SachsenRinger Heft 04/11                                                                  1                             Sa...
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Sachsenringer 04 | 2011
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Sachsenringer 04 | 2011

  1. 1. SachsenRinger Heft 04/11 1 SachsenRingerHeft 4/11 Offizielles Organ des Ringer-Verbandes Sachsen e.V. www.sachsenringer.de Bundesliga 2011 - Rückblick Deutschlands modernstes Ringerzentrum Mitteldeutschland vs. China
  2. 2. 2 VORWORT SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 EDITORIAL 3 INHALT TITELTHEMA - LIGEN 1. Bundesliga 4 2. Bundesliga 5 Regionalliga und Oberliga 6 Foto: Heiko Neubert Foto: Toni Klemm Ligasituation 7 RINGERZENTRUM SACHSEN Eröffnung Leplaystraße 8 Liebe Leser des Sachsenringer, Interview Norbert Hörr 9 „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu Mannschaftskampf Mitteldeutschland vs. China 10 sein.“ Dieses Zitat begegnet uns Ringern an vielen Stellen Trainingslager Freiburg 10 und wird auch immer wieder gerne hervor geholt, wenn Trainingslager Leipzig 11 es um die eigenen Bemühungen geht, sich zu hinterfra- gen. Richtig so. Trainingslager Rabenberg 11 Interview Sven Thiele 12 Wir hinterfragen als Verband viele Dinge im Ringen. Ist Turnier in Kleinostheim 13 unser Ligensystem noch praktikabel – oder produziert es mehr Verlierer als Gewinner? Diese Frage stellt sich, wenn man unsere Titelgeschichten rund um die Liga betrachtet AUS DEM VERBAND (S. 4-7). Wir müssen uns fragen: Wie können wir das in Foto: Toni Klemm Umzug Geschäftsstelle 14 Zukunft besser machen? Genauso müssen wir zur Diskussion Udo Woratsch feiert 60. Geburtstag 14 stellen, ob die Bedingungen für Leistungssport in Sach- sen gegeben sind und an welchen Stellen wir noch besser Foto: Toni Klemm DRB-Tagung in Zeulenroda 15 werden können. Mit dem neuen Ringerzentrum Sachsen Termine 2012 15 (S. 8/9) und der neuen Konzeption haben wir sicherlich Bezirksmeisterschaften Chemnitz 16 viel erreicht – und stehen doch erst am Anfang der Arbeit. Impressionen der Bundesligasaison 2011 Delegiertenversammlung des DRB 16 Sind wir schon gut? Ja. Können wir es noch besser? Ich In eigener Sache: Der neue SaRi 17 denke schon. Wir können im Leistungssport noch mehr S portler des Jahres 17 zusammenarbeiten, so wie mit Südbaden (S. 10) und Bayern Fest der Begegnung 18 (S. 11). Wir können uns noch mehr auf der bundesweiten Ebene einbringen, so wie 2011 bei der DRB-Referententa- Bezirksmeisterschaften Dresden 18 gung in Zeulenroda (S. 15) und natürlich sollten wir noch viel öfter so medienwirksam präsent sein wie Alexander AUS DEN REFERATEN Leipold und seine Nachwuchsstars es beim „Fest der Be- gegnung“ in Dresden waren (S. 18). Gelbtest erfolgreich etabliert 19 Trainer-C Ausbildung 20 Dass wir nicht nur Leistung belohnen sondern auch brei- Prellball schlägt Fußball 21 tensportlich aktiv sind, mag so manchen verwundern. Doch Nachwuchsworkshop 21 auch im Breitensport ist es fast selbstverständlich, dass wir Foto: Heiko Neubert Foto: Heiko Neubert uns verbessern möchten. Die erfolgreiche Gelb-Prüfung im Gedanken zum Ausbildungsgang 22 Bezirk Dresden (S. 19) zeigt, dass viele Sportlerinnen und Profis und Neulinge im Interview 23 Sportler auch einfach Freude an der Bewegung haben. Wir Sportrechtstag 2011: Sport Social Media 25 sollten ihnen diese Freude geben und brauchen dafür gute Trainer sowie die beste mögliche Ausbildung: Beim letzten Lehrgang nahmen 18 Trainer aus vielen Bundesländern teil AUS DEN VEREINEN und wir setzen Standards in der Ringertrainer-Ausbildung Chemnitz mit neuem Webauftritt 25 (S. 22-24). Darauf sind wir zu Recht stolz und zugleich – natürlich – ist auch das nur der Anfang. Wolfgang Nitschke besucht Zöblitzer Ringer 25 Weißwasser Ehemaligen-Treff 26 Wir dürfen nicht aufhören, besser sein zu wollen. Das gilt Pausa und Thalheim gewinnen Förderpreis 26 auch für den Sachsenringer, der erstmals ganz in Farbe und Turnier in Trinec 27 mit neuem Design in Ihrer Post liegt. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe: Wie finden Sie unser neues Ringermagazin? Crimmitschauer Dirndl-Night 27 Sagen Sie es uns – denn ohne Ihre Rückmeldung können Hans Wittwer Gedächtnisturnier 28 wir nichts tun. Mit Ihrer Hilfe aber können wir es wieder Motoradunfall von Olaf Brandt 28 und wieder tun: besser sein. Vielen Dank und viel Vergnügen mit der Lektüre des neuen Sachsenringer! RINGERALLERLEI Witze, Rätsel 29 Impressum, Abokarte 30 Foto: Heiko Neubert Foto: Toni Klemm Benedict Rehbein Titelbild: Willi Wendel (rot, FC Ergebirge Aue) gegen Stephan Spengler (blau, KAV Mansfelder Land)
  3. 3. 4 TITELTHEMA SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 TITELTHEMA 5 1. Bundesliga - Thalheims Traumsaison 2. Bundesliga - WKG Leipzig/Taucha setzt sich durch Die Ringer aus der Dreitannenstadt krönen eine fast perfekte Die Messestädter lieferten sich lange Zeit Denn in der ersten Liga wird es nicht Bundesligasaison mit der Teilnahme an den PlayOff-Kämpfen. ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Auf- leicht für die Messestädter werden, gegen Gegen den Ex-Meister aus Köllerbach war die Niederlage voraus- stiegsplatz in die erste Ringer-Bundesliga. finanzstärkere Teams die eigene Linie zu sehbar – trotzdem herrschte in Thalheim fast ungeteilte Freude Kurz vor Ende „patzten“ Pausa/Plauen halten und vermehrt auf Talente aus der über den historischen Erfolg. und das Mansfelder Team. Nun steht die Region oder zumindest aus Deutschland WKG Leipzig/Taucha vor dem Aufstieg zu setzen. Früher noch gemeinsam mit Die Bundesligasaison startete optimal für den RV Thalheim: Nürnberg, und muss sich sportlich neu sortieren. der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt hatte Berlin, Untergriesbach, sie alle unterlagen gleich zu Saisonbeginn Leipzig diese Vorbildfunktion eingenom- gegen die sächsische Truppe von Trainer Heiko Krauß. Erst der Fotofinish in der zweiten Bundesliga Nord: men – ob das für Liga eins inzwischen noch Luckenwalder SC beendete am fünften Kampftag den Siegeszug Nur drei Punkte trennten den Fünftplatzier- reicht wird sich zeigen, denn dort geht die der Thalheimer, die mit einer ausgeglichen starken Mannschaft ten RSV Greiz am Ende vom Erstplatzier- Leistungsschere bereits stark auseinander. diese Bundesligasaison bestritten. ten, der Wettkampfgemeinschaft Leipzig/ Die zweite Liga Nord hingegen war in der Fotos: Lars Rosenkranz Taucha. Zwischen Pausa/Plauen und dem Sache eine spannende Angelegenheit, Thalheim bekräftigte den ersten Eindruck und zeigte über die ganze KV Mansfelder Land als auch zwischen denn viele Teams begegneten sich auf Au- Saison hinweg, dass der starke Einstand keine Eintagsfliege gewe- Greiz und Markneukirchen entschied am genhöhe. Während die Nordlichter der KG Kevin Mehlhorn (oben) ringt als Einheimischer in der Erstliga-Staffel des sen war. Platz vier am Ende und ein gebührender Saisonausklang RV Thalheim. Hier hat er Martin Klopf (Nürnberg) am Rande einer Schul- Ende sogar der jeweils direkte Vergleich Küstenringer immerhin drei Begegnungen für terniederlage. über die Platzierung. Diese Bundesligasai- sich entschieden, musste der Erstplatzierte gegen Köllerbach, der zuhause mit 8:26 verloren ging, der guten son sorgte also ohne Zweifel für allerhand aus Leipzig am Ende fünfmal dem Gegner Laune aber keinen Abbruch tat. Thalheim hat sich in der obersten Der KSV Aalen sicherte sich in der Bundesliga Nord den Spitzenplatz Unterhaltung und sehenswerte, weil un- Steve Brylla (rot, Aue) und Heiko Holzapfel (blau, die Punkte überlassen. Gewinner dieser Kampfklasse mehr als etabliert und zeigte, dass konsequente Nach- vor Burghausen und Luckenwalde. Bezeichnend, fast sogar tragisch berechenbare Kämpfe. Gerade zum Ende Markneukirchen) kämpften um jeden Punkt. Nicht Leistungsdichte: der Zuschauer. wuchsarbeit und gezielte Zukäufe eine gute Mischung ergeben. war es dann allerdings, dass alle vier Vereine die erste Runde der der Saison überschlugen sich die Ereignisse nur die Halle stand Kopf. Benedict Rehbein Playoffs nicht überstanden. Auch Aalen, Anwärter auf das Finale, nochmals. Eine Niederlagenserie verhinderte den Mansfelder Durchmarsch den Aufstieg zu verpassen. Aber auch die scheiterte überraschend am ASV Mainz 88. Vogtländer aus Pausa/Plauen konnten die Ab dem 19. November lief beim KAV Mans- Gunst der Stunde nicht nutzen, sie hatten Insgesamt wurde diese Bundesligasaison von den Geschehnissen Grafik: Benedict Rehbein felder Land irgendwie nichts mehr zusammen zuvor gegen Leipzig/Taucha und gegen am unteren Ende der Tabelle überschattet. Dort lieferten sich der in dieser 2. Bundesliga Nord. Bis dato klarer Aue Federn gelassen. Am Ende „sicherte“ TSV Musberg (1. Bundesliga West) und der SV BW Untergriesbach Tabellenführer unterlagen die Mansfelder am sich das Team von Thomas Weidner und (1. Bundesliga Nord) eine Posse um den Abstieg, in der sich Un- 14. Kampftag dem AV Germania Markneu- Jürgen Hähnel knapp den Aufstieg – und tergriesbach am Ende „durchsetzte“. Die Konsequenzen durch den kirchen denkbar knapp mit 17:20 Punkten. muss sich nun mit der Frage beschäftigen, Deutschen Ringer-Bund standen zum Redaktionsschluss noch nicht Danach hagelte es Niederlagen gegen Tabel- wie der Sprung ins Oberhaus auch sportlich fest, Verlierer ist der abstiegswillige TSV Musberg, dem die zweite lenschlusslicht Küstenringer (19:21) und gar untermauert werden soll. Liga versperrt bleibt. ein 0:40 mit nur acht Startern gegen Pausa/ Später Sieger: WKG Leipzig/Taucha rückte erst Plauen. Diese Niederlagenserie reichte, um Mit dem Aufstieg beginnt erst die Arbeit. am letzten Kampftag auf Platz eins Fotos: Holger Hähnel Dem einzigen sächsischen Verein in der Königsklasse dürften sol- che Anwandlungen in letzter Zeit eher fremd erscheinen: Thalheim verschwendet wohl erst einmal keinen Gedanken mehr an den Ab- stieg. Und im kommenden Jahr sind wieder zwei Sachsenteams in der 1. Liga vertreten: Die Wettkampfgemeinschaft Leipzig/Taucha Florian Rau gelang diese tolle Aktion im Kampf gegen Serghei Siscov (Lich- sicherte sich das Ticket ins Oberhaus und ringt 2012 ebenfalls in tenfels) am letzten Kampftag der Bundesliga-Saison für den RV Thalheim. der 1. Bundesliga Nord. Benedict Rehbein Anzeige Aues Neuzugang Willi Wendl (rot) überzeugte beim 3:2 gegen Stephan Spengler vom KAV Mansfelder Land
