10219Atcom_Lexa:Hufrehe

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10219Atcom_Lexa:Hufrehe

  1. 1. Hufprobleme und Hufrehe Fütterungsseitige Unterstützung Ein Vortrag im Rahmen des Gesundheitsforums auf der „Hanse Pferd 2010“ Katja Möllerherm präsentiert von Atcom Horse Katja Möllerherm Bachelor of Equine Management
  2. 2. Ablauf • Das Pferd als Einhufer • Aufbau des Hufes • Das Hornwachstum • Einfluss der Fütterung • Biotin? – und auf was man sonst noch achten sollte • Hufrehe – ein immer häufigeres Problem  Ursachen  Cushing  EMS • Angepasste Fütterung bei Rehe oder Stoffwechselerkrankungen • Zusammenfassung
  3. 3. Das Pferd als Einhufer • Das Pferd läuft auf dem Nagel des Mittelfingers • Die dritte Zehe als funktionale Zehe  Zehenspitzengänger Quelle:„Hufkurs für Reiter“; Armin Kasper; Franckh-Kosmos; 1994
  4. 4. Das Pferd als Einhufer • Huf hat größte Bedeutung für das Pferd • Gesamtes Körpergewicht muss getragen werden • Muskulatur konzentriert sich weiter oben  Sehnen und Bänder können nicht ermüden • Deswegen eine rein sehnige Ausbildung des Fußes • Fuß muss sich beim Fluchttier am schnellsten bewegen „Das Pferd ist nur so gut wie sein schlechtester Huf!“
  5. 5. Aufbau des Hufes • Hufkapsel bzw. Hornkapsel: Hufkrone, Hufwand, Hufsohle, Hufstrahl, Hufballen Quelle: „Ohne Huf – kein Pferd“; Fritz Rödder; Müller Rüschlikon; 1995
  6. 6. Aufbau des Hufes • Hufbein • Strahlbein • Kronbein • Huflederhaut: hier verlaufen viele Blutgefäße und Nerven „Huf ist nicht starr, sondern besitzt bedeutende Elastizität = Hufmechanismus!“ Quelle: „Ohne Huf – kein Pferd“; Fritz Rödder; Müller Rüschlikon; 1995
  7. 7. Das Hornwachstum • Huflederhaut ist z.T. für Hornbildung verantwortlich  Sohle, Strahl, Saum • Hornwand wird durch Kronlederhaut gebildet von oben nach unten • Man unterscheidet hartes und weiches Horn  Hart: Wand und Sohle  Weich: Weiße Linie, Kronrand, Strahl
  8. 8. Das Hornwachstum • Monatliche Wachstumsrate  8 bis 10 mm • Horn an der Zehe  12 Monate • Horn an den Seiten  6 bis 8 Monate • Horn an den Trachten  4 bis 5 Monate • Horn an Sohle und Strahl  2 Monate • Keratin ist der wichtigste Baustein für das Hufhorn  Eiweiß mit hohem Schwefelgehalt
  9. 9. Einfluss der Fütterung • Gesundes Pferd Gesunde Verdauung • Fast jedes 3. Pony oder Pferd ist zu dick • Wo wird was verdaut?  Dünndarm: Zucker, Stärke, Eiweiß, Fett  Dickdarm: Faseriges Futter (Heu, Stroh etc.) • Fassungsvermögen Magen: 12 bis 14 Liter • Fassungsvermögen gesamter Darm: 200 Liter • Im Dickdarmbereich Zersetzung des Futters durch Bakterien und Mikroorganismen
  10. 10. Einfluss der Fütterung • Pferd frisst auf der Weide 15 bis 18 Stunden • 1,5 bis 2% des Körpergewichtes an Heu pro Tag • Lange Zeiten ohne Raufutter vermeiden • Kraftfutter  Hier ist weniger oft mehr • Kraftfutter auf mehrere Mahlzeiten verteilen • Passende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen (Alter, Fütterung, Leistung, Krankheiten) • Langsame Futterumstellungen
  11. 11. Biotin – und auf was man sonst noch achten sollte • Biotin allein funktioniert oft nicht  in den seltensten Fällen liegt ein Biotinmangel vor • Besondere Bedeutung der schwefelhaltigen Aminosäuren (Methionin oder Cystein) • Abgestimmte Zusammensetzung • Spurenelemente wie beispielsweise Zink und Kieselgur spielen auch ein wichtige Rolle
  12. 12. Hufrehe - Ursachen • Kommt von „rech“ oder „räk“ = steif (Körperhaltung der Rehepferde) • Futterrehe (große Mengen Stärke und/oder Zucker kommen unverdaut in den Dickdarm) • Belastungsrehe (rein mechanisch bedingt) • Geburtsrehe (Probleme mit Nachgeburt oder Infektion der Gebärmutter) • Vergiftungsrehe • Rehe in Folge von Kortisonbehandlung • Rehe als Folge von Stoffwechselerkrankungen
  13. 13. Hufrehe Quelle: „Ohne Huf – kein Pferd“; Fritz Rödder; Müller Rüschlikon; 1995
  14. 14. Hufrehe Quelle: „Pferde-Krankheiten“; Tony Pavord; Franckh-Kosmos; 1993
  15. 15. Hufrehe - Cushing • Erkrankung der Hirnanhangdrüse  Alterserkrankung • Langes Fell auch im Winter • Schnelles Schwitzen • Schlechte Bemuskelung • Infektanfälligkeit • Viel Trinken, viel Harnabsatz • Abnorme Fettspeicherungen (Nacken, Kruppe, Schultern) • Insulinresistenz • Behandlung mit „Pergolide“ möglich • Anpassung der Fütterung!
  16. 16. Hufrehe - EMS • EMS = Equines Metabolisches Syndrom  Wohlstandserkrankung • Löst Hufrehe aus oder erhöht die Anfälligkeit • Abnorme Fettspeicherungen (Nacken, Kruppe, Schultern) • Übergewicht • Insulinresistenz • Wird durch Übergewicht und wenig Bewegung begünstigt • Test zum Nachweis: GIT = Glukose Insulin Test • Medikamentöse Behandlung schwierig • Anpassung der Fütterung!
  17. 17. Angepasste Fütterung • Getreidearm füttern • Ausreichend mit Heu versorgen • Achtung bei sehr guter Heuqualität  waschen • Auf versteckte Zucker- und Stärkequellen achten (Apfelsirup, Zuckerrübenmelasse etc.) • Möhren, Äpfel oder anderes Obst sind tabu • Weidegang begrenzen oder Maulkorb • Erlaubt: unmelassierte Rübenschnitzel, Heucobs • Passendes Mineralfutter wählen (wenig Zucker und Stärke, Vitamin E, Selen, B-Vitamine, Magnesium)
  18. 18. Zusammenfassung • Ohne Huf kein Pferd • Huf wächst relativ langsam, deswegen besser vorsorgen • Fütterung auf das individuelle Pferd abstimmen • Auch auf das Fütterungsmanagement achten • Biotin allein schafft es nicht • Hufrehe kann viele Ursachen haben • Cushing ist eine Alterserkrankung • EMS ist eine Wohlstandserkrankung • Ein angepasste Fütterung (vor allem zucker- und stärkereduziert) ist das A und O
  19. 19. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Für Fragen oder Beratungsgespräche stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Halle A1 Stand 608

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