutzer nach Stellenangeboten suchen sind rund 7% der untersuchten Karriere-Webseiten über mobile Geräte nicht erreichbar,  sind 93% der erreichbaren Karrierewebseiten nicht mobil-optimiert, sprich auf mobilen Geräten nicht (vernünftig) nutzbar.  Auch bieten nur 4% der untersuchten Unternehmen als Alternative eine mobile Karriere-App für wenigstens eines der gängigen mobilen Betriebssysteme an.  Unter diesen Apps ist das Apple-Betriebssystem iOS mit 70% Anteil dominierend, obwohl Android-Smartphones auf Nutzerseite marktführend sind.
  4. 4. Wer sich aufmerksam in der Öffentlichkeit bewegt oder einfach nur die eigenen Kinder beobachtet, braucht keine statistischen Belege dafür, dass sich die Web-Nutzung vom Desktop-PC auf mobile Endgeräte verlagert. Um jeglichen Zweifeln vorzubeugen, möchten wir diese Studie dennoch mit einer Statistik einleiten: [Quelle: Statista - * Nutzeranteil inklusive Tablets und Notebooks]
  5. 5. Die Entwicklung zur mobilen Webnutzung birgt gravierende Folgen für den Personalbeschaffungsprozess. Denn auf einem Arbeitsmarkt, der sich in vielen Bereichen vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt gewandelt hat, trägt die "Candidate Experience", entscheidend zum Recruiting-Erfolg oder -Misserfolg eines Unternehmens bei. HR-Verantwortliche müssen den mobilen Trend daher zeitnah antizipieren und andere Stakeholder im Unternehmen von seiner Bedeutung überzeugen. Denn Mobile Recruiting ist genau wie Social Recruiting ein Megatrend, der große Herausforderungen mit sich bringt und in der Umsetzung einige Vorlaufzeit benötigt. Wir bei der Wollmichsau GmbH betrachten es als unsere Aufgabe, Sie auf diese Herausforderungen vorzubereiten und Unternehmen praktische Lösungen für den Einstieg ins Mobile Recruiting zu bieten. Da Benchmarks ein wichtiger Teil dieses Prozesses sind, untersucht die vorliegende Studie die Frage, wie präsent das Thema “Mobile” in deutschen Unternehmen ist, wie gut Personalabteilungen auf das Mobile Recruiting vorbereitet sind und wie man bei der Entwicklung einer Mobile Recruiting Strategie vorgeht.
  6. 6. Zur Beantwortung dieser Frage haben wir im Dezember 2012 die Unternehmen der Börsensegmente DAX, TecDax, M-Dax und S-Dax analysiert und untersucht, ob sie ihre Karriere-Informationen für mobile Webnutzer in angemessener Form zugänglich machen. Dass es für deutsche Unternehmen höchste Zeit ist, sich mit der "Mobile Readiness" der eigenen Webpräsenz auseinanderzusetzen, zeigt die folgende Nutzungsstatistik aus der Google-Studie “Our mobile Planet Germany”. Sie zeigt, dass die Jobsuche bereits 2012 einen signifikanten Anteil an den Aktivitäten mobiler Webnutzer ausgemacht hat. Wer der Meinung ist, Bewerber würden sich über Smartphones und Tablets nicht über Karrieremöglichkeiten informieren, sollte diese Meinung folglich revidieren: [Quelle: Our mobile Planet Germany, S. 15]
  7. 7. Mobilfähigkeit beschreibt die Darstellbarkeit von Webseiten auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Um die Mobilfähigkeit der Karrierewebseiten zu prüfen, wurde getestet ob der Kern und technisch komplexeste Part einer Karrierewebseite, die Stellenbörse, auf mobilen Geräten überhaupt darstellbar ist. Denn da die Besetzung offener Stellen das zentrale Ziel des Recruitingprozesses ist, ist ihre Aufrufbarkeit absolute Mindestvoraussetzung für die “Mobilfähigkeit”. Können Interessenten die Stellenangebote eines Unternehmens nicht auf dem mobilen Gerät abrufen, gilt die Karrierewebseite in dieser Studie folglich als nicht mobilfähig. Von den untersuchten Karrierewebseiten waren 7% auf mobilen Geräten überhaupt nicht abrufbar. Die Probleme mit der Darstellung der Karrierewebseite bzw. der Stellenangebote lagen in den meisten Fällen an der technischen Inkompatibilität der für die Programmierung der Webseite verwendeten Technologien mit den Anforderungen mobiler Web-Browser.
