Ausarbeitung                           im Fach              Geschäftsprozessmodellierung                       im Studieng...
Inhaltsverzeichnis1.     Einleitung / Abstract...............................................................................
1. Einleitung / AbstractAufgrund der zunehmenden Anzahl an Shops, Marktplätzen und Börsen im B2C-als auch im B2B-Bereich i...
In Kapitel 4 wird ein Überblick über das Katalogmanagement im Bereich des E-Procurement gegeben. Es wird die Bedeutung ein...
2. Online-Kataloge im B2C-BereichOnline-Kataloge     (bzw.    elektronische    Produktkataloge)     stellen   die   ersteS...
sowie des grafischen Layouts zur Verfügung. Es erfolgt somit eine Trennung derPräsentation (Layout), der Struktur (Katalog...
Das in Bild 1 gezeigte Metamodell kann zur Repräsentation verschiedenerKatalogmodelle eingesetzt werden, z.B. für Bücher o...
3. Kataloge im B2B-Bereich„Im Gegensatz zum B2C-Commerce werden Katalogdaten beim B2B-Commercezu Beginn einer Geschäftsbez...
Katalogs genutzt. Hierbei sind verschiedene Bedingungen zu beachten. (z.B.:Welcher Mitarbeiter kann welche Produkte bestel...
fachlichen Details sämtlicher Branchen erfasst werden können. Der        Übergang      von     Allgemeinen       zu     so...
dass z.B. ein bestimmter Artikel (z.B. das Business-Notebook) über den Preisverschiedenster Händler sortierbar wäre.Im Fol...
Nutzerdefinierte Erweiterungen: Hier ist Platz für beliebige Erweiterungen       der bestehenden Struktur.Bei den drei Nac...
gleichen Eigenschaften zu spezifizieren. Dazu können Vorlagen erstellt werden,die eine Liste zulässiger Ausprägungen vorge...
Dies ist darauf zurückzuführen, dass dieser Standard auf EDIFACT4 beruht,einem branchenübergreifenden internationalen Stan...
3.5.1. EAN-Codes„European Article Number“ – Dieser Code ist ein klassischer Vertreter einesIdentifikationscode. Er kann ni...
Bild 4: Beispiel für die Suchmöglichkeiten für eCl@ss-Produktcodes [4]In Bild 3 ist zudem erkennbar, dass die Arbeit des e...
4. Katalogmanagement„Als      Katalogmanagement         wird      die   Verwaltung   von     elektronischenProduktkataloge...
Suchfunktion: Da eine Katalogsoftware eine recht komplexe Anwendung       werden kann, ist eine umfangreiche Suchfunktion ...
5. Resümee und FazitDie Basis eines Shops oder eines Marktplatzes im B2C-Bereich ist derelektronische Katalog. In diesen P...
Prozesse zur Kostenoptimierung entwickelt werden. Lieferanten von gleichenArtikeln können so besser verglichen werden.Weit...
Dies schafft Potential für effizientere und günstigere Beschaffungsprozesse. Aberauch im Bereich des B2C-Commerce stellen ...
6. Quellen[1]    Michael Merz: E-Commerce und E-Business, d.punkt Verlag, 2. Auflage       2002[2]    Versch. Autoren.: Wi...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Elektronische Kataloge als herzstück von E-Business Systemen

2.501 Aufrufe

Veröffentlicht am

Beschreibt den Nutzen von Katalogsystemen im geschäftlichen Kontext.

