Dörte Stahl
Trainings, Seminare, Vorträge
Train-the-Trainer | Medienpädagogik | Medien- und IT-Seminare
Lernallee.de
Hando...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 2 von 9
(Musik hören, Videos und/oder Fotos anschauen), 20 % der Online-Aktiv...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 3 von 9
Digitale Medien ermöglichen und erleichtern die Darstellung von Inhal...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 4 von 9
Es kann also sinnvoll / sicherer sein, wenn man (nur) Geräte verwende...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 5 von 9
mit Jugendlichen, so kann man Absprachen treffen):
http://www.typogra...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 6 von 9
In Blogs erscheinen Beiträge chronologisch untereinander (neuester zu...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 7 von 9
Arbeiten mit Videos
Wie Fotos sind sie ein Mittel der Social Media Ko...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 8 von 9
Aufwendigere Projekte
Wie wäre es heute?
Hier kann man alle digitalen...
Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 9 von 9
D. Weitere Informationen
Informationen zur digitalen Medien, Privatsp...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Social Media in der kirchlichen Jugendarbeit

575 Aufrufe

Veröffentlicht am

Handout zum Workshop „Social Media in der kirchlichen Jugendarbeit“
WhatsApp, Facebook & Co: Welche Kommunikationskanäle nutzen Jugendliche heute und wie setzt man sie sinnvoll in der Jugendarbeit ein?

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
575
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
135
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
3
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Social Media in der kirchlichen Jugendarbeit

  1. 1. Dörte Stahl Trainings, Seminare, Vorträge Train-the-Trainer | Medienpädagogik | Medien- und IT-Seminare Lernallee.de Handout zum Workshop „Social Media in der kirchlichen Jugendarbeit“ WhatsApp, Facebook & Co: Welche Kommunikationskanäle nutzen Jugendliche heute und wie setzt man sie sinnvoll in der Jugendarbeit ein? A. Nutzungsverhalten 1. Welche sozialen / digitalen Medien werden von Jugendlichen (heute) genutzt? Natürlich gilt grundsätzlich: „Die Jugendlichen“ gibt es nicht. Was Jugendliche nutzen hängt u.a. vom sozialen Umfeld, der Ermöglichung durch Erziehungsberechtigte und den technischen Möglichkeiten ab. Übergreifende Hinweise (die sich oft mit Erfahrungen in der Jugendarbeit decken) gibt die repräsentative JIM-Studie 2015 (Jugend, Information, (Multi-) Media; Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland) des Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, mpfs (siehe http://www.mpfs.de/index.php?id=676). In ihrer Allgemeinheit und ihrer Frageauswahl ist diese Studie nicht unumstritten. Die JIM-Studie erfragte die Nutzungshäufigkeit von vorgegebenen Anwendungen (YouTube war als Antwort nicht vorgesehen). Nach Auskunft der Jugendlichen wird WhatsApp am meisten genutzt (85 % nutzen diese App täglich), es folgen Online-Communities allgemein (39 %) bzw. Facebook (38 % täglich, 51 % mehrmals pro Woche). E-Mail spielt eine geringere Rolle: Täglich versenden oder empfangen nur 23 % der Jugendlichen Mails, mehrmals pro Woche sind es 55 %. Dienste und Communities wie Snapchat (23 % täglich, 31 % mehrmals pro Woche), Kommunikation in Online-Spielen, Skype, Twitter oder Google plus spielen kaum eine Rolle. Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest / JIM-Studie 2015, S. 32. Am meisten und am liebsten – zwei Welten Eine andere Frage (ohne Antwortvorgabe) war „Und was nutzt Du im Internet am liebsten?“ 61 % der Jugendlichen nutzen am liebsten YouTube (Jungen 67 %, Mädchen 54 %), danach folgen Facebook (36 %) und WhatsApp (29 %). Je älter die Jugendlichen sind, desto mehr wird Facebook am liebsten genutzt. Alle anderen Dienste und Angebote werden kaum genannt: Google (14 %), Instagram (13 %), Amazon, Wikipedia, Twitter (je 3 %), Skype, Tumblr und Spotify (je 2 %). Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest / JIM-Studie 2015, S. 31f. 2. Wie werden soziale / digitale Medien (heute) genutzt? In der JIM-Studie 2015 sollten die Jugendlichen einschätzen, wie hoch der Anteil ihrer Online-Nutzung ist, der auf die Bereiche Kommunikation, Spielen, Informationssuche und Unterhaltung entfällt. 40 % der Online-Zeit wird für Kommunikation, wie Austausch in Communities, Chat oder Mail genutzt, danach folgt mit 26 % die Nutzung zur Unterhaltung
  2. 2. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 2 von 9 (Musik hören, Videos und/oder Fotos anschauen), 20 % der Online-Aktivitäten machen das Spielen aus und 14 % fallen auf den Bereich Informationssuche. Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest / JIM-Studie 2015, S. 31. Da YouTube so gerne von Jugendlichen genutzt wird, stellte die JIM-Studie die Frage, was sie dort sehen / machen. Das Anschauen von Musikkanälen, lustigen Clips, Tutorials und Let’s play Videos liegt ganz weit oben. Für die Jugendarbeit ist es hingegen interessant zu wissen, dass nur 1 % der Mädchen und nur 5 % der Jungen eigene Videos einstellen. Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest / JIM-Studie 2015, S. 36. Ähnliches gilt für das Agieren in Online-Communities (zu denen auch WhatsApp gezählt wird). Am häufigsten werden Nachrichten versendet (Mädchen 86 %, Jungen 85 %), danach folgt das Chatten (64 % der Mädchen, 65 % der Jungen) und Liken (Mädchen 66 %, Jungen 62 %). 22 % der Jungen und 12 % der Mädchen posten Links. Fotos und Videos stellen 15 % der Mädchen und 12 % der Jungen ein. Tätigkeiten, die Schreiben oder ein „mehr“ an Initiative erfordern, werden wenig ausgeübt: Statusmeldungen posten nur 9 % der Mädchen und 6 % der Jungen (Schreiben, was man gerade so macht; nicht erfragt wurde, wie oft Fotos /Selfies versendet / gepostet werden, die zeigen, was man gerade so macht), auf andere Pinnwände schreiben 6 % der Mädchen und 5 % der Jungen. Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest / JIM-Studie 2015, S. 37f. Medienkompetenz und Internetnutzung Der Erfahrungsbericht von Renato Hüppi über einen Oberstufenklassen Workshop zum Umgang mit digitalen Medien gibt einen ähnlich Einblick in das Nutzungsverhalten: Jugendliche sind online viel unterwegs und haben einen leichten Zugang zu allen Anwendungen. Aber: Eine kompetente Nutzung, die das selbständige Erstellen eigener, bestenfalls sogar reflektierter Inhalte umfasst, ist oft nicht gegeben. „Allgemein zeigte sich, die Jugendlichen sind fit mit vielen Anwendungen. Sowohl im Umgang mit Hard- sowie Software. Sie kennen und begreifen Neues intuitiv. Jedoch wurde auch klar, ihr Wissen ist oft auf gewisse Funktionalitäten, teils sogar innerhalb einer Anwendung, beschränkt … Auch ein Bild vom Internet auf den PC zu speichern, wieder zu finden und es in den Blog einzufügen, war für viele eine Herausforderung. Abgesehen davon, war es für viele anspruchsvoll einen kurzen Text zu verfassen. Deshalb wählten einige Jugendliche das Spielen und Filmen eines kurzen Theaterstücks. Dieses funktionierte intuitiver.“ (Quelle: http://medienblog.doj.ch/ueber-die-herausforderung-mit-jugendlichen-im-rahmen-von- schulworkshops-zu-bloggen/, Workshopblog: https://ojaoerlikon.wordpress.com/) „Bilder sind die neuen Worte“ Jugendliche schreiben vergleichsweise ungern, wenn sie mit Social Media arbeiten. „Schreiben ist Schule“ sagte mir einmal ein 13jähriger. In der Studie „Jugendliche Bilderwelten im Internet“ von saferinternet.at (die auf Deutschland übertragbar ist) wurden 507 Kinder und Jugendliche von 8-17 Jahren zu ihrem Umgang mit Bildern im Netz befragt. Danach haben 89 % der Befragten schon Fotos oder Videos digital bearbeitet, 88 % teilen zumindest jede Woche ein Bild. Verbreitet werden Bilder / Filme hauptsächlich via WhatsApp (89 %), Facebook (59 %) und Instagram (51 %). Am meisten werden Fotos von sich selbst (68 %) oder von Freund_innen (57 %) gemacht. (Die Ergebnisse der Studie und weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.saferinternet.at/news/news-detail/article/aktuelle-studie-zum-umgang-von- kindern-und-jugendlichen-mit-bildern-im-internet-567/