  4. 4. 6 TITELTHEMA SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 TITELTHEMA 7 Regionalliga: Eine Luftfahrt nach oben Ligasystem: Am Boden oder abgehoben? Die zweite Garde des SV Luftfahrt Berlin schneidet in der neu Am anderen Ende steht die zweite Mannschaft der Wettkampfge- Die Ringer-Bundesliga ist – wieder einmal – in einer Krise. Ver- Aufstieg verpasst wurde (siehe Seite 5). Der TSV Benningen führte zusammengestellten Regionalliga Mitteldeutschland am besten meinschaft WKG Taucha/Leipzig. Das junge Nachwuchsteam zahlte eine verweigern mehr oder weniger kreativ den Aufstieg, im lange in der 2. Bundesliga Süd, bevor beim Heimkampf gleich zwei ab und steht vor dem Aufstieg, während Leipzig/Taucha II den Lehrgeld, brachte dafür aber eine attraktive und junge Mannschaft Duell der Absteiger ist der Gewinner der Verlierer. Die Stimmen Kämpfer Übergewicht hatten und der Kampf verloren ging. Gegen Gang in die Oberliga antreten durft. Zugleich ist nach der Runde auf die Matte, die ohne Verstärkungen aus dem Topteam antreten für eine erneute Reform werden immer lauter. Nur: Bringt eine den Verein hat nun erstmals in der Geschichte des Ringens der auch vor der Runde – schon jetzt stellen die Verbandsvertreter konnte. Im nächsten Jahr wird diese Mannschaft – sofern sie so solche Pauschalkritik wirklich eine Verbesserung? Deutsche Ringer-Bund (DRB) Anzeige erstattet, Benningen drohen die Weichen für eine attraktive Liga im kommenden Jahr. bestehen bleibt – die Oberliga bereichern. bis zu 10.000 Euro Bußgeld. Auch Musberg und Untergriesbach 280 Zuschauer warteten am 10. Dezember in Köllerbach auf einen stehen beim DRB derzeit in der Diskussion. Der SV Luftfahrt Berlin entschied 75 Prozent der Ligakämpfe für Die Verantwortlichen der Verbände arbeiten bereits jetzt am Gesicht weihnachtlich guten Kampf gegen den ASV Nendingen. Sie erleb- sich (9 von 12), das reichte für Platz eins in einer durchaus mun- der Regionalliga für die neue Saison. Einstimmig war im vergan- ten leider das Gegenteil: Der Gast aus Nendingen war nur mit 8 Wir müssen uns aber die Frage stellen, ob Sanktionen alleine die teren Regionalligasaison. Und das, obwohl der RV Lübtheen seine genen Jahr eine Auf- und Abstiegspflicht beschlossen worden, die Sportlern angetreten, Köllerbach selbst stellte vor eigenem Publi- Situation retten können. Eigentlich nicht, denn: Die Entscheidung Kämpfe deutlich klarer gestaltete – der Ringerverein aus dem Norden für eine konstantere Liga sorgen soll. „Wir sind in der Pflicht, für kum immerhin 9 Athleten. Der Kampf endete 33:9 für Köllerbach der meisten Vereine ist richtig, wenn sie den geordneten Rückzug und wurde 36:0 gewertet. Das Pikante: Nendingen steht in der antreten. Sie entscheiden sich für ihre Zuschauer (Musberg verlor machte die meisten Punkte der Liga (298) und gab die wenigsten klare Verhältnisse zu sorgen und ein Drama wie im vergangenen Bundesliga West in der ungefährdeten Mitte, Köllerbach ist Zweiter rund ein Drittel der Zuschauer, die nicht immer nur Niederlagen ab (174), am Ende war der RVL mit stolzen 115 Zählern im Plus. Jahr zu vermeiden“, sagte Verbandspräsident Benedict Rehbein. Abgerechnet wird zum Schluss allerdings nach Siegpunkten, und Die Staffelleiter Swen Lieberamm und Erhard Schmelzer sowie die da verwies Luftfahrt Berlin die Clubs aus Potsdam und Lübtheen Verantwortlichen der Verbände werden schon bald zu tun haben auf die Plätze zwei und drei. – zum Wohle für Fans und Sportler. Benedict Rehbein Oberliga: Echtes Finale um die Medaillenplätze Ganz oben die WKG Pausa/Plauen, ganz unten Erzgebirge Aue, dazwischen beste Unterhaltung: Die zu Ende gegangene Ober- ligasaison war ein Hingucker. Spannende Kämpfe und unbere- chenbare Begegnungen machten den Besuch der Veranstaltungen lohnenswert. Einziger Wermutstropfen: große Löcher in den Kadern einiger Clubs und damit Kampfausfälle. Am letzten Kampftag wurde bis auf Gold noch um die Medaillen gekämpft. Dies deshalb, weil der SAV Leipzig/Großlehna, der RV Foto: Erhard Trinkies Thalheim II und die WKG Gelenau/Zöblitz/Zschopau II mit jeweils Foto: Lars Rosenkranz 26:8 Punkten hinter Pausa/Plauen II (30:4) auf den Plätzen zwei bis vier lagen und sich die vier führenden Mannschaften in direkten Duellen gegenüber standen. Am Schluss durften sich der SAV und die WKG Gelenau/Zöblitz/Zschopau II über Silber beziehungsweise Bronze freuen. Gold sowie damit Staffelsieg und Aufstieg gehen Nur fliegen ist schöner! an die WKG Pausa/Plauen II. Tobias Nürnberger (rot, Werdau) gegen Lars Melcher (blau, Weisswasser). Am Boden bleiben oder abheben? Wohin steuert die Bundesliga? Die Ausgangspositionen, die sich die Mannschaften zu Beginn zig/Taucha III mit einer nicht startberechtigten Mannschaft antrat. der Serie geschaffen hatten, waren völlig verschieden. Nachdem Dies passierte den Messestädtern gleich sechsmal. Unnötig, denn Oberliga-Meister Pausa/Plauen II die 18:22-Auftaktniederlage ge- das Team besitzt durchaus das Potenzial für einen Mittelfeldplatz. und noch vor dem Deutschen Meister aus Weingarten. Die beiden sehen wollten). Sie entscheiden sich auch für ihre eigenen Sport- Teams waren also noch nicht einmal die Sorgenkinder der Liga. ler, die in der ersten Liga oftmals kein Land sehen und in der gen den KFC Leipzig/Taucha III in ein 40:0 gedreht bekam, verlor Eine Prognose für die kommende Serie fällt schwer. Zu unklar Die rangen woanders. Am gleichen Wochenende unterlag der TSV Entwicklung stagnieren (auch Untergriesbach hat einen starken diese Mannschaft erst am neunten Kampftag zum ersten Mal (15:23 Musberg zuhause dem TuS Adelhausen knapp mit 16:20 Punk- Nachwuchs, der gefährdet wird). Der KAV Mansfelder Land, lange beim SAV) und musste vor der 18:19-Niederlage am Schlusstag sind die Vorhaben des DRB, der sich zum Ende der abgelaufenen ten. „Zum Glück“ würden die Schwaben sagen, denn: Musberg Zeit Rückzugsort für ehemalige Spitzenringer, müsste als Aufstei- nur noch beim 14:22 in Thalheim die Punkte abgeben. Lohn für Serie genötigt sah, mit Strafandrohungen und Sanktionen dem möchte in die 2. Liga absteigen, hat das auch öffentlich verkündet ger einen Großteil der Mannschaft austauschen, da die Sportler ja die Konstanz waren die