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Viele MigrantInnen der ersten Generation sind Staatsbürger in Deutschland geworden •   Sie kommen jetzt in das Rentenalter...
Verdienste der Migratinnen und Migranten•    Viele Zuwanderer haben Pionierarbeit für das Gelingen des     sozialen Lebens...
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Altenhilfe für migrant innen 1

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Altenhilfe für migrant innen 1

  1. 1. Altenhilfe für MigrantInnenFoto: Hennes Multhaupt Ute Schmitz Altenhilfe für MigrantInnen Ute Schmitz 1
  2. 2. In der Zukunft werden wir mehr Mitbürger mit mehr Migrantionshintergrund in Deutschland haben• Die meisten Zuwanderer kommen aus wirtschaftlichen Gründen oder als Asylanten aus Krisen- und Kriegsgebieten• Immer mehr Menschen kommen aus Gebieten, die vom Klimawandel wie Trockenheit und Umweltkatastrophen betroffen sind• Das Statistische Bundesamt rechnet für 2030 mit ca. 2,8 Mio älteren MigrantInnen in Deutschland• Das bedingt mehr kulturelle und religiöse VielfaltAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 2
  3. 3. Viele MigrantInnen der ersten Generation sind Staatsbürger in Deutschland geworden • Sie kommen jetzt in das Rentenalter • Ihre Kinder und Enkelkinder sind hier geboren und aufgewachsen • Außerdem sprechen die guten Gesund- heits- und Sozialsysteme bei uns nicht für eine permanente Rückkehr dieser Foto: Heimatverein Gronau Generation in die Heimatländer • Es ist häufiger zu beobachten, dass jüngere MigrantInnen ihre Eltern aus dem Heimatland nachholenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 3
  4. 4. Verdienste der Migratinnen und Migranten• Viele Zuwanderer haben Pionierarbeit für das Gelingen des sozialen Lebens der Neuzuwanderer in Deutschland geleistet und leisten sie immer noch• Das Potential der freiwilligen Selbsthilfe in Form von Nachbarschaftshilfe darf nicht unterschätzt werden• Zu unterschätzen sind nicht die bedeutenden Beiträge für die Wirtschaft, die ältere Zuwanderer in der Vergangenheit geleistet haben• Und nicht vergessen werden dürfen die professionell pflegenden MigrantInnen in Krankenhäusern und Altenheimen, die schwere und wirklich gute Arbeit leisten und geleistet haben• Ihrer aller Wünsche und Bedürfnisse müssen nicht nur Gehör finden, sondern sie müssen Chancengleichheit erfahrenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 4
  5. 5. Integrationspolitik unter Anerkennung gemeinsamer Regeln • Teilhabe ist das Hand-in-Handgehen von Integration und Gleichberechtigung • Das bedeutet Chancengleichheit in Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, in allen gesellschaftlichen Bereichen und einen gesicherten Aufenthalt • Integration ist ein Prozess zu sozialer Chancengleichheit und kultureller Selbstbestimmung mit der Anerkennung gemeinsamer und verbindlicher Regeln auf der Grundlage der Menschenrechte und der geltenden Gesetze • Grundvoraussetzungen sind ebenfalls Toleranz, Respekt, Gewaltfreiheit und die demokratischen und rechtsstaatlichen VerfahrenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 5
  6. 6. Auch bei älteren Migranten muss der Spracherwerb in Deutsch gefördert werden • Stereotype und Vorurteile über ältere MigrantInnen, die nicht gut Deutsch sprechen und darüber hinaus alt sind, führt bei ihnen zu Minderwertigkeitsgefühlen • Ältere MigrantInnen dürfen deshalb nicht von Alphabetisierungs- kursen ausgeschlossen werden, denn es besteht zumindest die Chance besser zu verstehen und lesen zu lernenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 6
  7. 7. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt • Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich in Europa verschärfen, weil es in Zukunft zu wenig Fachkräfte gibt • Der EU-Kommissar Spilda empfahl deshalb, Einwanderer besser zu integrieren und z. B. ausgebildete Doktoren nicht als Taxifahrer arbeiten zu lassen • Ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind stark von Arbeitslosigkeit betroffenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 7
  8. 8. Ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen Sie gehen dem Arbeitsmarkt verloren durch • schlechte Integration in die Gesellschaft • nicht ausreichende Sprachkenntnisse • zu wenig soziale Netzwerke • mangelnde Integration in den Arbeitsmarkt • frühzeitige Erwerbsunfähigkeit • UnterqualifizierungAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 8
