VDE Tätigkeitsbericht 2013

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VDE Tätigkeitsbericht 2013

  1. 1. Netzwerk Zukunft Tätigkeitsbericht 2013
  2. 2. VDE Community Standort Deutschland all electric society
  3. 3. Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2014 steht in Deutschland im Zeichen der neuen Bundesregierung und auf europäischer Ebene des 8. Forschungsrah- menprogramms „Horizon 2020“. Für den VDE wichtige Anlässe, um seine technologie- und bildungspolitischen Positionen in die öffentliche Diskussion einzubringen. Die Zukunft der Energieversorgung bleibt weiterhin ein zentrales Thema. Um die Ziele der Energiewende erreichen zu können, sind klare nationale Rahmenbedingungen und eine stärkere Berücksichtigung der europäi- schen Dimension dringend notwendig. Dass bei dem Energiesystemdesign der Zukunft das intelligente Stromnetz, das Smart Grid, eine wichtige Rolle spielen wird, wurde einmal mehr auf dem „World Smart Grid Forum“ deutlich. Im September vergangenen Jahres veranstaltete der VDE in Berlin diesen internationalen Energiegipfel gemeinsam mit der Internationalen Elektrotechnischen Kom- mission und der State Grid Corporation of China. Weitere aktuelle Technologiethemen standen im Mittelpunkt des Engagements 2013. So trat der VDE mit Blick auf „Horizon 2020“ dafür ein, möglichst alle finanziellen Spielräu- me für die Förderung der „Key Enabler“ Infor- mationstechnik, Mikroelektronik und Mikro- technik zu nutzen. Elektromobilität, Smart Home & Building, IT-Sicherheit, Industrie 4.0 und die Medizin- technik sind weitere Querschnittstechnolo- gien, in denen der VDE breit aufgestellt ist. Grundlage unserer Expertise bei aktuellen technologie- und bildungspolitischen Her- ausforderungen ist das VDE-Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Normung und Produktprüfung. Dieses ist weltweit einmalig. 2013 haben unsere Normungsexperten insbesondere in den Bereichen Smart Grid, Elektromobilität und IT-Sicherheit wichtige Weichen gestellt und mit umfangreichen Roadmaps umgesetzt. Das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut hat auch 2013 seine Prüfkapazitäten erweitert, unter anderem durch weiteren Ausbau in China und eine neue Smart-Home-Testplattform. Mit vielen Nachwuchsaktivitäten haben wir uns 2013 sowohl an Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Young Professio- nals gewandt: Herausragende Beispiele waren die VDE MINT Akademie „Mobilität der Zukunft“ speziell für junge Wissenschaftlerin- nen, die YoungNet Convention 2013 im Rahmen des Mikrosystemtechnik-Kongresses und die gemeinsam mit dem BMBF durchge- führten Wettbewerbe „INVENT a CHIP“, „SolarMobil Deutschland“ und „COSIMA“. Auch für 2014 haben wir uns viel vorgenom- men, zumal in wichtigen Bereichen – gerade in der Energie- und Technologiepolitik – wichtige Weichenstellungen bevorstehen. Dazu stellen wir die Expertise unseres Ver- bandes mit seinen 36.000 Mitgliedern um- fassend zur Verfügung. Ein Highlight des Jahres 2014 ist der VDE-Kongress „Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft“ im Oktober in Frankfurt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung in 2014. Dr.-Ing. Joachim Schneider VDE-Präsident Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer VDE-Vorstandsvorsitzender VDE 2013 1
  4. 4. Technologie- & Innovationspolitik VDE 20132 Wissenschaft & Spitzentechnologien Technologie- & Innovationspolitik Bildungspolitik & Nachwuchsförderung
  5. 5. Mit seinem interdisziplinären System aus Wissenschaft, Normung und Prüfung vereint der VDE die Kompetenz aus bedeutenden Inno- vationsfeldern unter einem Dach. Um den Standort Deutschland zu stärken, setzt sich der VDE mit der Expertise, den Positionen und Empfehlungen seines Netzwerkes sowie in gemeinsamen Initiativen, Kooperationen und Aktionen mit Partnern aus Politik, Wissen­schaft und Industrie für eine zukunftsfähige Technologie- und Innovations- politik ein. Unser Verband ist 2014 erneut Partner im Jahr der Wissenschaft mit dem Schwerpunkt „Digitale Gesellschaft“. Normung, Prüfung & Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen & Fakten VDE 2013 3
  6. 6. Kompetenznetzwerk für Zukunftstechnologien VDE-Trendreport 2013: Industrie 4.0 Im VDE-Trendreport, einer Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen, stand 2013 das Thema Indus- trie 4.0 – die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produktionsprozessen – im Mittelpunkt. Fast drei Viertel der Befragten waren der Meinung, dass Industrie 4.0 den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. Fünf von zehn sprechen Deutschland eine führende Stellung bei der intelligenten Produktionstechnologie zu. Profitieren wer- den insbesondere die Branchen Automobil- bau (65 Prozent), Maschinenbau (55 Prozent) sowie die Elektrotechnik (48 Prozent) und die IKT-Branche (31 Prozent). Als wichtigste Schlüsseltechnologien werden die Energie- technik sowie Batterie- und Speichertechno- logien angesehen, gefolgt von der Auto­ matisierungstechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Mikro- elektronik / Mikrosystemtechnik. Haupt- innovationstreiber ist das hohe Ausbildungs- niveau in Deutschland, ein großes Innova- tionshemmnis die Verfügbarkeit qualifizierten Personals. Damit bleibt der Faktor Wissen der wichtigste Dreh- und Angelpunkt der Innovationskraft im Elektro- und IT-Sektor. IKT: Konjunkturmotor braucht mehr Schubkraft Europa droht im globalen IKT-Innovations- wettlauf Boden zu verlieren – insbesondere gegenüber den BRIC-Ländern. Da ein direk- ter Zusammenhang zwischen der hohen Verfügbarkeit eines Breitbandzugangs und der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirt- schaften besteht, liegt eine große Herausfor- derung für die EU darin, ein günstiges Inves- titionsklima für den notwendigen Ausbau von IKT-Technologien und -Systemen zu schaf- fen. Vor diesem Hintergrund setzt sich der VDE in dem Positionspapier „The Importance of ICT in Horizon 2020“ mit Blick auf das 8. EU-Forschungsrahmenprogramm dafür ein, alle finanziellen Spielräume für die zukunfts- gerechte Förderung des „Key Enablers“ IKT zu nutzen. Die Positionen wurden mit Vertretern der Bundesregierung erörtert und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel präsen- tiert. Smart Grids: Weltgipfel der Energietechnik Die intelligente „Aufrüstung“ der Stromver- sorgung mit Hilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnik ist eine elemen- tare Voraussetzung für den Erfolg der Ener- giewende. Smart Grids ermöglichen die Integration volatiler, dezentraler Energiequel- len wie Wind- und Sonnenkraft in das Ener- giesystem und dadurch eine effiziente und erschwingliche Energienutzung. Intelligente Stromnetze rücken international, in Asien und Amerika, ebenso wie in Deutschland verstärkt in den Blick: als Schlüssel zu mehr Versorgungssicherheit und Energieeffizienz ebenso wie als globaler Wachstumsmarkt. Vor diesem Hintergrund trafen sich über 600 Smart-Grid-Experten und Spitzenmanager zwei Tage nach der Bundestagswahl zum „World Smart Grid Forum 2013“ in Berlin, um über innovative Strategien, Technologie- systeme und Geschäftsmodelle für die Ener- gieversorgung der Zukunft zu diskutieren. Darunter die Präsidenten der Veranstalter Prof. Dr.-Ing. Klaus Wucherer, Präsident der IEC, Zhenya Liu, Chairman der State Grid Corporation of China, sowie VDE-Präsident Dr.-Ing. Joachim Schneider. VDE 20134 Wissenschaft & Spitzentechnologien Technologie- & Innovationspolitik Bildungspolitik & Nachwuchsförderung
  7. 7. Normung, Prüfung & Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen & Fakten Sicherheit im Smart Grid Um die Sicherheit im Smart Grid ging es bei einem informellen Gespräch im Bundes- innenministerium (BMI) zwischen Bundesin- nenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und dem stellvertretenden VDE-Präsidenten Alf Henryk Wulf. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass man sensible Netzinfrastruk- turen effizient schützen muss. Aus Sicht des Ministeriums haben insbesondere mittelstän- dische Unternehmen bisher zu wenig Vor- kehrungen getroffen. Masterplan für das Stromnetz Die Energiewende stand auch im Fokus mehrerer VDE-Studien und -Positionspapie- re. In der Studie „Aktive Energienetze im Kontext der Energiewende“ bewerteten die Experten der Energietechnischen Gesell- schaft im VDE sämtliche Aspekte von der Erzeugung über den Stromtransport bis hin zu den einzelnen Verbrauchern. Eine wich- tige Botschaft lautet: Das Erneuerbare- Energien-Gesetz und weitere Verordnun- gen müssen novelliert werden – mit dem In Gesprächen mit der Politik, wie hier mit Bundes­ kanzlerin Dr. Angela Merkel und Staatssekretären, präsentiert der VDE seine Positionen bei Themen wie Energiewende oder Bildungspolitik. VDE 2013 5
  8. 8. Ziel, klare Rahmenbedingungen für eine verbesserte Marktorientierung zu schaffen und dadurch bei allen Akteuren des Strom- marktes Mitmachanreize zu wecken. Auch das VDE-Positionspapier „Marktinteg- ration erneuerbarer Energien“ kommt zu dem Schluss, dass funktionierende Marktmecha- nismen über die Kostenentwicklung ent- scheiden. Dabei gilt es, die europäische Dimension stärker einzubeziehen. Ebenfalls Europa im Blick hat die von der Task Force „Power Vision 2040“ des europäischen Dachverbands der Nationalen Elektrotechni- schen Vereinigungen Europas EUREL erstell- te Studie „Electrical Power Vision 2040 for Europe“. Eine vielversprechende Zukunftstechnologie für die Energiewende war Thema des Berli- ner VDE-Experten-Forums mit Physik-Nobel- preisträger Dr. J. Georg Bednorz: die Supra- leitung. Meilensteine der europäischen Normung Die VDE-Normungsorganisation DKE hat mit den beiden Normungs-Roadmaps „E-Energy/ Smart Grids 2.0“ und „Elektromobilität Version 2.0A“ die europäische Normung maßgeblich vorangetrieben. Die Roadmaps zeigen, wie innovative Technologien erfolgreich in kom- plexen Systemen wie Smart Grids oder VDE 20136 Wissenschaft & Spitzentechnologien Technologie- & Innovationspolitik Bildungspolitik & Nachwuchsförderung Der VDE veranstaltet jedes Jahr nationale und inter­ nationale Kongresse mit hochkarätigen Rednern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Hier ist VDE- Präsident Dr.-Ing. Joachim Schneider im Gespräch mit dem Staatssekretär im BMWi Stefan Kapferer.