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
2.501
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
40
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
14
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Elektronische Kataloge als herzstück von E-Business Systemen

  1. 1. Ausarbeitung im Fach Geschäftsprozessmodellierung im Studiengang Master of Science of Electronic Business an der University of Applied Science Fulda Von: Andreas Lennartz Matrikelnummer: 164580 alenn@gmx.net Thema:Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce- Systemen
  2. 2. Inhaltsverzeichnis1. Einleitung / Abstract.......................................................................................1 1.1. Kapitelübersicht ......................................................................................12. Online-Kataloge im B2C-Bereich ...................................................................3 2.1. Aufbau von Katalogen ............................................................................43. Kataloge im B2B-Bereich...............................................................................6 3.1. Standard-Katalogformate........................................................................7 3.2. Beispiel für Katalogstandard: BMEcat ....................................................9 3.3. xCBL - Vergleich BMEcat und xCBL ....................................................11 3.4. Weitere Standards und deren Verbreitung ...........................................11 3.5. Standards für Produktcodes .................................................................12 3.5.1. EAN-Codes .......................................................................................13 3.5.2. eCl@ss .............................................................................................134. Katalogmanagement....................................................................................155. Resümee und Fazit......................................................................................176. Quellen ........................................................................................................20Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -i-
  3. 3. 1. Einleitung / AbstractAufgrund der zunehmenden Anzahl an Shops, Marktplätzen und Börsen im B2C-als auch im B2B-Bereich ist es unerlässlich, die angebotenen Waren bzw. Artikelzu strukturieren und zu speichern. Insbesondere in Unternehmen im Bereich derelektronischen Beschaffung und des E-Procurement stellen Kataloge einezentrale Bedeutung dar.In Bezug auf Zeit und Kosten im Beschaffungsprozess eines Unternehmens istdie Auswahl und Bereitstellung der Produkte in Katalogen eine hohe und oftunterschätzte Anforderung. Kataloge sind nur scheinbar ein integrierter Teil einesE-Procurement-Systems – in der Praxis sind es eigene Softwarelösungen, diedas Katalogmanagement übernehmen. Da sie mit externen Systemenkooperieren müssen, ist die Auswahl und Erstellung solch einesKatalogmanagementsystem schwerer planbar als die Gestaltung der internenBeschaffungsabwicklung. [3, S. 3]Aber auch im B2C-Bereich spielen Kataloge eine immer wichtigere Rolle. Auf derSeite des Kunden dient die hierarchische Artikelübersicht als Einstiegspunkt zumStöbern in den Produkten. Auch bei der Pflege und Wartung eines Shopsystemsbietet eine hierarchische Artikelübersicht viele Vorteile.1.1. KapitelübersichtIn Kapitel 2 dieser Ausarbeitung wird die Bedeutung von Katalogen im B2C-Bereich betrachtet. Der grundsätzliche Aufbau von Katalogen wird dabei näheruntersucht.In Kapitel 3 steht der B2B-Aspekt im Vordergrund. Hier werden insbesonderebestehende Standards für Kataloge und zur Klassifikation von Produktenerläutert.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -1-
  4. 4. In Kapitel 4 wird ein Überblick über das Katalogmanagement im Bereich des E-Procurement gegeben. Es wird die Bedeutung einer Katalogsoftware dargestelltund der Katalogdatenaustausch beschrieben.In Kapitel 5 wird der dargestellte Themenbereich kritisch betrachtet undresümiert. Es wird dargestellt, inwiefern elektronische Kataloge als Herzstückvon E-Commerce-Anwendungen dienen.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -2-
