Leseprobe Studie "Enterprise 2.0 Watch"

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Social Media sind ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Kommunikation, deren Bedeutung längst auch von Unternehmen erkannt wurde. Enterprise 2.0 verspricht vereinfachte Kommunikation und Kollaboration, Informationsaustausch und Wissensmanagement. Damit wird Social Software für Unternehmen zunehmend interessant – was auch die gestiegene Anzahl von Social-Software-Anbietern unterstreicht. Doch welche Rolle spielen Social-Software-Plattformen tatsächlich? Welche Plattformen werden in der Öffentlichkeit besonders häufig thematisiert? Und welche Einstellungen und Meinungen dominieren bei den Nutzern und Medien?

Antwort auf diese Fragen liefert die gemeinsame Studie Enterprise 2.0 Watch der Kommunikationsagentur Kuhn, Kammann und Kuhn GmbH und der scm, die im Zeitraum von August 2012 bis Januar 2013 durchgeführt wurde.

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Leseprobe Studie "Enterprise 2.0 Watch"

  1. 1. enterprise 2.0 watchEnterprise 2.0 MS SharePoint AkzeptanzSocial Software IBM Connections E 2.0 WatchSocial Business Features Jive VeränderungNutzerfreundlichkeit Yammer MehrwertBedenken Salesforce Kollaboration SocialNetwork Podio Social Intranet PartizipationJust Connect Interne Kommunikation 2.0Unternehmen Telligent Early AdopterManagement Socialcast UnternehmenskulturConfluence Wissensmanagement InnovationApps Prozesse Communote Support BlogUse Case immer-uptodate Tag CloudTopics Dialog
  2. 2. Herausgeber:Lars Dörfel, scmCarsten Rossi, Kuhn, Kammann & KuhnAutor:Dirk Kleemannenterprise 2.0 watch
  3. 3. Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. JedeVerwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohneZustimmung der scm c/o prismus communications GmbH unzulässig undstrafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikro-verfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische(n)Systeme(n).Weichselstraße 610247 BerlinTel. 030 47989789Fax: 030 47989800www.scmonline.deRedaktion: Nicole Gatz, Theresa SchulzSatz und Layout: Jens GuischardAlle Rechte vorbehalten.© scm c/o prismus communications GmbH, Berlin 20131. Auflage: Mai 2013ISBN: 978-3-940543-30-1
  4. 4. SummaryZiel der Studie ist die Darstellung der Wahrnehmung von Social-Software-Platt-formen vor dem Hintergrund des Share of Voice durch Nutzer, die wichtigstenMultiplikatoren sowie Online-Medien. Gegenstand der Untersuchung ist somitdie beobachtbare Onlinekommunikation über Social-Software-Plattformen.Folgende Social-Software-Plattformen wurden in die Untersuchung einbezo-gen (alphabetisch): COMMUNOTE, CONFLUENCE, COYO, IBM CONNEC-TIONS, IMMER-UPTODATE, JIVE, JUST CONNECT, PODIO, SALESFORCE,SHAREPOINT, SOCIALCAST, TELLIGENT und YAMMER.Vor allem SHAREPOINT und YAMMER dominieren die Kommunikation, ge-folgt von SALESFORCE. IBM CONNECTIONS, PODIO und JIVE teilen sichdie weiteren Plätze.SHAREPOINT profitiert noch stark von seiner – historisch bedingt – gutenMarktstellung, steht durch Mitbewerber aber stark unter Druck.In der Bewertung der Tonalität schneiden insbesondere IBM CONNECTIONSund SALESFORCE gut ab.Des Weiteren erfolgen Aussagen zu den Anbietern aus dem deutschsprachigenRaum, zu verschiedenen Nutzungsszenarien und der Nutzung in verschiedenenBranchen.