Goldmedaillen, die die Vogtländer am „freiwilligen Verlieren“ ein Ende zu setzen. Diese Methode, um sich und durfte nun nicht riskieren, doch noch Kämpfe zu gewinnen. nicht ohne Grund in untere Ligen gewechselt sind und gar nicht 17. Dezember entgegennehmen durften. Auch der RV Thalheim II dem Aufstieg zu entziehen oder sich den Abstieg zu sichern, war In der Relegation trafen sie Untergriesbacher, Schlusslicht der 1. mehr im Oberhaus sein wollen. Grundsätzlich kostet Vereine der startete blendend: sechs Siege nacheinander, ehe es mit dem 17:22 auch in der 2. Liga Nord zu entdecken. In der Regionalliga gab es Bundesliga Ost. Der SVU unterlag auch tapfer, hatte am Ende fünf Sprung in die höhere Liga also Geld und Zuschauer. Hier liegt das beim späteren Staffelsieger nicht reichte. Dagegen kam die WKG ebenfalls einige Zu-Null-Resultate. Punkte erkämpft, Musberg „nur“ vier. In der Relegation drohte die Basisproblem des Ringkampfsportes, das er sich – zugegeben – mit Gelenau/Zöblitz/Zschopau II ganz schlecht aus den Startlöchern. Frage: Wer ringt schwächer, denn absteigen, ja, absteigen darf anderen Sportarten teilt und das bis fast ganz nach unten reicht. Ihren drei Niederlagen ließen die Erzgebirgler aber sieben Erfol- Aus Sachsen-Anhalt bekennt sich der AC Artern klar zum Aufstieg: nur einer. Am Ende schaffte es Untergriesbach durch ein 0:36 Bevor also wieder auf den DRB oder auf die Vereine eingedroschen ge hintereinander folgen. Die Siegesserie wurde bis zum letzten „Regionalliga, wir kommen“, steht auf der Vereinswebseite. In im Hinkampf – die Bayern waren nur unvollständig zum eigenen wird, sollte man sich die Grundlagen unseres Ligasystems einmal Kampftag nur durch ein 14:23 gegen Pausa/Plauen II noch einmal Thüringen ist Greiz II Staffelsieger geworden. Heimkampf angetreten. ansehen und sich die Frage stellen: Wie steigen Einnahmen und unterbrochen. Mit einem unerwartet deutlichen 28:9 in Thalheim Attraktivität für Zuschauer durch einen Aufstieg? Denn nur darum verdrängten sie in der letzten Runde die Drei-Tannen-Städter noch Generell aber muss der deutsche Verband sein Ligen-System re- Reden wir von der Ringer-Bundesliga? Ja, wir sprechen vom kon- geht es. von einem Medaillenplatz. formieren. Modelle anderer Sportarten zeigen es. Dort werden kreten Abstiegswunsch in der Königsklasse, ein Phänomen. Es Prämien für besondere Leistungen wie den Aufstieg oder den Ein- wollen aber nicht nur viele runter sondern auch kaum welche rauf Bis es soweit ist erfreuen wir uns zumindest an den sächsischen Während sich der RV Lugau im sicheren Mittelfeld bewegte, hatten zug in eine Finalrunde ausgelobt. Im Ringen müssen die Vereine - auch der Aufstieg ist von der Bezeichnung „attraktiv“ scheinbar Teams, die trotz aller Widrigkeiten die zweite und erste Liga und GW Weißwasser, der AC Auerbach und der AC Werdau II nichts dafür bezahlen. Sie sehen deshalb beispielsweise das Erreichen meilenweit entfernt. Der zuerst starke KAV Mansfelder Land legte ihren Nachwuchssport unter einen Hut bekommen: Der RV Thal- mit dem Tabellenende zu tun. Auf der Matte konnte dagegen der der Playoffs – wie in der vergangenen Saison der überraschend gegen Ende der Saison in der 2. Liga Nord noch rätselhafte Nie- heim erreichte in dieser Saison erstmals Rang 4 (1. Liga) und damit FC Aue II kaum mithalten, verlor alle Kämpfe. Ihre beiden einzigen starke RV Thalheim – eher als Bestrafung an. Ein Anreiz sind die derlagen hin, unterlag zum Beispiel Tabellenschlusslicht Rostock die PlayOffs gegen Ex-Meister Köllerbach. Auch das ist erstklassig Punkte erhielten die Erzgebirgler am grünen Tisch, da der KFC Leip- zusätzlichen Gebühren jedenfalls nicht. Thomas Schmidt und schenkte Mitkonkurrent Pausa/Plauen ein 40:0, so dass der – und hier macht die Liga noch Spaß! Benedict Rehbein
  5. 5. 8 RINGERZENTRUM SACHSEN SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 RINGERZENTRUM SACHSEN 9 Sachsen erhält Deutschlands modernstes Ringerzentrum Der Mattenfuchs: 7 Jahre, 7 Fragen Norbert Hörr, 49, ist seit 2004 Geschäfts- Dazu kommen jetzt die modernen Elemen- führer der J. Foeldeak GmbH und damit te, behindertengerechte Eingänge und viele einer der weltweit größten Anbieter von große Fenster, das ist schon toll. Außerdem Wettkampfmatten und Sportequipment finde ich die übereinander liegenden Hal- für Ringer, Grappler, Judokas und andere len beeindruckend und natürlich auch die Kampfsportler. In Sachsen hat die Foel- Kraft- und Spinningbereiche für die Ringer. deak GmbH gerade einen Großauftrag ab- Aber am besten ist immer noch die Matte. geschlossen: Norbert Hörr und sein Team statteten das Ringerzentrum Sachsen in Das Ringerzentrum Sachsen ist für Sie Leipzig mit 22 x 19 Metern Mattenfläche im weltweiten Vergleich doch eher kein aus (418 qm²). In Norbert Hörrs siebtem Großprojekt: Was war die größte Matten- Jahr als Geschäftsführer hat sich der fläche, die Sie jemals ausgestattet haben? Sachsenringer mit dem „Mattenfuchs der besonderen Art“ unterhalten und sieben Das muss ich korrigieren: Die reine Größe Fragen gestellt. der Foeldeak Ringermattendecke mit 22 x 19 m ist tatsächlich die größte zusammen- Sachsenringer: Herr Hörr, haben Sie in hängende Mattendecke, die wir je produziert Mit der Wiedereröffnung der historischen eindrucksvoll bewiesen: Erstmals seit vielen Leipzig selbst mit angepackt? haben. Die stellte alleine schon durch das Sporthalle Leplaystraße als Ringerzentrum, Jahren waren mit Peter Haase (Thalheim, Eigengewicht von etwa 300 Kg höchsten der Verabschiedung eines neuen Leistungs- gr.