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  1. 1. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext 1
  2. 2. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext DanksagungDiese Diplomarbeit wäre ohne die Unterstützung folgender Personen undInstitutionen in der vorliegenden Form nicht möglich gewesen. Allen voran möchteich meinen Eltern danken, für ihre geduldige Unterstützung und nachhaltigeMotivation. Herrn Univ. Prof. Dr. Dr. Nicolae Alexandru Pop verdanke ich aus denGesprächen wichtige Anregungen und Konzepte. Herr Univ. Assist. Dr. Dan CristianDabija hat mir durch seine Bereitschaft zu regelmäßigen Besprechungsterminen mitKorrekturen geholfen. Nicht zuletzt verdanke ich dem Reitverein Transilvania durchdie Bereitstellung von umfangreicher Dokumentation die Grundlage meinerImplementation. 2
  3. 3. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext BABEŞ-BOLYAI UNIVERSITÄT FAKULTÄT DER WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN UND UNTERNEHMENSFÜHRUNG CLUJ-NAPOCA DIPLOMARBEIT DIE VERGLEICHENDE POTENTIALANALYSE DES REITTOURISMUS IM INTERNATIONALEN KONTEXTWissenschaftlicher BetreuerUNIV. PROF. DR. DR. H.C. NICOLAE ALEXANDRU POPUNIV. ASSIST. DR. DAN CRISTIAN DABIJA Studentin ROXANA DÂRJAN - 2010 - 3
  4. 4. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext 4
  5. 5. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext INHALTSVERZEICHNIS Zusammenfassung in rumänischer Sprache ............................................................... 9EINFÜHRUNG .......................................................................................................... 11 Problemstellung und Zielsetzung ............................................................................. 11KAPITEL 1 : EINFÜHRUNG IN DAS THEMA FREIZEITGEOGRAPHIE .... 14 1.1. DER BEGRIFF TOURISMUS ......................................................................... 14 1.2. TOURISMUS ALS FREIZEITFAKTOR ........................................................ 15 1.3. DIE FREIZEITGEOGRAPHIE UND DAS FREIZEITVERHALTEN .......... 15 1.3.2 . DEFINITIONEN ....................................................................................... 16 1.3.3. AUFGABEN UND ZIELE DER GEOGRAPHIE DES FREIZEITVERHALTENS ................................................................................... 18 1.3.4. ALLGEMEINE BEDEUTUNG DES FREIZEIVERHALTENS ............. 18 1.3.5. PROZESSE DER FREIZEITGESTALTUNG .......................................... 19 1.3.6. DIE ROLLE DES KONSUMENTEN ....................................................... 22 1.3.7. DIE ANBIETER DES FREIZEITANGEBOTS........................................ 23 1.3.8. DIE NACHFRAGE DES FREIZEITANGEBOTS ................................... 23 1.3.9. MOTIVE DER REISENDEN ................................................................... 24KAPITEL 2 : DIE TRENDS IM SPORTTOURISMUS ........................................ 25 2.1. HISTORISCHER HINTERGRUND DES SPORTTOURISMUS .................. 25 2.2. SPORTARTEN IM RAHMEN DES SPORTS – UND REISETOURISMUS 25 2.3. SPORTTOURISMUS ALLGEMEIN .............................................................. 26 2.3.1. ZWEI MEGABEREICHE TREFFEN AUFEINANDER .......................... 26 2.3.2. DEFINITION DES BEGRIFFS SPORTTOURISMUS ............................ 27 3.3. DER MARKT FÜR SPORTTOURISMUS ..................................................... 27 2.3.4. DIE STRUKTUR DER NACHFRAGE .................................................... 28 2.3.5. STRUKTUR DES ANGEBOTS ............................................................... 29 2.3.6. TRENDS IN SPORTTOURISMUS .......................................................... 30KAPITEL 3 : DER REITTOURISMUS .................................................................. 31 3.1. HISTORISCHER HINTERGRUND DES REITENS ..................................... 31 3.2. DAS PFERD IM VERLAUF DER ZEIT ........................................................ 32 3.3. DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN MENSCH UND PFERD ............................. 33 3.3.1. EINSTMALS BEUTETIER ...................................................................... 33 3.3.2. MYTHOS PFERD ..................................................................................... 34 3.3.3. DIE ROLLE DES PFERDES .................................................................... 35 3.4. PFERDE ALS THERAPIEMITTEL ............................................................... 36 3.4.1. THERAPEUTISCHES REITEN ............................................................... 36 5
  6. 6. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext 3.4.2. ZUSAMMENARBEIT VON PFERD UND MENSCH ........................... 38KAPITEL 4 : REITTOURISMUS IN DEUTSCHLAND UND RUMÄNIEN ..... 39 4.1. ALLGEMEINE DARSTELLUNG .................................................................. 39 4.2. ARTEN VON REITURLAUB UND REITTOURISMUS .............................. 40 4.3. REITTOURISTEN UND PFERDEINTERESSIERTE ................................... 41 4.4. DER REITTOURISTISCHE MARKT ............................................................ 42 4.4.1 DIE ANBIETER DES REITTOURISMUS ............................................... 42 4.4.2. EINFLUSSFAKTOREN DES REITTOURISTISCHEN ANGEBOTS ... 43 4.5. PFERDESPORT UND REITTOURISMUS IN DEUTSCHLAND ............... 44 4.6. WIRTSCHAFTSFAKTOR PFERD ................................................................. 45 4.7. REITTOURISMUS IN RUMÄNIEN ............................................................. 45 4.8. ZUSAMMENFASSUNG ................................................................................. 47KAPITEL 5: ENTWICKLUNGSLINIEN FÜR DIE ERÖFFNUNG EINERREITPENSION IN RUMÄNIEN ............................................................................. 49 5.1 ERSTELLUNG EINER DURCHFÜHRBARKEITSSTUDIE ......................... 49 5.1.1. ALLGEMEINE DATEN DES ANTRAGSTELLERS ............................. 50 5.1.2. DIE BESCHREIBUNG DES PROJEKTES.............................................. 51 5.1.3. INFORMATIONEN ÜBER DIE ARBEITSKRAFT ................................ 53 5.1.4. DIE BESCHREIBUNG DER AQUISITIONEN ....................................... 53 5.1.5. DIE PROJEKTDAUER ............................................................................. 54 5.2. DIE FÖRDERUNG DER INVESTITION ....................................................... 56 5.3. DIE BERECHNUNG DER FINANZIELLEN ERFOLGSINDIKATOREN .. 60 5.3.1. DIE WIEDERGEWINNDAUER DER INVESTITION ........................... 61 5.3.2. DIE SCHÄTZUNG DER KOMMERZIELLEN RENDITEN .................. 61 5.3.3. DIE RENTABILITÄT DES INVESTIERTEN KAPITALS ................... 62 5.3.4. DIE PRODUKTIVITÄT DES INVESTIERTEN KAPITALS ( Wi ) ...... 62 5.3.5. DER NETTOKAPITALWERT ................................................................ 63 5.3.6. DER RENDITE-INDIKATOR.................................................................. 63 5.4. DAS TOURISTISCHE ANGEBOT DER REITPENSION „EQUINA” ..... 64 5.4.1. DAS TOURISTISCHE ANGEBOT FÜR INLÄNDER ........................... 64 5.4.2. DAS TOURISTISCHE ANGEBOT FÜR AUSLÄNDER ........................ 65KAPITEL 6: ALLGEMEINE SCHLUSSFOLGERUNGEN ................................ 66LITERAURVERZEICHNIS ........................................................................................ 68Ehrenwörtliche Erklärung ............................................................................................ 70 6
  7. 7. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext Tabellenverzeichnis Tabelle 1 - Nachfrage im Sporttourismus ........................................................ 28 Tabelle 2 - Die Vorstellung der besitzen Güter des Antragstellers. ................ 50 Tabelle 3 - Die benötigten Ankäufe ................................................................. 54 Tabelle 4 - Die GANT-Graphik ....................................................................... 56 Tabelle 5 - Der Wert der förderfähigen und nicht förderfähigen Ausgaben .... 57 Tabelle 6 - Die Gesamteinkommen im ersten Jahr .......................................... 58 Tabelle 7 - Die Ausgabenprognose für 2011 ................................................... 59 Tabelle 8 - Die Entwicklung der Einkommen und Ausgaben ........................ 60 Tabelle 9 - Die Entwicklung der Cash-Flows ................................................ 60 Tabelle 10 - Die kommerzielle Rendite ........................................................... 62 Tabelle 11 - „Wi" ............................................................................................. 63Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 - Das Themenfeld der Freizeitgestaltung .................................... 19 Abbildung 2 - Prozess der Imagebildung durch Freizeiteinrichtung ............... 21 Abbildung 3 - Erste Darstellungen des Pferdes................................................ 31 Abbildung 4 - Mensch und Pferd zusammen ................................................... 35 Abbildung 5 - Xenophon erklärt die Kunst des Reitens ................................... 35 Abbildung 6 - Potentielle Reittouristen ............................................................ 41 Abbildung 7 - Aktivitäten von Pferdeinteressierten ......................................... 41 Abbildung 8 - Einflussfaktoren des reittouristischen Angebots ....................... 43 Abbildung 9 - Freude an Reiten ....................................................................... 64 Abbildung 10 - Familienausritt ........................................................................ 65 7
  8. 8. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext „Où que l’homme ait laissé sa marque dans la grandascension, de la barbarie jusqu’à la civilization, on trouve, la trace du pied du cheval à son côté “ „Wo immer Menschen ihre Spuren zum großen Anstieg hinterließen,,von Barbarei zur Zivilisation, findet man neben ihnen die Hufabdrücke des Pferdes“ John Moore 8
