BIN ICH
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BluePrint #61
Das Infomagazin für Marketing-, Kommunikationsund Design-Entscheider
Oktober 20...
BluePrint
BluePrint ist das Infomagazin für Entscheider in Marketing, Kommunikation,
Design und Markenführung, herausgegeb...
WAS FUR
EINE FRAGE!
Was ist das überhaupt für ein Begriff: Schönheit? Subjektiv, weich, schwer zu
definieren – doch eher et...
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BluePrint Oktober 2013

»Ja, Schönheit
muss mutig sein! «
Ein Gespräch zwischen Andrej Kupetz, German Design Council
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Andrej Kupetz, Geschäftsführer German Design Council

Norbert Gabrysch, wirDesign (NG): Lieber Andrej Kupetz,
muss Schö...
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BluePrint Oktober 2013

Fotografie: Lutz Sternstein/Nils Hendrik Müller

AK: Ja, was wir gerade diskutiert haben, gilt a...
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» Vielleicht brauchen wir manchmal
das Hässliche, um unser Urteil, unsere
Urteilsfähigkeit wieder zu stärken.«
Dinge gu...
Gäbe es eine Jury für die schönste sommerliche Location in Deutschland,
hätte Braunschweig hervorragende Chancen, unter di...
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Germany’s next
top location
Seit 2003 wird der Burgplatz zu einer Arena unter freiem Himmel. Pariser Edelkurtisane, so ...
10 BluePrint Oktober 2013

PREMIERENEINLADUNG

LA
TRAVIATA
OPER VON GIUSEPPE VERDI | AB 10. AUGUST 2013
OPEN AIR AUF DEM B...
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Schon jetzt freut sich wirDesign auf die Herausforderung, das
Keyvisual für die Saison 2014 zu entwickeln. Es ist imme...
12 BluePrint Oktober 2013

Aus Schönheit
Verarbeitungsflüssigkeit
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Eine Rezeptur für Markenverantwortliche

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Wer im Rahmen eines Markenprozesses nach der bloßen Schönheit von Lösungen fragt, läuft Gefahr, sich selbst zu disqual...
14 BluePrint Oktober 2013

Noch schön genug?
Oder ist der visuelle Anzug, der Ihre Marke, Ihr Unternehmen vor Jahren
so pa...
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Die Schönheit der
Bewegung
Die Anforderungen an Marken und ihre Visualisierung werden im digita...
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Die Logoanimation macht das Element
»Feuer« in der Bildmarke lebendig.

Die Logoanimation eignet sich sehr gut als Ein...
18 BluePrint Oktober 2013

Ästhetik der
Programmierung
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Schönheit und Programmierung? Viele Dinge, die wir heute wie
selbstverständlich nutzen, Websites, Facebook, den Touchs...
20 BluePrint Oktober 2013

Einfach schön
Ein Geschäftsbericht rund
um das Thema »Liebe«
Ungewöhnliches Thema für einen Ges...
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Mutig, unkonventionell, leidenschaftlich und einfach anders:
Der Report wirkt attraktiv – und
weckt Lust zum Lesen.

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22 BluePrint Oktober 2013

Vielfältige gestalterische Mittel: Mit Fotos,
Illustrationen und Informationsgrafiken
gewinnt d...
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»Die Liebe ist das Licht des
Lebens. Mit der Ehe
kommt die Stromrechnung!«
UNBEKANNTER AUTOR

die Analyse des Investor...
24 BluePrint Oktober 2013

Faxorder

Mehr Infos zu speziellen Themen finden Sie

in unseren kostenlosen Exposés. Einfach pe...
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BluePrint #61, Bin ich schön (genug)? 2/2013

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Die BluePrint ist das Infomagazin für Marketing-, Kommunikations- und Design-Entscheider. Wie und wo Schönheit echten Mehrwert generiert, diskutiert und deckt diese Ausgabe der BluePrint auf. Die Themen:

- Interview mit Andrej Kupetz, Rat für Formgebung
- Die Burgplatz-Inszenierung von La Traviata
- Das neue Design der Berlin Hyp
- Die Notwendigkeit eines Design-Relaunches
- Logoanimation am Beispiel von eew energy from waste
- Ästhetik des Programmierens
- Einfach schön - der Geschäftsbericht der Städtischen Werke Magdeburg

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BluePrint #61, Bin ich schön (genug)? 2/2013

