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Aspekte wissenschaftlichen
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Suchanfrage: Thomas Hapke
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Das Google-Prinzip

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Schreiben und Zitieren in
den Wissenschaften

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Orientierung Zitieren

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und Kreativität
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Warum zitieren?

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Zitier-Datenbanken

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1945) - interdisziplinär, für Fragen wie:
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Aufsatz des
TU-Präsidenten

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Der gläserne
Wissenschaftler

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Nachdenken über
Wissenschaft

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Warum zitieren?

• damit der Gedankengang nachvollziehbar und überprüfbar ist
• zur Unterscheidung eigener und fremder Ged...
Funktionen von Zitaten

• Ausgangspunkt eines Gedankenganges: Ausgehend von den
Experimenten von Arrhenius (1886)
• Gegenp...
Plagiate – ein Problem?!

Aus: Sebastian Sattler: Wer kopiert verliert – über Verbreitung und Ursachen von Plagiaten.
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Formen von Plagiaten

• Total-Plagiat
• Teil-Plagiat
• Struktur-Plagiat
• Übersetzungs-Plagiat
• Selbst-Plagiat
• Verschle...
Warum sind Plagiate
unerwünscht?

• wissenschaftlicher Grund: Wissenschaft baut auf Quellen
anderer auf. Diese müssen tran...
Rechtlicher Hintergrund
Was darf ich ohne weiteres kopieren? Geistiges Eigentum und Urheberrecht!
§ 51 Zitate
„Zulässig is...
Gute wissenschaftliche
Praxis
• Ombudsman für die Wissenschaft
http://www.ombudsman-fuer-diewissenschaft.de
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Plagiats-ErkennungsSoftware

An der TUHH im Test-Einsatz!
http://www.turnitin.com
12.12.2013

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Was zitieren?

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Grundregeln
1) Benutzte Quellen sind anzugegeben.
2) Position der Quellenverweise muss eindeutig sein.
3) Quellen selbst m...
Wann zitieren?
Wann muss
ich zitieren?
Wörtliches
Zitat?

Indirektes Zitat,
Paraphrase?

Idee einer
anderen
Person?

Allge...
Wikipedia zitieren?

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Wikipedia richtig
zitieren?

12.12.2013

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Wie zitieren?

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Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
Welche ZitationsstilFormen gibt es?
Bei Citavi:
Am Anfang
entscheiden,
ob …

Nachweise
im Text

Nachweise in
Fußnoten

Aut...
Vor- und Nachteile der
Zitierstil-Formen?

12.12.2013

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Kurznachweis
im Text

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Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
Referenz-Nummerierung
im Text

12.12.2013

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Vollbeleg
in Fußnote

12.12.2013

Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
Kurznachweis
in Fußnote

12.12.2013

Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
Was ist der bevorzugte Zitierstil
in den Ingenieurwissenschaften?

Was sagt diese Wahl über die
Nutzung von Information in...
Besonderheiten beim
wörtlichen Zitieren
„[...] Zitieren nicht als ‚Problem‘, sondern als Sport, Spiel
oder Herausforderung...
Noch zwei Tipps

Zitierstil konsequent durchhalten!
Mit Literaturverwaltungsprogramm
eigentlich kein Problem.
Quellen im O...
Zur Übung

Bitte bearbeiten Sie die gekennzeichneten
Multiple-Choice-Fragen der Übungsaufgaben
zum Zitieren.
Quelle: Sandb...
Ein interkultureller Blick
Bertolt Brecht: Originalität
„‘Heute‘, beklagte sich Herr K., ‘gibt es Unzählige, die sich öffe...
Zwei tendenzielle
Sichten
Europäische Sicht

Asiatische Sicht

Geschichte

Singuläre Ereignisse
Brüche

Kontinuierlicher W...
Kombinieren, Kopieren
und Kreativität

… in der TUHH-Bibliothek

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Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
Kopieren und die
digitale Welt

Wir müssen „mit den neuen Vorgaben der
Digitalisierung leben und akzeptieren: Wir können
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Borges‘ Bibliothek
von Babel heute

Leibniz, 1690
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Kombinatorik und
Kreativität

Ein Chemie-Nobelpreisträger
(1909) über Kreativität!