  9. 9. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextZusammenfassung in rumänischer SpracheRezumatIn zilele noastre timpul liber este bine preţuit în raport cu timpul de muncă, fiindfolosit în scopul lărgirii orizontului de cunoaştere precum şi pentru odihnă activă şireconfortare. Astfel, se poate constata că noile nevoi şi exigenţe privind calitateacomponentelor turistice aduc îmbunătăţiri în acest sector prin diversificareaoportunităţilor de petrecere a timpului liber, stimulând apariţia şi dezvoltarea unorservicii specifice – şi anume a celor de agrement.Turismul de agrement constituie în prezent o ramură importanta şi de viitor a pieţeituristice. Datorită unei cereri în continuă creştere din partea turiştilor, s-au formattendinţe cu un grad ridicat de popularitate în domeniul turismului, cum ar fi turismulsportiv şi de vacanţă. In ultimii ani s-a dovedit că aceste tendinţe a turismului au rolulunor factori pozitivi ceea ce priveşte situaţia economică a unei ţări.Turismul ecvestru este considerat in multe ţări o tendinţă populara a turismului. InGermania turismul ecvestru este cel mai apreciat, fiind privit ca o perspectivă foartebună pentru viitor. Din păcate nu se poate spune aceelaşi lucru şi despre turismulecvestru în România.Interesul pentru această lucrare s-a dezvoltat în primul rând din experienţele personaleprivind ecvinele şi echitaţia, pe care le-am acumulat în ultimii doi ani în cadrulcentrelor hipice din Transilvania. Prin contactul intens cu organizaţii ecvestre şispecialişti, mi s-au acordat informaţiile necesare în domeniul turismului ecvestru.Datorită activităţilor profesionale in cadrul companiei “e.c.c. Ecocare”, am acumulatdiverse cunoştinţe în domeniul consultanţei economice şi în mod special al fondurilorstructurale europene pentru dezvoltarea zonelor rurale. Astfel am cunoscutmodalităţile de accesare a fondurilor structurale europene prin “Ghidul Solicitantului“şi etapele care trebuie parcurse de solicitant pentru aprobarea dosarului.Având în vedere faptul că imi sunt cunoscute atât probleme actuale legate de turismulecvestru cât şi modalităţile de a obţine fonduri structurale nerambursabile, am incercat 9
  10. 10. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontextsa efectuez un studiu de caz privind dezvoltarea turismului ecvestru prinoportunitatea înfiinţării unei pensiuni ecvestre in comuna Gilău.Scopul acestei lucrări este cercetarea si evaluarea turismului ecvestru ca o nouă ofertăde turism în România. Astfel s-a realizat o analiză comparativă a turismului ecvestruîn Germania şi România. Rezultatul analizei are ca scop recunoaşterea şanselor şi ariscurilor legate de dezvoltarea turismului ecvestru în România.Lucrarea de faţă se structurează în şase capitole. Pentru o mai bună inţelegere atermenilor, s-au definit în primul capitol conceptele de turism şi turismul timpuluiliber. Al doilea capitol se ocupă cu turismul sportiv şi de vacanţă, analizând cererea şioferta acestora.Capitolul trei prezinta echitaţia şi turismul ecvestru la modul general. Aici suntdescrişi potenţialii consumatori a turismului ecvestru. Un subcapitol special se ocupăcu echitaţia terapeutică, care a devenit foarte apreciată în ultimii ani.In capitolil patru se descrie o analiză comparativă a turismului ecvestru în Germania şiRomânia, având ca scop vizualizarea lipsurilor de pe partea României.Capitolul cinci este format pe baza cunoştinţelor şi rezultatelor anterioare având cascop efectuarea unui studiu de caz privind dezvoltarea turismului ecvestru prinoportunitatea înfiinţării unei pensiuni ecvestre in comuna Gilău. Studiul de fezabilitateprivind Măsura 313 - “Încurajarea activităţilor turistice” va conţine toate documentelenecesare pentru înfiinţarea pensiunii ecvestre. Analiza rentabilităţii s-a realizat prinprisma unor indicatori precum: rata comercială a profitului, rentabilitatea capitaluluiinvestit şi productivitatea investiţiei. După calculul acestor indicatori s-ar putea spunecă investiţia în pensiunea ecvestră din comuna Gilău se dovedeşte a fi o iniţiativăviabilă şi necesară în contextul actual al pieţei turistice.Capitolul şase oferă interpretarea tuturor rezultatelor împreuna cu o viziune de viitorasupra turismului ecvestru în România. 10
  11. 11. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext EINFÜHRUNGDie vorliegende Arbeit beschreibt die wachsende Bedeutung des Freizeitreitens fürden Tourismus, sie versucht die bestehenden Angebotsstrukturen aufzuzeigen und diewichtigsten Anforderungen für eine erfolgreiche Entwicklung und Vermarktung einerReitpension in einer touristischen Region darzustellen.Problemstellung und ZielsetzungDie Entwicklungsperspektiven neuer Tourismusarten werden von der Neuorientierungder wirtschaftlichen Märkte bestimmt. Auf der Angebotsseite drängen immer mehrAnbieter und Produkte auf den Markt, die um die Kunden konkurrieren. Auf derNachfrageseite hingegen, sind Sättigungstendenzen sowie ein gestiegener Anspruchan den Dienstleistungen zu beobachten.Heutzutage wird der ländliche Tourismus als ein wichtiger Teil des Tourismusmarktseines Landes angesehen. Weltweit hat sich dieser, was das Angebot und dieNachfrage der Reisenden betrifft, verändert. Tourismustrends wie zum Beispiel derSport- und Urlaubstourismus haben immer mehr Terrain gewonnen. DieseEntwicklungen sind wichtige Indikatoren für die wirtschaftliche Lage eines Landes.Was den Reittourismus betrifft, ist dessen weltweite Verbreitung als Tourismustrendunterschiedlich. In Deutschland gehören Pferdesport und Reittourismus zu dengrößten Freizeitmärkten und blicken mit Wachstumsraten in eine erfolgreicheZukunft. Somit stellt sich die Frage, wie die Entwicklung in Rumänien voranzutreibenist und welche Maßnahmen erforderlich sind.Mein Interesse an dieser Arbeit entstand in erster Linie aus meinen persönlichenErfahrungen mit Pferden , welche ich im Verlauf der letzen zwei Jahre im Reitvereindes Kreises Siebenbürgens erworben habe. Ein intensiver Kontakt zu Fachleuten undreittouristischen Organisationen in Rumänien und Deutschland, hat mir den Zugangzum Thema Reittourismus gewährt. 11
  12. 12. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextDurch meine Projekttätigkeiten bei der Firma „e.c.c. Ecocare“1, habe ich vieleInformationen über die Finanzierungsmöglichkeiten aus dem Europäischen Fondserhalten. Das Unternehmen beschäftigt sich mit betriebswirtschaftlicher Beratung undist auf die Finanzierungsmöglichkeiten aus dem Europäischen Fonds für dieEntwicklung des räumlichen Landes spezialisiert. Desweiteren ist mir nun bekannt,was notwendig ist, um einen Finanzierungsantrag zu erstellen und welche diejeweiligen Schritte bis zur Genehmigung der Förderung sind.Durch die Tatsache, dass mir die Probleme im Bereich des Reittourismus bekanntwaren und ich vertraut mit der Herstellung eines Finanzierungsantrags durchEuropäischen Fonds für die Entwicklung des räumlichen Landes war, habe ich in dervorliegenden Arbeit versucht, die Richtlinien für die Herstellung einer Reitpension inRumänien darzustellen.Ziel dieser Untersuchung ist die Bewertung des Reittourismus als neue touristischeAngebotsform für Rumänien. Es wurde eine umfassende Potentialanalyse desReittourismus in Deutschland und Rumänien ermittelt. Das Untersuchungsgebiet solldarstellen, welche Chancen und Risiken für eine ländliche Region mit dem Aufbaudieses Tourismussegments verbunden sind.Aufbau der ArbeitDie vorliegende Arbeit gliedert sich in sechs systematisch aufeinander aufgebauteKapitel. Nach einem thematischen Einstieg, der eine räumliche Einordnung derFreizeitgeographie einschließt, erfolgt im zweiten Kapitel eine Bestandsaufnahme desSport- und Urlaubstourismus. Es wird herausgestellt, dass der Sport-undUrlaubstourismus einen Trend aufweisen, mit Hilfe derer das gegenwärtigeKundenverhalten analysiert und neue Angebotsformen abgeleitet werden können. Eswurde erkannt, dass der Sport-und Urlaubstourismus einen Tourismusmarkt derZukunft ist.Der dritte Kapitel beschreibt zuerst den Reittourismus im Allgemein mit seinenHauptakteueren Mensch und Pferd und das therapeutische Reiten. Aus dem dritten1 http://www.ecc-ecocare.com/Pages/ro/Internationalisierungsberatung/default.aspx - Zugriff am20.06.2010 12
  13. 13. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextKapitel kann man den Grundgedanken, dass die Beziehung Mensch-Pferd ganzbesonders ist, leicht erkennen.Als nächstes wird im vierten Kapitel die Bedeutung des Reittourismus imUntersuchungsgebiet im Vergleich zu Deutschland mittels einer deduktivenVorgehensweise abgeschätzt. Es wird eine Angebotsanalyse der natürlichen undorganisatorischen Potentiale gebildet. Diese Methode der Analysephase hat das Ziel,das rumänische Angebot im Vergleich zu dem deutschen Angeboten einzuordnen,wobei die eigene Position immer wieder in Relation zur Konkurrenz oder zurNachfrage gesetzt wird.Das fünfte Kapitel wird anhand der schon vorhandenen Ergebnisse aufgebaut und hatals Ziel die Erstellung einer Durchführbarkeitsstudie für eine Reitpension in einemländlichen Gebiet Rumäniens. Die Durchführbarkeitsstudie für dieFinanzierungsmöglichkeit 313 „Förderung der touristischen Aktivitäten im BereichErholung/Vergnügung“ wird alle Teile enthalten, welche für den Aufbau einerReitpension gebraucht werden. Die Ergebnisse anhand der Berechnung derErfolgsindikatoren werden vorgestellt um zu beweisen, ob das Projekt im Bereich desProfits und der wirtschaftlichen Lage des Gebietes vorteilhaft ist oder nicht.Im sechsten und letzten Teil dieser Arbeit werden die Ergebnisse zusammengefasstund es wird ein Ausblick in die Zukunft des Reittourismus gegeben. 13
