<ul><li>ExpertInnen-Interviews </li></ul>Astrid Gerö, Barbara Würzelberger
 
Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bi...
<ul><li>klares und abrufbares Wissen auf einem begrenztem Gebiet </li></ul><ul><li>Urteile stützen sich auf Tatsachen </li...
<ul><li>In der Literatur zahlreiche Hinweise auf Gefahren dieser Methode </li></ul><ul><li>Qualitative Forschungsmethode <...
<ul><li>Eventuelle Anonymisierung des/der Experten/Expertin </li></ul><ul><li>Interviewformen (explorativ, systematisieren...
Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bi...
<ul><li>Paternalismuseffekt </li></ul><ul><li>Katharsiseffekt </li></ul><ul><li>Eisbergeffekt </li></ul><ul><li>Rückkopplu...
Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bi...
<ul><li>Beantworten angefallener Fragen </li></ul><ul><li>Zu welchem Thema führst du eine ExpertInnen-Interview durch? </l...
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Expert innen interviews

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  • Wir möchten euch herzlich zur Online-Präsentation und Moderation zum Thema ExpertInnen-Interviews begrüßen! Zu Beginn eine wichtige Frage, die ich euch bitte im chat zu beantworten: können mich alle hören? – ja Dann können wir mit den Informationen zur Präsentation und Moderation beginnen:
  • Wir bitten euch, euch an die Regeln zu halten! Wenn du mit deiner Wortmeldung fertig bist, bitten wir dich, das eindeutig kund zu tun!
  • Wir haben uns für dieses Thema entschieden und auch den Termin der Moderation deshalb so früh gewählt, weil einige von uns bei ihrer Diplomarbeit mit ExpertInneninterviews arbeiten möchten. Da auch im Diplomarbeitskonzept schon die Begründung für die gewählte Forschungsmethode enthalten sein soll, ist diese Präsentation vielleicht für manche von euch eine Hilfestellung. Die Grundfrage lautet: Wer ist überhaupt ein Experte? In der Literatur findet sich dazu folgende Definition: Als Experte wird angesprochen: 1. Wer in irgendeiner Weise Verantwortung trägt für den Entwurf, die Implementierung oder die Kontrolle einer Problemlösung 2. Wer über einen privilegierten Zugang zu Informationen über Personengruppen oder Entscheidungsprozesse verfügt Das heißt: als Experte/in gilt man dann, wenn man auf einem begrenzten Gebiet über ein klares und abrufbares Wissen verfügt Die Annahmen von ExpertInnen gründen sich auf sicheren Behauptungen und die Urteile sind keine unverbindlichen Annahmen Expertenhandeln- und wissen unterscheiden sich vom Alltagshandeln- und wissen. Ob jemand ExpertIn auf einem Gebiet ist, hängt vom jeweiligen Forschungsinteresse ab. Der Experte, die Expertin wird nicht als Einzelfall sondern als Repräsentant einer Gruppe in die Untersuchung miteinbezogen
  • In der Literatur gibt es unterschiedliche Standpunkte, ob ein ExpertInnen-Interview überhaupt eine eigene Methode ist. Es wird kritisch betrachtet, dass ExpertInnenwissen allgemeingültig ist. Die Gefahr ist groß, dass Annahmen, Interpretation und Ausführungen von so genannten ExpertInnen unreflektiert übernommen werden. Je höher der soziale oder berufliche Status der befragten Person ist, desto größer ist diese Gefahr. In jedem Fall handelt es sich bei dieser Art von Interview um eine qualitative Befragung. Es gelten also die selben Regeln wie bei einer qualitativen Befragung: eine möglichst offene Fragestellung, ein grober Leitfaden und eine klare Zielvorstellung. Die Fragen müssen so gestellt werden, dass eine abschließende Evaluierung bzw. ein Vergleich möglich ist und sollten auf das überpersönliche, institutionsbezogene Wissen abzielen. Persönliche Qualifizierungen kommen meist ohnedies zur Sprache. Um die Forderung nach Offenheit qualitativer Forschung zu ermöglichen, sollte man nicht zu sehr am Leitfaden kleben, Ausführungen im falschen Moment nicht unterbrechen, aber themenferne Ausschweifungen verhindern. Der Interviewer muss selbst entscheiden, wann und ob er detailliert nachfragt. Das wichtigste bei einem leitfadengestützten Interview ist die gute Vorbereitung: Man muss sich einen Themenkatalog überlegen und aus diesem seinen Leitfaden entwickeln. Die unterschiedlichen Positionen des Experten müssen bei der Fragestellung berücksichtigt werden. Das heißt, ich muss mir bei jedem einzelnen Interview überlegen, wie ich den Leitfaden auf die jeweilige Person anpasse.