  5. 5. Inhaltsverzeichnis1 Vorbemerkungen 91.1 Soziale Netzwerke 91.2 Motivation und Ziele der Studie 101.3 Studiendesign 111.4 Das Analyse-Tool talkwalker 121.5 Aufbau der Studie 132 Social Software 152.1 Was Social Software mit Social Media zu tun hat 152.2 Social-Software-Kategorien 163 Untersuchungsergebnisse 213.1 Quantitativer Überblick 213.2 Einstellung zu Social-Software-Plattformen 263.3 Branchenüberblick 273.4 Bewertung von Feature-Sets 303.4.1 Feature-Set Dialog 313.4.2 Feature-Set Wissensmanagement 333.4.3 Feature-Set Kollaboration 353.5 Aufgabenbezogene Nutzungsszenarien 363.6 Preiswürdigkeit 394 Vorstellung der Social Software Tools – Steckbriefe der 43 Social-Software-Plattformen und das Auftreten der Anbieter auf facebook und twitter4.1 Kosten und Preismodelle 454.2 Die Wahrnehmung der Social-Software-Plattformen 474.2.1 COMMUNOTE 524.2.2 CONFLUENCE 544.2.3 COYO 564.2.4 IBM CONNECTIONS 584.2.5 IMMER-UPTODATE 604.2.6 JIVE 62
  6. 6. 4.2.7 JUST CONNECT 644.2.8 PODIO 664.2.9 SALESFORCE – Chatter 684.2.10 SHAREPOINT 714.2.11 SOCIALCAST 734.2.12 TELLIGENT 754.2.13 YAMMER 775 Praktiker-Interviews 815.1 MS SHAREPOINT 2010 – Christian Eberle 815.2 JIVE – Wolfgang Jastrowski 855.3 SALESFORCE – Doreen Huber 905.4 YAMMER – Carsten Rossi 955.5 IBM CONNECTIONS – Babett Schäfer 986 Fazit 103 Quellen 107
  7. 7. KAPITEL 1: Vorbemerkungen91.1 Soziale NetzwerkeSoziale Netzwerke gibt es seit Menschen in Gruppen zusammenleben. Nutzt manaber heute den Begriff „soziales Netzwerk“ abseits soziologischer Diskussionen,ist sofort klar, was gemeint ist: die technologische Umsetzung der Netzwerke imInternet. Facebook steigert trotz kritischer Diskussionen über Datenschutz oderErlösmodelle kontinuierlich seine Reichweite. Google startete Google+, undobwohl es vielleicht nicht so schnell wächst, wie vom Konzern erhofft, werdenkontinuierlich neue, interessante Features eingeführt. Neben diesen und weite-ren Generalisten gibt es die Spezialisten – soziale Netzwerke für die Jobsuche, fürden perfekten Partner und für die vielfältigsten Interessen. Sie alle zeigen: Men-schen wollen sich vernetzen, sie wollen ihre Interessen und ihr Wissen teilen.Noch nie war es so einfach, gemeinsam Projekte zu starten wie heute.Wenn auch mit weniger öffentlicher Aufmerksamkeit versehen, ist innerhalbvon Unternehmen eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. 2006 führteMcAFEE den Begriff Enterprise 2.0 (vgl. McAfee 2006: 23) ein. Er vollzog mitdieser Begriffskreation die verbale Verbindung zwischen den technologischenMöglichkeiten des Web 2.0 und der Unternehmenswelt. Soziale Netzwerke hiel-ten Einzug in Unternehmen.In Anlehnung an ROSSI bezeichnet der Begriff „Enterprise 2.0“ eine Organi-sation, in der interne und externe Stakeholder gemeinsam und auf Basis einerSoftware-Plattform an der Erreichung der Unternehmensziele arbeiten (vgl.Rossi 2013). Parallel haben sich mittlerweile die synonym verwendbaren Begrif-fe „Social Enterprise“ und „Social Business“ etabliert, „die zugleich jedoch auch‚Unternehmen mit gemeinnützigen Zielen‘ bezeichnen können und aus diesemGrunde missverständlich“ (ebd.) sein können. Diese Begriffe stellen nicht so sehrden technologischen Aspekt in den Mittelpunkt, sondern den der Interaktionzwischen Mitgliedern des Netzwerkes.Die Begriffe Enterprise 2.0 oder Social Enterprise beschreiben also die posi-tive Haltung eines Unternehmens gegenüber der Nutzung derartiger Tech-nologien. Die zu diesem Zweck eingesetzten Software-Plattformen wer-den mit dem Begriff „Social Software“ bezeichnet. ROSSI geht soweit,
  8. 8. KAPITEL 1: Vorbemerkungen13Thesaurusbasierte Suchtools können naturgemäß keine hundertprozentig „feh-lerfreien“ Ergebnisse liefern. Internetsuchen beinhalten aufgrund der Komple-xität von Sprache auch immer einige Suchergebnisse, die nicht zum gesuchtenThema gehören. Ursache dafür ist hauptsächlich, dass Begriffe mehrere Bedeu-tungen haben können. Auf der anderen Seite werden mit Thesaurus-Suchen nichtalle relevanten Textstellen gefunden, z. B. wenn Nutzer den Namen einer Platt-form falsch schreiben. Durch den Einsatz umfangreicher und qualitativ aufbe-reiteter Thesauri zur Filterung und bedingt durch die hohen Fallzahlen könnenverbleibende Falschfunde jedoch aus statistischer Sicht vernachlässigt werden.Zur semantischen Bewertung der Tonalität einer Textstelle wurden insgesamtca. 65.000 Begriffe genutzt, die in talkwalker hinterlegt sind. Dabei wurden zu-sätzliche Suchalgorithmen verwendet, die die Stellung der Begriffe in einem Satzberücksichtigen. So kann sichergestellt werden, dass die Tonalität weitgehend kor-rekt zugeordnet wird.Zur Festlegung der Sprache eines Textes wurde nicht die Domain der Quelle ge-nutzt, sondern eine Analyse des Textes selbst vorgenommen.1.5 Aufbau der StudieDie Studie ist in fünf Kapitel gegliedert. Im zweiten Kapitel folgen Ausfüh-rungen zum Nutzen von Social Software. Die Studienergebnisse, inklusi-ve der Vergleiche von Social-Software-Plattformen, werden im dritten Ka-pitel erläutert. Im vierten Kapitel wird ein abschließendes Fazit gezogen.1. Vorbemerkungen Warum wurde die Studie durchgeführt?2. Social Software Was kann Social Software?3. Untersuchungsergebnisse Was sind die Studienergebnisse?