  14. 14. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext KAPITEL 1 : EINFÜHRUNG IN DAS THEMA FREIZEITGEOGRAPHIE1.1. DER BEGRIFF TOURISMUSZuallererst ist es notwendig, eine passende Definition zu finden, um Klarheit über denTerminus zu verschaffen. Seitdem sich die Wissenschaft mit dem Thema Tourismusbeschäftig, sind verschiedene Versuche gestartet worden, diesen Begriff eindeutigabzugrenzen. Dies erwies sich aber als äußerst schwierig, da das Phänomen Reisenvielerlei Gestalt annehmen kann.Der Tourismus ist einer der führenden Wirtschaftszweige in der Welt. Nach Angabender World Tourism Organization (UNWTO) ist weltweit jeder dreizehnte Beschäftigein der Tourismuswirtschaft tätig bei immer noch leicht steigender Tendenz. Inmanchen Regionen liegt die Bedeutung der Tourismuswirtschaft als Arbeitgeber sogarnoch über diesem Durchschnittswert. In Europa gibt es allerdings inzwischen gewisseSättigungseffekte. Doch auch in Europa wird die Angabe der European TravelCommisision (ETC) 5% des Bruttonationaleinkommens direkt und indirekt sogar biszu 12 % von der Tourismusbranche erwirtschaftet. Die UNWTO prognostiziert bis2010 einen Anstieg auf etwa 1 Mrd. Ankünfte und bis 2020 sogar fast 1,6 Mrd.Ankünfte weltweit. Tourismus wird als Aktivitäten von Personen, die an Orteaußerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Geschäfts-oder bestimmten anderen Zwecken nicht länger als ein Jahr ohne Unterbrechungaufhalten, definiert. Touristische Aktivitäten weisen daher zum Teil großeUnterschiede bezüglich ihrer Motive (Erholung, Beruf, Bildung und andere), ihrerDauer ( Tagesausflug, Kurzreise, Urlaubsreise ) sowie die Entfernung (städtischesUmland, Inland, Ausland).22 Vgl. Wiesner 2006: S.16 14
  15. 15. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext1.2. TOURISMUS ALS FREIZEITFAKTORImmer mehr Menschen nutzen ihre Freizeit, um zu reisen. Deshalb ist es nichtverwunderlich, dass der touristische Markt einen der größten Wachstumsmärkteweltweit darstellt. Wachstumsraten zwischen fünf oder zehn Prozent verzeichnet dieBranche jedes Jahr laut UNWTO.3Doch weshalb reisen so viele Menschen in ihrer freien Zeit? Welche Einflussfaktorenhaben zu solch einem Reiseaufkommen geführt? Und vor allem woher hat der BegriffFreizeit seinen Ursprung? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich dienächsten Kapitel dieser Arbeit.1.3. DIE FREIZEITGEOGRAPHIE UND DAS FREIZEITVERHALTENBei der Freizeitgeographie handelt es sich um einen Zweig der traditionellenFremdverkehrsgeographie, die seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts dieräumliche Struktur und Raumwirksamkeit des aufkommenden Freizeitverkehrsuntersucht.4Die Entwicklung von der Fremdverkehrsgeographie hin zur Freizeitgeographie gingund anderem mit der Optimierung industrieller Arbeitsprozesse und hierbei mit derSteigerung der Produktivität der eingesetzten Arbeit sowie einer zunehmendenMobilität. Für die Bevölkerung hatte dies positive Auswirkungen. Der Wohlstandwuchs und die Arbeitszeit nahm ab. Die zunehmend zur Verfügung freie Zeit hatte dieNotwendigkeit der Gestaltung dieser Zeit zur Folge. Kurz- und mittelfristigeFreizeitaktivitäten gewannen an Bedeutung. Es entstand eine immer grösser werdendeAnzahl an Freizeiteinrichtungen, wodurch sich der Wettbewerb zwischen diesenInstitutionen verstärkte. Diese Abhängigkeit zwischen Wirtschaft, Gesellschaft undRaum entsprechen damit dem Ansatz der Regulationstheorie. Sie geht davon aus, dasssich Wechselwirkungen und Prozesse aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicherEbene in räumlichen Veränderungen niederschlagen.53 Vgl: Holzapfel 2008: S.44 Vgl. Blotevogel 2002: S.175 Vgl. Kleeberg 2004: S.1 15
  16. 16. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextIm Zuge von Arbeitsverkürzung und steigendem Wohlstand ist die Bedeutung derFreizeitgestaltung im Laufe der Jahre für die Bevölkerung immer bedeutendergeworden. Mittlerweise werden ca. 20 % des Einkommens eines durchschnittlichenVierpersonen-Arbeitnehmerhaushalts mittleren und hohen Einkommen für die Freizeitaufgewendet.6 Die Freizeit dient heutzutage als wichtige Basis zur Verwirklichung derindividuellen Bedürfnisse der Bevölkerung. Als deren Grundlage ist die Arbeitszeitals „notwendigem Übel“ zu bewältigen. Im Zuge der Entwicklung hin zu mehr zurVerfügung stehender Zeit hat sich auch das Angebot an Möglichkeiten der Gestaltungdieser Zeit erweitert. Parallel zu der Ausweitung des Angebots sind dieAnforderungen in Freizeiteinrichtungen deutlich gestiegen. Es hat sich ein starkerWettbewerb zwischen den Einrichtungen entwickelt. Einhergehend damit wuchs dieBereitschaft der Bevölkerung, größere Distanzen für die Freizeitgestaltungzurückzulegen. Mittlerweile wird ca. die Hälfte der gefahrenen Autokilometer imZusammenhang mit Freizeit und deren Gestaltung zurückgelegt. Dies hat auchzwangsläufig negative Folgen für die Umwelt, insbesondere in den Zielgebieten.7Aufgabe des Geographie des Freizeitverhaltens ist es Strukturen und Auswirkungenvon Freizeiteinrichtungen und deren Nutzung auszudecken, zu erklären und zuplanen.8 Eingeschlossen ist die Analyse der Motive für die Nutzung einerFreizeiteinrichtung sowie der Erwartungen, Anforderungen und Wahrnehmungen derNutzung des Angebots. Weiterhin interessiert, welche Reichweiten ein Angebot hat,bzw. welche Distanzen die Nachfrager noch bereit sind zu bewältigen um dasAngebot zu nutzten.1.3.2 . DEFINITIONENDer Teil der Geographie, der sich mit dem Phänomen der Freizeit und seinenAuswirkungen auf dem Raum befasst, wird in der wissenschaftlichen LiteraturGeographie des Freizeitverhaltens genannt. Die Geographie des Freizeitverhaltenswird als Teildisziplin der Sozialgeographie verstanden, deren generellesErkenntnisinteresse der Beobachtung, Analyse und Erklärung der räumlichen6 Vgl. Bollheimer 1999: S.77 Vgl. Kleeberg 2004: S.68 Vgl. Kleeberg 2004: S.8 16
  17. 17. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextOrganisationsformen und raumbildenden Prozesse der Daseinsgrundfunktionenmenschlicher Gruppen und Gesellschaften gilt9Während in einigen Definitionen die Freizeit noch als "die nicht der Erwerbstätigkeitdienende Zeit" und "Zeit ohne barwerte Entlohnung" gesehen wird, gehen andereWissenschaftler schon etwas differenzierter an die Betrachtung dieses Begriffesheran. So wird Freizeit häufig auch in einer Art Subtraktionsverfahren als jene Zeitdefiniert, die übrig bleibt, wenn alle verpflichtende Arbeit getan und die körperlichenNotwendigkeiten wie Schlafen, Essen, befriedigt sind. Der Rückgang der Arbeitszeitführte in den letzten Jahrzehnten zu einem Anstieg der Freizeit, was auch umfassendeAuswirkungen auf deren Gestaltung und Bedeutung hat, sodass unsere Gesellschaftauch als Freizeitgesellschaft bezeichnet werden kann..10Als Freizeitverhalten ist ein vielfältiges Spektrum von Aktivitäten zu bezeichnen.Begriffe wie Erlebnisorientierung, Genussorientierung oder Naturorientierungkennzeichnen Trends des Freizeitverhaltens post moderner Gesellschaften. EineTypisierung dieser Orientierungen legt einer Unterteilung in häusliche undaußerhäusliche Aktivität nahe. Aus geographischer Perspektive ist das außerhäuslicheFreizeitverhalten von Bedeutung, da in diesem Fall zu dem Aspekt der Freizeit nochder Raumbezug hinzukommt. Gemäß unserer Wertvorstellungen wird diese Mobilitätmit Freiheit verbunden, wodurch die außerhäusliche Freizeitaktivität doppelt positivbesetzt ist.11Bei der Freizeiteinrichtung handelt es sich um ein von privater oder öffentlicher Handorganisiertes Angebot, in welchem man seiner freie Zeit verbringen und gestaltenkann. Typisch für Freizeiteinrichtungen ist eine bestimmte Ausrichtung bzw. einbestimmtes Thema.9 http://www.uni-mannheim.de/mateo/verlag/dipl/gpreis/kap-01.html Zugriff am: 20.06.201010 http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/BERUFSFINDUNG/Beruf-Freizeit.shtml Zugriff am: 20.06.201011 Vgl. Kleeberg 2004: S.16 17
  18. 18. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext1.3.3. AUFGABEN UND ZIELE DER GEOGRAPHIE DESFREIZEITVERHALTENSIn der Geographie des Freizeitverhaltens ist das Interesse auf die Analyse undErklärung der raumbezogenen Dimensionen des Freizeit- und Fremdenverkehrsausgerichtet. Es werden Raumstrukturen und Prozesse, die sich aus derGrunddaseinsfunktion „sich erholen“ ergeben.Die Geographie des Freizeitverhaltens befasst sich auf wissenschaftliche Weise unteranderem damit, die sich aus dem Freizeitverhalten ergebenen sozialen, ökonomischenund gesellschaftlichen Probleme bzw. Phänomene zu begreifen und Lösungsansätzezu erarbeiten. Diese Lösungsansätze sind laut Steinecke auf drei Ebenen zu finden.Zum einen ist dies die Erarbeitung von Praxis bezogenen Wissen für Planungs-,Verwaltungs- und Wirtschaftszwecke. Zum zweiten soll Grundlagenforschungbetrieben werden, um daraus Theorien zu bilden und Prognosen abgehen zu können.Zum dritten ist es die gesellschaftstheoretische Forschung, auf deren GrundlageEinstellungen und Handlungsweisen im Freizeit und Fremdenverkehr verändertwerden sollen.121.3.4. ALLGEMEINE BEDEUTUNG DES FREIZEIVERHALTENSFrüher spielte sich das Freizeitverhalten nicht zuletzt werden geringeren Mobilität derBevölkerung überwiegend im Wohnumfeld ab. Im Laufe der Zeit nahm die Mobilitätstark zu und es wurden immer größere Wege zurückgelegt, um an besonderenAngeboten und Attraktionen teilzunehmen. Einhergehend damit kam derFreizeitaktivität eine immer grösser werdende Bedeutung zu. Das Ausmaß und dieForm der Freizeit sind wie alle wirtschaftlichen Güter von Angebots-undNachfragefaktoren abhängig. Die veränderten Rahmenbedingungen desFreizeitverhaltens lassen sich demzufolge sowohl auf der Angebots- als auch auf derNachfrageseite in einigen markanten Punkten erkennen, die sich wie folgt darstellen.12 Vgl. Kleeberg 2004: S.19 18
  19. 19. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext 1.3.5. PROZESSE DER FREIZEITGESTALTUNG Unter Berücksichtigung von Freizeiteinrichtungen wird eine Analyse der aktiven Gestaltung der Freizeit von Menschen durchgeführt. Das Themenfeld der Freizeitgestaltung ist sehr vielsichtig und kann, wie in Abbildung 1 dargestellt, folgendermaßen unterteilt bzw. aufgegliedert werden: Abbildung 1 Das Themenfeld der Freizeitgestaltung Freizeit Wochenendfreize Urlaubsfreiheit Tagesfreizeit it Kein Freizeitverkehr Freizeitverkehr Naherholung Urlaub In der Im Inter- Inter- Inter- Inter- Inter-Wohnung Wohn- lokal lokal regional regional nationa Umfeld l ( Quelle: Kleeberg 2004 : S. 24 ) 19
