Kauffrau / Kaufmann EFZ ÜK 3

Thema: Leistungsziel 1.1.2.3 Gliederung der Kunden resp. Anspruchsgruppen

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  1. 1. Kauffrau / Kaufmann EFZ ÜK 3 Thema: Leistungsziel 1.1.2.3 Gliederung der Kunden resp. Anspruchsgruppen LÖSUNGEN Aufgaben 1-3 Aufgabe 1: Tandemarbeit zu Leistungsziel 1.1.2.3 / Gliederung der Kunden Im Leistungsziel 1.1.2.3 haben Sie gelesen, dass es verschiedene Merkmale (Kriterien) gibt, die für die Kunden eines Unternehmens typisch (charakteristisch) sind. Die Marketingabteilungen der Firmen sind an den Charakteristika der Kunden sehr interessiert, damit sie ihre Marketingstrategie darauf ausrichten und somit erfolgreich umsetzen können. Die Marketingabteilungen teilen die Kunden in der Regel in vier Gruppen ein (sog. Segmente, „Teilstücke“ auf deutsch; man spricht dann von „Marktsegmentierung“): die geografische, demografische, sozialpsychologische und verhaltensbezogene Segmentierung. Ihre Aufgabe: Überlegen Sie, welche Merkmale der Kunden zu den untenstehenden vier Segmenten gehören und notieren Sie drei bis fünf Stichworte pro Segment. Benützen Sie dazu auch die Hinweise im Modelllehr- gang. Denken Sie auch an die Kunden Ihres Lehrbetriebes: woher kommen sie, wie alt sind sie, wie wohnen sie, welchen Beruf haben sie, wie ist ihr sozialer Stand, was tun sie in der Freizeit, sind es treue Kunden, usw. • Geografische Segmentierung: Gebiet, Nation, Region, Kanton, Bezirk, Gemeinde; Bevölkerung städtisch oder ländlich; Klima; Sprache • Demografische Segmentierung: („Demo“ = Volk; also das Volk beschreibend) Alter, Geschlecht, Haushaltsgrösse, Einkommen, Beruf, Religion, Ausbildung, Nationalität • Sozialpsychologische Segmentierung: Typen der Persönlichkeit (extravertiert, introvertiert), Lebensstil (verschwenderisch, sparsam), Grad der Selbstständigkeit (Kind, Jugendlicher, selbstständig erwerbend, angestellt), Grad der Kontaktfähigkeit (Einzelgänger, gesellig), Zielerreichung (ehrgeizig, gleichgültig), Temperament (impulsiv, ruhig), Werthaltung (konservativ, modern), soziale Schicht (Unter-, Mittel-, Oberschicht). • Verhaltensbezogene Segmentierung: Art der Freizeitgestaltung (Discobesucher, Stubenhocker, Wanderer, Vereinsmitglieder, usw.), Ess- und Trinkgewohnheiten, Urlaubs- und TV-Gewohnheiten, wo, warum und an welchen Anlässen die Kunden kaufen, sind sie an bestimmte Produkte und Firmen gebunden oder nicht, geben sie viel oder wenig Geld aus, wo informieren sie sich über Produkte (TV, Radio, Zeitungen, Prospekte, usw.). Januar 2010 1/3
  2. 2. Kauffrau / Kaufmann EFZ ÜK 3 Thema: Leistungsziel 1.1.2.3 Gliederung der Kunden resp. Anspruchsgruppen Aufgabe 2 (hier sind die Lösungen individuell): Aufgabe 2: Einzelarbeit zu Leistungsziel 1.1.2.3 / Gliederung der Anspruchsgruppen Ihr Lehrbetrieb hat verschiedene Anspruchsgruppen. Nennen Sie je Anspruchsgruppe den Namen einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens. Name/n Anspruchsgruppe 1. ______________________________________________________ Eigentümer 2. ______________________________________________________ Management 3. ______________________________________________________ Mitarbeitende 4. ______________________________________________________ Kunden 5. ______________________________________________________ Konkurrenten 6. ______________________________________________________ Staat und Gesellschaft 7. ______________________________________________________ Lieferanten 8. ______________________________________________________ Fremdkapitalgeber Januar 2010 2/3