  9. 9. Normung, Prüfung & Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen & Fakten Elektromobilität integriert werden. Die Ergeb- nisse sind in die Arbeit der Europäischen Normungsorganisationen – CEN, CENELEC und ETSI – eingeflossen, die diese in Brüssel auf der Konferenz der EU-Kommission prä- sentierten. E-Mobility: Vom smarten Auto zum System Elektro- und IT-getriebene Techniktrends wie Hybrid- und Elektroantriebe, Fahrerassis- tenzsysteme und Konnektivität werden die Zukunft der Mobilität und damit auch des Automotive-Standortes Deutschland bestim- men. Der VDE unterstützt die Industrie hier- bei in den Bereichen Wissenschaft, Normung und Prüfung. Das vom VDE und vom Deut- schen Dialog Institut in Frankfurt begleitete Förderprogramm „IKT für Elektromobilität II – Smart Car – Smart Grid – Smart Traffic“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bündelt Kompetenzen und treibt die Integration dieser drei Hochtech- nologiefelder voran. Innovation, Sicherheit und Infrastruktur waren zudem Schwer- punktthemen des VDE-Zukunftsforums zur IAA 2013, unter anderem mit dem Parla- mentarischen Staatssekretär beim BMWi, MdB Hans-Joachim Otto. VDE 2013 7
  10. 10. Schlüsseltechnologie Mikroelektronik / Mikrosystemtechnik Komplexe Elektroniksysteme haben sich zu einer Säule des Industriestandorts Deutsch- land entwickelt. „Intelligente“ Produkte sind ohne Mikroelektronik, Leistungselektronik oder Mikrosystemtechnik nicht mehr vorstell- bar. Beim 5. Mikrosystemtechnik-Kongress von BMBF und VDE in Aachen standen Elektroniksysteme für die Energieversorgung, Energieeffizienz und Produktionsautomatisie- rung im Vordergrund. Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), VDE-Präsi- dent und RWE-Vorstandsmitglied Dr.-Ing. Joachim Schneider sowie Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen, eröffne- ten den Kongress, der mit über 700 Teilneh- mern das bedeutendste nationale Forum für Elektronik- und Mikrosysteme ist. Smart Home: Chance für Deutschland Smart Home, Technologien und Anwendun- gen für das vernetzte Zuhause, könnte bald zum Lebensstandard zählen und der deut- schen Industrie beachtliche Marktchancen eröffnen. Dazu hat das VDE-Institut ein neues Testzen- trum „Smart Home“ in Offenbach eröffnet. Intelligente Heimvernetzung war auch Thema des Gemeinschaftsauftritts von VDE, ZVEH und ZVEI auf der IFA Berlin, der das Zusam- menspiel von Energiegewinnung, Energiema- nagement, Entertainment und Elektromobili- tät präsentierte. AAL: Technische Assistenzsysteme Unter dem Motto „Lebensqualität im Wandel von Demografie und Technik“ berieten beim 6. Deutschen AAL-Kongress (AAL: Ambient Assisted Living) des VDE mehr als 600 Ex- perten über die Entwicklung neuer Assis- tenzsysteme und Dienstleistungen für vielfäl- tige Zielgruppen und Lebensumstände in Berlin. Auf dem VDE-Kongress unter der Schirmherrschaft des BMBF hoben Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des VDE, und der Parlamentarische Staats- sekretär im BMBF, Thomas Rachel, die in den vergangenen fünf Jahren gemachten Fortschritte im AAL-Bereich hervor. VDE 20138 Wissenschaft & Spitzentechnologien Technologie- & Innovationspolitik Bildungspolitik & Nachwuchsförderung Kommunikation & Public Affairs Der VDE ist bei Zukunftstechnologien wichtiger Ansprechpartner von Politik, Medien und Community. Ziel der VDE- Kommunikation ist es, Technologie- und Forschungsthemen in die Öffent- lichkeit zu tragen und die Akzeptanz für technische Innovationen zu erhö- hen. Dazu werden auf Pressekonferen- zen und Parlamentarischen Abenden regelmäßig Analysen, Studien und Positionen zu VDE-Themen vorgestellt. Hinzu kommt die enge Einbindung von Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook und YouTube. Der VDE ist in Berlin und Brüssel mit Repräsentanzen vertreten, um die Politik in Sachen Technologie, Bildung, Normung und Verbraucherschutz zu beraten. Unter dem Motto „Presse trifft auf Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“ bot der VDE-Presse-Workshop in Garmisch-Partenkirchen Gelegenheit zur Information und Diskussion über die relevanten VDE-Themen.
  11. 11. Normung, Prüfung & Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen & Fakten VDE 2013 9 Studien, Positionen und Empfehlungen des VDE 2013 – eine Auswahl • Aktive Energienetze im Kontext der Energiewende • Marktintegration erneuerbarer Energien • Energieoptimaler Bahnverkehr • Innovationsbedingungen für Intelli- gente Implantate in Deutschland • Pro TeleMonitoring • Biomedizinische Technik: Aus- und Weiterbildung in deutschsprachigen Ländern • Mikro-Nano-Integration • Elektromagnetische Verträglichkeit in Gebäuden • The Importance of ICT in Horizon 2020 • VDE-Trendreport 2013 Elektro- und Informationstechnik 2013 hat der VDE mit Ministerien in Bund und Ländern sowie europäi- schen Institutionen verschiedene technologie- und bildungspolitische Projekte durchgeführt.
  12. 12. Bildungspolitik Nachwuchsförderung VDE 201310 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung
  13. 13. Mit bildungspolitischen Empfehlungen für eine exzellente Ingenieurausbildung, mit attraktiven Initiativen und Wettbewerben für Schülerinnen und Schüler, durch die Vernetzung junger Menschen in der Community VDE YoungNet sowie mit vielen weiteren Aktionen und Ideen engagiert sich der VDE für die Zukunft des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses – und damit zugleich für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE 2013 11
  14. 14. Exzellente Ingenieure für eine zukunftsfähige Gesellschaft Fachkräftemangel erfasst zunehmend Hochschulen Deutschlands Innovationskraft im Elektro- und IT-Sektor ist vor allem dem hohen Aus- bildungs- und Qualifikationsniveau sowie der Kreativität der Elektro- und IT-Branche zu verdanken. Unternehmen und Hochschulen schätzen vor allem das effiziente Systemden- ken deutscher Ingenieure. Allerdings droht der Mangel an Elektroingenieuren und IT-Ex- perten zu einem großen Innovationshemmnis zu werden. Inzwischen beklagen auch Hoch- schulen Engpässe beim wissenschaftlichen Nachwuchs, so der VDE-Trendreport 2013. Der VDE warnt vor dieser Entwicklung, denn universitäre Nachwuchsprobleme wirken sich negativ auf die Innovationskraft der Industrie aus. Faszination Elektrotechnik und Informationstechnik Die „Faszination Elektrotechnik und Informa- tionstechnik“ wird in der neuen Schülerbro- schüre des VDE spürbar, in der die Tätigkei- ten von Elektroingenieuren vorgestellt und Hinweise für das Studium gegeben werden. Mit dem Ratgeber „Arbeitsmarkt Elektrotech- nik/Informationstechnik“, dem Jobguide Praktikum und der neuen Broschüre „Ein- schlägige Berufstätigkeit von Ingenieurstu- dierenden und duale Studienmodelle“ geben die VDE-Ausschüsse „Ingenieurausbildung“ und „Beruf, Gesellschaft und Technik“ wichti- ge Orientierungshilfen für Studierende. Fachhochschule und Praxis „Leistungshalbleiter von Infineon aus Warstein – Ein wichtiger Beitrag zur Energiewende“ lautete der Titel eines VDE-Symposiums 2013 in der Reihe „Fachhochschule und Praxis“. Seit 1957 organisiert der VDE-Ausschuss „Ingenieurausbildung“ in Zusammenarbeit mit der Industrie gemeinsame Fachsym- posien. 40 Jahre Fachbereichstag „Elektro- technik und Informationstechnik“ Zum 40-jährigen Bestehen des „Fachbe- reichstag Elektrotechnik und Informations- technik“ (FBTEI) würdigten Vertreter aus Fachhochschulen, Universitäten, Industrie und VDE 40 Jahre Wahrung der „guten Substanz in der wissenschaftlichen Aus- bildung praxisnaher Ingenieure“ in einem Festakt in Frankfurt. Der VDE arbeitet in Fragen der Ingenieurausbildung eng mit dem FBTEI zusammen und hat dessen Gründung mit initiiert. Zentrales Anliegen ist die Qualität der Ingenieurausbildung. Was macht die Elektro- und Informationstechnik aus? In einer bundesweiten Umfrage unter Professorinnen und Professoren der 90 Mitgliedshochschulen wurde die Frage nach den Lehrinhalten für die ersten 90 Credits im Bachelor untersucht. Auf dieser Basis beschlossen die Delegierten des FBTEI, ihren Mitgliedern ein „Kerncurricu- lum“ zu empfehlen. Informationsveranstaltung für spanische Ingenieurabsolventen In Deutschland wird europaweit die größte Bedarfslücke, in Spanien das größte Überangebot an Absolventen der Elektro- technik diagnostiziert. Vor diesem Hinter- grund folgte der VDE der Einladung des spanischen Ingenieurverbandes COGITI, um über die Herausforderungen, Berufs- chancen sowie die Lebens- und Arbeits- VDE 201312 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung
  15. 15. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten situation spanischer Ingenieure in Deutschland zu informieren. Elektroingenieure 55+ Ältere Elektroingenieure gewinnen für die Personalpolitik von Unternehmen zuneh- mend an Bedeutung. Der Leitfaden „Elek- troingenieure 55+“ gibt Informationen und Empfehlungen zur Beschäftigungssitua- tion und zu Berufswegen älterer Elektro- ingenieure und zeigt, wie Defizite bei der flächendeckenden Umsetzung demogra- fiegerechter Personalpolitik behoben werden können. VDE 2013 13
  16. 16. VDE-MINT Projekte 2013 VDE MINT Akademie „Mobilität der Zukunft“ Wie sieht die zukünftige Mobilität aus? Auf dem Fachsymposium VDE MINT Akademie „Mobilität der Zukunft“ diskutierten rund 150 Expertinnen über Innovationen und Techno- logien rund um die Elektromobilität. Das Münchener Symposium wandte sich speziell an junge Wissenschaftlerinnen und Ingenieu- rinnen. Ihnen bot die Akademie eine Platt- form zum Netzwerken und Austausch beruf- licher Perspektiven. Über die Präsenzveran- staltung in München hinaus ermöglicht das VDE-MINT-Portal für Ingenieurinnen und Wissenschaftlerinnen (www.vde-mint.de) jederzeit interdisziplinäres Networking und Erfahrungsaustausch. Die VDE MINT Akade- mie wird im Rahmen des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT.“ – durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (FKZ: 01FP1259). Das Projekt verknüpft erstmals das Zukunftsthema Mobilität mit der Förde- rung von Nachwuchswissenschaftlerinnen. MINT-Role Models Auch in vielen weiteren MINT-Initiativen engagiert sich der VDE. So können sich Interessierte über die Homepage des VDE als MINT-Botschafter registrieren. Die VDE-MINT-Plattform „MINT Zukunft schaf- fen“ ist ein Kontakte- und Wissensnetzwerk, das viele aktuelle Informationen zu MINT- Aktivitäten enthält. Im Rahmen des vom VDI geleiteten Projekts „MINT-Talente“ beteiligt sich der VDE mit dem Team Elektroingenieu- rinnen und seinen Bezirksvereinen an der Suche nach Studentinnen und berufstätigen Ingenieurinnen, die in der Öffentlichkeit als Rollenvorbilder aktiv werden. VDE 201314 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung
  17. 17. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten Z U K U N F T S C H A F F E N VDE 2013 15
  18. 18. Die VDE-Schülerinitiativen VDE/BMBF-Schülerwettbewerb „INVENT a CHIP“ Auch 2013 wurden im Rahmen der VDE/ BMBF-Nachwuchsinitiative „INVENT a CHIP“ kreative Schülerideen für Mikrochips ge- sucht. Mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich, der Anteil der Mäd- chen lag bei 34 Prozent. Die zwölf innova- tivsten Schülerteams schafften es in das Trainingslager der jungen Chipdesigner am Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover, wo sie gemein- sam mit Fachleuten ihre Ideen in Chips umsetzen konnten. Die besten und originell­ sten Mikrochipentwürfe wurden auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Aachen präsentiert und prämiert. VDE/BMBF-Bundeswettbewerb „SolarMobil Deutschland“ 2013 ging der Bundeswettbewerb „SolarMo- bil Deutschland“ am Rande der IAA in Frank- furt am Main in die vierte Runde. Ziel des VDE/BMBF-Wettbewerbs ist es, Jugendliche für das Zukunftsthema Erneuerbare Energien zu begeistern. Über 150 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren prä- sentierten beim Finale ihre selbstgebauten Solarmodellfahrzeuge. VDE-Sonderpreis bei „Jugend forscht“ Den VDE-Sonderpreis für mikroelektronische Anwendungen beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ erhielten 2013 Jule Henrika Kuhn, Jule Anna Caroline Stevens und Anna Linnéa Hölterhoff. Das Team von der Ricar- da-Huch-Schule aus Kiel hatte eine kosten- günstige, präzise und unkomplizierte Mög- lichkeit gefunden, den Puls zu messen und den Sauerstoffgehalt im Blut zu bestimmen. Auch auf Landesebene vergibt der VDE jährlich zahlreiche Sonderpreise bei „Jugend forscht“. VDE-Sonderpreis beim FOCUS-Schülerwettbewerb Wie werden wir morgen leben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 17. FOCUS- Schülerwettbewerbs „Schule macht Zu- kunft“. Den VDE-Sonderpreis „Information und Kommunikation“ erhielten 16 Schülerin- nen der Klasse 9a des St. Dominikus Mäd- chengymnasiums in Karlsruhe. Ihre Projekt- arbeit beschäftigte sich mit der Zukunft der Städte: „Smart City 2030 – Intelligente Lösungen für die Zukunft“. Girls‘ Day Zum 13. bundesweiten Girls‘ Day luden Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der VDE-Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer rund 30 Mäd- chen im Alter von 11 bis 15 Jahren aus verschiedenen Berliner Schulen in die VDE- Repräsentanz in Berlin ein. Die Schülerinnen konnten sich mit spannenden Themen aus Elektronik und Medizintechnik vertraut ma- chen und die vielfältige Arbeitswelt rund um Technik und Ingenieurwissenschaften erkun- den, unter anderem im Berliner E-Labor des VDE. VDE 201316 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Faszination vermitteln, junge Menschen begeistern Mit einer Vielzahl an Initiativen und Wettbewerben, Aktionen und Projekten erreicht der VDE jedes Jahr zehntausende Schülerinnen und Schüler. Ziel des Engagements ist es, junge Men­ schen für Technik zu begeistern, Begabungen zu entdecken und Innovationskraft zu wecken, den Nachwuchs im Bereich Elektro- und Informationstechnik zu fördern und zum Studium zu motivieren.