  8. 8. Das Ergebnis mag auf den ersten Blick akzeptabel erscheinen. Wenn man sich aber vergegenwärtigt, dass hier die führenden Unternehmen der deutschen Wirtschaft untersucht werden und 7% die absolute Mindestvoraussetzung für Mobile Recruiting nicht erfüllen, zeigt sich das geringe Ausmaß der Mobile Recruiting Readiness in Deutschland. Dies gilt umso mehr, als es sich für den mobilen Bewerber so darstellt, als böten diese 7%, darunter mehrere DAX Unternehmen, überhaupt gar keine Webseite an(!). Da die Mobillfähigkeit der verbleibenden 93% lediglich aussagt, dass die Karrierewebseiten auf Smartphones aufrufbar sind, jedoch keine Schlüsse über die Lesbarkeit und Interaktionsfähigkeit zulässt, wurde im nächsten Schritt die Mobiloptimierung untersucht. Mobiloptimierung beschreibt die Anpassung von Webseiten an die Anforderungen mobiler Endgeräte und die Bedürfnisse mobiler Webnutzer. Können die wichtigsten Inhalte auf einen Blick erfasst werden, ist die Lesbarkeit von Texten gewährleistet, funktioniert die Navigation, sind die Schaltflächen groß genug, können alle wichtige Inhalte ohne Fehler konsumiert werden und lassen sich Kontakt- und Bewerbungsformulare bequem ausfüllen? Wenn nur eine dieser Fragen mit “nein” beantwortet werden musste, gilt die Karrierewebseite als nicht mobil-optimiert. Darüber hinaus wurden zwei TestTools eingesetzt, um die Konformität mit Branchenstandards zu prüfen und die Qualität der technische Umsetzung zu beurteilen. Die Ergebnisse dieser Tests werden jedoch im Folgenden vernachlässigt, da sie vor allem für Entwickler von Interesse sind.
  9. 9. Lediglich 7% der 160 untersuchten Karrierewebseiten waren mobil-optimiert. Im Klartext ist der überwältigende Teil der Karrierewebseiten börsennotierter deutscher Unternehmen mobil nur sehr schlecht oder eingeschränkt nutzbar. Nach dem Laden der Karrierewebseite, das aufgrund großer Datenmengen häufig viel Zeit beansprucht, sind die Nutzer ständig zum Zoomen und Scrollen gezwungen, um die Webseite lesen zu können. Anstatt sich auf die Informationen konzentrieren zu können, liegt der Hauptfokus der Interessenten folglich auf dem ständigen Vergrößern und Verkleinern einzelner Seitenbereiche, um die Navigation oder sonstige Schaltflächen verwenden zu können. Insgesamt wird also auf das mobile Nutzererlebnis durchgehend kein Wert gelegt. Hier riskieren die Unternehmen unnötigerweise, potenzielle Bewerber zu verlieren, deren Aufmerksamkeit sie an anderer Stelle erst mit viel Aufwand gewonnen haben. Mit Blick auf den Ressourceneinsatz und die Candidate Experience ein fragwürdiges Vorgehen.
  10. 10. Bei der Suche nach den Karriere-Apps sind unsere Tester wie erfahrene Internetnutzer vorgegangen, und haben wesentlich gründlicher recherchiert, als der durchschnittliche mobile Anwender. Für die Recherche wurden neben den App-Stores der jeweiligen Plattformen auch Websuchmaschinen verwendet, sowie nach eventuellen Hinweise auf den Karrierewebseiten und Facebookpages der Unternehmen gesucht. Einbezogen wurden dabei der Vollständigkeit halber die Plattformen iOS, Android, Blackberry und Windows Phone. Alle gefunden Apps wurden anschließend auf den jeweiligen Test-Geräten installiert und ausgiebig getestet. Neben der rein quantitativen Erfassung liegt uns also auch jeweils eine Evaluation des Nutzererlebnisses vor.