  1. 1. BIN ICH SCHON GENUG ? ( ) BluePrint #61 Das Infomagazin für Marketing-, Kommunikationsund Design-Entscheider Oktober 2013 › 17. Jahrgang
  2. 2. BluePrint BluePrint ist das Infomagazin für Entscheider in Marketing, Kommunikation, Design und Markenführung, herausgegeben von wirDesign, einer der führenden deutschen Corporate-Design- und Branding-Agenturen und Spezialist für Unternehmensmarken. »Informativer Austausch über aktuelle Entwicklungen und Projekte ist ein Baustein unserer erfolgreichen Zusammenarbeit.« BluePrint erscheint vierteljährlich. Inhalt Thema dieser Ausgabe: »Bin ich schön (genug)?« 03 04 08 12 14 16 18 20 Editorial »Ja, Schönheit muss mutig sein« Interview mit Andrej Kupetz Germany's next top location! »La Traviata« auf Braunschweigs Burgplatz Aus Schönheit Verarbeitungsflüssigkeit gewinnen Eine Rezeptur für Markenverantwortliche Noch schön genug? Über die Notwendigkeit des Design-Relaunches Die Schönheit der Bewegung Markenvisualisierung im digitalen Zeitalter Ästhetik der Programmierung Die Schönheit einer gut funktionierenden Website Einfach schön Ein Geschäftsbericht rund um das Thema »Liebe« wirDesign »Wir sind davon überzeugt, dass erfolgreiche Unternehmensmarken auf Wahrheiten beruhen. Wahrheiten sind die Schätze, die in der Persönlichkeit, den Fähigkeiten und den Leistungen des Unternehmens liegen. Wir verfügen über das Wissen und die Instrumente, diesen Wahrheiten auf den Grund zu gehen. Hier finden wir die Substanz für glaubwürdige Markeninszenierungen, deren Strahlkraft auf inneren Werten basiert. So helfen wir unseren Kunden, aus wertvollen Wahrheiten wertschöpfende Marken zu gewinnen.«
  3. 3. WAS FUR EINE FRAGE! Was ist das überhaupt für ein Begriff: Schönheit? Subjektiv, weich, schwer zu definieren – doch eher etwas für feinsinnige bis weltfremde Philanthropen, deren Welt nicht von Effizienz, Umsatzsteigerung und Gewinnmaximierung geprägt ist. »Hässlichkeit verkauft sich schlecht / Never leave well enough alone«, hielt einer der bekanntesten Designer des 20. Jahrhunderts, Raymond Loewy, schon vor Jahrzehnten dagegen. Das Prinzip, das Ringen um Schönheit ist aber nicht nur im Design von Bedeutung, Schönheit lässt sich auch in Prozessen, Informationsvermittlung oder sogar Programmcodes entdecken. Wie und wo Schönheit echten Mehrwert generiert, diskutiert und deckt diese neue Ausgabe der BluePrint auf, ganz im Sinne eines Loewy-Zeitgenossens, dem amerikanischen Architekten, Visionär und Philosophen Richard Buckminster Fuller: »When I am working on a problem, I never think about beauty but when I have finished, if the solution is not beautiful, I know it is wrong.« Viel Lesevergnügen und schöne Grüße aus Berlin und Braunschweig. Norbert Gabrysch, wirDesign Vorsitzender des Vorstandes, Braunschweig Florian Breßler, wirDesign Geschäftsführer, Berlin
  4. 4. 4 BluePrint Oktober 2013 »Ja, Schönheit muss mutig sein! « Ein Gespräch zwischen Andrej Kupetz, German Design Council und Norbert Gabrysch, wirDesign CEO zum Thema »Schönheit«.
  5. 5. 5 Andrej Kupetz, Geschäftsführer German Design Council Norbert Gabrysch, wirDesign (NG): Lieber Andrej Kupetz, muss Schönheit mutig sein? Andrej Kupetz, German Design Council (AK): Das ist eine gute Frage. Man könnte ja meinen, das Gegenteil ist richtig, dass Schönheit sich ganz einfach herstellen lässt, indem man das, was wir heute allgemein unter Schönheit verstehen, spiegelt. Andererseits würde ich Mut hier interpretieren als einen wirklichen Willen dazu, besser zu sein als die anderen und das auch überall zu zeigen. Es ist wesentlich arbeitsaufwendiger, schwieriger, auf jedes Detail zu achten, und das erfordert dann schon Mut. In Unternehmen, in wirtschaftlichen Zusammenhängen ist Schönheit sicherlich nur erreichbar, wenn man viel Mut hat. Man muss sich erst einmal mit diesem Anspruch durchsetzen. NG: Als Headline für diese Magazinausgabe haben wir bewusst den »volkstümlichen« Begriff »Schönheit« gewählt, nicht »Ästhetik« oder »Design«. Haben Sie eine eigene Definition für Schönheit? AK: Ich würde schon sagen, dass die Schönheit ja immer im Auge des Betrachters liegt, ein Goethe-Zitat. Auch Kant sagt, dass Schönheit subjektiv ist, aber immer mit dem Anspruch auf subjektive Allgemeinheit. Es gibt also scheinbar Verabredungen in der Gesellschaft, unter den Menschen, bestimmte Dinge als schön zu betrachten und andere Dinge weniger – eine Sache, die die Philosophen bereits seit der Antike diskutieren. Und tatsächlich befinden wir uns ja in dieser Dialektik, dass wir einerseits wissen, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, und andererseits gibt es Normen, die Schönheit definieren. Normen, die natürlich zeitabhängig sind, sich verändern. NG: Gibt es nicht auch Schönheitsnormen, Verabredungen, die allgemeingültig, zeitlos sind? AK: Ja natürlich, es gibt darüber hinaus immer bestimmte Gestaltungsgrundlagen, die wir »zeitlos« nutzen, wie z. B. den Goldenen Schnitt aus der Renaissance, da merken wir schon, dass diese Proportionen von Formen allgemeingültig schön sind. NG: Wenn wir jetzt etwas konkreter werden mit Fokus auf das heutige Produkt- und Kommunikationsdesign, welche aktuellen Gestaltungsnormen können wir denn heute beobachten, identifizieren? AK: Also, es ist sehr interessant zu beobachten, dass wir nach einer Periode der exaltierten Form in den Achtzigerjahren, denken Sie z. B. an das bunte Memphis Design der Italiener, wieder als Designvorbild zur ersten Moderne, der Bauhaus-Gestaltung, zurückgekehrt sind, auch zur zweiten Moderne der Fünfzigerjahre, Stichwort organische Formen oder Skandinavisches Design. Das sind Tendenzen, die in den Neunzigern begannen und noch bis heute anhalten in der Architektur, im Kommunikations- wie im Produktdesign. Die erfolgreichsten Produkte orientieren sich stark an der klassischen Moderne. Es muss ja einen Grund haben, warum Apple nach einem kurzen Ausflug in das Block-Design mit den bunten iMacs um die Jahrtausendwende dann plötzlich konsequent auf die Designsprache einer Firma Braun aus den Sechzigerjahren umgestiegen ist. Andrej Kupetz (*1968) ist seit 1999 Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung / German Design Council, Frankfurt am Main. Er studierte Industriedesign, Philosophie und Produktmarketing in Berlin, London und Paris. Nach beruflichen Stationen in den Bereichen Designmanagement und Hochschultransfer wechselte er 1997 zur Deutschen Bahn AG. Dort war er für die Markenführung im Konzern sowie für die Implementierung verschiedener Corporate-Design-Prozesse verantwortlich. Kupetz ist Mitglied im Fachbeirat des Design Management Institute Boston. Seit 2011 gehört er dem Hochschulrat der HfG Offenbach am Main an. Im selben Jahr wurde er von der Europäischen Kommission in das European Design Leadership Board berufen. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. » Reduktion auf das Wesentliche spielt immer eine Rolle. Aber sie muss auch immer einhergehen mit Qualität.« NG: Das hat natürlich etwas mit der Reduktion zu tun, die wir Deutschen ja so gerne zitieren, der Konzentration auf das Wesentliche? AK: Ja, Reduktion auf das Wesentliche spielt immer eine Rolle. Aber sie muss auch immer einhergehen mit Qualität. Und das ist es, was deutsche Produkte im Wesentlichen auszeichnet – japanische übrigens auch –, Reduktion und der gleichzeitige Qualitätsanspruch an Material, an Verarbeitung, an Spaltmaße, beispielsweise in der Automobilindustrie. Wenn ich reduziere, muss ich mich gleichzeitig auf die Details konzentrieren. NG: In Ihrer umfangreichen Studie »Die Schönheit des Mehrwertes« haben Sie 2010 sehr nachvollziehbar den wirtschaftlichen Beitrag von überlegtem Design und Designstrategien in der Produktwelt nachgewiesen. Sehen Sie das ähnlich für die visuelle Kommunikation, den visuellen Auftritt von Marken?
  6. 6. 6 BluePrint Oktober 2013 Fotografie: Lutz Sternstein/Nils Hendrik Müller AK: Ja, was wir gerade diskutiert haben, gilt auch für den visuellen Unternehmensauftritt. Auch er orientiert sich heute oft an der klassischen Moderne, bis hin zur Renaissance von Schriften wie Helvetica und Futura, die in den Achtzigern ja eher verpönt waren. NG: Sie kümmern sich seit einigen Jahren konsequent auch um die Themen Marke und Markenbewusstsein … AK: … ja, wir müssen ganzheitlich denken. Es reicht nicht, eine Schrift, ein Layout, ein Corporate Design zu entwickeln und dann keine Verbindung zum Produktdesign herzustellen. Diese fehlende Ganzheitlichkeit nehmen wir tatsächlich als Defizit wahr. Das hat unser »Markenmonitor«, eine Umfrage 2011 unter den deutschen Unternehmen, noch einmal bestätigt: Es gelingt in der Regel gut, die Markenwerte in Kommunikation und Corporate Design widerzuspiegeln, in der Produktwelt hingegen fehlt häufig die markentypische Designsprache. NG: Das ist überraschend. Man sollte doch denken, wenn erst einmal die Marke, die spezifischen Markenwerte definiert sind, kann sie der Industrial Designer genauso umsetzen wie der Kommunikationsdesigner? AK: Im Prinzip ja, aber das passiert häufig immer noch in parallelen Prozessen. Viele Unternehmen, auch große, sind da intern nicht wirklich gut vernetzt, es mangelt an interner Kommunikation. NG: Wo wir gerade beim Thema Kommunikation sind – wir kommunizieren heute ganz anders als noch vor zehn Jahren: vielfältiger, schneller, digitaler, vernetzter und direkter. Das gilt für Unternehmen, Marken, Produkte genauso wie für uns selbst. Welchen Einfluss hat das auf die »Schönheit«, Ästhetik und das Design? AK: Ich glaube, dass es heute sehr viel schwieriger ist, Qualität durchzusetzen aufgrund dessen, dass die Medien unglaublich schnell geworden sind, wir überflutet werden mit so vielen Sachen und dementsprechend einzelnen Botschaften immer weniger Aufmerksamkeit entgegenbringen können. Deswegen versuchen viele Unternehmen, immer plakativer, größer, lauter zu kommunizieren, auf Kosten der Details. Das kann auch ein Irrweg sein, aber das scheint mir ein wesentlicher Unterschied zum Produktdesign zu sein, wo es wirklich auch auf Detailqualität ankommt. NG: Jetzt sind wir wieder beim Produktdesign. Raymond Loewy, eine der bekanntesten Designerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, der Gestalter der Coca-Cola-Flasche, hat gesagt: »Hässlichkeit verkauft sich schlecht.« Gilt das uneingeschränkt? AK: Ja, für einen großen Teil unserer Produktwelt unbedingt. Neben der guten Form gibt es aber auch die »böse« Form, die hässlichen Dinge. Dazu gibt es gerade eine schöne Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe: das Hässliche als Thema von industriell gefertigten Produkten. Man kann nicht sagen, dass diese Produkte keinen Markt hätten, nicht in großer Stückzahl verkauft würden. Es scheint also doch diese Ambivalenz zu geben, dass sich im Konsumgüterbereich auch
  7. 7. 7 » Vielleicht brauchen wir manchmal das Hässliche, um unser Urteil, unsere Urteilsfähigkeit wieder zu stärken.« Dinge gut verkaufen, die wir allgemein als eher hässlich wahrnehmen. Aber für die meisten Industrien hat das, um es noch einmal deutlich zu sagen, keine Relevanz, und gerade wir in Deutschland mit unseren vergleichsweise hohen Produktionskosten haben gar keine andere Chance, als auf Qualität, Designqualität zu setzen. Aber vielleicht brauchen wir manchmal das Hässliche, um unser Urteil, unsere Urteilsfähigkeit wieder zu stärken. NG: Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Als Hauptgeschäftsführer des German Design Council, Frankfurt am Main, sind Sie seit 14 Jahren national wie international in Sachen Design-, Marken- und Kommunikationsstrategie unterwegs – als Botschafter, Förderer, Promoter. Was motiviert Sie persönlich? AK: Mich motiviert tatsächlich dieser Möglichkeitsraum, den es immer noch gibt für das Thema gute Gestaltung, auch für Schönheit, auch für Design im weitesten Sinne. Ein Großteil unserer Unternehmen hat das auch verstanden, dass Design ein Wirtschaftsfaktor ist, der tatsächlich Mehrwert schafft, aber es gibt immer noch unglaublich viel zu tun. Es macht mir große Freude, Menschen zu unterstützen, die sich für das Thema Design interessieren, aber noch nicht wissen, wie sie das implementieren, umsetzen sollen – und wie sie sich dem Thema Internationalisierung nähern können. Wirkliche Wachstumschancen gibt es hier für uns ja vor allem im Ausland, und vor diesem Hintergrund der Globalisierung, der Internationalisierung nehmen die Themen Marke und Design noch einmal an Bedeutung zu. Da können wir helfen, und das ist eine große Motivation für mich. NG: Lieber Andrej Kupetz, ganz herzlichen Dank für dieses interessante Gespräch!
