BluePrint 02/2012

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BluePrint 02/2012

  1. 1. Effizienzin der KommunikationBluePrint #58Das Infomagazin für Marketing-, Kommunikations-und Design-EntscheideMai 2012 › 16. Jahrgang
  2. 2. BluePrint BluePrint ist das Infomagazin für Entscheider in Marketing, Kommunikation, Design und Markenführung, herausgegeben von wirDesign, einer der führenden deutschen Corporate-Design- und Branding-Agenturen und Spezialist für Unter- nehmensmarken. »Informativer Austausch über aktuelle Entwicklungen und Projekte ist ein Baustein unserer erfolgreichen Zusammenarbeit.« BluePrint erscheint vierteljährlich. Inhalt Themen dieser Ausgabe:»Effizienz in der Kommunikation« wirDesign »Wir sind davon überzeugt, dass erfolgreiche Unternehmensmarken auf Wahrheiten beruhen. Wahrheiten sind die Schätze, die in der Persönlichkeit, den Fähigkeiten und den Leistungen des Unternehmens liegen. Wir verfügen über das Wissen und die Instrumente, diesen Wahrheiten auf den Grund zu gehen. Hier finden wir die Substanz für glaubwürdige Markeninszenierungen, deren Strahlkraft auf inneren Werten basiert. So helfen wir unseren Kunden, aus wertvollen Wahrheiten wertschöpfende Marken zu gewinnen.«
  3. 3. Editorial 3» Ich weiß, dass die Hälftemeines Werbegeldeszum Fenster rausgeworfenwird. Ich weiß nur nicht,welche Hälfte «.Diesen viel zitierten Satz des alten Henry Ford, liebe BluePrint-Leser, würde heute kein Vorstandoder Marketingverantwortlicher so für sich stehen lassen, geschweige denn öffentlichformulieren.. Eff k ivitäts u d Effizienz denken bestimmen schon lange auch Marketing und Effektivitäts- und Effizie z d EWerbung. Markenstrategien, Kommunikation, Gestaltungsprozesse und Workflows wurdenund werden stetig optimiert, gerade auch weil das Marketinggeschäft immer vielschichtiger,komplexer, herausfordernder wird. So macht es Sinn, eine komplette BluePrint-Ausgabe demThema Effizienz zu widmen – und mit Prof. Peter Wippermann einen Blick in die Zukunft zuwerfen, auch als Kompass hin zu mehr »Effizienz in der Kommunikation«.Viel Lesevergnügen und Erkenntnisgewinnwünschen wir Ihnen mit Ihrer neuen BluePrint.Norbert Gabrysch, wirDesign Vorsitzender des Vorstandes, BraunschweigFlorian Breßler, wirDesign Geschäftsführer, Berlin
  4. 4. 4 BluePrint Mai 2012 »Der Konsument wird wichtiger Mitspieler und Entscheider« Prof. Peter Wippermann, Trendbüro Hamburg Norbert Gabrysch, wirDesign CEO
  5. 5. Kommunikative Trends und Entwicklungen 5 Prof. Peter Wippermann, Trendbüro Hamburg Prof. Peter Wippermann gilt als einer der führenden Trendforscher in Deutschland und hat sich auf Kommunikationsstrategien für trendgestützte Markenführung spezialisiert. Er versucht »Markt- chancen aufzuzeigen, die aus den Sehnsüchten einer Gesellschaft resultieren«. Ziel ist das »Emotional Design« von Produkten und Dienst- leistungen. Im Jahr 1992 gründete er nach Stationen als Art Director bei Rowohlt Verlag und ZEITmagazin gemeinsam mit Matthias Horx das Trendbüro Hamburg, ein Beratungsunternehmen für gesellschaft- lichen Wandel. Seit 1993 ist er darüber hinaus als Professor für Editorial Design im Studiengang Kommunikationsdesign an der Folkwang Uni- versität Essen tätig. Sein neuestes Buch erschien im März. In »Leben im Schwarm« setzen sich Peter Wippermann und Markus Lause mit den Spielregeln der Netzwerkökonomie auseinander.Das World Wide Web hat unsere Kommunikation verändert – und die Social Mediatreiben dies weiter voran. Inzwischen wird Kommunikation in weiten Teilen bottom-upgestaltet und nicht mehr top-down kontrolliert. Über die Chancen dieser Entwicklung sprach Norbert Gabrysch, wirDesign CEO, mit dem Trendforscher Prof. Peter Wippermann.N. G.: Seit über 20 Jahren beobachten, kommentieren, interpre- tionswünsche in Auftrag gibt. Daraus resultiert eine höhere Effi-tieren Sie gesellschaftliche Trends und Entwicklungen, gerade zienz im Produktionsprozess. Bei Nike zeigt sich zudem, welcheauch in der Kommunikation – haben wir mit Facebook, Twitter wirtschaftliche Bedeutung die neuen Medien erlangt haben. Nikeund Co. noch einmal einen revolutionären Sprung gemacht oder hat seine Marketing- und Werbebudgets stark auf Social Medialeben wir einfach in einem Zeitalter immer schneller werdender und Paid Search ausgerichtet. Das Verhältnis zu den traditionellenVeränderungen? Medien beträgt inzwischen 7 zu 1. Damit einhergehend sind dieP. W.: Der Strukturwandel läuft, seitdem das World Wide Web frei Umsätze und der Nettogewinn gestiegen. Das ist das Spannendegestaltet ist. Manche Entwicklungen werden von uns allerdings an dieser Entwicklung.als besonders gravierend wahrgenommen, beispielsweise dieDotcom-Blase am Beginn des neuen Jahrtausends oder die aktu- N. G.: Nehmen wir einmal die Perspektive von Unternehmen, Mar-ellen Ängste um die Wahrung der Privatsphäre im Rahmen von ken- und Marketingverantwortlichen ein – was sind die entschei-Web 2.0. Inzwischen erreicht der Strukturwandel eine Dimension, denden Veränderungen für diese in den letzten fünf Jahren, wiedie weniger technologisch geprägt ist, sondern vielmehr kulturell.müssen sie heute und zukünftig mit ihren Stakeholdern kommuni-Organisationsstrukturen müssen sich neu überdenken, aufstellen zieren?und vernetzen. Das Problem stellt sich nahezu allen traditions- P. W.: Kommunikation wird künftig von zwei Prozessen bestimmt.geprägten Unternehmen in gleicher Form: Wie organisiert man Zum einen davon, dass sie in Vertrieb und Produktion eine wesent-Arbeit? Wie organisiert man Effizienz? liche Rolle spielt. Das ist völlig neu. Zum anderen ist der Dialog zwischen Endkunde und Unternehmen technisch möglich – mas-Natürlich funktionieren die althergebrachten Industriestrukturen senhaft möglich. Daraus entsteht zwangsläufig eine neue Unter-hervorragend in klassischen Produktionsbetrieben. Bei Unter- nehmenskultur. Die Effektivität der Silos bricht zusammen und dienehmen, die auf Netzwerken basieren, gelingt das nicht mehr. Vernetzung gewinnt an Dynamik. Um auf Nike zurückzukommen:Nehmen wir als Beispiel den Sportartikelhersteller Nike. Digitale Diese Entwicklung hat das Unternehmen erfolgreich vollzogen –Fabriken ermöglichen es, dass der einzelne Kunde seine Produk- und zugleich seine Effizienz gesteigert.