  11. 11. Insgesamt fanden wir über alle Plattformen hinweg lediglich 10 mobile KarriereApps. Diese verteilten sich auf 7 der Unternehmen. 96% der untersuchten Unternehmen haben also keine mobile Karriere-App. Dieses Ergebnis ist nicht verwunderlich, da die meisten Karrierewebseiten noch nicht mobil-optimiert sind, was in der mobilen Strategieentwicklung gemeinhin als Vorstufe der App-Entwicklung gilt. Zumal die Entwicklung einer guten mobilen App für mehrere Plattformen teilweise höhere konzeptionelle und finanzielle Anforderungen stellt, als die Entwicklung einer mobiloptimierten Karriere-Webseite. Die Nutzbarkeit der 10 Karriere-Apps ist im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Die meisten beinhalten zumindest grundlegende Unternehmensinformationen sowie die Jobangebote. Auch die Option, Jobs zu empfehlen, ist bei den meisten Apps vorhanden. Eine Möglichkeit zur Bewerbung über das mobile Gerät ist jedoch nur bei zwei Apps zu finden bzw. nutzbar. Entsprechend variieren die Nutzerratings in den App-Stores zwischen 2 und 4,5 von 5 möglichen Punkten.
  12. 12. Was die Auswahl von Plattformen betrifft, konzentrieren sich mit 70% der Apps die meisten Unternehmen auf iOS. Überraschend ist die Tatsache, dass es mehr Apps für Windows Phone als für Android gibt (auch wenn man bei so geringen absoluten Werten wie 2 zu 1 empirisch nicht von Trends reden kann). Am Erstaunlichsten ist aber vor allem das deutlich ungleiche Verhältnis von iOS zu Android, da Android in Deutschland bereits seit 2012 das marktführende mobile Betriebssystem ist. [Quelle: Statista]
  13. 13. Die 30 DAX-Unternehmen sind die Aushängeschilder der deutschen Wirtschaft und aufgrund ihrer Bekanntheit in der Öffentlichkeit begehrte Arbeitgeber. Mit 10% nicht mobilfähigen Karrierewebseiten schneiden sie bei dieser Minimalvoraussetzung wider Erwarten mit am schlechtesten ab. Bei der Allianz SE, der Beiersdorf AG und der Volkswagen AG kann der Nutzer auf der Karrierewebseite über mobile Geräte keine Jobs aufrufen. Diese Tatsache wirft eine wichtige Frage für das Online-Personalmarketing auf: Was nützen große Budgets zur Generierung von Aufmerksamkeit und für Aufbau und Kommunikation der Arbeitgebermarken, wenn das entscheidende Glied in der Kette nicht funktioniert - die einwandfreie Verfügbarkeit der Stellenangebote und der wichtigsten Informationen auf allen wichtigen Kanälen?
  14. 14. In der Gruppe der TecDax Unternehmen gab es von den 30 Kandidaten nur eine einzige nicht-mobilfähige Webseite. Dies lag allerdings nicht an technischen Problemen, sondern an der Tatsache, dass die BB Biotech AG einfach keine Karrierewebseite besaß.
  15. 15. Im MDAX waren mit der MAN SE und der Wacker Chemie AG 2 von 50 Unternehmen für mobile Bewerber gar nicht bzw. nur eingeschränkt erreichbar. Gerade bei diesen beiden bekannten Namen der deutschen Wirtschaft überrascht die Vernachlässigung des mobilen Kanals allerdings besonders.
  16. 16. Die SDAX Unternehmen schneiden mit 10% nicht-mobilfähigen Karrierewebseiten ebenso schlecht ab wie die DAX Unternehmen. Auch hier verwundert, warum diese mit minimalen Aufwendungen zu behebenden Probleme nicht beachtet werden. Gerade die kleinen Unternehmen haben die Möglichkeiten, schnell zu reagieren. Und gerade bei kleineren und unbekannteren Unternehmen kann eine nicht funktionierende Karrierewebseite im Wettbewerb um Talente einen negativen Eindruck erwecken, den man sich nicht leisten sollte.
  17. 17. Rund 17% der DAX-Unternehmen verfügen über eine Karrierewebseite, die auf mobilen Geräten gut nutzbar ist. Der meist reduzierte Umfang gegenüber den Karrierewebseiten auf dem Desktop führt dabei nicht zu gravierenden Informationsverlusten, sorgt aber für eine übersichtliche Darstellung und ein angenehmes mobiles Nutzererlebnis.
