20060223 Hist06 Lza Und Dfg

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Digital Preservation policy -- DFG overview from 2006

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  • Einleitung: - wer ich bin (DFG, LIS)
  • hier sind die vier punkte über die ich sprechen werde
  • was ist das Ziel von Langzeitarchivierung?
  • Aber speichern, bzw. die Lösung des technischen Problems, ist nicht alles -- auch die rechtlichen und und vor allem organisatorischen Probleme müssen gelöst werden
  • LZA und die Geschichtswissenschaften -- warum wichtig? zwei Aspekte: 1. digitalisierung von sekundär und primäliteratur, findbücher, archivmaterial (Hr. Weber und seine 1,000,000 Findbücher...) 2. wie kann gesichert werden, dass historiker in 1-2 Jahrhunderten mit “unseren” Daten arbeiten können?
  • Das immer wieder erwähnte Musterbeispiel -- Doomesday Projekt der BBC von 1986. Als nächstes werde ich einige deutsche Projekte vorstellen, die versuchen, Lösungsansätze zum problem der LZA zu erarbeiten.
  • BMBF gefördertes Kompetenznetzwerk -- hier nur ganz kurz, da es ja später vorgestellt werden wird. Wichtig ist, dass Nestor nicht selber Projekte zur LZA betreibt.
  • Kopal ist dann die technische Pendence zu nestor -- hier wird ein Werkzeugkasten entwickelt und an technischen Lösungen gearbeitet. (Auch hier nur ganz kurz, da es später in der Sektion vorgestellt werden wird.)
  • Das BABS Projekt versucht wiederum an den organisatorischen und rechtlichen aspekten der LZA zu arbeiten. Versucht die einzelnen Aspekten der LZA mit Verlagen, Behörden, Museen usw. durchzuarbeiten. (Wird morgen in der Sektion zu elektronischen Publizierens vorgestellt)
  • Wie funktioniert LZA? Oft werden die Daten redundant in Hochschulservern oder Institutional Repositories gespeichert bevor sie von einer zentral Instanz wie z.B. die königliche Bibliothek in den Niederlanden ge-harvestet wird. Wichtig ist dann auch, das digitale Objekte einen DOI (Digital Object Identifier) haben, damit sie später wieder wiedergefunden werden. In einem Musterprojekt an der TIB Hannover werden DOI zu Datensets aus der Meteorolgie vergeben
  • Hier als letztes will ich noch verschiedene Modelle und Ansätze, Strategien und Perspektiven vorstellen, die im Rahmen der Langzeitarchivierung angedacht werden können. Die erste Möglichkeit ist, dass die Verlage ein Teil der LZA-Aufgabe selber übernehmen. Dies passier natürlich nicht umsonst -- Springer’s Open Choice Model, z.B., verlangt 3000 USD pro Artikel.
  • Eine zweite Möglichkeit wäre über public-private partnership modelle, in dem Verlage und Bibliotheken (und, man könnte sich auch gut vorstellen: Banken, Behörden und alle anderen Einrichtungen, die zu einer LZA-Strategie verpflichtet sind) z.b. gemeinsam Lösungskonzepte entwickeln. Hier soll kurz PORTICO als eine solche Lösung vorgestellt werden.
  • Auch eine rein “public” Strategie wäre möglich -- im Rahmen der bisherigen Strategie der SSG-Förderung der DFG bei den Bibliotheken wäre z.B. eine “Schließfachsystem” bei KOPAL eine Variante. Jedes SSG-Fach “kauft” sich ein Fach und archiviert dort die für das Fach relevanten digitalen Ressourcen
  • Aber auch wichtig ist eine zwischenlösung zu haben, die Lösungen zum Problem der toten Links, vor allem in Institutionellen Repositorien -- ein problem das wir sicher hier alle im raum nur allzu gut kenne -- erarbeitet. Hier ist LOCKSS eine wichtiger Ansatz.
  • Vielen Dank! Sie fragen sich sicher: was hat die DFG hier für eine Strategie? Wir wollen interessante, innovative Lösungen finden und denken, dass es kurzfristig wichtig ist, mehrere Ansätze zu verfolgen, bis sich eine Lösung, ein standard, ein set of best practices etabliert. Am liebsten wäre es uns natürlich auch, dass deutsche projekte einen zentralen Beitrag zu dieser Lösung leisten würden.