  6. 6. 6 BluePrint Mai 2012N. G.: Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist »Effizienz in der N. G.: Worin liegen die Chancen dieser Entwicklung, wie könnenKommunikation« – was sagen Sie zu der These, dass durch die Unternehmen diese zu ihrem Vorteil und »effizient« nutzen?neue Vielfalt der Kommunikationskanäle und -möglichkeiten das P. W.: Der Weg führt zu einer hoch technisierten und vernetzten»Geschäft« Marken- und Unternehmenskommunikation erst ein- Infrastruktur, die den Einzelnen weltweit in den Kontext von Unter-mal komplexer, schwieriger und damit aufwendiger geworden ist? nehmen stellt. Seine Informationen erhält er von anderen Indivi-P. W.: Die neuen Kommunikationsformen gehen gar nicht länger duen – über Filter. Das führt zu einer Reduzierung der Informa-von Vertriebskanälen aus, sondern stellen den Endkunden in den tionen im Verlauf des Auswahlprozesses. Diese Funktion ist heuteMittelpunkt. Consumer Centricity etabliert sich als neues Modellbereits eine der Stärken von Facebook. Freunde werden als Filter eingesetzt. Das lässt die Macht der Konsu- menten wachsen. Darauf müssen die Unter-»Consumer Centricity etabliert nehmen reagieren und der Öffentlichkeit deutlich machen, wer sie sind, wofür siesich als neues Modell der Marken- und stehen, wohin sie wollen. Was der Öffentlich- keit bislang verborgen blieb, wird plötzlichUnternehmenskommunikation. « publik. Das Identity Design umfasst also fort- an das gesamte Unternehmen. Wir werden immer stärker darauf schauen, wie Unterneh- men ihre Werte leben und nicht nur darauf,der Marken- und Unternehmenskommunikation. Für die Unter- welche Werte sie für sich definiert haben. Das betrifft ihr Verhält-nehmen wird es immer wichtiger, alle Daten zusammenzuführen, nis zu Mitarbeitern und Lieferanten genauso wie zu den Kunden.damit sie feststellen können, welche Kaufkraft in einer Person Corporate Responsibility gewinnt an Bedeutung – und das nichtsteckt. Die Stars der kommenden Jahre werden daher die Program- allein in ökonomischer und ökologischer Hinsicht, sondern ganz-mierer sein. Sie schaffen die grundlegenden Voraussetzungen für heitlich.effektive und effiziente Kommunikationsformen.
  7. 7. Kommunikative Trends und Entwicklungen 7 »Die Stars der kommenden Jahre werden die Programmierer sein.« P. W. »Wir werden immer stärker darauf schauen, wie Unter- nehmen ihre Werte leben.« P. W.N. G.: Welche vordringlichen Eigenschaften muss heute ein im klassischen Sinne designen, oder hat sich das Thema Kommu-verantwortlicher Kommunikationsmanager in Unternehmen be- nikation schon so weit demokratisiert, dass sie ohne Interaktionsitzen? Ist es vor allem auch das Thema »Schnelligkeit und Flexi- und Teamwork ineffizient wird?bilität«? Das heißt, Strukturen zu schaffen, in denen man schnell P. W.: Wir müssen uns daran gewöhnen, Feedbackschleifen zuund flexibel auf Entscheidungen und Reaktionen von außen rea- organisieren. Kommunikation ist dann effizient, wenn es nichtgieren kann? mehr ausschließlich um das Erzielen von Aufmerksamkeit, sondernP. W.: Das wäre schon das Ergebnis. Derzeit sehen sich alle Kom- vielmehr um Anerkennung geht. Also darum, etwas miteinandermunikationsprofis mit einer grundlegenden Herausforderung zu entwickeln, miteinander in Verbindung zu bleiben, Beziehungenkonfrontiert: Der Medienbegriff verändert sich rasant. Darin liegt zu pflegen. Alles, was in der Vergangenheit vom Direktmarketingaber auch eine Chance, denn sie können die Weichen stellen. Sie geprägt wurde, müssen wir im Rahmen der Kommunikation neusind es, die beurteilen können, wie wichtig die Vernetzung inner- denken und umsetzen. In diesem Kontext ist es unbedingt erfor-halb des Unternehmens ist. Sie sind es, die darauf dringen können, derlich, den Konsumenten mit seinen Wünschen und Bedürfnis-dass Social Media nicht allein in der Unternehmenskommuni- sen ernst zu nehmen und ihm eine kommunikative Infrastrukturkation verankert werden sollte. Und sie können Projektgruppen zur Verfügung zu stellen, damit er sich einbringen kann. Schaueninitiieren, die gemeinsam überlegen: Wo stehen wir? Was machen Sie sich das Prinzip von Facebook an: Ähnlich wie Wikipedia istwir? Wie stellen sich unsere Wettbewerber dar? Das ist eine der das zunächst nicht mehr als ein leeres Buch. Sie füllen eine Seite,wichtigsten Aufgaben, mit denen Kommunikationsprofis heute knüpfen Kontakte, beginnen mit der Interaktion – und dann gehtund künftig konfrontiert werden. das Spiel erst richtig los. In diesem Kommunikationsprozess ist der Konsument ein ganz wichtiger Mitspieler – und zugleich der Ent-N. G.: Sie sind nicht nur einer der namhaftesten deutschen Trend- scheider.forscher, sondern waren und sind auch (lehrender) Kommunika-tionsdesigner – kann man heute eigentlich Kommunikation noch N. G.: Lieber Peter Wippermann, wir danken für das Gespräch.