  9. 9. Die besondere Problematik älterer MigrantInnen • Hinderungsgründe für aktives Teilhaben am öffentlichen Leben sind: • Die gesundheitliche und soziale Lage ist im Vergleich zu Deutschen deutlich schlechter • Sie haben oft schlechtere Wohnbedingungen • Sie scheiden häufig frühzeitiger aus dem Arbeitsleben aus • Sie haben häufiger finanzielle Einschränkungen • Viele haben durch Sprachdefizite Verständigungsschwierigkeiten • Auch sie wollen nach dem Berufsleben aktiv bleiben, wissen aber nicht, wie sie das machen sollenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 9
  10. 10. Negativ sehen MigrantInnen • die oft unfreundliche ausländerfeindliche Mentalität in der deutschen Gesellschaft • den mangelnden Respekt vor dem Alter • Sie sehen sich oft der Gefahr der vielfachen Diskriminierung ausgesetzt • Ihre finanzielle Situation ist im Zusammenhang mit der Rente prekär • Das erfordert spezifische Politik und kultursensible DienstleistungenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 10
  11. 11. Schlechtere Gesundheit älterer MigrantInnen • In der deutschen Gesellschaft leben ältere Menschen nach dem Motto: Akitiv leben - gesund alt werden • Dieses wachsende Gesundheitsbewusstsein hat ältere MigrantInnen nicht in dem Maße erreicht, wie es sinnvoll wäre • Durch schwere Arbeits- und Lebensbedingungen zu Beginn ihrer Zuwanderung setzt bei ihnen der Alterungsprozess 10 Jahre eher ein • Besonders ältere MigrantInnen sind oft in einem besorgniserregenden gesundheitlichen Zustand • Durch bessere Versorgung in Deutschland steigt die Lebenserwartung und damit auch die Möglichkeit an Demenz zu erkranken • Das bedeutet, dass sie die erlernte Zweitsprache vergessen und einen speziellen Bedarf an Altenheimen habenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 11
  12. 12. Beratung zur Versorgung älterer MigrantInnen• Besonders ältere Migranten brauchen in Zukunft mehr Hilfe• Die Zugangsbarrieren zu den sozialen Diensten sind für viele hoch mangelndes Wissen darüber oder durch sprachliche Inkompetenz sehr hoch• Um das Problem in den Griff zu bekommen, sollten vermehrt Fachkräfte mit Migrationshintergrund in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens arbeiten• Vorsorge-Gesundheitssysteme sollten an die kulturellen Bedürfnisse angepasst werdenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 12
  13. 13. Formen der Selbsthilfe und Selbstorganisation solltengefördert werden• Soziale und andere Hilfsdienste sind auf die Lebensbedürfnisse älterer Migrantenfamilien hin zu erweitern und auszubauen• Mitarbeiter müssen in allen Bereichen, in denen ältere MigrantInnen betreut und begleitet werden, Weiterbildungs-, Supervisions- und Peer-Gruppen-Angebote erhalten• Zu fördern sind Modellversuche von seniorengerechten Wohn- formen und Wohninitiativen für ältere MigrantInnen• Wir brauchen in Zukunft eine interkulturelle Öffnung und Modernisierung der Altenhilfe durch gezielte Kooperation mit Migranten-Organisationen, Beratungsstellen für Migranten und SelbsthilfeorganisationenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 13
  14. 14. Bürgerschaftliches Engagement • Es wäre zu wünschen, wenn wir auch ältere MigrantInnen mit ihren reichhaltigen Erfahrungen, Kenntnissen und Fähigkeiten, die sie im Laufe ihres Lebens als Zuwanderer gewonnen haben, für bürgerschaftliches Engagement interessieren könnten • Das hätte eine große Bedeutung für den Integrationsprozess • Durch freiwilliges bürgerschaftliches Engagement und durch besseres Kennen lernen der jeweils anderen Kultur kann ein Miteinander gefördert werden und Vorurteile können abgebaut werdenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 14
  15. 15. Hilfe und Schutz für die älteren MigrantInnen • Das oben genannte erfordert Nachdenken über die Konsequenzen für die älteren Migranten und die Gesellschaft • Zu fordern ist ein spezifisches Programm zur generellen Unterstützung älter werdender MigrantInnen • Die Altenpolitik muss sich auf die heterogene Gruppe der MigrantInnen aufgrund ihrer verschiedenen ethnischen, religiösen und kulturellen Herkunft einstellen • Dafür gibt es keine StandardlösungenAltenhilfe für MigrantInnenUte Schmitz 15

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