3 zentrale Diskrepanzen
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im deutschen Bildungssystem –
Relevanz Wolfgang Klafkis
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Methodenbeschreibung
• Methode: Online-Befragung
• Zielgruppe: Lehrer & Pädagogen (im Berufsleben stehend)
• Rekrutierung:...
Zusammenfassung
• 69% der befragten Pädagogen wenden die Grundsätze Klafkis entweder
unbewusst oder sogar bewusst in ihrer...
Kenntnis & Anwendung Klafkis
69% der Pädagogen wenden Klafkis Modelle bewusst oder unbewusst an.
13%
8%Wende seine Grundsä...
Kenntnis didaktischer Modelle (offen)
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Planung des Unterrichts übe...
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Relevanz didaktischer Kriterien
Als am wichtigsten wird es erachtet übergreifende Kompetenzen zu vermitteln.
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Realität didaktischer Kriterien
Die Realität zeichnet sich aber durch einen Überhang von Wissensvermittlung aus.
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Relevanz vs. schulische Realität
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Verwendete Unterrichts- und
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unterrichtet wird
Schleswig-Holstein 5%
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Bildungspolitische Präferenz CDU 8%
SPD 12%
B90 / Die Grünen 23...
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Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
corinna.herbert@aol.de
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3 zentrale Diskrepanzen zwischen Anspruch und Realität im Deutschen Bildungssystem – Relevanz Wolfgang Klafkis in der heutigen Unterrichtspraxis

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3 zentrale Diskrepanzen zwischen Anspruch und Realität im Deutschen Bildungssystem – Relevanz Wolfgang Klafkis in der heutigen Unterrichtspraxis

  1. 1. 3 zentrale Diskrepanzen zwischen Anspruch und Realität im deutschen Bildungssystem – Relevanz Wolfgang Klafkis in der heutigen Unterrichtspraxis Auswertung einer Befragung deutschsprachiger Pädagogen August 2013 Corinna Herbert, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz corinna.herbert@aol.de
  2. 2. Methodenbeschreibung • Methode: Online-Befragung • Zielgruppe: Lehrer & Pädagogen (im Berufsleben stehend) • Rekrutierung: Internet (Pädagogik-Newsletter & Soziale Netzwerke mit Pädagogik-Bezug) • Rekrutierung: Internet (Pädagogik-Newsletter & Soziale Netzwerke mit Pädagogik-Bezug) • Fragebogen: Siehe Anhang (Word-Datei) • Durchschnittliche Interviewlänge: 16 Minuten • Stichprobengröße: n = 61 Fragebogen
  3. 3. Zusammenfassung • 69% der befragten Pädagogen wenden die Grundsätze Klafkis entweder unbewusst oder sogar bewusst in ihrer Unterrichtspraxis an. Lediglich 21% können sich nichts Genaues (oder gar nichts) unter Klafkis Theorien vorstellen. • Als relevantestes didaktisches Konzept wird es angesehen, den Schülern die Fähigkeit zum kommunikativen / diskursiven Handeln sowiedie Fähigkeit zum kommunikativen / diskursiven Handeln sowie übergreifende Kompetenzen nahe zu bringen. • Es klafft eine große Lücke zwischen Anspruch und schulischer Realität: Schule in ihrer heutigen Form ist nach Ansicht der Befragten zu sehr auf das Lehren fachlicher Inhalte ausgerichtet, während die Vermittlung übergreifender Kompetenzen ihrer Meinung nach häufig zu kurz kommt. • Die Mehrheit der Befragten fühlt sich der Bildungspolitik (zumindest z.T.) ausgeliefert und empfindet das Schulsystem als ungerecht.
