Promovieren geht über
Studieren?
Gedanken zu Dissertation & Promotion sowie ihrer
Bedeutung im Lebenslauf
Dr. Robert Piehl...
Gliederung - Worum geht es?
1. Einführung - Begriffliches
2. Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf & Motive
3. Lessons Learned -...
Promotion: Verfahren zur Erlangung eines
Doktorgrades  umfasst Dissertation, mündliche
Prüfung(en), Veröffentlichung der ...
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Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf
Vgl. Münch 2003, S. 6.
2. Doktorvater1. Prädikatsexamen
3. Geeignetes
Thema
4. Finanzier...
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Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf
Vgl. Münch 2003, S. 6.
6. Abgabe &
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5. Schreiben
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8. Erhalt ...
Nr. Motiv Zustimmung
1 Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten 87,1 %
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Nr. Motiv Zustimmung
9 Höheres Einkommen später im Beruf 41,5 %
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Pragmatische Zeitplanung  Ziele setzen und kontinuierlich kontrollieren, aber sich
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1. Do-it-all-Fallacy: Fokussierung auf Masse von Aspekten
anstatt auf Sinnhaftigkeit führt nur zu komplexen
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1. Method Fallacy: Falsche Vorstellungen bezüglich der
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Eine Promotion hat mehr mit einem Selbststudium gemeinsam
als mit einem klassischen Studiengang.
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Münch (2003): Promotion. Tübingen: Mohr Siebeck.
Stock et al. (2006): Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von
Promoviert...
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Promovieren geht über Studieren? Gedanken zu Dissertation & Promotion sowie ihrer Bedeutung im Lebenslauf.

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Vortrag zu den 10. Studentischen Medientagen Chemnitz zu Ablauf und Motiven für eine Promotion. Darin werden auch Aspekte des Selbstmanagements und potenzielle Fehlerquellen behandelt.

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Promovieren geht über Studieren? Gedanken zu Dissertation & Promotion sowie ihrer Bedeutung im Lebenslauf.