  19. 19. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE 2013 17 INVENT a CHIP Simon Schubotz aus Wupper­ tal hat mit seiner automatischen Fahrradschaltung den mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz ge­ wonnen. Mit der neuen Automa­ tikschaltung soll der Fahrer von der manuellen Betätigung des Gangwechsels befreit werden.
  20. 20. INVENT a CHIP Platz Zwei belegten Jannik Kühn und Benjamin Schmiedel von der Karl-Rehbein-Schule in Hanau mit ihrem chipgesteuerten „Dollycar“, einem Transportwagen für Kame­ rafahrten beim Film. INVENT a CHIP Der Geräuschbelastung widme­ ten sich die Drittplatzierten Marcel Breyer und Matthias Gürtler vom Burg-Gymnasium in Schorn­ dorf. Ihr „NoiseBalancer“ sorgt ganz automatisch für die richtige Lautstärke, wenn beispielsweise das Telefon klingelt und dennoch Musik läuft. INVENT a CHIP Der mit 2.000 Euro dotierte Son­ derpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz ging an Kevin Riehl vom Max- Planck-Gymnasium in Rüssels­ heim. Er konzipierte den „Energy Distributor“, quasi eine komplexe Energiesparsteckdose. SolarMobil Deutschland In der Ultraleichtklasse A siegten Josch Kossegg und Thomas Apitius mit ihrem Team „Papp- karre“. Sie hatten sich zuvor beim Kasseler Hessen SolarCup quali­ fiziert. In der Ultraleichtklasse B landeten Jonathan Feik, Hanna Bozet und Maximilian Göb aus Fulda auf dem ersten Platz. VDE 201318 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung SolarMobil Deutschland Maren Schumacher und Christine Grabosch aus Emden überzeugten die Jury mit ihrem „Solar Bubble“ als kreativstes Fahrzeug.
  21. 21. Jugend forscht Die drei Gewinnerinnen des VDE-Sonderpreises mit ihrem Siegerprojekt. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten FOCUS Schülerwettbewerb Die Schülerinnen aus Karlsruhe freuten sich über den VDE- Sonderpreis „Information und Kommunikation“. Girls´ Day Die Teilnehmerinnen mit Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und VDE-Vorstandsvorsitzendem Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. VDE 2013 19
  22. 22. VDE YoungNet YoungNet Convention Im Zuge des VDE/BMBF-Mikrosystemtech- nik-Kongresses richtete die VDE Hochschul- gruppe Aachen die 5. YoungNet Convention aus. Mehr als 300 Studierende der Elektro- technik aus ganz Deutschland kamen, um sich im Rahmen der beiden Veranstaltungen über aktuelle Technikthemen zu informieren und auf einer begleitenden Karrieremesse Kontakte zu knüpfen. Prominente Gäste des Rahmenprogramms waren Prof. Dr.-Ing. Armin Schnettler von der RWTH Aachen und der Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar. In Tuchfühlung mit Europa Die Finalrunden des EUREL International Ma- nagement Cup (IMC) fanden 2013 in Wien statt, wo sich die studentischen Gruppen der einzelnen nationalen Elektrotechnik-Verbän- de am Rande der EUREL General Assembly zum EUREL Young Engineers Panel trafen. Junge Normungsideen In Anlehnung an das IEC Young Professional Programm und das VDE YoungNet ent­ wickelte die VDE|DKE ein Programm zur Förderung junger Ideen in der Normung. Mit Unterstützung von Berufseinsteigern wurde in einem Workshop die Initiative „Next Generation DKE“ ins Leben gerufen und Ideen für Aktionsschwerpunkte erarbeitet. YEN – das Young EnergyNet Was das YoungNet für den VDE ist, ist das Young EnergyNet für CIGRE (Conseil Inter- national des Grands Reseaux Électriques), das internationale Gremium zum Informa- tionsaustausch für Hochspannungstechnik in der elektrischen Energieversorgung. Um Nachwuchs-Energietechnikern den Einstieg zu erleichtern, gibt es das Young EnergyNet, ein Mentoring-Programm für Berufsanfänger. VDE/Rohde Schwarz- Fallstudienwettbewerb „Innovating cars using the latest instrumenta- tion!“ – so lautete 2013 das Thema des bundesweiten Fallstudienwettbewerbs von VDE und Rohde Schwarz. Aufgabe war es, ein Kfz-Radarsystem zu entwickeln, das eine automatische Abstandserkennung während der Fahrt gewährleistet. Im Finale in der Rohde Schwarz-Hauptzentrale in München konnte ein Team der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft überzeugen. Vom Studium zum Beruf Das Seminar „Vom Studium zum Beruf“ vermittelt Studierenden und Absolventen, wie sie den Eintritt in das Berufsleben erfolg- reich meistern können. 2013 wurde die Veranstaltung in München, Stuttgart, Bre- men, Aachen, Erlangen und Albstadt durch- geführt. „Der VDE ist das, was du daraus machst!“ Unter diesem Motto engagieren sich die Sprecher des VDE YoungNet und YoungNet- Teams um Ingenieurausbildung, Öffentlich- keitsarbeit, Auslandskontakte sowie die Vernetzung der Hochschulgruppen. Hinzu kommen Projektteams für die Organisation VDE 201320 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Netzwerk für den Nachwuchs Im VDE YoungNet sind über 8.000 studentische Mitglieder aus mehr als 60 Hochschulgruppen sowie 6.000 Young Professionals organisiert. Ihnen bietet das VDE YoungNet einen attraktiven Mehrwert: Wissenstransfer, wertvolle Kontakte für die Karriere, einen deutlichen Vorsprung in Sachen berufliche Orientierung, Schlüsselkompetenzen und Zusatzqualifikationen sowie eine starke Community – und viel gemeinsamen Spaß am Abenteuer Elektro- und Informations­ technik.
  23. 23. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten weiterer großer Veranstaltungen wie zum Beispiel der YoungNet Convention 2013 in Aachen und „Junger Foren“ bei Kongressen von VDE-Fachgesellschaften. Junge Foren Das Junge Forum Biomedizinische Technik bot am Rande der Drei-Länder-Tagung BMT 2013 in Graz Studierenden, Doktoranden und Young Professionals Gelegenheit zum Informationsaustausch. Im Vorfeld des Ener- gietechnik-Kongresses des VDE in Berlin fand das Young Professionals Forum statt, bei dem der Ingenieur mit seiner gesell- schaftlichen Verantwortung im Blickpunkt stand. VDE 2013 21
  24. 24. Wissenschaft Spitzentechnologien VDE 201322 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung
  25. 25. Wissenstransfer und Kooperation sind grundlegend für Innovationen und Wachstum. Immer schnellere Innovationszyklen, der internationale Wettbe- werb, die zunehmende Konvergenz und gesellschaftliche Herausforderungen wie Urbanisierung, Klimaschutz oder alternde Gesellschaft verstärken dies zusätzlich. Der VDE fungiert mit seinen Fachgesellschaften als Plattform für den Informationsaustausch in der Informations-, Energie-, Medizin-, Automa­ tisierungs- und Mikrosystemtechnik sowie in der Mikroelektronik. Dabei ent- stehen Innovationsstrategien, internationale Dialoge und Synergien zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Diese technisch-wissenschaftliche Kompetenz fließt indirekt in die VDE-Aktivitäten in der Normung und Produkt- prüfung ein. Ehrenamtliche Experten gewinnen durch ihr Engagement an öffentlicher Sichtbarkeit und Reputation. 2013 konnte der VDE die zwei No- belpreisträger Prof. Dr. Hartmut Michel und Dr. J. Georg Bednorz für seine Veranstaltungen gewinnen. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE 2013 23
  26. 26. Vernetzte Kompetenz für Elektromobilität, IKT-Sicherheit, Industrie 4.0 Co. Elektromobilität Der VDE engagiert sich für das „System E-Mobility“: in Technologie, Normung und Prüfung ebenso wie in der Nationalen Platt- form Elektromobilität (NPE) und im BMWi- Förderprogramm „IKT für Elektromobilität II – Smart Car – Smart Grid – Smart Traffic“. Im Rahmen des Programms, in dem der VDE gemeinsam mit dem Deutschen Dialog Institut die Begleitforschung durchführt, wurde 2013 unter anderem das Symposium „Innovations(t)raum Elektromobilität“ durch­ geführt und ein Innovationsbericht über die Projekte, Schlüsselthemen, Innovations- hemmnisse und -potenziale sowie erzielte und mögliche Synergieeffekte erstellt. Außer- dem hat der VDE mit weiteren Partnern einen Technischen Leitfaden Ladeinfrastruk- tur erarbeitet, der die wesentlichen Punkte für die fachkundige Planung, den Bau und den Betrieb einer Ladeeinrichtung zusam- menfasst. MedTech Mit „VDE MedTech“ betreibt der VDE Innova- tionsförderung und initiiert interdisziplinäre Projekte zur Biomedizinischen Technik, In­formations- oder Mikrosystemtechnik. Die VDE|DKE erarbeitet die notwendigen Stan- dards und Normen für medizinische Geräte und Systeme sowie Anwendungsempfehlun- gen für das Betreiben zum Schutz von Pa- tienten und Anwendern. Das VDE-Institut prüft Geräte, Systeme und Prozesse auf deren Sicherheit, Qualität und Gebrauchs- tauglichkeit. 2013 lag der Fokus auf Themen wie intelligente Implantate, mobil einsetzbare Medizintechnik und Innovationsbedingungen. Smart Home Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz, Selbst- bestimmung – das sind wichtige Ziele „Intelli- genter Heimvernetzung“. Der VDE setzt sich mit den Verbänden ZVEH und ZVEI für die breite Realisierung des „Smart Home“ ein. Im Rahmen des Zertifizierungsprogramms Smart Home + Building engagiert sich der VDE mit dem Ziel, das reibungslose Zusam- menspiel aller vernetzten Komponenten zu ermöglichen, dies mit einem Prüfsiegel nach außen sichtbar darzustellen und Deutschland auf den Weg zum Leitmarkt und Leitanbieter zu bringen. Koordiniert wird das vom Bun- desministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt vom VDE und Partnern aus Industrie und Forschung. Sicherheit Sicherheit ist seit Gründung des VDE ein zentrales Verbandsthema. Heute betrifft es neben Technik, Normung und Prüfung von „sichtbaren“ Objekten in klassischen Berei- chen der Elektrotechnik zunehmend Mikro- rechner, die Sicherheitsfunktionen überneh- men – in Industrieanlagen ebenso wie im Auto. Auch für kritische Infrastrukturen (Elek- trizitäts-, Gas- und Wasserversorgung) ist die elektrische, funktionale und die IT-Sicherheit VDE 201324 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Zusammenwirken auf zentralen Zukunftsfeldern Mit der immer engeren Verknüpfung von Technologien, Branchen und Infrastrukturen gewinnen interdisziplinäre Kooperation und Wissenstransfer zusehends an Bedeutung. Dafür bietet der VDE mit seinem Bereich „Technik Innovation“ eine breit aufgestellte Plattform – als Netzwerk für Forscher, industrielle Entwickler, Anwender und Betreiber sowie als Partner der Politik. VDETechnikundInnovation
  27. 27. ein Querschnittsthema von größter Bedeu- tung. Dementsprechend widmen sich VDE- Experten diesem übergreifenden erfolgskriti- schen Technikthema auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Verbandes. Smart City Energieeffizient, nachhaltig und lebenswert – so soll das Leben in der Stadt der Zukunft aussehen. Doch die Herausforderungen auf dem Weg dorthin sind groß. Bereits heute leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land, 2030 werden es 70 Pro- zent der Menschen sein. Bis zu 75 Prozent des Energieverbrauchs und 80 Prozent der CO2 -Emissionen entfallen heute auf urbane Räume. Umso wichtiger ist es, intelligente Lösungen für das Leben in Metropolen und Ballungsräumen zu entwickeln, insbesondere mit Blick auf die Bereiche Energie, Mobilität, Kommunikation, Gesundheit und Sicherheit. Unter dem Motto „Smart Cities – Intelligente Lösungen für das Leben in der Zukunft“ richtet der VDE-Kongress 2014 vom 20. bis 21. Oktober 2014 in Frankfurt am Main den Fokus auf dieses zentrale Zukunftsthema. Die VDE-Normungsorganisation DKE veröf- fentlicht 2014 die erste deutsche Normungs- Roadmap zu Smart Cities. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE Fokus­ themen: Elektromobilität, Smart Grid, Smart City, IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Smart Home, Medizintechnik Menü Smart Factory Smart Home Industrie 4.0 Elektromobilität VDE 2013 25
  28. 28. VDE 201326 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Informationstechnische GesellschaftimVDE