  18. 18. Von den 30 TecDAX Unternehmen geht kein einziges auf die Bedürfnisse mobiler Nutzer ein. Die Karrierewebseiten sind durchweg nicht mobil-optimiert und daher schlecht nutzbar. Gerade hier, bei den Unternehmen aus dem Technologie-Bereich hätte man ein anderes Ergebnis erwarten können. Insbesondere bei Unternehmen wie der United Internet AG, der Software AG oder der XING AG, deren Kerngeschäft sich um die Themen Software und Internet dreht, muss man das Wissen um die Bedeutsamkeit des mobilen Webs voraussetzen. Entsprechend überraschend ist es, das sie bei ihren eignen Internet-Auftritten scheinbar keinen Wert auf die mobile Nutzung legen.
  19. 19. Die MDAX Unternehmen schneiden nach den DAX 30 Unternehmen am besten ab. Wobei man angesichts von 8% mobil-optimierter Karrierewebseiten nicht von einem guten Ergebnis sprechen kann. Immerhin haben sich 4 von 50 Unternehmen die Mühe gemacht, ihrer Karrierewebseite für den mobilen Nutzer zu optimieren.
  20. 20. Bei den Kleinsten der börsennotierten Unternehmen können mit der zooplus AG und der Grammer AG nur 2 von 50 Unternehmen mit einer mobiloptimierten Karrierewebseite aufwarten, was einem bescheidenen Anteil von 4% entspricht.
  21. 21. Die DAX-Unternehmen liegen bei den mobilen Karriere-Apps eindeutig vorne. Mit 6 von 30 Unternehmen haben immerhin 20% eine mobile Karriere-App auf einer oder mehreren Plattformen und aufaddiert entfallen 9 der insgesamt 10 Karriere-Apps auf die DAX-Unternehmen.
  22. 22. Die Firma Bayer hat als einziges Unternehmen eine Karriere-App, die auf drei Plattformen, iOS, Android und Windows Phone verfügbar ist. Die App der Deutschen Telekom ist aktuell auf iOS und Windows Phone verfügbar. Die anderen vier, Daimler, SAP, Merck und Continental bieten jeweils eine KarriereApp für iOS an, wobei Continental bereits eine Android-App angekündigt hat.
  23. 23. Unter den 30 TecDax Unternehmen fanden wir nur eines mit einer mobilen Karriere-App. Die Firma SMA Solar Technology bietet eine iOS Karriere-App an, über die man sich über das Unternehmen und die offenen Stellen informieren kann.
  24. 24. Bei den insgesamt 100 MDAX und SDAX Unternehmen fanden wir kein einziges mit einer mobilen Karriere-App. Das Ergebnis spricht für sich.
  25. 25. Das Fazit unserer Untersuchung fällt sehr ernüchternd und gleichzeitig doch erwartungsgemäß aus. Von den 160 untersuchten Unternehmen der Börsensegmente DAX, TecDAX, MDAX, SDAX fanden wir nur ein einziges Unternehmen, dass unserer Meinung nach alle Kriterien erfüllt, um den Anforderungen der mobilen Nutzer umfangreich zu entsprechen. Die Bayer AG bietet sowohl eine gut strukturierte mobil-optimierte Karrierewebseite als auch mobile Karriere-Apps auf 3 von 4 gängigen Plattformen an. Ansonsten haben wir vereinzelt positive Tendenzen festgestellt. Mal verfügt ein Unternehmen über eine mobil-optimierte Karrierewebseite, mal gibt es eine mobile Karriere-App. Insgesamt wird dem Thema "Mobile" im Personalmarketing noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Auch wenn das Gesamtergebnis im internationalen Vergleich ähnlich schlecht ausfällt, sollte sich die deutsche Wirtschaft darauf nicht ausruhen. Denn die Talente sind bereits "mobile ready". Damit die nternehmen das bald auch sind, möchten wir im abschließenden Teil dieser Studie gerne einige praktische Tipps und Handlungsempfehlungen abgeben, um die Situation zu verbessern.