  20. 20. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextDie in Abbildung 1 „Das Themenfeld der Freizeitgestaltung” dargestellteUntergliederung der Freizeitgestaltung stellt eine Grundlage für diese Untersuchungdar. Bei dem für diese Untersuchung relevanten Freizeitverhalten handelt es sich vorallem um Tages-und Wochenendaktivitäten. Die Abbildung zeigt auf, welche Formen,Verknüpfungen, Ausprägungen und regionalen Ausdehnungen die Freizeit bzw.Bereiche der Freizeit haben kann. Zum Beispiel die für Reitsport relevantenZusammenhänge werden durch breite Linien hervorgehoben. Wesentliche Faktorenbilden hierbei die zwei Komponenten Zeit und Raum.Die zeitliche Komponente verkörpert die Art und Menge der zur Verfügung stehendenfreien Zeit. Sie kann die Ausprägungen Stunden-, Tages-, Wochenend- undUrlaubsfreizeit annehmen. Sie ist die Basis für die sich anschließendeFreizeitaktivität, bei der die räumliche Komponente eine Rolle spielt. Kommt es zueiner räumlichen Aktivität, spricht man von Freizeitaktivität wo die Dauer undIntensität wichtig sind. Bei der Intensität ist zwischen Naherholung und Urlaub zuunterscheiden. Die entsprechenden Reichweiten können zwischen dem unmittelbarenWohnumfeld und der international gestalteten Freizeit variieren.Um Gründe für die spezielle Freizeitverwendung aufzudecken, wird aufbauend aufdem Gerüst der Abbildung 1 der Prozess der Freizeitverwendung bzw.Freizeitgestaltung komplettiert. Hierfür empfiehlt er sich, zum einen die Einstellungengegenüber dem jeweiligen Freizeitangebot und zum anderen die Zufriedenheiten miteben diesem Angebot zu analysieren. Eine solche erweiterte Betrachtungsweise lässtverstehen, wodurch die räumliche Nutzungsintensität der Freizeitverwendungbeeinflusst wird und wie es zu der Frequenz der jeweiligen Nutzung kommt. Erstdurch eine solche umfassende Betrachtungsweise können Gründe undZusammenhänge, die relevant für die Freizeitverwendung bzw. Freizeitaktivitätensind, aufgedeckt und verstanden werden. Unter Berücksichtigung dieser Ergänzungergibt sich der im Folgenden dargestellte Kreislauf, wobei die Nutzung einesFreizeitangebots die Nahstelle zu der zuvor dargestellten Abbildung 2 bildet:1313 Vgl. Kleeberg 2004: S.24 20
  21. 21. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext Abbildung 2 Prozess der Imagebildung durch die Nutzung einer Freizeiteinrichtung Nutzung des Freizeitangebots Erwartungen an das Angebot Wahrnehmungen des Angebots Zufriedenheit mit dem Angebot Einstellungen gegenüber dem Angebot Image der Freizeiteinrichtung (Quelle: Kleeberg 2004 : S. 26 )Abbildung 2 stellt den Prozess der Herausbildung bzw. Formung des Images einerFreizeiteinrichtung durch deren Nutzung dar. Es handelt sich um einen Kreislauf, dermaßgeblich für die Auswahl der jeweils genutzten Freizeiteinrichtung ist. Er liefertGründe für die aktive Sicht und Nutzung von Freizeiteinrichtungen. 21
  22. 22. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext1.3.6. DIE ROLLE DES KONSUMENTENAlle Menschen sind in der Rolle als Konsumenten Teilnehmer am Wirtschaftssystem,deshalb nimmt die „Konsumentenethik“ eine herausragende Rolle in derindividualethischen Wirtschaftsethik ein. Als Konsument wird der Mensch vor allemaufgefordert, seine Bedürfnisse intensiver zu reflektieren und Verantwortunggegenüber sich selbst bedeutet. Eine große Verantwortung wird dem Konsumentenaber auch im Verhältnis zur natürlichen Umwelt zugeschrieben, weil der Konsum vonDienstleistungen heute vielfach mit Umweltschäden verbunden ist.14Der Einstieg eines Konsumenten in den Prozess erfolgt üblicherweise mit dem Imageder Freizeiteinrichtung, welches sich durch die Einflüsse von außen beimKonsumenten gebildet hat. Steht dem Konsumenten eine gewisse Menge an Freizeitzur Verfügung, kann die Wahl eines konkreten Freizeitangebots durch dieses Imageunterstütz werden. Er kommt zur Nutzung des Angebots durch den Konsumenten.Dieser hat durch seine vorherigen Informationen bestimmte Erwartungen an dasAngebot, die er erfüllt haben möchte. Sie beeinflussen maßgeblich seineWahrnehmungen des konkreten Angebots. Der Konsument vergleicht nun seineErwartungen mit den Wahrnehmungen. Als Ergebnis dieses Bewerbungsprozessesergeben sich die konkreten Zufriedenheiten mit den Leistungsfacetten des Angebots.Diese Zufriedenheiten wiederum führen zu Einstellungen gegenüber den einzelnenLeistungsfacetten des Angebots. Die Summe dieser Einstellungen ergibt das neugeprägte Image des Freizeitangebots, das sich somit aus den verschiedenenEinstellungen zusammensetzt.15 Je positiver das sich ausbildende Image desFreizeitangebots ist, desto größer ist die Bereitschaft der wiederholten Nutzung durchden Konsumenten.Externe Einflussfaktoren, wie beispielweise Werbeaktivitäten sowie die PR- undÖffentlichkeitsarbeit der Freizeiteinrichtungen, wirken von außen auf dieses Systemund beeinflussen bzw. lenken die Sicht der potentiellen Nutzer. Bei der Wahl derFreizeitgestaltung handelt es sich um einen stetigen Prozess, der sich aus vielenunterschiedlichen Teilbereichen zusammensetzt und von vielen Einflussfaktorenabhängig ist. Beispielsweise wirken verschiedene Faktoren auf die Zufriedenheit von14 Vgl. Göbel 2006: S.8015 Vgl. Kleeberg: S.27 22
  23. 23. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextFreizeiteinrichtungsbesuchern. Welcher der jeweiligen Faktoren bzw. welches derdiversen Ereignisse hierbei wahrgenommen wird und dadurch entscheidend für diesich bildende Einstellung bzw. dem sich daraus bildenden Image ist, stellt einenkomplexen Prozess dar. Dieser Prozess und das daraus resultierende Ergebnis ist beijeder Person unterschiedlich. Weiterhin ist der Prozess immer auch demKonkurrenzkampf innerhalb der Freizeitbranche ausgesetzt, so dass ein weitererstarker Einflussfaktor von außen auf dar dargestellte System einwirkt.1.3.7. DIE ANBIETER DES FREIZEITANGEBOTSAuf Seiten der Anbieter ist das Freizeitangebot durch starkes Wachstum undKommerzialisierung gekennzeichnet. Neuartige Angebote, sich verstärkenderWettbewerb sowie die Tendenz zu Professionalisierung und Internationalisierungbedeuten für die Anbieter dieses Segments nicht nur eine Chance, sondern immerauch eine Gefahr.16 Sie müssen ihr Angebot stets hinterfragen, um neuartigeStrömungen und Erwartungen bzw. Anforderungen nicht zu verpassen und dauerhaftam Markt bestehen zu können.1.3.8. DIE NACHFRAGE DES FREIZEITANGEBOTSDer wachsende Anteil der Bevölkerung mit qualifizierten Abschlüssen wirkt positivauf den freizeittouristischen Bereich aus. Durch die steigende Anzahl anBeschäftigten steigt die Bereitschaft zu reisen. Die Reisetätigkeit steigt also mitzunehmendem Bildungsniveau. Die Art der Reisen verändert sich dadurch ebenfalls.Es ist eine zunehmende Nachfrage an Studien-, Bildungs- und Kulturreisen zuverzeichnen.17Auf Seiten der Nachfrage machen steigende Einkommen, zunehmende freie Zeit undMobilität, höhere Anforderungen an das Freizeitangebot , Bereitschaft für die Freizeitmehr Geld aufzuwenden, den Bereich der Freizeitgestaltung immer bedeutender fürdie persönliche Lebensgestaltung. Dies bietet den Anbietern Differenzierungschancen,um sich von Wettbewerbern abzuheben und gegenüber diesen vor den Kunden zu16 Vgl. Kleeberg 2004: S.2917 Vgl. Wessel 2006: S.12 23
  24. 24. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontextprofilieren. Im Zusammenhang mit der Nachfrage ist zu berücksichtigen, dass nachExpertenmeinung der Zeitaufwand zur Nutzung eines Freizeitangebots 60 MinutenFahrzeit nicht übersteigt.Ergänzend hierzu kann festgehalten werden, dass die Bedeutung derFreizeitgestaltung und die Inanspruchnahme von Freizeitangeboten bei jungenMenschen deutlich höher als bei älteren ist. Bezogen auf das Bildungsniveau nimmtdie Nutzung von Freizeitangeboten mit dem Bildungsstand zu.181.3.9. MOTIVE DER REISENDENDas Bedürfnis zu reisen scheint ungebrochen. Jedoch unterscheiden sich die Motivefür den Antritt einer Reise erheblich. Zuallererst muss zwischen beruflich bedingtenReisen und privaten Reisen unterschieden werden. Erstgenannte sind unbedingt fürdas Unternehmen notwendig, wie z.B. der Besuch von Messen und Ausstellungen, diePflege von Geschäftsbeziehungen oder das Führen von Verhandlungen. Dabei ist dasMotiv eindeutig bestimmt. Im Gegensatz dazu gibt es bei privaten Reisen eineVielzahl von Motiven. Einige davon können ebenfalls unabdingbar sein, derüberwiegende Teil jedoch erfolgt nach individuellen Bedürfnissen. 1918 Vgl. Kleeberg 2004: S.2719 Vgl: Holzapfel 2008: S.5 24
  25. 25. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext KAPITEL 2 : DIE TRENDS IM SPORTTOURISMUS2.1. HISTORISCHER HINTERGRUND DES SPORTTOURISMUSSporttourismus ist in der heutigen Form eine relativ junge Ausprägung. Sport inVerbindung mit Reise-Tourismus beginnt ab den 1960er Jahren ein massenhaftesPhänomen zu werden. In den wissenschaftlichen und verbandsspezifischen Fokuskommt das Thema Sport und Tourismus erstmals in den 1970er Jahren vor, abgesehenvon einigen früheren Einzelveröffentlichungen. Der Begriff Sporttourismus taucht inder 1980er Jahre auf, ohne jedoch erläutert zu werden, und spätestens seit Mitte der1990er Jahre ist ein rapider Anstieg in der Auseinandersetzung mit dem Themaweltweit zu verzeichnen.202.2. SPORTARTEN IM RAHMEN DES SPORTS – UND REISETOURISMUSDer Sport- und Reisetourismus enthält eine Vielfalt von Sportarten welche man imVerlauf der Reise durchführen kann. Ein paar der beliebtesten Sportarten in denUrlaubszeiten wären: 21 Abenteuer-Erlebnis-Expeditionen Angeln-Sportfischen Ballsport-Laufsport Fahrrad Fliegen ( Motor-Segel-Drachen-Ballon) Golf Reiten Segeln-Surfen-Wassersport Tauchen Tennis Wandern-Bergsteigen-Trekking Wintersport-Skireisen-Snowboard20 Vgl: Schwark 2006: S.921 Vgl: Schwark 2006: S.155 25