  4. 4. Kenntnis & Anwendung Klafkis 69% der Pädagogen wenden Klafkis Modelle bewusst oder unbewusst an. 13% 8%Wende seine Grundsätze bewusst an 18% Davon gehört, weiß aber nichts Genaues darüber Habe noch nie etwas davon gehört Wende seine Grundsätze an, aber eher unbewusst 51% Kann mir etwas darunter vorstellen, wende aber nichts an 10% n = 61
  5. 5. Kenntnis didaktischer Modelle (offen) „Klafkis kritisch-konstruktive Didaktik, allem voran die Planung des Unterrichts über die Didaktische Analyse, die durch die hohen Praxisanteile in meinem Studium trainiert wurde ... und sich vermischt mit allen weiteren Ideen, Modellen und Gedanken. Generell denke ich, bleibt es in der Praxis kein “reines“ Modell, sondern es vermischt sich sehr stark mit der Lehrerpersönlichkeit, neuen Erkenntnissen und Vorgehensweisen, die sich in der Praxis für einen persönlich als hilfreich erweisen.“ (Grundschullehrerin, „Die grundlegenden didaktischen Modelle wechseln häufig. Liest man die Vertreter der bildungstheoretischen Didaktik (Wolfgang Klafki, Eduard Spranger, Herman Nohl, Wilhelm Flitner, Erich Weniger, Theodor Litt, Claus Gnutzmann), so findet man sowohl aufeinander Aufbauendes als auch einander Widersprechendes. Daher legt sich jeder Lehrer sein eigenes Modell zurecht. Ich persönlich lehne mich stark an die konstruktivistische Didaktik an.“ (Gymnasiallehrer, Mathematik, Niedersachsen,persönlich als hilfreich erweisen.“ (Grundschullehrerin, Niedersachsen, 11-15 Jahre Berufspraxis) an.“ (Gymnasiallehrer, Mathematik, Niedersachsen, 30+ Jahre Berufspraxis) „Ich arbeite als Ausbilder im Studienseminar mit Klafkis Text von 1958 “Die didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung“. Allerdings habe ich diesen wiederum didaktisch aufbereitet. Ich habe es auch mit Modellen aus dem Bereich der Lernfelddidaktik versucht (Sloane). Die bauen meistens auf Klafki auf, allerdings werden meines Erachtens die wesentlichen Aspekte nicht gut genug rübergebracht. Ergänzend arbeite ich mit Felix Rauner (Arbeitswissenschaftler im Bereich der beruflichen Bildung).“ (Berufsschullehrer, Metalltechnik, Hessen, 11-15 Jahre Berufspraxis) „Bildungstheoretische Didaktik und Lerntheoretische Didaktik fallen mir ein. Ich habe die Bücher von Hilbert Meyer gelesen ... im Studium und im Referendariat. Heute lese ich so etwas nicht mehr und es interessiert mich auch nicht mehr. Ich orientiere mich am Kind und nicht an Theorien.“ (Grundschullehrerin, Baden- Württemberg, 6-10 Jahre Berufspraxis) „Unterricht ist Handwerk. Didaktische Modelle sind Kunst um der Kunst willen.“ (Lehrer Integrierte Gesamtschule, NRW, 6-10 Jahre Berufspraxis)
  6. 6. Verwendung eigener Konzepte / Leitfäden (offen) „Klafki ist und bleibt wohl immer Hintergrund meiner Vorbereitung, das “Raster“ hat sich im Kopf festgesetzt, wird aber angepasst. Somit erfolgt zunächst ein fundierter Überblick über das Thema an sich, anschließend die Überlegung, was davon in die Zielsetzung übernommen werden muss und am Ende gelernt sein soll. Erst danach wähle ich in der Regel die Wege und die Methodik. Allerdings gibt es auch die „Ich gehe von einer kompetenzorientierten, individualisierten Unterrichtsgestaltung aus und versuche, Themen, Kompetenzen, größere Inhaltsbezüge auf unterschiedlichen Ebenen anzubieten und die SuS dabei zu begleiten, sich mit dem Stoff auseinander zu setzen. Dabei versuche ich darauf zu achten, dass möglichst wenig Unter- bzw. Überforderung für die einzelne Person entsteht. Um hier weiter zu kommen, werden die SuS befragt zu Wege und die Methodik. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, dass die Methode selbst im Mittelpunkt steht oder aber Methoden- oder Medienkompetenz in einer Unterrichtseinheit einen größeren Stellenwert bekommen und die Planung dahingehend beeinflussen. Um neben den strukturierten Planungen einen Ausgleich zu schaffen, so dass den Schülern Freiräume entstehen, sie selbstständig lernen können, werden Teile in Lernbuffets arrangiert oder mit Hilfe von Wochen- oder Arbeitsplänen verpflichtende Aufgaben geschaffen und weitere Möglichkeiten angeboten.“ (Grundschullehrerin, Niedersachsen, 11- 15 Jahre Berufspraxis) hier weiter zu kommen, werden die SuS befragt zu ihrem Lernen und zu ihren Fortschritten, bzw. es werden gemeinsam individuelle Zielvorgaben festgesteckt. Dann schaue ich, welche der Methoden, Didaktiken und Materialien hierbei die hilfreichsten sind.“ (Lehrerin Integrierte Gesamtschule, Hessen, 16- 20 Jahre Berufspraxis) „Was ist tatsächlich praxisrelevant? Was ist unnötiges Balastwissen? Was knüpft an die Welt der Schüler an? Was ist Basiswissen, wie kann ich die Neugier wecken?“ (Berufsschullehrerin, Gesundheit und Soziales, Brandenburg, 2-5 Jahre Berufspraxis)
  7. 7. Relevanz didaktischer Kriterien Als am wichtigsten wird es erachtet übergreifende Kompetenzen zu vermitteln. 75 77 79 80 82 87 89 Schülern wird eine krit. & reflekt. Haltung vermittelt Lehrinhalte vorab ausreichend auf Gehalt & Nutzen prüfen Fähigk. zum kommunikativen / diskursiven Handeln erwerben Schülern übergreifende Kompetenzen vermitteln Thema hat eine hohe Bedeutung für die persönl. Lebenswelt Selbstbestimmung, Mitbestimmung & Solidarität ausbilden Schülern fachliche Inhalte vermitteln n = 61; Top-2-Boxes (1+2) einer 5er-Skala in % 44 48 51 54 56 61 67 69 74 Gesellsch. aktuelle Schlüsselprobleme als Unterrichtskern Thema hat eine hohe Bedeutung für die Zukunft d. Schülers Auf gesellschaftliche Veränderungen vorbereiten & anregen Thema hat eine hohe Bedeutung für die Gegenw. d. Schülers Schüler erwerben möglichst viel fachliches Wissen Inhalte haben Vorrang vor Methoden Gesellschaftskrit. & politische Grundhaltung bei Lehrern Didaktische Mod. bieten konkr. Leitf. für den Unterricht Schüler können selbst Themen zum Bearbeiten auswählen Wie wichtig sind Ihnen persönlich die folgenden Kriterien?
  8. 8. Realität didaktischer Kriterien Die Realität zeichnet sich aber durch einen Überhang von Wissensvermittlung aus. 31 34 34 43 54 61 74 Selbstbestimmung, Mitbestimmung & Solidarität ausbilden Schülern übergreifende Kompetenzen vermitteln Fähigk. zum kommunikativen / diskursiven Handeln erwerben Inhalte haben Vorrang vor Methoden Thema hat eine hohe Bedeutung für die persönl. Lebenswelt Schüler erwerben möglichst viel fachliches Wissen Schülern fachliche Inhalte vermitteln n = 61; Top-2-Boxes (1+2) einer 5er-Skala in % Inwieweit sind diese Kriterien in der heutigen Unterrichtspraxis Realität? 12 12 15 18 21 23 25 25 30 Schüler können selbst Themen zum Bearbeiten auswählen Lehrinhalte vorab ausreichend auf Gehalt & Nutzen prüfen Gesellsch. aktuelle Schlüsselprobleme als Unterrichtskern Auf gesellschaftliche Veränderungen vorbereiten & anregen Gesellschaftskrit. & politische Grundhaltung bei Lehrern Didaktische Mod. bieten konkr. Leitf. für den Unterricht Thema hat eine hohe Bedeutung für die Zukunft d. Schülers Thema hat eine hohe Bedeutung für die Gegenw. d. Schülers Schülern wird eine krit. & reflekt. Haltung vermittelt
  9. 9. Relevanz vs. schulische Realität 3 große Diskrepanzen existieren bei der Kompetenzvermittlung, der Vorabprüfung von Lehrinhalten sowie der Vorbereitung auf gesellschaftliche Veränderungen. 30 40 50 60 70 80 90 Fähigk. zum kommunikativen / diskursiven Handeln erwerben Schülern übergreifende Kompetenzen vermitteln Selbstbestimmung, Mitbestimmung & Solidarität ausbilden Thema hat eine hohe Bedeutung für die persönl. Lebenswelt Didaktische Mod. bieten konkr. Leitf. für den Unterricht Schüler können selbst Themen zum Bearbeiten auswählen Gesellsch. aktuelle Schlüsselprobleme als Unterrichtskern n = 61; Top-2-Boxes (1+2) einer 5er-Skala in % 0 10 20 30 Schülern fachliche Inhalte vermitteln Schülern wird eine krit. & reflekt. Haltung vermittelt Lehrinhalte vorab ausreichend auf Gehalt & Nutzen prüfen Thema hat eine hohe Bedeutung für die Zukunft d. Schülers Auf gesellschaftliche Veränderungen vorbereiten & anregen Thema hat eine hohe Bedeutung für die Gegenw. d. Schülers Schüler erwerben möglichst viel fachliches Wissen Inhalte haben Vorrang vor Methoden Gesellschaftskrit. & politische Grundhaltung bei Lehrern Relevanz Realität