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Angewandte
Kombinatorik

Quellen der Abbildungen zu Ostwald in: Hapke, Thomas: Kombinatorik
als Element wissenschaftlichen...
Lizenzen für kombinatorisches
Remixing
Creative Commons Lizenzen http://creativecommons.org

by – noncommercial – share al...
Zum Lesen

Evelyn Finger:
Wie genial muss es denn sein? Fast alles, was wir sagen, ist
ein Plagiat. Plädoyer für einen ent...
Kontakt

Thomas Hapke
Web: http://www.tuhh.de/b/hapke/
Blog: http://blog.hapke.de
Slidespace: http://www.slideshare.net/th...
Literaturhinweise
Han, Byung-Chul: Shanzai : Dekonstruktion auf Chinesisch. Berlin: Merve, 2011.
Sandberg, Berit: Wissensc...
Ergänzende
Literaturhinweise
Berendt, Bettina: Studentische Literaturarbeit in Zeiten des World Wide Web.
(überarbeitete u...
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  1. 1. Zitieren und wissenschaftliches Arbeiten Quelle: Encyclopedic manuscript containing allegorical and medical drawings. Created South Germany, ca. 1410 Lessing J. Rosenwald Collection (Library of Congress) DLC http://lccn.loc.gov/50041709 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  2. 2. Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  3. 3. Sortierung bei Suchmaschinen Welches Dokument steht in einer Trefferliste weiter oben? Suchanfrage: Technische Universität Hamburg Harburg ... Neben der Technischen Universität in Hamburg bietet auch die Technische Universität in Berlin einen Studiengang zur Umwelttechnik an. ... ... In Harburg liegt die Technische Universität und ergänzt damit das Spektrum der Hochschulen in Hamburg. ... 1. Prinzip: Je mehr Suchbegriffe im Dokument vorkommen, je weiter steht das Dokument oben. (Nach: W. Hartmann, …: Informationsbeschaffung im Internet. 2000, s.a. www.internet-kompetenz.ch/infosuche/) 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  4. 4. Anfragen mit einem Wort Suchanfrage: Potter ... Noch immer gibt es eine ganze Menge Muggels, die Harry Potter nicht kennen - ist das zu glauben?! ... Potter ist ein Junge wie Du und ich. Okay, wenn Du ein Mädchen bist, dann ist er ein Junge wie Dein Bruder. Nur lieber. Und intelligenter. Und er lebt nicht in Deutschland, sondern in England. Die Eltern von Harry Potter starben im Kampf mit einem Zauberer, dessen Namen man besser nicht ausspricht. ... ... In welchem Band über Harry Potter findet sich folgendes Zitat ? "Weil das Hermines Art ist," sagte Ron achselzuckend. "Im Zweifelsfall geh in die Bibliothek !" ... 2. Prinzip: Je häufiger ein Suchbegriff im Dokument vorkommt, je weiter steht das Dokument oben. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  5. 5. Sortierung bei drei Suchbegriffen Suchanfrage: Chemiker Biographie Ostwald … Chemiker Wilhelm Ostwald erhielt 1909 den Nobelpreis für Chemie für ... ... Chemiker mit ihrer jeweiligen Biographie sind Teil des "Dictionary of scientific biography", das Sie im Lesesaal der TUBibliothek unter der Signatur NAU500 finden. ... 3. Prinzip: Dokumente mit selteneren Suchbegriffen stehen weiter oben. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  6. 6. Zwei Suchbegriffe 1 Suchanfrage: Thomas Hapke Universitätsbibliothek der TUHH Fachreferent für Verfahrenstechnik Thomas Hapke Email: hapke@tuhh.de Telefon: 40 42878 3365 Ab und zu auch per Chat ! Homepage: www.tub.tu-harburg.de/192.html Mitarbeitende in der TUHH Professoren ... Mitarbeitende in der Universitätsbibliothek Hamburg-Harburg Bibliotheksleitung: ... Fachreferenten: ..., Thomas Hapke, ... IT Service: ... Benutzung: ... Medienbearbeitung: ... Bibliotheksverwaltung: ... 4. Prinzip: Ein kurzes Dokument, in dem der Suchbegriff vorkommt, steht weiter oben als ein langes Dokument. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  7. 7. Zwei Suchbegriffe 2 Suchanfrage: Boolesche Algebra ... Boolesche Operatoren wurden zuerst von George Boole (18151864) als Algebra der Logik dargestellt ... … Bei jeder Datenbank-Oberfläche muss man neu herausfinden, wie die Boolesche Algebra zur Verknüpfung von Suchbegriffen in die Oberfläche integriert ist. ... 5. Prinzip: Je näher die Suchbegriffe im Dokument beieinander liegen, je weiter steht das Dokument oben. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  8. 8. Zwei Suchbegriffe 3 Suchanfrage: Walter Benjamin Übersicht über die Lehrveranstaltung "Deutsche Philosophie im 20. Jahrhundert" ... ... Politische Philosophie: Hannah Arendt, Ulrich Beck ... ... Existentialismus: Martin Heidegger, Karl Jaspers ... ... Umweltphilosophie: Hans Jonas ... ... Kritische Theorie: Theodor Adorno, Jürgen Habermas, ... ... Materialistische Philosophie: Walter Benjamin, Ernst Bloch, ... ... Walter Benjamin zum wissenschaftlichen Arbeiten: ... Schon 1928 beschrieb er Karteikarten als Medium wissenschaftlichen Arbeitens. Diese symbolisieren auch eine Zersplitterung von Wissen, welche heute durch das WWW perfektioniert wird: "Und schon heute ist das Buch, wie die aktuelle wissenschaftliche Produktionsweise lehrt, eine veraltete Vermittlung zwischen zwei verschiedenen Katalogsystemen. Denn alles Wesentliche findet sich im Zettelkasten des Forschers, der's verfasste, und der Gelehrte, der darin studiert, assimiliert es seiner eigenen Kartothek."... 6. Prinzip: Je weiter vorne ein Suchbegriff im Dokument vorkommt, je weiter steht das Dokument oben. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  9. 9. Das Google-Prinzip Dokumente, die im WWW häufiger verlinkt sind, stehen weiter oben. Viel zitierte (verlinkte) Dokumente sind wichtiger als wenig zitierte Dokumente! 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  10. 10. Zitieren ... Matej Krén, Idiom, Stadtbibliothek Prag (1998), Foto 2009 … ist Teil des Bewältigens der Informationsflut! 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  11. 11. Schreiben und Zitieren in den Wissenschaften Aus: Tutorial zum wissenschaftlichen Arbeiten VISION: http://www.vision.tu-harburg.de Grafik: D. Bieler 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  12. 12. Orientierung Zitieren • • • • Warum? Was? Wann? Wie? • Kombinieren, Kopieren und Kreativität Der rote Faden in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  13. 13. Warum zitieren? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  14. 14. Zitier-Datenbanken Web of Science mit dem Science Citation Index (Aufsätze ab 1945) - interdisziplinär, für Fragen wie: Wer zitiert ein bestimmtes Dokument? Wie oft wird ein Dokument zitiert? (Zugang zu dieser Referenzdatenbank nur im TUHH-Intranet) 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  15. 15. Aufsatz des TU-Präsidenten Web of Science 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  16. 16. Der gläserne Wissenschaftler Web of Science 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  17. 17. Nachdenken über Wissenschaft ? ? ? ? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  18. 18. Warum zitieren? • damit der Gedankengang nachvollziehbar und überprüfbar ist • zur Unterscheidung eigener und fremder Gedanken (Vermeidung von Plagiaten!) • um dem Lesenden Zugang zu den eigenen Quellen zu bieten • Würdigung und Anerkennung der Gedanken anderer 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  19. 