  8. 8. 8 BluePrint Mai 2012 Dachmarke Einzelmarke Unternehmensmarke Produktmarke Markenstrategie
  9. 9. Markenmanagement 9Markenmanagement:effizient oder effektiv? Hand aufs Herz: Kennen Sie den Unterschied zwischen »effektiv« und »effizient«?Für eine effiziente und effektive Markenführung ist es hilfreich, sich den Unterschiedvor Augen zu führen. Das könnte Ihnen helfen, Ihre Schwerpunkte zukünftig noch besserzu setzen und Entscheidungen noch fundierter zu treffen.Effizient bedeutet, Dinge richtig zu tun. Effektiv bedeutet, _Ableitung der wesentlichen zielgruppenspezifischendie richtigen Dinge zu tun. Kernbotschaften der Marke(n)Effizienz beschreibt die Wirtschaftlichkeit einer Handlung. Sie sagt _Analyse, Bewertung und Briefingerstellung für eine optimiertejedoch nichts darüber aus, ob und wie sehr diese Aktivität tatsäch- Ausgestaltung der wesentlichen Stakeholder-Touchpointslich der Erreichung des eigentlichen Zieles dient. Wer einen Baum der Markeschnell fällt, ist effizient. Aber hat er auch den richtigen Baum gefällt? _Analyse und ggf. Weiterentwicklung von Branding und Corporate DesignEffektivität beschreibt die Wirksamkeit und Qualität einer Hand- _Entwicklung von konkreten Maßnahmenbriefings für internelung im Hinblick auf ihr Ziel. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, mit und externe Kommunikationwelchem Aufwand bzw. welcher Kosten-Nutzen-Relation das Ziel _Auswahl der richtigen Fragestellungen und Methodenerreicht wird. Wer den richtigen Baum fällt, handelt effektiv. Aber zur Evaluationwar der Aufwand hierfür gerechtfertigt? Effiziente Markenführung konzentriert sich auf dieMarken effektiv zu führen bedeutet, Ziele zu definieren und möglichst wirtschaftliche Erreichung der Markenzielediese konsequent zu verfolgen Marken effizient zu führen bedeutet, den operativen Marken-Effektive Markenführung beginnt mit der Fokussierung auf klare akteuren die richtigen Umsetzungswerkzeuge zur ZielerreichungZiele und dem diesbezüglichen Commitment der verantwort- an die Hand zu geben. Das allein reicht jedoch nicht. Effizienz inlichen Markenakteure. Die Inhalte leiten sich aus den strategischen der Umsetzung entsteht erst, wenn die Akteure willens und in derIntentionen des Unternehmens ab. Für Markenverantwortliche Lage sind, die Werkzeuge richtig einzusetzen. Für Markenverant-liegt deshalb die Herausforderung effektiver Markenführung vor wortliche liegt die Herausforderung effizienter Markenführung vorallem in der Definition, Vermittlung und Verfolgung von Zielen, allem in der Überwindung technischer und menschlicher »Blocka-zum Beispiel: den«, zum Beispiel durch:_Verknüpfung der Markenziele mit den Zielen des Unternehmens _gezielte Involvierung von Schlüsselakteuren in den Markenent-_Ableitung von Markenstrategie und Markenarchitektur aus wicklungs- und Implementierungsprozessder Unternehmensstrategie _Marken- und CD-Schulungen für interne und externe Dienstleister_Entwicklung und Festschreibung der angestrebten Markenposi- _Aufsetzen einer operativ unterstützenden Marken-, Corporate-tionierung(en) auf Unternehmens- und Produktebene Design- und Marketingplattform (Brand-Management-System)
  10. 10. 10 BluePrint Mai 2012_Bereitstellen von internen Support-Instrumenten wie Print on Fazit: Gute Markenführung schafft beides:Demand, PowerPoint-Assistenten, Bilddatenbank oder Vorlagen- Effektivität und EffizienzDownloads Wer sich an klaren Zielen orientiert, erhöht seine Chancen, effek-_Corporate-Design-Helpdesk tiv zu handeln. Wer die richtigen Werkzeuge nutzt, erhöht seine_Informieren und qualifizieren von MitarbeiterInnen im Chancen, effizient zu handeln. Beides ist kein Zufall, sondern dasKundenkontakt Ergebnis von Sorgfalt, Konsequenz und kluger Kommunikation._Überprüfen und ggf. justieren der Medien- und Maßnahmen-planung für Marketing und Unternehmenskommunikation unterdem Gesichtspunkt der möglichst wirtschaftlichen ZielerreichungDer größte Feind einer effektiven und effizientenMarkenführung ist, neben Inkompetenz, die InsellösungDie Insellösung offenbart – trotz ihrer vordergründigen pragma-tischen Berechtigung – in der Regel alle Schwächen einer ineffek-tiven und ineffizienten Markenführung: Sie folgt keinem gemein-samen Ziel, und sie bietet keine Synergie- und Einsparungseffektefür Folge- oder Parallelmaßnahmen. Sie erfindet das Rad neu undbindet Ressourcen. Insellösungen entstehen vor allem in Bereichenmit unklaren Spielregeln. Diese Unsicherheitszonen gilt es seitensdes Markenmanagements durch verbindliche Regeln und klardefinierte Kompetenzen so klein wie möglich zu halten und sichdabei des Rückhalts durch das Topmanagement zu vergewissern. Vision Mission Leitlinien Lat. videre: sehen Lat. mittere: entsenden Lat. linea: Schnur Idealer Zustand des Unternehmens Daseinsberechtigung des Richtwerte für das Handeln in der Zukunft Unternehmens heute aller Mitarbeiter »Was wollen wir erreichen?« »Was ist unsere Aufgabe?« »Wie wollen wir uns verhalten?« Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign Exposé »Markenstrategie und Markenkonzeption« (siehe letzte Seite). Autor Andreas Viedt wirDesign Vorstand Managing Director
  11. 11. Markenmanagement 11 wirDesign BrandGuide® Orientierung im Markenprozess Die realistische Zeit-, Ressourcen- und Budgetplanung eines legen sowie präzise Briefings und Angebote erstellen. Diese Markenprozesses erfordert einen möglichst frühzeitigen Struktur hilft den Verantwortlichen, den Markenprozess lang- Gesamtüberblick. fristig planen und optimal steuern zu können. Das Leistungs- Der wirDesign BrandGuide® ist ein Arbeitsmodell zur Strukturie- portfolio von wirDesign ist entlang des BrandGuides® aufgebaut rung und sinnvollen Aufteilung in Teilprojekte. Auf dieser Basis und bietet sowohl ganzheitliche als auch partielle Beratungs- lassen sich messbare Teilziele definieren, Meilensteine fest- und Umsetzungslösungen für alle fünf Phasen des Prozesses. 4. BRAND IMPLEMENTATION Dokumentation, Corporate-Design-Styleguide, 3. BRAND5. BRAND Brand-Management-Systeme DESIGN und Anwenderintegration COMMUNICATION Analyse, Relaunch und Neuentwicklung von Kommunikationskonzepte, Corporate Design sowie Realisierung von internen Namens- und und externen Kampagnen, Claimentwicklung Maßnahmen und Medien 2. BRAND CONCEPT PROZESSBEGLEITEND Strategie, Marken- › intern informieren › involvieren 1. BRAND architektur, Story › implementieren INSIGHT und Positionierung, Markentonalität und Marken- und Identitäts- Leitbildentwicklung analyse, Marktforschung für interne und externe Zielgruppen
