Aktionärsbrief                      1. – 3. Quartal 2011/12www.voestalpine.com
voestalpine-Konzern in Zahlen1 Q – 3 Q 2010/11 vs. 1 Q – 3 Q 2011/12Mio. EUR                                              ...
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Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12konnte damit aber den Preisverfall nicht stoppen,   etwas unter dem Niveau der erste...
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Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Division Stahl1    Mio. EUR                                                         ...
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Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12noch überhitzte Nachfragesituation in einigen              14,3 % von 1.895,1 Mio. E...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           dar, wo sich die Nachfrage auf stabil hohem                   2.031,9 Mio....
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Marktumfeld und Geschäftsverlauf                    Entwicklung der KennzahlenTrotz ...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Division Automotive            Mio. EUR                                   ...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Straffung der Konzernstruktur                        (Tag des Squeeze-out-Beschlusse...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Divisionen – um 28,1 % von 276,1 Mio. EUR auf         Mit einer Steigerung...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Mitarbeiter                                         nuierlich vorangetrieben. So fan...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Erreichung dieses Zieles sowie die Beurteilung       risierung und Beschrä...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12nalen Branchenvergleich – bereits überdurch-          abgelöst wird, hängt im Wesent...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Investor Relations           voestalpine AG im Vergleich zu ATX und intern...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12diesem Zeitraum ungleich besser dar. Abgesehen       liche Kursgewinne verzeichnet. ...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Informationen zur Aktie            Aktiennominale                         ...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12                                   23
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           voestalpine AG           Finanzdaten zum 31.12.2011           Nach Interna...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Passiva                                                           31.03.2011       3...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Konzern-Kapitalflussrechnung                                              ...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung                                                 ...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung                                             ...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Erläuternde AnhangangabenDer Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezem-          und be...
Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12           Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe           Der Konsolidierungskrei...
Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12ben, welcher bei Entfall der Dividende auch aus-    Minderheitsaktionäre der BÖHLER-...
voestalpine Geschäftsentwicklung Q3 2011/12
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Trotz eines insgesamt sehr herausfordernden konjunkturellen Umfeldes konnte der voestalpine-Konzern in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/12 die Vergleichswerte des Vorjahres sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien übertreffen.

Weitere Informationen unter: http://bit.ly/zbJmF7

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  1. 1. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12www.voestalpine.com
  2. 2. voestalpine-Konzern in Zahlen1 Q – 3 Q 2010/11 vs. 1 Q – 3 Q 2011/12Mio. EUR 1 Q – 3 Q 2010/11 1 Q – 3 Q 2011/12 01.04.– 01.04.– Veränderung 31.12.2010 31.12.2011 in %Umsatzerlöse 7.936,6 8.877,2 11,9EBITDA 1.107,0 1.118,0 1,0EBITDA-Marge 13,9 % 12,6 %EBIT 658,2 676,4 2,8EBIT-Marge 8,3 % 7,6 %Ergebnis vor Steuern 514,9 533,8 3,7Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)1 400,3 411,4 2,8Ergebnis je Aktie (EUR) 2,02 2,09 3,5Investitionen 276,1 353,8 28,1Abschreibungen 448,9 441,5 –1,6Capital Employed 8.066,8 8.456,9 4,8Eigenkapital 4.553,4 4.873,9 7,0Nettofinanzverschuldung 2.977,4 2.989,4 0,4Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals 65,4 % 61,3 %Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 40.078 41.216 2,81 Vor nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
  3. 3. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12 Sehr geehrte Damen und Herren,das Jahr 2012 hat anders begonnen, als viele noch im vergangenen Herbst erwartet haben– nämlich mit Zuversicht, zunehmendem Optimismus und neuem Vertrauen in die Zukunft.Die Rede ist dabei allerdings nicht von Europa, sondern von den USA. Die Wirtschaft hat dortin den letzten Monaten eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht, hat sich gleichsameinen Ruck gegeben und ist drauf und dran, den Glauben an die eigenen Stärken wieder zugewinnen, und das trotz weiter zunehmender Staatsverschuldung und nach wie vor hoherArbeitslosigkeit.Was passiert gleichzeitig in Europa? Der alte Kontinent sieht dagegen aus, wie er heißt: alt!Sowohl politisch als auch gesellschaftlich tritt Europa auf der Stelle, nicht Mut und Zukunfts-glaube, sondern Zögerlichkeit und Zweifel werden vermittelt. Wenn dann doch einzelnePolitiker versuchen, die Initiative zu ergreifen, Lösungen zu finden, gilt dies schnell einmalals demokratiepolitisch bedenklich oder als Versuch, Europa zu dominieren. Dabei ist Europamit der immer schneller fortschreitenden Globalisierung mehr denn je gefordert, seineneigenen Weg, seine Linie zu finden, klar und ohne lähmende Kompromisse. Dazu braucht esLeadership, Führungs- und Umsetzungskompetenz – und vor allem auch einen Sinn fürMachbarkeit und Realität. Für schwärmerische Utopien und Extrempositionen etwa in Fragendes Klimaschutzes oder der Ressourceneffizienz ist in der heutigen, hoch kompetitiven Zeitimmer weniger Raum. Es gilt daher zügig Lösungen zu finden, die einerseits eine Weiterent-wicklung im Sinne des im globalen Vergleich immer noch menschlichen, sozial orientierteneuropäischen Gesellschaftsmodells ermöglichen und andererseits nicht dessen Scheitern ander globalen Realität zur Folge haben.Faktum ist, dass viele Länder Europas die Grenzen dessen, was sie sich an Kosten leistenkönnen – und über Steuern und Abgaben an Menschen und Unternehmen überwälzen –,längst überschritten haben.Nachhaltig erfolgreiche Unternehmen verschreiben sich im Interesse der Erhaltung ihrerKonkurrenzfähigkeit und damit der langfristigen Existenzsicherung seit Jahrzehnten „leanmanagement“ und permanenter Kostenkontrolle. Je erfolgreicher sie dabei sind, umso begehrtersind sie als Arbeitgeber, umso sicherer die Arbeitsplätze.Europa wird sich an „lean management“ auch im öffentlichen Sektor gewöhnen müssen,selbst wenn es noch immer nicht alle begreifen wollen. Alternativen dazu gibt es nicht, es seidenn, wir wollen unseren Lebensstandard, den sozialen Frieden und damit unsere Zukunftin Frage stellen. Dauerhaft auf Pump zu leben funktioniert weder im privaten noch im unter-nehmerischen, noch im öffentlichen Bereich. Linz, 15. Februar 2012 Der Vorstand Wolfgang Eder Franz Hirschmanner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter Wolfgang Spreitzer 3
  4. 4. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Highlights Geschäftsverlauf und Ergebnisentwicklung des voestalpine Konzerns in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 von ambivalentem wirtschaftlichem Umfeld geprägt. Quartalsweise Verschärfung der Rahmenbedingungen infolge von eskalierender Schulden- und Finanzmarktkrise sowie schrittweiser Zurücknahme der globalen Wachstumserwartungen. Nachfragesituation in den für den voestalpine-Konzern wichtigen Industrie- segmenten Automobil, Maschinenbau, Energie und Luftfahrt dennoch stabil auf gutem Niveau; Konsumgüterindustrie, Hausgeräteindustrie und insbesondere Bauwirtschaft mit schwacher Ordertätigkeit. Verarbeitungsdivisionen (Edelstahl, Bahnsysteme, Profilform und Automotive) trotz schwierigen Umfelds des 3. Geschäftsquartals in ihrer Entwicklung weitgehend stabil, Division Stahl von kurzfristigem zyklischem Abschwung massiv betroffen. Nachfrageeinbruch infolge Angst vor rezessiven Tendenzen führt in Verbindung mit deutlich sinkenden Rohstoffpreisen und massivem Lagerabbau im letzten Kalenderquartal 2011 europaweit zu Auslastungsproblemen und stark fallenden Stahlpreisen. Dennoch schafft es der voestalpine-Konzern, bei Umsatz und allen Ergebnis- kategorien in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 die Vorjahreswerte zu übertreffen.4