  • Der Interviewte muss vorab darüber informiert werden, dass das Interview aufgezeichnet wird. In vielen Fällen ist es erforderlich, den Namen des Experten zu anonymisieren, damit z.B. Vorgesetzte einzelne Aussagen nicht bestimmten Personen zuordnen können. Dies muss zu Beginn des Interviews dem Teilnehmer mitgeteilt werden, um eine ungezwungene Interviewatmosphäre zu ermöglichen. Beim explorativen Interview geht es darum, ein Untersuchungsgebiet thematisch zu strukturieren und Hypothesen zu generieren. Experten können Teil des Handlungsfeldes sein oder aber eine komplementäre Informationsquelle. Bei dieser Interviewform geht es nicht um Vergleichbarkeit, Vollständigkeit und Standardisierbarkeit von Daten. Das systematisierende Interview orientiert sich auch an exklusivem Expertenwissen. Im Vordergrund steht hier das aus der Praxis gewonnene, reflexiv verfügbare und spontan kommunizierbare Handlungs- und Erfahrungswissen. Der Experte wird als „Ratgeber“ verstanden, der über eni bestimmtes, dem Forscher nicht zugängliches Fachwissen verfügt. Hier steht, anders als im explorativen Interview die thematische Vergleichbarkeit von Daten im Vordergrund. Im theoriegenerierenden Interview geht es um die subjektive Dimension des Expertenwissens. Subjektives Wissen und Handlungsentscheidungen bilden den Ausgangspunkt der Theoriebildung. Wissensbestände, Weltbilder und Routinen, die der Experte in seiner Tätigkeit entwickelt hat, sollen zu einer allgemein gültigen Theorie führen. Die Rolle die man als Interviewer einnimmt, beeinflusst selbstverständlich den Verlauf und das Ergebnis des Interviews. Deshalb werden uns im folgenden damit beschäftigen, wie der Experte den Interviewer wahrnehmen könnte.
  • Wenn der Interviewer als Co-Experte auftritt wird er als gleichberechtigter Partner und Kollege angesehen, mit dem der Experte Wissen und Informationen über das betreffende Fachgebiet austauscht. Oft entwickelt sich das Interview zu einer Fachdiskussion. Um diesen Status bei einem Interview einnehmen zu können, ist eine besonders gründliche Vorbereitung notwendig. Ein Nachteil kann der sogenannte Rückkopplungseffekt sein, der später noch erklärt wird, bzw. kann sich der Experte auf die technisch-fachwissenschaftliche Seite zurückziehen und gibt keine subjektiven Bewertungen weiter. Ein Vorteil: das Engagement des Interviewten, Informationen und Wissen preiszugeben, ist größer wenn ihm ein gleichwertiger Partner gegenübersitzt. Wenn es um die Erhebung von sachdienlicher Information und Fakten geht, wird sich die Interaktion produktiv auswirken. Geht es hingegen um ein theoriegenerierendes Interview (Deutungswissen) kann es problematisch werden. Dem Interviewer als Experten in einer anderen Wissenskultur werden ebenfalls hohe fachliche Kompetenzen und Fähigkeiten unterstellt. Die unterschiedliche berufliche Herkunft des Gesprächspartners aber berücksichtigt. Die Fokussierung entsteht durch das gemeinsame inhaltliche Kerninteresse, es besteht jedoch Klarheit darüber, dass unter der Voraussetzung unterschiedlicher Wissenstände argumentiert wird. Theoriegenerierende und deutungswissensanalytisch Ansätze können von dieser Rollenstruktur im Interview profitieren. Der Nachteil ist, dass fachliches Detailwissen hier seltener zur Sprache kommt. Der Interviewer als Laie kann sowohl willkommen als auch unwillkommen sein. In der Literatur findet man das Laieninterview meist als warnendes Negativbeispiel