  3. 3. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 3 von 9 Digitale Medien ermöglichen und erleichtern die Darstellung von Inhalten (Sachinhalte, Gefühle, Meinungen) mit gesprochener Sprache, Bildern und Filmen. Für die außerschulische Jugendarbeit kann dies sinnvoll genutzt werden. Zwei Voraussetzungen hat die Arbeit mit Bildern und Social Media jedoch: 1. Wir Erwachsenen müssen lernen uns mit Bildern zu unterhalten (viele Jugendliche können das). 2. sind die rechtlichen Rahmenbedingungen (Recht am eigenen Bild, Urheberrechte) unbedingt zu beachten. Fazit Nutzungsverhalten: Jugendliche nutzen das Internet /die sozialen Medien stark zum Austausch und zur passiven Unterhaltung (man lässt sich unterhalten). Eine kreative Nutzung und eine Nutzung zur Erstellung / Produktion eigener Inhalte, die mehr als „einfache“ Selbstdarstellung (Selfie oder ‚Wo bin ich gerade‘) ist, spielt bei der Internetnutzung eine recht geringe Rolle. Dennoch: Bekommen sie einen Anstoß zur aktiven / kreativen Nutzung, bei dem sie bestenfalls Fotos, Videos oder Audio einsetzen können, sind sie meist mit Begeisterung dabei. Sie lernen sich (Gedanken, Gefühle, Meinungen, Erfahrungen) in der digitalen Welt komplexer darzustellen und bereichern damit ihr Leben in digitalen Räumen. WhatsApp wird momentan sicher am meisten genutzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Jugendlichen nicht Freude an der Entdeckung anderer Plattformen haben. Zudem bieten sozialen Medien die Möglichkeiten, Inhalte anderer Plattformen, wie zum Beispiel YouTube Videos, einzubinden oder zumindest darauf zu verlinken. B. Voraussetzungen für den Einsatz digitaler /sozialer Medien in der Jugendarbeit Technisch und rechtlich sollten alle Jugendlichen die gleichen Möglichkeiten haben. Darf jemand WhatsApp, Facebook oder anderes nicht nutzen oder hat jemand kein Smartphone (all das gibt es), so kann die Arbeit nicht mit solchen Diensten oder Geräten durchgeführt werden. WhatsApp sieht in seinen AGBs zwar eine Altersbeschränkung „ab 16 Jahren“ vor, jedoch ist diese App in den App-Stores ohne Beschränkung zu erhalten. Daher können sich auch Jüngere diese App installieren. Allerdings sollte das von Eltern erlaubt werden. Bei Facebook ist das Mindestalter 13 Jahre. Da man sein Geburtsdatum angeben muss kann Facebook nur mit Jugendlichen ab 13 genutzt werden, auch hier sollte die Erlaubnis der Eltern vorliegen. Registrieren sich jüngere Jugendliche, haben bei ihrem Geburtsdatum gelogen. Bei vielen Social Medien Angeboten müssen die Jugendlichen sich registrieren um sie zu nutzen. Bei unter 16jährigen kann es sinnvoll sein, die Einwilligung der Eltern vor der Registrierung einzuholen. Ein „Registrieren und Loslegen“ kann daran scheitern, dass die Jugendlichen per Mail einen Bestätigungslink anklicken müssen, sie aber leider gerade nicht auf ihre Mails zugreifen können (Passwort vergessen). Für das Erstellen digitaler Inhalte genügt oft ein Smartphone. Die Qualität von Fotos, Filmen und Audioaufnahmen ist in der Regel absolut ausreichend. Was jedoch bei der Nutzung von eigenen Smartphones Jugendlicher beachtet werden sollte: Filmen / fotografieren sich Jugendliche gegenseitig kann es passieren, dass gerade die Erstversuche und misslungene Versuche gegen den Willen der Fotografierten / Abgebildeten verbreitet werden. Dies ist eine klare Rechtsverletzung (Recht am eigenen Bild).