  3. 3. Kauffrau / Kaufmann EFZ ÜK 3 Thema: Leistungsziel 1.1.2.3 Gliederung der Kunden resp. Anspruchsgruppen Aufgabe 3: Gruppenarbeit zu Leistungsziel 1.1.2.3 / Gliederung der Anspruchsgruppen Die Anspruchsgruppen eines Unternehmens und das Unternehmen selbst stehen in einer wichtigen Beziehung zueinander: sie stellen gegenseitig Ansprüche und Forderungen aneinander. Notieren Sie in der untenstehenden Tabelle je ein bis drei Stichworte für diese gegenseitigen Erwartungen. Das Unternehmen erwartet: Die Anspruchsgruppen erwarten: Kundentreue, stabile Aufträge, pünktliche Kunden: Bezahlung der Rechnungen, Weiterempfeh- qualitativ gute und preisgünstige Waren und Leistungen, lungen guten Service, gute Beratung, Gratifikationen, Fringe Benefits (Personalrabatte, Bahnabo, Reka Checks, Auto, Handy, Fitnessabo, Vaterschaftsurlaub, Krankenversicherungsprämien etc.) Liefertermine pünktlich einhalten, Lieferanten: einwandfreie Ware, günstige Preise, Rabatte, Rechtzeitige Bezahlung der Rechnungen, möglichst hohe gute Geschäftsbeziehungen Preise, wenig Rabatte, gesicherte Liefermöglichkeiten, langjährige Geschäftsbeziehungen Motivation, Einsatz, Identifikation mit dem Mitarbeitende: Unternehmen, Loyalität, Engagement, Mit- Gutes Arbeitsklima, gerechter/marktüblicher Lohn, soziale denken, an Verbesserungen mitarbeiten Sicherheit, abwechslungsreiche Arbeit, Anerkennung, Wertschätzung, gute Weiterbildung Faires Verhalten, keine Abwerbung von Mit- Konkurrenten: arbeitenden, Kunden und Lieferanten Faire Grundsätze und Wettbewerbsbedingungen, branchenpolitische Zusammenarbeit Optimale wirtschaftliche Bedingungen Staat und Gesellschaft: (Arbeitsbewilligungen, Steuern), keine Arbeitsplätze, Einkommen für die Einwohner, Steuern und unnötigen einschränkenden Vorschriften, andere Staatseinnahmen, Beiträge für kulturelle, faire Behandlung sportliche und weitere Belange (Sponsoring), Erhaltung einer lebenswerten Umwelt Garantie für langjährige Geschäftsbeziehung, Fremdkapitalgeber (Banken usw.): günstige Kredite, Verständnis für die Situation Rückzahlung des Kapitals, pünktliche Bezahlung der des Kreditnehmers Zinsen, Senkung der Produktionskosten, Anstieg der Börsenkurse, Erhöhung des Marktanteils Solidarität, stabile finanzielle Investitionen, Eigentümer (Eigenkapitalgeber): gesunde Eigenfinanzierung Erhalt des Unternehmens, Gewinn, Dividenden, Selbst- verwirklichung, Macht, Einfluss, Prestige Verantwortung, Führungsqualität, gepflegte Management (Unternehmensleitung): und gelebte Unternehmenskultur und Einkommen, Selbstverwirklichung, Macht, Einfluss, Vorbildfunktion Prestige Quellenangaben: - Thommen, Jean-Paul: Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre - Hirschi/Graf/Lehmann: Basic Management – Eine Einführung in die BWL; Lehrmittel WKS KV Bern - www.kauffrau-kaufmann.ch - LAP Serien D&A, 2006, 2007, 2009 Januar 2010 3/3

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