19. Funktionen von Zitaten • Ausgangspunkt eines Gedankenganges: Ausgehend von den Experimenten von Arrhenius (1886) • Gegenpol zur eigenen Argumentation, Abgrenzung: Im Gegensatz zu Heisenberg (1928) ... • Absicherung, wissenschaftliche Rückendeckung: Wie Einstein (1908) gezeigt hat ... • Text-Grundlage für Interpretation • Kommentar in der Fußnote • Motto Nach: Sturm, Afra; Salzmann, Martin und Mezger, Res (2012): Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten. Eine Handreichung. 2. Aufl. Aarau/Brugg: Fachhochschule Nordwestschweiz, Pädagogische Hochschule, IFE, Zentrum Lesen, 2012. http://www.schreiben.zentrumlesen.ch/stud_zitieren.cfm 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  20. 20. Plagiate – ein Problem?! Aus: Sebastian Sattler: Wer kopiert verliert – über Verbreitung und Ursachen von Plagiaten. In: Ute Bringezu and Alexandra Kunert (Hrsg.): Der kleine Plagiats- und Täuschungskompass. Technische Hochschule Mittelhessen, 2013. S. 6-8, hier S. 7. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  21. 21. Formen von Plagiaten • Total-Plagiat • Teil-Plagiat • Struktur-Plagiat • Übersetzungs-Plagiat • Selbst-Plagiat • Verschleierung, Um- und Neuformulierungen • unzulängliches Zitat Nach: Nissen, Martin: Plagiaterkennung und Plagiatvermeidung als Dienstleistung an der Universität Heidelberg. Vortrag 12. InetBib-Tagung 2013 ander Humboldt-Universität zu Berlin http://www.ub.uni-dortmund.de/inetbib2013/ 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  22. 22. Warum sind Plagiate unerwünscht? • wissenschaftlicher Grund: Wissenschaft baut auf Quellen anderer auf. Diese müssen transparent sein. • pädagogischer Grund: keine eigene Auseinandersetzung mit dem Inhalt • moralischer Grund: Verweigerung der Anerkennung der Leistung von Anderen • rechtlicher Grund: Verletzen von Urheberrechten Nach: Sesink, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten : inklusive E-Learning, Web-Recherche, digitale Präsentation u.a. 9. Aufl. München: Oldenbourg, 2012, S. 235-237. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  23. 23. Rechtlicher Hintergrund Was darf ich ohne weiteres kopieren? Geistiges Eigentum und Urheberrecht! § 51 Zitate „Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden, […]“ § 63 Quellenangabe „(1) Wenn ein Werk oder ein Teil eines Werkes in den Fällen des § […] 51 […] vervielfältigt wird, ist stets die Quelle deutlich anzugeben. […] (2) Soweit nach den Bestimmungen dieses Abschnitts die öffentliche Wiedergabe eines Werkes zulässig ist, ist die Quelle deutlich anzugeben, wenn und soweit die Verkehrssitte es erfordert. In den Fällen der öffentlichen Wiedergabe nach den §§ […] 51 und 52a ist die Quelle einschließlich des Namens des Urhebers stets anzugeben, es sei denn, dass dies nicht möglich ist. (3) […]“ Quelle: Bundesrepublik Deutschland (01.10.2013): Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG), Urheberrechtsgesetz, vom vom 09.09.1965 (BGBl. I S. 1273), das durch Artikel 1 des Gesetzes vom 01.10.2013 (BGBl. I S. 3728) geändert worden ist. In: Verl.Ges Bundesanzeiger (Hg.): Bundesgesetzblatt. Bonn. Online verfügbar unter http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html) 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  24. 24. Gute wissenschaftliche Praxis • Ombudsman für die Wissenschaft http://www.ombudsman-fuer-diewissenschaft.de • Empfehlungen der DFG zur „Sicherung guter wissenschaftlichen Praxis“ (Ergänzte Auflage, 2013) http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_ra hmenbedingungen/gwp/ • Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Technischen Universität Hamburg-Harburg http://www.tuhh.de/tuhh/uni/informationen/or dnungen-richtlinien/richtlinie-zur-sicherungguter-wissenschaftlicher-praxis.html 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  25. 