  4. 4. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 4 von 9 Es kann also sinnvoll / sicherer sein, wenn man (nur) Geräte verwendet, die man kontrollieren kann. Für das Bearbeiten (wie Schnitt) von Audioproduktionen und Videos sind Desktop-PC, Notebook oder Tablets sinnvoll, denn die Nachbearbeitung auf Smartphones ist nicht einfach. Auch Fotos lassen sich so oft besser / einfacher / genauer bearbeiten. C. Wie kann man soziale Medien sinnvoll in der Jugendarbeit einsetzen: Möglichkeiten, Beispiele, Ideen Wie man WhatsApp nutzen kann  Zur rein organisatorischen Klärung von Terminen und Orten. Hierfür gründet man eine WhatsApp-Gruppe. Ebenso wie zum Verbreiten von digital erstellten Inhalten (Links oder Fotos versenden). Die Jugendlichen haben so die Möglichkeit ihre Arbeiten an ihre WhatsApp-Kontakte weiterzugeben. Probleme bei der Nutzung: Meist liegen die Probleme im massiven Gebrauch von WhatsApp, es wird auf alles reagiert, auch wenn es unnötig oder unterwünscht ist. Manchmal ist auch ein rüder Tonfall (auch Beleidigungen der Jugendlichen untereinander) schwierig. Hier hilft: Regeln aufstellen – gemeinsam mit den Jugendlichen. Dabei kommt immer heraus, dass die Jugendlichen nicht gespamt werden möchten / keine unnützen Nachrichten bekommen möchten, dass Jugendliche nicht beleidigt werden möchten. Kurze knappe Regeln (die die Jugendlichen auch in Emojis übersetzen können, das macht ihnen Spaß) kann man immer mal wieder ansprechen.  Zum Verbreiten von digital erstellten Inhalten (Links oder Fotos versenden). Die Jugendlichen haben so die Möglichkeit ihre Arbeiten an ihre WhatsApp-Kontakte weiterzugeben.  Zur inhaltlichen Vorbereitung auf das nächste Treffen ein Foto an die Gruppe versenden und mit einer Frage versehen. Z.B.: „Am Dienstag geht es ja um XY. Was kann dieses Foto mit XY zu tun haben? Hast du ein Foto das zeigt, was du mit XY verbindest?“ So können Sie Aktivität in die Gruppe bringen.  Reihum schreibt jede / jeder einen Abschluss in der WhatsApp-Gruppe nach dem Konfirmandenunterricht, am Abend einer Jugendfreizeit (eine Zusammenfassung, was mir heute besonders gut gefallen hat, was ich über morgen denke ...).  Eine Fotostory erstellen (siehe unten) und die einzelnen Fotos der Geschichte täglich (oder in regelmäßigen Abständen) an die Gruppe senden.  Mit Texten arbeiten: Die Weihnachtsgeschichte (oder jede andere Geschichte) in WhatsApp-Häppchen und mit entsprechenden(!) Emojis versehen. Oder eine ganze Geschichte in Emojis erzählen. Beispiel (Kurzzusammenfassungen Romane): http://lakritza- blog.weebly.com/blog/weltliteratur-goes-emoji-teil-6 Sprichwörter in Emojios übersetzt: http://lakritza-blog.weebly.com/blog/weltliteratur- goes-emoji-teil-5 Liste mit Bedeutungen von Emojis (Die Bedeutungen können variieren; nutzt man sie
  5. 5. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 5 von 9 mit Jugendlichen, so kann man Absprachen treffen): http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/unicode-emoji-deutsch Wie man Facebook nutzen kann Voraussetzung ist ein persönlicher Facebook-Account. Für das gemeinsame Arbeiten bietet Facebook zwei Möglichkeiten:  Facebook-Gruppen gründen: Gründen Sie eine geschlossene Gruppe – die Gruppe ist auffindbar aber nur Mitglieder können die Beiträge lesen – oder eine geheime Gruppe – diese Gruppe ist nicht auffindbar- gründen. In Facebook-Gruppen können Sie grundsätzlich all das machen, was Sie auch mit WhatsApp machen können. Der Hauptunterschied liegt darin, dass unmittelbar zu Beiträgen kommentiert / diskutiert werden kann; eine Diskussion also besser zu verfolgen ist als in einer WhatsApp-Gruppe. Diskussionen in Facebook-Gruppen nutzen: Sie können in Facebook-Gruppeneinträgen aktuelle Fragen diskutieren (Meinungen erfragen) oder mit Bildern / Fotos diskutieren (siehe oben WhatsApp ‚ein Foto an die Gruppe senden‘).  