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Macher 01 2012-netzwerk

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Macher 01 2012-netzwerk

  1. 1. ARBEIT. MENSCH. LEBEN. HANNOVER.MACHERAusgabe 03Januar 2012Preis: 3,90 Euro„Netzwerke machenSpaß, wenn man nicht inAbhängigkeit gerät!“TINA VOSS 03 4 192342 703902DIE ARBEITS-NETZWERKERIN
  2. 2. ARBEIT.Text: Dominik MaaßenDAS NETZWERK HANNOVERDie hohe Schule des Gebens und Nehmens„Warte mal, ich kenne da wen.“ Wer diesen Satz häufig gebraucht, ist keinEinzelkämpfer, sondern gut verdrahtet. Ob nun in realen Netzwerken mitBierchen nach Feierabend oder den virtuellen mit Profil im Internet, ob weltweitauf dem Globus oder verwurzelt in der Region Hannover. Aber nur, wer sich alsUnternehmer darin aktiv, konstant und mit Fingerspitzengefühl beteiligt undden anderen einen Mehrwert bieten kann, profitiert auch beruflich vonden Gleichgesinnten.10
  3. 3. Netzwerk. 11
  4. 4. ARBEIT. „Business ist nichts anderes als ein Knäuel menschlicher Beziehungen.“Nehmen wir einmal an, Sie wollen seit Jahrhunderten praktiziert. Unzäh-Angelina Jolie kennenlernen. Oder den lige Prinzessinnen und Prinzen konn-Dalai Lama. Oder Ferdinand Piëch. Sie ten ein Lied davon singen, wenn sie alsdenken, solche Prominenz ist aufgrund Abge­ andte von Königshäusern für den sihrer kümmerlichen Beziehungen so weit neuen Länderbund vor den Traualtar tre-von Ihnen entfernt wie die Erde von der ten mussten. Inzwischen sind Interessen­nächsten Galaxis? Dann irren Sie sich. gemeinschaften jedoch salonfähig gewor-Denn Mailänder Forscher haben jetzt den. Denn nicht nur Klappern gehört zumdie These des US-Psychologen Stanley Handwerk. Auch gute Netzwerke mitMilgram aus den 60er-Jahren bestätigt, Menschen auf derselben Wellenlänge be-dass sich alle Menschen auf dem Plane- schleunigen die Karriere. Oder wie es dieten über nur sechs bis sieben Bekannte Automobil-Legende Lee Iacocca formu-nahe sind. Die Italiener untersuchten die liert hat – „Business ist nichts anderes alsVerbindungs­inien der weltweit etwa 721 l ein Knäuel menschlicher Beziehungen“.Millionen Facebook-Mitglieder und ent-deckten: Es braucht sogar nur fünf (ge- Qual der Wahlnauer 4,74) Kontakte – ob der Mensch nunin Reykjavík oder Buenos Aires lebt. In Sa- Aber wie stellt man es als ehrgeiziger,chen Berühmtheiten scheitert dieses Phä- junger Unternehmer an, wenn man – ins-nomen allerdings meistens in der Praxis. besondere am Standort Hannover – dieseSchließlich muss Ihre Botschaft für Jolie, engen Knäuel lukrativ fürs Geschäft nutzenLama oder Piëch interessant genug sein, möchte? Die Auswahl an Netzwerken indamit sie zu ihnen durchdringt. Aber es Niedersachsen ist nämlich – wie überall – Tim Schlüter, Journalist, Buchautorwäre möglich. Theroetisch. riesen­ roß. Es gibt branchenspezifische, g und Gründer der Informations- berufsspezifische, firmeninterne, regio- Initiative www.talk-social.de Seilschaften und nale, überregionale, geschlossene, offene, Sicherheitsgurte private oder ehrenamtliche Netzwerke, Service Clubs, wie Rotary oder Lions mitFrüher bezeichnete man Kontakte in Netz- geson­ erter Einladung, Alumnigruppen dwerken allgemein noch abschätzig als Seil- der Universitäten, offizielle Messetreffenschaften. Als Vitamin B oder als ein System und natürlich die zahlreichen neuen On-von Sicherheitsgurten. Das karriere­ line-Communities. Und wie verhält manfördernde Geflecht von Beziehungen wird sich darin?12