-röm. Stil) und Erik Thiele (Leipzig, Frei- Norbert Hörr: Irgendwie schon. Bereits in Anspruch an unsere Mitarbeiter. Ansonsten sportkonzeptes und mit drei Startern bei stil) wieder zwei sächsische Athleten in die der Planungsphase waren wir in das Projekt sind natürlich die großen internationalen EM und WM schließt der Ringer-Verband Kadetten-Nationalmannschaft aufgenommen Leplaystraße ja fest eingebunden. Es ist gar Wettkämpfe die Highlights – schade, dass die Sachsen drei wesentliche Meilensteine worden und nahmen an den Kadetten-Eu- nicht so leicht, bei der großen Trainingshalle Matten dort nur so kurz beieinander liegen. der Leistungssportentwicklung ab. Nun ropameisterschaften 2011 teil. Dieser Nach- eine spaltenfreie und zusammenhängende Sie sind bei vielen Ringerwettkämpfen soll der sportliche Aufwärtstrend weiter wuchserfolg wurde durch die erfolgreiche Mattenfläche zu erstellen, die zwei große Sie führen Foeldeak jetzt seit 7 Jahren. dabei. Halten sie es bei Judo, Grappling Kampfflächen mit der weltweit gültigen Wie steht es um das verflixte siebte Jahr? fortgesetzt werden. Carsten Einhorn wird WM-Qualifikation von Nicole Hauptmann und Co. genauso? FILA-Norm und daneben noch kleinere 2012 Nachwuchstrainer in beiden Stilarten. ergänzt: Nach langer Verletzungsserie hatte Erik Thiele durfte mit Vertretern aus der Politik Trainingszonen enthält. Aber mit etwas Wir sind zufrieden und haben alle Hände das Eröffnungsband durchschneiden. sich die Leipziger Sportlerin wieder an die Da bin ich auch immer mal dabei, aller- Querdenken hat es am Ende doch sehr gut voll zu tun. Das siebte Jahr ist für mich ja Mit der Eröffnung der Sporthalle Leplaystra- Spitze zurück gekämpft und sich im direk- dings richten wir uns vor allem auch nach gepasst - aufgrund der speziellen Bauweise bald schon vorbei und somit kann ich ganz ße durch die Stadt Leipzig und damit der ten Vergleich mit ihren Konkurrentinnen für der Größe unseres Geschäftsfeldes – da ist der imposanten Halle mit Wandvorsprüngen zufrieden sagen: Das mit dem „verflixten“ Freigabe von Deutschlands modernstem die Weltmeisterschaften 2011 im türkischen und Seitennischen wurden alle Mattenele- siebten Jahr ist zum Glück nur ein Gerücht. Ringen schon ziemlich weit vorne. Und das Ringerzentrum Anfang September erfüllte Istanbul qualifiziert. Auch wenn alle drei mente an den Wandbegrenzungen auf das Wochenende hat ja auch nur 48 Stunden. sich für die sächsischen Ringer ein Traum, Athleten keine entscheidenden Erfolge auf Sondermaß angepasst. Als Geschäftsführer sollte man sich mit der seinen Ursprung schon vor vielen Jah- den FILA-Matten erringen konnten, stellte der seinen Produkten auskennen. Lassen Sie London 2012 steht vor der Türe. (Wo) sehen ren hatte. Nun steht den sächsischen und Ringer-Verband Sachsen im Jahr 2011 doch Erzählen Sie doch mal, was Ihnen am sich immer mal werfen um zu wissen wie wir dort Matten von Foeldeak? mitteldeutschen Ringkämpfern die opti- seit Langem erstmals wieder drei Sportler Zentrum am besten gefällt – außer der es um Ihre Matten steht? male Infrastruktur zur Verfügung, um die der deutschen Nationalmannschaft – eine Matte natürlich. Gar nicht, Sie müssen deshalb eher auf die ehrgeizigen leistungssportlichen Ziele des sehr hoffnungsvolle Entwicklung. Ich bin Geschäftsführer, nicht hauptamtli- Matten schauen. Foeldeak ist vor allem mit Die alte und neue Ringerhalle. Verbandes anzugehen. Sachsens Trainer Die Bauweise. Eine Sporthalle von 1913 hat cher Tester. Das hat einen großen Vorteil: Wurfpuppen auf den olympischen Matten leisten gemeinsam mit den Schulen und Im vorolympischen Jahr 2011 erreicht der einen ganz anderen Charme als eine neue Statt geworfen zu werden lasse ich jetzt vertreten – und damit meine ich keine echten Vereinstrainern bereits jetzt sehr gute Ar- RVS damit drei wesentliche Meilensteine Halle, hier ist noch Turnvater Jahn spürbar. werfen. (lacht) Sportler, sondern die aus Leder. beit im ganzen Freistaat und sind dabei, in Infrastruktur, Leistungsnachweis und unsere Ringer wieder an die nationale und Konzeptionsarbeit. Die nächsten Ziele internationale Spitze heranzuführen. Das hat Verbandspräsident Rehbein schon im neue Ringerzentrum wird diese Bemühun- Auge: „Wir untermauern nun die sächsische gen unterstützen. Strategie mit Personalentscheidungen und stellen sicher, dass überall in Sachsen auch Turbulente Wochen liegen hinter dem säch- in Zukunft leistungsorientiertes Training sischen Ringkampf: Noch im Juli hatte sich stattfindet. Dass wir das Potenzial zu mehr der Verband mehr mit sich selbst als mit der v.l.n.r: BM Heiko Rosenthal, Benedict Rehbein, haben, zeigt die Entwicklung der letzten Kerstin Kirmes (Stadt Leipzig), Dr. Joachim Kühn. sportlichen Leistung beschäftigen müssen. Der Jahre.“ Im nächsten Jahr soll Landestrainer im Umbau befindliche Sportverband einigte Carsten Einhorn den Nachwuchsbereich im sich schließlich mit seinen Mitgliedsvereinen Chemnitzer Raum fördern und Sportler in auf einen neuen, leistungssportlichen Weg, beiden Stilarten entwickeln. In Leipzig steht der die bestehenden Sportschulen in Chemnitz dann die Neubesetzung der Trainerstelle und Leipzig erhält und zugleich die Konzen- im griechisch-römischen Stil auf dem Pro- tration der besten Athleten fördert. Damit ist gramm für 2012. Zudem will der Verband Foto: foeldeak.com Fotos: Sören Starke der Sportverband nun für die gezielte Arbeit auch an der Sichtbarkeit nach außen weiter am Mann aufgestellt und der Weg ist frei arbeiten. Mit nationalen und internationalen für neue Projekte. Dass die Rückkehr in die Turnieren will der RVS in Zukunft nicht nur Spitze ein hohes, aber keineswegs unrea- sächsische Sportler in die Welt entsenden, listisches Ziel ist, haben Sachsens Trainer sondern auch die besten Ringer öfter nach und Sportler in den vergangenen Monaten Nico Graf zeigt OBM Jung die neuen Kraftgeräte. Sachsen holen. Benedict Rehbein Ringermatten der Firma Foeldeak liegen auch im neuen Ringerzentrum in Leipzig
