Weltgesundheitstag 2013

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Blutdruck oder Hypertonie genannt. Er erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen, und kann unbehandelt zu Erblindung, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen führen.

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  • Zahlreiche Faktoren beeinflussen auch einen gesunden Blutdruck: Herzleistung, Blutmenge, Behandlungskonformität und Elastizität der Blutgefäße.
  • Quelle: Global health risks: Mortality and burden of disease attributable to selected major risks. Weltgesundheitsorganisation, Genf (Schweiz), 2009 Im jüngeren Alter sind Männer stärker von Bluthochdruck betroffen, im höheren Alter sind es die Frauen Männer sind in Bezug auf Rauchen und schädlichen Alkoholkonsum, eine geringere Annahme präventiver Angebote und eine schwächere soziale Einbindung stärker gefährdet als Frauen – doch werden auch Frauen zusehends durch diese Faktoren belastetIn Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen sind die ärmsten Bevölkerungsschichten am stärksten betroffen. Es ist hinreichend belegt, dass kardiovaskuläre und andere nichtübertragbare Krankheiten durch ruinöse Gesundheitsausgaben und Zuzahlungen zur Verarmung vieler Haushalte beitragen.
  • Verursacht jährlich 7,5 Mio. bzw. 13% aller Todesfälle weltweit. Laut Weltgesundheitsbericht 2002 wird veranschlagt, dass über 50% aller Fälle von koronarer Herzkrankheit und fast 75% aller Schlaganfälle in Industrieländern auf Blutdruckwerte zurückzuführen sind, die über dem theoretischen Minimum des systolischen Blutdrucks liegen (115mmHg).
  • Die Prävalenz von Hypertonie nimmt in allen Altersgruppen und Regionen zu. 2025 werden voraussichtlich 29,2% der Erwachsenen an Hypertonie leiden (29.0% der Männer und 29,5% der Frauen).
  • Männer sind stärker betroffen als Frauen(29,0% der Männer und 29,5% der Frauen leiden an Hypertonie).
  • 2008 betrug die Prävalenz erhöhten Blutdrucks in der Altersgruppe 25 Jahre und darüber weltweit ca. 40%. Die große Varianz in der Prävalenz des erhöhten Blutdrucks in der Erwachsenenbevölkerung der Europäischen Region der WHO lässt sich an dieser Grafik ablesen, wonach viele Länder über dem globalen Durchschnitt von 40% liegen. (http://www.who.int/gho/ncd/risk_factors/bloo_pressure_prevalence_text/en/index.html)
  • Bei einem Großteil der Bevölkerung treten hohe Blutdruckwerte auf (systolischer Blutdruck über 140 mmHg), ohne dass die Diagnose Hypertonie gestellt wird. Dennoch steht auch diese Gruppe vor erhöhten Gesundheitsrisiken und in ihr können in absoluten Zahlen sogar mehr durch Blutdruck bedingte Todesfälle auftreten, als in der relativ kleineren Gruppe von Menschen mit der Diagnose Hypertonie. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Menschen ihren Blutdruck kennen und etwas gegen erhöhte Werte unternehmen, auch wenn keine Diagnose Hypertonie vorliegt.Abbildung aus http://www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/GlobalHealthRisks_report_full.pdf page 4
  • Ein breites Spektrum aus Faktoren trägt zu erhöhtem Blutdruck bei Hoher Anteil gesättigter Fettsäuren an der ErnährungÜbermäßiger SalzkonsumÜbergewicht und AdipositasSitzende Lebensweise und fehlende BewegungÜbermäßiger AlkoholkonsumRauchenUnkontrollierter StressFamiliäre VorbelastungAlter von über 65 JahrenBegleiterkrankungen, etwa Diabetes
  • Um sich gesünder zu ernähren, sollte eine Person weniger als 5 g Salz pro Tag zu sich nehmen, verarbeitete Nahrungsmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren gegenüber solchen mit Transfettsäuren vorziehen und insgesamt weniger Fett konsumieren.Außerdem trägt die Förderung der körperlichen Betätigung im täglichen Leben und eine bessere Förderung der Gesundheit in der Schule und am Arbeitsplatz zu einer Senkung des Blutdrucks in der Bevölkerung bei. Ziel der Gesundheitspolitik sollte es sein, durch erhöhten Blutdruck gefährdete Patienten aufzufinden und zu behandeln.