  9. 9. KAPITEL 1: Vorbemerkungen144. Steckbriefe der Social-Soft- Was bieten die einzelnen Plattformen undware-Plattformen und das wie kommunizieren die anbietendenAuftreten der Anbieter auf Unternehmen mit Nutzern auf facebookfacebook und twitter und twitter? 5. Praktiker-Interviews Was denken Nutzer über die eingesetzten Plattformen?6. Fazit Was bedeutet das für die Zukunft?
  10. 10. KAPITEL 2: Social Software15Das zweite Kapitel stellt eine grobe Vorstellung der Kategorien und Nutzungs-möglichkeiten von Social Software dar. Es ist vor allem für diejenigen Leserin-nen und Leser gedacht, die sich mit dem Thema bisher wenig beschäftigt habenoder ein thematisches Update suchen. Sollten Sie sich bereits mit der ThematikSocial Software auskennen oder direkt in die Studienergebnisse einsteigen wol-len, können Sie das 2. Kapitel überspringen.2.1 Was Social Software mit Social Media zu tun hatDer aus dem Englischen stammende Begriff „Social Media“ wird zumeist mit„Soziale Medien“ ins Deutsche übersetzt. Das Wort „Soziale“ steht dabei für In-teraktionen zwischen Personen bzw. zwischen Personen und Organisationen. ImMedienlexikon von Gabler heißt es dazu:„[Social Media] ist ein Sammelbegriff für Internet-basierte mediale Angebote,die auf sozialer Interaktion und den technischen Möglichkeiten des sogenanntenWeb 2.0 basieren. Dabei stehen Kommunikation und der Austausch nutzergene-rierter Inhalte (User-Generated Content) im Vordergrund“ (Sjurts 2011: 565).Nutzer von Social-Media-Angeboten sind also nicht mehr nur passive Rezipi-enten, sondern werden vielmehr zu Sendern selbst kreierter Inhalte. Gleichzei-tig entwickelten sich die Prinzipien der Kommunikation von „one-to-many“zu „many-to-many“ weiter. Nutzer können gemeinsam Inhalte erarbeiten, ver-öffentlichen und rezipieren. STERNE schrieb dazu passend „’social media’ isthat which allows anybody to communicate with everybody. In other words,consumer-generated content distributed through easy-to-access online-tools“(Sterne 2010: xvii). Das Besondere an den Social Media sind jene „easy-to-accessonline-tools“, denn wie STERNE schreibt, ist das Internet an sich bereits „social“:„The Internet has always been a social medium. It is unique because it is the firstmany-to-many communication channel“ (ebd.: xvi).Die von STERNE als „easy-to-access online-tools“ bezeichneten Werkzeuge sindaber noch mehr. Sie sind auch „easy-to-connect online tools“ und „easy-to-collabo-rate online tools“. Im Kontext der Nutzung in Unternehmen werden sie, wie eingangserläutert, zusammenfassend mit dem Begriff Social Software bezeichnet.
  11. 11. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse21In den folgenden Auswertungen erfolgt die Ergebnisdarstellung unter Hinzu-nahme der englisch- und deutschsprachigen Fundstellen. Abweichungen sindgesondert vermerkt. Des Weiteren wurde auf eine statistische Auswertung ver-zichtet, sobald die Anzahl der Fundstellen für eine Social Software Plattform un-ter 100 fiel. Soweit inhaltlich geboten, wurde der Wert n angegeben. Bei der Er-gebnisdarstellung sollte berücksichtigt werden, dass die Ergebnisse vor allem invergleichender Hinsicht von Interesse sind, da alle Social-Software-Plattformenmit den gleichen Filtern untersucht wurden.Nach einem quantitativen Überblick aller Fundstellen wird im Folgenden darge-stellt, wie sich die Anteile an der Onlinekommunikation verändern, wenn mansie auf solche mit einem direkten Enterprise 2.0- oder Social Software-Bezug be-schränkt und wie sich das Bild verändert, wenn nur Internetquellen mit einemguten Alexa-Rank berücksichtigt werden. Nach der Betrachtung der Tonalitätder Onlinekommunikation zu den Tools insgesamt wird einzeln dargestellt,welche Branchen besonders häufig auftauchten. Im Anschluss wird die Untersu-chung zu verschiedenen Feature-Sets und Aufgabenbereichen fortgesetzt, bevorim letzten Abschnitt dieses Kapitels dargelegt wird, wie die Preiswürdigkeit derSocial-Software-Plattformen in der Onlinekommunikation abschneidet.3.1 Quantitativer ÜberblickDie quantitative Untersuchung der Kommunikation zu den Social-Software-Plattformen zeigt eine starke Dominanz von SHAREPOINT. Dies ist bei demhohen Verbreitungsgrad und der vergleichsweise langen Geschichte des Mi-crosoft-Produkts nicht überraschend. Obwohl die Suche explizit auf die Versio-nen 2010 und 2013 beschränkt wurde, steht SHAREPOINT für mehr als 55% deruntersuchten Kommunikation (Abb. 3).Der Platzhirsch in Bedrängnis, YAMMER gibt den „White Knight“Reduziert man die untersuchten Fundstellen jedoch auf den Kontext Enterprise2.0 und Social Software, wird deutlich, dass der Wettbewerb den einstmaligenDokumenten-Management-Platzhirschen stark bedrängt.