  6. 6. 10 RINGERZENTRUM SACHSEN SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 RINGERZENTRUM SACHSEN 11 Mannschaftskampf Mitteldeutschland vs. China Sachsen/Bayern: Zusammenarbeit ausbauen Eine Woche lang waren 15 Ringer und fünf Offizielle aus China schaftskampf – absolut spannend und ein Zugewinn für alle. Vor Ende August besuchten bayrische Ringer das Ringerzentrum im Kalender vorgemerkt. Bei der Neuauflage in diesem Jahr will in Leipzig zu Gast. „Eigentlich wollten sie zwei Wochen kom- allem unser Nachwuchs hat viel dazugelernt“, so Nitschke, der Sachsen. Begleitet von Landestrainer Matthias Fornoff nutz- die bayrische Delegation mit einer noch größeren Gruppe nach men, aber ein Lehrgang der chinesischen Nationalmannschaft genau um die Stärken der Gäste weiß. Bei der nationalen Meis- ten die fünf Freistil- und fünf Greco-Ringer vom ASC Bindlach Leipzig reisen. Sven Thiele verkürzte den Aufenthalt“, bedauerte Wolfgang Nitschke, der terschaft belegten sie in der Mannschaftswertung Platz eins. „Ein die hervorragenden Trainingsbe- den Austausch einleitete. Er und der Gastgeberverein KFC Leipzig absolutes Spitzenteam.“ dingungen in Leipzig zur Liga- freuten sich umso mehr, dass Zusammen mit Moderator Roman Vorbereitung. die Delegation weder Stress Knoblauch kommentierte Nitschke noch Kosten scheute und die in traditioneller asiatischer Kleidung Dank der Kooperation mit dem Institut einwöchige Reise dennoch auf die Kämpfe. Auch einige Freistil- für Angewandte Trainingswissenschaf- sich nahm. Ringer aus Luckenwalde und ten (IAT) und dem Sportgymnasium Jena unterstützten das Leipziger Leipzig konnten die Süddeutschen Es war zugleich ein Wiederse- Team. Der Kampf war zugleich die unkompliziert untergebracht und hen für Nitschke. Sowohl den Eröffnung der sanierten Leplay- verpflegt werden. Den Kontakt zu Cheftrainer als auch Sportler halle. Umso mehr freute sich der den Oberfranken stellte Landestrainer und den Dolmetscher kannte er KFC, dass Vertreter der Stadt und Sven Thiele her: „Wir haben großes Foto: Sören Starke noch aus seinen Trainerzeiten Sponsoren vorbeischauten. Interesse an einer Zusammenarbeit in China. „Wir hatten immer mit dem bayrischen Landesverband. Kontakt gehalten. Sie wollten Neben schweißtreibenden Matten- Der erste Besuch von Landestrainer uns schon immer mal besuchen“, einheiten haben sich die Leipziger Matthias Fornoff und seinen Sport- sagte er. „Am Ende war es eine auch ein kulturelles Programm lern war sehr vielverspechend und Foto: privat Der 15-jährige Erik Thiele steuert einen Punkt zum 4:7 bei. gelungene Sache. Alle haben einfallen lassen. Auf Wunsch der wir freuen uns auf den nächsten die Woche effektiv genutzt und Asiaten organisierten sie Aus- Besuch der Oberfranken.“ standen so oft wie möglich miteinander auf der Matte“, freute er flüge nach Berlin zum Reichstag und zum Marx-Engels-Denkmal, Unvergessliches Trainingslager: Zusammen mit den Ringern aus Bayern trainierten die Talente von Ringer- sich. „Unsere Athleten haben gesehen, wie hart Sportler anderer bestaunten Überreste der Berliner Mauer und besichtigten die Der nächste Termin ist bereits fest zentrum Sachsen in der Arena Leipzig Länder trainieren. Das müsste alle motiviert haben.“ Festung Königsstein. Der chinesische Cheftrainer Liang Dejin sagte begeistert: „Seit diesem Aufenthalt in Leipzig bin ich in Deutsch- Die 4:7-Niederlage im Mannschaftskampf spielte dabei kaum eine Rolle. „Das Ergebnis war uns nicht so wichtig. Es war ein Freund- land angekommen.“ Ein Kompliment, dass Nitschke und der KFC gern entgegen nahmen. Sören Starke Der Berg ruft Spätestens bei den Berganläufen wurde diese Überschrift Pro- Als Entschädigung für die sportlichen Belastungen fanden die Ath- gramm. Unter der Leitung von Landestrainer Wolfgang Quente leten stets ein köstliches und abwechslungsreiches Verpflegungs- Sächsisches Trainingslager in Freiburg/Breisgau und Sportlehrer Detlef Kolditz erhielten vom 19. bis 23. Septem- angebot vor, das einem „Tischlein-Deck-Dich“ sehr nahe kam. ber 20 Sportler die Gelegenheit, ihren Körper im Grenzbereich Dafür ein dickes Dankeschön an die Mitarbeiter vom Rabenberg, kennenzulernen. die für fantastische Trainingsbedingungen sorgten. Ein weiterer Die Athleten des Ringerzentrums Sachsen haben die sächsi- Riesenvorteil war, dass dieses Trainingslager schulbegleitend be- schen Herbstferien genutzt, um in Südbaden ein Trainingslager Unter sehr guten Bedingungen trainierten die jungen Ringer im treut wurde. So nutzten nicht wenige ihre „Schulzeit“ zwischen zu absolvieren. Unter der Leitung von Landesstützpunkttrainer Sportpark Rabenberg bis zum „Umfallen“. Die vielen Hochbelastungs- den Trainingseinheiten zum Schreiben von Leistungskontrollen Sven Thiele und Betreuer Ingo Steinforth fuhren zehn Sportler tests steckten Max Schwabe (Pausa) und Peter Haase (Thalheim) und Klassenarbeiten. Mit diesem Modell konnte der Schulausfall aus Sachsen nach Freiburg im Breisgau. am besten weg und ernteten viel Achtung von anderen Sportlern. in Grenzen