  • In Ländern mit hohem Volkseinkommen haben breit gestreute Diagnose- und Behandlungsangebote zu einem signifikanten Rückgang des mittleren Blutdruckwerts in der Bevölkerung geführt – und hierdurch zu einem Rückgang der Mortalität aufgrund von Herzversagen beigetragen. Wenn die Bevölkerung ihre Blutdruckwerte kennt und weiß, wie sie ihren Blutdruck senken kann, dann sind signifikante Fortschritte hinsichtlich eines niedrigeren Blutdrucks in allen Bevölkerungsgruppen möglich.
  • Weltgesundheitstag 2013

    1. 1. Was ist hoher Blutdruck?• Ein Blutdruck von über 130/80 mmHg gilt als hoher Blutdruck. Hoher Blutdruck an sich ist oft symptomlos und gilt daher als „stiller Killer“.• Durch das Messen des Blutdrucks ist zu sehen, wie stark das Blut gegen die Arterienwände gepresst wird, während es vom Herzen durch den Körper gepumpt wird.• Der Blutdruck wird in Millimetern einer Quecksilbersäule (mmHg) durch zwei Werte ausgedrückt: den systolischen und den diastolischen Wert. – Der systolische Wert bezeichnet den Druck, der entsteht, wenn das Blut durch einen Herzschlag aus dem Herzen gepresst wird. – Der diastolische Wert bezeichnet den Druck in der Ruhephase des Herzens zwischen zwei Schlägen.
    2. 2. Wichtige Fakten zum Thema Bluthochdruck• weltweit ist jeder dritte Erwachsene betroffen• Männer sind häufiger betroffen als Frauen• ärmere Bevölkerungsgruppen sind stärker betroffen• an 13% aller Sterbefälle weltweit ist Bluthochdruck beteiligt• Bluthochdruck wird in „Gesundheit 2020“ als einer der wichtigsten Mitverursacher von Krankheit bezeichnet
    3. 3. Warum Bluthochdruck eine Bedrohungfür die öffentliche Gesundheit darstellt• Hoher Blutdruck belastet die Arterien und das Herz und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder einer Nierenerkrankung.• Hoher Blutdruck kann sich zur Hypertonie entwickeln.• Die Diagnose Hypertonie wird gestellt, wenn bei wiederholten Messungen durchgängig Werte von 140/90 mmHg oder darüber konstatiert werden.• Hypertonie wird in „Gesundheit 2020“ die verbreitetste vermeidbare Krankheit genannt.
    4. 4. Mittlerer systolischer Blutdruck (SBP) bei Frauen im Alter von 25 Jahren und darüber (altersstandardisiert) im Jahr 2008 Mittlerer SBP (mmHg) Daten nicht verfügbar Nicht zutreffendDie hier benutzten Bezeichnungen und die Darstellung des Stoffes beinhalten keine Stellungnahme seitens des Sekretariats der Datenquelle: Weltgesundheitsorganisation Karten: Public Health Information andWeltgesundheitsorganisation bezüglich des rechtlichen Status eines Landes, eines Territoriums, einer Stadt oder eines Gebiets Geographic Information Systems (GIS)bzw. ihrer Regierungs-/Verwaltungsinstanzen oder bezüglich des Verlaufs ihrer Staats- oder Gebietsgrenzen. Gestrichelte Linien Weltgesundheitsorganisation ©WHO 2011. Alle Rechte vorbehalten.auf Karten bezeichnen einen ungefähren Grenzverlauf, über den möglicherweise noch keine vollständige Einigkeit besteht.
