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Welche Konzepte/Ideen liegen vor?
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Portfolio-Prozesse Nach Hilzensauer & Hornung-Prähauser (2006)
Konkrete Instrumente <ul><li>ProfilPASS:  </li></ul><ul><ul><li>Ein “Ringordner” plus ausgebildete Berater/Kurse </li></ul...
Aktuelle Projekte der EduMedia Gruppe... www.olcos.org   www.mosep.org ... und viele, auch deutschsprachige Veröffentlichu...
Kontakt <ul><li>Dr. Sandra Schaffert </li></ul><ul><li>Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. </li></ul><ul><li>J...
Quellen/Literatur <ul><li>eLpA – ePortfolio Initiative Austria (2007). Flyer. Online zugänglich unter:  http://e-portfolio...
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2007-10-30-Bifeb-Schaffert

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Kurzvortrag im Rahmen von “Dialog Lebenslanges Lernen - Workshop - Herausforderungen an die Bildungspolitik“, einem ExpertInnenworkshop am bifeb) in Strobl, AT (Oktober 2007)

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2007-10-30-Bifeb-Schaffert

  1. 1. Informelles Lernen Erwachsener: Bedeutung, Herausforderungen, Konzepte Dialog Lebenslanges Lernen: Herausforderungen an die Bildungspolitik 29.-31.10.2007, bifeb) in Strobl Sandra Schaffert Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. Research Group EduMedia
  2. 2. Antworten auf ... <ul><li>Was ist “informelles Lernen”? </li></ul><ul><li>Welche Bedeutung hat es? </li></ul><ul><li>Welche Herausforderungen birgt es? </li></ul><ul><li>Welche Konzepte/Ideen liegen vor? </li></ul>
  3. 3. Was ist “informelles Lernen”?
  4. 4. Was ist informelles Lernen? <ul><li>Die Europäische Kommission unterscheidet (2000) </li></ul><ul><ul><li>Formales Lernen findet in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen statt (...) </li></ul></ul><ul><ul><li>Nicht-formales Lernen findet außerhalb der Hauptsysteme (...) statt und führt nicht unbedingt zu Erwerb eines formalen Abschlusses (...) </li></ul></ul><ul><ul><li>Informelles Lernen ist eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens (...) </li></ul></ul><ul><ul><li>Im deutschsprachigen Raum haben sich die Begriffe “non-formales”/”nicht formales” Lernen nicht durchgesetzt </li></ul></ul>
  5. 5. Was ist Lernen? (Lernen ist nicht “Bildung”!) <ul><li>Perspektive der Psychologie/Bildungsforschung: </li></ul><ul><ul><li>Lernen ist Veränderung des Verhaltens oder des Verhaltenspotentials </li></ul></ul><ul><li>Perspektive der Pädagogik/pädagogischen Praxis: </li></ul><ul><ul><li>Aktive, nicht-therapeutische Aktivität </li></ul></ul><ul><ul><li>mit dem Ziel der Verbesserung </li></ul></ul><ul><li>Mehr oder weniger berücksichtigen beide Perspektiven bewusst </li></ul><ul><ul><li>Die Situation des Lerners (Vorwissen, Erfahrungen, Emotionen...) </li></ul></ul><ul><ul><li>Bedingungen der Situation </li></ul></ul>
  6. 6. Welche Bedeutung hat informelles Lernen?
  7. 7. Verhältnis informelles – formales Lernen <ul><li>Faure et. Al (1974): “70 Prozent” der Lernprozesse finden außerhalb von Bildungsinstitutionen statt </li></ul><ul><li>Quantität und Bedeutung des informellen Lernens ist insbesondere von den Bildungsvoraussetzungen, dem Erwerbsstatus, aber auch von familiären Bedingungen abhängig (Kinder!) </li></ul>
  8. 8. Zeitaufwand für berufliches Lernen Täglicher Zeitaufwand für berufliches Lernen 2001/2002 in Form von Unterricht und informellem Lernen innerhalb und außerhalb der Arbeitszeit von Frauen in der Familienphase und anderen Gruppen (in Minuten). Quelle: Schaffert (2007, S. 146), Berechnungen des Scientific-Use-Files der Zeitverwendungsstudie des Statistischen Bundesamtes 2001/2002.
  9. 9. Zeitaufwand für persönliche Weiterbildung Täglicher Zeitaufwand für persönliche Weiterbildung 2001/2002 in Form von Unterricht und informellem Lernen von Frauen in der Familienphase und anderen Gruppen (in Minuten). Quelle: Schaffert (2007, S. 151), Berechnungen des Scientific-Use-Files der Zeitverwendungsstudie des Statistischen Bundesamtes 2001/2002.
  10. 10. Methoden des Lernens nach höchstem Bildungsabschluss Methoden für Bildung und Lernen nach höchstem Bildungsabschluss. Quelle: Ergebnisse der Zeitverwendungsstudie 2001/2002 (Statistisches Bundesamt 2003, S. 34).
  11. 11. Die für die berufliche (!) Entwicklung am bedeutenste betrachtete Lernkontexte der erwerbsnahen Bevölkerung Die am wichtigsten für die berufliche Entwicklung beschriebene Lernkontexte von ausgewählte Gruppen 'erwerbsnaher Personen' in Prozent. Quelle: Schiersmann (2006, S. 36 ff.).
  12. 12. Frauen der Stillen Reserve: Sind ihre (informell) erworbenen Kenntnisse beruflich verwertbar? Anteil der Mütter der stillen Reserve im Gebiet Niederrhein, die angeben, beruflich verwertbare Kenntnisse und Fähigkeiten erworben zu haben. Quelle: Schaffert (2007, S. 171), Berechnung der Daten von Ludwig (2003, vgl. Frage 64 ff.). Anmerkung: ¹ohne Studium n=203, mit Studium n=30.