  29. 29. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten IKT: Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung Die Bedeutung der IKT in „Horizon 2020“ Um Wirtschaftswachstum und Beschäfti- gung in Europa zu sichern, sollte die EU neue mobile Breitbandnachrichtentechno- logien verfügbar machen und den mobilen Breitbandzugang sowie optische Kommuni- kationstechnologien und -systeme weiterent- wickeln. Gerade in der Vorwettbewerbspha- se ist eine gut verzahnte und finanzstarke Forschungszusammenarbeit im forschungs- intensiven IKT-Bereich ein wichtiges strategi- sches Instrument. Es schafft Einigkeit bei Standardisierungsaufgaben, hilft Risiken und Mittel sinnvoll zu teilen und europäische Chancen effizient zu nutzen. Diese Botschaf- ten adressierte das VDE|ITG-Positionspapier „The Importance of ICT in Horizon 2020“ mit Blick auf das 8. EU-Forschungsrahmenpro- gramm in erster Linie an die EU-Kommis- sion. Weltmesse für Energieversorgung in der Telekommunikation Über 750 Teilnehmer aus 75 Ländern und etwa 80 Aussteller trafen sich in Hamburg zur 35. Internationalen Konferenz und Aus- stellung für Energieversorgung in der Tele- kommunikation „INTELEC“. Dort tauschten sie sich über neue Ideen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Energieversorgung für Telekommunikation aus. Das Themenspek­ trum reichte dabei von der Stromversorgung, neuen Technologien, Energiespeichern sowie Standards und Sicherheitsspezifikationen für kritische Infrastrukturen zu smarten Lösun- gen wie Smart Grid, Smart Metering und Green Energy. Expertenforum „Sicherheit im Smart Grid“ Die IT- Sicherheit spielt beim Ausbau der Stromverteilungsnetze zu Smart Grids eine bedeutende Rolle. Dabei geht es zum einen um „Sicherheit“ im Sinne von „security“ (Schutz eines Objektes vor seiner Umge- bung), zum anderen um „safety“ (Schutz der Umgebung vor einem Objekt): die Vermei- dung von Stromunfällen, die Funktionssi- cherheit sowie die Versorgungssicherheit und Netzstabilität. Die VDE|ITG und die GI boten im Rahmen eines Expertenforums auf der CeBIT Gelegenheit zur Diskussion über künftige Lösungsansätze rund um das The- ma Smart Grid und Sicherheit. Zukunft der Mobilkommunikation Bereits heute nutzen mehr Menschen das Mobilnetz als das Festnetz, und dieser Trend wird sich fortsetzen. Auch das Datenaufkom- men wird – unter anderem aufgrund von Video-Anwendungen – stark wachsen. Um die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, Nachteile im verschärften welt- weiten Wettbewerb zu vermeiden und Wachstumschancen zu nutzen, gilt es, neue mobile Breitbandnachrichtentechnologien verfügbar zu machen, den mobilen Breit- Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind zugleich Basistechnologien und Innovationstreiber. Angesichts dieser Entwicklung engagiert sich die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ITG) dafür, IKT-Technologien, -Systeme und -Anwendungen verstärkt zu fördern, Mobilfunkstandards der nächsten Generation zu entwickeln, die breitbandige IKT- Infrastruktur und IT-Sicherheit auszubauen. Aktuell engagieren sich die Experten vor allem dafür, die Umsetzung „smarter“ IKT-basierter Anwendungen von Smart Grids über Smart Home bis zu Smart City zu forcieren. VDE 2013 27
  30. 30. bandzugang, optische Kommunikationstech- nologien und -systeme weiterzuentwickeln und die Forschungszusammenarbeit zu optimieren. Beim VDE-Hauptstadtforum diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die zukünftigen Herausforderungen und Chancen. Weitere ITG-Veranstaltungen 2013 – eine Auswahl: 15. Dortmunder Fernsehseminar Was kommt nach HDTV? Welche Konse- quenzen haben neue Verbreitungswege, Verfahren und Technologien für die Welt elek- tronischer Medien? Diese aktuellen Fragen wurden während der ITG-Fachtagung für Elektronische Medien, die zum 15. Mal an der TU Dortmund stattfand, ausführlich dargestellt und diskutiert. International Conference on Consu- mer Electronics Die parallel zur IFA abgehaltene Komsumer­ elektronik-Konferenz „IEEE 2013 ICCE“ in Berlin bot Forschern und Ingenieuren eine Plattform zum Wissensaustausch zu Systemen, Technologien, Prozessen und Anwendungen auf dem Feld der Konsumer- elektronik. Analog 2013 Bei der Tagung „Analog 2013“ in Aachen diskutierten Wissenschaftler und industrielle Anwender aktuelle Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Schaltungs- und System- entwurfs. Der Schwerpunkt lag dabei auf Entwurfs-, Modellierungs-, Simulations- und Testmethoden. Smart Systech 2013 Die Konferenz „Smart Systech” in Nürnberg richtete den Fokus auf technische wie auch auf ökonomische Aspekte der neuesten Technologien und Systeme für „smarte Objekte”, insbesondere auf die Integration in Informationssysteme und Geschäftsprozesse sowie auf den geschäftlichen Wert. Fachkonferenz „Breitband in Deutschland“ Bis 2014 sollen nach Plänen der Bundesre- gierung 75 Prozent der Haushalte mit Breit- bandanschlüssen von mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Der Stand des Breitbandaus- baus sowie des Hochgeschwindigkeitsnetz- ausbaus mittels Glasfaserinfrastruktur im internationalen Vergleich wurden auf der 7. ITG-Fachkonferenz in Berlin diskutiert. Fachtagung „Photonische Netze“ Die optische Nachrichtentechnik bildet eine tragende Säule für das Kommunikationsver- halten unserer Gesellschaft. Neben einem hochaktuellen Tagungsprogramm bot die Leipziger Fachtagung „Photonische Netze“ Gelegenheit zum fachlichen Dialog und Austausch innerhalb der Community. Systems, Communications and Coding Die „International ITG Conference on Sys- tems, Communications and Coding“, die 2013 in München stattfand, bot zum neun- ten Mal eine Expertenplattform zum Thema Quell- und Kanalcodierung. Das Spektrum der diskutierten Aspekte und Ergebnisse umfasste die Bereiche Informationstheorie, Quellcodierung und Datenkompression, Komprimierte Abfragung, Kanalcodierung, Optische Kommunikation, Netzcodierung und MIMO-Systeme. VDE 201328 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Informationstechnische GesellschaftimVDE Vorstand 2013 Vorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Ingo Wolff, IMST GmbH Stv. Vorsitzende: Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz, TU Darmstadt Weitere Vorstands­ mitglieder: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Grallert, Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik Dr.-Ing. Bruno Jacobfeuerborn, Telekom Deutschland GmbH Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Kays, Technische Universität Dortmund Prof. Dr.-Ing. Reinhard Lerch, Friedrich-Alexander-Universi- tät Erlangen-Nürnberg Dr.-Ing. Werner Mohr, Nokia Solutions and Networks Management International GmbH Dipl.-Ing. Dietrich Schröder, Rohde Schwarz GmbH Co. KG Dr. rer.nat. Erich Zielinski, Alcatel-Lucent Stiftung
  31. 31. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten Wireless Communication Systems Drahtlose Kommunikation bildet den Kern eines neuen Gebietes, das durch smarte und flexible Sender-Empfänger-Konzepte, durch die Konvergenz von Systemen und Techno- logien sowie durch den Übergang zu „All-IP“- Netzwerken und durch die Entwicklung von Technologien mit einem nutzerzentrierten Fokus charakterisiert ist. Das internationale Symposium Wireless Communication Sys- tems (ISWCS 2013) in Ilmenau bot For- schern und Ingenieuren aus Wissenschaft und Industrie ein anerkanntes und dynami- sches Diskussionsforum zu diesem Thema. Fachtagung „Mobilkommunikation“ Das Ziel der ITG-Fachtagung Mobilkommuni- kation ist es, innovative Technologien und Anwendungen zu diskutieren, die den mobi- len Zugriff auf wertvolle Multimedia-Dienste ermöglichen. Die Themen der Tagung 2013 in Osnabrück umfassten mobile und draht- lose Netze, deren Funkschnittstellen, Archi- tekturen und Protokolle sowie die mobilen Anwendungen und Diensteplattformen inklusive Lokalisation und Sicherheit in draht- losen Netzen. VDE 2013 29
  32. 32. Bessere Rahmenbedingungen für die Stromversorgung gefordert Unsere Energieversorgung auf dem Weg nach 2050 Mit den heute getroffenen Entscheidungen zur Energiewende werden die Weichen für die nächsten 50 Jahre gestellt. Auf dem ETG-Kongress der Energietechnischen Gesellschaft im VDE in Berlin diskutierten rund 700 führende Experten unter dem Motto „Energieversorgung auf dem Weg nach 2050“ in sechs Fachtagungen, wie die Energiewende langfristig ein Erfolg für Deutschland wird. Stefan Kapferer, Staats- sekretär im Bundeswirtschaftsministerium, und VDE-Präsident Dr.-Ing. Joachim Schnei- der eröffneten den Kongress. Im Vorfeld fand das Junge Forum Energietechnik mit Studie- renden und Young Professionals statt. Masterplan für die Energiewende Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und weitere Verordnungen müssen novelliert werden. Ziel muss es sein, klare Rahmenbe- dingungen und eine verbesserte Marktorien- tierung zu schaffen, die allen Akteuren des Strommarktes Mitmachanreize bieten und wirtschaftliche Vorteile sichern. Das zeigt die VDE|ETG-Studie „Aktive Energienetze im Kontext der Energiewende“, in der erstmals sämtliche Aspekte des elektrischen Energie- versorgungssystems von der Erzeugung über den Stromtransport bis hin zu den einzelnen Verbrauchern untersucht wurden. Darin wird empfohlen, eine bundesweite Gesamtverantwortung zur konsistenten Novellierung des entsprechenden Rechts- rahmens zu etablieren und den Vorrang der erneuerbaren Erzeugung durch die nach den Grenzkosten der Stromerzeugung bestimmte Einsatzreihenfolge von Kraftwerken zu si- chern. Die Experten raten außerdem dazu, die Koordinierung von Netzoperationen und Marktaktivitäten unter Anwendung von Informations- und Kommunikationstechno- logien (IKT) voranzutreiben und den Strom- verbrauch mittels dynamischer Tarife an die verfügbare preiswerte Leistung anzupassen (Demand Side Response). Marktmechanismen entscheiden über Stromkosten und Effizienz Funktionierende Marktmechanismen können auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) leisten. Zu diesem Ergebnis kommt die VDE-Strommarktanalyse „Markt- integration erneuerbarer Energien“. Darin wird empfohlen, europaweit einheitliche Lösungen zur Effizienzsteigerung und För- der- und Marktmechanismen zu entwickeln, um Standortvorteile unterschiedlicher Tech- nologien sinnvoll zu nutzen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Einsatz konventio- neller Kraftwerke die Gesamteffizienz des VDE 201330 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Die Energiewende ist ein Balanceakt zwischen Technik, Ökonomie und Politik. Um eine zu­ verlässige, kostengünstige und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten, müssen ge­ eignete Rahmenbedingungen, Technologien und Marktmechanismen entwickelt und vor allem die Transport- und Verteilnetze ausgebaut werden. Allerdings korreliert der bisherige Fortschritt des Netzinfrastrukturausbaus nicht mit der Geschwindigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Und mit den heute getroffenen Entscheidungen werden die Weichen für die nächs­ ten 50 Jahre gestellt. In dieser Situation kommt der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE|ETG) eine besondere Bedeutung und Verantwortung zu. Sie bietet eine Plattform für den fachlichen und interdisziplinären Wissensaustausch, gibt mit ihren Analysen und Positionen wichtige fachlich fundierte Impulse für die Energiedebatte und setzt sich für ein zukunftsfähiges Energiesystemdesign ein. Energietechnische GesellschaftimVDE Vorstand 2013 Vorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Jochen Kreusel, ABB AG Stv. Vorsitzende: Prof. Dr.-Ing. Volker Hinrichsen, TU Darmstadt Weitere Vorstands­ mitglieder: Prof. Dr. ir. Rik W. De Doncker, RWTH Aachen Dipl.-Ing. Rainer Joswig, TransnetBW GmbH Dr.-Ing. Erik Landeck, Vattenfall Europe Distribution GmbH Dr.-Ing. Rainer Speh, Siemens AG
  33. 33. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten Energiesystems mindestens noch in den kommenden zwei Jahrzehnten maßgeblich bestimmen wird. Auch wenn ein Absinken der Versorgungssicherheit gegebenenfalls durch kurzfristige Gegenmaßnahmen außer- halb des Energiemarktes verhindert werden muss, sollte der Markt das zentrale Element bei den Koordinierungsaufgaben bleiben. Eine Segmentierung, etwa in einen separa- ten Markt für Speicher, sollte vermieden werden. Auf dem Weg zum „1-Liter-Zug“ Im Fern-, Güter- und Regionalverkehr liegen große ungenutzte Energiesparpotenziale. Wie sie erschlossen werden können, zeigt die VDE|ETG-Studie „Energieoptimaler Bahnverkehr“ mit Simulationsrechnungen und Nutzwertanalysen für alle Bahnver- kehrsarten, Subsysteme und das gesamte Bahnsystem. Demnach liegt das größte Potenzial in der Energieoptimierung durch die Verbesserung der Netzstruktur bei Gleichstrombahnen und die Vermeidung von Störstellen. Energieverluste lassen sich durch die Verbesserung der Wirkungsgrade, eine energiesparende Fahrweise sowie durch die Verringerung des Fahrwiderstan- des und ein energieoptimiertes Bordnetz reduzieren. Um den Bahnverkehr energe- tisch zu optimieren, sind laut VDE Politik, Betreiber und Bahnindustrie gleichermaßen gefordert. Die Politik muss für langfristig VDE 2013 31