  5. 5. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Steigerung der Umsatzerlöse um 11,9 % von 7.936,6 Mio. EUR auf8.877,2 Mio. EUR.Verbesserung des EBITDA um 1,0 % von 1.107,0 Mio. EUR auf 1.118,0 Mio. EURsowie des EBIT um 2,8 % von 658,2 Mio. EUR auf 676,4 Mio. EUR.Erhöhung des Jahresüberschusses um 2,8 % von 400,3 Mio. EUR auf411,4 Mio. EUR.Steigerung des bilanziellen Eigenkapitals von 4.553,4 Mio. EUR um 7,0 %auf 4.873,9 Mio. EUR per 31. Dezember 2011.Nettofinanzverschuldung mit 2.989,4 Mio. EUR stabil (2.977,4 Mio. EUR per31. Dezember 2010).Gearing (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zu Eigenkapital) im Jahres-vergleich von 65,4 % auf 61,3 % verringert, gegenüber Vorquartal (60,9 %)trotz Aufbaus des Rohstoff-Winterlagers weitgehend unverändert.Anzahl der Stammbelegschaftsmitglieder (ohne Leihpersonal und Lehrlinge)per 31. Dezember 2011 seit Beginn des Geschäftsjahres um 516 Mitarbeiterauf 41.216 Beschäftigte erhöht. Anstieg des Gesamtbeschäftigtenstandes(Stammpersonal, Leihpersonal, Lehrlinge) im gleichen Zeitraum von 46.066auf 46.468 Mitarbeiter. 5
  6. 6. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Zwischenlagebericht Wirtschaftliches Umfeld die Luftfahrtindustrie, durchwegs Branchen, die 2011 von einer anhaltend dynamischen Markt- Das wirtschaftliche Umfeld des Geschäftsjahres entwicklung gekennzeichnet waren. 2011/12 stellt sich sehr uneinheitlich und damit Seit Sommer deutlich abgeschwächt stellte sich insgesamt äußerst herausfordernd dar. Nach hingegen die Nachfrage aus den Segmenten einem konjunkturell starken Beginn haben sich Hausgeräte, Konsumgüterindustrie und Steel die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab Service Center dar. Unverändert auf schwachem Sommer 2011 vor allem infolge der Turbulenzen Niveau mit auch nach wie vor wenig Aussicht auf an den internationalen Börsen und Finanzmärk- Erholung tendiert die Bauindustrie; erste Anzei- ten kontinuierlich verschlechtert. chen einer Erholung in Osteuropa im Frühjahr 2011 haben sich hier im weiteren Jahresverlauf Ausgelöst wurde diese Entwicklung von der in nicht verfestigt. den USA, insbesondere aber in der Euro-Zone sich kontinuierlich verschärfenden Staatsschul- Auf Grund der überwiegend positiven Entwick- denproblematik und deren befürchtete Auswir- lung der wichtigsten Abnehmerindustrien konn- kungen auf die Weltwirtschaft. In weiterer Folge ten die Verarbeitungsdivisionen des voestalpine- wurden nicht nur die für 2012 prognostizierten Konzerns (Edelstahl, Bahnsysteme, Profilform Wachstumserwartungen für praktisch alle Wirt- und Automotive) das gute Umsatz- und Ergebnis- schaftsräume schrittweise nach unten revidiert, niveau des Sommerquartals weitestgehend halten sondern als unmittelbare Auswirkung der zuneh- und demzufolge in den ersten neun Monaten des menden Verunsicherung stellte sich – in regional Geschäftsjahres 2011/12 eine im Wesentlichen und branchenmäßig unterschiedlichem Ausmaß stabile Gesamtperformance erzielen. – auch das Verhalten der Konsumenten zuneh- Im Stahlbereich setzte hingegen als direkte Folge mend vorsichtiger dar. des unsicheren makroökonomischen Umfeldes nach dem Sommer 2011 ein massiver Lagerabbau Dennoch ist hervorzuheben, dass sich die um- verbunden mit zögerlichem Bestellverhalten der satzmäßig wichtigsten Abnehmerindustrien des Kunden ein, der zuerst die Mengen und in wei- voestalpine-Konzerns über den gesamten Zeit- terer Folge auch die Stahlpreise sowohl in Europa raum der ersten drei Geschäftsquartale überwie- als auch global massiv unter Druck setzte. Die gend stabil auf gutem Niveau entwickelt haben. europäische Stahlindustrie begegnete dieser Dies gilt vor allem für die Automobilindustrie Entwicklung zwar vergleichsweise rasch mit (insbesondere in Deutschland), den Maschinen- Produktionskürzungen – auch die voestalpine AG bau, das Energiesegment im Bereich Öl- und nahm an ihrem Standort Linz die Mengen auf Gasexploration, die Eisenbahninfrastruktur und rund 90 % der verfügbaren Kapazitäten zurück –,6
  7. 7. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12konnte damit aber den Preisverfall nicht stoppen, etwas unter dem Niveau der ersten neun Monateda im selben Zeitraum die Rohstoffpreise (allen des letztes Geschäftsjahres (EBITDA-Margevoran für Erz und Kohle) ebenfalls signifikant 13,9 %, EBIT-Marge 8,3 %).nachgaben, wodurch zusätzlich Druck auf diePreise entstand. Die auflaufend insgesamt positive EntwicklungDie Spirale aus Kaufzurückhaltung und Preis- wurde allerdings hauptsächlich vom 1. Halbjahrrückgängen kam erst zu Beginn des Kalender- getragen, wohingegen im 3. Quartal bei gleichemjahres 2012 zum Erliegen, sodass die Division Umsatzniveau (2.899,5 Mio. EUR gegenüberStahl im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 2.926,2 Mio. EUR im Vorquartal) konjunkturbe-im Gegensatz zu den Verarbeitungsdivisionen dingt ein deutlich geringeres Ergebnis ausge-eine gegenüber dem Sommer deutlich rückläu- wiesen wurde. Die stabile Entwicklung der Ver-fige Ergebnisentwicklung hinnehmen musste. arbeitungsdivisionen konnte den Ergebnisein- bruch in der Division Stahl zwar nicht kompen- sieren, die Auswirkungen auf das konzernaleGeschäftsverlauf des Ergebnisniveau jedoch deutlich dämpfen. Imvoestalpine-Konzerns Einzelnen ergibt sich im 3. Geschäftsquartal 2011/12 ein Rückgang des EBITDA gegenüberTrotz des insgesamt sehr herausfordernden kon- dem unmittelbaren Vorquartal (361,3 Mio. EUR)junkturellen Umfeldes konnte der voestalpine- um 18,7 % auf 293,8 Mio. EUR (EBITDA-Marge:Konzern in den ersten drei Quartalen des Ge- 10,1 %) bzw. ein um 32,2 % von 213,8 Mio. EURschäftsjahres 2011/12 die Vergleichswerte des auf 145,0 Mio. EUR rückläufiges EBIT (EBIT-Vorjahres sowohl beim Umsatz als auch in allen Marge: 5,0 %).Ergebniskategorien übertreffen. Die Umsatz-erlöse legten, getragen von Zuwächsen in allen Im 9-Monats-Vergleich konnte sowohl das Er-Divisionen, von 7.936,6 Mio. EUR um 11,9 % auf gebnis vor Steuern (um 3,7 % von 514,9 Mio. EUR8.877,2 Mio. EUR zu. In ergebnismäßiger Hin- auf 533,8 Mio. EUR) als auch das Ergebnis nachsicht erhöhte sich das EBITDA gegenüber den Steuern (Jahresüberschuss) (um 2,8 % von 400,3ersten neun Monaten des Vorjahres um 1,0 % von Mio. EUR auf 411,4 Mio. EUR) gegenüber dem1.107,0 Mio. EUR auf 1.118,0 Mio. EUR, das EBIT Vorjahr nochmals gesteigert werden.stieg um 2,8 % von 658,2 Mio. EUR auf 676,4 Demgemäß erhöhte sich in den ersten dreiMio. EUR. Daraus ergibt sich für diesen Zeitraum Quartalen des Geschäftsjahres 2011/12 imeine EBITDA-Marge von 12,6 % bzw. eine EBIT- Jahresvergleich auch das Eigenkapital umMarge von 7,6 %. Bedingt durch den überpropor- 7,0 % von 4.553,4 Mio. EUR auf 4.873,9 Mio.tionalen Umsatzanstieg liegen die Margen damit EUR. Die Nettofinanzverschuldung blieb mit 7
  8. 8. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 2.989,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (2.977,4 Stahl stellt sich die Rohstahlproduktion des Mio. EUR) nahezu unverändert, woraus sich voestalpine-Konzerns in den ersten drei Quartalen per 31. Dezember 2011 eine Verringerung der 2011/12 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in % dar. Während in den ersten beiden Quartalen vom Eigenkapital) gegenüber dem Vorjahreswert (trotz der Umbauarbeiten am Warmwalzwerk in um 4,1 Prozentpunkte von 65,4 % auf 61,3 % Linz) noch auf höchstem Niveau produziert ergibt. wurde, ergibt sich für die 9-Monats-Periode ein Rückgang der Rohstahlmenge gegenüber dem Auf Grund der im 3. Quartal des Geschäftsjahres Vorjahr um 1,4 % von 5,71 Mio. Tonnen auf 5,63 erfolgten Produktionsrücknahme in der Division Mio. Tonnen. Quartals- und 9-Monats-Entwicklung des voestalpine-Konzerns Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 3.051,5 2.926,2 2.899,5 7.936,6 8.877,2 11,9 EBITDA 462,9 361,3 293,8 1.107,0 1.118,0 1,0 EBITDA-Marge 15,2 % 12,3 % 10,1 % 13,9 % 12,6 % EBIT 317,6 213,8 145,0 658,2 676,4 2,8 EBIT-Marge 10,4 % 7,3 % 5,0 % 8,3 % 7,6 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 40.939 41.168 41.216 40.078 41.216 2,88