Facebook-Seiten gründen: Facebook-Seiten sind grundsätzlich öffentlich, also für alle sichtbar und für alle kommentierbar. Die Jugendlichen fügt man als „Moderator“ hinzu. Sie können so Beiträge schreiben aber beispielsweise keine Werbeanzeigen schalten. Facebook-Seiten werden normalerweise von Organisationen / Unternehmen oder Personen des öffentlichen Lebens zur Darstellung ihrer Arbeit genutzt. Jedoch kann man mit Facebook-Seiten chronologische Geschichten erzählen, da man die Beiträge vor- und zurückdatieren kann. Sie können also die Weihnachtsgeschichte mit Social Media Mitteln im Sommer vorbereiten / erstellen; wenn Sie die Beiträge auf Dezember (sogar mit Uhrzeit) vordatieren, erscheinen dieses dann auf der Facebook-Seite. So lassen sich historische Geschehnisse und Geschichten mit zeitgemäßen Mitteln darstellen. Das Erzählen kann angereichert werden mit oder ausschließlich bestehen aus Fotos und Videos. Für Jugendliche sind Facebook-Seiten u.a. interessant, weil alle, die bei Facebook sind, mitlesen können (viele Eltern, Verwandte nutzen Facebook, man kann ihnen also leicht zeigen, was man vollbracht hat). Auch die Likes und Kommentare, die einzelne Beiträge bekommen können, können eine Motivation sein (oder frustrieren, wenn sie ausbleiben). Eine Facebook-Seite können Sie nach Abschluss eines Projekts wieder löschen. Mit Blogs arbeiten In das Publizieren mit Blogs muss man sich etwas einarbeiten. Eine große Plattform ist Wordpress.com. Eine Registrierung ist Voraussetzung zur Nutzung. Eine andere Plattform ist blogger.com, sie gehört zu Google; Voraussetzung zur Nutzung ist ein Google-Konto. Bei beiden Anbietern man kann einstellen, dass der Blog nur für Personen sichtbar ist, die beim Blog (nicht Anbieter) angemeldeten sind. So lassen sich die Inhalte der Jugendlichen nur für sie selbst sichtbar machen.
  6. 6. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 6 von 9 In Blogs erscheinen Beiträge chronologisch untereinander (neuester zuerst). In die Beiträge kann man Fotos und Videos Einbinden (einbetten).  Blogs eignen sich wie Facebook-Seiten zum Erzählen von Geschichten (auch hier können Beiträge vor- und zurückdatiert werden. Ein Beispiel ist die Aufarbeitung der Diskussionen in der Frankfurter Paulskirche 1848 (leider ohne Bilder): https://paulskirchenprojekt.wordpress.com/  Der chronologische Aufbau ermöglicht auch das Erstellen von Magazinen / Nachrichtenwebsites. Es gibt Schülerzeitungen, die so erstellt werden: http://www.volltreffer-online.de/. Sie könnten aber auch ein Magazin zum Leben Luthers und ähnliches erstellen. Arbeiten mit Fotos Fotos sind ein Mittel der Social Media Kommunikation. Erstellt man Fotos mit Jugendlichen so sollte man die Ergebnisse online verfügbar machen. Für die Jugendlichen ist das sehr motivierend, weil sie zeigen können, was sie gemacht haben.  