  26. 26. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext2.3. SPORTTOURISMUS ALLGEMEINEgal ob man selbst sportlich aktiv sein möchte oder ein Sportereignis der Anlass zueiner Reise ist, Sportreisen liegen im Trend. Der Sport motiviert zum Ortswechsel.Die Medien haben vor allem dazu beigetragen, dass die ganze Welt scheinbar eingroßer Sportplatz geworden ist. Ob beim City Marathon in New York, im Tenniscampauf Gran Canaria, bei Formel 1 Rennen auf der ganzen Welt oder bei Olympia – derSport mit seinen Veranstaltungen stellt ein internationales Phänomen dar.22In diesem Abschnitt werden die beiden Megabereiche vorgestellt, aus denen sich derSporttourismus zusammensetzt. Außerdem wird der Begriff Sporttourismus definiert,der Markt für diesen Bereich genauer betrachtet, sowie über einige Trends berichtet.2.3.1. ZWEI MEGABEREICHE TREFFEN AUFEINANDERBeim Sport- Tourismus treffen zwei der wichtigsten deutschen Freizeitphänomeneaufeinander: Der Megamarkt Tourismus mit dem Volkssport Reisen und derMegamarkt Sport mit einem Volk der Sporttreibenden.Zum Beispiel war Deutschland 2006 Reiseweltmeister. Mehr als 60 Milliarden Eurogaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr für Urlaub aus. Davon wurden rund 80Millionen Nah- und Fernreisen von fünf und mehr Tagen gebucht Über die Hälftealler Deutschen fahren mindestens einmal im Jahr in den Urlaub. Mehr als ein Drittelist Mitglied in einem Sportverein, viele Andere sind mehr oder weniger sportlich aktivbzw. interessiert am Sport. Bemerkenswert ist auch die Zahl der Sportzuschauer inDeutschland. Allein in 2005 besuchten 18,3 Mio. Menschen eineSportveranstaltung.23Zusammengefasst gibt es ca. 60 Mio. Urlaubsreisende und ca. 40. Mio.Sportbegeisterte, jedoch aber keinen neuen Megamarkt. Die Schnittmenge für denBereich Sporttourismus ist viel kleiner als gedacht. Durch ein großes Spektrum an22 Vgl: Holzapfel 2008: S.823 http://www.comdirect.de/pbl/static/pdf/comdirect_ratgeber_urlaub.pdf Zugriff am 20.06.2010 26
  27. 27. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontextverschiedenartigen Sportarten stellt sich der Markt als sehr unübersichtlich,inhomogen und individuell dar.242.3.2. DEFINITION DES BEGRIFFS SPORTTOURISMUSSport und sportliche Aktivitäten haben das große Interesse der Menschen geweckt.Ausflüge, Kurz- oder Sporturlaub, Freizeitaktivitäten in Verbindung mit Sport habenim Tourismus einen eigenen Bereich entstehen lassen.Um ein einheitliches Verständnis über den Begriff des Sporttourismus zu bekommen,ist es notwendig, diesen genau abzugrenzen bzw. zu definieren. Was sind die genauenMotive für Sportreisen und wo ordnet man die Gruppe von Sportunterstützer ein?Sind die beiden Bereiche Sport und Tourismus gleichberechtigt oder sind die Begriffeeigenständig zu betrachten? Solche ähnliche Fragen können oftmals nicht eindeutiggeklärt werden, da unterschiedliche Sichtweisen und Argumentationen vorliegen.Trosien 2001 definiert Sporttourismus wie folgt und unterscheidet dabei zwischeneiner engen und einer weiten Sichtweise: Sporttourismus im engeren Sinne. sindReisen, bei denen Sport ein Hauptmotiv der Reise ist. Sporttourismusim.weiteren.Sinne sind Reisen, bei denen Sport ein Nebenmotiv der Reise ist.253.3. DER MARKT FÜR SPORTTOURISMUSDer Sporttourismus ist bisher noch ein relativ unerforschtes Gebiet, was womöglichvom bis dato eher geringen Gesamtvolumen des Marktes abhängig ist. Für den Sportund den Tourismus gilt der Sporttourismus allerdings als Hoffnungsträger für dieZukunft. Erstmalig haben sich die UNWTO und das International OlympicCommittee ( IOC ) auf dem Sporttourismusgipfel in Barcelona gemeinsam mit diesemThemenbereich befasst. Der Markt weist nachweislich enormes Potential auf. DieStruktur des Marktes wird im Folgenden näher betrachtet.24 Vgl: Holzapfel 2008: S.825 Vgl: Holzapfel 2008: S.9 27
  28. 28. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext2.3.4. DIE STRUKTUR DER NACHFRAGEDie Nachfrage nach Sportreisen war in den letzten Jahren eher gering. Nur etwa fünfbis zehn Prozent der Befragten, die jährlich in den Urlaub reisen, geben Sport alsHauptreisemotiv an. Allerdings wird die Anzahl derer, die einen auf sportlicheBetätigung ausgerichteten Aktivurlaub unternehmen, immer größer. Inwieweit dieserdann als solcher verlebt wird, spielt eine eher untergeordnete Rolle. SportorientierteVeranstaltungen bedeuten außerdem nicht immer, dass man selbst sportlich aktivwird. Die Möglichkeit zum Besuch eines großen Sportereignisses kann dabei auch 26gewählt werden. Um einen genauen Überblick über die Nachfrageformen undNachfragetypen im Sporttourismus zu bekommen, werden die vier Gruppen in derfolgenden Tabelle beschrieben. Tabelle 1 Nachfrage im Sporttourismus Formen der Nachfragetyp Motivationslage Nachfrage Aktivurlaub ( Sport Sportorientierter Aktive Erholung im Urlaub ) Aktivurlauber, Fitness und Gesundheit Ausübung Rehabilitation verschiedener Geselligkeit Sportarten Spaß, Erlebnisdrang Sporturlaub Sporturlauber, Sport treiben vollständige Bewegungsdrang Ausrichtung der Reise Erlernen einer neuen Sportart auf die Ausübung einer Spaß und Freude bestimmten Sportart Wunsch nach Anerkennung Persönliche Entfaltung Trainings- und Training-und Leistungsverbesserung Wettkampfreise Wettkampfreisender, Erfolg und Spaß Reise ins Wunsch nach Anerkennung Trainingslager oder Finanzielle Motive zum Wettkampf Sportveranstaltungs- Reise zum Besuch Wunsch nach Abwechslung Tourismus einer Geselligkeit Sportveranstaltung, Prestigeträchtige Veranstaltungen passiv Interessierter besuchen ( Quelle: Holzapfel 2008: S. 10 )26 Vgl: Holzapfel 2008: S.9 28
  29. 29. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextSportliche Aktivitäten stehen für den Sportorientierten Aktivurlauber im Vordergrund,aber auch andere Aspekte sind für ihn wichtig. Der Aktivurlauber widmet sichverschiedenen Sportarten, eine ist ihm zu wenig. So trifft man ihn beispielsweise beimWintersport und auch beim Wassersport. Der Sporturlauber richtet seine Reise auchkomplett am Sport aus. Jedoch legt er sein Augenmerk nur auf die Ausübung einerSportart, z. B. nur Reiten oder Skifahren.27 Für Trainings-und Wettkampfreisendedagegen steht die Verbesserung der Leistung in einem Trainingslager oder dersportliche Vergleich mit Gleichgesinnten bei einem Wettkampf im Vordergrund.Personen, die selbst nicht sportlich aktiv werden und die Sportveranstaltungen nur alspassive Akteure besuchen, gehören zu der Gruppe der Sportveranstaltungstouristen.2.3.5. STRUKTUR DES ANGEBOTSBei einer näheren Betrachtung des Marktes der Sportreiseveranstalter zeigt sich einedeutliche Inhomogenität. Sportliche Pauschalreisen werden nur von wenigen großenVeranstaltern angeboten. Im Gegensatz dazu sind viele Spezialisten auf demSportreisemarkt vertreten, die vor allem lokal tätig sind oder sich auf gewisseSportarten spezialisiert haben. Aber auch Gelegenheitsveranstalter, wie Sportvereine,Sportverbände oder Reisebüros, sollten nicht vergessen werden, da auch sie, dennauch nur wenige Male im Jahr, Sonderreisen für Sportgruppen veranstalten.Durch eine eher geringe Nachfrage halten sich die großen Veranstalter derReisebranche bedingt durch dieses eher kleine, wenig attraktive Marktsegment, bisherdeutlich zurück. Des Weiteren ist es durch die Vielzahl an Sportarten für dieklassischen Veranstalter kaum möglich, auf allen Gebieten ausreichend Kompetenzenaufweisen zu können. Erschwerend kommt ebenso hinzu, dass durch die individuellenAnsprüche der Sporttouristen eine Standardisierung des Angebots kaum möglich ist.Daher wird der Markt oft den Spezialisten überlassen, die in vielen Bereichen ihreAngebote vor allem flexibler und individueller gestalten können. 2827 Vgl: Holzapfel 2008: S.928 Vgl. Breidenbach 2002: S.79 29
  30. 30. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext2.3.6. TRENDS IN SPORTTOURISMUSWie bereits im vorherigen Punkt näher betrachtet, ist das Sportangebot für Touristensehr vielfältig. Der Sporttourismus wird hauptsächlich durch viele Trendsportartenbeeinflusst. Die Vorstellungen und Gewohnheiten derer, die Sport treiben, haben sichin den letzten Jahren mehr oder weniger stark verändert. Dies hat natürlich auch aufdie Nachfrageseite von Sportreisen Auswirkungen. Einige dieser Trends stelltHolzapfel (2008, S.11) dar: Trend zum Spaß Trend zur Bewegungs- und Körperkultur (lustvolle Bewegung, Ästhetik, Spiel, Gesundheit) Trend zu Körper, Geist, Seele (Fitness und Wellness) Trend zum Sport als Abenteuer (Erlebnis, Aktion, Grenzen austesten) Trend zum Sport-Event (Sport sehen und erleben)Einige dieser Trends spielen auch bei einem bedeutenden Vertreter desSporttourismus, dem Reittourismus, eine wichtige Rolle. Nachdem derSporttourismus allgemein mit seinen Besonderheiten dargestellt wurde, wird jetzt derFokus auf den Reitsport beziehungsweise Reittourismus gesetzt. 30
  31. 31. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext KAPITEL 3 : DER REITTOURISMUS3.1. HISTORISCHER HINTERGRUND DES REITENSIm 17. und 18. Jahrhundert wurde diehohe Dressur an der Reitakademieunterrichtet. Speziell der französische,spanische und italienische Adelbegeisterte sich dafür und nahm daranteil. Zwei „Reitmeister“ sind hier zunennen. Erstens de Pluvinel undzweitens de la Guérinière. Sie prägtendie Entwicklung. So beruft sich auch Abbildung 3 Erste Darstellungen des Pferdesdie Spanische Hofreitschule inWien noch heute auf die Lehren Guérinères. Er war der erste, der eine kompletteSammlung der Dressurlektionen nieder schrieb. Diese Schrift nannte er „Ecole deCavalarie“, die auch die Schulen über der Erde (z.B. Levade, Courbette und Kapriole)umfasst. Doch auch in England entwickelte sich eine Reitkunst. Und damit auch einGegner der französischen Reitschule. Der Brite Baucher sowie sein Schüler Filliszählten dazu. Mit Baucher wurden nicht mehr nur kompakte und barock wirkendePferde für die Dressur geschult, sondern er begann auch britische Jagd- undVollblutpferde für die Dressur auszubilden. Dadurch, dass diese Pferde sowohl überein anderes Wesen und einen von den sonst üblichen Dressurpferdenunterschiedlichen großrahmigen Körperbau verfügten, musste sie die Reitkunst denPferden anpassen. Die neue Reitkunst fand auch in Deutschland ihre Anhänger, soauch der Deutsche Steinbrecht. Er verfasste ein Werk zu dieser neuen Reitkunst(„Gymnasium des Pferdes“ [1858]).Mit Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts verkam die klassische Reitkunst.Die neuen Anforderungen an die Pferde waren: sie mussten schnell aus zu bilden seinund absolut bedingungslos gehorsam sein. Es wurde in den Heeresinstruktionen einerationalisierte und auf Nutzen ausgerichtete Reitkunst entwickelt. Von Anforderungenwie Eleganz und Ausdruck war hier nichts mehr zu sehen. Es bildete sich aus der 31