  12. 12. 12 BluePrint Mai 2012Markenarchitektureneffektiv entwickelnVisualisierung hilft,Strategien zu verstehen Sobald ein Unternehmen mit mehr als einer Marke am Markt auftritt, stellt sich die Frage nach dem Grad der erkennbaren familiären Beziehungen zwischen seinen Marken.Die Antwort findet sich in der vertikalen und horizontalen Gliederung des Markenport-folios innerhalb einer Markenarchitektur. Ein effektives Markenmanagement wird dieMarkenarchitektur aus der Perspektive des Marktes entwickeln. Effizientes Markenmanage-ment wird sich darüber hinaus bemühen, positive Abstrahleffekte zwischen den Markenoptimal zu nutzen – und darüber hinaus mit dem Begriff »Marke« äußerst sparsam umgehen.Die Markenstrategie setzt den Rahmen von Marktpotenzialen zu erwarten ist. Darüber hinaus unterstütztDie Markenstrategie ist die Intelligenz hinter der Markenarchi- eine strategisch aufgesetzte Markenarchitektur folgende strate-tektur. Mit ihr legt das Unternehmen fest, mit welchen Marken gische Zielsetzungen:es am Markt auftreten will, welche Angebote und Produkte den _Größe und Bedeutung der gesamten Unternehmung /Marken zugeordnet werden und welchen Marketingzielen die Organisation vermittelnMarken dienen sollen. In der Realität komplexer Organisationen, _Tochter- und Schwestermarken in ihren Eigenständigkeitentemporärer Allianzen und kurzer Veränderungszyklen werden stützenschulmäßige Konzepte wie Dachmarken-, Einzelmarken- oder _Unterschiedlich enge Familienzusammengehörigkeiten vermittelnMehrmarkenstrategie in ihrer Reinform kaum den individuellen _Das Markenportfolio anhand nachvollziehbarer Regeln logischBedürfnissen der Unternehmen gerecht. Zumeist geht es darum, strukturiereneine eigene Mischform zu entwickeln, die auf die Unterneh- _Cross-Selling-Potenziale fördernmensziele abgestimmt ist. _Entscheidungshilfen beim Branding von Akquisitionen, Fusionen und Neupositionierungen bietenDie Markenarchitektur strukturiert das Markenportfolio _Interne Integrations- und Identifikationsprozesse unterstützenaus der Marktperspektive _Effizienz der operativen Markenführung erhöhenDie Entwicklung einer Markenarchitektur dient dazu, das Ge-samtangebot eines Unternehmens nachfrageorientiert, also aus In der Visualisierung von Markenarchitekturender Marktperspektive, zu strukturieren. In der Praxis kann das berühren sich Strategie und Designbedeuten, dass sich Markenarchitektur und Organigramm des Die Erfahrungen aus zahlreichen markenarchitektonischen Pro-Unternehmens deutlich voneinander unterscheiden, da interne jekten bei wirDesign zeigen, dass die abstrakte Diskussion geradeStrukturen aus Marktsicht unter Umständen irrelevant sind. Hier für das Topmanagement viel konkreter wird, wenn Markenarchi-erfordert die Gestaltung der Markenarchitektur ein Loslösen von tekturen visualisiert werden. Das Aufzeigen von alternativen Sze-gelernten internen Strukturen (und Machtbereichen) hin zu einer narien fördern darüber hinaus das Verständnis für die strukturellemarktbasierten Betrachtung des Leistungsportfolios. Nur so kann Bedeutung von Design im Markenprozess. Mit den Mitteln ein-Markenarchitektur helfen, einzelne Angebote jeweils unter der facher schematischer Darstellungen entsteht bei den EntscheidernMarke zu vermarkten, unter der die bestmögliche Ausschöpfung ein Gefühl für die Gemeinsamkeiten und die Differenzierungen
  13. 13. Markenarchitektur 13zwischen den Marken, zum Beispiel zwischen der Corporate Die Markenarchitektur legt die Basis für durchdachte Positio-Brand als Dachmarke und den operativen Angebotsmarken, oder nierungsarbeit und funktionierendes Corporate Designzwischen der ursprünglichen Kernmarke und akquirierten Marken Mit der Markenarchitektur wird das »Markenuniversum« einermit anders gelagerten Kernkompetenzen. Der bewusste Umgang Organisation strukturiert, idealerweise nicht als Momentaufnahme,mit Namenselementen, Endorsements, Farbcodierungen, Formen- sondern als regelbasiertes System, das dem Markenmanagementsprache oder Designsystemen zeigt, wie sich die unterschiedlich eindeutige Entscheidungshilfen bei der Integration neuer Markenstarken verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzel- an die Hand gibt. Erst auf dieser Basis können einzelne Marken desnen Marken darstellen lassen. Portfolios sauber positioniert und gegenüber dem Wettbewerb und den anderen Marken des Portfolios differenziert werden. FürIdeale und verhältnismäßig einfache Simulationsobjekte für die die Entwicklung von Branding- und Corporate-Design-LösungenAuswirkungen von Markenarchitekturen sind erfahrungsgemäß zeigt die Markenarchitektur klar auf, welche Anforderungen an diedie Visitenkarten. Hier zeigt sich sehr lebensnah, wie Marken- Varianz und die Erweiterungsmöglichkeiten des Branding- undarchitektur im Detail funktioniert. Außerdem bilden Visitenkarten Designsystems bestehen. Frühzeitige Visualiserung hilft, dieseneine emotional starke Brücke zum persönlichen Involvement der Prozess zu steuern und Entscheidungen herbeizuführen.Markenakteure mit den konkreten Auswirkungen einer Marken-strategie.Die Beantwortung von Fragen zur Ordnung und Struktur vonMarken architekturen gehört zum Kerngeschäft von wirDesign.Für unsere Kunden verbinden wir hier die kreative Expertise alsCorporate-Design-Agentur mit den strategischen Kompetenzeneiner praxisorientierten Markenberatung aus einer Hand. Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign Exposé »Markenstrategie und Markenkonzeption« (siehe letzte Seite). Autor Andreas Viedt wirDesign Vorstand Managing Director
  14. 14. 14 BluePrint Mai 2012Corporate Design-Aktualisierungen von wirDesign:mehr Effizienz und Prägnanz durch Optimierung.