  34. 34. wirkende Maßnahmen und Investitionen verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Die Betreiber sollten energetische Aspekte stärker beachten. Und die Bahnindustrie sollte ihre Expertise für die Optimierung des gesamten Schienenverkehrs stärker nutzen. Life Needs Power 2013 Deutschland sieht sich derzeit als Vorreiter der Energiewende mit vielen Herausforde- rungen konfrontiert. Im Rahmen der HAN- NOVER MESSE diskutierten Hersteller, Anwender, Wissenschaftler und Politiker auf dem Energieforum „Life Needs Power“ über Netzausbau, Energiespeicher, Strommarkt- design und weitere Aspekte. Die Bewertung der deutschen Energiewende aus der Pers- pektive europäischer Nachbarländer stand ebenso auf der Agenda wie die Frage, wel- che vergleichbaren Veränderungen zu einem nachhaltigeren Energiesystem Russland durchläuft. Das gemeinsame Energieforum von VDE|ETG und ZVEI fand bereits zum 13. Mal statt. D-A-CH-Tagung: Systemsicherheit und Markt Angesichts der langfristig notwendigen Veränderungen in der Erzeugungslandschaft diskutierten Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in München Zukunftsszenarien der Stromerzeugung und die damit verbundenen Anforderungen an Übertragungs- und Verteilungsnetze. Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Flexibilisie- rung, das aus den Blickwinkeln erneuerbare Energien, konventionelle Kraftwerke, Ver- brauch und Speicher betrachtet wurde. Weitere Kernthemen waren die Wechselwir- kung von Markt und Systemsicherheit und die Marktintegration auf EU-Ebene ein- VDE 201332 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Energietechnische GesellschaftimVDE
  35. 35. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten schließlich der daraus resultierenden Rück- wirkungen auf die einzelnen Marktteilnehmer. Netzsicherheit im Blick Die elektrotechnischen Komponenten sowie das regelungstechnische Know-how sind vorhanden, um die ehrgeizigen Ziele der Energiewende sukzessive umsetzen zu können, ohne die Stabilität der Energiever- sorgung zu gefährden. Allerdings können die Systemdienstleistungen zur Gewährleistung der Netzsicherheit aus regenerativen Ener- giequellen unter den gegenwärtigen wirt- schaftlichen und vor allem technischen Rahmenbedingungen nicht ausreichend bereitgestellt werden. So lauteten die Kern- botschaften der 11. ETG/GMA-Fachtagung „Netzregelung und Systemführung“ in Mün- chen. Die Netze und Netzsicherheit waren auch Thema weiterer nationaler und interna- tionaler Veranstaltungen. So widmete sich die 11. CIGRE/CIRED-Informationsveranstal- tung in Wiesbaden dem Thema „Herausfor- derung Systemsicherheit: Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber in der Pflicht“. Sicherheit und Zulassung elektrischer Bahnausrüstungen Bereits zum vierten Mal luden der Fachbe- reich „Bahnen mit elektrischen Antrieben“ der ETG und das Innovationszentrum Bahn- technik Europa e.V. (IZBE) zu einer Fachta- gung nach Dresden ein. Gegenstand der Veranstaltung waren die elektrischen Bahn- ausrüstungen außerhalb der Eisenbahn-Sig- naltechnik: elektrische Fahrzeugantriebe einschließlich ihrer Leistungssteuerung, Fahrzeugleittechnik, elektrische Bremssyste- me und Bordnetzausrüstungen, Anlagen der elektrischen Bahnenergieversorgung sowie die Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen diesen Teilsystemen. VDE 2013 33
  36. 36. Multidisziplinäre Kompetenz für eine effiziente Patientenversorgung Der VDE auf der MEDICA 2013 Auf der Weltleitmesse für Medizintechnik MEDICA in Düsseldorf war der VDE wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Die Experten von DGBMT, DKE und VDE-Institut berichteten über aktuelle Aktivitäten und Dienstleistungen in der Medizintechnik, etwa über das neue Zertifizierungsverfahren Blue Hospital. Das Verfahren ist eine Kombination von Ökologie, Ökonomie und Patientenquali- tät in allen Bereichen des Krankenhauses mit dem Ziel der langfristigen Wirksamkeit. Es wurde als Anwendungsregel von der DKE entwickelt und dient Prüf- und Zertifizie- rungsgesellschaften wie beispielsweise dem VDE-Institut als Grundlage für die Umset- zung des Verfahrens. Studentinnen und Studenten informierten sich am MEDICA- Stand außerdem über die neuesten Entwick- lungen im Bereich der medizinischen Apps und Karrierewege in der Medizintechnik. Effizientere Patientenversorgung durch Telemonitoring Weit über die Hälfte der deutschen Gesund- heitsausgaben wird derzeit für die Betreuung chronisch Kranker aufgewendet. Mit Telemo- nitoring ließen sich die Gesamtkosten für die Behandlung von chronischen Leiden wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz- oder Lun- genkrankheiten im Vergleich zur derzeit praktizierten Standardbehandlung um bis zu 50 Prozent senken. Außerdem ließe sich die Lebensqualität und Lebenserwartung chro- nisch kranker Patienten verbessern. Dazu empfiehlt die im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „Technologie und Dienstleistungen im demografischen Wandel“ erstellte Studie „Pro TeleMonitoring“ eine Systemänderung. Deren Eckpunkte sind: standardisierte Verfahren, ein unabhängiges Qualitätsmanagement, die Möglichkeit einer leistungsabhängigen Vergütung und der flächendeckende Einsatz von Telemonitoring. Einheitliche Aus- und Weiterbildung Die Studienangebote und Studierendenzah- len im Bereich der Biomedizinischen Technik (BMT) sind in den letzten Jahren stetig ge- wachsen. Gleichzeitig werden die Studien- inhalte und Abschlussqualifikationen immer unübersichtlicher. Um die gute deutsche Position in der Medizintechnik zu halten und auszubauen, ist eine konsistente und nach- haltige Nachwuchsförderung und Weiterbil- dung von Fachkräften sowie eine stärkere Verzahnung der Bereiche Technik und Medi- zin notwendig. Nach dem VDE-Positions- papier „Biomedizinische Technik: Aus- und Weiterbildung in deutschsprachigen Län- dern“ sollten die BMT-Studiengänge daher durch eine bundesweite Förderung struktu- rierter Aus- und Weiterbildungsziele verein- heitlicht und Fördermittel durch den Bund bereitgestellt werden. Zudem sollten eine elektronische interaktive Lehr- und Lernplatt- form für Aus- und Weiterbildung geschaffen, die Zusammenarbeit zwischen Bund, Län- dern und den Hochschulen verbessert sowie VDE 201334 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Die Biomedizinische Technik integriert technologische Entwicklung, biomedizinische Forschung und klinische Anwendung. Damit ist sie geradezu ein Musterbeispiel für Inter- und Multidiszipli­ narität. Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) fördert die Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Ärzten. Ziele sind, den Wis­ sensaustausch zu optimieren, Synergien für künftige Entwicklungen stärker zu nutzen und den Transfer neuer Technologien in die medizinische Anwendung zu beschleunigen. Dafür setzen sich die Mitglieder der VDE|DGBMT in zahlreichen Fachausschüssen, Arbeitsgruppen, Projek­ ten und Initiativen ein. DeutscheGesellschaftfür BiomedizinischeTechnikimVDE Vorstand 2013 Vorsitzender: Prof. Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz, Medizinische Hochschule Hannover Stv. Vorsitzende: Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz-Rode, RWTH Aachen Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Olaf Such, Philips Healthcare Weitere Vorstands­ mitglieder: Martin Braecklein, Robert Bosch Healthcare GmbH Prof. Dr. rer. nat. Olaf Dössel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Prof. Dr. med. Hartmut Gehring, Medizinische Universität zu Lübeck PD Dr.-Ing. Ute Morgenstern, TU Dresden Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Inform. Gudrun Stockmanns, Hochschule Niederrhein Dr.-Ing. Hans-Jürgen Wildau, Biotronik Se Co KG
  37. 37. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten die Ausbildungsinhalte und Weiterbildungs- maßnahmen praxisorientiert und interdiszipli- när ausgerichtet werden. Effektives Thermomanagement Obwohl die negativen Auswirkungen be- kannt sind und effektive Patientenwärmege- räte zur Verfügung stehen, ist die unbeab- sichtigte Unterkühlung von Patienten im Zuge eines chirurgischen Eingriffs immer noch ein häufiges klinisches Phänomen. In dem Positionspapier „Akzidentelle Hypother- mie: Diagnose, Prävention und Therapie“ zeigen Experten der VDE|DGBMT Möglich- keiten auf, Patientenunterkühlung im OP rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln beziehungsweise zu verhindern. Zudem wird der Einfluss von Hypothermie auf die Kos- teneffektivität einer Behandlung analysiert. Die Analysen münden unter anderem in der Forderung nach einem „Recht auf Normo­ thermie“ für jeden Patienten. Demnach müsse die Körperkerntemperatur von Not- fallpatienten und anästhesierten Patienten grundsätzlich überwacht und dokumentiert werden. VDE 2013 35
  38. 38. Förderung innovativer Technologien Die Projektförderung ist ein wichtiges Mittel zur Erforschung und Entwicklung neuer Geräte und Systeme für die medizinische Versorgung. Eine weitere Herausforderung besteht in der Umsetzung von Forschungs- ergebnissen in die Anwendung. Am Ende der FuE-Aktivitäten sollen Medizinprodukte stehen, die einen klaren Nutzen für Patienten und das gesamte Versorgungssystem bie- ten. Diese Themen standen im Rahmen des Clusters MedizinTechnik.NRW im Mittelpunkt der Fachveranstaltung „Förderung innovati- ver Technologien für Medizin und Gesund- heit“ sowie einer Veranstaltung zum Thema „Biomedical Engineering: Excellent Perspec- tives for Health and Innovation in Europe” in der NRW-Landesvertretung in Brüssel. Innovative Implantate Ein wesentlicher Fortschritt innovativer Medi- zintechnik besteht in der „Biologisierung der Medizintechnik“. Diese Entwicklung lässt sich insbesondere bei medizinischen Implan- taten beobachten, die von beschichteten Stents über biofunktionalisierte Implantate bis hin zu vollständig aus biologischen Kom- ponenten bestehenden Implantaten reichen. Ziel der vom Cluster MedizinTechnik.NRW und VDE|DGBMT organisierten Veranstal- tung „Medtech – Biotech – Hightech: Medizi- nische Implantate“ in Aachen war es, den Stand der Technik innovativer medizinischer Implantate zu bestimmen, einen realistischen Bezug zwischen den technischen Möglich- keiten zur klinischen Machbarkeit herzustel- len und Wege zu einer noch engeren inter- disziplinären Zusammenarbeit zu finden. Bessere Innovationsbedingungen für Hightech-Implantate Intelligente Implantate werden in der Medizin immer wichtiger, gehören aber auch zu den technisch aufwändigsten und risikoreichsten Medizinprodukten. Die VDE|DGBMT-Studie „Innovationsbedingungen für Intelligente Implantate in Deutschland“ zeigt: Deutsch- land ist zwar insbesondere mit seinen tech- nologieorientierten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung von Hightech-Implantaten gut aufgestellt. Doch gerade KMU können selten ein intelligentes Implantat aus eigener Kraft entwickeln, zulassen und in den geregelten Markt über- führen. Daher empfiehlt der VDE, die techno- logieorientierte Verbundprojektförderung des BMBF fortzusetzen, längere Förderzeiträume zu ermöglichen und Zulassungs- und Erstat- tungsaspekte zu berücksichtigen. Zudem sollten Modelle der temporären Erstattung für Sprunginnovationen wie intelligente Im- plantate entwickelt und die Arbeitsweise aller relevanten Institutionen noch stärker am Servicegedanken ausgerichtet werden. Vom diagnostischen zum therapeutischen Ultraschall Ultraschall wird heute nicht mehr nur zu diagnostischen Zwecken, sondern zuneh- mend auch zur Therapie eingesetzt. Ultra- schallsysteme stehen etwa für die Navigation von Instrumenten bei unterschiedlichsten Eingriffen zur Verfügung und dienen der gezielten Medikamenteneingabe. Beim 9. Symposium „Krankenhaus der Zukunft“ mit dem Titel „Vom diagnostischen zum thera- peutischen Ultraschall“ in München diskutier- ten Ärzte und Ingenieure technische Mög- lichkeiten und die klinische Anwendbarkeit neuester Forschungsergebnisse. Chirurgie in der Praxis Fortschritte in der Chirurgie sind nur durch neue Werkzeuge und Verfahren in der Medi- zintechnik möglich, was einen engen Aus- tausch von Ingenieuren und Chirurgen vor- aussetzt. Dazu bot das Münchener Klinikum rechts der Isar auch 2013 einen Intensivkurs an. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Inge- nieuren ein besseres Verständnis des chirur- gischen Tätigkeitsfeldes zu geben und Ent- wicklungsfelder darzustellen. BMT 2013: 3-Länder-Tagung D-A-CH Das wissenschaftliche Programm der 3-Länder-Tagung BMT 2013 der Deutschen, Schweizerischen und Österreichischen Gesellschaften für Biomedizinische Technik VDE 201336 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung DeutscheGesellschaftfür BiomedizinischeTechnikimVDE
  39. 39. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten in Graz umfasste die gesamte Biomedizin- technik. Mit strukturierten Hot-Topic- und Fokus-Sessions wurden von führenden Spezialisten die neuesten Entwicklungen in der Biomedizinischen Technik präsentiert. Ein Highlight war der integrierte „11th Vienna International Workshop on Functional Electri- cal Stimulation“. Mobil einsetzbare Medizintechnik Medizingeräte werden zunehmend mobil eingesetzt. So können implantierte Herz- schrittmacher mit Hilfe der Telemetrie fern- überwacht oder Radiologiebefunde direkt am Krankenbett abgerufen werden. Der techno- logische Fortschritt hilft Patienten und Medi- zinern. Es stellen sich aber auch Fragen: etwa nach der Veränderung erprobter Abläu- fe in der medizinischen Versorgung, nach der Daten- und Gerätesicherheit sowie nach Aufwand und Nutzen der Entwicklung und Implementierung. Darüber diskutierten Ex- perten auf der VDE MedTech 2013 „Mobil einsetzbare Medizintechnik in der stationären und ambulanten Versorgung“ am Universi- tätsklinikum Frankfurt. Der hessische Minis- ter für Wirtschaft, Verkehr und Landesent- wicklung Florian Rentsch eröffnete die Ver- anstaltung. VDE 2013 37