  32. 32. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontextmilitärischen Pferdeausbildung in Kombination mit Ansätzen der klassischenReitkunst die heutige Dressurlehre. Diese wird heute auch bei den OlympischenSpielen gefordert. 29Heutzutage ist das Reiten eine Sportart welche das Vergnügen mit dem Nützlichenvereint, es entwickelt den Mut, die Orientierung und die Kapazität schnelleEntscheidungen zu treffen. Die Kunst des Reitens verlangt viel Bildung undAusdauer, weil es von zwei Hauptfaktoren geprägt wird: Der Mensch und das Pferd.303.2. DAS PFERD IM VERLAUF DER ZEITDie Geschichte des Reitens beginnt mit der Domestizierung des Pferdes undentwickelt sich im Bereich der Militär, aber auch für die Eroberung neuer Gebiete undVölker. Die „Cavalarie“ wurde immer mit den Elementen Mobilität und Kraftverbunden, aber am meisten lag es mit dem Schicksal vieler Kriege imZusammenhang. Das domestizierte Pferd hat eine sehr lange Geschichte. Vieleentscheidende Eroberungszüge, Schlachten und Völkerwanderungen wären ohne dasPferd nicht zustande gekommen oder ganz anders verlaufen. Folge der Entwicklungvom Beute- zum Reittier kam es dazu, dass Pferde für Transportaufgaben genutztwurden. Der Mensch fühlte sich stets auf dem Rücken eines gezähmten Pferdes demRest der Welt überlegener. 31Dadurch bewegte sich die Weiterentwicklung der Reitkunst lange Zeit im Bereich desMilitärs. Erst später wurden diese von Zivilen Bereichen übernommen. Die ersteschriftlich überlieferte Reitlehre ist in Xenophons Schriften „Der Reitoberst“ und„Über die Reitkunst“ zu finden. Hierbei handelt es sich um eine ausgereifte undpsychologische Reitlehre, die beruhend auf Beobachtungen der Bewegungen derPferde gründet. 32 Er widmete sich aufgrund des philosophischen Hintergrundes, dener als Schüler von Sokrates erhielt, besonders mit der Einheit Pferd-Mensch-Körper-Seele.29 Vgl. Stodulka 2006: S.330 Vgl. Muresan et.Al. Marchis & Pentelescu 2007: S.19431 Vgl. Muresan et.Al. Marchis & Pentelescu 2007: S.19432 Vgl. Dulugeac 2005: S.9 32
  33. 33. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextDie Römer übernahmen diesbezüglich viel von den Griechen. Zur selben Zeitzähmten und züchteten die Perser schon Vollblutaraber. Gegen Ende des 12. undAnfang des 13. Jahrhunderts waren die Reitheere des berühmt- berüchtigtenDschingis Khans gefürchtet, sie nutzten die kleine mongolischen Ponys. Dieklassische Reitkunst, wie sie auch heute noch bekannt ist, nahm ihren Anfang mitBeginn der Neuzeit.33In der Renaissance war der Begründer der neapolitanischen Reitakademie, FrederigoGrisone, im 16. Jahrhundert der Erste, der 2000 Jahre nach Xenophon das zweiteGrundlagewerk über die Reitkunst verfasste. Leider interpretierte er das Verhalten desPferdes falsch und versuchte Widerstände und Unverständnis mit Bestrafung desPferdes zu korrigieren.3.3. DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN MENSCH UND PFERDDie Beziehung zwischen Mensch und Pferd reicht bis in die Anfänge der Menschheitzurück, sie wurde im Verlauf der Geschichte noch gefestigt und besteht bis heute.3.3.1. EINSTMALS BEUTETIERSchon der Homo Sapiens der Altsteinzeit fand das Pferd als Mitglied der ihnumgebenden Tierwelt vor. Er mag das flüchtige Tier beneidet und bestaunt haben, ermag sich vor ihm gefürchtet haben, mag von ihm fasziniert gewesen sein. Über dieseerste Beziehung lassen sich nur Vermutungen anstellen, die allerdings mit speziellenFunden wie mit allgemeinen vor- und frühgeschichtlichen Forschungsergebnissenunterlegt werden.34Zwischen dem 30. und 10. vorchristlichen Jahrtausend fing der Mensch an, sich fürdie wilden Pferde seiner Umgebung näher zu interessieren. In jenen Jahrtausendenwaren die Menschen Jäger und Sammler. Daher erregte das Pferd anfangs nur alspotentielles Beutetier das Interesse der Menschen. Nach Basche (1994, S. 43) warsomit die Nutzung als Fleischtier die erste nützliche Verbindung des Menschen zum33 http://www.pferde-pferderassen.de/pferde-geschichte.php - Zugriff am 20.06.201034 Vgl.: Scharaditsch 2006: S.15 33
  34. 34. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextPferd, und aus der Perspektive des Jägers stellte das Pferd eine willkommene Beutezur Lebensfristung dar.Von der Jagdbeute in der Steinzeit wurde das Pferd zum zahmen Haustier. Darüber,wo und von wem das erste Pferd gezähmt wurde, gibt es jedoch keine einheitlicheMeinung. Einige Forscher meinen, dass Pferde zuerst in der Mongolei eingesetztwurden, und zwar schon im fünften vorchristlichen Jahrtausend. Die ersten gezähmtenPferde wurden zunächst zum Ziehen von Kampfwagen, später auch als Last- undReittiere genutzt, dann wurde das Pferd Zeichen von Wohlstand und Macht.Denjenigen, die Pferde besaßen und sie reiten oder mit ihnen kutschieren konnten,wurde Respekt entgegengebracht; sie besaßen meist Reichtum, zählten zum Adel oderbesaßen einmalige Fähigkeiten, wie etwa die großen Feldherren der Geschichte, diezu Pferde ganze Weltreiche eroberten – und dies oftmals mit Hilfe ihrer Pferde.353.3.2. MYTHOS PFERDFast die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch war das Pferd dem MenschenKamerad, Diener und Partner. Seit der ersten Begegnung zwischen Mensch und Pferdspielt dieses einmalige Tier eine besondere Rolle für den Menschen, sei es in derRealität oder im Mythos. Spätestens seit der Bronzezeit waren Pferde nicht nur Zug-und Reittiere, sondern zugleich Statusobjekt und religiöses Symbol. Als Verkörperungdes Sieges und des Herrschertums besaßen Pferde große Bedeutung und hohesAnsehen und verschafften dem Besitzer enormes Sozialprestige.36Pferde waren immer hochgeschätzt - Pferde weckten auch heute noch Emotionen. Siezählen wohl zu den edelsten Geschöpfen auf Erden. In ihnen paaren sich Kraft undAusdauer, sie verkörpern Stolz und Mut genauso wie Sensibilität und Vorsicht. Undsie faszinieren durch Schönheit und Anmut.Diese besondere Faszination und die Einstellung vieler Menschen zu diesenGeschöpfen wusste Ronald Duncan besonders gut in einem seiner Gedichteauszudrücken, das er 1954 niederschrieb:35 Vgl.: Scharaditsch 2006: S.1536 Vgl.: Scharaditsch 2006: S.16 34
  35. 35. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext“Where in this wide world can man find nobility without pride, friendship withoutenvy, or beauty without vanity?Here where grace is laced withmuscle and strength bygentleness confined. He serveswithout servility; he has foughtwithout enmity. There is nothingso powerful, nothing less violent;there is nothing so quick, nothingmore patient.” Abbildung 4 Mensch und Pferd zusammenDas moderne Pferd ist ein intelligentes Geschöpf, das aufgrund seiner extremenSensibilität und seiner Kooperationsbereitschaft in guten Händen zu außerordentlichhohen Leistungen fähig ist. Dasselbe Pferd kann jedoch in schlechten Händen schnellstörrisch und unbeherrschbar werden.37Der britische Premierminister Winston Churchill gehörte zur Riege der exzellentenFührer mit „Pferdeverstand“. Schon er sah, dass Pferde einen großen Einfluss aufeinen Menschen und dessen Führungsverhalten haben können, was er wiederum ineinem Zitat zum Ausdruck brachte:„There is something about the outside of a horse that is good for the inside of a man.”3.3.3. DIE ROLLE DES PFERDES Abbildung 5 Xenophon erklärt die Kunst des ReitensDas Pferd ist ein Zeichen für Schönheit,Schnelligkeit und Freiheit. Deshalb liebenund bewundern die Menschen es. Es wird inder Werbung eingesetzt um Symbole wieFreiheit und Schönheit darzustellen und aufPostern und Bildern verewigt um das Zimmeroder die Wohnung zu verschönern. Und inder Tat sind Xenophons Worte wahr: Ein37 Vgl. Scharaditsch 2006: S.17 35
  36. 36. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextPferd, das sich stolz trägt, ist etwas so Schönes, Bewunderns- undErstaunenswürdiges, dass er aller Zuschauer Augen auf sich zieht. Keiner wird müdees anzuschauen, solange es sich in seiner Pracht zeigt. 38Die Rückbesinnung auf den Umgang mit Pferden als Erfahrungs- und Erlebnisfeldstellt keineswegs nur eine modische Erscheinung dar, sondern beruht auf einer uraltenTradition, wie zahlreiche Beispiele belegen.„Ein Pferd hat nichts hündisches und auch nichts raubtierhaftes, es ist – wie PaulHunting, ein erfahrener Pferdeflüsterer, es formuliert – The Perfect Follower“.3.4. PFERDE ALS THERAPIEMITTELSchon seit dem Altertum ist die wohltuende Wirkung des Reitens für den Körper,Geist und Seele bekannt. Das Therapeutische Reiten nutzt diesen Effekt erst seiteinigen Jahrzehnten zur Linderung und Heilung psychosozialler Störungen undkörperlichen Erkrankungen. Das Pferd bietet eine Besonderheit gegenüber anderenTieren, die therapeutisch eingesetzt werden. Die Arbeit auf dem Pferd findet indirektem Körperkontakt statt, zudem ähneln die Bewegungen des Pferdes demmenschlichen Gang3.4.1. THERAPEUTISCHES REITENUnter dem Begriff Therapeutisches Reiten werden drei Bereiche zusammengefasst:Die Hippotherapie, welche eine spezielle krankengymnastische, ärztlich verordneteund überwachte bewegungstherapeutische Maßnahme auf dem Pferd ist, die sich derBewegungen des Pferdes als therapeutischem Medium bedient. .39Die Therapie kommt aus der Medizin und bezeichnet Maßnahmen zur Behandlungvon Krankheiten. Ziel einer Therapie ist die Heilung, die Beseitigung oder Linderungder Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Funktion.38 Vgl. Kirstein 2006: S.2239 Vgl. Fingerhut 2007: S.5 36