  10. 10. Unterrichtsformen (Verteilung nach Häufigkeit der Anwendung) Die von Klafki propagierten Methoden (Gruppenarbeit, Stationenarbeit, Projektarbeit) machen etwa ein Drittel der aktuellen Unterrichtsrealität aus. 5% 6% 26% Projektarbeit Sonstiges Frontalunterricht Stationenarbeit 9% 17% Partnerarbeit 19% 26% Gruppenarbeit 18% Einzelarbeit n = 61; Mittelwerte der 100-Punkte-Eingaben
  11. 11. Verwendete Unterrichts- und Sozialformen (offen) „Frontalunterricht, Gruppenarbeit (überwiegend Zweiergruppen, ohne Gruppentische, jeder Schüler sucht sich Partner nach eigenen Vorstellungen, auch der Lehrer kommt als Partner in Frage)“ (Gymnasiallehrer, Mathematik, Niedersachsen, 30+ Jahre Berufspraxis) „Möglichst kurze frontale Phasen mit möglichst wenig „Einseitige Unterrichtsgestaltung führt zu Langeweile und verhindert, dass SuS lernen. Eine Mischform der Unterrichtsgestaltung ist sehr wichtig. Reine Wissensvermittlung gelingt am besten durch den Frontalunterricht. Um verschiedene Kompetenzen zu fördern, wende ich Gruppen, Partnerarbeit und Stationsarbeit an. Heterogene Klassen können gut gefördert werden, indem man eine Mischform von Unterrichtsformen anwendet.“ (Realschullehrerin, „Möglichst kurze frontale Phasen mit möglichst wenig Lehrer-Redeanteil, hin und wieder mediengestützter kurzer Lehrervortrag, Gruppenarbeit, viel Partnerarbeit, Wochenplan, Werkstattunterricht, Projektunterricht, Ziel: hoher Anteil an Schüleraktivität, viele selbständige Arbeitsformen“ (Grundschullehrerin, Hessen, 30+ Jahre Berufspraxis) Unterrichtsformen anwendet.“ (Realschullehrerin, Kunst / Religion / Philosophie, Schleswig-Holstein, Referendarin) „Möglichst vielfältig: Frontale Phasen zur Erarbeitung (die frontale Erklärung kann aber auch von SuS übernommen werden), zur Vertiefung Einzel- und viel Partnerarbeit. Gruppenarbeit seltener, ist vom Thema und der Lerngruppe abhängig. Gern auch spielerische Unterrichtsformen wie Rollenspiele, Spiele im Klassenverband und in Kleingruppen.“ (Lehrerin Integrierte Gesamtschule, Hessen, 2-5 Jahre Berufspraxis) „Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Experimente, Darstellendes Spiel (Kinder spielen „Wir sind das Bohrsche Atommodell“ usw.), Yogaübungen zum Stressabbau und zur Förderung der Konzentration“ (Gymnasiallehrerin, Biologie / Chemie, Hessen, 6-10 Jahre Berufspraxis)
  12. 12. Bewertung des Schulsystems Die Pädagogen fühlen sich mehrheitlich der Bildungspolitik ausgeliefert. 6,46 6,51 7 8 9 10 Das Schulsystem ist nicht gerecht Das Schulsystem ist inhuman Das Schulsystem ist elitär Das Schulsystem ist konservativ Das Schulsystem ist nicht tragbar Das Schulsystem ist geschlossen Ich fühle mich der Bildungspolitik ausgeliefert Der Lehrplan ist für mich eine Einschränkung Ich habe das Gefühl nichts bewegen zu können Gesamtschulen sind kein sinnvolles Konzept Mittelwerte auf einer bipolaren Skala von 1-10 n = 61 6,46 5,48 5,74 6,1 6,36 5,54 6,51 4,51 4,25 4,44 1 2 3 4 5 6 Das Schulsystem ist gerecht Das Schulsystem ist human Das Schulsystem ist demokratisch Das Schulsystem ist liberal Das Schulsystem ist gut so wie es ist Das Schulsystem ist integrativ Ich fühle mich der Bildungspolitik nicht ausgeliefert Der Lehrplan ist für mich eine Hilfe Ich habe das Gefühl etwas bewegen zu können Gesamtschulen sind ein sinnvolles Konzept