  5. 5. Familie. Netzwerk. Pflege in der Zweibahnstraße Austausch besteht natürlich auch bei der Industrie- und Handelskammer, bei- Das wissen in Netzwerken am besten die spielsweise im Handels- oder Außenwirt- Agenten am Knotenpunkt. Die rührigen schaftsausschuss“, so Schreiber. „Junge Multiplikatoren, wie Ingo F. Schreiber. Unternehmer finden gute Kontaktnetze Neben seiner Tätigkeit als Geschäfts­ bei hannoverimpuls, der Wirtschaftsförde- führer von SWDirekt.de, ein Großhandel rungsgesellschaft.“ Hier gibt es branchen- für Betriebsausstattungen, ist er Regions­ bezogene Projektzentren wie die Hanno- vorstand Hannover und im Bundesver- ver Fabrik oder Hannover IT, um regionale band Materialwirtschaft Einkauf und Kompetenzen zu verzahnen oder gemein- Logistik e.V., ein klassischer branchen- same Messeauftritte zu organisieren. übergreifender Treffpunkt mit deutsch- landweit 8.000 Einkäufern und 50 Jahren Eldorado für Aufträge erfolgreicher Vergangenheit. Schreiber rät: „Egal, in welchem Netzwerk, wich- Solche Gesellschaften treten außerdem als tig ist immer, dass man sich aktiv ein- Bietergemeinschaft auf. Denn NetzwerkeIngo F. Schreiber, Geschäftsführer bringt. Es gilt also nicht nur auf die ei- dienen nicht nur dazu, effizient Informa-von SWDirekt, Regionsvorstand genen Vorteile zu schauen, sondern für tionen und Kontakte auszutauschen undHannover und im Bundesverband andere mitzudenken und ihnen eventuell das eigene Fachwissen zu verbessern,Materialwirtschaft Einkauf und auf die Beine zu helfen. Die hohe Schule sondern auch seinen Einflusskreis bei derLogistik e.V. ist es, andere zusammenzubringen. Netz- Vergabe von Aufträgen und Jobs zu erwei- werke sind keine Einbahnstraße. Sie le- tern. 40 Prozent davon handelt man laut ben vom Geben und Nehmen. Man sam- Experten nämlich über persönliche Bezie- melt Adressen nicht wie Trophäen. Man hungen. Doch auch die Nachteile liegen pflegt sie.“ auf der Hand: Wo viel vertraulich gere- det wird, gelangen auch firmen­ pezifische s Auf Du und Du in der Daten nach außen. Diese Transparenz gilt Landeshauptstadt vor allem für Gruppen und Foren im Inter- net, wo die Kontakt­ ürden niedriger sind h In Hannover empfiehlt er etablierten und die räumlichen Distanzen ein Witz. Firmen den Industrieclub Hannover. Aller­ ings ist der nach eigenen Angaben d Neue Welt Social Media „einer der traditionsreichsten Business­ clubs Deutschlands“ und vor allem ein „Unternehmen machen allerdings im Ver- exklusives Forum für Vorstände von gleich zu Privatleuten im Schnitt weniger Unter­ ehmen wie Bahlsen oder Conti. n Fehler bei der Daten­ eröffentlichung“, v Eine Nummer kleiner? „Ein attraktiver weiß Tim Schlüter, Journalist, Buchautor 13
  6. 6. ARBEIT. „Egal, in welchem Netzwerk, wichtig ist immer, dass man sich aktiv einbringt.“und Gründer der Informations-Initiative Konzerne beschäftigen bis zu 20 Mitarbei- derselben Freizeitaktivität frönt. Ein wei-www.talk-social.de. „Firmen publizieren ter, um „das volle Programm zu bespie- terer Vorteil: Dank Social Media recher-in der Regel Inhalte, die abgesegnet oder len“. Drei von fünf Internetnutzern sind chiert man leicht wertvolle Informationenschon publiziert wurden.“ Er empfiehlt in Deutschland laut Schätzungen in sozi- über den Kunden und seine Wünsche,dennoch auch ihnen eine Strategie und alen Netzwerken aktiv. Und die Verweil- ohne ihn regelmäßig kontaktieren zu müs-das Know-how von Spezialisten. „Ich rate dauer steigt hier dreimal schneller als im sen. Außer­ em bleibt man beim Verkaufs­ dab von dem, was die Netzwerkbetreiber Durchschnitt aller Websites. prozess, wo manchmal der zweite oderwollen: Erstmal anmelden, rein ins Netz dritte Anlauf entscheidend ist, geschickterund einfach loslegen. Bei keiner Veranstal- Leistung zählt im Gespräch. Für Tim Schlüter sind diesetung, Party oder gar einem Fernseh­ uftritt a Foren „daher eher geeignet für die Bezie-stürmt man los und beginnt umgehend un- Und wie nutzt man sie gewinnbringend, hungspflege als für den Abverkauf“.