  37. 37. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextDas Wort Reiten kommt aus dem Altertum und meint ursprünglich die Bewegungüberhaupt.Das Heiltherapeutische Reiten wird als Oberbegriff für die drei Fachbereiche:Hippotherapie (Krankengymnastik auf dem Pferd), Heilpädagogisches Reiten(Personen mit verschiedenen Störungen die mit Hilfe des Pferdes umgesetzt werden)und Behindertensport verwendet.Die Wahrnehmung des Pferdes unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von der desMenschen. Beide orientieren sich zwar vorwiegend über Sehen und Hören, jedochsind die Sinneseindrücke beim Pferd ausgeprägter und somit sensibler und präziser.Da Pferde von Natur aus sehr gesellige Tiere sind, setzen sie ihre Sinnesorgane auchein, um miteinander zu kommunizieren und nicht nur um drohende Gefahr zu wittern.Sie nehmen die Eindrücke ihrer Umwelt mit allen Sinnen wahr und so entgeht ihnenkaum eine Veränderung in ihrer Umgebung. Auch für Gefühlsschwankungen sindPferde sehr sensibel.Reiz und Reaktion liegen beim Pferd zeitlich eng beieinander. Pferde sindhochsensible Wesen und reagieren daher unmittelbar und unverfälscht. Auch beimUmgang mit Menschen nehmen Pferde selbst kleinste – oftmals auch unbewussteVeränderungen im Gesichtsausdruck, in Körperhaltung oder in der Gefühlsweltwahr.40Da Pferde wie oben erwähnt Flucht- und Beutetiere sind, fassen sie auch viel wenigerschnell Vertrauen zu anderen Lebewesen. Sie sind überaus aufmerksam und kritischihrer Umwelt gegenüber. Man muss sich das Vertrauen der Pferde erst erarbeiten undsich beweisen. Kann man einem Pferd die Furcht nehmen, sich sein Vertrauen undseinen Respekt erarbeiten und es in Folge von seinen Führungsqualitäten überzeugen,lassen sich die dabei gewonnenen Erfahrungen auf das Führungsverhalten im Umgangmit den Mitarbeitern übertragen.4140 Vgl. Scharaditsch 2006: S.4041 Vgl. Fingerhut 2007: S.5 37
  38. 38. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext3.4.2. ZUSAMMENARBEIT VON PFERD UND MENSCH„Pferde sind offen für alles Neue und bereit zur Mitarbeit, gleichzeitig aber sensibel,vorsichtig und zurückhaltend. Sie erwarten Achtung, Respekt und Anerkennung. Siereagieren auf Motivation, Lob und Vertrauen. Der Umgang mit dem Pferd fördertMut, Kraft, Kreativität und Risikobereitschaft aber gleichzeitigVerantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Geduld und Zielstrebigkeit.“ (GerhardJ. KrebsPferde sind uns körperlich überlegen und könnten sich unseren Befehlen leichtwidersetzen oder entziehen. Jedoch lassen sich Pferde grundsätzlich nur selten aufKonfrontationen ein. Der Grund dafür liegt darin, dass Pferde in sozial organisiertenVerbänden leben, in denen das Zusammenleben auf Kooperation und Kommunikationberuht. Gewalt hingegen wird zur Verteidigung gegen den Feind eingesetzt, wenneine Flucht nicht mehr möglich ist oder im Ernstfall auch zur Klärung derRangordnung. Daher verhalten sich Pferde dem Menschen gegenüber grundsätzlichauch gutmütig.4242 Vgl. Scharaditsch 2006: S.18 38
  39. 39. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext KAPITEL 4 : REITTOURISMUS IN DEUTSCHLAND UND RUMÄNIEN4.1. ALLGEMEINE DARSTELLUNGIm letzten Jahrhundert gewinnt eine neue Form des Reitens viel Aufmerksamkeit –der Reittourismus. In Frankreich, England, Deutschland, Belgien und viele andereLänden wurden reittouristische Organisationen eröffnet. Diese bieten nicht nur denProfis, sondern auch den Amateuren verschiedene Reitnetze an. ( in Frankreich:„Vacances à cheval“, in England „ Tekking“ genannt )43Pferdesport und Reittourismus sind bedeutende und wachsende Freizeitmärkte. Seitdas Pferd zunehmend als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen wird, werden inzahlreichen Regionen Aktivitäten und Projekte zur Entwicklung und Förderung desReittourismus initiiertFrüher war der Leistungssport das Ziel vieler Pferdesportler, doch heute erfreuen sichnaturnahe Erholung, Spaß und Gesundheit mit dem Pferd weitaus größererBeliebtheit. Gerade die verschiedenen Reitweisen haben großen Einfluss auf dieMensch-Pferd-Beziehung.44Unter Reiturlaub werden pferdebezogene Urlaubsreisen mit Übernachtungenzusammengefasst, die von Reisen mit und ohne eigenes Pferd, Wanderreiten,Reitkursen bis zu Kinderreitferien reichen. Der zentrale Ansprechpartner fürReiturlauber sind die Reitbetriebe. Drei Viertel der Reitgäste haben in ihrem letztenReiturlaub direkt auf dem Reiterhof übernachtet. Die reittouristischen Betriebeerbringen die Kernleistungen eines Reiturlaubes. Hier wird übernachtet, gegessen, dasPferd untergebracht und geritten. Der Großteil der Reiturlauber bucht direkt beimBetrieb. Dafür erwarten die Gäste von den Betrieben eine hohe Qualität undGastfreundschaft. Wichtig sind unter anderem eine gute Unterbringung der Pferde, eingutes und qualifiziertes Reitangebot sowie freundliches und kompetentes Personal.Reitgäste sind anspruchsvolle Gäste. Sie übernachten am liebsten in einer43 Vgl. Muresan et. Al. Marchis & Pentelescu 2007: S.19444 Vgl. Winkler 2006: S.22 39
  40. 40. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontextkomfortablen Unterkunft, einer Ferienwohnung oder einem Hotel- oderPensionszimmer.45 Im Mittelpunkt des Urlaubs steht das Pferd, mit dem viel Zeitverbracht wird. Für die Reiturlauber spielt die Umgebung eine große Rolle – amwichtigsten sind ihnen eine schöne Landschaft und ein gutes Reitwegenetz.464.2. ARTEN VON REITURLAUB UND REITTOURISMUSAusschlaggebende Aspekte bei einem Reiturlaub sind vor allem eine schöneUmgebung, Landschaft, ein gutes Reitwegenetz, die Qualität des Reitbetriebes sowiedie Reiterfreundlichkeit, das Preis-Leistungsverhältnis und die Möglichkeit, viel Zeitmit dem eigenen Pferd zu verbringen.Reittourismus ist vielfältig, es zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus undumfasst verschiedene Segmente: Reiturlaub mit und ohne eigenes Pferd Wanderreiten, Reitferien für Kinder Veranstaltungen und Events für pferdeinteressierte Besucher, Kutsch-, Kremser- und Planwagenfahrten usw.45 Vgl. Franke et. Al. Gonsior & Trenstedt 200946 Vgl. Franke et. Al. Gonsior Tennstedt 2009 40
  41. 41. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext4.3. REITTOURISTEN UND PFERDEINTERESSIERTE Abbildung 6 Potentielle Reittouristen ( Quelle : Franke; Gonsior, Trendstedt 2009 )Pferdeinteressierte sind Personen, die nicht selbst Reiter sind, aber in ihrer Freizeitoder im Urlaub Aktivitäten nachgehen, die mit Pferden verbunden sind oder sich diesvorstellen können. Abbildung 7 Aktivitäten von Pferdeinteressierten Aktivitäten von Pferdeinteressierten Besuch von Pferdeveranstaltungen Pferdesport/-Filme ansehen Kutsch-,und Planwagenfahrten Begleitung von Personen bei… Pferdebücher lesen Fachzeitschriften lesen Mitversorgung eines Pferdes 0 1 2 3 4 5 6 ( Quelle : Franke; Gonsior, Trendstedt 2009 ) 41
  42. 42. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext4.4. DER REITTOURISTISCHE MARKTDer Reittouristische Markt ist relativ jung und im ständigen Wachstum. AlsHauptfaktoren des Reittouristischen Marktes zählen das Angebot und die Nachfragedes Reittourismus.4.4.1 DIE ANBIETER DES REITTOURISMUSDas Angebot an Reittourismus kann in folgenden Formen erscheinen: Reittouristische Betriebe Reittouristische Zusammenschüsse (Vereine) Touristische Organisationen Pferdesportliche Organisationen47 Reiterreiseveranstalter 4847 Deutsche Reiterliche Vereinigung, Vereinigung der Freizeitreiter48 Spezielle Reiterreisespezialisten wie Pferd & Reiter, Das Urlaubspferd, Pegasus Reisen ,Online-Buchungszentralen, Internetportale 42
  43. 43. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext4.4.2. EINFLUSSFAKTOREN DES REITTOURISTISCHEN ANGEBOTS Abbildung 8 Einflussfaktoren des reittouristischen Angebots Betrieb: Unternehmerische Aktivitäten Innovations- und Leistungsbereitschaft, Arbeitskräfte und Staatliche Einflüsse: Gesellschaftliche Kapital Einflüsse: Gesetzgebung ,politische Rahmenbedingungen Kultur, Werte und Traditionen Förderungspolitik Arbeits-und Reittouristisches Angebot: Freizeitverhalten Unterkunft für Gäste u. Pferde, Verpflegung, Serviceleistungen, Angebot bereitbarer Wege Nachfrager: Umweltfaktoren: Nachfragevolumen Klima Motive geographische Lage Anforderungen Landschaft Zugänglichkeit Wirtschaft: Gesamtwirtschaftliche Situation Ressourcen Arbeitsplätze Preisstrukturen ( Quelle : Franke; Gonsior, Trendstedt 2009 ) 43
  44. 44. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext4.5. PFERDESPORT UND REITTOURISMUS IN DEUTSCHLANDPferdesport und Reittourismus gehören zu den größten Freizeitmärkten inDeutschland und sind ein Wachstumsmarkt mit Zukunft. Zwei bis drei MillionenReiter und über eine Million Pferde in Deutschland mit einem jährlichen Wachstumvon 5 % erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von fünf bis sieben Milliarden Euro.Dazu kommt der große Markt der Pferdeinteressierten: Nach der Marktanalyse derDeutschen Reiterlichen Vereinigung sind rund 11 Millionen Deutsche am ThemaPferd und Pferdesport interessiert.49Im Pferdesport und in der Pferdezucht hat Deutschland seit langem eineherausragende Bedeutung: Deutschland ist Standort internationaler Turniere undWettbewerbe rund ums Pferd. Jährlich finden zwischen 3000 und 4000Turnierveranstaltungen mit 60 000 bis 90 000 Prüfungen/ Wettbewerben und knapp 2Mio. Startern statt. Für die deutschen Pferdezüchtungen kommen Käufer aus derganzen Welt.50Deutschland bietet eine Vielzahl an reittouristischen Angeboten für unterschiedlicheZielgruppen vom Reitferienkind, anspruchsvollem Reiturlauber bis zumEventbesucher. In vielen Regionen Deutschlands wurden und werden Projekte rundums Pferd initiiert, um sich auf dem reittouristischen Markt zu positionieren und diewirtschaftlichen Potenziale von Pferdesport und -tourismus zu nutzen.51Der Reittourismus-Markt entwickelt sich dynamisch: Die Nachfrage wächst, aberauch die Qualität der Angebote im In- und Ausland und damit der Wettbewerb umden Kunden nimmt zu. In Deutschland gibt es rund eine Million Pferde und Ponys.Der Pferdebestand hat sich in den letzten Jahren 35 Jahren mehr als verdreifacht. DieZahl der Reiter wird auf zwei bis drei Millionen Reiter geschätzt. Die DeutscheReiterliche Vereinigung (FN) ist mit 760 000 Mitgliedern die weltweit größtePferdesport-Vereinigung.49 www.smul.sachsen.de/lfulg - Zugriff am 20.06.201050 www.fnverlag.de/misc/filePush.php?id=2938name...2008 - Zugriff am 20.06.201051 www.smul.sachsen.de/lfulg - Zugriff am 20.06.2010 44