  40. 40. Produktivitätstreiber für die Industrie 5. BMBF/VDE-Mikrosystemtechnik- Kongress Der gemeinsam von VDE und BMBF veran- staltete Mikrosystemtechnik-Kongress stellt die bedeutendste deutschsprachige Platt- form für alle Themen der Mikrosystemtechnik dar. Aufbauend auf den bisher schon behan- delten Themen der Werkstoffe und mikrosys- temtechnischen Verfahren wurde 2013 in Aachen der Systemaspekt in den Vorder- grund gerückt: die Vision von miteinander kommunizierenden Mikrosystemen (Smart Systems). Um das Potenzial von „Smart Systems“ für Lösungsbeiträge zu den drän- genden Fragen des 21. Jahrhunderts besser sichtbar zu machen, wurden neue Schwer- punktfelder zu intelligenten Systemlösungen für die Energieversorgung und Energieeffi- zienz in den Vordergrund gestellt. Der Kon- gress ist eine wichtige Plattform für den Dialog mit der Politik, 2013 mit dem Staats- sekretär im BMBF, Dr. Georg Schütte, und Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin aus NRW. Mikro-Nano-Integration Bei der Grundlagenforschung auf dem Ge- biet der Nanotechnologie ist Deutschland führend. Da zwischen der Entdeckung von Nano-Effekten und der Entwicklung markt- fähiger Produkte eine Lücke klafft, erfolgt die Umsetzung von innovativen Ideen häufiger in anderen Regionen der Welt. Denn die inno- vativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die die deutsche Industriestruktur im Bereich der Mikro- und Nanotechnologien prägen, sind finanziell kaum in der Lage, aus der Grundlagenforschung in nur einem Schritt marktfähige Lösungen zu generieren. Sie benötigen vielmehr Unterstützung bei der Überwindung der produktionstechnischen Herausforderungen, die vor einem Markteintritt generell zu lösen sind. Darüber hinaus gilt es, die Forschungsein- richtungen bei der Umsetzung von Grund- lagenerkenntnissen in Demonstratoren zu unterstützen. Zu diesem Schluss kommen GMM-Experten in dem Trendpapier „Mikro- Nano-Integration“. EMV: ein „Muss“ moderner Bauplanung Moderne Büro- und Industriegebäude sind heute schon mit einer Vielzahl leistungsfähi- ger und vernetzter Versorgungs-, IT-, Mess- , Steuerungs- und Regeltechniksysteme ausgestattet. In diesem Zusammenhang VDE 201338 Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Mikrochips und Embedded Systems sind das Herzstück intelli­ genter Techniklösungen für die Zukunftsfelder Energie, Gesund­ heit, Mobilität, Kommunikation und Produktion. Kein „intelligen­ tes“ Produkt kommt ohne sie aus, sie stehen oft am Anfang der Wertschöpfungskette, ein Großteil aller Innovationen beruht auf Chips und Mikrosystemen. Daher setzt sich die VDE/VDI-Ge­ sellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM) dafür ein, die komplette Innovations- und Wertschöp­ fungskette in der Mikroelektronik am Standort Deutschland / Europa zu festigen. Wichtige Ziele sind, dies durch eine euro­ päische Forschungs- und Industriestrategie zu verstärken und die Umsetzung von innovativen Ideen in marktfähige Produkte zu verbessern. VDE/VDI-GesellschaftMikro- elektronik,Mikrosystem-und Feinwerktechnik Vorstand 2013 Vorsitzender: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dirk Friebel, Interim Management Stv. Vorsitzende: Prof. Dr. rer. nat. Christoph Kutter, Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper- Technologien EMFT Prof. Dr.-Ing. Dr. sc. techn. Klaus-Dieter Lang, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikro- integration IZM Weitere Vorstands­ mitglieder: Prof. Dr. Udo Bechtloff, KSG Leiterplatten GmbH Prof. Dr.-Ing. Thomas Form, Volkswagen AG Konzern­ forschung / Forschung Elektronik und Fahrzeug Prof. Dr. Wilfried Mokwa, RWTH Aachen Prof. Dr. Volker Saile, Karlsruher Institut für Tech- nologie KIT
  41. 41. 39 gewinnt die elektromagnetische Verträglich- keit (EMV) zunehmend an Bedeutung. Das Gefahrenpotenzial der wechselseitigen elek­tromagnetischen Beeinflussung der Systeme reicht von leichten Beeinträchti- gungen bis zu Totalausfällen und Unfällen mit hohen Sach-, Reputations- und Vermö- gensschäden. Hinzu kommen – gerade bei „kritischen Gebäuden und Infrastrukturen“ – Bedrohungen durch äußere Störungen und Angriffe wie Störsignale, Abhöraktionen und Datenklau. Die GMM empfiehlt den Bauherren deshalb in ihrem Positionspapier „Elektromagnetische Verträglichkeit in Ge- bäuden“, EMV-Spezialisten frühzeitig in die Bauplanung einzubinden. Schaltungen und Systeme Eingebettete Systeme und Cyber Physical Systems eröffnen vielversprechende Ansätze zur Realisierung neuer Anwendungen. Ihr Entwurf ist aber auf Grund der Komplexität, Systemheterogenität und Vielzahl von nicht- funktionalen Anforderungen mit großen Herausforderungen verbunden. Gelegenheit zum Wissensaustausch und zur Diskussion über dieses Thema bot der 25. GI/GMM/ ITG-Workshop „Testmethoden und Zuverläs- sigkeit von Schaltungen und Systemen“ (TuZ) in Dresden. TuZ ist ein deutschsprachiges Forum zu Trends, Ergebnissen und aktuellen Problemen auf dem Gebiet des Tests und der Zuverlässigkeit digitaler, analoger, Mixed- Signal- und HF-Schaltungen. Innovative Klein- und Mikroantriebstechnik Die GMM/ETG-Fachtagung zu Antriebssys- temen ist als Forum für Entwickler, Hersteller und Anwender von Antriebskomponenten und Systemen im Leistungsbereich bis 750 W konzipiert. Auf der 9. Fachtagung in Nürn­berg
  42. 42. VDE 201340 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung VDE/VDI-GesellschaftMikro- elektronik,Mikrosystem-und Feinwerktechnik
  43. 43. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten stand die Präsentation innovativer elekt- rischer, elektronischer und mechanischer Komponenten und neuer Werkzeuge für Ent- wurf und Simulation im Vordergrund. Ein wichtiges Ziel war dabei, Entwicklern das umfangreiche Potenzial für die Projektierung neuer Antriebssysteme zu vermitteln. Elektromagnetische Verträglichkeit in der Kfz-Technik Elektromagnetische Verträglichkeit ist in Kraftfahrzeugen eine besondere Herausfor- derung, da starke Umwelteinflüsse hohe Anforderungen an die Elektronik stellen. Insbesondere die immer stärkere Durchdrin- gung der Kraftfahrzeugtechnik mit elektroni- schen Komponenten führen vermehrt zu Störmöglichkeiten. Der Übergang zu Elektro- fahrzeugen und die Berücksichtigung von Hochvoltkomponenten bringen noch weiter- gehende Herausforderungen mit sich. Die 6. GMM-Fachtagung „Elektromagnetische Verträglichkeit in der Kfz-Technik“ wurde von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unterstützt und in Stuttgart ausgerichtet. Automotive meets Electronics Unter diesem Motto fand die 4. GMM- Fachtagung AmE in Dortmund statt. Die fachlichen Schwerpunkte der Tagung für Berufseinsteiger und Experten aus Industrie, Forschung und Anwendung lagen auf den Themen Bordnetze, Connectivity, Fahreras- sistenz und Diagnose. Maskentechnik und Lithographie Die European Mask and Lithography Confe- rence EMLC ist eine der bedeutendsten europäischen Konferenzen für Maskentech- nik und Lithographie. Sie ist eingebunden in einen internationalen Konferenzzyklus und liefert einen wesentlichen Beitrag dazu, die europäischen Aktivitäten zur Entwicklung der Hochintegration (more Moore) zu unterstüt- zen. Die EMLC gastierte auch im 29. Jahr ihres Bestehens 2013 wieder in Dresden, dem größten Standort der Halbleiterindustrie in Europa. COSIMA 2013: Seit 2009 richten VDE und BMBF jährlich den Studentenwettbewerb COSIMA (Com- petition of Students in Microsystems Appli- cations) unter Federführung der GMM aus. Studierende der Elektro- und Informations- technik oder anderer Fachrichtungen entwi- ckeln neuartige Anwendungen für Mikrosys- teme. 2013 wurden zwei Teams mit dem ersten und ein Team mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Die COSIMA-Teams „Intelli- gente Schutzbrille“ der TU Darmstadt und „PhysioTec“ der Fachhochschule Aachen freuten sich über den 1. Platz und ein Preis- geld von je 1.000 Euro. Der dritte Platz und 500 Euro gingen an das Team „Elektrolator“ von der TU Illmenau. VDE 2013 41
  44. 44. “Industrie 4.0“ bedeutet konsequente Automation Cyber Physical Systems als Basis für „Industrie 4.0“ Der hohe Vernetzungsgrad und die allgegen- wärtige Verfügbarkeit von Daten und Diens- ten lässt für die Automation neue und zu- kunftsträchtige Perspektiven entstehen. Unter anderem ergibt sich die Vision von adaptiven, sich selbst konfigurierenden und teilweise selbstorganisierenden, flexiblen Produktionsanlagen. Diese führen zu einer kostengünstigeren und effizienteren Produk- tion, zum Beispiel gekennzeichnet durch geringere Rüstzeiten und optimierten Ener- gie- und Ressourceneinsatz. Im Rahmen des Zukunftsprojekts „Industrie 4.0“ der Bundes- regierung wird diese Vision mit dem Schlag- wort Cyber-Physical Production Systems bezeichnet. In diesen Systemen werden Daten, Dienste und Funktionen dort gehal- ten, abgerufen und ausgeführt, wo es im Sinne einer flexiblen, effizienten Entwicklung (inkl. Entwurf und Engineering) und Produk- tion den größten Vorteil bringt. Das wird nicht länger notwendigerweise auf den klas­sischen Automatisierungsebenen sein. Zum Beispiel könnten Prozessdaten statt über Sensoren auf der Feldebene auch über Dienste in einer sogenannten „Automatisierungscloud“ gewonnen werden. Dies führt zu der Hypothese, dass die heute noch überwiegend existierende Automatisie- rungspyramide durch die Einführung von vernetzten, dezentralen Systemen schritt- weise aufgelöst wird. Die ver­schiedenen Ebenen so- wohl für die Struktur der Hardware und Vernetzung als auch für die Informationsver- arbeitung und das Engineering werden nicht weiter existieren. Dienste, Daten und Hardwarekomponenten können auf beliebige Knoten des entstehenden Netzes verteilt werden und bilden somit abstrakte funktio- nale Module, aus denen sich das Automati- sierungssystem aufbaut. In zwei Gremien der GMA werden für Industrie 4.0 Sichtweisen und Lösungsansätze aus Sicht der Automa- tisierer erarbeitet. Die Cloud in der Automation kommt In der GMA-Mitgliederumfrage 2013 wird es deutlich: Die Cloud in der Automation kommt VDE 201342 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Die vierte industrielle Revolution ist eingeleitet: Es geht um die systematische Erhöhung der Flexibilität von Produkten und Produktionsprozessen durch Di­ gitalisierung, Vernetzung, dezentrale Steuerungsmechanismen sowie intelligen­ te Datenaufnahme und -integration. Das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von erheblicher Bedeutung, da es hier um seine Wettbewerbsfähigkeit in der Produktion geht. Konsequente Automa­ tion auf Basis aller zur Verfügung stehenden Informationen heißt der Schlüssel für den Erfolg. Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) begleitet den Prozess, trägt zur Meinungsbildung und zum Erreichen der Projektziele bei. Die Messtechnik ist aus unserem täglichen Leben nicht wegzu­ denken: Medizinische Diagnose, Abrechnungssysteme für unsere Wohnung, In­ formationen über Wetterdaten etc. werden über moderne Messsysteme erfasst und uns über verschiedenste Wege zur Verfügung gestellt. VDI/VDE-GesellschaftMess- undAutomatisierungstechnik Vorstand 2013 Vorsitzender: Dr.-Ing. Kurt D. Bettenhausen, Siemens AG Stv. Vorsitzende: Prof. Dr.-Ing. Dirk Abel, RWTH Aachen Dr.-Ing. Peter Adolphs, Pepperl+Fuchs GmbH Weitere Vorstands­ mitglieder: Prof. Dr.-Ing. Gerald Gerlach, TU Dresden Dr.-Ing. Michael Thomas Kramer, LED Linear GmbH Dipl.-Inform. Christoph Winterhalter, ABB AG
  45. 45. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE 2013 43 – aber erst in etwa fünf Jahren. Durch das Speichern und das Zugreifen auf Produkti- ons- und Produktdaten über cloudbasierte Architekturen stehen Daten auch mobil zur Verfügung und sorgen für eine stärkere Unterstützung des Nutzers. Über 60 Prozent der Experten sehen heute die zentrale Datenhaltung als größten Nutzen der Cloud an, gefolgt von der Effizienz bei der Nutzung von Speicher- und Rechenkapazitäten sowie der einfacheren Wartung von Software. Skeptisch betrachten die befragten Experten die Rolle deutscher Anbieter bei der Anwen- dung der Cloud in der Automation: Nur gut ein Drittel der Befragten sehen diese auf der Erfolgsspur, über die Hälfte erwarten Unter- nehmen anderer Nationen vorn. Fester Treffpunkt Baden-Baden: AUTOMATION 2013 Mit über 500 Experten wieder ein Teilnehmer- rekord, über 120 Referenten und jede Menge Diskussionsbedarf zur Weiterentwicklung der Automation. So lässt sich die Stimmung zum Kongress AUTOMATION 2013 zusammenfas- sen. Das Motto „Automation (in the) cloud“ zog die Community wieder nach Baden-Ba- den – inzwischen zum 14. Mal.