  12. 12. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse22Dann nämlich liegt SHAREPOINT, mit 30% Anteil an der Kommunikation, nurnoch auf Platz 2 hinter YAMMER mit 33%, gefolgt von SALESFORCE, JIVE undIBM CONNECTIONS (Abb. 3). Insofern kann man auch aus Kommunikations-sicht Microsofts Schritt, YAMMER zu kaufen, als durchaus richtig bezeichnen.Denn mit YAMMERs eindeutigem Enterprise 2.0-Profil hat Microsoft im Soci-al-Software-Umfeld die Möglichkeit, eine deutliche Dominanz zu erlangen.Abb. 3 | Anteil der Social-Software-Plattformen an Fundstellen Gesamt und mit E 2.0-Bezug | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHDas kommunikative Profil von SHAREPOINT spiegelt die Tatsache wider, dassdie Plattform in vielen Unternehmen noch immer vor allem wegen seines ur-sprünglichen Kernnutzens zum Einsatz kommt: als ein gut administrierbaresDokumenten-Management- und als Content-Management-System (CMS).Durch immer geringere Serverkosten und einfache Cloud-Integrationen sindmittlerweile aber auch die Social Software Newcomer in der Lage, eine ähnlicheFunktionalität anzubieten. Zukünftig werden Nutzer vermutlich Lösungen ver-langen, die beides ermöglichen. Das Ziel von Microsoft muss daher sein,60%50%40%30%20%10%0%SharePointYammersalesforcePodioJiveIBMConnectionstelligentConfluenceSocialcastcoyoCommunoteJustConnectimmer-uptodateFundstellen Gesamt, n=27.597Fundstellen mit E 2.0-Bezug, n=7.193
  13. 13. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse263.2 Einstellung zu Social-Software-PlattformenDie rein quantitative Betrachtung der Plattformen ist nur ein Aspekt. Betrach-tet man die Enterprise 2.0-bezogene Kommunikation zu den Social-Software-Plattformen im deutsch- und englischsprachigen Raum insgesamt, lässt sichkonstatieren, dass die positive Wahrnehmung der Tools überwiegt: Knapp zweiDrittel der untersuchten Kommunikation bewerten das Thema positiv und nurein Drittel negativ (Abb. 6). Meinungslos bleibt kaum jemand.Abb. 6 | Beurteilung von Social-Software-Plattformen aller Fundstellen mit E 2.0-Bezug | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHDas Meinungsbild könnte als Indiz dafür gesehen werden, dass sich die Erwar-tungen an die positiven Effekte bei den Nutzern überwiegend realisierten. Ins-gesamt ist der Markt jedoch auch noch relativ jung und die Kommunikationvielleicht stärker hoffnungs- als erfahrungsgetrieben.IBM CONNECTIONS als „Social Software der Herzen“Betrachtet man die einzelnen Tools im kommunikativen Meinungsbild, fallenganz besonders IBM CONNECTIONS und SALESFORCE sowie mit geringemAbstand folgend PODIO auf. Diese Tools werden am positivsten diskutiert(Abb. 7). Die quantitativ am häufigsten genannten Plattformen SHAREPOINTund YAMMER befinden sich im Mittelfeld.positivneutralnegativn= 7.19363,8%34,9%1,3%
  14. 14. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse33In die Tonaliätsauswertungen wurden aus statistischen Gründen nur Plattfor-men mit mindestens 100 Fundstellen einbezogen (Abb. 13).Ausgehend von der analysierten Kommunikation, schneiden die PlattformenPODIO, SALESFORCE und IBM CONNECTIONS in Sachen Dialogförderung ampositivsten ab. Was die Analyseergebnisse auch zeigten: Bei Fundstellen, in denen esum JIVE, SOCIALCAST, PODIO und TELLIGENT ging, ging es auffallend oft auchum YAMMER. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass diese Plattformen im Kon-text von Dialogförderung häufiger mit YAMMER verglichen werden.3.4.2 Feature-Set WissensmanagementSHAREPOINTs DomäneDie zur Verbesserung des Informations- und Wissensmanagement eingesetztenFeatures von Social Software Tools dienen vor allem der Bereitstellung, dem Tei-len und dem Wiederauffinden von Informationen (Abb. 14). Bezug nehmendauf Kapitel 2.2 sind dies vor allem Features aus den Social-Software-KategorienKnowledge und Collaboration.Abb. 14 | Auswahl der deutschen Begriffsliste zum Feature-Set Wissensmanagement | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbH2.529 Fundstellen mit einem Enterprise 2.0- bzw. Social-Software-Bezug be-schäftigten sich mit Features des genannten Spektrums. Die in Abb. 15 darge-stellten vier Plattformen wurden im Kontext des Feature-Sets Wissensmanage-ment am häufigsten diskutiert. Die verbleibenden Plattformen wurden unterSonstige zusammengefasst.TagsTagging Kontextbezogene SucheWiki-Funktionalität Social BookmarkingSocial TaggingVolltextsuche VorschlägeWortwolke Social TagSchlagwort