Fotowettbewerb / Challenge (braucht natürlich keinen Wettbewerbscharakter) zu verschiedenen Themen, z.B. Nächstliebe: Nächstenliebe ist für mich … Ich zeige Nächstenliebe wenn ich … Ich komme gerne zum Jugendtreff, weil …. Solche „Wettbewerbe“ können explizit ohne Text (pantomimisch) oder auch mit fotografiertem Text (man hält ein Blatt mit geschriebenem Text vor oder neben sich) durchgeführt werden. Bei einem Fotowettbewerb können auch Figuren fotografiert werden (das erspart rechtliche Probleme), z.B. Unterwegs mit Luther: http://www.ekmd.de/aktuell/social-media/27644.html Die Fotos verbreitet man dann auf einer Website, einem Blog, in einem sozialen Netzwerk.  Fotostorys: Mit Fotos und kurzen Texten in Sprechblasen oder Bildbeschriftungen eine Geschichte erzählen (z.B.: Der barmherzige Samariter. Wie kam es zu Luthers Thesen?). Die Fotos können mit Smartphones / Digitalkameras aufgenommen werden. Beschriften kann man sie mit Word oder Powerpoint, in Powerpoint kann man sie zusammenstellen (je Foto eine Folie). Es gibt auch Apps wie PicCollage, mit denen man Fotostorys erstellen kann. Weitere Hinweise und Anleitungen finden Sie hier: http://padlet.com/mail151/fotostory Die Fotostorys kann man dann auf einer Website, einem Blog, in einem sozialen Netzwerk verbreiten.  Sozialraumfotografie: Jugendliche können ihren Sozialraum mittels Fotos sehr gut erkunden. Themen können beispielsweise sein: Hier finde ich Ruhe, hier fühle ich mich sicher, Nächstenliebe gibt es in meinem Stadtteil hier (Das kann vom Supermarkt über einen Spielplatz bis zur Caritaseinrichtung alles Mögliche sein.) Wie bei allen Fotoprojekten: Die Fotos sollten im digitalen Räumen verbreitet werden.
  7. 7. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 7 von 9 Arbeiten mit Videos Wie Fotos sind sie ein Mittel der Social Media Kommunikation. Erstellt man Videos mit Jugendlichen so kann man die Ergebnisse online verfügbar machen. Meist werden Videos auf YouTube hochgeladen und von dort aus verbreitet. Das Arbeiten mit Videos hat den Vorteil, dass die Jugendlichen vielfältige Aufgaben übernehmen (Handlung / Geschichte herausarbeiten, Requisiten organisieren, filmen, darstellen, Bearbeitung von Filmen, Verbreitung von Filmen …). Sie können sich daher meist gemäß ihren Fähigkeiten und Vorlieben einbringen.  Jede Art von Schauspiel / Rollenspiel / Musik / Gesang eignet sich für Videos, ob vorgegebene Geschichten oder selbst erzählte. Ein ‚Social Media Video‘ zu produzieren bedeutet aber meist, dass man nicht einfach ein Schauspiel filmt, sondern die Kameraperspektiven wechselt und mit Schnitten arbeitet. Beispiele: Happy https://www.youtube.com/watch?v=1qO2OHbnvYU , Mobbing https://www.youtube.com/watch?v=kQpppiL_GPQ  Nachrichtensendungen: Sie können Sendungen zu einem Thema (verschiedene Beiträge, die das Thema beleuchten, gerne auch Außenaufnahmen und Reportagen) erstellen oder auch mit Videos Geschichten erzählen und so historische Ereignisse aufarbeiten (vom neuen Statistikgesetz des Kaisers Augustus bis zur Wohnungsnot in Bethlehem; von Luthers Sachbeschädigung bis zu seiner „Entführung“... all das können Nachrichten sein).  Reportagen erstellen: Jugendliche berichten über Personen, Institutionen, Berufe. Sie führen Interviews durch und stellen filmisch Räume, Gebäude … dar.  Erklärvideos / Legevideos (das kann recht aufwendig sein): Hier bastelt man zunächst Papierfiguren und Gegenstände und schreibt etwas Text. Das wird dann nach und nach auf (beispielsweise) eine Tischplatte gelegt und wieder weggenommen. Diese Bewegungen werden gefilmt und später zusammengeschnitten. Dann wird Text zu dem Video eingesprochen. Beispielvideos: die Pest: https://www.youtube.com/watch?v=8NZ03ZiVgME, Zivilcourage: https://www.youtube.com/watch?v=B7W3egSJjCo . Mit Comics und Audio kreativ sein Hier finden Sie einigen Hinweise, die sich mit der projektorientierten Arbeit von Comics und Audio (Interviews, Hörspiele, Hörgeschichten) beschäftigen. http://pb21.de/2012/10/comics-und-cartoons-selber-machen-teil-i-ein-uberblick-fur- kreative-bildungsarbeit/ http://pb21.de/2012/10/webtalk-comics-bildungsarbeit/ http://www.zuhoeren.de/home/projekte.html http://www.hoerspiel-karaoke.de/ http://www.audiyou.de/beitrag/how-to-hoerspiel-55.html http://pb21.de/category/dienste-werkzeuge/audio-podcasting/