  8. 8. Gäbe es eine Jury für die schönste sommerliche Location in Deutschland, hätte Braunschweig hervorragende Chancen, unter die Top Ten zu gelangen. Im Schatten der Burg Heinrichs des Löwen und des Doms gehen jedes Jahr im August unzählige Scheinwerfer an und lassen den kopfsteingepflasterten Burgplatz in einem ungewohnten Licht erstrahlen. Die Stadt steht ganz im Zeichen der Oper. Das Publikum hat schon längst entschieden und fällt kein Todesurteil – im Gegenteil: Das Foto ist sicher.
  9. 9. 9 Germany’s next top location Seit 2003 wird der Burgplatz zu einer Arena unter freiem Himmel. Pariser Edelkurtisane, so sehr Alfredo auch um sie wirbt. Schließlich Unterstützt durch den Hauptsponsor BS|ENERGY inszeniert das lässt sie sich auf eine Liaison mit dem jungen Mann ein, genießt Staatstheater Braunschweig bekannte Opern, weniger als einen das luxuriöse Leben an seiner Seite. Das scheinbar große Glück Kilometer von der eigentlichen Spielstätte entfernt. Im zurücklie- endet jäh, als Alfredos Vater Violetta um die Auflösung der Begenden Jahr war es »Die verkaufte Braut«, in diesem Sommer »La ziehung bittet. Die Zukunft seiner Familie stünde auf dem Spiel, Traviata«. Das jährlich wiederkehrende Open-Air-Ereignis gehört mittlerweile Das Opern-Spektakel vor historischer Kulisse ist eine zu den beliebtesten Kulturveranstaltunder beliebtesten Kulturveranstaltungen in der Region. gen im südöstlichen Niedersachsen. Ein besonderes Highlight ist das OpernSpektakel schon ob seiner historischen Kulisse – eingerahmt vom Dom St. Blasii und der Burg Dankwarde- behauptet er. Sich selbst und ihre Liebe opfernd, verlässt Violetrode, die der Veranstaltung ein beinahe mediterranes Flair verleihen. ta Alfredo und kehrt in die Halbwelt zurück. Verstoßen und von Wozu nach Verona reisen? der Tuberkulose gezeichnet, erwartet sie dort ein bitteres Ende. »La Traviata« berührt und begeistert bis heute weltweit – und im Im Verdi-Jahr lag es natürlich nahe, mit »La Traviata« eine der August ließ sich auch das Publikum in Braunschweig von dieser beliebtesten Opern des italienischen Komponisten aufzufüh- Liebesgeschichte verzaubern. ren. Als Vorlage diente ihm der Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas d. J. Verdi schildert das Suchen nach Liebe Seit vielen Jahren begleitet wirDesign die Kommunikation rund und den Niedergang der »vom rechten Weg abgekommenen« um das Open-Air-Ereignis. Bei »La Traviata« bildete ein aus unVioletta in eindringlichen Szenen. Ewig frei zu sein, schwört die terschiedlichen Blüten zusammengesetzter Frauenkopf das Keyvisual. Die Assoziation von »Blume« und »Frau« verweist auf die Schönheit und Vergänglichkeit Violettas. Als es im Februar noch grau und trist war, erfreuten sich die Augen der Passanten umso Blumencollage und Typografie lassen sich flexibel auf alle Medien – wie z. B. die Umspannung der Open-Air-Arena – adaptieren.
  10. 10. 10 BluePrint Oktober 2013 PREMIERENEINLADUNG LA TRAVIATA OPER VON GIUSEPPE VERDI | AB 10. AUGUST 2013 OPEN AIR AUF DEM BURGPLATZ BRAUNSCHWEIG mehr an diesem floralen Plakatmotiv, das in der ganzen Stadt auf Großflächen zu sehen war. Die Collage ließ sich flexibel auf alle Medien übertragen: Im Rahmen einer Promotion-Aktion zogen »Gärtnerinnen« und »Gärtner« durch die Fußgängerzone. Wie gewohnt, gab es einen kleinen Pinträger, diesmal in Blütenform. Und sogar einen Linienbus zierte das Motiv. Blüten wirbelten durch die Straßen und machten Lust auf den Event. Kein Wunder, dass innerhalb kürzester Zeit ein Run auf die Karten einsetzte. Mehr noch: Der Dom St. Blasii war an allen Aufführungstagen bis 23 Uhr geöffnet. Wer durch das Portal trat, wurde von einer Duftwolke empfangen. Der Kirchenraum hatte sich in eine große Pflanzenausstellung zu Ehren Marias verwandelt. Jede Menge Kräuter und Blumen säumten den Weg zum Marienaltar. So konnten die Besucher mit allen Sinnen die Aufführung genießen. Derweil ließen sich Opern-Fans, die keine Karten mehr ergattert hatten, am Rande des Burgplatzes auf Decken nieder und lauschten den Verdi-Melodien bei einem Glas Wein. Bei Gewitter wird die Aufführung übrigens Blüten wirbelten durch die Straßen und lösten einen unterbrochen – wie in jedem Freilichttheater. Wenn der Regen nachlässt, geht Run auf die begehrten Karten aus. es weiter, so kann sich die Inszenierung durch die halbe Nacht ziehen. Wollen die düsteren Wolken gar nicht weichen, wird die Aufführung abgebrochen. Violetta hatte also nur an verregneten Tagen eine Chance zu überleben. In diesem Sommer war das glücklicherweise nur ein Mal der Fall. Passanten und Fahrgäste erfreuten sich am floralen Keyvisual. Wie gewohnt, gab es auch kleine Pinträger, diesmal in Blütenform (o. r.).
  11. 11. 11 Schon jetzt freut sich wirDesign auf die Herausforderung, das Keyvisual für die Saison 2014 zu entwickeln. Es ist immer ein großer Moment, wenn das Staatstheater Braunschweig mit der neuen Oper im Gepäck die Agentur brieft. So sind bei jeder Motiventwicklung schon früh sowohl das Team des Staatstheaters als auch die Ansprechpartner des Hauptsponsors BS|ENERGY in den kreativen Workflow integriert. Diese Zusammenarbeit hat sich seit Jahren bewährt, es gilt nicht nur das Stück und seine Inhalte auf die Ebene von Marketing und Kommunikation zu übertragen, sondern auch die Marke des Hauptsponsors organisch einzubinden. Gerade mit dem Blütenmotiv von »La Traviata« hat das Energieunternehmen einen sehr positiven Imageträger bekommen. »Mit der stimmigen visuellen Inszenierung der Werbung für unsere Sommeroper hat wirDesign Braunschweig nicht nur in ein Blütenmeer verwandelt, sondern sehr dazu beigetragen, einen Run auf die Karten auszulösen. Am Ende waren alle Vorstellungen restlos ausverkauft.« Joachim Klement, Generalintendant Staatstheater Braunschweig Das freundliche und lebendige Blumenmotiv wirkt sich positiv auf das Image des Hauptsponsors aus. Mit dem Open-Air-Spektakel gehört der Burgplatz auf alle Fälle zu den Top Ten der schönsten Plätze in Deutschland. Zwar gibt es kein Foto von Heidi Klum, aber großen Applaus vom Publikum. Und das ist besonders schön. Mehr Infos zum Thema finden Sie im wirDesign Exposé »Kreative Kommunikation für Unternehmensmarken« (siehe Faxformular letzte Seite). Autorin Brigida Kempf wirDesign Creative Director
