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Grammatik-Übersetzungs-Methode

  1. 1. WS09/1030.11.09Teilnehmerin: Somaya MuhammadBinationaler MasterstudiengangAin- Shams- UniversitätExzellenzzentrumSeminar: Methodik-Didaktik 10:00-12:00Leitung: Prof. Amal Abdullah<br />Aufgabe:<br />Fassen Sie eine Fremdsprachenlehrmethode zusammen und schreiben Sie Ihre Reflexion darüber!<br />Grammatik-Übersetzungs-Methode<br /> Im Mittelalter wird in Europa das Lateinische und das Griechische als Sprachen der Gelehrten und der gebildeten Schicht betrachtet. Man widmet sich damals der Übersetzung und der Übertragung des antiken Erbes. Im Humanismus kommt die bedeutende Bibelübersetzung Luthers aus dem Griechischen und Hebräischen ins Deutsche vor. In der Romantik legt man einen großen Wert auf die Übersetzung der spanischen, italienschen, englischen und französischen Weltliteratur.<br />Im 19 Jh. entwickelt sich in Europa die Grammtik-Übersezungs-Methode zum Unterrichten der modernen Sprachen, wobei die Methode der alten Sprachen auf die modernen Fremdsprachen übertragen wurde.<br />Diese Methode zielt auf allgemeine Geistesbildung, die Formung der Persönlichkeit und das ordnende Denken des Fremdsprachenlerners ab. Durch diese Methode soll der Lerner imstande sein, sich in die Bildungsgüter anderer Kulturen einzuarbeiten und fremdsprachige Literatur zu lesen. So stellt das Sprachwissen anstelle des Sprachkönnens der Maßstab zur Beherrschung der L2 dar.<br />Bei GÜM wird die Zielsprache durch ausführliches Analysieren der Grammatikregeln gelehrt. Diese werden dann durch Hin- u. der Rückübersetzung angewandt. Dabei wird Sprachlernen als einen kognitiven Prozess betrachtet.<br />Die Grammatikregeln werden deduktiv gelernt, d.h., der Lerner soll die Grammatikregeln verstehen und danach diese in Übersetzungsübungen anwenden. Bewältigt der Lerner die Grammatikregeln der L2 und wendet er sie korrekt bei der Übersetzung an, so beherrscht er die Zielsprache.<br />Wichtig ist, dass der Lerner in der Lage ist, Sätze aufzubauen. Dadurch wiest die Form des Satzes statt des Inhalts eine große Bedeutung auf. <br />Der Lerner soll die Grammatikregeln und das Vokabular auswendig lernen.<br />Des Weiteren soll der Lerner, literarische Texte verstehen, deren Inhalt schriftlich wiedergeben und rekonstruieren. <br />So wird großes Gewicht auf die Ausbildung der Lese- und Schreibfertigkeit gelegt. Hörverstehen und Sprechen werden weniger Beachtung geschenkt. Sprechfertigkeit findet schließlich bei Vorlesung der literarischen Texte eine Anwendung.<br />Die Unterrichtssprache ist die Muttersprache. So werden die Grammatikregel in L1 dargestellt und veranschaulicht. Außerdem stellt man in der Muttersprache Vergleiche zwischen L1 und L2 an. L1 wird als eine Referenz beim Erlernen der L2 angesehen. <br />Die herrschende Sozialform des Unterrichts ist der Frontalunterricht. Der Lehrer spielt eine produktive Rolle, da er allein über das Wissen um die L2 verfügt und es den Lernen weitervermittelt. Er stellt die neuen Regeln der L2 vor, veranschaulicht sie und korrigiert die Fehler der Lernenden. Der Lehrer legt das Gewicht auf Genauigkeit und erwartet vom Lerner ein höhes Übersetzungsniveau.<br />Dahingegen spielt der Lerner vor allem eine rezeptive Rolle. So soll er die Grammatikregeln erfassen und diese schriftlich in die Praxis umsetzen sowie den Inhalt der literarischen Texte zusammenfassen. Die Zielgruppe ist homogen bzgl. der Muttersprache, des Alters, der Kenntnisse und der Leistungsstärke.