  26. 26. Die reine Mobilfähigkeit, also die Möglichkeit eine Karrierewebseite auf einem mobilen Gerät zu laden, reicht nicht aus, um den Anforderungen mobiler Nutzer zu entsprechen. Da die Studie gezeigt hat, dass noch zu viele Karrierewebseiten nicht einmal dieses Kriterium erfüllen (7%), möchten wir die häufigsten Probleme bei der Mobilfähigkeit aufzeigen: 1. Schwerfällige, auf komplexen Systemen wie z.B. SAP, aufbauende Karrierewebseiten, die schwer zu konfigurieren sind, weisen häufig Kompatibilitätsprobleme auf. Diese werden manchmal sogar schon bei der Nutzung auf dem Desktop sichtbar, was dann auf den mobilen Geräten zu umso größeren Problemen führt. Diese Meldung erhält man z.B. von der Stellenbörse der Beiersdorf AG, wenn man mit dem aktuellsten Google Chrome Browser oder einem mobilen Browser die Stellenangebote aufrufen möchte:
  27. 27. Bitte überlegen Sie, ob es in Ihrem Fall unter Umständen organisatorisch möglich wäre, den Karrierebereich aus dem Gesamtkonstrukt der Unternehmensseite technisch herauszulösen und auf einer eigenen zeitgemäßen Lösung aufzubauen. Viele gängige und gleichzeitig veraltete Content- und Bewerbermanagement-Systeme, auf denen einige Unternehmens-Stellenbörsen aufbauen, sind technisch nicht mehr zeitgemäß. Entsprechend schlecht lassen sie sich an die Anforderungen des mobilen Webs anpassen und schaden den Unternehmen die sie dennoch nutzen ganz nebenbei seit Jahren im Hinblick auf die Suchmaschinoptimierung Ihrer Inhalte im Web. 2. Die Verwendung von Flash-Elementen auf den Web- und Karrierewebseiten ist technisch überholt. Da Flash von Apple nicht länger unterstützt wird, können iOS -Nutzer Flash-Elemente gar nicht sehen. Und auch auf anderen mobilen Betriebssystemen treten Probleme auf. Dennoch gibt es Unternehmen, die sich von dieser ehemals “hübschen” und praktischen Technologie scheinbar nicht trennen wollen, wie z.B. die Volkswagen AG.
  28. 28. Aber auch Unternehmen, deren Karrierewebseiten kein Flash verwenden haben Handlungsbedarf, denn die meisten mobilfähigen Karrierewebseiten präsentieren sich mobilen Webnutzern in etwa wie folgt:
  29. 29. Die Mobiloptimierung Ihrer Webseite ist der erste ernsthafte Schritt in Richtung Ihrer mobilen Zielgruppe. Mobiloptimierung bedeutet, dass Ihre Webseite so konzipiert ist, dass sie den mobilen Nutzer eigenständig als solchen erkennt und ihm oder ihr eine optimierte Ansicht präsentiert, die eine bequeme mobile Nutzung ermöglicht. Vergleichen Sie bitte die folgenden zwei Beispiele der Bayer AG und der GEA Group mit dem vorangehenden Beispiel der Deutschen Börse AG.
  30. 30. Sie werden feststellen, dass es in der Ansicht der Karrierewebseiten entscheidende Unterschiede gibt. Die beiden mobil-optimierten Seiten präsentieren sich in einem “leichten” Design, sind übersichtlich und einfach zu navigieren. Alle Inhalte passen stets auf eine Bildschirm-Breite. Nutzer müssen nicht waagerecht scrollen, sondern lediglich senkrecht, was der Anatomie des menschlichen Daumens und damit dem intuitiven Verhalten mobiler Nutzer entspricht. Wichtig ist, dass sich diese Prinzipien nicht nur auf der Übersichtsseite wiederfinden sondern auch konsequent auf den darunter liegenden Unterseiten, bis hin zur Darstellung der Stellenangebote. Idealerweise wird auch eine einfache und “leichte” Bewerbungsoption angeboten, sei es durch mobiloptimierte Bewerbungsformulare oder sogar die Möglichkeit der 1-KlickBewerbung mittels einem Link auf das eigene Profil in einem sozialen (Business) Netzwerk. Eine gut funktionierende Stellenbörse im Rahmen einer mobil-optimierten Karrierewebseite ist gemäß unserer Untersuchungen nicht selbstverständlich. Probleme treten vor allem dann auf, wenn die Jobbörse auf einem nicht zeitgemäßen und bedingt anpassungsfähigen Content- oder BewerberManagement-System aufsetzt.