  12. 12. 12 BluePrint Oktober 2013 Aus Schönheit Verarbeitungsflüssigkeit gewinnen Eine Rezeptur für Markenverantwortliche Partnerschaft ist unser Fundament Wir werden Rot vor Freude Wir beginnen das nächste Kapitel unserer 145-jährigen Geschichte in einem neuen Look und mit erweitertem Angebot. Im Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützen wir die Sparkassen künftig Der neue Markenauftritt der Berlin Hyp ist durch zeitgemäße Ästhetik, Einfachheit, Klarheit und verständliche Symbole darauf ausgerichtet, eine hohe Verarbeitungsflüssigkeit beim Empfänger zu erzeugen. Geschäftsmodell für unsere Immobilienkunden fort – mit individuellen Finanzierungslösungen und einer breiten Dienstleistungspalette. Vertrauen Sie weiterhin auf die Tugenden, die uns erfolgreich gemacht haben: Augenmaß, Kontinuität, Individualität und Partnerschaftlichkeit. www.berlinhyp.de Finanzgruppe
  13. 13. 13 Wer im Rahmen eines Markenprozesses nach der bloßen Schönheit von Lösungen fragt, läuft Gefahr, sich selbst zu disqualifizieren. Wenn im fachlichen Diskurs auf Pinnwänden und PowerPointCharts um Strategien, Inhalte und Worte gerungen wird, scheint banale Schönheit fehl am Platze. Ein Blick auf die psychologische Wirksamkeit von Schönheit zeigt jedoch, dass ihre Wahrnehmung weit mehr in uns auslöst als die banale Freude an der äußeren Form. Vor allem die Verbindung zwischen Schönheit und Wahrheit sollte Markenverantwortliche aufhorchen lassen. heitsurteile zugrunde liegen. Dies kann erklären helfen, warum die Schönheit einer Aussage manchmal mit deren Wahrheit gleichgesetzt wird. Hohe Verarbeitungsflüssigkeit schafft Sicherheit Die Verarbeitungsflüssigkeit hat massive Auswirkungen auf unser Urteil. Eine hohe Verarbeitungsflüssigkeit signalisiert uns eine problemlose Interaktion mit unserer Umwelt und erhöht damit Sicherheit und Wohlfühlen. Die Verarbeitung von Informationen erfolgt in diesem Modus vergleichsweise oberflächlich und unkriVon der Schönheit zur Wahrheit tisch. Niedrige Verarbeitungsflüssigkeit hingegen signalisiert uns Bereits die Philosophen der Antike beschäftigten sich mit der Probleme in der Interaktion mit unserer Umwelt. Diese erfordern Schönheit und ihrer Wirkung auf den Menschen. In der Philoso- größere Anstrengungen in Form von erhöhter Aufmerksamkeit phie des Mittelalters gilt Schönheit als der »Glanz der Wahrheit«. und Analyseaufwand. Praktisches Beispiel: Der lange bekannte EfIm 18. Jahrhundert kommt der Begriff der »Ästhetik« ins Spiel. fekt, dass sich schlecht lesbare Handschriften in Aufsätzen negativ Deren Erfinder Alexander Gottlieb Baumgarten definiert Schön- auf die Schulnoten auswirken, kann auf einen Mangel an Verarheit nicht mehr als Eigenschaft einer Sache, sondern als Urteil des beitungsflüssigkeit zurückgeführt werden. Fazit: Immer für ausreiVerstandes. Damit wird Schönheit – wie die Marke – eine Frage der chend Verarbeitungflüssigkeit sorgen! subjektiven Wahrnehmung. Die Mathematik und andere Wissenschaftszweige sehen in der Schönheit einen HinDer Begriff »Verarbeitungsflüssigkeit« bezeichnet weis auf die Wahrheit einer Theorie oder die Leichtigkeit, mit der wir Informationen verarAussage. Demnach gehen Schönheit und Wahrheit eine kausale Verbindung ein: Dem beiten und abrufen können. Schönen wird mehr Wahrheitsgehalt unterstellt – und auch umgekehrt scheint es zu funktionieren, zumindest wenn wir dem Zitat von Richard Buckminster Fuller folgen können: »When I am Wesentliche Grundfunktion von Marken wie die Präferenzbildung, working on a problem, I never think about beauty but when I have Vertrauensaufbau und Komplexitätsreduzierung funktionieren finished, if the solution is not beautiful, I know it is wrong.« besser, wenn sie mit einer hohen Verarbeitungsflüssigkeit vermittelt werden. Visuelle und textliche Muster, die dem aktuellen GeIn einer für uns alle überkomplexen Welt kommt der Schönheit schmack und Schönheitsideal der Zielgruppen entsprechen, werdamit eine wichtige ordnende Funktion zu: Schönheit, die wir vor den nicht nur als angenehmer, sondern auch als glaubwürdiger allem intuitiv wahrnehmen, ist ein Transmitter. Sie liefert unserem angenommen und sind damit sehr wirksame Beschleuniger von Verstand in Millisekunden die (unter Umständen falsche) Informa- Wahrnehmungs- und Verarbeitungsflüssigkeit. tion über die Wahrheit einer Sache. Diese Information transformieren wir, je nach Anlass, in unsere persönliche Bewertung von Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit, Attraktivität, Relevanz und Mehr Infos zum Thema finden Sie im wirDesign Exposé persönlichem Nutzen des wahrgenommen Objekts oder Subjekts. »Markenstrategie und Markenkonzeption« (siehe Faxformular letzte Seite). Von der Wahrheit zur Verarbeitungsflüssigkeit In der psychologischen Forschung bezeichnet der Begriff der »Verarbeitungsflüssigkeit« die Leichtigkeit, mit der wir Informationen verarbeiten. Damit einher geht die Leichtigkeit, mit der wir Wahrnehmungsanreize wahrnehmen (perzeptuelle Flüssigkeit), sowie die Leichtigkeit, mit der Informationen aus dem Gedächtnis abgerufen werden können (Abrufflüssigkeit). In Versuchen wurde nachgewiesen, dass sich Verarbeitungsflüssigkeit erhöht, wenn der Informationsverarbeitung sowohl Schönheits- als auch Wahr- Autor Andreas Viedt wirDesign Vorstand Managing Director
  14. 14. 14 BluePrint Oktober 2013 Noch schön genug? Oder ist der visuelle Anzug, der Ihre Marke, Ihr Unternehmen vor Jahren so passend kleidete, längst zu klein, aus der Mode gekommen, zu einer die Bewegungsfreiheit einengenden Zwangsjacke geworden? Schönheit liegt auch in der Funktion. Und wenn an vielen Stellen das Gefühl aufkommt, unser visueller Anzug, unser Corporate Design funktioniert nicht mehr richtig, macht es Sinn, dieses unbestimmte Gefühl durch eine fundierte Analyse zu konkretisieren – und Lösungsoptionen aufzuzeigen. Gute Corporate-Design-Systeme sind offen, flexibel, in Maßen zeitlos und in die Zukunft gedacht, sodass sie ohne Probleme zehn, 15 oder mehr Jahre halten. Allerdings: Wenn sich die ursprünglichen Rahmenbedingungen und Faktoren der Entstehung entscheidend gewandelt haben, wird es Zeit für Korrekturen. Veränderungsdruck entsteht z. B. durch eine korrigierte Markenpositionierung oder -architektur, erweiterte Produkt- und Dienstleistungsangebote, Fusionen oder Integration, Internationalisierung, Markt- und Wettbewerbsveränderungen. Der Wandel der Rahmenbedingungen erfolgt manchmal abrupt und ist dann klar und deutlich erkennbar. Oft ist er aber auch schleichend, wie eine Erosion und unternehmensintern kaum wahrnehmbar. Was die CD-Verantwortlichen, -Macher und -Nutzer aber in beiden Fällen