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Heft 1 | 2015
Jahresrückblick 2014
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Der Neuköllner Projektraum Savvy Contemporary zieht ins wunderbare Umspannwerk Rixdorf. Es
hat viel Arbeit, Kraft und Geld...
gegründet wurde. Die böhmische Prägung ist in der Gegend noch immer spürbar, auch wenn die
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25. Juli 2013 | Sylvia Baumeister
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Von Tom Mustroph
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By Anastatia Spicer
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SAVVY Contemporary_Press Review
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Full Press Review for SAVVY Contemporary | The Laboratory for Form Ideas
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  1. 1. PRESSESPIEGEL PRESSESPIEGEL
  2. 2. PRINT MEDIA
  3. 3. Heft 3 | 2015
  4. 4. Heft 1 | 2015
  5. 5. Jahresrückblick 2014 Heft 1 | 2015
  6. 6. Der Neuköllner Projektraum Savvy Contemporary zieht ins wunderbare Umspannwerk Rixdorf. Es hat viel Arbeit, Kraft und Geld gekostet, die Räume nach Kunst aussehen zu lassen. Und es gibt noch viel zu tun. Am 10. August wird der Projektraum neu eröffnet. Direkt hinter der belebten Karl-Marx-Straße zieht sich die kopfsteingepflasterte Richardstraße holprig gen Süden, vorbei an Wohnhäusern, Eckkneipen, einem afrikanischen Supermarkt, ein paar neuen Bars und altem Leerstand. Mittendrin reckt sich ein Backsteingebäude kathedrahlengleich gen Himmel, das Umspannwerk Rixdorf, erbaut 1928 vom Architekten Hans Heinrich Müller. Jahrelang stand der Bau leer. „Wenn wir früher hier vorbeigegangen sind, haben wir oft darüber gescherzt, dass wir das Gebäude kaufen würden, wenn wir im Lotto gewinnen würden“, erzählt Saskia Köbschall. Ignoranz der Berliner Szene Die junge Frau ist Managerin und Kuratorin des Neuköllner Projektraums Savvy Contemporary, der bis vor kurzem in einem Ladenlokal weiter südlich auf der Richardstraße beheimatet war und gerade hineinzieht in die altehrwürdigen Mauern. Im Lotto gewonnen haben sie zwar nicht, aber der Senat verlieh ihnen im Februar 30 000 Euro. Sieben besonders innovative Projekträume der freien Berliner Kunstszene wurden mit dem Preisgeld ausgezeichnet. Sobald sie von dem Gewinn erfuhren, machten sie sich auf die Suche nach den Besitzern des Gebäudes. Monate vergingen, bis sie diese von sich als Mietern überzeugten, denn eigentlich sollen hier Luxuswohnungen entstehen. Savvy Contemporary gibt es seit fünf Jahren, gegründet von Bonaventure S. B. Ndikung. Als Kurator verschiedener Berliner Institutionen hatte sich der gebürtige Kameruner und studierte Biotechnologe bereits einen Namen gemacht, doch etwas ging ihm gehörig auf die Nerven: die Ignoranz der Berliner Szene gegenüber Kunst, die nicht aus Europa oder Amerika stammt. Mit seinem Kunstraum wollte er dem etwas gegenüberstellen. Sein Ansatz: westliche mit nichtwestlicher Kunst zu konfrontieren und das jenseits exotischer Klischees und mit hohem Anspruch. Dazu gehören Ausstellungen und Performances, Lesungen, eine Bibliothek und ein Archiv zur deutschen Kolonialgeschichte. Wohin, wenn nicht nach Neukölln würde ein solches Projekt passen? Migration gibt es hier, seit im Jahr 1737 Rixdorf als böhmisches Dorf von protestantischen Flüchtlingen 04. AUGUST 2013 SAVVY CONTEMPORARY In Rixdorf vor Anker Von Beate Scheder Bonaventure S. B. Ndikung gleich zweimal in einer Fotomontage im neuen Umspannwerk. Er ist der Gründer von Savvy Contemporary. Foto: AKUD/Lars Reimann