  31. 31. So werden Nutzer auf sonst recht gut optimierten Karrierewebseiten z.B. mit einer unvorteilhaften Darstellung der Stellenangebote konfrontiert oder “gezwungen”, eine PDF herunterzuladen, wenn sie eine Stellenanzeige öffnen möchten. Nach dem Download kommt der Nutzer dann nicht ohne Weiteres zur Übersicht zurück. Solche Usability-Mängel sollten vermieden werden. Hier zwei gegensätzliche Beispiele für die mobile Darstellung vom Jobs. Der Unterschied ist deutlich sichtbar und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
  32. 32. Eine wirklich funktionierende einfache und schnelle Lösung für die Bewerbung über die mobile Karrierewebseite ist sehr schwer zu finden. Manche Unternehmen mit einer sehr guten optimierten Karrierewebseite machen den Fehler, den potentiellen Bewerber auf ein zu langes oder unübersichtliches Formular weiterzuleiten, welches auf dem mobilen Gerät kaum ausfüllbar ist. Oder es kommt zu unerklärlichen Fehlern, weil das BewerbermanagementSystem, auf dem das Bewerberportal aufbaut, Probleme mit mobilen Browsern hat. Das kostet Bewerber.
  33. 33. Positiv hervorheben wollen wir an dieser Stelle gerne die Lösung von Fresenius. Denn Fresenius ist als einziges der getesteten Unternehmen auf die Idee gekommen, die Bewerber im ersten Schritt auf jeden Fall zu halten und dann den komplexeren Part des Bewerbungsverfahrens auf den Desktop zu übertragen. Im Grunde wird nur der Name, Vorname und die E-Mail verlangt. Auf einigen Testgeräten und Simulatoren war sogar die Möglichkeit gegeben, seine XINGDaten zu importieren. Nach dem Absenden der Daten erhält der Bewerber dann eine E-Mail mit den Zugangsdaten zum Bewerberportal. Dort kann die Bewerbung vom Heim-PC aus jederzeit fortgeführt werden. Eine rundum tolle Lösung, die sowohl den Bedürfnissen der mobilen Nutzer nach Einfachheit, als auch dem Wunsch der Recruiter nach Daten-Vollständigkeit gerecht wird.
  34. 34. Abschließend wollen wir nochmals unterstreichen, dass zum Zeitpunkt der Erhebung insgesamt nur 7% der börsennotierten Unternehmen eine mobiloptimierte Karrierewebseite vorweisen konnten. In Anbetracht der rapiden Steigerungsraten mobiler Webnutzung ist diese Zahl viel zu niedrig und wird sich in 2013 hoffentlich noch deutlich erhöhen. Der Vorteil mobilfähiger Webseiten liegt in den verhältnismäßig geringen Kosten, die für die Umsetzung eingeplant werden müssen. Idealerweise berücksichtigen Sie eine mobile Version bereits bei der Erstellung der "normalen" Webseite. Da die im Online-Bereich seit längerem proklamierte Denkweise “mobile first” jedoch erst nach und nach Verbreitung findet, kann man davon bei den meisten älteren Webseiten natürlich nicht ausgehen. Sollte Ihr Unternehmen für 2013 einen Relaunch der Unternehmenswebseite planen, denken Sie rechtzeitig an die mobile Version und vor allem an die fehlerfreie Darstellung der Karrierewebseite. Auch wenn kein Relaunch geplant ist, besteht die Möglichkeit, zumindest den Karrierepart mit relativ wenig Aufwand separat vom Rest der Webseite für mobile Nutzer zu optimieren. Beachten Sie dabei stets die folgenden Punkte:  Verwenden Sie nur die notwendigsten Informationen.  Sorgen Sie für eine übersichtliche Darstellung.  Sorgen Sie für eine bequeme Navigation.  Schenken Sie der Integration der Stellenangebote besondere Aufmerksamkeit.  Ermöglichen Sie eine vereinfachte (Vor-) Bewerbung.  Testen Sie Ihre mobile Karrierewebseite und vor allem die Stellenbörse auf mehreren Geräten mit verschiedenen mobilen Betriebssystemen.