  13. 13. Welche Herausforderungen birgt informelles Lernen?
  14. 14. Herausforderungen <ul><li>Informelles Lernen, besonders außerhalb der Erwerbstätigkeit, wird weder am Arbeitsmarkt noch im Weiterbildungwesen anerkannt </li></ul><ul><li>Möglichkeiten des informellen Lernens sind auch eingeschränkt durch Einschränkungen bei der </li></ul><ul><ul><li>Kompetenz, selbstgesteuert zu lernen (auch: ICT-Bildung!) </li></ul></ul><ul><ul><li>Kenntnis der Möglichkeiten (Weiterbildungs-/Lernberatung!) </li></ul></ul><ul><ul><li>Fähigkeit, das Lernen und dessen Bedeutung selbst wahrzunehmen </li></ul></ul>
  15. 15. Welche Konzepte/Ideen liegen vor?
  16. 16. Instrumente <ul><li>Formale Akkreditierung/Zertifizierung </li></ul><ul><ul><li>Für informelles Lernen im deutschsprachigen Raum kaum im Einsatz, aber vorhanden: Zertifizierungsprüfungen im Bereich IT </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>z. B. Europäischer Computerführerschein </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Microsoft Zertifizierungen </li></ul></ul></ul><ul><li>Anrechnung/Anerkennung für Weiterbildung </li></ul><ul><ul><li>Anerkennung von Arbeitszeiten/Berufserfahrung </li></ul></ul><ul><ul><li>Praktisch nicht: informelles Lernen außerhalb der Erwerbstätigkeit </li></ul></ul>
  17. 17. Instrument/Methode: (E-) Portfolio-Ansatz <ul><li>Unterstützung des selbst gesteuerten, organisierten und bestimmten Lernens und dessen Dokumentation </li></ul><ul><li>„E-PORTFOLIO = persönliche elektronische Wissensdokumentation, um Lernprozesse in allen Bereichen des Lebens zu unterstützen und dabei erworbene Kompetenzen zu veranschaulichen.“ (vgl. ELPA, 2007) </li></ul>
  18. 18. Portfolio-Prozesse Nach Hilzensauer & Hornung-Prähauser (2006)
  19. 19. Konkrete Instrumente <ul><li>ProfilPASS: </li></ul><ul><ul><li>Ein “Ringordner” plus ausgebildete Berater/Kurse </li></ul></ul><ul><ul><li>vom DIE, DIPF u.a. entwickelt </li></ul></ul><ul><ul><li>Umfasst Vorlagen/Aufgaben zu den Themen </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>“Mein Leben – ein Überblick” </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>“Meine Tätigkeitsfelder – eine Dokumentation” </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>“Meine Kompetenzen – eine Bilanz” </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>“Meine Ziele und die nächsten Schritte” </li></ul></ul></ul><ul><li>Themenspezifische Portfolio-Arbeit, z. B. das Sprachenportfolio </li></ul>
  20. 20. Aktuelle Projekte der EduMedia Gruppe... www.olcos.org www.mosep.org ... und viele, auch deutschsprachige Veröffentlichungen u.a. eine Studie zum Einsatz von E-Portfolios an Hochschulen: http://edumedia.salzburgresearch.at
  21. 21. Kontakt <ul><li>Dr. Sandra Schaffert </li></ul><ul><li>Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. </li></ul><ul><li>Jakob-Haringer-Str. 5/III </li></ul><ul><li>A-5020 Salzburg </li></ul><ul><li>Phone: +43-662-2288-429 </li></ul><ul><li>Fax: +43-662-2288-222 </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>http://edumedia.salzburgresearch.at </li></ul>
  22. 22. Quellen/Literatur <ul><li>eLpA – ePortfolio Initiative Austria (2007). Flyer. Online zugänglich unter: http://e-portfolio.at </li></ul><ul><li>Faure, Edgar; Herrera, Felipe; Kaddura, Abdul-Razzak; Lopes, Henri; Petrovski, Artur V.; Rahnema, Majid & Champion Ward, Frederick (1973). Wie wir leben lernen. Der Unesco-Bericht über Ziele und Zukunft unserer Erziehungsprogramme. Reinbek: Rowohlt. </li></ul><ul><li>Hilzensauer, W. & Hornung-Prähauser, V. (2006). ePortfolio – Methode und Werkzeug für kompetenzorientiertes Lernen. Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. – EduMedia. Zugänglich unter: http://edumedia.salzburgresearch.at/ </li></ul><ul><li>Ludwig, Beate (2003). Konzeptentwicklung zur Integration der &quot;Stillen Reserve&quot; in eine regionale arbeitsmarktpolitische Strategie. Duisburg. </li></ul><ul><li>Schaffert, Sandra (2007). Beruflich relevantes Lernen von Frauen in der Familienphase. Empirische Analysen zu den Lernaktivitäten von Müttern während der familienbedingten Berufsunterbrechung. Zugänglich unter: http://sandra.schaffert.ws </li></ul><ul><li>Schiersmann, Christiane (2006). Profile lebenslangen Lernens. Weiterbildungserfahrungen und Lernbereitschaft der erwerbstätigen Bevölkerung. Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag. </li></ul><ul><li>Statistisches Bundesamt (2003). Wo bleibt die Zeit? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland 2001/2002. Wiesbaden. Online zugänglich unter: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2003/wbdz.pdf (Stand 29.12.2006). </li></ul>

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