  7. 7. gegründet wurde. Die böhmische Prägung ist in der Gegend noch immer spürbar, auch wenn die Mischung längst weitaus heterogener ist. Heute leben in Rixdorf Menschen aus mehr als 160 Nationen. Projekte mit Schulen Savvy finanzierte sich bislang nur durch Spenden. „Wir standen oft kurz vor der Pleite“, gibt Köbschall zu. Bezahlen konnten sich die momentan zwölf Mitarbeiter noch nie. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie alle woanders. Schon vorher hatten sie sich nach größeren Orten umgesehen, aber das Geld fehlte. Außerdem wollten sie unbedingt in der Gegend bleiben. Rixdorf sei ihr Ankerpunkt, erklärt Köbschall. Es hat etwas gedauert, bis die Nachbarn ihr anfängliches Misstrauen aufgaben. Heute ist die Beziehung eng, das Umfeld wird einbezogen, jeden Tag. „Das ist das Wunderbare. Wir schließen unsere Türen nicht. Es ist nicht so, wie in manchen Galerien, wo man reingeht und von oben bis unten beäugt wird“, sagt Ndikung. Wenn auf der Straße Performances stattfinden oder in den Räumen Veranstaltungen, kommen alle. Einmal im Jahr macht Savvy eine Ausstellung mit einer Schule aus der Umgebung. Nachbarskinder kommen nach der Schule vorbei, um Nachhilfe in Englisch zu bekommen oder fragen nach, was denn eigentlich Kunst sei. Ein Koch-Projekt mit den Anwohnern ist geplant. „Wir haben lange überlegt, was wir mit dem Preisgeld machen, so dass es für sich selbst mehr Geld generieren kann“, sagt Köbschall. Mit mehr Platz sind größere Projekte möglich, für die man sich Förderung holen kann, ein Co-Working-Space kann untervermietet werden, und unten, im Keller, sollen in einer Art Club wöchentliche Liveveranstaltungen stattfinden, gegen Eintritt. Kein Licht, keine Toiletten Doch bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Bei der Einweihung Mitte Juli sahen die Räume noch eher nach Baustelle als nach Kunst aus. Zwischen Schlüsselübergabe und dem Termin war auch nur ein guter Monat Zeit. „Wir hatten keine Idee, wie wir das alles schaffen sollten. Es war dreckig, es gab kein Licht, kein Wasser, keine Toiletten, nichts“, erzählt Ndikung. Das Renovieren übernahmen sie selbst. Jeden Samstag trafen sie sich mit ihren Freunden bis tief in die Nacht hinein zum Putzen und Basteln. Das größte Problem ist jedoch noch nicht gelöst: Im Umspannwerk gibt es keine Heizung. Ohne Sponsor können sie sich diese nicht leisten. Darum müssen sie sich jetzt kümmern, und zwar dringend. Im November wäre es zu spät. Savvy Contemporary: Neu-Eröffnung im Umspannwerk Rixdorf am 10. August mit zwei Ausstellungen: „The Myth of Proportional Response“ und „Ghostbusters II“. Richardstraße 20, Neukölln. www.savvy-contemporary.com
  8. 8. sisterMAG | Issue 11 | 2014
  9. 9. 25. Juli 2013 | Sylvia Baumeister
  10. 10. 01.03.2013 Von Tom Mustroph Echte Berliner Spezialität Selbstorganisierte Kunstinitiativen kämpfen ums Überleben Berlin ist bunter, vielfältiger und überraschender, als selbst Eingeweihte denken. Zu dieser Erkenntnis verhalf eine originellerweise als Bustour organisierte Prämierung von Projekträumen der bildenden Kunst in Berlin. Mehr als 150 dieser selbstorganisierten und nicht primär produkt-, sondern diskursorientierten Initiativen mit und ohne feste Präsentationsadresse gibt es mittlerweile in der Stadt. Das ist mehr, als selbst Mitglieder der Jury, die die sieben Preisträger auswählten, vorher vermutet hatten. Die Bustour, die im Wedding bei dem sehr jungen und munteren Organ Kritischer Kunst (OKK) begann, dann in eine noch nicht ganz gentrifizierte Ecke im Prenzlauer Berg und später