25. Plagiats-ErkennungsSoftware An der TUHH im Test-Einsatz! http://www.turnitin.com 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  26. 26. Was zitieren? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  27. 27. Grundregeln 1) Benutzte Quellen sind anzugegeben. 2) Position der Quellenverweise muss eindeutig sein. 3) Quellen selbst müssen aus den bibliografischen Angaben auffindbar sein. Ergänzungen: Konsequent bei einem Zitierstil bleiben! Alles, was zitiert wird, mit vollständigen Angaben ins Literaturverzeichnis, aber nicht mehr! Nach: Theuerkauf, Judith: Schreiben im Ingenieurstudium : Effektiv und effizient zur Bachelor-, Master- und Doktorarbeit. Paderborn : Schöningh, 2012, S. 86-99. Biedermann, Wieland u.a.: Forschungsmethodik in den Ingenieurwissenschaften : Skript vom Lehrstuhl für Produktentwicklung, Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann, Technische Universität München (TUM), 2012, S. 61. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  28. 28. Wann zitieren? Wann muss ich zitieren? Wörtliches Zitat? Indirektes Zitat, Paraphrase? Idee einer anderen Person? Allgemeinwissen, eigene Gedanken Kein Zitieren notwendig! 12.12.2013 Ja Zitieren mit doppelten Anführungszeichen Ja Zitieren Ja Zitieren Nach: Burns, Tom; Sinfield, Sandra: Essential study skills : the complete guide to success at university. 3. ed. Los Angeles, Calif.: Sage, 2012, S. 241. Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  29. 29. Wikipedia zitieren? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  30. 30. Wikipedia richtig zitieren? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  31. 31. Wie zitieren? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  32. 32. Welche ZitationsstilFormen gibt es? Bei Citavi: Am Anfang entscheiden, ob … Nachweise im Text Nachweise in Fußnoten Autor Jahr Autor Jahr (Doe, Smith 2009: 14) Doe, Smith 2009: 14 Referenznummer [34] Referenzkürzel [DoS09:14] Quelle der Abbildung: 12.12.2013 Vollbeleg Jane Doe, Mia Smith: E-Learning. London 2009, p. 14 Autor-Jahr-System auch als Harvard-System bezeichnet. Bekannter Vertreter = APA-Style. Vollbeleg in Fußnoten auch als Oxford-System bezeichnet. Bekannter Vertreter = ChicagoManual of Style Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  33. 33. Vor- und Nachteile der Zitierstil-Formen? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  34. 34. Kurznachweis im Text 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  35. 35. Referenz-Nummerierung im Text 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  36. 36. Vollbeleg in Fußnote 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  37. 37. Kurznachweis in Fußnote 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  38. 38. Was ist der bevorzugte Zitierstil in den Ingenieurwissenschaften? Was sagt diese Wahl über die Nutzung von Information in diesem Fachgebiet aus? 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  39. 39. Besonderheiten beim wörtlichen Zitieren „[...] Zitieren nicht als ‚Problem‘, sondern als Sport, Spiel oder Herausforderung begreifen. Bedenken Sie, dass das Hin- und Herspringen zwischen ausgewiesenen fremden und eigenen Gedanken überaus kreativitätsfördernd [Hervorhebung T.H.] wirkt. [...] [G]enaue Regeln über die Häufigkeit von Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten [lassen] sich nicht formulieren [...] Das Ausmaß erforderlicher Zitate hängt insb. von dem in dem jeweiligen Erkenntnisbereich bestehenden Wissensbestand ab.“ Stickel-Wolf, Christine: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken : erfolgreich studieren - gewusst wie! 7. Aufl. … in der TUHH-Bibliothek Wiesbaden: Springer Gabler, 2013. S. 229 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  40. 