  13. 13. Kritik bzgl. des Bildungssystems (offene Nennungen) „Die Lehrerausbildung sollte gerade an der HS viel praxisrelevanter sein, Themen wie individuelle Lernförderung fehlen gänzlich, weg vom reinen Faktenwissen hin zum Schulen von Kompetenzen und dafür auch Zeit bekommen, kleinere Klassen und mehr Teamarbeit im Kollegium fördern, mehr Personal ins Bildungssystem!“ (Berufsschullehrerin, Gesundheit und Soziales, Brandenburg, 2-5 Jahre Berufspraxis) „Für Gymnasiallehrkräfte ist die universitäre fachliche Ausbildung entscheidend. Anders als in anderen Lehrämtern erfolgt die Motivation in überwiegendem Maße durch fachliche Begeisterung. In einem zweijährigen Referendariat sollte dann die Unterrichtspraxis im Mittelpunkt stehen. Zusatzmodule im Studium, z.B. zur Inklusion, sind wenig zielführend. Vielmehr sollte hierzu die Möglichkeit zur Fortbildung bestehen, wenn Inklusion im Beruf ansteht. Einbestehen, wenn Inklusion im Beruf ansteht. Ein differenziertes Schulsystem fördert die verschiedenen Begabungen in idealer Weise.“ (Gymnasiallehrer, Mathematik / Wirtschaft / Wirtschaftsinformatik, Bayern, 11-15 Jahre Berufspraxis) „Die Ausbildung muss in allen Bundesländern vereinheitlicht werden. Mehr Praktika für Studenten. Eignungsprüfungen für den Lehrerberuf - notfalls auch psychologische Tests. Manche Dozenten sind total “schulfremd“, lehren am Kind vorbei.“ (Grundschullehrerin, Baden-Württemberg, 6-10 Jahre Berufspraxis) „Mehr Personal, um die Inklusion voranzutreiben, Lehrerausbildung mehr an der Praxis orientieren“ (Grundschullehrerin, Thüringen, 30+ Jahre Berufspraxis) „Grundschullehrer müssen mittlerweile die Arbeit von Förderschullehrkräften übernehmen, haben jedoch während des Studium nicht die entsprechende Ausbildung erhalten. Auch werden Förderschullehrer besser bezahlt als Grundschullehrkräfte, obwohl diese fast identische Arbeit leisten.“ (Grundschullehrerin, Hessen, 2-5 Jahre Berufspraxis)
  14. 14. ANHANG: Beschreibung der Stichprobe
  15. 15. Beschreibung der Stichprobe - 1 Variable Ausprägung Anteil Geschlecht Weiblich 61% Männlich 36% Keine Angabe 3% Alter Bis 24 Jahre 10%Alter Bis 24 Jahre 10% 25 bis 29 Jahre 18% 30 bis 39 Jahre 31% 40 bis 49 Jahre 13% 50 bis 59 Jahre 18% 60 Jahre oder älter 10% n = 61
  16. 16. Beschreibung der Stichprobe - 2 Variable Ausprägung Anteil Unterrichtet an Schultyp … (Mehrfachnennungen möglich!) Grundschule 23% Hauptschule 5% Realschule 8% Gymnasium 30% Integr. Gesamtschule 16% n = 61 Integr. Gesamtschule 16% Koop. Gesamtschule 2% Förderschule 5% Berufsschule 8% Erwachsenenbildung 3% Sonstiges 13% Keine Angabe 2%
  17. 17. Beschreibung der Stichprobe - 3 Variable Ausprägung Anteil Unterrichtete Klassenstufen (Mehrfachnennungen möglich!) Klasse 1-4 28% Klasse 5-6 43% Klasse 7-10 54% n = 61 Klasse 11-13 28% Vorschule 2% Berufsschulklassen 10% Sonstiges 10%
  18. 18. Beschreibung der Stichprobe - 4 Variable Ausprägung Anteil Berufsjahre Noch im Referendariat 8% 2-5 Jahre 36% 6-10 Jahre 8% 11-15 Jahre 12% n = 61 16-20 Jahre 7% 20-29 Jahre 8% 30 Jahre oder mehr 15% Sonstiges 3% Keine Angabe 3%
  19. 19. Beschreibung der Stichprobe - 5 Variable Ausprägung Anteil Bundesland, in dem unterrichtet wird Schleswig-Holstein 5% Hamburg 2% Niedersachsen 10% Hessen 33% Nordrhein-Westfalen 7% n = 61 Nordrhein-Westfalen 7% Rheinland-Pfalz 3% Baden-Württemberg 12% Bayern 13% Brandenburg 5% Thüringen 5% Im Ausland 5%
  20. 20. Beschreibung der Stichprobe - 6 Variable Ausprägung Anteil Bildungspolitische Präferenz CDU 8% SPD 12% B90 / Die Grünen 23% n = 61 Die Linke 5% Piraten-Partei 2% Alternative für DE 2% Keine Angabe 48%
  21. 21. Fragen oder Anregungen?Fragen oder Anregungen? Corinna Herbert, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz corinna.herbert@aol.de

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