in die von Investorenbaugruben zerfurchte Mitte führte, um schließlich in Neukölln und am Kottbusser Tor ein kontrastreiches Ende zu finden, gestaltete sich deshalb nicht nur als Weiterbildungstour für den die Preise verteilenden Kulturstaatssekretär André Schmitz und einige Vertreter des Kulturausschusses. Auch mitreisende Journalisten und sogar Vertreter anderer Projekträume lernten dazu. Aber genau dies - eine gegenseitige Wahrnehmung, aus der erst Vernetzung und schließlich gemeinsame kulturpolitische Positionierung erreicht werden können - ist das Anliegen der 2009 ins Leben gerufenen Initiative. Sie hatte schon vor zwei Jahren eine substanzielle Unterstützung dieser Szene gefordert. Die Rechnung lautete damals: 100 Projekträume benötigen je 50 000 Euro im Jahr, weitere 50 je 20 000 Euro, so dass man auf sechs Millionen Euro jährlich kommt. Angesichts mancher in der Stadt bewegten Bausummen ein Klacks. Die 210 000 Euro, die insgesamt an die Wettbewerbssieger ausgegeben wurden, nehmen sich ihrerseits wie ein Klacks aus angesichts des Bedarfs. Andererseits sollte gewürdigt werden, dass der Wettbewerb selbst für eine viel größere Sichtbarkeit dieser Szene sorgte. Projekträume sind - zumindest in dieser Dichte - eine echte Berliner Spezialität. Sie unterscheiden sich von Galerien, die - bis auf die wenigen verbliebenen kommunalen Galerien - allesamt auf den Verkauf von Kunstobjekten ausgerichtet sind, vor allem durch die Betonung des Redens über und Forschens zu Kunst. Gegenstand sind Diskurse, wie etwa der über Räume und Nichträume, der derzeit in Savvy Contemporary, einem der Preisträger in der Neuköllner Richardstraße, innerhalb der Gruppenausstellung »NON[ ]« geführt wird. Projekträume unterscheiden sich auch von Produzentengalerien, die Zusammenschlüsse von Künstlern sind, um ihre Arbeiten besser zu präsentieren. Sie übernehmen von den Produzentengalerien aber den Ansatz von Selbstorganisation und mehr oder minder demokratischen Strukturen. Als Keimzelle des Neuen sind sie unabdingbar. Dieser Bedeutung eingedenk machte Schmitz denn auch Hoffnungen, dass im nächsten Jahr noch etwas Preisgeld mehr verteilt werden könnte. Beim Gang durch die Preisträgerräume verdichtete sich aber auch die Befürchtung, dass etwas mehr bald nicht mehr genug sein dürfte. »Wie lange noch können wir, wollen wir uns Berlin noch leisten?«, wisperte es allenthalben. Heimo Lattner, Kurator von »General Public« in der Schönhauser Allee, sprach den Satz dann endlich auch offiziell aus. »Wie lange bleiben die Künstler noch in Berlin? Ab wann können sie sich die Stadt nicht mehr leisten?«, fragte er - und verwies darauf, dass seine Einrichtung einen Großteil des Preisgeldes wohl für die demnächst steigende Miete aufwenden werden muss. Kunstförderung wird so zur direkten Immobiliensubvention. Einen Ausweg aus dieser Zwangslage sah Stephane Bauer, Mitglied der Jury des Projektraumwettbewerbs und selbst Leiter eines der traditionsreichsten Projekträume dieser Stadt - dem Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien - vor allem im Umsteuern der Liegenschaftspolitik. Weil auch Staatssekretär Schmitz und die anwesenden Vertreter des Kulturausschusses des Abgeordnetenhauses dies so sahen - Die LINKE fehlte unerklärlicherweise -, ist zu hoffen, dass der Verkauf von Landesimmobilien nun doch eingeschränkt und zuerst über dem Gemeinwohl dienende Interessen nachgedacht wird. Insofern könnte die mobile Preisverleihung der Auftakt zu einer konkreten Politik der Kulturraumsicherung werden. Die Hoffnung zumindest stirbt zuletzt.