  46. 46. Messtechnik einfach per Film erklärt „Messtechnik – unsichtbare Präzision – über- all“: So heißt das Internet-Video der GMA, das die Messtechnik für die allgemeine Öffentlichkeit erklärt und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft darlegt. http://youtu.be/tQgvr_Y3Gl0 Richtlinien als Unterstützung für Ingenieure Mit 50 VDI/VDE-Richtlinien zu aktuellen Fragestellungen der Mess- und Automatisie- rungstechnik sowie zu Optischen Technolo- gien hat die GMA im Jahr 2013 wieder viele Informationen für den Berufsalltag der Inge- nieure veröffentlicht. Die inhaltliche Arbeit für die Richtlinien wurde dabei in den 75 Fach- ausschüssen der GMA geleistet. Festlegungen für die industrielle Bildverarbeitung Die Richtlinie VDI/VDE 3632 „Industrielle Bildverarbeitung – Leitfaden für die Erstel- lung eines Lastenhefts und eines Pflichten- hefts“ gibt Hinweise für die Erstellung eines Lastenhefts für industrielle Bildverarbei- tungssysteme. Sie unterstützt damit die Kommunikation zwischen Anbietern von Bildverarbeitungssystemen und Anwendern in der Projektphase. VDE 201344 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung VDI/VDE-GesellschaftMess- undAutomatisierungstechnik
  47. 47. Analysetechnik mit Terahertz- Systemen Terahertz-Systeme bieten neue Potenziale für die Messtechnik. Die heute verfügbaren Lösungen mit Terahertz-Technologie ermög- lichen bereits die praktische Anwendung in den Bereichen Sicherheit und Werkstoff- analytik sowie bei der 3-D-Inspektion von Objekten. Um den Einsatz von Terahertz- Systemen zu fördern und zu erleichtern, stellt die GMA nun ein neutrales Gremium für die Kommunikation zwischen Forschungs­ einrichtungen, Anlagenherstellern und An­ wendern der Terahertz-Technologie zur Verfügung. IFAC Weltkongress 2020 Der 21. Weltkongress der Regelungs- und Automatisierungstechnik wird im Jahr 2020 in Berlin stattfinden. So entschied das Coun- cil der International Federation of Automatic Control (IFAC) Ende Juli 2013 in Zürich. In der Endausscheidung waren die drei Kandi- daten Japan, die USA und Deutschland mit ihrer nationalen Mitgliedsorganisation, der GMA, angetreten. Über 2.500 Experten der Regelungs- und Automatisierungstechnik aus aller Welt werden im Juli 2020 in Berlin erwartet. Nach 1987 ist es das zweite Mal, dass dieser Weltkongress in Deutschland ausgetragen wird. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten VDE 2013 45
  48. 48. Normung, Prüfung Dienstleistungen VDE 201346 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung
  49. 49. Neben dem technisch-wissenschaftlichen Bereich bilden Normung und Standardisierung sowie Prüfung und Zertifizierung elektrotechni- scher Komponenten, Geräte und Systeme die drei Säulen des VDE. Um aktuelle und zukünftige Herausforderungen wie die Energiewen- de zu meistern, bietet der VDE zahlreiche weitere Dienstleistungen: So erarbeiten Experten unter anderem VDE-Anwendungsregeln und technische Hinweise für den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Übertragungs- und Verteilungsnetze und stehen für Fragen des Verbraucherschutzes in der Elektro- und Informationstechnik zur Verfügung. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten Berlin Poznan Istanbul Sofia Fabriano Paris Madrid Brüssel Casablanca OsakaSeoul Suzhou Shanghai Shenzhen Taipeh Hong Kong Guangzhou Albuquerque Singapur Frankfurt a.M. + Offenbach New Delhi Ann Arbor San Jose VDE 2013 47
  50. 50. Energie-Ideen Made in Germany Smart Grid-Weltgipfel 2013 in Berlin Bei allen kulturellen und verfahrensbedingten Unterschieden gibt es ein global gemeinsa- mes Interesse an der kommunikativen Ver- netzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, Verbrauchern und Netzbetriebs- mitteln in Smart Grids: die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, zukunftsfähi- ger Strategien und geeigneter Technologie- systeme, die eine bezahlbare, sichere und nachhaltige Energieversorgung ermöglichen. Vor diesem Hintergrund trafen sich Spitzen- manager und führende Experten zum „World Smart Grid Forum 2013“ in Berlin. Informationssicherheit im Smart Grid Als systemrelevante kritische Infrastruktur stellt das intelligente Energieversorgungssys- tem besonders hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit. VDE|DKE und DIN stellten in Berlin die neue internationale Richtlinie ISO/ IEC TR 27019 vor, die auf Basis einer deut- schen Spezifikation erstellt wurde. Die Norm ermöglicht es den Energieversorgern, vor- handene Kontrollsysteme in das Informa- tionssicherheitsmanagement auf Basis von ISO/IEC 27000 einzubinden. DKE-Tagung 2013 „Energie-Ideen Made in Germany“ aus den Bereichen Energieversorgungsnetz, Energie- speicherung, Internet der Energie, aber auch Themen wie Carbazol und Wasserstoffelek­ trolyse standen im Mittelpunkt der DKE-Ta- gung in Offenbach. Außerdem wurde die Initiative „Next Generation DKE“ ins Leben gerufen, um den Einfluss von Berufseinstei- gern in der DKE zu stärken und ihre aktive Mitarbeit in der Normung zu fördern. Europäische Normungserfolge Die DKE hat die europäische Normung in den Bereichen E-Mobility und Smart Grid maßgeblich vorangetrieben. Die Normungs- ergebnisse der Europäischen Normungsor- ganisationen CEN, CENELEC und ETSI wurden auf der Konferenz der EU-Kommis- sion in Brüssel präsentiert. Im Normungs- mandat M/490 zu Smart Grid wurde beson- ders der Bericht „First Set of Standards“ als Meilenstein hervorgehoben. Der Bericht untersucht die praktische Um­setzung von Use Cases über das Smart Grid-Architektur- Modell (SGAM) bis hin zu einer Übersicht der jeweils relevanten Normen. VDE 201348 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Elektrische Energie ist eine treibende Kraft des modernen Lebens. Mittels Normung und Standardisierung die Herausforderungen der Energiewende zu meistern und innovativen An­ wendungen elektrischer Energie den Weg zu bereiten, ist Aufgabe der vom VDE getragenen DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (VDE|DKE). Deutsche Normungserfolge in den europäischen und internationalen Normungs­ gremien wurden 2013 insbesondere in den Bereichen E-Mobility, Smart Grid und IT-Sicher­ heit erzielt. Darüber hinaus vertiefte die VDE|DKE die internationale Zusammenarbeit und en­ gagierte sich verstärkt für die Einbindung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie des Ingenieurnachwuchses in die Normungsarbeit. Unter dem Motto „Energiewende 180°“ wurde erstmals ein Panorama der Energie-Ideen Made in Germany präsentiert. DKEDeutscheKommissionElektrotechnik ElektronikInformationstechnikimDINundVDE
  51. 51. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten DKE-Initiative „Energiewende 180°“ Um die gesamte thematische Bandbreite der technischen Innovationen und unternehmeri- schen Projekte zur Energiewende erstmals umfassend darzustellen, hat die DKE die Initiative „Energiewende 180°“ gestartet. In einem Kompendium präsentiert die Initiative Energie-Ideen aus ganz Deutschland und zeichnete die besten drei Projekte aus: Mitarbeiterschulungen für mehr Energiewis- sen und -bewusstsein (Bosch), FZI House of living Labs (EGO und FZI) sowie iNES – Intel- ligente Ortsnetzstation und Verteilnetz-Ma- nagement-System (SAG, Bergische Universi- tät Wuppertal, Bilfinger und mainova). Deutsche Normungs-Roadmap Elektromobilität 2.0 Für die erfolgreiche Positionierung der deutschen Wirtschaft im weltweiten E-Mobility-Wettbewerb ist es wichtig, die positiven Effekte der Normung und Stan- dardisierung von Beginn an in den Ent- wicklungsprozess mit einzubeziehen. Zur Interna­tio­nalen Elektromobilitätskonferenz in Berlin wurde die aktualisierte Version 2.0A der Deutschen Normungs-Roadmap Elektromobilität vorgestellt, die unter Federführung von VDE|DKE erarbeitet und fortgeschrieben wird. Einheitliche Ladestecker für Elektro- autos in Europa Nach mehrjährigen Diskussionen hat die Europäische Kommission den sogenannten Typ-2-Stecker als gemeinsamen Lade­ stecker festgelegt. Die Einigung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu der von der Europäischen Kommission geforderten europaweit einheitlichen E-Mobility- Lade­infrastruktur. Der Kompromiss sieht die Nutzung der sogenannten Typ-2-Steck­ dose mit und ohne einen zusätzlichen VDE 2013 49
  52. 52. Einsteckschutz (Shutter) vor. Die DKE hatte bereits im Jahr 2009 den Typ-2-Stecker als deutschen Vorschlag in die internationale Normung eingebracht. Praxisnaher Leitfaden Ladeinfrastruktur Ein flächendeckendes Ladestationsnetz ist eine wichtige Voraussetzung für die Akzep- tanz und Verbreitung der Elektromobilität. Auf der IAA wurde erstmals ein „Technischer Leitfaden Ladeinfrastruktur“ vorgestellt, der die wesentlichen Punkte für die fachkundige Planung, den Bau und den Betrieb einer Ladeeinrichtung zusammenfasst. Der Leit- faden wurde gemeinsam von den Verbänden BDEW, VDA, VDE|DKE, ZVEH und ZVEI und in enger Abstimmung mit der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) erarbeitet. Klassifizierung und Interoperabilität im AAL-Bereich Bei der Entwicklung von „smarten Assistenz- systemen und -geräten” (Ambient Assisted Living, kurz AAL) gibt eine neue VDE-Anwen- dungsregel (VDE-AR-E 2750-200) Entwick- lern und Herstellern eine klare Definition, wann es sich um ein Medizinprodukt han- delt. Darüber hinaus erschien der Leitfaden „Interoperable Assistenzsysteme vom Sze- nario zur Anwendung“ als Teil 2 der Publika- tionsreihe „Interoperabilität von AAL-System- komponenten“. Japan und Deutschland kooperieren bei Smart Cities Deutschland und Japan intensivieren ihre Kooperation im Bereich Normung für Smart Cities. Die Bereitschaft zu dieser Zusammen- arbeit wird einerseits durch die jahrzehnte- langen intensiven Handelsbeziehungen, andererseits durch ähnliche Problemstellung­ en in beiden Ländern getragen, insbesonde- re mit Blick auf die Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur und die behutsame Fortentwicklung von Städten zu Smart Cities. Roadmap mit Eurasischer Wirtschaftskommission Die VDE|DKE hat mit der Eurasischen Wirt- schaftskommission und der Normungsorga- nisation Euroasian Interstate Council for standardization, metrology and certification (EASC) eine Roadmap im Bereich Normung und Technische Regulierung verabschiedet. Diese legt die gemeinsamen Projekte bis 2014 zu Themen wie Smart Grid und Smart Cities fest. Außerdem veranstaltete die DKE beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg einen runden Tisch zur interna- tionalen Normung mit Vertretern aus Indus­ trie und Politik. Workshop zur Normung für den Mittelstand Die Normung ist ein wichtiges Element der Erfolgsstrategie von kleinen und mittelstän- dischen Unternehmen (KMU), wenn es darum geht, eine Basis zur Entwicklung von Innovationen zu finden, neue Märkte zu erschließen und sich Wissensvorsprünge zu sichern. In einem Workshop für KMU infor- mierten DKE und DIN in Frankfurt über Grundlagen der europäischen und interna- tionalen Normung, Möglichkeiten der Betei- ligung an der Normung und den damit einhergehenden Nutzen. Zukunftsprojekt Industrie 4.0 „Deutschland ist spezialisiert auf die Erfor- schung, Entwicklung und Fertigung von Produktionstechnologien und der führende Fabrikausrüster der Welt.“ Dieser Satz aus den Umsetzungsempfehlungen des Arbeits- VDE 201350 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung DKEDeutscheKommissionElektrotechnik ElektronikInformationstechnikimDINundVDE