und Ergebnis einer misslungenen Gesprächsführung. Hier tritt besonders häufig der Paternalismuseffekt auf, der später noch genauer beschrieben wird. Wenn der Befragte der Meinung ist, alles ganz genau erklären zu müssen, kann dies vor allem für Deutungswissensanalysen von Vorteil sein. Nachteile: Die Befragten referieren möglicherweise über Lehrbuchwissen und Belanglosigkeiten, die den Forscher nicht interessieren. Wenn man ein unwillkommener Laie ist, wird das Interview aller Wahrscheinlichkeit nach sehr kurz ausfallen. Wenn man sich selbst als Laie einschätzt, ist das höchstwahrscheinlich keine gute Voraussetzung für die Durchführung eines Interviews. Das Gegenteil vom Laien ist die Wahrnehmung des Interviewers als Autorität. Es gibt zwei Varianten: Der Interviewer erscheint als überlegener Fachexperte Der Interviewer begibt sich in die unter Anführungszeichen „Niederungen“ der Praxis – ausgestattet mit wissenschaftlicher Kompetenz (z.B. ein Universitätsangehöriger) Die Gefahr besteht, dass sich der Befragte in einem Rechtfertigungsdruck befindet und sich selbst vor der vermeintlichen Autorität legitimieren will Tritt der Interviewer als potentizieller Kritiker auf wird ihm die Fähigkeit zur objektiv fachgerechten Beurteilung der besprochenen Sachverhalt und Themen abgesprochen. Er gilt als ideologisch vorbelasteter Vertreter einer bestimmten unerwünschten Weltanschauung. Es ist ihm nicht zu trauen, weil er seine Erkenntnisse nicht in den Dienst neutraler Wissenschaft stellt. Nimmt man im Interview die Komplizenposition ein, wird man als Mitstreiter angesehen und wird dadurch zur Vertrauensperson, der Geheimnisse anvertraut und versteckte Strategien erläutert werden. Die Komplizenschaft wird in der Regel über die Definition eines gemeinsamen Kontrahenten hergestellt. Der Vorteil ist der Zugang zu vertraulichen Informationen. Beim Durchführen von Experteninterviews für eine Diplomarbeit ist es sehr wahrscheinlich, dass man entweder als Co-Experte, Experte einer anderen Wissenskultur oder aber auch als Laie auftritt. In einzelnen Fällen kann auch die Autoritätsposition zu tragen kommen (wenn zum Beispiel SchülerInnen oder Personen aus anderen Bildungsschichten interviewt werden)
  • Während der Durchführung von Interviews kann es zu zahlreichen Problemen bzw. Effekten kommen, die meist jedoch nicht in dieser reinen Form, wie sie im folgenden beschrieben wird, auftreten. Man sollte jedoch über die Tatsache, dass es diese Effekte gibt, Bescheid wissen, um die eigene Rolle im Interview entsprechend anpassen bzw. verändern zu können. Der Paternalismuseffekt tritt besonders häufig auf, wenn jüngere Frauen ältere Männer interviewen. Der Interviewpartner nimmt eine väterliche Rolle ein und diskriminiert unbeabsichtigt den Interviewer in seiner Rolle als Experten. Die Forscherin gilt als „akzeptabel inkompetent“. Der Vorteil ist, dass der Interviewpartner davon ausgeht, Dinge gründlich erklären zu müssen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Der Interviewpartner gibt Informationen oder Wissen, das er hat nur gefiltert preis, weil er davon ausgeht, dass das Gegenüber ihn sowieso nicht versteht. Je nach Einstellung des Interviewers kann er dieses zu seinem Vorteil nutzen oder aber beleidigt reagieren. Der Katharsiseffekt ist zu beobachten, wenn der Befragte seiner beruflichen Unzufriedenheit Luft macht. Er bleibt nicht beim Thema, sondern schweift ab und geht nicht auf