  15. 15. CD-Relaunch / Workflow-Optimierung 15CD-Relaunchist Workflow-Optimierung»Unser Corporate Design soll sich evolutionär den Herausforderungen des Marktes undden Veränderungen des Unternehmens anpassen.« So oder ähnlich definieren etwa80 Prozent der Unternehmen ihr Ziel für ein Redesign. Der Blick konzentriert sich dabei aufdie angestrebte neue und zeitgemäße Gestaltung. Im Rahmen des Redesigns bietet sichaber auch die Chance, interne Prozesse zu optimieren.Die Intention ist nachvollziehbar: Seit Jahren wurde Ihr Corporate 1. Vorbereitung Sichern Sie sich die Unterstützung von VorstandDesign nicht mehr angepasst, der Wettbewerb wirkt in seinem oder Geschäftsführung und lassen Sie sich – für alle MitarbeiterAuftritt zeitgemäßer. Nicht nur nach außen wollen Sie ein Zeichen sichtbar – als Projektleiter einsetzen. 2. Planung Entwickeln Siesetzen. Auch nach innen erwarten Sie eine motivierende Wirkung: einen Aktionsplan, der das genaue Vorgehen festlegt und gleich-»Wir sind stolz, ganz vorn mit dabei zu sein.« zeitig definiert, wer im Gesamtprozess zu welchem Zeitpunkt integriert werden soll. 3. Motivation Schaffen Sie bei allen CD-Analysieren Sie den Ist-Zustand Ihres CDs genauer, fällt auf, dass es Beteiligten das Problembewusstsein und die Bereitschaft, aktivnicht nur um Gestaltung geht: Die Standards sind über die Jahre am Veränderungsprozess mitzuwirken. 4. CD-Entwicklung Holenhinweg erodiert. Es gibt zahllose Sonderregelungen. Für manche Sie bei der CD-Entwicklung systematische Rückmeldungen beiAnwendungen kennen Sie selbst als CD-Verantwortliche / -r die allen Stakeholdern ein – von der Unternehmensleitung bis zuRegeln nicht. Eine Niederlassung im Ausland hat vor einigen Jah- den Anwendern. 5. CD-Stabilisierung Verankern Sie die neuenren begonnen, einen eigenen Stil zu entwickeln. »Na ja, solange die Entwicklungen durch technische Unterstützungssysteme und dieKollegen das Logo richtig einsetzen ... «, begegnen Sie dieser Situ- veränderten Workflows durch regelmäßige Reviews.ation. Aus einer Vielzahl von Unklarheiten und Missverständnissenentstehen immer komplexere Workflows, die von aufwendigen Mit professionellem Management schaffen Sie nicht nur ein zeit-Abstimmungen im operativen Geschäft gekennzeichnet sind. gemäßes neues Design, Sie erzielen auch einen spürbaren »Return on Investment« durch optimierte Workflows während und nachCD-Entwicklung bedeutet auch Prozessoptimierung der CD-Entwicklung.Das Redesign ist somit nicht nur eine Aufgabe für Design-Spezia-listen, es bietet auch die Chance, ineffiziente Workflows zu optimie-ren und allen Anwendern moderne Instrumente zur Verfügung zustellen, mit denen sie zukünftig arbeiten können. Und: Sie könnenTransparenz schaffen für alle Beteiligten, die an der Ausgestaltungdes Corporate Designs beteiligt sind. Die Designentwicklung gehtHand in Hand mit einer aus dem Change Management abgelei-teten Beteiligungsstrategie. Das bedeutet nicht die Demokratisie- Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign Exposé in denrung des CD-Prozesses. Sie legt vielmehr fest, welche Mitarbeiter wirDesign Exposés »Corporate Design Analyse« und »Corporate Designzu welchen Themen und zu welchen Zeitpunkten in das Projekt erfolgreich managen« (siehe letzte Seite).einbezogen werden. Dadurch gewinnen Sie wertvolle Erkennt-nisse und Anregungen schon in der Analysephase und fördernnicht nur das Verständnis für ein zukünftiges effizientes Zusam-menarbeiten, sondern schaffen zugleich eine hohe Motivation.Unterteilen Sie Ihren CD-Prozess in fünf Phasen Autor Michael RöschEs ist sinnvoll, wenn Sie zu Beginn Ihres Prozesses für die parallelen wirDesign VorstandEntwicklungsstränge (Design- und Beteiligungsstrategie) einen Mitglied der Jury des Corporate Design Preisesklaren Plan entwerfen. Zur Orientierung können die folgenden Deutschland, Österreich, Schweizfünf Phasen dienen:
  16. 16. 16 BluePrint Mai 2012Klare LinieEffizienter Prozess Mehr Freiraum für Strategie und Gestaltung: Wer auf Marketing-Resource-Managementsetzt, entscheidet sich für einen klaren Workflow und einen schlanken Prozess.»Effiziente Kreativität« ist das Schlüsselwort für nachhaltige und kostenbewusste Marketing-kommunikation.MRM eignet sich hervorragend für franchisegetriebene Unter neh-men. Hier ein Beispiel unseres Kooperationspartners BrandMaker.