  53. 53. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten kreises Industrie 4.0 kennzeichnet die große Bedeutung dieses Industriebereiches. Nor- mung und Standardisierung zu Industrie 4.0 sind ein wesentliches Element bei der kon- kreten Umsetzung der Vision und werden von der VDE|DKE in Abstimmung mit ande- ren Normungsorganisationen thematisch und organisatorisch vorbereitet. Damit unterstüt- zen sie die Aktivitäten von Industrie, Politik und Forschung. Erste europäische Norm für „grüne“ Rechenzentren Mit dem immensen Wachstum der elektroni- schen Kommunikation nehmen die Anzahl der Rechenzentren und damit auch deren Energieverbrauch kontinuierlich zu. Dazu wurde als erste Norm einer DKE-Initiative bei der europäischen Normungsorganisation CENELEC die Norm EN 50600-1 „Informa- tionstechnik – Einrichtungen und Infrastruk- turen von Rechenzentren – Teil 1: Allgemeine Konzepte“ erarbeitet. Mit der EN 50600 für „grüne Rechenzentren“ steht eine noch nie da gewesene Reihe von ganzheitlich formu- lierten Normen zur Verfügung, die auch das Interesse internationaler Anwender wecken wird. Video App „Die Kraft der Normung“ – unter diesem Motto präsentiert ein Imagefilm auf YouTube die Arbeit der DKE. Eine neue App zum kostenlosen Download bietet aktuelles Infor- mationsmaterial der DKE wie Jahresberichte, Imagebroschüren und Roadmaps. VDE 2013 51
  54. 54. Erfolgsstrategie Normung Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind die Hauptantriebskraft für wirt- schaftliches Wachstum, Innovation und Beschäftigung. Ein wichtiges Element der Erfolgsstrategie von KMU ist die Normung. Die DKE unterstützt KMU dabei mit einer Palette an Tools, Services und Veranstaltun- gen. Wichtige Aktionspunkte 2013 waren der Workshop „Normung für wirtschaftlichen Erfolg“, die Europäische Konferenz SMEs and Standardization, die Webseite SMEST II (Small and medium sized enterprises stan- dardization toolkit) mit wertvollen Informatio- nen und Praxisbeispielen sowie der neue Flyer „Erfolgsstrategie Normung“. Weichenstellungen für die europäische Normung Höhepunkte der Generalversammlungen von CENELEC (Europäisches Komitee für Elek­ trotechnische Normung) und CEN (Europä­ isches Komitee für Normung) 2013 in Ko- penhagen waren eine erstmals gemeinsam abgehaltene Sitzung beider Generalver- sammlungen sowie der 2. Europäische Normungsgipfel mit dem Schwerpunkt Dienstleistungsnormung. Auf einer außeror- dentlichen CENELEC-Sitzung wurden unter anderem die Normungsstrategie Ambitions 2020 und der CENELEC-Implementierungs- plan verabschiedet. Schwerpunkte der Normungsarbeit lagen 2013 auf den Themen Ökodesign-Mandat M/495, LED sowie Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Richtlinie. Darüber hinaus haben CEN und CENELEC mit dem Guide 25 einen gemeinsamen Rahmen zur Einbindung von Organisationen und anderen Akteuren in die Normungsakti- vitäten auf europäischer Ebene geschaffen. Im Rahmen der Gespräche über die geplan- te „Transatlantische Handels- und lnvesti- tionspartnerschaft“ zwischen der EU und den USA fanden erste Verhandlungen zwi- schen CENELEC und ANSI statt. Die Verhandlungen zwischen CEN und CENELEC und der russischen Rosstandart (Föderale Agentur für technische Regulierung und Metrologie) fanden mit der Unterzeich- nung eines Kooperationsabkommens einen erfolgreichen Abschluss. Kooperationsab- kommen zu Energie- und Kommunikations- netzen unterzeichneten CEN und CENELEC mit dem Verband Europäischer Übertra- gungsnetzbetreiber (ENTSO-E) sowie mit der Europäischen Agentur für Netz- und Informa- tionssicherheit (ENISA). In Kooperation mit ETSI wollen CEN, CENELEC und ENISA wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung der EU-Strategie zur Cyber-Sicherheit beitragen. INTEC – bilaterale DKE-Initiativen Die INTEC-Initiative der DKE dient dem Ziel, die bilateralen Beziehungen mit nationalen Normungsorganisationen und Interessenver- bänden der Elektrotechnik weltweit zu stär- ken. Wichtige Partnerländer und Zielregionen waren 2013 Brasilien/Südamerika, China, Indien, Korea, die Mongolei, Russland, Saudi Arabien/Mittlerer Osten, Südafrika/Afrikani- scher Kontinent, die Türkei, Israel und Viet- nam. Technologische Schwerpunkte lagen auf den Gebieten Smart Grid und Smart Cities. Auszeichnungen DKE-Nadel 2013: Im Zuge der DKE-Tagung im Büsing Palais in Offenbach wurden neun herausragende Experten der Elektrotechnik mit der DKE-Nadel gewürdigt: Dipl.-Ing. Heribert Joachim, Dipl.-Ing. Reinhard Klemm, Dipl.-Ing. Thomas Niemand, Prof. Dr.-Ing. Albrecht Oehler, Dr.-Ing. Heinz-Erich Popa, Burkhard Schulze, Prof. Dr.-Ing. Dieter Schwarzenau, Dr.-Ing. Johannes D. Sievert, Dipl.-Ing. (FH) Andreas Veigel. IEC zeichnet deutsche Experten aus Mit dem IEC 1906 Award würdigt die IEC Technische Experten, die sich bei der Be- VDE 201352 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung DKEDeutscheKommissionElektrotechnik ElektronikInformationstechnikimDINundVDE
  55. 55. Normung, Prüfung Dienstleistungen Networking in der Region Zahlen Fakten arbeitung aktueller Normungsprojekte be- sondere Verdienste erworben haben. 2013 wurden 20 Technische Experten aus Deutschland mit dem IEC 1906 Award ge- ehrt: Dr. Martin Kaufhold, Dr. Rolf Apel, Dr.-Ing. Axel Krämer, Dr. Heike Brandt, Ans- gar Müller, Marcus Häusler, Dr. Heino Bothe, Norbert Stein, Prof. Dr. Peter Ambrosi, Dr. Gerhard Roos, Dr. Uwe Blosfeld, Dr. Gerhard Fuchs, Michael Sippl, Dr. Jochim Koch, Arno Bergmann, Kimon Argyriadis, Ulrike Haltrich, Dr. Heiko Hinrichs, Gunther Baumgarten, Frank Deter. VDE 2013 53
  56. 56. Roadmap zur Weiterentwicklung der Verteilungsnetze Die eigentliche Energiewende findet in den Stromnetzen statt – mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Übertragungs- und Verteilungsnetze. Vorausschauende Festlegungen, im Konsens entwickelt und in VDE-Anwendungsregeln und technischen Hinweisen festgehalten, spielen daher eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Ener- giewende. VDE|FNN hat mit der Roadmap zur Weiterentwicklung der Verteilungsnetze einen roten Faden dazu gelegt. Europäische Harmonisierung Im Zuge der Herausforderungen, die sich aus der Energiewende ergeben, müssen die Verteilungsnetze stetig weiterentwickelt und die entsprechenden Anforderungen angepasst werden. Gleichzeitig werden im Sinne der europäischen Harmonisierung mit den europäischen Network Codes erstmalig europaweit Mindestvorgaben für den An- schluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen gesetzlich festgelegt. Die große Herausfor- derung besteht darin, die Überführung und Konkretisierung der europäischen Vorgaben den nationalen Gegebenheiten entspre- chend durchzuführen. Zentrales Element für einen nachhaltigen, sicheren und effizienten Netzbetrieb ist dabei eine entsprechende Ausgestaltung der zugehörigen „Technischen Anschlussbedingungen“ durch die Fachkrei- se des VDE|FNN. Netzausbau mit heißen Seilen Weiträumige Stromtransite werden vor dem Hintergrund einer zunehmend dezentralen Energieerzeugung, des lokalen Ausbaus von Wind- und Solarenergie und eines wachsen- den europäischen Stromhandels immer notwendiger. In vielen Netzausbauszenarien spielen Hochtemperaturleiter deswegen eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen eine bis zu 90 Prozent höhere Strombelastbarkeit als vergleichbare Standardleiter. Das Nachrüsten vorhandener Stromtrassen mit den soge- nannten „heißen Seilen“ kann deren Übertra- gungsfähigkeit deutlich steigern. Bislang mangelt es in Deutschland an praktischen Erfahrungen bezüglich des Einsatzes neuerer Hochtemperaturleiter. Um Errichtern und Betreibern von Freileitungen die Verwendung dieser Technologie zu vereinfachen, hat FNN einen entsprechenden Leitfaden veröffent- licht. Der technische Hinweis „Einsatz von Hochtemperaturleitern“ fasst bisherige Er- Sicherer und zuverlässiger Netzbetrieb VDE 201354 Wissenschaft Spitzentechnologien Technologie- Innovationspolitik Bildungspolitik Nachwuchsförderung Als Expertenplattform fördert das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) den Erfah­ rungsaustausch und trägt gezielt zur Weiterentwicklung von Netztechnik und Netzbetrieb so­ wie des Zähl- und Messwesens bei. Ziel ist der jederzeit sichere Systembetrieb bei steigender Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien. ForumNetztechnik NetzbetriebimVDE Vorstand 2013 Vorsitzender: Dipl.-Ing. Ludger Meier, Amprion GmbH Stellvertreter: Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel, SMA Solar Technology AG Dipl.-Ing. Christian Schorn, EnBW Regional AG VDE-Vorstandsmitglied: Prof. Dr.-Ing. Helmut Klausing

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