die Fragen des Interviewers ein. Er wechselt vom Experten in die Rolle der Privatperson. Versucht der Interviewer wieder zum Leitfaden zurückzukehrern, wird das oft als Desinteresse an der Person des Interviewten gewertet und kann zum Eisbergeffekt führen. Der Eisbergeffekt beschreibt Desinteresse und zögerliche Auskunftsbereitschaft und kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Wenn der Experte z.B. kein echter Experte ist und sich bei der Thematik nicht gut genug auskennt. Oder der Experte will erst überprüfen, ob der Interviewer überhaupt genügend Fachkompetenz besitzt, dass er es wert ist, von ihm befragt zu werden. Beim Rückkopplungseffekt will der Befragte die Rollen umdrehen und stellt seinerseits Fragen. Er macht den Interviewer zum Ko-Experten. Wenn man die Fragen abblockt, läuft man Gefahr, unhöflich zu sein. Bei Tolerierung erhält man möglicherweise die gewünschten Informationen nicht. Beides kann zum Scheitern eines Interviews führen. Beim Profilierungseffekt will der Befragte seine Kompetenz beweisen. Auch hier besteht die Gefahr, dass der Befragte das Interview als Privatperson dominiert.
  • Wir bitten euch, euch an die Regeln zu halten! Wenn du mit deiner Wortmeldung fertig bist, bitten wir dich, das eindeutig kund zu tun!
  • Expert innen interviews

    1. 1. <ul><li>ExpertInnen-Interviews </li></ul>Astrid Gerö, Barbara Würzelberger
    2. 3. Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    3. 4. <ul><li>klares und abrufbares Wissen auf einem begrenztem Gebiet </li></ul><ul><li>Urteile stützen sich auf Tatsachen </li></ul><ul><li>Einbeziehung nicht als Einzelfall, sondern als Repräsentant einer Gruppe </li></ul>Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    4. 5. <ul><li>In der Literatur zahlreiche Hinweise auf Gefahren dieser Methode </li></ul><ul><li>Qualitative Forschungsmethode </li></ul><ul><li>Vorbereitung ist alles – Leitfaden muss gut durchdacht sein </li></ul><ul><li>Berücksichtigung der Position des/der Experten/Expertin </li></ul>Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    5. 6. <ul><li>Eventuelle Anonymisierung des/der Experten/Expertin </li></ul><ul><li>Interviewformen (explorativ, systematisierend, theoriegenerierend) </li></ul><ul><li>6 unterschiedliche Rollentypen der/der Interviewers/Interviewerin </li></ul>Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    6. 7. Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    7. 8. <ul><li>Paternalismuseffekt </li></ul><ul><li>Katharsiseffekt </li></ul><ul><li>Eisbergeffekt </li></ul><ul><li>Rückkopplungseffekt </li></ul><ul><li>Profilierungseffekt </li></ul>Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    8. 9. Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!
    9. 10. <ul><li>Beantworten angefallener Fragen </li></ul><ul><li>Zu welchem Thema führst du eine ExpertInnen-Interview durch? </li></ul><ul><li>Wo siehst du die Probleme in diesem speziellen Fall? </li></ul><ul><li>In welche Fallen darf derjenige/diejenige nicht tappen? </li></ul><ul><li>Wo liegen die Vorteile in diesem speziellen Fall? </li></ul><ul><li>Ist es im konkreten Fall wirklich sinnvoll, ein ExpertInnen-Interview einzusetzen, oder gibt es bessere Möglichkeiten? </li></ul>Solltest du jetzt erst in die Präsentation eingestiegen sein, geh bitte in den Privatchat mit Astrid, sie gibt dir alle bisher erwähnten Informationen!

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