    5. 5. Mittlerer systolischer Blutdruck (SBP) bei Männern im Alter von 25 Jahren und darüber (altersstandardisiert) im Jahr 2008 Mittlerer SBP (mmHg) Daten nicht verfügbar Nicht zutreffendDie hier benutzten Bezeichnungen und die Darstellung des Stoffes beinhalten keine Stellungnahme seitens des Sekretariats der Datenquelle: WeltgesundheitsorganisationWeltgesundheitsorganisation bezüglich des rechtlichen Status eines Landes, eines Territoriums, einer Stadt oder eines Gebiets bzw. Karten: Public Health Information and Geographic Information Systemsihrer Regierungs-/Verwaltungsinstanzen oder bezüglich des Verlaufs ihrer Staats- oder Gebietsgrenzen. Gestrichelte Linien auf Karten (GIS) Weltgesundheitsorganisation ©WHO 2011. Alle Rechte vorbehalten.bezeichnen einen ungefähren Grenzverlauf, über den möglicherweise noch keine vollständige Einigkeit besteht.
    6. 6. Prävalenz erhöhten Blutdrucks [%] in derBevölkerung der Europäischen Region im Jahr 2008
    7. 7. Maßnahmen vor Einsetzen der HypertonieAbb. 3: Der durchschnittlich beobachtete Blutdruck in einer Bevölkerung (SBP, rechts) und dieideelle Verteilung des durchschnittlichen SBP (links).Wahrscheinlichkeitsdichte [%] 50% der Bevölkerung weist einen Blutdruck von unter 130 mmHg im Vergleich zu 100 mmHg in der Idealbevölkerung auf. 20% der Bevölkerung hat einen erhöhten Blutdruck (SBP ≥ 140 mmHg) im Vergleich zu 0% der Idealbevölkerung. Tatsächliche Idealbevölkerung Bevölkerung Hypertonie Systolischer Blutdruck [mmHg] Quelle: Global health risks: mortality and burden of disease attributable to selected major risks. Genf, WHO, 2009.
    8. 8. Risikofaktoren für erhöhten Blutdruck• Hoher Anteil gesättigter Fettsäuren an der Ernährung• Übermäßiger Salzkonsum• Übergewicht und Adipositas• Sitzende Lebensweise und fehlende Bewegung• Alkoholkonsum• Familiäre Vorbelastung• Alter von über 65 Jahren• Begleiterkrankungen, etwa Diabetes
    9. 9. Erhöhtem Blutdruck gegensteuern durch: • gesündere Ernährung • Verringerung des Salzkonsums • regelmäßigen Sport • Rauchverzicht • geringeren Alkoholkonsum • regelmäßiges Blutdruckmessen
    10. 10. Die Reaktion der WHOIm Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ wurde erhöhter Blutdruck als ein wichtiger Krankheitsfaktor benannt und Hypertonie als die verbreitetste vermeidbare Krankheit der Welt bezeichnet.Bluthochdruck (und besonders die Verringerung der Salzaufnahme) ist Thema des Weltgesundheitstages 2013.
    11. 11. Aktuelle Konzepte der WHO für die Europäische RegionPrioritäre Maßnahmen aus dem Aktionsplan gegen nichtübertragbare Krankheiten (2012– 2016):• Förderung einer gesunden Ernährung durch Vermarktung und Besteuerung• Eliminierung von Transfettsäuren• Salzreduktion• Bewertung und Handlung des kardio- metabolischen Risikos• Förderung körperlicher Betätigung und Mobilität
    12. 12. Zentrale Maßnahmen• regelmäßig Blutdruck messen• Patienten eigene Risiken bewusst machen• wirksame Instrumente für die Früherkennung, Handhabung und Steuerung des Bluthochdrucks schaffen• körperliche Betätigung, gesündere Ernährung und verringerte Salzaufnahme fördern• preiswerte blutdrucksenkende Medikamente bereitstellen• Ziel zur Senkung des mittleren Blutdruckswerts für alle Bevölkerungsgruppen aufstellen
    13. 13. www.euro.who.int/worldhealthday

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