gehalten werden. Detlef Kolditz /Wolfgang Quente Direkt nach der achtstündigen Busfahrt begann für die sächsischen Athleten sofort das gemeinsame Stützpunkttraining. In den nächs- ten vier Tagen standen für die Schützlinge von Freistiltrainer Sven Thiele noch weitere sieben Einheiten auf dem Trainingsplan. Sport- Foto: Sven Thiele licher Höhepunkt waren die gemeinsamen Trainingswettkämpfe mit den leistungsstarken Ringern aus Südbaden. Hier vermochten sich unsere Sportler gut in Szene zu setzen und vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Auf Einladung des OSP Freiburg konnten sich danach alle Sportler im Freiburger Thermalbad erholen. Lernen von einer Ringerlegende: Adolf Seger erklärt dem Nachwuchs sei- ne Tricks. Ein weiteres Erlebnis war das Zusammentreffen mit dem zweifachen Weltmeister und zweifachen Medaillengewinner bei Olympischen Münsters. Begeistert zeigten sich die sächsischen Sportler, Trainer Spielen (1972 und 1976) Adolf Seger aus Freiburg. Der Freiburger bzw. Betreuer von der herzlichen Atmosphäre während des Auf- berichtete den jungen Sportlern aus seiner Aktivenlaufbahn und enthalts in Südbaden. Sven Thiele hofft daher auf ein baldiges gab ihnen einige Prinzipien seiner Trainings- und Wettkampfein- Wiedersehen: „Wir danken dem südbadischen Landestrainer Mario stellung mit auf den Weg. Adolf Segers Lebensmotto: „Schmerzen Sachs für die Gastfreundschaft und hoffen, er kommt bald einmal Foto: Detlef Kolditz vergehen - Siege bleiben. Lieber sterben als verlieren“. Anschlie- ßend demonstrierte die Ringerlegende der 70er Jahre einige seiner mit seinen Athleten nach Leipzig.“ Finanziert werden konnte der Bodentechniken (siehe Foto). Trainingsaufenthalt in Freiburg durch die Unterstützung des Ringer- Verbandes Sachsen, die finanzielle Eigenbeteiligung der Sportler Der kulturelle Teil der Reise beschränkte sich aus zeitlichen Grün- sowie durch private Förderer aus dem leistungsorientierten Umfeld den auf einen Stadtbummel und die Besichtigung des Freiburger des Landesstützpunktes Leipzig. Sven Thiele Bloß nichts anmerken lassen: Von den Anstrengungen der vergangenen Tage ist bei den jungen Athleten nichts zu erkennen!
  7. 7. 12 RINGERZENTRUM SACHSEN SachsenRinger Heft 04/11 SachsenRinger Heft 04/11 RINGERZENTRUM SACHSEN 13 „Trainingsgruppe hatte optimale Bedingungen“ Standortbestimmung in Kleinostheim Unter der Anleitung von Beide haben Dank ihrer soliden Grundausbildung sehr gute Voraus- Ausnahme-Athlet und Trai- setzungen. Benjamin Opitz, der bei mir im Freistil-Bereich trainiert, ner Sven Thiele fand Anfang ist ein ehrgeiziges Talent mit großem Willen. Beide haben eine September im erzgebirgischen gute Perspektive – für Benny heißt das Ziel im kommenden Jahr Thalheim ein Trainingslager für sicher auch „Nationalmannschaft“. Auf diese Entwicklung kann Nachwuchs-Ringer verschiede- man auch ein wenig stolz sein – es dürfen gerne mehr Thalheimer ner Altersklassen und Vereine nach Leipzig kommen. statt – Die Drei-Tannen-Stadt bietet zahlreiche Betätigungs- Was sind eigentlich die Kriterien für die Zulassung an der möglichkeiten Sportschule? Im Zwönitztal konnte man des Da gibt es zum einen feste Regeln und mehrere spezielle Tests, Öfteren eine Gruppe junger die in ein Ranking münden. Zum anderen gibt es auch Tipps von Sportler zu verschiedenen Zei- anderen Trainern, durch die man dann auf einen eventuell schon ten an unterschiedlichen Orten älteren Sportler aufmerksam wird. antreffen. Ob nun im Quartier Foto:s Sven Thiele auf der „Tabakstanne“ -zwi- Zuletzt gab es ja einige Diskussionen bezüglich der Verteilung der schen Thalheim und Stollberg Stützpunkte, Chemnitz sollte ein bisschen vernachlässigt werden? gelegen- oder im Erzgebirgsbad, rund um die Uhr fand der Trainingsbetrieb statt. Wie überall kann man es kaum allen recht machen. Letztlich fiel in demokratischer Abstimmung eine Entscheidung, mit der man Es handelte sich um junge Ringkämpfer vom Ringerzentrum Sach- sicher gut leben kann. Ziel sollte es am Ende sein, das Beste für sen in Leipzig, einer Gruppe des SV Braunsbedra sowie natürlich Sachsen zu machen – da zählen auch die Ergebnisse der Sportler. auch um Akteure vom einheimischen RV Thalheim. Auch das neue Über 440 Teilnehmer gingen beim internationalen Turnier in Kleinostheim an den Start. Vereinshaus der Gastgeber wurde genutzt, dort floss in Kraft- und Wie baut sich ihr Training auf, worauf wird Wert gelegt, macht Technik-Einheiten mancher Liter Schweiß. Sven Thiele auch selbst mit? Kräftemessen in Kleinostheim: Am 13. November fand das 15. über Silber freuen. Der B-Jugendliche Johann Steinforth startete Internationale Philipp Seitz Gedächtnisturnier statt. Das Turnier mit einer Sonderstartgenehmigung in der A-Jugend. Der Leipziger Angeleitet wurde dies alles vom 42-jährigen Sven Thiele, der mit Gerade hier haben wir nachmittags etwas für die Jüngeren, am in der Nähe von Aschaffenburg ist eines der größten Kinder- und errang vier souveräne Einzelsiege. Erst im Finale musste er sich seiner beeindruckenden Statur schon von weitem zu erkennen ist. Abend dann etwas für die Junioren und Männer angeboten. Der Allein die 17 Deutschen Meistertitel, die Thiele in seiner Laufbahn Jugendturniere Deutschlands. In vier Altersklassen kämpften nach einem sehr starken und hochklassigen Kampf dem deutlich Mix sollte stimmen, wir waren auch im Bad oder in der Sauna, aber (bisher) errungen hat, sprechen eine deutliche Sprache. Zwei auch Kraft, Ausdauer und Kondition sind Schwerpunkte. Ich selbst 440 Teilnehmer aus 92 