  8. 8. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 8 von 9 Aufwendigere Projekte Wie wäre es heute? Hier kann man alle digitalen Medien und Dienste einsetzen. Man kann sich beim Erzählen jedoch auch auf einen Kanal beschränken. Beispiel für eine professionelle digitale Erzählung unter Einsatz diverser Internetdienste (zur Umsetzung braucht man ein Screencast-Programm): „Die Weihnachtsgeschichte überraschend erzählt in den Onlinewelten von Social Media“ https://vimeo.com/82154406 In dieser umfangreichen Form sicher in der Jugendarbeit kaum zu bewältigen, aber als Inspiration, wie man online Geschichten erzählen kann nützlich. Weitere Möglichkeiten: Wie hätte Luther seine Thesen heute verbreitet? Per Video, per Foto (aber ‚wie‘, wie hätte er seine Thesen in Szene gesetzt), per WhatsApp-Nachricht (welche Emjois hätte er genutzt), per Blogbeitrag, auf einer Facebook-Seite oder mittels eines privaten Facebook-Profils …? Flashmop Ein Flashmob ist ein kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf in der Öffentlichkeit, bei dem sich die Teilnehmer (manchmal) persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Die Aktion wird in aller Regel von mehreren Kameras (mehrere Perspektiven) gefilmt und im Netz über Communities verbreitet. Singt eine Gruppe von Menschen anscheinend zufällig zusammen ein Weihnachtslied in einer Einkaufsstraße ist das ein Flashmop. Eine Art Flashmop könnte auch ein Krippenspiel sein oder das gemeinsame Singen. Beispiele: Luther-Flashmop, gemeinsames Singen „Eine feste Burg ist unser Gott“ (http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Flashmob-auf-der- Wartburg-Singen-fuer-Luther-1119535293 ), Kein-Essen-für-den-Eimer-Flashmop von Misereor Aachen (https://www.youtube.com/watch?v=kLuEqr7lHTY), Flashmop im Sonntagsgottesdienst im Bistum Münster (https://www.youtube.com/watch?v=Vp95ZShYqJg) Flashmops brauchen recht viel Vorbereitung. Es ist nicht überall erlaubt, einen Flashmop durchzuführen (z.B. ein Bahnhof ist ein privates Gebäude, hier müsste man eine Genehmigung einholen). Dennoch ist es eine gute Verbindung aus Aktivität in geografischen und digitalen Räumen.
  9. 9. Dörte Stahl - http://www.lernallee.de/ Seite 9 von 9 D. Weitere Informationen Informationen zur digitalen Medien, Privatsphäre, Datenschutz, sichere Nutzung, zum Teil Ideen für Projekte, pädagogisches Material zum Bestellen: http://www.klicksafe.de/, https://www.handysektor.de/ Beschreibungen von Apps, Software, Projekten, Tipps und Tricks: https://www.medienpaedagogik-praxis.de/ Multiplikatorenportal für maßvollen Computerspiel- und Internetgebrauch mit vielen nützlichen Tipps: http://www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de/ Vielen Dank – schön, dass Sie dabei waren. Herzliche Grüße und bis bald, Dörte Stahl Impressum: Dörte Stahl www.lernallee.de Kunkelsberg 20 45239 Essen Mail:mail@lernallee.de Umsatzsteuer-ID: DE 219 362 389 Dörte Stahl Trainings, Seminare, Vorträge Train-the-Trainer | Medienpädagogik | Medien-Seminare Lernallee.de

×