  17. 17. Marketing-Resource-Management 17Die tägliche Arbeit in Corporate Communications und Marketing das optimale Instrument. MRM-Lösungen schaffen eindeutigeist geprägt von einer Vielzahl kleiner und zeitintensiver Aufgaben. Prozesse und klare Vorgaben im Workflow, alle benötigten Ele-Dabei sehen sich die Markenverantwortlichen häufig mit Mitar- mente stehen zentral und allzeit abrufbar zur Verfügung und auchbeitern konfrontiert, die die Anwendung von Markenwerten und Laien erhalten die Chance, konsistente Kommunikationsmedien inCorporate Design nicht vollständig beherrschen. Es entstehen hoher Qualität kostengünstig zu erstellen.Nach- und Rückfragen, die letztlich auf eine Kurzschulung hinaus-laufen. Bei externen Agenturen und Grafikdienstleistern ist in »Effiziente Kreativität« ist hierbei das Schlüsselwort für eine nach-der Regel ein – zumindest grundlegendes – Verständnis für die haltige und kostenbewusste Marketingkommunikation. Die Werk-Erfordernisse und Regeln des Corporate Designs vorhanden, zeuge dazu sind nicht nur wünschenswert, sondern zwingendnur mangelt es hier an der Anwendbarkeit, da unter Umständen notwendig, um Kommunikations- und MarketingverantwortlicheRessourcen wie Logos und Schriften bzw. DTP-Templates fehlen. fit für die Zukunft zu machen.Aufwendige Abstimmungsprozesse kosten Zeit und GeldDie Suche nach den fehlenden Elementen und Vorlagen sowieihr Versand führen zu einem umfangreichen und zeitaufwen-digen Telefon- und Mailverkehr. Ein zusätzliches Problem tritt beidezentral organisierten bzw. franchisegetriebenen Unternehmenauf: Die Anwender – weit weg von der Unternehmenszentrale –sind alles andere als Marketing- bzw. Designspezialisten. Die unterihrer Regie entstehenden Medien decken sich daher nicht mitden Qualitätsstandards und Kostenvorgaben der Zentrale. DerCorporate-Design- und Marketingverantwortliche hat also einenhohen Kontroll- und Durchsetzungsaufwand, obendrein belastetein derartiges Vorgehen das Marketingbudget nicht unerheblich.Die Vielfalt derartiger Aufgaben lässt für Strategie und Kreation Der Alltag in Unternehmenskommunikation undnur noch eingeschränkten Raum. Obendrein ist absehbar, dass die Marketing ist gekennzeichnet von vielen Fragen undHerausforderungen in Corporate Communications und Marke- Abstimmungen zum Corporate Design.ting weiter zunehmen werden – und das bei sinkenden Budgets.Eine effiziente Aufstellung der Marketing- und Kommunikations-prozesse kann dazu beitragen, die Verantwortlichen von redun-danten und administrativen Aufgaben zu entlasten. Dazu tragen Mehr Infos zum Thema fi nden Sie im wirDesign Exposéverschiedene Maßnahmen bei, allen voran Schulungen von Mit- »Corporate-Design- und Brand-Management-Systeme (siehe letzte Seite)«.arbeitern und externen Nutzern in der (korrekten) Anwendungdes Corporate Designs.Marketing-Resource-Management schafft Raumfür das WesentlicheEine Alternative ist die Etablierung IT-gestützter Prozesse. Durcheine Standardisierung und Automatisierung von Vorgehens-weisen wird die Kreativität keineswegs eingeschränkt, vielmehr Autor Axel Lütgeringtragen sie dazu bei, Freiräume für Strategie und Kreation zu er- wirDesign Art Directoröffnen. Im besten Fall kehren sich der Aufwand von Kreation und Digital BrandingExekution sogar um. Marketing-Resource-Management ist dafür
  18. 18. 18 BluePrint Mai 2012Effiziente Kommunikation: klare Botschaften schon auf dem Titel –drei von 17 wirDesign Geschäftsberichten 2011.
  19. 19. Geschäftsberichte 19»Reduce to the max«Annual Reporting gewinntan Dynamik»Reduce to the max« – mit dieser Botschaft startete der Smart am Ende der 1990er-Jahrein Europa. Der Claim beschreibt zugleich einen Design-Grundsatz, der die Reduzierungeines Objekts auf seine elementare Funktion beinhaltet. Dabei geht es vor allem umEinfachheit, Eleganz und Effizienz. Auch für den Geschäftsbericht könnte diese Maxime gelten.Die Dualität von Print und Online schafft jedenfalls den passenden Rahmen.Das »Buch der Bücher«, wie der Geschäftsbericht häufig bezeichnet Kapitalmarktteilnehmern über das gesamte Jahr hinweg als Nach-wird, stößt an seine Grenzen. Die Anforderungen steigen. Ebenso schlagewerk genutzt wird. Gleichzeitig soll der Geschäftsberichtdie Ansprüche – intern wie extern. Um die individuellen Bedürf- das Unternehmen repräsentieren, die Strategie darstellen undnisse der unterschiedlichen Zielgruppen erfüllen zu können, wird die Reputation stärken. Das gelingt mit einer klaren Botschaft, dieder Online-Report immer wichtiger. Er bietet eine Vielzahl mul- sich im Idealfall durch den gesamten Report zieht. Was eignet sichtimedialer Vermittlungsmöglichkeiten. Flash-Animationen und dafür besser als Equity oder Brand Story?Video-Sequenzen, interaktive Glossare, Kennzahlenvergleiche undQuicklinks haben sich etabliert und bieten einen echten Mehrwert. Denn: Menschen lieben Geschichten. Je prägnanter sie das Unter-Wer nach einer Vertiefung der Print-Themen, also einer crossmedi- nehmen beschreiben, desto stärker entfaltet sich ihre Wirkung.alen Aufbereitung sucht, verweilt lange auf den Websites – leider Wem es gelingt, sein Unternehmen und seine Perspektiven nichtohne Erfolg. Denn die Online-Geschäftsberichte entsprechen fast nur mit Fakten zu dokumentieren, sondern die Zielgruppen auchausnahmslos den Print-Fassungen. Ist diese Dualität effizient? auf emotionaler Ebene zu erreichen, gewinnt mit dem Geschäfts- bericht ein wertvolles