40. Noch zwei Tipps Zitierstil konsequent durchhalten! Mit Literaturverwaltungsprogramm eigentlich kein Problem. Quellen im Original anschauen! Sekundärzitate vermeiden! … in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  41. 41. Zur Übung Bitte bearbeiten Sie die gekennzeichneten Multiple-Choice-Fragen der Übungsaufgaben zum Zitieren. Quelle: Sandberg, Berit: Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat : Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. 2. Aufl. München: Oldenbourg Wiss.-Verl, 2013, S. 183-197. … in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  42. 42. Ein interkultureller Blick Bertolt Brecht: Originalität „‘Heute‘, beklagte sich Herr K., ‘gibt es Unzählige, die sich öffentlich rühmen, ganz allein große Bücher verfassen zu können, und dies wird allgemein gebilligt. Der chinesische Philosoph Dschuang Dsi verfaßte noch im Mannesalter ein Buch von hunderttausend Wörtern, das zu neun Zehnteln aus Zitaten bestand. Solche Bücher können bei uns nicht mehr geschrieben werden, da der Geist fehlt. Infolgedessen werden Gedanken nur in eigner Werkstatt hergestellt, indem sich der faul vorkommt, der nicht genug davon fertig bringt. Freilich gibt es dann auch keinen Gedanken, der übernommen werden, und auch keine Formulierung eines Gedankens, die zitiert werden könnte. Wie wenig brauchen diese alle zu ihrer Tätigkeit! Ein Federhalter und etwas Papier ist das einzige, was sie vorzeigen können! Und ohne jede Hilfe, nur mit dem kümmerlichen Material, das ein einzelner auf seinen Armen herbeischaffen kann, errichten sie ihre Hütten! Größere Gebäude kennen sie nicht als solche, die ein einziger zu bauen imstande ist!‘“ … in der TUHH-Bibliothek Quelle: Bertold Brecht: Originalität. In: Ders.: Gesammelte Werke in 20 Bänden, Bd. 12, Prosa 2. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1967, S. 379f. Zitiert nach: von Gehlen, Dirk: Mashup : Lob der Kopie. Berlin: Suhrkamp, 2011, S. 167. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  43. 43. Zwei tendenzielle Sichten Europäische Sicht Asiatische Sicht Geschichte Singuläre Ereignisse Brüche Kontinuierlicher Wandel Ent-Schöpfung Erinnerung, Bild, Abbildung Repräsentation Transformation Philosophie Sein, Wesen substanzielle Beständigkeit Nichts, Weg, Prozess kontinuierlicher Wandel Wahrheit beständig, Exklusion relativ, situativ, Inklusion Recht fest, endgültig vorläufig, ausgleichend Original Schöpfung Originale erhalten sich durch Kopieren Lernen der TUHH-Bibliothek Neues aufnehmen Etwas … in Kopieren Teilweise nach: Han, Byung-Chul: Shanzai : Dekonstruktion auf Chinesisch. Berlin: Merve, 2011. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  44. 44. Kombinieren, Kopieren und Kreativität … in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  45. 45. Kopieren und die digitale Welt Wir müssen „mit den neuen Vorgaben der Digitalisierung leben und akzeptieren: Wir können nicht nicht kopieren.“ … in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Quelle: von Gehlen, Dirk: Mashup : Lob der Kopie. Berlin: Suhrkamp, 2011, S. 179. Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  46. 46. Borges‘ Bibliothek von Babel heute Leibniz, 1690 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  47. 47. Kombinatorik und Kreativität Ein Chemie-Nobelpreisträger (1909) über Kreativität! 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  48. 48. Angewandte Kombinatorik Quellen der Abbildungen zu Ostwald in: Hapke, Thomas: Kombinatorik als Element wissenschaftlichen Arbeitens bei Wilhelm Ostwald. In: An den Grenzen der Wissenschaft. ... Leipzig: Hirzel, 2011. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  49. 