  9. 9. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Division Stahl1 Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 1.038,3 978,1 995,2 2.741,1 3.011,6 9,9 EBITDA 155,9 116,1 68,2 414,8 340,2 –18,0 EBITDA-Marge 15,0 % 11,9 % 6,9 % 15,1 % 11,3 % EBIT 101,3 59,8 9,9 250,0 171,0 –31,6 EBIT-Marge 9,8 % 6,1 % 1,0 % 9,1 % 5,7 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 9.544 9.499 9.516 9.456 9.516 0,6Marktumfeld und Geschäftsverlauf Im für das Segment Grobblech wichtigen Energie-Der europäische Stahlmarkt war in den letzten bereich war der konventionelle Sektor (Öl, Gas)drei Monaten des Kalenderjahres 2011 durch von anhaltend reger Dynamik insbesondere inmassiven Druck auf Mengen und Preise geprägt. Australien, Brasilien und dem Nahen Osten ge-Rückläufige globale Rohstoffpreise und eine in- prägt. Weiterhin gut ausgelastet waren in denfolge breiter konjunktureller Unsicherheit sin- vergangenen Monaten die Gießereien, währendkende Nachfrage haben zu Überproduktion und sich die ab Sommer 2011 tendenziell eine rück-einem erheblichen Rückgang der Preise auf läufige Entwicklung nehmenden Geschäftsbe-breiter Front geführt. Die europäischen Stahlher- reiche Stahl Service Center und Anarbeitungsteller haben in der Folge ihre Produktionskapa- mittlerweile auf niedrigem Niveau stabilisierenzitäten zwar an die rückläufige Nachfrage ange- konnten.passt, da sich die gesunkenen Rohstoffpreise auf Die Hausgeräteindustrie sieht sich seit FrühjahrGrund der Vorratsreichweiten im letzten Kalender- 2011 in Europa einem verstärkten Wettbewerbquartal 2011 kostenmäßig noch kaum auswirkten, vor allem durch asiatische Importe ausgesetzt.gleichzeitig im Spot- und Kurzfristgeschäft aber Unverändert schwach verläuft die Konjunktur inpreisliche Einbußen hingenommen werden muss- der Bau- und Bauzulieferindurstrie.ten, kam es in diesem Zeitraum zu einem zusätz-lichen Margendruck. Entwicklung der KennzahlenDie Automobil- und Automobilzulieferindustrie In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahreshat sich in den ersten neun Monaten des Ge- 2011/12 erhöhte die Division Stahl – trotz rück-schäftsjahres 2011/12 vor allem im Premiumseg- läufiger Versandmengen auf Grund des (geplan-ment auf hohem Niveau sehr stabil entwickelt, ten) Stillstands der Warmbreitbandstraße imwogegen im Volumensbereich und im Nutzfahr- 2. und der generell angespannten Nachfrage-zeugbau vor allem gegen Ende der Periode eine situation im 3. Quartal – ihre Umsatzerlöse ge-leichte Abschwächung eingetreten ist. genüber den ersten drei Quartalen des VorjahresÜber das gesamte Jahr 2011 ebenfalls eine solide um knapp 10 % von 2.741,1 Mio. EUR auf 3.011,6Entwicklung nahm die europäische, insbesondere Mio. EUR. Ausschlaggebend dafür waren vordie deutsche Maschinenbauindustrie. allem Preiserhöhungen infolge der zum Teil stark1 Seit 1. April 2011 werden die beiden Tochterunternehmen voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH und Importkohle Gesellschaft m.b.H nicht mehr im Rahmen der Division Stahl gesteuert und berichtet. Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss sind diese beiden Gesellschaften dem Geschäftsegment Sonstige zugeordnet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. 9
  10. 10. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 gestiegenen Rohstoffkosten zu Beginn des lau- Division Stahl vom 2. Quartal auf das 3. Quartal fenden Geschäftsjahres. Die Entwicklung des eingebrochen. Negativ wirkte sich dabei neben operativen Ergebnisses stellte sich gegenüber der niedrigeren Rohstahlproduktion vor allem dem Vorjahr allerdings deutlich rückläufig dar. das verzögerte Wirksamwerden der seit Septem- Das seit Sommer 2011 insgesamt schwierige wirt- ber 2011 gesunkenen Rohstoffkosten bei gleich- schaftliche Umfeld führte zu einem Rückgang zeitig bereits spürbar niedrigeren Stahlpreisen des EBIT um 31,6% von 250,0 Mio. EUR auf 171,0 bei Kurzfristverträgen aus. Das operative Ergeb- Mio. EUR. nis ging demzufolge verglichen mit dem Vor- quartal im 3. Quartal um 83,4 % von 59,8 Mio. Während die Umsatzerlöse im 3. Quartal auf EUR auf 9,9 Mio. EUR zurück. Grund einer lagerabbaubedingt um rund 5 % Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die Division höheren Versandmenge geringfügig über dem Stahl 9.516 Mitarbeiter und erhöhte damit ihre unmittelbaren Vorquartal lagen (+1,7 % von 978,1 Stammbelegschaft gegenüber dem Vorjahr (9.456) Mio. EUR auf 995,2 Mio. EUR), ist das EBIT der um 0,6 % bzw. um 60 Mitarbeiter. Division Edelstahl Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 750,7 713,0 701,9 1.895,1 2.165,6 14,3 EBITDA 120,6 97,1 93,4 247,9 311,1 25,5 EBITDA-Marge 16,1 % 13,6 % 13,3 % 13,1 % 14,4 % EBIT 82,7 59,0 55,1 126,3 196,8 55,8 EBIT-Marge 11,0 % 8,3 % 7,8 % 6,7 % 9,1 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 11.443 11.502 11.417 11.207 11.417 1,9 Marktumfeld und Geschäftsverlauf getragen, wohingegen sich der Energiemaschi- Der Geschäftsverlauf in der Division Edelstahl nenbau weiterhin auf bloß mäßigem Nachfrage- hat sich zwar auf Grund zunehmender konjunk- niveau bewegt. tureller Unsicherheiten und eines in der Folge In geografischer Hinsicht stellte sich der Bedarf tendenziell vorsichtigeren Bestellverhaltens auf an Edelstahl und Edelstahlprodukten in allen Abnehmerseite gegenüber dem Beginn des Ge- Kernregionen ungebrochen und vor allem in schäftsjahres in den letzten beiden Quartalen Deutschland, dem bedeutendsten Einzelmarkt etwas abgeschwächt, die Auftragseingänge liegen der Division, ausgesprochen robust dar. In den aber generell auf unverändert gutem Niveau. meisten europäischen Ländern, in Nord- und Die über den gesamten Zeitraum der ersten neun Südamerika sowie in Asien war im gesamten Monate des laufenden Geschäftsjahres insgesamt 9-Monats-Zeitraum trotz einer gewissen Zurück- sehr positive Entwicklung der Division Edelstahl haltung im Bestellverhalten infolge von Schul- war von einer soliden Nachfrage aus den Sek- dendiskussion und Finanzmarktunsicherheiten toren Automobil, Maschinenbau, Öl-/Gasexplo- insgesamt keine signifikante Abschwächung fest- ration, Konsumgüterherstellung und Luftfahrt zustellen. Die zu Beginn des Geschäftsjahres10
  11. 11. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12noch überhitzte Nachfragesituation in einigen 14,3 % von 1.895,1 Mio. EUR auf 2.165,6 Mio.Märkten hat sich in den vergangenen Monaten EUR geführt. Noch markanter fiel die Verbesse-normalisiert. rung des EBIT aus, das sich um mehr als dieDie Kapazitätsauslastung in den Produktionsbe- Hälfte (55,8 %) von 126,3 Mio. EUR auf 196,8trieben der Division Edelstahl stellte sich auch Mio. EUR erhöhte.im 3. Quartal alles in allem sehr zufriedenstellend Im Vergleich des 3. Quartals mit dem unmittel-dar. Auftragseingang und der Auftragsstand lagen baren Vorquartal weist die Division Edelstahl beiin den ersten drei Quartalen 2011/12 durchge- annähernd unveränderter Rohstahlproduktionhend über den Vergleichswerten des Vorjahres. und leicht gesunkener Versandmenge einen mar- ginalen Rückgang der Umsatzerlöse um 1,6 %Entwicklung der Kennzahlen von 713,0 Mio. EUR auf 701,9 Mio. EUR aus. AusAuf Grund des insgesamt positiven Marktumfeldes demselben Grund stellte sich auch das EBIT imkonnte die Division Edelstahl in den ersten neun 3. Quartal leicht rückläufig dar, es fiel gegenüberMonaten des Geschäftsjahres 2011/12 gegenüber dem 2. Quartal (59,0 Mio. EUR) um 6,6 % aufdem Vorjahr sowohl beim Umsatz als auch bei 55,1 Mio. EUR.den Ergebnissen deutlich zulegen. Mengenstei- Per 31. Dezember 2011 waren in der Division Edel-gerungen in den beiden Geschäftsbereichen High stahl 11.417 Mitarbeiter beschäftigt. GegenüberPerformance Metals und Special Forgings sowie dem Vorjahr (11.207 Beschäftigte) entspricht diesgenerelle Basispreiserhöhungen für Edelstahl einem produktionsbedingten Anstieg der Stamm-haben zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um belegschaft um 1,9 % bzw. um 210 Mitarbeiter.Division Bahnsysteme Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 752,8 751,6 724,1 2.031,9 2.228,5 9,7 EBITDA 120,7 108,2 91,2 291,8 320,1 9,7 EBITDA-Marge 16,0 % 14,4 % 12,6 % 14,4 % 14,4 % EBIT 92,2 79,7 63,3 207,4 235,2 13,4 EBIT-Marge 12,2 % 10,6 % 8,7 % 10,2 % 10,6 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 10.197 10.267 10.332 9.948 10.332 3,9Marktumfeld und Geschäftsverlauf werb bei Standardqualitäten mit ÜberkapazitätenIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres und anhaltendem Preisverfall – mit saisonal be-2011/12 stellte sich das konjunkturelle Umfeld dingten Rückgängen bei der Versandmenge kon-der Division Bahnsysteme insgesamt günstig dar, frontiert. Besonders davon betroffen war dieschwächte sich im Laufe des 3. Quartals jedoch Schienenproduktion am Standort Duisburg, dieleicht ab. auf Grund dieser Entwicklung mit erheblichen Auslastungsproblemen zu kämpfen hat. DeutlichDer Geschäftsbereich Schienentechnik war – zu- besser stellte sich demgegenüber die Lage beisätzlich zum sich weiter verschärfenden Wettbe- den Premiumqualitäten am Standort Donawitz 11