  45. 45. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext4.6. WIRTSCHAFTSFAKTOR PFERDNach vorsichtigen Schätzungen der FN liegt der Gesamtumsatz rund um denPferdesport bei weit über fünf Milliarden Euro. Es ergeben sich bei einer Anzahl vonüber 1 Mio. Pferde ca. 300 000 Arbeitsplätze in Deutschland. Laut dem FN-Jahresbericht 2009 liegt der Pferdebestand bei 1.100.087.52In den letzten Jahren sind zahlreiche Projekte und Angebote auf den deutschenReittourismus-Markt gekommen. Auch auf Länderebene wurde das Potenzial desReittourismus erkannt und in vielen Ländern entsprechende Initiativen ins Lebengerufen (Sachsen mit Pferd, Reiterland Hessen, Pferdeland Schleswig-Holstein).Der Wettbewerb um den Reitgast wird härter. Zwar sind die Reittouristen einewachsende Zielgruppe und auch im Ausland liegen noch ungenutzte Potenziale, aberdie steigende Anzahl an reittouristischen Produkten, die stärkere Bewerbung derZielgruppen und steigende Ansprüche bei den Kunden erfordern klare Marktstrategienund „konzertierte Aktionen“.Zahlen rund um den Pferdesport53: 1.600.000 Menschen in Deutschland sind Pferdesportler 1. Mio. Pferde gibt es in Deutschland 300.000 Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit und um das Pferd 3000 Firmen existieren Rund um den Pferdesport.4.7. REITTOURISMUS IN RUMÄNIENRumänien besitzt ein sehr hohes touristisches Potential. Dies wird allerdings nicht indem Maße ausgeschöpft ( nur 2 % vom BIP ), wie es für eine positive wirtschaftlicheEntwicklung unabdingbar wäre. Die Ausgaben für Freizeitaktivitäten belaufen sich inRumänien bei 3,7% im Vergleich zu Deutschland 6,73 %.5452 www.fnverlag.de/misc/filePush.php?id=3370&name=Jahresbericht_2009 - Zugriff am 20.06.201053 Vgl. Arnold 2010: S.16054 Vgl. Sallanz 2005: S.129 45
  46. 46. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextObwohl Rumänien zahlreiche Urlaubsangebote besitzt, entsprechen nicht alle demeuropäischen Standardniveau.Verschiedene rumänische Urlaubangebote: Aktivurlaub Badeurlaub Donaukreuzfahrt Jagen & Fischen Offroad Radtouren Reiten Rundreisen Urlaub auf dem Bauernhof Wandern & Trekking WellnessIn Rumänien gehört das Pferd noch zum Alltag der Menschen. Neben Arbeitstierengibt es natürlich auch Sport- und Reitpferde. Das bekannteste Gestüt in Rumänien istdas Lipizzaner-Gestüt in Sambata de Jos bei dem Fagaras-Gebirge. Es gibt 40 Gestütein Rumänien, aber nicht alle bieten auch Ferienangebote für Reiter und Pferdefreundean.Das rumänische Reitangebot enthält: Westernreiten, Abenteuerreiten und Winterreitensowie Urlaub auf dem Reiterhof. Die weite Landschaft ist ideal für Ausritte in derNatur. Zahlreiche National- und Naturparks sowie Biosphärenreservate bieten idealeMöglichkeiten für Wanderer, Kletterer oder Familienurlaub mit Kindern.Der Ursprung und die Entwicklung des Reittourismus erfolge in den Nähe derbekanntesten Gestüte Sâmbata, Mangalia, Beclean, Izvin, Tulucesti und Lucina.Laut dem FAO 2008 gibt es in Rumänien Pferde 862.93655. Der Pferdebestand ist inden letzten Jahren 30 Jahren mit einigen Ausnahmen, gestiegen. Die Zahl der Reiterwird auf 1,5 Millionen geschätzt, im Vergleich zu Deutschland, wo es doppelt so vielist.55 http://faostat.fao.org/site/573/DesktopDefault.aspx?PageID=573#ancor - Zugriff am 20.06.2010 46
  47. 47. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextWeil in Rumänien das Pferd noch nicht als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen wird,können Aktivitäten und Projekte zur Entwicklung und Förderung des Reittourismusnicht initiiert werden. Auch der Markt der Pferdeinteressierten ist viel kleiner als inDeutschland.Um auf dem reittouristischen Markt erfolgreich zu sein, müssen Anbieter undVermittler die reittouristischen Zielgruppen und ihre Ansprüche kennen. Dasreittouristische Angebot in Rumänien ist noch unterentwickelt, aber trotzdem imWachstum. Bezüglich der Preise bezahlt zum Beispiel eine Person bei der BecleanGestüte pro Nacht zwischen 20 und 25 Euro. Im Jahr 2009 waren 20% - 30% derGäste Ausländer und der Geschäftsumsatz des Jahres 2009 war 400.000 EURO.56 ImVergleich dazu, wird bei einer Reitpension in Deutschland pro Nacht für eine Personmindestens 30 Euro bezahlt.Im Deutschland dagegen ist das reittouristische Angebot vielfältig und reicht vonexklusiv ausgestatteten Reithotels bis zu einfachen Wanderreitstationen. Der Gast hateine große Auswahl an attraktiven Reisezielen und Urlaubsangeboten.4.8. ZUSAMMENFASSUNGDie Chancen und Potenziale im Reittourismus in Rumänien sind beachtlich: Von derwachsenden reittouristischen Nachfrage können viele Leistungsträger undWirtschaftsbereiche profitieren.Aber der Markt entwickelt sich dynamisch und ist neben den wirtschaftlichschwierigen Rahmenbedingungen durch wachsende Konkurrenz undQualitätsansprüche gekennzeichnet. Bei zunehmender Verknappung von Zeit undGeld legen die Kunden großen Wert auf einen einzigartigen Urlaub ohne Mängel.Gefragt sind unter anderem die richtige Mischung aus Aktivurlaub und Entspannungsowie authentische Erlebnisse.Um Rumäniens Marktposition im Reittourismus auszubauen und zu festigen, ist vorallem der Aufbau entsprechender Vermarktungsstrukturen und einer zentralen56 Aus dem Gespräch mit Traian Lapuste, Leiter der Gestüte Beclean 47
  48. 48. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextInformationsstelle für Reitgäste aus dem In- und Ausland erforderlich. Das Potenzialdes Reittourismus in Rumänien muss erkannt werden, um entsprechende Initiativenins Leben zu rufen.Nach einer vergleichenden Potentialanalyse des Reittourismus in Deutschland undRumänien, hat man festgestellt, dass trotz des hohen Entwicklungspotentials,Rumänien noch viel hinter Deutschland zurückliegt.Mit dem Pferd als Wirtschaftsfaktor nachhaltiger Regionalentwicklung, könnenAktivitäten und Projekte zur Entwicklung und Förderung des Reittourismus inRumänien initiiert werden. Weil es notwendig ist, Rumäniens Potential im Bereichdes Reittourismus zu nutzen, wird man in den nächsten Kapitel versuchen, dieRichtlinien für die Eröffnung einer Reitpension in einer Region mit touristischemPotential, zu beschreiben.Die Eröffnung einer Reitpension in Rumänien, würde nicht nur den Tourismusfördern sondern nachhaltig auch die Regionalentwicklung. 48
  49. 49. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen Kontext KAPITEL 5: ENTWICKLUNGSLINIEN FÜR DIE ERÖFFNUNG EINER REITPENSION IN RUMÄNIENDieser Teil der Arbeit hat als Ziel die Erarbeitung einer Durchführbarkeitsstudie fürdie Investition in einer Reitpension. Als Forschungsthema wurde die Entwicklung desReittourismus in der Gemeinde Gilău gewählt und zwar die Eröffnung einerReitpension.5.1 ERSTELLUNG EINER DURCHFÜHRBARKEITSSTUDIEDie Durchführbarkeitsstudie für die Finanzierungsmöglichkeit 313 „Förderung dertouristischen Aktivitäten im Bereich Erholung/Vergnügung“ wird alle Teile enthalten,welche für den Aufbau einer Reitpension gebraucht werden. Die Ergebnisse werdenvorgestellt, um zu beweisen, ob sich das Projekt lohnt oder nicht.Die zukünftige Reitpension muss so erstellt werden, dass sie den Kunden vielfacheMöglichkeiten zur Erholung, Vergnügung, Reittherapie aber auch zum Trainierengibt. Die Menschen die von Pferden fasziniert sind und den Mut haben auch dasReiten zu lernen sind bei der Reitpension willkommen, da man für Anfänger ganz vielGeduld zeigt und schrittweise vorgeht. Die Reitpension ist auch ein Platz fürfortgeschrittene Reiter die zusammen mit Pferden die Natur genießen wollen und dasWanderreiten bevorzugen. Für diese Art von Gästen bietet die Reitpensionverschiedene Reittouren an. Das Reittherapiezentrum bietet heilpädagogisches Reitenund Reiten für Behinderte an. Für die Zukunft plant man auch Sommerreitschulen fürKinder.Für die Erstellung einer vollständigen und richtigen Durchführbarkeitsstudie wird dasModel der Finanzierungsmöglichkeit 313 aus dem Europäischen Fonds für dieEntwicklung des räumlichen Landes benutzt. Für diese Studie wurde dieFinanzierungsmöglichkeit 313 gewählt, weil das zukünftige Implementierungsprojektalle Bedingungen der Finanzierungsmöglichkeit 313 erfüllt. Es wird in 49
  50. 50. Roxana Dârjan Die vergleichende Potentialanalyse des Reittourismus im internationalen KontextVergnügungstätigkeiten wie: Wanderreiten, einschließlich die Erstanschaffung vonPferden mit touristischem Zwecke (außer der Rennpferde), Unterkunft für die Tiereund Reitpensionen investiert.575.1.1. ALLGEMEINE DATEN DES ANTRAGSTELLERSName des zukünftigen Unternehmens: SC „Equina” SRL - Reitpension undHeiltherapiezentrum“, mit Stammsitz in Gilău Gemeinde, im Kreis Klausenburg,Hauptstraße 14, Telefonnummer: 0264-223567.Die steuerlichen Identifizierungsdatensind: Steuernummer : R 16277060 Registrierungsnummer : J12-1350Das Unternehmen SC „Equina” SRL wurde im Jahr 2010 gegründet und hat dieCAEN Nummer 9262 „Andere sportliche Aktivitäten“. Das Unternehmen hatte bisjetzt keine anderen Aktivitäten da es in 2010 gegründet wurde, aber durch diesenFinanzierungsantrag wird es für die Leitung und Verwaltung der Reitpension und desHeiltherapiezentrums „Equina” zuständig sein. Der Unternehmensführer besitzt durcheine Erbschaft ein Gelände in der Gilău Gemeinde von etwa 4000 m . Außerdem istder Unternehmensführer Besitzer von vier Lipizzaner-Pferden. Tabelle 2 Die Vorstellung der besitzen Güter des Antragstellers. Nr. Gut Anzahl Wert in EURO1. Gelände 4000 m 28.0002. Lipizzaner 4 4.000Summe 32.000 ( Quelle: Eigene Darstellung )57 http://www.fondurile-structurale.ro/cod-313-Incurajarea-activitatilor-turistice.htm - Zugriff am20.06.2010 50

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