  35. 35. Eine mobile Karriere-App ist die Königsdisziplin des Mobile Recruitings und erlaubt eine besondere Art der Bindung eines potentiellen Bewerbers an das Unternehmen, wenn er sich entscheidet, die App zu installieren. Durch das Abonnieren der Unternehmensnews und der Stellenangebote bleiben Sie in regelmäßigen Kontakt mit dem Nutzer. Im Idealfall, der Platzierung der Karriere-App auf dem Hauptbildschirm des mobilen Geräts, sogar täglich. Diese Perspektive sollte bereits bei der Konzeption der Karriere-App berücksichtigt werden. Vor der Entwicklung einer Karriere-App gilt es allerdings stets die Karrierewebseite für mobile Geräte zu optimieren. Man könnte irrtümlich annehmen, dass man diesen Zwischenschritt nicht brauche. Mobile Nutzer würden von der nicht optimierten Karrierewebseite einfach gleich die Installation der Karriere-App vorgeschlagen bekommen. Die Gefahr einer Ablehnung ist hierbei allerdings zu groß. Warum sollten sich Nutzer eine App installieren, wenn sie nicht abschätzen können, welchen Nutzen sie ihnen bringt. Besser ist es, Nutzer zunächst mit einer gut optimierten Webseite zu überzeugen und erst im nächsten Schritt als Zusatzoption die Installation einer Karriere-App anzubieten. Natürlich ist es ebenfalls möglich, dem Nutzer gleich zu Beginn seines Besuches einen Hinweis auf die Karriere-App zu geben. Es muss allerdings für den Fall der Ablehnung dieses Vorschlags eine gleichwertige Alternative in Form einer optimierten Karrierewebseite geben.
  36. 36. Bevor Sie sich für die Entwicklung einer Karriere-App entscheiden, sollten Sie akzeptieren, dass die Entscheidung gegen eine App besser ist, als eine “AlibiApp”. Denn Karriere-Apps müssen einen erkennbaren Mehrwert gegenüber der mobilen Karrierewebseite bieten, damit ein Anreiz besteht, sie zu installieren und vor allem auch zu nutzen. Solcher Mehrwert kann z.B. in der Möglichkeit bestehen, Unternehmensnews, Events und Stellenangeboten zu abonnieren, und sich automatisch mit relevanten Informationen versorgen zu lassen. Idealerweise gelingt es Ihnen darüber hinaus, die Karriere-App mit relevantem Bonus-Content auszustatten, der tatsächlich nur über die App verfügbar ist. Die Karriere-App der Merck AG bietet z.B. neben den üblichen Inhalten der Karrierewebseite ein zusätzliches Modul für “Hobbychemiker”, in dem man mit dem Periodensystem spielen kann und Zugriff auf wichtige historische Ereignisse hat.
  37. 37. Es wundert nicht, dass die App der Merck AG das höchste Nutzerrating unter allen getesteten Apps hat. Sie macht Spaß und ist nützlich. (Auch wenn das integrierte Karrieremodul während unserer Tests nicht funktioniert hat. Wir hoffen, dass es ein vorübergehender Fehler war. Denn die Idee einer solchen Kombination ist gut und nachahmenswert). Warum gibt es z.B. noch keine Karriere-Apps, die den Nutzer regelmäßig mit beruflich interessanten Rätseln oder anderen "Brainteasern" versorgen? Bei der Entwicklung einer guten Karriere-App ist also Kreativität gefragt und damit auch das Bewusstsein, das ein tolles Ergebnis ein gewisses Budget für die inhaltliche und technische Entwicklung voraussetzt. Haben Sie eine gute Idee für Ihre Karriere-App entwickelt, stellt sich die Frage, für welche Plattformen man die App anbieten soll. Dass diese Frage offenbar nicht ganz einfach ist, zeigt die Tatsache, dass kein Unternehmen alle vier der aktuell gängigen Plattformen berücksichtigt. Die meisten stürzen sich reflexartig auf iOS (iPhone, iPad), obwohl es dafür statistisch gesehen inzwischen keine Grundlage mehr gibt. Eine naheliegende Vermutung zur Erklärung dieses Verhaltens ist die Bekanntheit des iPhones kombiniert mit begrenzten Budgets. Sie sollten deshalb wissen, dass es teure und günstigere Wege der mobilen AppEntwicklung gibt. Der teure Weg ist die “native” Entwicklung, bei der für jede Plattform in der jeweiligen Programmiersprache eine unabhängige Variante der App erstellt wird. Wollen Sie vier Plattformen bedienen, brauchen Sie im Grunde vier Mal die gleiche App, die aber jedesmal anders entwickelt werden muss und grob gerechnet folglich auch das vierfache Budget erfordert.