  12. 12. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 dar, wo sich die Nachfrage auf stabil hohem 2.031,9 Mio. EUR auf 2.228,5 Mio. EUR, das EBIT Niveau bewegte. legte um etwas mehr als 13 % von 207,4 Mio. Die weiterhin gute Entwicklung im Geschäftsbe- EUR auf 235,2 Mio. EUR zu. Auf Grund des ins- reich Weichentechnik wird sowohl von den euro- gesamt höheren Preisniveaus, vor allem bedingt päischen Kernmärkten als auch der anhaltenden durch die positive Nachfrageentwicklung in den Dynamik in Asien und Südamerika getragen, Geschäftsbereichen Draht und Schweißtechnik wenngleich sich in China die Investitionen in die sowie das ausgezeichnete wirtschaftliche Umfeld Eisenbahninfrastruktur seit Sommer 2011 rück- bei Nahtlosrohren, konnten die Folgen des deut- läufig darstellen. In Südeuropa zeichnen sich auf lichen Mengenrückgangs bei Standardschienen Grund der angespannten öffentlichen Budget- weitgehend kompensiert werden. Abgesehen von situation generell weiterhin keine Wachstums- diesem Bereich lag die divisionale Kapazitäts- impulse ab. auslastung auf einem stabil hohen Niveau. Ge- Stabil positiv stellte sich in den ersten neun genüber dem unmittelbaren Vorquartal ergab sich Monaten des laufenden Geschäftsjahres auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres hingegen ein das Konjunkturumfeld in den Bereichen Draht 3,7%iger Umsatzrückgang von 751,6 Mio. EUR – getrieben von der guten Nachfrage aus der ex- auf 724,1 Mio. EUR, der primär aus saisonalen portorientierten deutschen Automobilindustrie Effekten resultiert. Im selben Zeitraum sank das – und Schweißtechnik (Welding Consumables) EBIT um 20,6 % von 79,7 Mio. EUR auf 63,3 Mio. dar. Die ungebrochen rege Investitionstätigkeit EUR, wofür ein – mit Ausnahme der Nahtlosrohre in der Öl- und Gasexploration führte im Ge- – infolge der Rohstoffkostenverbilligung tenden- schäftsbereich Nahtlosrohr erneut zu einer ex- ziell rückläufiges Preisniveau bei gleichzeitig zellenten Bedarfs- und Ergebnisentwicklung. lagerreichweitenbedingt überwiegend immer noch hohen Rohstoffkosten verantwortlich ist. Entwicklung der Kennzahlen Zum 31. Dezember 2011 waren in der Division Gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres Bahnsysteme 10.332 Mitarbeiter tätig, das sind konnte die Division Bahnsysteme in den ersten – vorwiegend akquisitionsbedingt – um 3,9 % drei Quartalen 2011/12 leichte Zuwächse bei oder 384 Beschäftigte mehr im Bereich des Umsatz und Ergebnis erzielen. Im Einzelnen Stammpersonals als zum Vergleichsstichtag des stiegen die Umsatzerlöse um knapp 10 % von Vorjahres (9.948 Mitarbeiter). Division Profilform Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 329,6 302,4 295,1 831,9 927,1 11,4 EBITDA 51,2 33,2 36,7 115,4 121,1 4,9 EBITDA-Marge 15,5 % 11,0 % 12,4 % 13,9 % 13,1 % EBIT 41,1 23,1 26,7 83,6 90,9 8,7 EBIT-Marge 12,5 % 7,6 % 9,0 % 10,0 % 9,8 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 4.232 4.260 4.244 4.144 4.244 2,412
  13. 13. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Marktumfeld und Geschäftsverlauf Entwicklung der KennzahlenTrotz des anspruchsvollen makroökonomischen In den ersten neun Monaten des GeschäftsjahresUmfeldes stellte sich die Marktentwicklung in 2011/12 konnte die Division Profilform im Ver-den für die Division Profilform wichtigen Abneh- gleich zum Vorjahr sowohl ihren Umsatz als auchmersegmenten auch im 3. Quartal des Geschäfts- ihr Ergebnis steigern.jahres 2011/12 durchaus zufriedenstellend dar. Die Erhöhung der Umsatzerlöse um 11,4 % vonSo verzeichnete der Geschäftsbereich Rohre und 831,9 Mio. EUR auf 927,1 Mio. EUR war von allenProfile in diesem Zeitraum eine stabile Nachfrage drei Geschäftsbereichen gleichermaßen getragen.auf allerdings leicht niedrigerem Niveau als noch Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sichim Quartal zuvor, was im Wesentlichen auf eine um 8,7 % von 83,6 Mio. EUR auf 90,9 Mio. EUR.etwas gedämpfte Händlernachfrage im Standard- Während der Bereich Rohre und Profile annäherndsegment zurückzuführen war. Wie bereits seit auf Vorjahresniveau blieb, konnte das Geschäfts-längerer Zeit zeigte sich die Nachfrage aus der feld Precision Strip seine bereits sehr erfreulichenBau- und Bauzulieferindustrie auch zuletzt nach Vergleichswerte sogar nochmals übertreffen. Denwie vor verhalten, wohingegen die Branchen prozentuell stärksten, jedoch von eher mäßigemNutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschi- Niveau ausgehenden Zuwachs gegenüber demnen, aber auch die Solarindustrie ihre positive Vorjahr wies der Geschäftsbereich LagertechnikEntwicklung aus den Vorperioden fortsetzen auf. Die EBIT-Marge der Division blieb in denkonnten. ersten drei Quartalen 2011/12 mit 9,8 % gegen-Im Geschäftsbereich Precision Strip setzte sich über dem Vorjahr (10,0 %) nahezu unverändert.die seit dem Sommer stabile Nachfrage auf gutem Gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal standNiveau fort. einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse (umDer Geschäftsbereich Lagertechnik war im ab- 2,4 % von 302,4 Mio. EUR auf 295,1 Mio. EUR)gelaufenen Quartal durch eine anhaltend güns- eine deutliche Verbesserung des Ergebnissestige Marktentwicklung und eine deutliche Er- (nämlich um 15,6 % bzw. von 23,1 Mio. EUR aufhöhung der Auftragseingänge gekennzeichnet. 26,7 Mio. EUR) gegenüber. Während die Ge-In regionaler Hinsicht hat sich der Geschäfts- schäftsbereiche Lagertechnik und Precision Stripverlauf in West- und Mitteleuropa auf solidem im 3. Quartal sowohl umsatz- als auch ergebnis-Niveau stabilisiert, während Osteuropa, insbe- mäßig leicht zulegten, konnte im Segment Rohresondere Russland, auf Grund der hohen Abhängig- und Profile das Ergebnis – trotz eines rund 5%igenkeit vom Bausegment weiterhin unter den Er- Rückgangs der Versandmenge – gegenüber demwartungen blieb. Anhaltend positive Nachfrage- 2. Quartal auf gleichbleibendem Niveau gehaltenimpulse kamen aus den USA, allen voran aus der werden.Solarindustrie und dem Kabinenbau. Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die DivisionInsgesamt wiesen die Produktionsgesellschaften Profilform 4.244 Mitarbeiter (ohne Leihpersonalder Division Profilform im 3. Quartal des Ge- und Lehrlinge). Dies entspricht gegenüber demschäftsjahres eine stabile Auslastung auf gutem Vorjahr (4.144 Mitarbeiter) einer leichten Er-Niveau aus. Durch sinkende Vormaterialkosten höhung der Stammbelegschaft um 2,4 % bzw. umkam es im Quartalsverlauf allerdings zu einem 100 Mitarbeiter.sich verstärkenden Preisdruck. 13
  14. 14. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Division Automotive Mio. EUR 1 Q–3 Q 1 Q 2011/12 2 Q 2011/12 3 Q 2011/12 2010/11 2011/12 01.04.– 01.07.– 01.10.– 01.04.– 01.04.– Veränderung 30.06.2011 30.09.2011 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 in % Umsatzerlöse 293,1 291,7 302,1 742,5 886,9 19,4 EBITDA 31,1 24,1 26,3 83,2 81,5 –2,0 EBITDA-Marge 10,6 % 8,3 % 8,7 % 11,2 % 9,2 % EBIT 18,5 11,1 13,5 41,5 43,1 3,9 EBIT-Marge 6,3 % 3,8 % 4,5 % 5,6 % 4,9 % Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 4.863 4.978 5.036 4.658 5.036 8,1 Marktumfeld und Geschäftsverlauf Weiterhin sehr erfreulich haben sich in den ersten Von saisonalen Effekten abgesehen, waren die neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2011/12 Non-Automotive-Aktivitäten der Division, insbe- in der Division Automotive von einer insgesamt sondere der Energiebereich (Solar/Photovoltaik), guten Marktentwicklung und einer hervorragen- entwickelt. den Auslastungssituation gekennzeichnet. Hintergrund dafür war ein Anstieg der weltweiten Entwicklung der Kennzahlen Automobilproduktion im Kalenderjahr 2011 ge- In den ersten drei Quartalen des laufenden Ge- genüber dem Jahr zuvor um 6 %. Auch wenn schäftsjahres konnte die Division Automotive im Zeitraum von Oktober bis Dezember eine ge- gegenüber den ersten neun Monaten 2010/11 wisse Abschwächung spürbar war, ergab sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. So im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 im legten die Umsatzerlöse um 19,4 % von 742,5 Mio. Vergleich zum Vorjahresniveau immer noch ein EUR auf 886,9 Mio. EUR zu. Das EBIT verbes- Produktionsanstieg um 3 %. Vom Wachstum des serte sich – trotz höherer Vormaterialkosten – um globalen Automobilmarktes profitierten die deut- 3,9 % von 41,5 Mio. EUR auf 43,1 Mio. EUR. schen Hersteller, insbesondere die weiterhin Im 3. Quartal 2011/12 wies die Division sowohl überproportional für den voestalpine-Konzern beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis wichtigen Premiumhersteller. gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal eben- Auch im Nutzfahrzeugbereich war 2011 ein falls einen Anstieg aus; einer leichten Zunahme anhaltender Aufwärtstrend erkennbar, selbst der Umsatzerlöse um 3,6 % (von 291,7 Mio. EUR wenn das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht auf 302,1 Mio. EUR) stand in diesem Zeitraum werden konnte und auch in diesem Segment in eine Erhöhung des EBIT um sogar 21,6 % (von den letzten Monaten eine gewisse Abflachung 11,1 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR) gegenüber. eingetreten ist. Die insgesamt positive Ent- Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die Division wicklung im Nutzfahrzeugbau sollte sich aber Automotive 5.036 Mitarbeiter (ohne Leihpersonal auch 2012 fortsetzen, wobei insbesondere im und Lehrlinge). Gegenüber dem Vorjahr (4.658) Segment schwerer Lkws weiteres Wachstum zu wies sie damit einen (produktions- und auslas- erwarten ist. tungsbedingten) Anstieg ihrer Stammbelegschaft um 378 Beschäftigte oder um 8,1 % aus.14