Kommunikationsinstrument. Aber ist esHeterogene Zielgruppen damit schon effizient? Nein, das gelingt erst, wenn die unterschied-Es lohnt sich, zunächst einen Blick auf die Zielgruppen zu werfen. lichen Medien miteinander verwoben werden. Zumindest imVom Hochschulabsolventen bis zum Finanzanalysten reicht das DAX 30 setzen inzwischen fast alle Unternehmen auf die DualitätSpektrum. Die Erwartungen und Ansprüche sind vielschichtig, von Print und Online. Hinzu kommen zunehmend Apps für iPhone,eines aber gleicht sich: Die Leser wünschen sich weniger unter- iPad und Android. Jedes Format hat seinen eigenen Charakter.haltsam-informative Elemente als vielmehr eine anschauliche Jedes Format kann eigene Akzente setzen. Und genau darin liegenund verständliche Aufbereitung komplexer Sachverhalte. Das gilt die Potenziale des Reporting 2.0.vorrangig für die gedruckte Ausgabe, die von den professionellen
  20. 20. 20 BluePrint Mai 2012Zunehmende Komplexität Sei es Success Story oder Testimonial: Ein Abstract in der Print-Die durchschnittliche Seitenzahl bei den Geschäftsberichten der Fassung genügt, um das Thema zu skizzieren und Interesse zuim DAX 30 gelisteten Unternehmen hat sich im Vergleich zum wecken. Die eigentliche Geschichte lässt sich online erzählen,vergangenen Jahr um 20 Seiten erhöht – auf 273. Das ergab eine ergänzt durch Fakten und Kennzahlen, Bilder und Videos. Deraktuelle Analyse von wirDesign. Zurückzuführen ist diese Ent- Online-Geschäftsbericht zeichnet sich durch die Vielfalt seinerwicklung auf die kontinuierlich steigenden Anforderungen an Vermittlungsformen und die Dynamik ihrer Vernetzbarkeit aus.das Reporting. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die Collagenartig lassen sich die Daten miteinander kombinieren, wasgedruckte Ausgabe des Geschäftsberichts auf ihre wesentlichen den Nutzern entgegenkommt. Sie wollen zunehmend selbst überInhalte zu konzentrieren. »Reduce to the max« hat die »Zukunfts- die Inhalte bestimmen, wie sie es im Rahmen von Web 2.0 inzwi-werkstatt Geschäftsbericht« der Universität St. Gallen diese Fokus- schen gewohnt sind. Daraus folgt: Der gedruckte Geschäftsberichtsierung genannt. Das muss keinesfalls bedeuten, dass sie künftig lässt sich nicht 1:1 übertragen. Die Online-Variante erfordert eineden Charme des Münchner Telefonbuchs verbreitet. Die Print- eigene Struktur, die mehr einem Portal gleicht als einer linear kon-Fassung bringt das Geschäftsjahr auf den Punkt – und der Online- zipierten Publikation. Nur so spielen beide Medien ihre Stärken ausGeschäftsbericht liefert Sekundärinformationen, die zusätzliche – und gewinnen an Effizienz.Einblicke schaffen und Ausblicke eröffnen. Klare Botschaft, prägnante Formulierung: effiziente Kommunikation Mehr Infos finden Sie in unserem gerade erschienenen Exposé (aus Commerzbank Geschäftsbericht 2011). »Der Geschäftsbericht 2012. Trends – Themen – Konzepte« (siehe letzte Seite). Autor Thomas Norgall wirDesign Creative Director
  21. 21. Employer Branding 21Employer Branding –effizient ist nur dieganzheitliche StrategieBei ALDI einzukaufen fällt uns leicht, gilt fast immer noch als clever, wer dagegenbei Europas erfolgreichstem Discounter als »Young Professional« seine Karriere startet,löst mindestens zweifelnde, wenn nicht gar mitleidige Blicke aus.Diese Diskrepanz im ALDI-Gesamtbild, je nach Blickwinkel, kann 1. Employer Branding ist nicht vordringlich eine Marketing-langfristig durchaus existenzielle Nöte bei ALDI Süd und Nord aus- und Kommunikationsaufgabe?lösen, wie ja auch der »Fall Schlecker« aus jüngster Vergangenheitgezeigt hat. Schleckers katastrophales Image als Arbeitgeber hat Marken sind Versprechen – und das gilt auch für die Arbeitgeber-einen nicht unmaßgeblichen Teil dazu beigetragen, den Unter- marke. Und Versprechen müssen gehalten werden! Wer in Stellen-gang des Unternehmens zu beschleunigen, Rettungsbemü- anzeigen oder Bewerbungsgesprächen wie so häufig von »attrak-hungen scheitern zu lassen. Schlecker ist und war sicherlich tiven Aufgaben«, »teamorientierter Kollegialität«, »ausgeprägtereine unrühmliche Ausnahme, Umgang und Wertschätzung von Wertschätzung« und »Work-Life-Balance« spricht – und das sindMitarbeiterinnen und Mitarbeitern im modernen Unternehmen tatsächlich die häufigst genannten Entscheidungskriterien vonsind heute ganz andere, und zielgerichtetes Employer Branding Bewerbern auf Stellensuche –, der muss diese Markenversprechengehört mittlerweile zum festen Aufgabenkanon der Unterneh- auch real im Unternehmen einlösen können. Deshalb ist die Ent-mensführung. Dabei wird Employer Branding immer noch wicklung einer attraktiven Employer Brand mehr als eine Kommu-unterschiedlich interpretiert und teilweise zu oberflächlich behan- nikationsaufgabe.delt – und das führt zu Missverständnissen. Hier die drei wichtigsten:
  22. 22. 22 BluePrint Mai 2012Die Arbeitgebermarke wirkt auch Wenn Employer Branding in seinen realen Auswirkungen oderintern auf das gesamte Unternehmen. Veränderungen der Unternehmenskultur erreicht, dass Mitar- beiter länger motiviert im Unternehmen bleiben, zeigt sich auch seine Effektivität. Denn die sichtbaren und verdeckten Kosten für Stellenneubesetzungen überschreiten schnell ein komplettes Jahresgehalt. 3. Auch gegen die »Großen« haben Mittelstand und KMU eine Chance? Wenn große Konzerne und international bekannte Marken mit viel Aufwand teure Employer-Branding-Kampagnen fahren, bedeutet das erst einmal, dass sie auch einen hohen Personalbedarf be- friedigen müssen. Aber es geht nicht um Bekanntheit allgemein, sondern um Aufmerksamkeit im eigenen, heimischen Markt. Und der kann für das Recruiting von Spezialisten sehr klein und damit leicht zu bespielen sein. Gegenüber den »Großen« haben die KMU die Chance, sich auch als Arbeitgeber wesentlich »spitzer« zu positionieren. Dabei spielt der allgemeine Wertewandel gerade den jungen und kleinen Un- ternehmen in die Hände: weniger finanzielle Sicherheit – mehr Verantwortung, weniger Statik und Hierarchie – mehr Dynamik und kreatives Arbeitsumfeld sind die Wünsche der neuen jungen Arbeitnehmer, und die können die KMU in der Regel besonders gut erfüllen.Das Unternehmen kreiert die Arbeitgebermarke – Kontinuität ist ein Muss für erfolgreiches Employer Brandingund umgekehrt Neben der ganzheitlichen Strategie lebt die erfolgreiche Arbeit-Employer Branding kann das ganze Unternehmen verändern, gebermarke auch von der Kontinuität. Denn es ist nicht steuerbar,beeinflusst Unternehmenskultur, Führungsstil, Haltung des Top- wann der potenzielle Arbeitnehmer-Nachwuchs erstmalig odermanagements, … Der Weg zu einer attraktiven Arbeitgebermarke besonders interessiert mit dem Unternehmen in Kontakt kommt.ist eine ganzheitliche, strategische Entwicklungsaufgabe. Es Deshalb ist das kontinuierliche »bespielen« der unterschiedlichengeht auch um die Bewusstseins- und Verhaltensänderungen bei medialen Kanäle Pflicht. Und dazu gehört auch das Kontakthaltenleitenden Mitarbeitern und Führungskräften – um die Weiterent- zu ehemaligen Praktikanten, Trainees, Berufseinsteigern, die daswicklung der Organisation generell. Denn Markenversprechen Unternehmen wieder verlassen haben. Ihre Entwicklung zu ver-müssen eingelöst werden! folgen und die Möglichkeit einer direkten, persönlichen Ansprache sind ein besonders effizienter Weg der »Talentsuche«.2. Employer Branding zielt nicht vordringlich darauf,die Besten zu finden?Im viel zitierten »War for Talents« geht es erst einmal nicht nur umdie High Potentials, sondern auch um die »Right Potentials«. Nichtdie Besten generell, sondern den / die Beste / n für eine bestimmteAufgabe oder der / die Passendste aus einem vorhandenen Bewer-berfeld ist das Ziel.Vielleicht sind die Besten ja schon da?Und das wird häufig übersehen: Employer Branding richtet sichgrößtenteils auch nach innen, wirkt in das Unternehmen hinein. Mehr Infos zur »Kreativen Kommunikation für Unternehmensmarken«Die Mitarbeiter im Unternehmen selbst sind eine wesentliche im entsprechenden wirDesign Exposé (siehe letzte Seite).Zielgruppe. Sie zu bestätigen, den richtigen Arbeitgeber gewähltzu haben und damit ihre zeitliche Bindung an das Unternehmenzu verlängern, ihre Leistungsbereitschaft, Motivation, auch zurWeiterentwicklung und Weiterbildung zu erhöhen, sie generell Autor Norbert Gabryschzu zufriedenen Botschaftern des Arbeitgebers zu machen, ist der CEO wirDesignmessbare Return of Investment.
  23. 23. Employer Branding 23Die Volkswagen Karriereseiten und »Planet Sonepar«,zwei Employer-Branding-Projekte von wirDesign.
  24. 24. BluePrint Mai 2012Faxorder Mehr Infos zu speziellen Themen finden Siein unseren kostenlosen Exposés. Einfach per Fax bestellen oder downloaden.FAX › 0531 8881-234 Redaktion BluePrint c /o wirDesign communications AG Bitte senden Sie mir kostenlos das Exposé:Change Branding Sonderheft »absatzwirtschaft Kompakt« zu den wichtigsten Aspektenerfolgreicher Führung von Unternehmensmarken.Markenstratgie und Markenkonzeption Erkenntnisse und Projektbeispiele aus dermarkenstrategischen Beratungsarbeit von wirDesign.MarkenInterview Ein wirDesign Tool, ein einfacher, strukturierter Fragenkatalog von5 mal 5 Fragen zur Analyse Ihrer Markensituation und Überprüfung der Markenführungin Ihrem Unternehmen.Kreative Kommunikation für Unternehmensmarken Von der Aufgabe zur inspirie-renden Kommunikationslösung. Anhand von Praxisbeispielen aus internen und externenKommunikationsprojekten zeigen wir, wie es durch systematische Arbeit gelingen kann,die Absicht der Marke mit den Interessen des Empfängers zu verbinden.Corporate-DesignAnalyse wirDesign bietet eine fundierte, konstruktive Analyse Ihresaktuellen Corporate Designs an. In diesem Exposé beschreiben wir ausführlich unsereVorgehensweise, die zu erwartenden Ergebnisse und ihren Nutzen.Corporate Design erfolgreich managen Mit dem Background von über 20 CD-Projekten beschreiben wir die wesentlichen Aspekte der erfolgreichen CD-Entwicklungund -Realisierung. IMPRESSUMCorporate-Design- und Brand-Management-Systeme Effiziente CD- und Marken- BluePrint_58/2012führung mit webbasierten Systemen, die mit den Ansprüchen der Unternehmenwachsen können. Herausgeber wirDesign communications AGDer Geschäftsbericht Aktuelle Informationen, Statements und beispielhafte Konzepte Braunschweigfür Geschäftsberichtsmacher. Redaktion Norbert Gabrysch (verantwortlich), Dr. Jan Straßenburg, AutorenAdressänderung? Nicht mehr im Unternehmen? Auch über diese Info freuen wir uns. Layout Gitte BrohlDanke! Druck Draheim, Lahstedt / Münstedt wirDesign BraunschweigHerrn / Frau Sophienstraße 40 38118 BraunschweigAbteilung T 0531 8881-0 welcome@wirDesign.deFirma wirDesign BerlinStraße Gotzkowskystraße 20/21 10555 BerlinPLZ / Ort T 030 275728-0 berlin@wirDesign.deTelefon © wirDesign 2012E-Mail BP_05 /12

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