  • 20060223 Hist06 Lza Und Dfg

    1. 1. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und deutsche Initiativen zur Langzeitarchivierung für die Wissenschaft .hist 2006 - Geschichte im Netz, Berlin, 22.-24.2.2006 Dr. Max Vögler (DFG) [email_address] www.dfg.de/lis
    2. 2. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und deutsche Initiativen zur Langzeitarchivierung für die Wissenschaft <ul><li>Warum Langzeitarchivierung? </li></ul><ul><li>Langzeitarchivierung und die Geschichtswissenschaften </li></ul><ul><li>Deutsche Initiativen zur Langzeitarchivierung </li></ul><ul><li>Methoden und Perspektiven </li></ul>
    3. 3. Warum Langzeitarchivierung? <ul><li>In Englisch : Digital Preservation / Long-Term Preservation </li></ul><ul><li>Ziel </li></ul><ul><ul><li>LZA soll die dauerhafte Nutzung von digitalen Medien (Text, Bild, e-learning Objekt, Museumsstück, Datenbank, Primärdatenset, usw.) ermöglichen </li></ul></ul><ul><li>Grundsätze </li></ul><ul><ul><li>Vollständige Erhaltung von Funktionalität und Inhalt digitaler Objekte -- besonders wichtig für Software oder wiss. Datensets / Datenbanken </li></ul></ul><ul><ul><li>Integrität und Authentizität digitaler Daten über viele Jahre und Versionen (ob PDF, Word oder SPSS) hinweg </li></ul></ul><ul><li>Hierzu wird empfohlen </li></ul><ul><ul><li>Offene Datenformate </li></ul></ul><ul><ul><li>standardisierte Metadaten </li></ul></ul><ul><ul><li>Kontext, Funktionalität und Inhalt muss festgehalten werden </li></ul></ul>[Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ]
    4. 4. Warum Langzeitarchivierung? <ul><li>Rechtliche Aspekte </li></ul><ul><ul><li>Für Kommerzielle Produkte (z.B. lizensierte elektronische Zeitschriften o. Datenbanken in Bibliotheken) muss ein Ausgleich zwischen den Interessen der Verlage und Nutzer gefunden werden </li></ul></ul><ul><ul><li>Unter welchen Bedingungen lassen Verlage zu, dass Bibliotheken “ihre” lizensierte Inhalte archivieren? </li></ul></ul><ul><li>Das Kompetenzproblem </li></ul><ul><ul><li>Gedruckte Medien </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Bücher, Zeitschriften, usw. -- Bibliotheken </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Handschriften, Archivalien, usw. -- Archive o. Handschriftenabteilungen von Bibliotheken </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Digitale Objekte (Digitalisate, e-Learning Objects, Primärdaten Sets, usw.) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Bibliotheken, Archive, Medienzentren, Rechenzentren, Firmen </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Zentrale oder dezentrale Datenhaltung? </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Es gibt noch keine “natürliche” Kompetenz für digitale Objekte </li></ul></ul></ul>[Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ]
    5. 5. <ul><li>Kulturelle Überlieferung (Digitalisierung) </li></ul><ul><ul><li>Digitalisierungsprojekte in DE (e.g., Flugschriftensammlung 1848, Preußische Rechtsquellen Digital) und das “Portal Digitale Drucke” </li></ul></ul><ul><ul><li>Archivische Findbücher (und z.T. Quellen) </li></ul></ul><ul><ul><li>DFG-geförderte Nationallizenzen für die deutsche Wissenschaft (e.g., Old English Books, Times Digital Archive) </li></ul></ul><ul><ul><li>Weitere Digitalisierungsprojekte in der EU und der Welt (e.g., British Parliamentary Papers Digitisation Project, American Memory Project) </li></ul></ul><ul><ul><li>Not-for-profit Digitalisierungsprojekte (JSTOR, DigiZeit) </li></ul></ul><ul><li>Schlechte Erfahrungen aus den ersten Jahren </li></ul><ul><ul><li>CD-ROMs </li></ul></ul><ul><ul><li>Proprietäre Datenformate u. unlesbare Datenbanken </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Langzeitarchivierung und die Geschichtswissenschaften
    6. 6. <ul><li>Beispiel des “Doomsday Book Projects” </li></ul><ul><ul><li>“erstes” Doomesday Book wurde im Jahre 1086 geschrieben -- ist immer noch gut lesbar </li></ul></ul><ul><ul><li>“zweites” Doomsday Book wurde 1986 von der BBC gestiftet </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>“images and sounds of Britain 1986” </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>£ 2,5 Mio. Projektkosten, über 200,000 digitale Dokumente (Ton, Film, Text, Bild, usw.) </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>konnte aber nur auf dem “Acorn special BBC Microcomputer” gelesen werden </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>erst 2002 haben Wissenschaftler nach 3-jähriger Arbeit (“Camelion Project”) die Daten in neue offene Formate übertragen konnte </li></ul></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Langzeitarchivierung und die Geschichtswissenschaften 1086 1986 &quot;BBC Domesday has become a classic example of the dangers facing our digital heritage,&quot; said project manager Paul Wheatley. http://news.bbc.co.uk/1/hi/technology/2534391.stm