  15. 15. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Straffung der Konzernstruktur (Tag des Squeeze-out-Beschlusses in der Haupt- versammlung der BÖHLER-UDDEHOLM AG).Im Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat der Weiters verpflichtet sich die voestalpine AG zurvoestalpine AG zur Unterstützung und Stärkung Zahlung der Verfahrenskosten und der Anwalts-der langfristigen Wachstumsstrategie einstimmig kosten der Antragsteller. Der Vergleich bedarf zudie Weichen für eine teilweise Neuorganisation seiner Wirksamkeit noch der Genehmigung durchdes Konzerns gestellt. Die bisher getrennt ge- das Handelsgericht Wien, die zum Berichtszeit-führten Divisionen Automotive und Profilform punkt noch nicht erfolgt ist.werden künftig in einer Division zusammenge- Die Gesamtkosten für die Barabfindung warenführt. Damit geht auch ein seit Längerem vorbe- bereits im letzten Quartal fast zur Gänze rück-reiteter Wechsel im Vorstand einher, demzufolge gestellt. Der Basisbetrag wurde direkt mit demDipl.-Ing. Herbert Eibensteiner die Leitung der Eigenkapital verrechnet. Der damit verbundeneneuen Division übernehmen und in dieser Funk- Zinsaufwand wurde in der Gewinn- und Verlust-tion Mag. Wolfgang Spreitzer (bisher Leitung rechnung in den Finanzaufwendungen erfasst.Division Profilform) und Dipl.-Ing. Franz Hirsch-manner (bisher Leitung Division Automotive)nachfolgen wird. Kartellverfahren BahnoberbaumaterialGemäß Beschluss des Aufsichtsrates werden dieorganisatorischen und personellen Verände- Nach Einleitung eines Kartellverfahrens imrungen mit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres durchd. h. per 1. April 2012, wirksam. Zukünftig werden das deutsche Bundeskartellamt im Zusammen-die Kräfte des Konzerns somit nicht mehr in fünf hang mit dem Verdacht kartellrechtswidrigersehr unterschiedlich großen, sondern in vier an- Verhaltensweisen im Markt für Bahnoberbau-nähernd gleich großen Divisionen gebündelt. material wurden in der Division BahnsystemeNeben der Konzentration von Know-how sowie insgesamt sechs leitende Mitarbeiter ihrer Funk-von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten tionen enthoben. Zurzeit erfolgt die Aufarbeitunginsbesondere im Bereich der Kaltverformung der betroffenen Sachverhalte in uneingeschränk-hoch- und höchstfester Stahlsorten sowie von ter Kooperation mit den zuständigen Behörden.Nichteisenmetallen wird künftig auch die ein- Darüber hinaus wurde die Division Bahnsystemeheitliche Betreuung wichtiger Kundensegmente, als Konsequenz aus diesem Verfahren einer um-insbesondere der Automobilindustrie und des fassenden organisatorischen und führungsmäßi-Energiesektors, noch wesentlich effizienter und gen Neuordnung unterzogen.umfassender wahrgenommen werden können.Die neue Division kann zudem auf die globalePräsenz der bisherigen Division Profilform bei GeschäftsbeziehungenUmsetzung der Internationalisierungsstrategie mit nahestehendenim Automotive-Geschäft zurückgreifen. Unternehmen und Personen Informationen zu den GeschäftsbeziehungenSqueeze-out mit nahestehenden Unternehmen und PersonenBÖHLER-UDDEHOLM AG – befinden sich in den erläuternden Anhang-Überprüfung der Barabfindung angaben.Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindungder Minderheitsaktionäre der BÖHLER- InvestitionenUDDEHOLM AG, das beim Handelsgericht Wienanhängig ist, wurde am 24. November 2011 ein Die Investitionstätigkeit des voestalpine-KonzernsVergleich abgeschlossen. In diesem Vergleich stellt sich 2011/12 deutlich dynamischer als imverpflichtet sich die voestalpine AG zur Nach- Vorjahr dar: In den ersten drei Quartalen deszahlung eines Betrages von EUR 6,50 je Aktie laufenden Geschäftsjahres stieg das Investitions-samt Zinsen in Höhe von 5,19 % ab 24. Juni 2008 volumen – getragen von einer Zunahme in allen 15
  16. 16. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Divisionen – um 28,1 % von 276,1 Mio. EUR auf Mit einer Steigerung um 22,0 % von 54,9 Mio. 353,8 Mio. EUR. EUR auf 67,0 Mio. EUR lag auch die Division Bahnsysteme deutlich über dem Investitions- Mit einem Anstieg ihrer Investitionen um 23,9 % volumen des Vorjahres. Nachdem die bereits in von 113,3 Mio. EUR auf 140,4 Mio. EUR (das den letzten Veröffentlichungen ausführlich dar- entspricht rund 40 % des Konzernvolumens) weist gestellten Großvorhaben zwischenzeitlich erfolg- die Division Stahl die höchste Zunahme – in ab- reich in Betrieb gegangen sind, befindet sich hier soluten Zahlen – gegenüber dem Vorjahr auf. derzeit eine Vielzahl kleinerer Projekte plange- Diese Entwicklung ist vor allem auf die weitge- mäß in Umsetzung. hende Fertigstellung des umfangreichen, auf die langfristige Erschließung neuer Produktdimen- Die Division Profilform wendete in den ersten sionen und -qualitäten ausgerichteten Investi- drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres tionsprogramms „L6“ am Hauptstandort Linz 39,2 Mio. EUR für Investitionen auf, das ent- zurückzuführen. Nach der jeweils bereits im spricht gegenüber dem Vorjahreswert (36,5 Mio. Sommer 2011 erfolgten Wiederinbetriebnahme EUR) einer Steigerung um 7,4 %. Der überwie- der umfassend erneuerten und sowohl vom gende Teil entfiel auf die weitere planmäßige Kapazitäts- als auch Breitenspektrum erweiterten Umsetzung des Großinvestitionsprojekts im Warmbreitbandstraße sowie der neuen Strang- Geschäftsbereich Precision Strip am Standort gießanlage 7 befinden sich zurzeit noch die Kematen (Niederösterreich). Die erste Ausbau- Fertigstellung eines neuen Tiegelgas-Gasometers stufe (bestehend aus Walzanlagen, Längsteil- sowie die Errichtung eines weiteren Stoßofens anlage sowie Glüh- und Bandschleifanlagen) in der Grobblechfertigung und einer DeNOx- wurde mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Anlage am Sinterband plangemäß in Umsetzung. wesentlichen Aggregate bereits fertiggestellt. Darüber hinaus wurde im 3. Quartal 2011/12 mit der Bautätigkeit für die neue Kontiglühe 2 (Fokus Mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um auf Elektroband) begonnen. 149,3 % wies die Division Automotive die prozen- Weiters wurden bzw. werden auch in den Ge- tuell mit Abstand markanteste Steigerung auf. schäftsbereichen Anarbeitung, Stahl Service Sie erhöhte ihre Investitionen von 14,8 Mio. EUR Center und Gießerei jeweils erhebliche Investi- auf 36,9 Mio. EUR, die – neben kleineren Vor- tionsvorhaben planmäßig realisiert. haben im Bereich Präzisionsrohrkomponenten – zum überwiegenden Teil für den Aufbau einer Die Division Edelstahl erhöhte ihre Investitionen Produktion von gestanzten Bauteilen am be- in den ersten neun Monaten des laufenden Ge- stehenden Divisionsstandort in Linz und die da- schäftsjahres von 53,2 Mio. EUR auf 63,5 Mio. für erforderlichen Pressenanlagen einschließlich EUR. Diese Steigerung um 19,4 % resultiert aus der entsprechenden Infrastruktur aufgewendet der forcierten Umsetzung von auf die Beseitigung wurden. von Kapazitätsengpässen und die Verkürzung betrieblicher Durchlaufzeiten ausgerichteten Maßnahmen, vor allem bei Aggregaten zur Er- Akquisitionen zeugung umgeschmolzener Güten (ESU) und pulvermetallurgisch hergestellter Stähle. So wird Wie bereits in den vergangenen beiden Aktio- am Standort Kapfenberg (Österreich) ein auf zwei närsbriefen zum laufenden Geschäftsjahr aus- Jahre angelegtes Investitionsprojekt mit einem führlich dargestellt, erfolgten bislang zwei klei- Volumen von rund 16 Mio. EUR realisiert, das nere, strategisch jedoch bedeutsame Akquisi- unter anderem die Errichtung einer neuen Pro- tionen in Deutschland und den Niederlanden duktionshalle, die Installation einer zweiten heiß- (jeweils Division Bahnsysteme). isostatischen Presse und die Erhöhung der Darüber hinausgehend hat der voestalpine- Schmelz- und Verdüsungskapazität durch eine Konzern im bisherigen Verlauf des Geschäfts- entsprechende Modifikation der Anlagenkonfi- jahres 2011/12 keine weiteren Akquisitionen oder guration beinhaltet. Devestitionen getätigt.16
