Verantwortungsvoll
journalistisch handeln
Workshop ems, 24./25. Oktober 2013
Tag 2 „Journalismus & Trauma“

Max F. Ruppert...
Was ist Trauma?
• Zu allererst: Kontrollverlust und
Hilflosigkeit!

• Eine normale Reaktion auf ein nicht
normales Ereigni...
Auslöser
Krieg, Naturkatastrophen, Flucht,
Vertreibung, Unfälle, Misshandlungen, Folter,
Vernachlässigung, sexueller Missb...
Was ist Trauma?

Quelle: http://www.freunde-waldorf.de/notfallpaedagogik/hintergrund/trauma.html
Freitag, 1. November 13
Natürlicher Prozess der
Traumaverarbeitung

Ereignis

Schockzustand

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Trauma – was passiert im
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• Gehirn schaltet auf Überlebensprogramm:
• Weglaufen/Kämpfen/totstellen
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• Weitere Schutzfunktionen
• Alles vermeiden, was an die belastende
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Weitere Folgen
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Individuelle Verarbeitung von
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Schlägt unterschiedlich an!
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Für Journalisten wichtig
• Verarbeitung eines traumatischen
Erlebnisses benötigt Zeit!

• Grober Anhaltspunkt: 10-14 Tage
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Trauma – Therapie
Risikofaktoren, die eine Verarbeitung
erschweren

‣ frühere Traumatisierungen
‣ Verlust eines Kindes/ein...
Trauma – wie verhalten?
Betroffene Menschen brauchen
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Ethik ems tag2

  1. 1. Verantwortungsvoll journalistisch handeln Workshop ems, 24./25. Oktober 2013 Tag 2 „Journalismus & Trauma“ Max F. Ruppert | Journalist | Kommunikationswissenschaftler | ruppmax@gmx.de | http://ruppmax.wordpress.com Freitag, 1. November 13
  2. 2. Was ist Trauma? • Zu allererst: Kontrollverlust und Hilflosigkeit! • Eine normale Reaktion auf ein nicht normales Ereignis • Psychotrauma ist eine Verletzung der Seele, die durch ein schwer belastendes, unvorhersehbares Ereignis ausgelöst wird. Freitag, 1. November 13
  3. 3. Auslöser Krieg, Naturkatastrophen, Flucht, Vertreibung, Unfälle, Misshandlungen, Folter, Vernachlässigung, sexueller Missbrauch, Mobbing und das Miterleben katastrophaler Geschehnisse. Die Wirkung des Traumas hängt vom subjektiven Empfinden der/des Betroffenen ab und nicht von der Intensität des tatsächlich Geschehenen. Freitag, 1. November 13
  4. 4. Was ist Trauma? Quelle: http://www.freunde-waldorf.de/notfallpaedagogik/hintergrund/trauma.html Freitag, 1. November 13
  5. 5. Natürlicher Prozess der Traumaverarbeitung Ereignis Schockzustand Erste Verarbeitungsphase Zweite Verarbeitungsphase Freitag, 1. November 13
  6. 6. Trauma – was passiert im Gehirn? • Gehirn schaltet auf Überlebensprogramm: • Weglaufen/Kämpfen/totstellen • Kette von sinnvollen Reaktionen: Stresshormone --> hoher Blutdruck --> Herz schlägt --> Atmung flach und schnell (Stimme gepresst und hoch) • Gefühle: Todesangst, Bedrohung, „Tunnelblick“! Freitag, 1. November 13
  7. 7. Traumafolgen/verarbeitung • Weitere Schutzfunktionen • Alles vermeiden, was an die belastende Siutation erinnert • Versuch des Gehirns, die Angst zu kontrollieren • Vergessen,Vermeiden & ständiges Wachsamsein als Schutz! (Hyperarousal) Freitag, 1. November 13
  8. 8. Weitere Folgen • Intrusionen: ein Bild, der Geruch, ein Geräusch oder ein Knall sorgen dafür, dass die Erinnerungen und Gefühle wieder hochkommen. • „Verrückt“ für Außenstehende: Man sieht & fühlt etwas, was im Moment nicht da ist. • Schlafstörungen, weil diese Erinnerungen meistens abends oder nachts kommen Freitag, 1. November 13
  9. 9. Individuelle Verarbeitung von traumatischen Situationen Schlägt unterschiedlich an! oder Nicht jede belastende Situation ist für jeden Menschen traumatisierend! Freitag, 1. November 13
  10. 10. Für Journalisten wichtig • Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses benötigt Zeit! • Grober Anhaltspunkt: 10-14 Tage Schockzustand,Verarbeitungsphase kann bis zu einem halben Jahr dauern. • Traumatisierte in der ersten Zeit nach dem Ereignis sind nicht „Herr ihrer selbst“. • Interviews über das Ereignis können zu „Flashbacks“ (Intrusionen) und einem erneuten Durchleben des Traumas führen Freitag, 1. November 13
  11. 11. Trauma – Therapie Risikofaktoren, die eine Verarbeitung erschweren ‣ frühere Traumatisierungen ‣ Verlust eines Kindes/eines nahen Angehörigen ‣ Eigene körperliche Verletzungen ‣ Weiterer Kontakt zum Täter Freitag, 1. November 13
  12. 12. Trauma – wie verhalten? Betroffene Menschen brauchen verständnisvolle Mitmenschen! Was sie auf keinen Fall brauchen: Ungeduldige Journalisten unter Zeitdruck Vorsicht auch vor einer sekundären Traumatisierung! Freitag, 1. November 13
  13. 13. Aufgabe „ems-Ethik“ Freitag, 1. November 13

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