  15. 15. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse34Abb. 15 | Meistdiskutierte Social-Software-Plattformen zum Feature-Set Wissensmanagement | n=2.529 | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHIn diesem Bereich liegt SHAREPOINT weit vor den Mitbewerbern. SHARE-POINT hat auch qualitativ sehr gute Karten. Dieses Teilergebnis stützt auch dieArgumentation, dass SHAREPOINT als Dokumenten- und Content-Manage-ment-System seine klassischen Stärken auch im Bereich Social Software ausspie-len kann.YAMMER kann in diesem Feature-Set nicht mit SHAREPOINT mithal-ten. Auffallend ist die vergleichsweise schlechte Beurteilung der Plattformin der untersuchten Kommunikation (Abb. 16). Auch wenn es sich quan-titativ nicht in der Spitzengruppe befindet, fällt im Bereich des Wissens-managements vor allem IBM CONNECTIONS besonders positiv auf.Abb. 16 | Beurteilung der Social-Software-Plattformen im Feature-Set Wissensmanagement | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHSharePointn=1.567Confluencen=17Yammern=597Socialcastn=22JustConnectn=6immer-uptodaten=1coyon=9Communoten=8salesforcen=119Podion=16Jiven=54telligentn=8positivneutralnegativIBMConnectionsn=105Yammer 24%SharePoint 62%salesforce 5%Sonstige 6%IBMConnections4%
  16. 16. KAPITEL 3: Untersuchungsergebnisse353.4.3 Feature-Set KollaborationPunkte für den PlatzhirschenFeatures, die zu einer verbesserten Zusammenarbeit beitragen können, sollenMitarbeiter vor allem in den Bereichen der Projektplanung und des Projektma-nagements, bei Aufgaben und Verantwortlichkeiten, bei der gemeinsamen Be-arbeitung von Inhalten und der gemeinsamen Termin- und Adressverwaltungunterstützen (Abb. 17).Abb. 17 | Auswahl der deutschen Begriffsliste zum Feature-Set Kollaboration | © (2013)Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHMit diesem Feature-Set beschäftigten sich in der Analyse 4.776 Fundstellen mitBezug zum Thema Enterprise 2.0 bzw. Social Software. Bezug nehmend auf Ka-pitel 2.2 sind vor allem Features aus den Social-Software-Kategorien Specialsund Collaboration enthalten.Die in Abb. 18 dargestellten fünf Plattformen wurden am häufigsten diskutiert.Die verbleibenden Plattformen wurden unter Sonstige zusammengefasst.Abb. 18 | Meistdiskutierte Social-Software-Plattformen zum Feature-Set Kollaboration | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHYammer 30%SharePoint 42%salesforce 9%Jive 6%Sonstige 7%IBMConnections6%AufgabenlistenProjekte managen AdresslistenAufgaben AdressenKalender TermineAnschriften Content Stream DateimanagementTo-do ListenProjekte Meetings organisierenStream Dokumente teilenFile-SharingDokumenteDateien Projetmanagement
  17. 17. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools434. Steckbriefe der Social-Software-Plattformen und das Auftretender Anbieter auf facebook und twitterDas vierte Kapitel widmet sich den einzelnen Social-Software-Plattformen. DasZiel der Studie besteht, wie eingangs erläutert, nicht darin, die Features der ein-zelnen Plattformen zu testen und zu vergleichen, sondern darin, die Kommuni-kation der Nutzer über die Plattformen zu analysieren.Kapitel 4.1 beschäftigt sich mit Kosten und Preismodellen der Social-Soft-ware-Plattformen. Das Kapitel 4.2 bietet eine Übersicht über die Wahrneh-mung der untersuchten Plattformen auf facebook und twitter. Mit Kapitel4.3 beginnt die Darstellung der einzelnen Social-Software-Plattformen. JedePlattform wird in einem kurzen Steckbrief mit wichtigen Eckdaten in stich-punktartiger Form vorgestellt. Zusätzlich werden im Steckbrief die KriterienKommunikation, Wissensmanagement, Dokumentenmanagement, Experten-identifikation und Workflow-Integration auf einer dreistufigen Skala beurteilt( = geeignet, = gut geeignet, = sehr gut geeignet).Die Beurteilungen ergeben sich aus unterschiedlichen Informationsquellen, wieden jeweiligen Internetpräsenzen, Fachblogs und diversen Studien (beispiels-weise Gartner Magic Quadrant for Social Software in the Workplace). Ebensosind eigene Erfahrungen eingeflossen. Es sollte berücksichtigt werden, dass diegetroffenen Einschätzungen nur zu einer ersten, groben Orientierung dienenkönnen. Differierende spezifische Rahmenbedingungen und Anforderungspro-file einzelner Unternehmen könnten ohne Zweifel zu anderen Eignungsbewer-tungen führen.Die Bewertungskriterien und ihre Bedeutungen im Überblick:Kommunikation Bewertet werden die Funktionstiefe möglicher Kommunikationsformen sowiederen Bedienbarkeit.Wissensmanagement Bewertet werden die Funktionen, um vorhandenes Wissen und Informationenzur Verfügung zu stellen und zu finden.