49. Lizenzen für kombinatorisches Remixing Creative Commons Lizenzen http://creativecommons.org by – noncommercial – share alike 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  50. 50. Zum Lesen Evelyn Finger: Wie genial muss es denn sein? Fast alles, was wir sagen, ist ein Plagiat. Plädoyer für einen entspannteren Umgang mit dem vorhandenen Wissen. Die Zeit, 18.10.2012 Nr. 43 http://www.zeit.de/2012/43/Genialitaet-Plagiat Peter Sloterdijk: Doktor Wenn und Doktor Aber : Die Figur des Hochstaplers gehört ins Zentrum der modernen Kultur. Spiegel Nr. 49 2011, S. 124-128. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82612703.html … in der TUHH-Bibliothek 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  51. 51. Kontakt Thomas Hapke Web: http://www.tuhh.de/b/hapke/ Blog: http://blog.hapke.de Slidespace: http://www.slideshare.net/thapke Tweets: http://twitter.com/thapke „ Sich informieren – Tipps zum Überleben“ unter http://www.tub.tu-harburg.de/fachinformation/informieren-tipps-zumueberleben/ 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  52. 52. Literaturhinweise Han, Byung-Chul: Shanzai : Dekonstruktion auf Chinesisch. Berlin: Merve, 2011. Sandberg, Berit: Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat : Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. 2. Aufl. München: Oldenbourg Wiss.-Verl, 2013. Sesink, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten : inklusive E-Learning, WebRecherche, digitale Präsentation u.a. 9. Aufl. München: Oldenbourg, 2012. Silyn-Roberts, Heather: Writing for science and engineering : papers, presentations and reports. 2nd ed. Amsterdam: Elsevier, 2013. http://www.sciencedirect.com/science/book/9780080982854 Stickel-Wolf, Christine: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken : erfolgreich studieren - gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler, 2013 Sturm, Afra; Salzmann, Martin und Mezger, Res (2012): Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten. Eine Handreichung. 2. Aufl. Aarau/Brugg: Fachhochschule Nordwestschweiz, Pädagogische Hochschule, IFE, Zentrum Lesen. 2012. http://www.schreiben.zentrumlesen.ch/stud_zitieren.cfm Theuerkauf, Judith: Schreiben im Ingenieurstudium : Effektiv und effizient zur Bachelor-, Master- und Doktorarbeit. Paderborn: Schöningh, 2012. von Gehlen, Dirk: Mashup : Lob der Kopie. Berlin: Suhrkamp, 2011. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke
  53. 53. Ergänzende Literaturhinweise Berendt, Bettina: Studentische Literaturarbeit in Zeiten des World Wide Web. (überarbeitete und aktualisierte Version). In: B. Berendt, H.-P. Voss, & J. Wildt (Eds.), Neues Handbuch Hochschullehre - Best Of. Berlin: Raabe Fachverlag für Wissenschaftsinformation, 2006. http://warhol.wiwi.huberlin.de/~berendt/NHHL/G_3_3_Berendt_Endfassung_Autorin_20051201.pdf Hapke, Thomas: Kombinatorisches und Kreatives zum Verhältnis von Mathematik und Bibliothek. Hamburg, 2009. http://doku.b.tu-harburg.de/volltexte/2009/556/ Hapke, Thomas: Kombinatorik als Element wissenschaftlichen Arbeitens bei Wilhelm Ostwald. In: An den Grenzen der Wissenschaft. Die “Annalen der Naturphilosophie” und das natur- und kulturphilosophische Programm ihrer Herausgeber Wilhelm Ostwald und Rudolf Goldscheid / hrsg. von Pirmin Stekeler-Weithofer, … Leipzig: Hirzel, 2011, S. 212248. http://doku.b.tu-harburg.de/volltexte/2013/1201/ Zitat in Folie 8: Walter Benjamin: Vereidigter Bücherrevisor. In: Benjamin, Walter: Einbahnstrasse (1928). Enthalten in: Walter Benjamin: Ein Lesebuch. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1996, S. 93. 12.12.2013 Universitätsbibliothek, Thomas Hapke

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