  38. 38. Die wesentlich günstigere Alternative stellt die “cross-platform”-Entwicklung dar, bei der der Kern der App nur einmalig erstellt und anschließend auf die gewünschten Plattformen lediglich portiert/leicht angepasst werden muss. Diese Vorgehensweise schont das Budget und macht die Entwicklung von Karriere-Apps auch für KMUs zugänglich. Die technische Erörterung der Frage “native vs. cross-platformEntwicklung” würde den Rahmen dieser Studie sprengen. Es sei an dieser Stelle aber versichert, dass sich gerade Karriere-Apps aufgrund ihrer relativ einfachen Anforderungen und Funktionalitäten sehr gut für die ”crossplatform”-Entwicklung eignen. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen rund um dieses Thema beratend und ausführend zur Verfügung. Wir vertreten den Ansatz, dass es keinen Sinn macht, eine Karriere-App nur für eine Plattform zu entwickeln, da man so i.d.R. entscheidende Teile der Zielgruppe ausschließt. Wir empfehlen Ihnen daher, nur dann eine KarriereApp anzustreben, wenn Sie sich zumindest die sukzessive Bedienung aller gängigen Plattformen vorstellen können.
  39. 39. Wenn Ihre Karriere-App fertiggestellt wurde, müssen Sie sich im nächsten Schritt um die Bekanntmachung der App kümmern. Denn auch die beste Karriere-App bringt nichts, wenn niemand von ihr weiß. Im ersten Schritt sollte die App sorgfältig in den offiziellen Stores der jeweiligen Plattformen eingetragen werden, auch wenn es eher selten ist, dass Nutzer dort gezielt nach der Karriere-App eines bestimmten Unternehmens suchen. Ein guter Eintrag besteht aus schönen Screenshots, einer verständlichen und kompakten Beschreibung sowie einer sinnvollen Kategorisierung und Verschlagwortung. Wer sich daran hält, sorgt für einen guten ersten Eindruck und die bestmögliche Auffindbarkeit seiner Karriere-App(s). Neben den offiziellen App-Stores gibt es noch über 100 unabhängige Stores, in denen Sie Ihre App ebenfalls platzieren können. Das bindet zwar kurzfristig einige Ressourcen, fördert dafür aber langfristig die Auffindbarkeit und Verbreitung Ihrer App. Eine Übersicht der Stores finden Sie hier: (http://www.mobyaffiliates.com/blog/mobile-app-stores-list/)
  40. 40. Der nächste Schritt ist die Bekanntmachung der App(s) auf Ihren eigenen Kanälen. Das umfasst deutliche Hinweise auf Ihrer Webseite, Ihrer Facebookpage und anderen Social Media Kanälen, die Erwähnung in Stellenanzeigen außerhalb Ihrer eigenen Jobbörse und die Aufnahme in die E-Mail Signaturen Ihrer HR-und Fachabteilungen. Es geht dabei nicht darum, einmalig eine gelungene Promoaktion durchzuführen (was natürlich nicht schadet) sondern darum, die Karriere-App an allen denkbaren Stellen für die Zielgruppe sichtbar zu machen. Bei den meisten in dieser Studie untersuchten Besitzer einer Karriere-App hatten wir das Gefühl, dass sie noch zu versteckt war. Ihre Existenz war häufig nicht offensichtlich und wir mussten stellenweise intensiv danach suchen. Diesen Fehler können Sie bei Ihrer App leicht vermeiden.
  41. 41. Gerne unterstützen wir Sie über diese Studie hinaus dabei, Antworten auf Ihre Fragen zum Einsatz von Mobile und Social Media im Personalmarketing zu finden und eine individuelle Strategie für Ihr Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Bitte wenden Sie sich an: Wollmilchsau GmbH Jan Kirchner Telefon: +49 (0)40 444 0557 22 E-Mail: jan@wollmilchsau.de Web: www.wollmilchsau.de Facebook: facebook.com/wollmilchsau Anschrift: Rothenbaumchaussee 79, 20148 Hamburg 42
  42. 42. Einige Rechte vorbehalten 2013. Diese Studie steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Unported Lizenz. Bildmaterial für Blogger und Journalisten sowie Rohdaten für Datenvisualisierer gerne auf Anfrage: info@wollmilchsau.de 43

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