  18. 18. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools44Dokumentenmanagement Bewertet werden die Funktionen, mit denen innerhalb der Social-Software-PlattformDateien abgelegt, geteilt und (gemeinsam) bearbeitet werden können.Expertenidentifikation Bewertet werden die Funktionen, um fachliche Experten sowie für bestimmte Themenzuständige Mitarbeiter zu identifizieren.Workflow-Integration Bewertet werden die Funktionen, mit denen Arbeitsabläufe gestaltet bzw. standardi-siert und Zuständigkeiten zugewiesen werden können.Für die Analyse wurde die Kommunikation über die Social-Software-Plattformen auffacebook und twitter im Zeitraum vom 25.01.2013 bis zum 24.02.2013 beobachtet.Auch für diese Aufgabe wurde das Tool talkwalker genutzt. Die dabei zum Einsatz ge-kommenen Filterlisten und Thesauri wurden gegenüber des Untersuchungs-Settingsaus Kapitel 3 um weitere ca. 800 Begriffe auf insgesamt ca. 1.750 Begriffe und Phrasenergänzt. Dies war notwendig, da der kommunikative Raum bei twitter und facebookdeutlich stärker von privat motivierten Interessen geprägt ist, als es bei Foren oder auchBlogs der Fall ist. Des Weiteren ist es für eine Analysesoftware wie talkwalker bei kür-zeren Texten, wie z. B. Tweets, naturgemäß ungleich schwerer zu bewerten, ob es sichbei dem Text beispielsweise um Kommunikation zu der Plattform JIVE oder zum TanzJIVE handelt. Die Verwechslungsgefahr bestand auch schon bei der Analyse in Kapitel3, nur waren die dortigen Texte deutlich länger. Dies ermöglichte die zusätzliche Prü-fung auf weitere Begriffe (wie z. B. „Software“), um den Tanz JIVE auszuschließen.Die Social-Software-Plattformen JIVE und auch COYO konnten nicht ausgewertet wer-den, da die Namen der Plattformen eine derart hohe Anzahl an Bedeutungen (im in-ternationalen Sprachraum) haben, dass auch „schärfste“ Filterungen kein zuverlässigesErgebnis erwarten ließen. Alternativ hätte jeder gefundene Tweet und facebook-Eintragmanuell geprüft werden müssen, was aus forschungsökonomischen Gründen ausge-schlossen war. Die Suche nach den Social-Software-Plattformen ergab für den obengenannten Zeitraum insgesamt mehr als 30.000 Fundstellen (ohne JIVE und COYO).Ergänzende statistische Angaben zu facebook und twitter wurden mithilfe der Tools„Twitonomy“ und „fanpage karma“ ermittelt.