  17. 17. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Mitarbeiter nuierlich vorangetrieben. So fand im Frühherbst 2011 zum bereits fünften Mal die „Synergieplatt-Zum Ende des 3. Quartals 2011/12 beschäftigte form“, das konzernweite Treffen der Forschungs-der voestalpine-Konzern 41.216 Mitarbeiter (ohne mitarbeiter, statt. Die Veranstaltung, die vorrangigLehrlinge und Leihpersonal). Gegenüber dem auf Informations- und Erfahrungsaustausch unterVergleichswert des Vorjahres (40.078) entspricht Einbeziehung externer Fachexperten ausgerichtetdies einem Anstieg der Stammbelegschaft um ist, befasste sich diesmal mit dem sowohl für die2,8 % oder um 1.138 Beschäftigte. Werkstoff- als auch die Verfahrensentwicklung zentralen Thema „numerische Simulation“.Weitere 3.649 Mitarbeiter befanden sich per31. Dezember 2011 in Leiharbeitsverhältnissen, An herausragenden Produkt- und Verfahrens-das waren um 12,7 % oder um 412 Personen mehr innovationen der jüngeren Vergangenheit ist dieals zum selben Stichtag des Vorjahres (3.237). „phs-ultraform®“-Technologie hervorzuheben, dieDarüber hinaus standen am Ende des 3. Quartals – erst seit Kurzem im sogenannten „indirekten“weltweit 1.603 Jugendliche in Ausbildung; der Verfahren sehr erfolgreich am Markt – inzwischenLehrlingsstand blieb damit gegenüber dem ver- bereits wieder entscheidend weiterentwickeltgangenen Geschäftsjahr (1.648) nahezu unver- wurde. Es handelt sich dabei um einen speziellenändert. feuerverzinkten Karosseriestahl, dessen Verfor- mung nunmehr auch im Wege des neuen Pro-Zum 31. Dezember 2011 wies der voestalpine- zesses „Presshärten im direkten Verfahren“Konzern demnach eine Gesamtbelegschaft erfolgt. Die zunächst kaltgepressten Bauteile(Stammpersonal, Leihpersonal und Lehrlinge) werden dabei in einem Folgeschritt auf 900 Gradvon 46.468 Mitarbeitern aus. Sie lag damit um Celsius erhitzt und dann innerhalb von wenigen3,3 % bzw. um 1.505 Personen über dem Ver- Sekunden auf 70 Grad abgekühlt und damit ge-gleichswert des Vorjahres. härtet. Die so erzeugten korrosionsgeschützten Bauteile zeichnen sich durch eine deutlich höhere Festigkeit bei gleichzeitiger erheblicher Gewichts-Forschung und Entwicklung einsparung aus. Die neue Technologie leistet somit einen wichtigen Beitrag zur ReduzierungDie Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des des Kraftstoffverbrauchs bei gleichzeitig signifi-voestalpine-Konzerns ist auf die Entwicklung kanter Erhöhung der Insassensicherheit. Derinnovativer Komplettlösungen ausgerichtet, Werkstoff Stahl stellt sich damit in sehr erfolgrei-wobei die Optimierung des Kundennutzens cher und zukunftsweisender Form der Heraus-bei gleichzeitiger Verringerung der gesamten forderung durch Alternativwerkstoffe.Lebenszykluskosten im Vordergrund steht.Ein entscheidender Faktor ist dabei die bestmög-liche Nutzung und Vernetzung der in der gesam- Umweltten Unternehmensgruppe vorhandenen Kompe-tenzen. So wird beispielsweise die Entwicklung Sowohl auf europäischer als auch auf globalervon Werkstoffen stets eng mit jener von Verarbei- Ebene gehen derzeit eine Reihe von umweltpoli-tungstechnologien (etwa Umformen und ver- tisch hochsensiblen Vorhaben in ihre entschei-schiedene Fügeprozesse) sowie von adäquaten dende Phase: Das langfristig auf EU-Ebene mitWerkzeugstahlqualitäten und Schweißzusatz- Abstand bedeutsamste und im Hinblick aufwerkstoffen verbunden. die Zukunft der energieintensiven Industrie in Europa zweifellos sensibelste Thema stellt dabeiNeben intensiver Grundlagenforschung, mit die von der EU-Kommission skizzierte „Roadmapeiner Vielzahl nationaler und internationaler 2050“ dar. Diese sieht bis zu diesem ZeitpunktPartner betrieben, wird auch die weitere Effi- eine weitgehend kohlenstofffreie Energieer-zienzsteigerung der ohnehin bereits auf sehr zeugung und Realwirtschaft in Europa vor. Diehohem Niveau tätigen F&E-Organisation konti- konkrete Festlegung der Reduktionspfade zur 17
  18. 18. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Erreichung dieses Zieles sowie die Beurteilung risierung und Beschränkung von Chemikalien) auf sektoraler Ebene stehen noch aus. Der euro- ist bereits seit Ende 2010 die Evaluierung aller päische Stahlverband EUROFER wird sich im rund 25.000 eingereichten Registrierungen durch Rahmen der diesbezüglichen Meinungsbildung die Europäische Chemikalienagentur im Gange. entsprechend einbringen. Das Zulassungsverfahren zur Autorisierung ge- winnt immer mehr an Bedeutung; wird ein Stoff Der von den EU-Gremien bereits beschlossene ins Zulassungsverfahren aufgenommen, ist er Zuteilungsmechanismus für CO2-Emissions- langfristig mittels geeigneter Alternativen zu zertifikate, der für den Zeitraum von 2013 bis substituieren bzw. darf er auch bis dahin nur noch 2020 EU-weit einheitliche Benchmarkwerte fest- mit einer gültigen Stoffzulassung eingesetzt legt, wird derzeit EU-weit in nationales Recht werden. Davon betroffen sind besonders gefähr- umgesetzt. Die Regelung wird jedoch vom euro- liche, etwa krebserregende Stoffe. Durch die päischen Stahlverband EUROFER und einer stufenweise Einführung des Zulassungsverfah- Reihe von dessen Mitgliedsunternehmen ange- rens ist die mögliche Betroffenheit laufend zu fochten. Im Juli vergangenen Jahres wurden prüfen. Gleichzeitig sind im Rahmen der noch beim Europäischen Gerichtshof entsprechende bis 1. Juni 2012 laufenden Revision der REACH- Klagen, insbesondere gegen die mit dem heuti- Verordnung gegebenenfalls zusätzliche Aktivi- gen Stand der Technik nicht erreichbaren Emis- täten zu setzen. sionsvorgaben, eingebracht. Ein konkreter Ent- scheidungszeitpunkt ist derzeit noch nicht ab- Der Schwerpunkt der im Jänner 2011 in Kraft sehbar. getretenen Industrieemissionsrichtlinie (2010/75/ EU) liegt unter anderem in einer europaweiten Bei der UN-Weltklimakonferenz in Durban konnte Vereinheitlichung der anlagenbezogenen Grenz- Anfang Dezember 2011 kein global umfassendes werte und Maßnahmen. Zukünftig sollen diese und rechtlich verbindliches Abkommen zum in den BAT (Best Available Technique) Conclu- künftigen Klimaschutz erzielt werden. Statt welt- sions der Europäischen Kommission über die weit einheitlicher und fairer Rahmenbedingun- umwelttechnisch bestverfügbaren Techniken in gen wurde lediglich ein Prozess zur Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie festgeschrieben eines verbindlichen Übereinkommens bis 2015 werden, welche ihrerseits wiederum aus den so- begonnen, das ab 2020 in Kraft treten soll. Zu genannten BREFs (Best Available Technique beachten dabei ist auch, dass die Parteien (Re- Reference Documents) abgeleitet werden, die gierungen) lediglich einer „Intention“ zuge- sich derzeit noch im Revisionsstadium befinden. stimmt haben, ein diesbezügliches Abkommen Die Veröffentlichung der Eisen- und Stahl-BREFs bis spätestens 2015 zu unterzeichnen. Es ist über- und deren verbindlicher Schlussfolgerungen für dies noch völlig offen, ob ein solches Abkommen Kokereien, Sinteranlagen, Hochöfen sowie Sauer- für alle Parteien verbindliche Emissionsobergren- stoff- und Elektrostahlwerke wird voraussichtlich zen festlegen wird. Mit diesem unverbindlichen im Laufe des Jahres 2012 erfolgen, die Umset- Konferenzergebnis scheint die Strategie der EU- zung muss europaweit innerhalb von vier Jahren Kommission, sich zu einer weiteren Kyoto-Periode abgeschlossen sein. Im voestalpine-Konzern wer- zu verpflichten, wenn im Gegenzug auch alle den derzeit die entsprechenden Betriebsanlagen anderen Weltregionen bis 2015 einem verbind- auf etwaigen Anpassungsbedarf überprüft, um lichen Abkommen beitreten, gescheitert. Es ist in Umsetzung der Vorgaben der Industrieemis- ihr lediglich gelungen, den Status quo durch sionsrichtlinie notwendige Maßnahmen und Än- Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis zumindest derungen rechtzeitig planen und realisieren zu 2018, vermutlich sogar bis 2020 fortzuschreiben können. und den Abschluss eines rechtlich verbindlichen Abkommens bis 2015 in Aussicht zu stellen. An den einzelnen Konzernstandorten wurde im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2011/12 Auf Grundlage der europäischen REACH-Ver- wieder eine Vielzahl umweltrelevanter Maßnah- ordnung (zur Registrierung, Evaluierung, Auto- men verwirklicht, mit denen der – im internatio-18
  19. 19. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12nalen Branchenvergleich – bereits überdurch- abgelöst wird, hängt im Wesentlichen davon ab,schnittlich hohe Standard der voestalpine- Gruppe ob die derzeitige wirtschaftliche Belebung in denin den Bereichen Energie- und Rohstoffeffizienz, USA weiter an Dynamik gewinnt, die Konjunk-Senkung der Luft- und Wasseremissionen sowie turentwicklung in China 2012 einigermaßenAbfallvermeidung und -verwertung weiter nach- stabil verläuft und Europa seine Schuldenpro-haltig verbessert wird. Zu den Details wird auf die bleme in den Griff bekommt. In jedem Fall werdenausführliche Darstellung der einzelnen Vorhaben die – gemessen an der Division Stahl – wesentlichim Aktionärsbrief zum 1. Halbjahr verwiesen. weniger konjunktursensiblen Verarbeitungsdivi- sionen weiterhin für eine im Branchenvergleich hohe Ergebnisstabilität des voestalpine-KonzernsAusblick sorgen.Die im Aktionärsbrief vom November 2011 zum Für das 4. Quartal des Geschäftsjahres zeichnet1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zum sich auf Basis der Entwicklung in den erstenAusdruck gebrachte Erwartung, dass mit den Wochen des Jahres 2012 gegenüber dem 3. Quar-damaligen Regierungswechseln in Italien und tal eine ergebnismäßige Trendwende ab, sodassGriechenland sowie den Beschlüssen der Euro- sich aus heutiger Sicht der Ausblick für das Ge-päischen Union über die Erweiterung des samtjahr 2011/12 (ohne Berücksichtigung all-„Rettungsschirms“ und ein restriktives Regelwerk fälliger Einmaleffekte aus dem Bahnzuliefer-im