  11. 11. 20.Juli 2011
  12. 12. TV
  13. 13. RADIO
  14. 14. ONLINE MEDIA
  15. 15. 28th April 2015 http://www.lisa.gerda-henkel- stiftung.de/deutschland_befindet_sich_noch_in_kolonialamnesie?nav_i d=5577
  16. 16. By Anastatia Spicer Continually re-examining the past helps us imagine alternative possibilities for the present and future. SAVVY Contemporary‘s art exhibition,“Wir Sind Alle Berliner 1884-2014” curated by Simon Njami did just this. The show was open from November 2014 to February 2015, in commemoration of the 130 years since the Berlin-Congo Conference. By bringing together artists from many different locations all working with topics of colonialism, the exhibition showed it is necessary to re-visit our colonial histories through different narratives to understand modern day issues and activism. There is very little institutional support going towards telling colonial histories which, I found out through SAVVY Co-founder Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, made it difficult to fund the exhibition. Despite this, thousands of people came through the space over the months it was open, showing that there is great public interest in examining colonial past and presents even if institutions aren’t ready to accept this. Each weekend members of SAVVY offered tours to the public to explain who the artists were and some history behind the work being shown. These tours were key in bridging a conversation to the public, they were accessible and informative. The variety of art shown gave multiple visual interpretations of breaking down colonial histories and having a guide through this was very helpful. The art provided questions without needing immediate answers or understanding. This made it possible for people coming from any background to take part in the tours, ask questions and learn. One of my favorite pieces was Filipa César’s video piece, The Embassy (2011), because of it’s simple camera shot mixed with a layered narrative. The film shows a pair of hands flipping through a photo album filled with black and white images from the 1940s – 1950s in Guinea- Bissau. The hands belong to Armando Lona, a Guinean journalist and activist. This piece is especially gripping because we hear Lona’s perspective on these images which represent direct debris of colonialism. Having grown up in Guinea-Bissau, he carefully explains the photographs, and his experience of them. The images show the effects of colonization through monuments, sites and buildings. Lona makes a point to show that what is not documented in the photo album is art from the Guinean culture. What is not represented in the photo album shows how colonialisms erasure of art affects understandings of history today.
  17. 17. At points it seemed the choice of who to include in the show became too wide. Cyrill Lachauer’s piece, Horses, Manillas and the Smallpox Blankets, caught my attention because of the connection to the history and present experiences of colonialism in the United States. The piece referenced the history of Lord Jeffrey Amherst, who gave out blankets with smallpox to Native Americans to kill them. The piece was a woolen blanket set on the ground with some branding marks of horseshoes, it is one in a series of work he has about Native American history and ritual. I was confused about why this German man is making work about the history and experience of Native Americans. After researching him, his only connection to Native Americans seems to be through ethnographic research. There are certainly Native American artists grappling with their history in their work so it seems strange that they chose to show Lachauer. It seemed like they wanted to include a symbol of colonialism from the United States in the show but this choice fell short. At the end of February a series of lectures was held at the ICI Berlin, bringing together scholars and artists to talk about work around colonialism happening in academia. The weekend of lectures was very important because the tour and time at the exhibition didn’t provide the space to get into in-depth discussions. For example, why it was very odd to have a white German man represent the genocide of Native Americans. However, multiple times throughout the weekend the artists on the panels were placed last to speak and barely got a chance to say much. This created a disconnected between the exhibition and the lectures. The pieces included in the show could have been focused on a bit more in the lectures to bridge these two worlds of academia and art. At times the panel felt exclusive because of the vocabulary used. Despite this, the conference was very powerful because of the many different geographic locations and ideas which were brought together. It seems important to appreciate the two spaces for the different opportunities they provided. The art was accessible and informative to a wide range of people. The lecture series was more exclusive but equally important as it brought together scholars and creators from very disparate geographic locations and gave time to dive very deeply into how people across disciplines are thinking about colonial past and presents. 17th April 2015 http://artistswac.org/german-colonialism-thorugh-art
  18. 18. 1. Dezember 2014 contemporaryand.com/de/magazines/die-berliner-konferenz-wie- kunst-das-aufteilen-eines-kontinent-behandelt
  19. 19. 2. Dezember 2014 progress-online.at/artikel/postkolonial-sind-wir- noch-lange-nicht
  20. 20. 15. Dezember 2014 art-in-berlin.de/incbmeld.php?id=3414

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