  19. 19. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools46Die beiden Preismodelle beziehen sich in den meisten Fällen auf Social-Software-Angebote auf Basis einer SaaS-Lösung (Software as a Service). Der Vorteilvon SaaS besteht darin, dass beim nutzenden Unternehmen, und damit auchauf den einzelnen Workstations der Nutzer, keine Software installiert wer-den muss und die vorhandene IT-Infrastruktur, so diese halbwegs aktuell ist,genutzt werden kann. Die technische Integration ist zügig umsetzbar unddie Investitionskosten sind vergleichsweise gering. Der Zugang erfolgt inder Regel innerhalb eines Browsers über ein Web-Interface. Als nachteiligwerden vor allem Abhängigkeiten von schnellen Internetzugängen und voneiner permanenten Erreichbarkeit der Anbieter-Infrastruktur sowie Prob-leme mit dem Datenschutz (Stichworte: Serverstandorte außerhalb der EU,eingeschränkte Back-up-Möglichkeiten) diskutiert.Daher bieten viele Anbieter ihre Plattformen auch als „klassischen“ Soft-warekauf an. Diese Modelle werden mit dem Begriff On-Premise beschrie-ben. Gelegentlich findet sich auch die Aussage, dass die Social Software ineiner Private Cloud betrieben werden kann, was eine technische Variationdarstellt. Die Preise für diese Kauf-Variante sind in der Regel von einerhöheren Anfangsinvestition gekennzeichnet. Auch die Aufwände für dieIntegration in die eigene IT-Infrastruktur sind größer. Gleichwohl kannsich auch dieses Modell für Unternehmen rechnen und eventuell spezielleAnsprüche besser befriedigen, als SaaS-Modelle. Im weiteren Verlauf sindzu den Kurzporträts der Social-Software-Anbieter deren Homepages ange-geben, auf denen man sich über aktuelle Preise informieren kann. Unter-nehmen mit mehr als 20-30 Mitarbeitern sollten ausgewählte Anbieter miteinem sorgfältig zusammengestellten Anforderungsprofil um ein individu-elles Angebot bitten. Des Weiteren rentiert sich für mittelständische undgrößere Unternehmen die Einbeziehung externer Experten, die bei derErstellung eines Benchmarks behilflich sind und anbieterunabhängig bera-ten können. Denn selbst wenn die Kosten für eine Plattform auf SaaS-Ba-sis nach dem Preismodell Kosten/User/Monat zunächst gering erscheinenmögen, ist zu berücksichtigen, dass ein späterer Wechsel des Social-Software-Anbieters in vielen Fällen nur unter Verlust der bis zu diesem Zeitpunkt aufder Plattform kommunizierten Inhalte möglich ist. Von daher sollten bei derAuswahl mittel- und langfristige Überlegungen berücksichtigt werden.
  20. 20. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools48Auffällig ist auch, dass PODIO und IBM CONNECTIONS im facebook- undtwitter-Kommunikationsraum quantitativ besser abschneiden als in dem vonForen, Blogs etc. Die anderen Plattformen folgen in respektablem Abstand, wo-bei anzumerken ist, dass COMMUNOTE, aber auch JUST CONNECT, als Platt-formen deutschsprachiger Anbieter vergleichsweise gut abschneiden.Abb. 27 | Anteil der Social-Software-Plattformen an Fundstellen auf facebook und twitter | © (2013) Kuhn, Kammann & Kuhn GmbHBetrachtet man die Anzahl der twitter-Follower und facebook-Fans der vier An-bieter aus dem deutschsprachigen Raum, wird deutlich, worin vermutlich dieUrsache zu finden ist: twitter-Follower facebook-FansCOMMUNOTE 897 69JUST CONNECT 298 650IMMER-UPTODATE 150 188COYO 39 135COMMUNOTE und JUST CONNECT ist es gelungen, eine größere Social-Media-Gefolgschaft aufzubauen. Dies zahlt sich in einer deutlich größeren Sichtbarkeit aus, vorallembeidenthematischinteressiertenPersonengruppen,denFollowernundFans.0% 10% 20% 30% 40%SharePointYammersalesforcePodioJiveIBM ConnectionstelligentConfluenceSocialcastcoyoCommunoteJust Connectimmer-uptodate34,2%21,6%11,9%8,5%4,4%9,6%2,5%2,6%1,1%0,7%1,9%0,9%0,1%
  21. 21. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools54Abb. 29 | Am häufigsten retweetete Nachrichten des Accounts @communote im Zeitraum vom11.09.2008 bis zum 22.03.2013 | Quelle des Screenshots twitonomy.com Insgesamt kann festgehalten werden, dass Nutzer Informationen zum Produktbekommen. Dialog, das Element, das die Social Media auszeichnen, findet hin-gegen wenig statt.4.2.2 ConfluenceUnternehmen Atlassian • australisches Unternehmen • Entwickler von Projektmanagement-Software, Software Development Tools und Social-Software- PlattformenBewertungen Kommunikation Wissensmanagement Dokumentenmanagement Expertenidentifikation Workflow-Integration Stärken •Non-Profit-Erfahrung • Personalisierbarkeit