Zusammenhang mit der notwendigen Haus- bereich) gegenüber dem letzten Quartalsberichthaltsdisziplin der Mitgliedsländer auch eine ge- weitgehend unverändert darstellt. Dies bedeutet,wisse Beruhigung der ökonomischen Entwick- dass für 2011/12 mit einem gegenüber dem Vor-lung in Europa einhergehen sollte, hat sich weit- jahr etwas schwächeren operativen Ergebnis zugehend erfüllt. Es ist in der Zwischenzeit daher rechnen ist.auch nicht mehr von einer Wiederkehr der „Krise“im Sinne eines „double dip“ die Rede, und selbstdie für Europa erwartete Rezession sollte sich inGrenzen halten.Dennoch war das 3. Quartal des laufenden Ge-schäftsjahres (4. Kalenderquartal 2011) vor allemin der Division Stahl durch ein extrem vorsichti-ges Kundenverhalten mit entsprechenden Aus-wirkungen sowohl auf der Nachfrage- als auchder Preisseite geprägt. Die an sich schon schwie-rige Entwicklung wurde durch hoch volatile Erz-und Kohlepreise noch verschärft. Weitgehendstabil stellten sich hingegen alle vier Verarbei-tungsdivisionen dar. Insgesamt sollte aber diezyklische Abkühlung der letzten neun Monateauch im Stahlbereich mit dem Jahreswechsel2011/12 ihren Tiefpunkt erreicht haben, da mitBeginn des 4. Geschäftsjahresquartals (1. Kalen-derquartal 2012) eine Erholung der Nachfrage,verbunden mit ersten Preiserhöhungen im Quar-talsverlauf, spürbar wurde. Nicht zuletzt alleinschon auf Grund lagerzyklischer Effekte solltediese Marktbelebung jedenfalls bis Sommer 2012anhalten. Wie weit sie bis dahin durch einenselbsttragenden, nachhaltigeren Aufschwung 19
  20. 20. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Investor Relations voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes Veränderungen gegenüber Ultimo März 2011 in % voestalpine ATX STOXX Index (Europa) DJ Industrial Index 120 110 100 90 80 70 60 50 1. April 2011 31. Dezember 2011 Kursverlauf jahres 2011/12 insgesamt einen Kursrückgang der voestalpine-Aktie um 35 % von 33,13 EUR auf 21,67 EUR. Vom Höchststand Anfang Juli (38,90 EUR) bis zum Der Kursverlauf der voestalpine-Aktie war in den Tiefstwert Ende November 2011 (18,38 EUR) ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 verlor sie sogar mehr als 50 % ihres Wertes. vor allem durch den Einbruch der internationalen Mit dieser Entwicklung bewegte sich die Börsen und Finanzmärkte im Sommer 2011 ge- voestalpine-Aktie seit Ende August 2011 prak- prägt. Die Aktie konnte sich der allgemeinen tisch im Gleichklang mit dem österreichischen Talfahrt nicht nur nicht entziehen, sondern wurde Leitindex ATX, auch der 9-Monats-Trend von vielmehr auf Grund ihrer Einstufung als zykli- April bis Dezember 2011 ist mit einem Wertverlust scher Wert überproportional in Mitleidenschaft von einem Drittel nahezu ident. Im Vergleich gezogen. Vor diesem Hintergrund verzeichnete dazu stellt sich die Performance des Stoxx Index sie in den ersten drei Quartalen des Geschäfts- Europe und des Dow Jones Industrial Index in20
  21. 21. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12diesem Zeitraum ungleich besser dar. Abgesehen liche Kursgewinne verzeichnet. Verglichen zumvon einer deutlich optimistischeren Konjunktur- Höchstkurs von über 114 (% des Face Value) imtendenz in den USA gegenüber jener in Europa März 2010 notierte die Anleihe mit Ende desist die allgemein schlechtere Performance des 3. Quartals 2011/12 aber wieder niedriger beiATX auch ein Indiz dafür, dass die Wiener Börse etwa 106 (% des Face Value).auf Grund ihrer vergleichsweise immer noch ge-ringen Liquidität, der starken Gewichtung von Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)Finanzwerten sowie ihrer von internationalen Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpineInvestoren zunehmend kritisch gesehenen Nähe AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kuponzu Osteuropa gegenüber anderen Börsenplätzen von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio.an Attraktivität verloren hat. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Lag der Kurs der Anleihe, die im geregelten Freiver-Hervorzuheben ist, dass sich die voestalpine- kehr der Wiener Börse gehandelt wird, AnfangAktie seit Jahresbeginn deutlich erholt und im April noch knapp unter dem Ausgabekurs, gabJänner 2012 einen markanten Kursanstieg ver- es bis Ende Dezember 2011 deutliche Zugewinne.zeichnet hat. Das Wertpapier schloss am 31. Dezember 2011 bei 103 (% des Face Value).Anleihen Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Hybridanleihe (2007–2014) Instituten erstellt:Die Hybridanleihe wurde im Oktober 2007 zur Bank of America/Merrill Lynch, LondonRefinanzierung des Erwerbs der BÖHLER- Barclays Capital, LondonUDDEHOLM AG mit einem Volumen von 1.000 BHF-BANK, FrankfurtMio. EUR begeben. Nach den Turbulenzen auf CA Cheuvreux, Frankfurt/Parisden Finanzmärkten ab Herbst 2008 verringerte Citigroup, Londonsich der Anleihekurs gegen Ende des Geschäfts- Commerzbank, Frankfurtjahres 2008/09 bis auf 75 (% des Face Value). Seit Credit Suisse, LondonApril 2009 hat sich der Preis der Anleihe dann Davy, Dublinallerdings relativ rasch erholt, sie notierte im Deutsche Bank, LondonJänner 2010 erstmals wieder über 100 (% des Face Erste Bank, WienValue) und lag zum Ende des 3. Quartals 2011/12 Exane BNP Paribas, Parisbei 102 (% des Face Value). HSBC, London JP Morgan, LondonUnternehmensanleihe 1 (2009–2013) MainFirst, FrankfurtDie im März 2009 zum Höhepunkt der Kredit- Nomura, Londonkrise aus Gründen der Liquiditätssicherung be- Raiffeisen Centrobank, Wiengebene Unternehmensanleihe (Volumen 400 Mio. Steubing, FrankfurtEUR, Kupon 8,75 %) hat seit ihrer Emission deut- UBS, London. 21
  22. 22. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Informationen zur Aktie Aktiennominale 307.132.044,75 EUR, zerlegt in 169.049.163 Stückaktien Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. Dezember 2011 299.728 Stk. Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien) ISIN AT0000937503 Reuters VOES.VI Bloomberg VOE AV Kurse (jeweils zum Tagesende) Börsenhöchstkurs April 2011 bis Dezember 2011 38,90 EUR Börsentiefstkurs April 2011 bis Dezember 2011 18,38 EUR Kurs zum 31. Dezember 2011 21,67 EUR Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR Börsenkapitalisierung zum 31. Dezember 2011* 3.656.800.256,45 EUR * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien. Geschäftsjahr 2010/11 Gewinn/Aktie 3,04 EUR Dividende/Aktie 0,80 EUR Buchwert/Aktie 27,39 EUR Terminvorschau 2011/12 Geschäftsbericht 2011/12 30. Mai 2012 Hauptversammlung 4. Juli 2012 Ex-Dividenden-Tag 9. Juli 2012 Dividenden-Zahltag 16. Juli 2012 Veröffentlichung 1. Quartal 2012/13 7. August 2012 Veröffentlichung 2. Quartal 2012/13 7. November 201222
  23. 23. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12 23
  24. 24. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 voestalpine AG Finanzdaten zum 31.12.2011 Nach International Financial Reporting Standards (IFRS) Konzernbilanz Aktiva 31.03.2011 31.12.2011 A. Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen 4.371,4 4.308,6 Firmenwert 1.419,5 1.421,8 Andere immaterielle Vermögenswerte 379,9 337,8 Anteile an assoziierten Unternehmen 142,8 147,4 Andere Finanzanlagen 158,7 161,1 Latente Steuern 383,2 355,7 6.855,5 6.732,4 B. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 2.824,1 3.246,3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.709,8 1.635,4 Andere Finanzanlagen 453,6 398,6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.233,4 426,9 6.220,9 5.707,2 Summe Aktiva 13.076,4 12.439,6 Mio. EUR24
  25. 25. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Passiva 31.03.2011 31.12.2011A. Eigenkapital Grundkapital 307,1 307,1 Kapitalrücklagen 421,1 405,7 Hybridkapital 992,1 992,1 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 2.897,5 3.099,5 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 4.617,8 4.804,4 Nicht beherrschende Anteile 73,3 69,5 4.691,1 4.873,9B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 833,2 834,1 Rückstellungen 83,3 78,2 Latente Steuern 237,0 259,4 Finanzverbindlichkeiten 3.070,5 2.617,2 4.224,0 3.788,9C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen 402,1 415,9 Steuerschulden 134,7 101,7 Finanzverbindlichkeiten 1.427,9 1.313,5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.196,6 1.945,7 4.161,3 3.776,8Summe Passiva 13.076,4 12.439,6 Mio. EUR 25
  26. 26. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Konzern-Kapitalflussrechnung 01.04. – 31.12.2010 01.04. – 31.12.2011 Betriebstätigkeit Ergebnis nach Steuern 400,3 411,4 Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 399,9 445,8 Veränderungen des Working Capital –235,1 –563,7 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 565,1 293,5 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –204,2 –324,3 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –796,7 –774,4 Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –435,8 –805,2 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenanfang 1.028,6 1.233,4 Veränderungen von Währungsdifferenzen 12,5 –1,3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Periodenende 605,3 426,9 Mio. EUR26