feststellen: Es gibt immer mehr »Kommunikationsfälle«, die vom aktuellen Unternehmens-CD nicht adäquat abgebildet werden können – weil der Anzug zu klein, zu unflexibel, nicht mehr funktionsgerecht ist. Die Analyse überprüft Stärken, Schwächen, Potenziale und Risiken sowie die aktuelle Praxistauglichkeit des Corporate Designs. Sie vergleicht es mit den wichtigsten Wettbewerbern und gleicht es mit der eigenen Unternehmensstrategie ab. Als anschauliche Summery erhalten Sie ein rund 50 Seiten umfassendes Gutachten mit den formulierten Ergebnissen. Details werden in einer ausführlichen Ampelanalyse bewertet. Abschließend werden Lösungsansätze, Empfehlungen und denkbare Szenarien formuliert. Mit einem ersten Zeitplan verbunden, gewinnen Sie einen konkreten Einblick in die operative Realisierung eines Redesign-Projektes. Zusammen mit den Auftraggebern konnte wirDesign bei vielen erfolgreichen Corporate-Design-Aktualisierungen die wichtigen Grundlagen durch eine CD-Analyse legen. Und oft war die Analyse der entscheidende, fundierte Anstoß, der gegenüber Vorstand oder Geschäftsführung die Sinnfälligkeit, die Notwendigkeit des Design-Relaunches wirkungsvoll und nachvollziehbar argumentiert. Design soll unterstützen, nicht einengen. Nur so kann es Wert generieren: die Schönheit des Mehrwertes! Eine Corporate-Design-Analyse schafft Klarheit. Auf Grundlage von mehr als 25 Jahren Erfahrung hat wirDesign eine systematisierte CD-Analyse entwickelt, die Klarheit in vierfacher Hinsicht herstellt: 1 Wie steht das Unternehmen im visuellen Vergleich zu seinen Wettbewerbern da? 2 Kann das Corporate Design die aktuelle bzw. zukünftige Marken- oder Unternehmenswirklichkeit noch abbilden? 3 Welches sind die Design-Essentials, die auch bei einem Redesign unverändert belassen werden sollen? 4 Wo können CD-Veränderungen am effektivsten und mit dem größten Erfolg begonnen und realisiert werden? Mehr Infos zum Thema finden Sie im wirDesign Exposé »Corporate-DesignAnalyse« (siehe Faxformular letzte Seite). Autor Norbert Gabrysch wirDesign Vorsitzender des Vorstandes CEO Design Direction
  15. 15. 15 vorher / A World Leader in Air Cooled Condensers nachher /
  16. 16. 16 BluePrint Oktober 2013 Die Schönheit der Bewegung Die Anforderungen an Marken und ihre Visualisierung werden im digitalen Zeitalter immer größer. Das Thema »Bewegtbild« rückt immer mehr in den Mittelpunkt, die digitalen Medien bieten den idealen Raum dafür und nichts transportiert Emotionen so gut wie bewegte Bilder. Die Marke EEW Energy from Waste ist aus einer ursprünglich 100 %igen E.ON-Tochter entstanden und tritt nun seit Anfang 2013 mit einem eigenständigen Erscheinungsbild auf. Das Kerngeschäft der Marke liegt, wie es ihr Name schon verrät, in der Energieerzeugung aus Abfallverbrennung. Der gesamte CD-Prozess der Marke EEW Energy from Waste hatte von Anfang an formal einen klaren Protagonisten: das Element »Feuer«. Die Bildmarke des Logos, die formal und farblich eine Flamme zitiert, stellt symbolisch über das Element »Feuer« den Kern der Marke dar. »Feuer« ist in der Realität ein sehr lebhaftes und lebendiges Element, das in der statischen Bildmarke von EEW Energy from Waste nur durch einen minimalen Ausschnitt seiner Bewegung festgehalten wird und dessen Eleganz, die in der Bewegung des Elementes »Feuer« steckt, eingefroren wurde. Es lag also nahe, die Bildmarke zu animieren und das Element »Feuer« im Erscheinungsbild von EEW Energy from Waste zum Leben zu erwecken. Die Dynamik/das Storytelling, das sich hinter der Bildmarke verbirgt, kommt durch die Animation verstärkt zum Vorschein und macht die Marke, wo es technisch möglich ist, auf eine wesentlich plakativere und emotionalere Art erlebbar. Die Animation des Logos von EEW Energy from Waste hat, vor allem in den vielen neuen digitalen Medien, sehr viele und sehr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Ob beispielsweise auf Websites oder auf sozialen Netzwerken bieten sich, neben den etablierten Kanälen wie TV und Kino, viele Möglichkeiten, Marken und ihr Erscheinungsbild auch bewegt in Szene zu setzen. Auf der Website kann die Animation beispielsweise ein stark emotional ansprechendes Einstiegstor zu den vielen sachlichen und faktischen Inhalten der Seite sein. Des Weiteren kann sie dosiert auch als ein navigationsunterstützendes und differenzierendes Element eingesetzt werden. Der Navigationsweg des Users wird, sobald er sich von einer Ebene der Website in eine andere bewegt, über eine kleine Animation der Flamme im Logo visuell begleitet und unterstrichen.
  17. 17. 17 Die Logoanimation macht das Element »Feuer« in der Bildmarke lebendig. Die Logoanimation eignet sich sehr gut als Einstieg bzw. Abschluss von Dokumentationsfilmen oder Präsentationen des Unternehmens. Durch ihren Einsatz erhält jedes auch noch so trockene Thema aus der EEW-Energy-from-Waste-Welt einen lebendigen Charakter und fügt der Marke einen zusätzlichen, emotional ansprechenden Charakter hinzu. Auch bei Messeauftritten oder in ähnlichen Situationen, in denen die Marke im Raum gespielt wird, ist der Einsatz der aufmerksamkeitsstarken Logoanimation sehr empfehlenswert. Die Animation verstärkt und differenziert, vor allem in kommunikationsüberladenen Situationen wie Messehallen, den Auftritt der Marke zusätzlich und verleiht ihr eine gewisse Uniqueness. Die nicht animierte Bildmarke von EEW Energy from Waste kann die Eleganz des Elementes »Feuer« und seine beinahe hypnotisch wirkenden Bewegungen nur andeuten. Die Animation macht die Schönheit und Dynamik des Feuers erlebbar und haucht der Marke Leben ein. Mehr Infos zum Thema finden Sie im wirDesign Exposé »Markenstrategie und Markenkonzeption« (siehe Faxformular letzte Seite). Autor Luca Iaconelli wirDesign Creative Director
  18. 18. 18 BluePrint Oktober 2013 Ästhetik der Programmierung