  22. 22. KAPITEL 4: Vorstellung der Social Software Tools55Schwächen • Bisher hauptsächlich in IT-affiner Umgebung getestet • mangelhafte IntegrationsfähigkeitBereitstellung ☒ On Premise, ☒ SaaSWebsite www.atlassian.deAktuelle Version 5.1.2Atlassian, das Unternehmen, das CONFLUENCE anbietet, hat, wie die meistender eher international ausgerichteten Anbieter, eine deutlich höhere Anzahl anFans auf facebook. Ein Wert von 160 in der Kategorie „Sprechen darüber“ zeigt,dass es dem Anbieter gelingt, Inhalte anzubieten, die zur Diskussion anregen.Die Häufigkeit der Posts ist jedoch eher gering: Dieser Wert liegt mit 0,4 Postspro Tag unter dem Durchschnitt. Inhaltlich geht es vor allem um News zur Platt-form, aber auch zu den anderen Atlassian-Produkten.Der twitter-Account von CONFLUENCE wird häufig genutzt. Ein Wert von 4,32Tweets pro Tag liegt im oberen Mittelfeld. Die Re-Tweet-Rate ist vergleichsweisegering. Dies könnte an Inhalten liegen, die für die Follower nicht ausreichendrelevant sind. Es könnte aber auch auf die relativ hohe Antwort-Rate von 45%zurückzuführen sein, denn Tweets aus Dialogen mit twitter-Nutzern werdennaturgemäß weniger häufig retweetet. Die Antwort-Rate zeigt aber auch, dassCONFLUENCE die Tweets der User nicht nur wahrnimmt, sondern wertschätzt.Das führt zu einer sehr guten Nutzung der dialogischen Möglichkeiten. Die da-durch entstehende hohe Frequenz der Nutzung führte im Fall CONFLUENCEfacebook-Fanpage Atlassian SoftwareFans 6.783Sprechen darüber 160Posts/Tag 0,4Engagement 0,209%Post Interaktion 0,497%Reaktion ●●○○Zeitraum 23.12.2012 22.03.2013twitter-Account @confluenceFollower 2.830Follower/Following 60,00Tweets/Tag 4,32Re-Tweets 11,5%Antworten 45,0%Links 0,28Zeitraum 16.03.2011 22.03.2013
  23. 23. KAPITEL 5: Praktiker-Interviews81Das fünfte Kapitel enthält exemplarische Interviews mit Praktikern, die seit ge-raumer Zeit den Einsatz verschiedener Social-Software-Plattformen betreuenbzw. verantworten. Die Interviewstruktur ist dabei bei allen fünf Gesprächenidentisch.Bei den genutzten Plattformen und Unternehmen handelt es sich um:• Microsoft SHAREPOINT bei der real,- Group Holding GmbH,• JIVE bei der Swiss Reinsurance Company Ltd.,• SALESFORCE bei der Delivery Hero Holding GmbH,• YAMMER bei der Kuhn, Kammann & Kuhn GmbH und• IBM CONNECTIONS bei der TIMETOACT Software & Consulting GmbH.In den Gesprächen wird deutlich, dass die Herangehensweisen und die Nutzungunterschiedlichsten Philosophien folgen, wobei die Interviewpartner – mehroder weniger – von der in ihrem Unternehmen eingesetzten Lösung überzeugtsind. Die Interviews sind nicht repräsentativ, sie zeigen jedoch, dass die Vielfaltder Social-Software-Plattformen ihre Berechtigung hat. Für Unternehmen, diesich mit dem Gedanken an den Einsatz einer Social Software tragen, ist es eben-so wichtig, klare Nutzungsszenarien zu haben, die für das Unternehmen und dieMitarbeiter einen Benefit mit sich bringen. Idealerweise sollten diese Szenarienin angemessener Weise im Unternehmen kommuniziert werden.5.1 MS SharePoint 2010 – Christian Eberle (Solution ManagerPortal & User Solutions; real,-)Welche Social Software nutzen Sie?Wir haben zuerst SHAREPOINT 2003 eingeführt. Anfang 2012 haben wir dannauf die Version 2010 umgestellt.UnternehmenInterviewpartnerFunktionWebreal,- Group Holding GmbH (METRO GROUP)Christian Eberle, DüsseldorfSolution Manager Portal & User Solutionsreal.de; real-hypermarket.com
  24. 24. Social Media sind ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Kommunikation, deren Bedeutung längst auch von Unternehmen erkannt  wurde. Enterprise 2.0verspricht vereinfachte Kommunikation und Kollaboration, InformationsaustauschundWissensmanagement.DamitwirdSocialSoftwarefürUnternehmenzunehmendinteressant – was auch die gestiegene Anzahl von Social-Software-Anbieternunterstreicht. Doch welche Rolle spielen Social-Software-Plattformen tatsächlich?Welche Plattformen werden in der Öffentlichkeit besonders häufig thematisiert?Und welche Einstellungen und Meinungen dominieren bei den Nutzern und Me-dien?Antwort auf diese Fragen liefert die gemeinsame Studie Enterprise 2.0 Watch derKommunikationsagentur Kuhn, Kammann und Kuhn GmbH und der scm, die imZeitraum von August 2012 bis März 2013 durchgeführt wurde. Ziel der  Untersuchung ist die Darstellung der aktuellen Marktsituation vordem Hintergrund des Share of Voice der Kommunikation über die Anbieter undder Wahrnehmung der Social-Software-Plattformen aus Sicht der Nutzer sowie derwichtigsten Multiplikatoren und Online-Medien.

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