überlegt zu reden. Stattdessen hört man womöglich für den Vertrieb? „Das Ent-erst einmal zu, schaut sich alles an und be- scheidende ist: Mehrwert liefern“, so Nettes Extrateiligt sich dann an Gesprächen. Bei vie- Schlüter. Im realen Netzwerk steht dafürlen hakt es auch am technischen Verständ- das Prinzip Geben und Nehmen. Im Und die ganz Cleveren berufen sich wiedernis. Man muss eine Social-Media-Plattform virtuellen spricht man vom „Teilen“. Mit auf die Wissenschaft. Beziehungsweiseintensiv von innen kennengelernt haben, diesem gleichnamigen Button übermittelt auf die sogenannte Reziprozitätsregel derbevor man sie nutzt. Vergleichbar würde man bei Facebook interessante Inhalte und Top-Verkäufer. Danach sind Menschenniemand eine TV-Werbung buchen, wenn gewinnt über sogenannte „virale Effekte“ motiviert, eine Gegenleistung zu erbrin-er das Prinzip Fernsehen nicht begreift.” Fans und Follower. Auch die größte deut- gen und jemanden positiv in Erin­ erung zu n sche Business-Community XING mit ihren behalten, wenn sie etwas erhalten. „Man Analyse vor dem Kontakt rund zehn Millionen Berufstätigen, die in stellt also nicht wie verrückt sinnlose 16 verschiedenen Sprachen miteinander Infos ins Netz oder macht penetrante Kalt­Insbesondere Geschäftsleuten rät Schlü- kommunizieren, lebt vom Mehrwert: Ver- akquise“, sagt Schlüter, „sondern bietetter, sich genaue Gedanken zu machen, wie bindungen der Akteure sind sichtbar und beispielsweise Hilfe bei einer Problem­sich das Unternehmen beispielsweise bei generieren neue Kontakte. lösung oder kostenloses Experten­ issen wFace­ ook präsentiert, das inzwischen zu b Hinzu kommen circa 40.000 Experten- an.“wichtig geworden ist, um es zu ignorie- gruppen und Networking-Events, bei Dann fragt man sich nur noch, was hierren. Als Konzern, als Teil der Firma, als denen nicht marketinggesteuert ein Unter­ Jolie, Lama oder Piëch ganz dringendMarke, nur das Produkt oder als Kampa- nehmen treibendes Element ist, sondern benötigen? Einfach mal gründlich nach­gne? „Denn das zieht Konsequenzen nach die Teilnehmer selbst den intensiven denken. Keine Angst, Sie kennen siesich“, so Schlüter. „Entscheidend ist, wie Austausch suchen. Bei Hannoveranern bereits – und die Sie. Es braucht nur eins:bereits in den klassischen Medien, die beliebt sind beispielsweise die Gruppen zwei, drei, vier, fünf Kontakte. ←Frage der Zielgruppe – wen möchte ich wie wie „Hannover Networking“ oder „Wirt-ansprechen?“ Selbstständige Einzelkämp- schaftsstandort Region Hannover“. Wiefer würden oft bis zu einer Stunde pro Tag beim Golfspielen ergeben sich aber auchin Social-Media-Netzwerken verbringen. Geschäfte, wenn man beispielsweise14
  7. 7. Familie. Netzwerk. Sieben 4. Know-how Social-Media-Netzwerke sind kom- Tipps für plex und funktionieren nicht immer unmittelbar. Nur wer weiß, wie die Xing, jeweiligen Tools funktionieren, kann sie gewinn­ ringend und geschickt b einsetzen. Im schlimmsten Fall ver- Facebook öffentlichen Sie ansonsten sogar ge- heime Daten. und Co. 5. Mehrwert Nicht die Einbahnstraße zählt, die Werbebotschaften verkündet, sondern1. Experten Menschen kommunizieren direkt mitDie Welt der Social Media ist nicht nur Menschen. Und die werden auf Sie auf-sehr neu, sondern für Anfänger auch merksam, wenn Sie ihnen regel­ äßig mlängst unübersichtlich. Spezialisten einen Mehrwert, also nützliche Infor-bringen Know-how und sind günstiger mationen, bieten.als Folgen peinlicher Fehler. 6. Glaubwürdigkeit2. Ressourcen Passt Ihr Unternehmen überhaupt inEs reicht nicht, erst einmal ein Profil zu ein Social-Media-Umfeld, das vor allemerstellen und dann abzuwarten. Pla- durch Transparenz lebt? Mundpro­nen Sie ausreichend Zeit und Budgets paganda von Nutzern kann sich wieein. Interaktion lautet das Stichwort ein Lauffeuer enorm vorteilhaft ent­beim Social Media – und die läuft ide- wickeln – aber leider auch negativ.alerweise konstant und manchmal so-gar ziemlich schnell. 7. Mitarbeiter Auch im Social-Media-Bereich sind3. Strategie Ihre Mitarbeiter die besten Kommu-Starten Sie lieber erst einmal mit ei- nikatoren Ihres Unternehmens. Aller-nem Netzwerk – und werden dort kom- dings dann auch öffentlich. Erarbeitenpetent. Und den Erfolg unterstützen Sie – mit ihnen zusammen – wichtigenur Kanäle, die Ihre Kunden nutzen. Regeln, wie kommuniziert werden soll.Wählen Sie daher das passende Netz- Hier helfen auch Weiterbildungen. ←werk und damit die richtige Art undWeise der Inhalte und Kommunika-tion. Außerdem müssen diese cross-medial mit Ihren anderen Infokanälenharmonieren. 15

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