  19. 19. 19 Schönheit und Programmierung? Viele Dinge, die wir heute wie selbstverständlich nutzen, Websites, Facebook, den Touchscreen auf unseren Handys, unzählige Apps, betrachten wir »oberflächlich« und vergessen dabei, dass sie nur funktionieren, weil ihnen ein komplexer Programmcode zugrunde liegt. Was haben diese sogenannten Quellcodes mit Ästhetik zu tun? Schönheit entsteht häufig aus reduzierter Einfachheit, nachvollziehbarer Logik und verständlicher Klarheit in der Umsetzung – und diese Attribute spielen z. B auch bei der Programmierung einer Website eine . wichtige Rolle. In den letzten drei Jahren hat wirDesign u. a. für die Volkswagen Financial Services, VWFS, die größte »Autobank« Europas, die markenspezifischen Prototypen der Banken-Websites für die zum VW-Konzern gehörenden Automarken entwickelt und programmiert, darunter die Sites von Bentley, Porsche, Seat, Škoda, zusätzlich auch für die AutoEuropa Bank und aktuell für die neuste Konzernerwerbung Ducati. Die von wirDesign programmierten Prototypen decken alle denkbaren und möglichen Zustände der Sites ab und bilden damit – nach der Überführung in das spezifische Content-Management-System durch die unternehmenseigene IT – die Grundlage für die konkrete, inhaltliche »Befüllung« der Websites durch die VWFS-Redakteure. Im Zusammenspiel sorgt der Quellcode für das richtige Aussehen, das CMS für die richtigen Inhalte. Die Ästhetik von Einfachheit und Klarheit bestimmt die Realisierung Analog zum »modularen Querbaukasten« beim Automobil produzierenden Mutterkonzern VW wird auch für die Bank auf bewährte Module und Methoden zurückgegriffen. Je einfacher und übersichtlicher der Programmcode, umso leichter lässt sich der HTML-Prototyp ins CMS überführen. Je weniger erläuternde Kommentierungen im Quellcode nötig sind, umso leichter haben es später die Programmierer. Die ästhetische, klare Lösung hierfür ist die möglichst starke Wiederverwendung von Quellcode-Blöcken (Building-Blocks) wie z. B. gleicher Listenelemente für alle benötigten Navigationsmodule. Nur die Elemente, die diese Blöcke enthalten, »entscheiden« dann über die spezifische, unterschiedliche Optik. Genauso ge- hören CSS-Formatierungen oder JavaScript-Aufrufe nicht in den Inhaltsbereich (body) des HTML-Quellcodes. Und Icons, Buttons, Layout-Grafiken etc. werden sinnvoll in CSS-Sprites (zusammenfassende Grafikdatei) gebündelt. Daraus resultiert eine höhere Ladegeschwindigkeit, bedingt durch eine Verringerung von httpRequests (Serveranfragen). Auch diese Klarheit im Programmcode sorgt für ein besseres Handling: die Trennung von Funktion und Inhalt, anstelle von inhaltsbezogenen abstrakte, generalisierende Formulierungen für die CSS-Definitionen. Der Wunsch nach ästhetischer Klarheit in der ProgrammieEine Website ist niemals ganz fertig, nicht nur die Inhalte werden rung ist also kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für regelmäßig aktualisiert, auch Funktionen müssen häufig verändert, eine einfache und kostengünstige Realisierung, Pflege und ergänzt werden. So gehen größere Websites im Laufe der Zeit durch das schnelle wie problemlose Funktionieren einer Website. die Hände verschiedenster Programmierer, die den grundlegenden Programmcode leicht lesen und verstehen können müssen, um ihn kontinuierlich an die laufenden Veränderungen anzupassen, zu modifizieren, zu ergänzen. Und das gelingt umso leichter, je reduzierter, klarer, weniger redundant, »schöner« und damit nachvollziehbarer die Struktur des der Website zugrunde liegenden Quellcodes ist. Selbstverständliche Grundlage dafür ist die Autor Torsten Michel gemeinsame Abstimmung des Leistungskataloges, in den auch Technischer Leiter / Senior Consultant IT die von wirDesign entwickelten Vorgaben einfließen.
  20. 20. 20 BluePrint Oktober 2013 Einfach schön Ein Geschäftsbericht rund um das Thema »Liebe« Ungewöhnliches Thema für einen Geschäftsbericht: Die Städtischen Werke Magdeburg stellen die Liebe in den Mittelpunkt. Doris Dörrie wagt ein spannendes Experiment. Mit verbundenen Augen sollen zwei Paare den eigenen Partner erkennen – durch bloßes Ertasten. Uhren und Schmuck landen auf dem Tisch, die Kleidung in einem Sessel. Dann kommen die Hände ins Spiel: Wo ist eigentlich der kleine »Schönheitsfleck«, der einst so erotisch wirkte? Trotz zahlreicher Verwicklungen lässt Doris Dörrie die Protagonisten in ihrem Film »Nackt« zueinander finden. Die Liebe triumphiert über alle Beziehungsprobleme. Wie schön.
  21. 21. 21 Mutig, unkonventionell, leidenschaftlich und einfach anders: Der Report wirkt attraktiv – und weckt Lust zum Lesen. Die Suche nach Schönheit, Liebe, Glück und dem Sinn des Seins ist ein immer wiederkehrendes Thema. Nicht nur auf der Kinoleinwand, auch im wirklichen Leben. Bei Singles genauso wie in einer langjährigen Beziehung. Und da vielleicht besonders: Wie nehme ich den Menschen an meiner Seite wahr? Könnte ich ihn am Schwung der Augenbraue erkennen? Vielleicht am Ohr, das etwas zu spitz geraten ist? An all den Attributen, die ich als »schön« empfinde? Meist drängt sich der Alltag in den Vordergrund – die Reparatur der Waschmaschine etwa oder die Suche nach dem fiesen Buchsbaumzünsler mit der wohlklingenden lateinischen Bezeichnung Cydalima perspectalis, der sich gefräßig durch die immergrünen Büsche arbeitet. Derartige Herausforderungen versperren den Blick auf das Wesentliche. Liebe – ungewöhnliches Thema für einen Geschäftsbericht Beziehungen bestimmen einen großen Teil unseres zwischenmenschlichen, aber auch unseres geschäftlichen Denken und Handelns. Wir leben mit ihnen und von ihnen. Wir geben und nehmen. Mal mehr, mal weniger. Meistens sind wir darauf bedacht, die Waage im Gleichgewicht zu halten, niemanden zu benachteiligen und das Miteinander harmonisch zu gestalten – im Sinne einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Wie aber gleicht ein Unternehmen, weit ab von Verträgen, unabhängig von Lieferungen und Zahlungen, sein Beziehungskonto aus? Indem es eben diese Geschäftsbeziehungen thematisiert – beispielsweise im Geschäftsbericht. Genau das machen die Städtischen Werke Magdeburg in diesem Jahr. Die SWM widmen sich den Beziehungen zu Mitbewerbern und Eigentümern, Kunden und Mitarbeitern – und wählen dafür ein emotionales Leitmotiv. Es überrascht und fasziniert gleichermaßen: »Liebe«. Der Titel allein genügt, um die transparente Schutzfolie aufzureißen. Derart entblättert, beschreibt der Geschäftsbericht ganz unterschiedliche Facetten wie Vertrauen, Ehrlichkeit und Ehe, aber auch Attraktivität, Spannung, Eifersucht und Krise. Und natürlich spielt die Lust eine Rolle. Bei den SWM äußert sie sich in der Förderung des Nachwuchses: »Wir haben Lust auf Nachwuchs und wir schaffen Bedingungen, die Lust machen, bei uns zu arbeiten.« Genauso vielfältig sind die gestalterischen Mittel. Fotos, Illustrationen und Informationsgrafiken verleihen dem Geschäftsbericht einen besonderen Charakter. Das beginnt schon mit dem Format.