    7. 7. <ul><li>Nestor -- Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung </li></ul><ul><ul><li>BMBF gefördert </li></ul></ul><ul><ul><li>Partner sind DDB, BSB, SUB Göttingen, HU Berlin, Staatl. Archive Bayerns, Inst. für Museumskunde, Bundesarchiv </li></ul></ul><ul><ul><li>Standards -- Informationen und Empfehlungen (zu PDF, OpenRAW, usw.) </li></ul></ul><ul><ul><li>Informationen -- e.g. </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Digitale Langzeitarchivierung und Recht </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Vergleich bestehender Archivierungssysteme </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Langzeitarchivierung von Rohdaten </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Konferenzen und Workshops </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Deutsche Initiativen in der Langzeitarchivierung http://www.langzeitarchivierung.de /
    8. 8. <ul><li>kopal -- Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs digitaler Informationen </li></ul><ul><ul><li>BMBF gefördert </li></ul></ul><ul><ul><li>Partner sind: DDB, SUB Göttingen, Gesll. f. wiss. Datenverarbeitung mbH Göttingen(GWDG), IBM Deutschland </li></ul></ul><ul><ul><li>Standards, e.g., “Universelles Objektformat - Ein Archiv- und Austauschformat für digitale Objekte” (Februar 2006) </li></ul></ul><ul><ul><li>Tools für externe Einrichtungen (Bibliotheken, Archive, Museen, usw.) </li></ul></ul><ul><ul><li>Digitales Archivierungssystem </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Deutsche Initiativen in der Langzeitarchivierung http://kopal.langzeitarchivierung.de
    9. 9. <ul><li>BABS -- Bibliothekarisches Archivierungs- und Bereitstellungssystem </li></ul><ul><ul><li>DFG-gefördertes Pilotprojekt </li></ul></ul><ul><ul><li>Partner sind: BSB und Leibniz Rechenzentrum </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufbau eines exemplarischen Workflows und einer Infrastruktur für die Langzeitarchivierung heterogener Netzpublikationen. </li></ul></ul><ul><ul><li>Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten (Verlage, Behörden, Museen) um rechtliche und organisatorische Fragen zu erproben </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Deutsche Initiativen in der Langzeitarchivierung http://www.babs-muenchen.de /
    10. 10. <ul><li>STD-DOI -- Publication and Citation of Scientific Primary Data </li></ul><ul><ul><li>DFG-gefördertes Pilotprojekt für Primärdaten </li></ul></ul><ul><ul><li>Partner sind: TIB Hannover und das MPG für Meteorologie </li></ul></ul><ul><ul><li>Primärdaten als “Publikation” </li></ul></ul><ul><ul><li>Registrierung von DOI (digital object identifiers) für Primärdatensets </li></ul></ul><ul><ul><li>Langzeitverfügbarkeit der Daten erfolgt über verschiedene Datenzentren </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Deutsche Initiativen in der Langzeitarchivierung http://www.icdp-online.de/contenido/std-doi/front_content.ph p
    11. 11. <ul><li>“ Private”-Partnership Model -- z.B. über Verlage </li></ul><ul><ul><li>Hier das Beispiel von Springer: “Open Choice” </li></ul></ul><ul><ul><li>“Choice” bedeutet: </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>peer-reviewed </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>journal article </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>3000 USD fee (onetime) </li></ul></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Verschiedene Modelle / Perspektiven für die Langzeitarchivierung
    12. 12. <ul><li>“ Public-Private” Partnership Model -- z.B. PORTICO </li></ul><ul><ul><li>Mellon Foundation gefördert </li></ul></ul><ul><ul><li>JSTOR-Initiative </li></ul></ul><ul><ul><li>Elsevier wurde 2005 als Verlagspartner gewonnen </li></ul></ul><ul><ul><li>“Medienspezifische” Lösung -- Nur Journals </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Verschiedene Modelle / Perspektiven für die Langzeitarchivierung http://www.portico.org /
    13. 13. <ul><li>“ Public” Partnership Model -- z.B. DDB / Kopal </li></ul><ul><ul><li>“Schließfächer” für SSG Bibliotheken bei kopal </li></ul></ul><ul><ul><li>So könnte LZA in das System der überregionalen Literaturversorgung (SSG System) überführt werden </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Verschiedene Modelle / Perspektiven für die Langzeitarchivierung
    14. 14. <ul><li>“ Peer-sharing” Approach: LOCKSS (Lots of Copies Keep Stuff Safe) </li></ul><ul><ul><li>Stanford University Libraries Projekt mit Unterstützung der Mellon Foundation und der NSF </li></ul></ul><ul><ul><li>Automatisierte redundante Datenhaltung über mehrere Einrichtungen </li></ul></ul><ul><ul><li>Kosteneffiziente Lösung </li></ul></ul><ul><ul><li>Keine LZA aber wichtige Zwischenlösung </li></ul></ul>[ Warum LZA | LZA und GW | DE und LZA | Perspektiven ] Verschiedene Modelle / Perspektiven für die Langzeitarchivierung http://lockss.stanford.edu /
    15. 15. Thank you for your attention! Dr. Max Vögler (DFG) [email_address] www.dfg.de/lis

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