  27. 27. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 01.04. – 01.04. – 01.10. – 01.10. – 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011Umsatzerlöse 7.936,6 8.877,2 2.744,8 2.899,5Umsatzkosten –6.200,5 –7.065,1 –2.136,3 –2.367,5Bruttoergebnis 1.736,1 1.812,1 608,5 532,0Sonstige betriebliche Erträge 235,2 260,7 68,9 92,7Vertriebskosten –708,2 –713,0 –240,3 –237,4Verwaltungskosten –403,0 –444,4 –137,9 –151,0Sonstige betriebliche Aufwendungen –201,9 –239,0 –55,2 –91,3Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 658,2 676,4 244,0 145,0Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 25,0 14,8 9,0 3,9Finanzerträge 40,9 68,0 12,2 17,8Finanzaufwendungen –209,2 –225,4 –67,7 –76,2Ergebnis vor Steuern (EBT) 514,9 533,8 197,5 90,5Ertragsteuern –114,6 –122,4 –46,9 –25,2Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 400,3 411,4 150,6 65,3Zuzurechnen den: Anteilseignern des Mutterunternehmens 340,3 352,9 131,2 46,4 Nicht beherrschenden Gesellschaftern 6,0 4,5 1,4 0,9 Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 54,0 54,0 18,0 18,0Verwässertes und unverwässertes Ergebnisje Aktie (EUR) 2,02 2,09 0,78 0,27Gesamtergebnisrechnung:Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 400,3 411,4 150,6 65,3Sonstiges Ergebnis Hedge Accounting 1,5 28,6 13,8 10,9 Latente Steuern auf Hedge Accounting 0,1 –7,2 –3,5 –2,8 Währungsumrechnung 45,1 11,2 26,9 35,2Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 46,7 32,6 37,2 43,3Gesamtergebnis in der Periode 447,0 444,0 187,8 108,6Zuzurechnen den: Anteilseignern des Mutterunternehmens 386,4 387,0 167,8 91,2 Nicht beherrschenden Gesellschaftern 6,6 3,0 2,0 –0,6 Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 54,0 54,0 18,0 18,0Gesamtergebnis in der Periode 447,0 444,0 187,8 108,6 Mio. EUR 27
  28. 28. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 1 Q – 3 Q 2010/11 1 Q – 3 Q 2011/12 Nicht be- Nicht be- herrschende herrschende Konzern Anteile Gesamt Konzern Anteile Gesamt Eigenkapital zum 01.04. 4.189,6 72,8 4.262,4 4.617,8 73,3 4.691,1 Gesamtergebnis in der Periode 440,4 6,6 447,0 441,0 3,0 444,0 Dividendenausschüttung –84,3 –6,4 –90,7 –135,0 –8,7 –143,7 Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 5,2 – 5,2 5,6 – 5,6 Zukauf nicht beherrschender Anteile – 2,4 2,4 – – – Dividendenausschüttung an Hybridkapitalbesitzer –71,3 – –71,3 –71,3 – –71,3 Anteilsbasierte Vergütungen – – – –15,5 –0,1 –15,6 Sonstige Veränderungen –3,1 1,5 –1,6 –38,2 2,0 –36,2 Eigenkapital zum 31.12. 4.476,5 76,9 4.553,4 4.804,4 69,5 4.873,9 Mio. EUR28
  29. 29. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12Erläuternde AnhangangabenDer Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezem- und berichtet. Im vorliegenden Konzernzwi-ber 2011 für die ersten drei Quartale des Ge- schenabschluss sind diese beiden Gesellschaftenschäftsjahres 2011/12 der voestalpine AG wurde dem Geschäftsegment Sonstige zugeordnet. Dienach den Bestimmungen des IAS 34 – Interim Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechendFinancial Reporting erstellt. Die für den Konzern- angepasst.abschluss des Geschäftsjahres 2010/11 geltendenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wur- Der Konzernzwischenabschluss ist in Millionenden mit folgender Ausnahme unverändert fort- Euro (= funktionale Währung des Mutterunter-geführt. Die überarbeitete Fassung des IAS 24 nehmens) aufgestellt. Bei der Summierung von(2009) „Angaben über Beziehungen zu naheste- gerundeten Beträgen und Prozentangaben kön-henden Unternehmen und Personen“ wird erst- nen durch Verwendung automatischer Rechen-mals angewendet. Die Anwendung dieses neuen hilfen rundungsbedingte RechendifferenzenStandards hatte keine wesentlichen Auswirkun- auftreten.gen auf den Konzernzwischenabschluss. FürFragen zu den verwendeten Aufstellungsgrund- Die vergleichenden Angaben beziehen sich, so-sätzen wird auf den Konzernabschluss zum fern nicht anders angegeben, auf die ersten drei31. März 2011 verwiesen, welcher die Basis für Quartale des Geschäftsjahres 2010/11 (Stichtag:diesen Zwischenabschluss darstellt. 31. Dezember 2010).Seit 1. April 2011 werden die beiden Tochter- Der vorliegende Konzernzwischenabschlussunternehmen voestalpine Rohstoffbeschaffungs wurde weder einer vollständigen Abschlussprü-GmbH und Importkohle Gesellschaft m.b.H nicht fung noch einer prüferischen Durchsicht durchmehr im Rahmen der Division Stahl gesteuert einen Wirtschaftsprüfer unterzogen. 29
  30. 30. Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2011/12 Konsolidierungskreis/Unternehmenserwerbe Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: Voll- Quoten- Equity- konsolidierung konsolidierung Methode Stand am 01.04.2011 288 2 12 Zugänge aus Unternehmenserwerben Änderung der Konsolidierungsmethode Zugänge 3 Abgänge Umgründungen –5 Abgänge oder Veräußerung –4 Stand am 31.12.2011 282 2 12 davon ausländische Gesellschaften 225 0 5 Erläuterung der Bilanz denausschüttung an Anteilseigner auf 426,9 Mio. EUR vermindert. Der Rückgang im langfristigen Vermögen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/12 Das Grundkapital der voestalpine AG betrug zum ist im Wesentlichen auf die niedrige Investitions- 31. Dezember 2011 307.132.044,75 EUR tätigkeit zurückzuführen. Die Abschreibungen (169.049.163 Stück Stückaktien). Zum Stichtag in Höhe von 441,5 Mio. EUR haben die Investi- hielt die Gesellschaft 299.728 Stück eigene tionen in Höhe von 353,8 Mio. EUR überschritten. Aktien. In den ersten drei Quartalen des Ge- Der Vorrätebestand erhöhte sich zum Großteil schäftsjahres 2011/12 wurden 168.146 Stück auf Grund von Mengensteigerungen gegenüber eigene Aktien verkauft. dem 31. März 2011 um 422,2 Mio. EUR. Einer- seits sind aus der laufenden Geschäftstätigkeit Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine liquide Mittel zugeflossen, andererseits haben gegenüber allen sonstigen Gläubigern nach- sich diese auf Grund von Kredittilgungen, Kapi- rangige unbefristete Anleihe im Umfang von talbindung im Working Capital und der Dividen- 1 Mrd. EUR mit einem Kupon von 7,125 % bege-30
  31. 31. Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2011/12ben, welcher bei Entfall der Dividende auch aus- Minderheitsaktionäre der BÖHLER-UDDEHOLMgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Lauf- Aktiengesellschaft (siehe auch Seite 15). Mit demzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläu- Nachzahlungsbetrag verbundene Zinsen werdenbiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der aufwandswirksam verbucht.Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren,aber variablen Zinssatz. Diese Hybridanleihe Durch die Abreifung von langfristigen Kreditenwird gem. IAS 32 als Teil des Eigenkapitals aus- haben sich die langfristigen Finanzverbindlich-gewiesen. keiten auf 2.617,2 Mio. EUR verringert.Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 411,4Mio. EUR hat zu einer Erhöhung des Eigen- Erläuterung derkapitals beigetragen. In der Hauptversammlung Gewinn- und Verlustrechnungam 6. Juli 2011 wurde für das Geschäftsjahr2010/11 eine Dividende in Höhe von 0,80 EUR Der Umsatz vom 1. April bis 31. Dezember 2011je Aktie beschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 8.877,2 Mio. EUR konnte den Ver-wurde daher von der voestalpine AG eine Divi- gleichswert für denselben Zeitraum des Vorjahresdende in Höhe von 135,0 Mio. EUR an Anteils- (7.936,6 Mio. EUR) um 11,9 % übertreffen. Daseigner ausgeschüttet. Zinsen für das Hybrid- Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beliefkapital in Höhe von 71,3 Mio. EUR wurden eben- sich im selben Zeitraum kumuliert auf 676,4 Mio.falls ausbezahlt und als Dividende verbucht. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 658,2 Mio. EUR. Bezogen auf dasIn den sonstigen Veränderungen des Eigenkapi- 3. Quartal wurde ein EBIT in Höhe von 145,0tals sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Mio. EUR erzielt, verglichen mit 244,0 Mio. EURAufstockung von Mehrheitsbeteiligungen ent- im selben Zeitraum des Vorjahres. Nach Berück-halten, die direkt mit dem Eigenkapital verrech- sichtigung des Finanzerfolges sowie der Steuernnet wurden. Es handelt sich dabei im Wesent- ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 411,4lichen um den Nachzahlungsbetrag aus dem Mio. EUR gegenüber 400,3 Mio. EUR im Ver-Überprüfungsverfahren der Barabfindung an die gleichszeitraum des Vorjahres.Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt: 01.04. – 31.12.2010 01.04. – 31.12.2011Anteilseigner des Mutterunternehmenszuzurechnendes Ergebnis (Mio. EUR) 340,3 352,9Durchschnittlich gewichtete Anzahl derausgegebenen Aktien (Mio.) 168,5 168,7Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 2,02 2,09 31

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