  22. 22. 22 BluePrint Oktober 2013 Vielfältige gestalterische Mittel: Mit Fotos, Illustrationen und Informationsgrafiken gewinnt die Publikation einen unverwechselbaren Charakter. Ließe Doris Dörrie ihre beiden Paare eine Reihe von Geschäftsberichten ertasten, den Report der SWM würden sie sofort erkennen. Der Hardcover-Einband, die textile Struktur des Rückens, das Lesebändchen prägen die Publikation. Mit »Liebe« demonstrieren die SWM nicht zum ersten Mal ihre Entschlossenheit, nach ungewöhnlichen Wegen zu suchen und diese auch konsequent zu beschreiten. »Damit wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen bestehen können, müssen wir immer wieder neue Ideen entwickeln. Wir wollen anders sein als unsere Wettbewerber. Einfach besser. Das gilt auch für Kommunikation und Marketing«, sagt Anne-Kathrin Beyer, Bereichsleiterin Marketing der SWM. Als kreativer Sparringspartner steht ihr dabei wirDesign zur Seite – sei es bei einer Anzeigenkampagne oder beim Geschäftsbericht. Seit nunmehr elf Jahren arbeiten SWM und wirDesign erfolgreich zusammen. Schönheit – selbst der Kapitalmarkt lässt sich beeindrucken Dass ein Geschäftsbericht nicht nur funktional, sondern auch schön sein darf, belegt eine Studie aus den USA. In einer empirischen Untersuchung gelangten Claudia Townsend (University of Miami School of Business Administration) und Suzanne B. Shu (UCLA Anderson School of Management) zu der Erkenntnis, dass die Reputation eines Unternehmens durch einen attraktiven Geschäftsbericht gestärkt wird. Oder anders betrachtet: Die Erstellung eines inhaltlich wie gestalterisch überzeugenden Reports macht sich bezahlt. Der ästhetischen Wirkung seien sich die Entscheider in der Regel nicht bewusst: »We found that when their attention was drawn to this issue they were able to overcome the bias and make wiser investments.« Analysiert wurden die Anschauungen von drei unterschiedlichen Rezipientengruppen. Dazu zählten Teilnehmer ohne spezifischen Wissenshintergrund, Studenten mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt und Investoren mit umfassenden Erfahrungen. Die Studenten wurden mit zwei Geschäftsberichten konfrontiert, die sich allein in ihrer Gestaltung unterschieden. Trotz identischer Informationen und Kennzahlen bewerteten sie das Unternehmen mit dem attraktiveren Report fast 70 Prozent höher. Weniger signifikant, dennoch erkennbar fiel das Ergebnis bei den Teilnehmern ohne spezifischen Hintergrund aus. Weitaus komplexer angelegt war
  23. 23. 23 »Die Liebe ist das Licht des Lebens. Mit der Ehe kommt die Stromrechnung!« UNBEKANNTER AUTOR die Analyse des Investoren-Verhaltens. Im Ergebnis glich sie den vorangegangenen beiden Studien. Eine zusätzliche Farbe im Geschäftsbericht setzten die Investoren einer Steigerung des Ertrags um 20 Prozent gleich. »The implications of these findings should point firms in the direction of good graphic designers«, folgert Townsend. »After all, it is a lot easier to add color to a printed piece of paper than to add revenue to a company’s bottom line.« Mehr noch: Die Ästhetik des Geschäftsberichts wirkt nicht allein positiv auf den Auftritt des Unternehmens am Kapitalmarkt und mithin seine Reputation, sondern ebenso auf die Marke und den Unternehmenswert. Das wird sowohl bei den Rezipienten ohne spezifischen Hintergrund als auch bei Studenten und Investoren deutlich. Natürlich beschränkt sich diese Beobachtung nicht allein auf den Geschäftsbericht, sondern gilt für alle Instrumente von Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Wie schön. Mehr Infos zum Thema finden Sie im wirDesign Exposé »Der Geschäftsbericht« (siehe Faxformular letzte Seite). Autor Thomas Norgall wirDesign Creative Director
  24. 24. 24 BluePrint Oktober 2013 Faxorder Mehr Infos zu speziellen Themen finden Sie in unseren kostenlosen Exposés. Einfach per Fax bestellen oder downloaden. FAX › 0531 8881-234 Redaktion BluePrint c /o wirDesign communications AG Download oder Bestellung online: www.wirdesign.de/ service/exposes Bitte senden Sie mir kostenlos das Exposé: Markenstrategie und Markenkonzeption Erkenntnisse und Projektbeispiele aus der markenstrategischen Beratungsarbeit von wirDesign. Exposé / Case Study TÜV NORD GROUP Der TÜV NORD Konzern präsentiert sich mit einer neuen Dachmarke. Die neue Corporate Brand klammert alle Aktivitäten und Geschäftsfelder und unterstützt die Managementkommunikation von TÜV NORD. Auf dem Weg zur neuen Dachmarke TÜV NORD GROUP stellten sich Fragen zu Markenstrategie, Markenarchitektur, Markenpositionierung und zur erfolgreichen Implementierung. Das Exposé zeigt anhand dieser Case Study, wie wirDesign komplexe Markenprojekte strukturiert und realisiert. Kreative Kommunikation für Unternehmensmarken Von der Aufgabe zur inspirierenden Kommunikationslösung. Anhand von Praxisbeispielen aus internen und externen Kommunikationsprojekten zeigen wir, wie es durch systematische Arbeit gelingen kann, die Absicht der Marke mit den Interessen des Empfängers zu verbinden. Corporate-DesignAnalyse wirDesign bietet eine fundierte, konstruktive Analyse Ihres aktuellen Corporate Designs an. In diesem Exposé beschreiben wir ausführlich unsere Vorgehensweise, die zu erwartenden Ergebnisse und ihren Nutzen. Corporate Design erfolgreich managen Mit dem Background von über 20 CDProjekten beschreiben wir die wesentlichen Aspekte der erfolgreichen CD-Entwicklung und -Realisierung. (Nur Print) IMPRESSUM BluePrint_61/2013 Brand Management Effiziente CD- und Markenführung mit webbasierten Systemen und intelligenten Onlinetools für optimierte Marketingprozesse, die mit den Ansprüchen der Unternehmen wachsen können. Herausgeber wirDesign communications AG Braunschweig Der Geschäftsbericht Aktuelle Informationen, Statements und beispielhafte Konzepte für Geschäftsberichtsmacher. Redaktion Norbert Gabrysch (verantwortlich), Autoren Layout Vera Grönegress, Adressänderung? Nicht mehr im Unternehmen? Auch über diese Info freuen wir uns. Danke! Gudrun Zwilgmeyer Druck Draheim, Lahstedt / Münstedt wirDesign Braunschweig Herrn / Frau Sophienstraße 40 38118 Braunschweig Abteilung T 0531 8881-0 welcome@wirDesign.de Firma wirDesign Berlin Straße Gotzkowskystraße 20/21 10555 Berlin PLZ / Ort T 030 275728-0 berlin@wirDesign.de Telefon © wirDesign 2013 E-Mail BP_10/13

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