<br />Das Lehrwerk stellt nicht das einzige Lehrmaterial im Unterricht dar. Somit wird durch es der Unterrichtsstoff lediglich bestimmt. Das Lehrbuch, das nach der GÜM verfasst ist, besteht aus unverbundenen Abschnitten bzw. Blocken. So wird als erstes die Grammatik nach Wortarten gegliedert. Dann kommen Übersetzungsübungen und Texte zum Leseverstehen vor. Darin werden die Stichwörter in die L1 übersetzt. Der Lehrer kann daher das Lehrprogramm selbst entwerfen und planen. <br />Bei der Reformbewegung unter der Leitung von Viëtor wurde an diese Methode Kritik geübt und der Direkte Methode umgesetzt. Man soll nämlich die modernen Sprachen nicht mit den Mitteln und den Regeln des Unterrichtens der alten Sprachen vermittlen. Das mechanische Lernen der Grammatikregeln und deren Anwendung in Übersetzungssätzen, die inhaltlich in keinem Zusammenhang stehen, sollen kein Interesse bei dem Schüler erwecken und fordern nicht seinen Verstand. <br />Quellenangabe:<br /><ul><li>Neuer, G./Hunfeld,H.: Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts ( 2003)
  2. 2. Richards, J./ Rodgers, T: Approaches and Methods in Language Teaching, 2.Aufl.
  3. 3. Edmondson, W/House, J: Einführung in die Sprachlehrforschung, 3.Aufl.</li></ul>Reflexion<br />Die Auswirkung der GÜM ist bis heute in einigen Bildungsinstitutionen spürbar, vor allem wenn das Verstehen literarischer Texten im Mittelpunkt steht.<br />In vielen ägyptischen Bildungsinstitutionen werden die Fremdsprachen (Englisch vor allem, Französisch und Deutsch) durch die GÜM unterrichtet. So stehen immer die Veranschaulichung der neuen Grammatikregeln und deren Anwendung in Übungen, die aus nicht inhaltlich zusammenhängenden Sätzen bestehen, im Mittelpunkt des Fremdsprachunterrichts. <br />Obgleich die Lehrbücher mitunter Hörtexte enthalten, finden diese kaum Anwendung in Klassenzimmer. Wichtig ist immer, dass die Schüler imstande sind, die schriftlichen Grammatikübungen richtig lösen. <br />An zweiter Stelle steht die Beschäftigung mit klassischer literarischer Werke. Am Ende jedes Semesters sollen die Schüler in der Lage sind, den Inhalt von Spielen und Romanen bedeutender Autoren zu erfassen und diesen schriftlich zusammenfassen. Die Unterrichtssprache ist immer Arabisch, obwohl die Lehrkräfte L2 fließend sprechen können.<br />Meines Erachtens soll man diese Methode an den Universitäten und Hochschulen für einen spezifische Zielgruppe anwenden. Es hat jedoch keinen Sinn, heutzutage alle Fremdsprachlerner in den Schulen und Fakultäten mit literarischen Werken mit einem dichten Informationsinhalt zu belasten. <br />Im Fremdsprachenunterricht soll Grammatik als Mittel zum Zweck betrachtet werden. Heutzutage ist der Zweck des Erlernens anderer Fremdsprachen vor allen die Kommunikation mit anderen Sprachgemeinschaften. Man sagt nämlich, dass wir nicht mehr in getrennten Welten leben und ob es uns gefällt oder nicht, wir gehören alle zusammen. <br />Das Hauptziel der Aneignung der Fremdsprachen ist heutzutage nicht mehr die Geistesbildung und das ordnende Denken. Vielmehr spielen Fremdsprachen auf verschiedene Gebieten eine wichtige Rolle, wie Handel, Politik, diplomatische Verhandlungen, Brückenbildung zwischen der verschiedenen Kulturen, Kulturaustausch, Tourismus usw. <br />Trotz all dessen kann man sich auf diese Methode in den Schulen nicht ganz verzichten. Auswendiglernen der Vokabular stellt einen wichtigen Bestandteil beim Lernen irgendeiner Fremdsprache. Des Weiteren führt das deduktive Lernen der Grammatikregeln zur Bewältigung des Regelsystems der Fremdsprache.<br />

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