  1. 1. Promovieren geht über Studieren? Gedanken zu Dissertation & Promotion sowie ihrer Bedeutung im Lebenslauf Dr. Robert Piehler - 10. Studentische Medientage Chemnitz 2014 - 26.04.2014
  2. 2. Gliederung - Worum geht es? 1. Einführung - Begriffliches 2. Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf & Motive 3. Lessons Learned - Selbstmanagement 4. Lessons Learned - Fehlerquellen 5. Zusammenfassung 2
  3. 3. Promotion: Verfahren zur Erlangung eines Doktorgrades  umfasst Dissertation, mündliche Prüfung(en), Veröffentlichung der Dissertation Dissertation: Schriftliche Arbeit, die beim Promotionsausschuss eingereicht wird = Doktorarbeit Betreuer: Professor oder andere Person mit Promotionsrecht = Doktorvater  häufig auch Gutachter der Dissertation 3 Einführung - Begriffliches Vgl. Stock et al. (2006), S. VII f.
  4. 4. 4 Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf Vgl. Münch 2003, S. 6. 2. Doktorvater1. Prädikatsexamen 3. Geeignetes Thema 4. Finanzierung •Hochschulabschluss mit überdurch- schnittlicherNote •Zugangsvoraus- setzungen in Promotionsordnung prüfen •Prozess Promotion in Promotionsordnung prüfen •Finden des Betreuers •Fachliche und persönliche Zusammenarbeit prüfen •Führungsstil & Arbeitsweise prüfen •Betreuer = Vorgesetzter & Gutachter der Dissertation •Relevanz, Neuheit und Machbarkeit müssen nachgewiesen werden •Themenbereich vs. Untersuchungsthema •Ständiges Feedback aus Analyseschritten & Arbeitsfortschritten •Zeitlich am meisten unterschätzter Bereich zu Beginn •Häufig: Promotionsstellen an Universitäten & Forschungsinstituten •Alternativ: Drittmittelstellen (Forschungsprojekte), Stipendien •Selten: Externe Promotion (Privat/Wirtschaft)
  5. 5. 5 Der Weg zum Doktorgrad - Ablauf Vgl. Münch 2003, S. 6. 6. Abgabe & Mündliche 5. Schreiben 7. Veröffentlichung 8. Erhalt Urkunde •Kontinuierlicher Prozess •Veröffentlichung & Diskussion von Zwischenergebnissen durch Tagungen, Herausgebe rbände, Zeitschriften, Mitwirkung an Lehrbüchern •Absprung aus Analyse nicht verpassen! •Zweit- & Drittgutachter müssen akquiriert werden •Für mündl. Prüfung verschiedene Formen möglich, in Promotions- ordnung geregelt •Verteidigung (Disputation) vs. Fachprüfung (Rigorosum) vs. Mischformen •Verlag vs. BOD •Vorgaben Promotionsordnung berücksichtigen (Zeitrahmen, Pflichtexemplare) •Finanzierung sicherstellen •Sekt kalt stellen Und danach? Wissenschaft (Habilitation, Juniorpro fessur) vs. Wirtschaft (Industrieforschung) vs. Öffentliche Verwaltung
  6. 6. Nr. Motiv Zustimmung 1 Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten 87,1 % 2 Interesse am Thema 85,2 % 3 Promotion als Voraussetzung für berufliche Tätigkeit 76,1 % 4 Interesse an Methoden/Theorien des Fachs 71,1 % 5 Interesse an wissenschaftlicher Karriere 59,9 % 6 Nachgehen von persönlichen Fähigkeiten/Begabungen 48,2 % 7 Promotion ist im Fach üblich (z. B. Medizin) 46,9 % 8 Aussichten auf sicheren Arbeitsplatz verbessern 45, 4 % 6 Der Weg zum Doktorgrad - Motive Vgl. Thesis 2004, n≈10.000.
  7. 7. Nr. Motiv Zustimmung 9 Höheres Einkommen später im Beruf 41,5 % 10 Bessere Berufschancen außerhalb der Wissenschaft 40,3 % 11 Studentisches Lebensgefühl länger auskosten 22,7 % 12 Erwartungen der Familie 22,1 % 13 Keine andere interessante Stelle gefunden 14,1 % 14 Keine andere Stelle zur Sicherung des Lebensunterhalts gefunden 9,7 % 15 Anregung von einem Hochschullehrer zur Promotion 6,0 % 7 Der Weg zum Doktorgrad - Motive Vgl. Thesis 2004, n≈10.000.
  8. 8. Pragmatische Zeitplanung  Ziele setzen und kontinuierlich kontrollieren, aber sich nicht dem Diktat einer (meist willkürlichen) Frist unterwerfen. Teilziele formulieren  Für die Motivation ist es wichtig‚ ‚kleine Erfolge‘ zu feiern. Neid vermeiden  Vergleiche mit dem (vermeintlichen) Stand anderer Doktoranden machen unglücklich  Dissertationsprojekte verlaufen sehr unterschiedlich. Sauber arbeiten  Erleichtert Rückgriff auf Vorarbeiten  Insbesondere wenn das Thema steht, führt ‚Quick&Dirty‘ meist nur zu doppelter Arbeit. Gesunder Tunnelblick  In arbeitsreichen Phasen fokussieren (z. B. beim Literaturüberblick, Abschluss), dazwischen aber auch sicherstellen, dass alternative Quellen der Zufriedenheit bestehen (z. B. während der Erhebung). Don‘t panic!  Kleinere & größere Katastrophen auf dem Weg zur Diss sind normal. 8 Lessons Learned - Selbstmanagement
  9. 9. 1. Confirmation Fallacy: Nur Bestätigungen der eigenen Ideen suchen, Alarmsignale missachten, sich über einen infiniten Regress in etwas verrennen. 2. Same Breed Fallacy: Problemanalyse ausschließlich aus der Gruppenperspektive am Lehrstuhl kann kreatives Denken behindern. 3. Naming Fallacy: Ein vermeintliches neues Phänomen ist in einer anderen Disziplin oder unter einem anderen Namen ein alter Hut. 9 Lessons Learned - Fehlerquellen Forschungs- paradigma
  10. 10. 1. Do-it-all-Fallacy: Fokussierung auf Masse von Aspekten anstatt auf Sinnhaftigkeit führt nur zu komplexen Modellen, aber nicht zum Erfolg. 2. Generic Theory Fallacy: Eine sehr allgemeine Theorie genügt meist nicht zur Konzeptionalisierung eines aussagekräftigen Modells. 3. Empirism Fallacy: Anspruchsvolle empirische Methoden können theoretische Fehler und logische Inkonsistenzen nicht korrigieren. 10 Lessons Learned - Fehlerquellen Scope
  11. 11. 1. Method Fallacy: Falsche Vorstellungen bezüglich der Möglichkeiten der empirischen Methode führen zu ununtersuchbaren Modellen. 2. Proxy Measurement Fallacy: Proxymessungen sind manchmal notwendig, können jedoch auch auf Mängel im Modell hinweisen. 3. Informant Fallacy: Befragung von Zielgruppen, die das Phänomen nicht einschätzen können. 11 Lessons Learned - Fehlerquellen Methode
  12. 12. Eine Promotion hat mehr mit einem Selbststudium gemeinsam als mit einem klassischen Studiengang. Aus den Erfahrungen im Studium heraus wird die Themenfindungs- & -spezifizierungsphase häufig unterschätzt. Methodisches & inhaltliches Feedback ist wichtig. Eine Dissertation ist zwar eine selbstständige wissenschaftliche Leistung, aber keine Eremitei. Eine gewisse Freude am Lösen kniffliger Probleme und Frustrationstoleranz schaden nicht. 12 Zusammenfassung
  13. 13. Münch (2003): Promotion. Tübingen: Mohr Siebeck. Stock et al. (2006): Erfolgreich promovieren. Ein Ratgeber von Promovierten für Promovierende. Berlin: Springer. Thesis e.V. (2004): Auswertung der Thesis- Doktorandenbefragung, Frankfurt am Main: Thesis e.V. 13 Quellen

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