Vereinen. Auch Teams aus Russland, älteren Norman Mahmudov (Potsdam) geschlagen geben. Einen Übungs-Einheiten standen täglich auf dem Programm und sollten leite das Training und gebe Hinweise, halte mich aber zwischen Holland und Belgien nahmen teil. guten vierten Platz mit zwei Einzelsiegen belegte Paul Schärschmidt viel versprechende Zweikämpfer, wie etwa die Deutschen Meister den Einheiten allein fit. (58 kg, KFC Leipzig). Max Ebert und Robin König schieden zwar Johann Steinforth (KFC Leipzig) und Benjamin Opitz (RV Thalheim), Bei Teilnehmerfeldern von bis zu 20 Startern pro Gewichtsklasse vorzeitig aus dem Turnier aus, lieferten aber mit je einem Einzel- weiter fördern. Neben dem Wetter passte auch die Zusammen- Das ist auch wichtig, schließlich greifen Sie ja auch dieses Jahr arbeit mit den Zwönitzalern hervorragend. Mit Sven Thiele, dem überzeugten besonders die A-Jugendlichen vom Ringerzentrum sieg eine gute Leistung ab. noch einmal in der Bundesliga an? diplomierten Trainer und Sportwissenschaftler, unterhielt sich in Sachsen (RZS). Vier Sportler schafften es ins Finale. In diesem hoch lockerer Atmosphäre Michael Thriemer: Ja, das stimmt. In der Weststaffel habe ich noch einmal beim ASV dotierten Feld siegte Erik Thiele (85 kg, KFC Leipzig) im Finale und In der Altersklasse der B-Jugend dominierte Jonathan Ettrich (KFC Nendingen unterschrieben. Es sollen allerdings nur einige Kämpfe errang die Goldmedaille. Vor allem seine Punktsiege über Aslan Leipzig). Mit vier Siegen erkämpfte er souverän die Goldmedaille. werden, speziell, falls es in die Play-Offs geht. Ich bin mir meines Mahmudov (Potsdam) und Schamil Gazumov (Rheinsbach) waren Die anderen Athleten aus der C-Jugend mussten bei dem hoch- Alters aber bewusst und setze die Gesundheit nicht aufs Spiel, Interview zumal meine Trainer-Tätigkeit mittlerweile sowieso an erster Stelle hart erkämpft und sportlich wertvoll. karätigen Turnier einiges Lehrgeld zahlen. Philipp König (AVG steht. Irgendwann kommt der Schlussstrich, dann gibt es mit dem Markneukirchen), Darios Wedekind (KFC Leipzig) und Nick Mandel Trainer-Job gar keine Konflikte mehr. Bruce Bromnitz (58 kg, AVG Markneukirchen), Johann Steinforth (69 (AC Taucha) konnten sich nicht entscheidend durchsetzen. „Für sie kg, KFC Leipzig) und Benjamin Opitz (63 kg, RV Thalheim) konnten war es das erste Turnier in dieser Altersklasse. Die körperlichen Michael Thriemer: Sehr geehrter Herr Thiele, zunächst einmal Eine letzte Frage, die aus zwei Teilen besteht. Warum hat Sven erst im Finale gestoppt werden und die Silbermedaille erkämpfen. und technischen Unterschiede waren einfach noch zu groß“, nimmt ein herzliches „Glückauf“ hier im Erzgebirge, wie sind ihre Ein- Thiele eigentlich nie für den RVT auf der Matte gestanden und drücke aus Thalheim? was traut er dem Erstliga-Team in diesem Jahr zu? „Für Bruce Bromnitz war der Einzug ins Finale eine große Steige- Sportlehrer Daniel Wilde seine Schützlinge in Schutz, „aber daran rung und ein schöner Erfolg“, lobte Trainer Sven Thiele den Erfolg werden wir intensiv arbeiten.“ Sven Thiele: Wir sind ja nicht das erste Mal hier und wissen, dass (Sven Thiele lächelt) Ganz einfach – man hat mich nie gefragt. des jungen Vogtländers. Gleich zwei Gewichtsklassen übersprungen Insgesamt war Sven Thiele mit den Leistungen zufrieden: „Es war alles bestens ist. Es ist nun schon das siebte Mal – die Anlage ist Aber im Ernst: Ich wollte nie in Diskrepanzen zwischen dem Trainer hat seit der Deutschen Meisterschaft Benjamin Opitz. Trotz dieses eine echte Standortbestimmung und vor allem die Sportler aus der mit allem was das Jugend-Herz begehrt ausgestattet. Selbst Mini- Thiele und dem Ringer Thiele geraten – deshalb war ein Enga- Golf und Fußball-Platz fehlen nicht. gement außerhalb der Region immer die beste Variante. (Vorher Wechsels kämpfte sich der Thalheimer mit sechs Einzelsiegen bis A-Jugend haben bewiesen, dass sie auf einem sehr guten Weg war Thiele u. a. beim ASV Hof) Die Thalheimer haben eine gute ins Finale. Dort konnte er sich nach einem großartigen Finalkampf sind.“ Sven Thiele | Sören Starke Warum kommt man trotz allem ausgerechnet ins schöne Zwö- und junge Mannschaft beisammen, der ich durchaus zutraue, die nitztal? Liga erneut zu halten. Zum einen ist es die Verbindung mit dem Landkreis Merseburg, dem die Tabakstanne ja gehört. Zum anderen sind es auf jeden Fall auch die hervorragenden Kontakte zum Ringerverein Thalheim, der vor allem in der Nachwuchs-Arbeit tolle Leistungen bringt, insge- samt gesehen ein starker Verein ist. Die Tage hier haben für mich bis zu 13 Arbeitsstunden – Spaß macht es dennoch jede Menge. Wie schätzen sie die Zusammenarbeit in Sachsen allgemein ein, schließlich sind sie ja beim sächsischen Ringer-Verband (RVS) als Leistungsport-Referent direkt mit den Sportlern betraut? Ich versuche, eine gute Verbindung zu den Vereinstrainern zu hal- ten. Hier ist es beispielsweise Tino Korb, auf dessen Engagement man stolz sein kann. Durch den regelmäßigen Austausch baut sich Foto: privat auch ein gewisses Vertrauen auf, das ist sehr wichtig. Zudem ist ohne die entsprechende Vorarbeit Spitzen-Ringen kaum möglich. Apropos Vorarbeit: Wie machen sich aus ihrer Sicht die beiden Die Trainer Sven Thiele (li) und Tino Korb (re) mit ihren Sportlern: Thalheim Thalheimer Peter Haase und Benjamin Opitz? bietet optimale Trainingsbedingungen. Erik Thiele mit einem Beinangriff gegen Aslan Mahmudov. Sächsische Auswahl in Kleinostheim.

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