  5. 5. 2. Online-Kataloge im B2C-BereichOnline-Kataloge (bzw. elektronische Produktkataloge) stellen die ersteSchnittstelle einer B2C-Anwendung, z.B. eines Online-Shops, zum Kunden dar.Dabei wird der Katalog vom potentiellen Käufer genutzt, sich einen Überblicküber die Produktpalette sowie über weitere zusätzliche Eigenschaften undAnforderungen (z.B. Preis- und Lieferbedingungen) zu machen. Der Kundeverbringt sehr viel Zeit mit dem Stöbern im Katalog, um sich einen möglichstumfassenden Überblick über die ihn interessierenden Artikel machen zu können.Im Vergleich dazu sind andere Vorgänge wie z.B. das Bezahlen selbst nurProzesse, die eine vergleichsweise geringe Last für den Server verursachen.Infolgedessen sollte die Navigation im Katalog auch eine optimierte Anfrage anden Server stellen.Es lassen sich grundsätzlich zwei Ansätze beim Design eines Online-Katalogsunterscheiden: 1) Bei den Katalogartikeln handelt es sich um recht unterschiedliche Artikel, die insbesondere in ihren Eigenschaften stark voneinander abweichen. 2) Die Katalogartikel ähneln sich stark (zumindest innerhalb ihrer Kategorie).Trifft 1 zu, so ist eine Navigation zu der gewünschten Kategorie oder eine Suchenach Attributwerten sinnvoll. Dies wird als hierarchisches Navigieren bezeichnet.Für 2 könnte man bei der Suche nach bestimmten Artikeln die Eigenschaften desgesuchten Artikel festlegen und prüfen, was nach dieser Einschränkung nochübrig bleibt. Dies nennt man parametrische Suche.Vor allem die hierarchische Navigation ist bei den meisten Online-Shopsvertreten. Im Gegensatz zu Anwendungen im B2B-Commerce steht hier dievisuelle Web-Anwendung im Vordergrund. Im B2B-Bereich ist dabei der direkteDatenaustausch wichtiger (der sog. „Silent Commerce“). Der B2B-Bereich wirdeingehender in Kapitel 3 behandelt.In der Regel ist ein Katalog nach Kategorien geordnet und stellt dem AnbieterWerkzeuge zur Definition der Katalogstruktur, der ProduktinformationsseitenAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -3-
  6. 6. sowie des grafischen Layouts zur Verfügung. Es erfolgt somit eine Trennung derPräsentation (Layout), der Struktur (Katalogstruktur und Produktattribute) und derDaten (Produktinformationen). Diese können frei vom Anbieter angepasstwerden. Kataloge sind somit nicht nur hinsichtlich ihrer Darstellung, sondernauch in Ihrer Administration stark strukturiert.2.1. Aufbau von KatalogenBedeutend beim Aufbau von Katalogen ist die Unterscheidung in die Produkteselbst und Ihrer Attribute. Dabei setzt sich ein Produkt aus Attributen sowieweiteren Informationen wie Abbildungen, Texten etc. zusammen. DieseZusatzinformationen können wiederum organisiert werden: Produktattributeselbst besitzen ein Attribut und evtl. eine Liste vorgegebener Werte, Produktelassen sich unabhängig vom Typ nach Kategorien ordnen, und zudem könnenProdukte eigenen Typen zugeordnet sein, die darüber Auskunft geben, welcheAttributtypen zum Produkt gehören. Um diese Masse an Informationen flexibelund anwendungsunabhängig im Katalog zu verfolgen, sind Datenmodelleentwickelt worden, die etwa den in Bild 1 beschriebenen Aufbau besitzen. Bild 1: Allgemeines Metamodell für Produktkataloge [1, S.415]Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -4-
  7. 7. Das in Bild 1 gezeigte Metamodell kann zur Repräsentation verschiedenerKatalogmodelle eingesetzt werden, z.B. für Bücher oder für Autoersatzteile.Dabei steht im Zentrum des Modells das Produkt selbst. Dieses kann einer odermehreren Kategorien zugeordnet sein. Die Kategorien können sich in einerhierarchischen Beziehung anordnen, sodass zu einer Oberkategorie mehrereUnterkategorien bestimmt werden können, aber auch zu einer Unterkategoriemehrere Oberkategorien. Weiterhin können weitere Relationen zwischen denProdukten definiert werden (z.B. „siehe auch“, „ist Ersatzteil für“, „Kauf nur inVerbindung mit...“)Das Produkt ist eine Instanz des Produkttyps. Im Produkttyp lassen sichallgemeine Informationen für alle Produkte ablegen. Insbesondere für diesenProdukttyp definierte Attribute sind über die Beziehung mit den Attributtypenfestgelegt. Ein Produkttyp besteht dabei in der Regel aus mehreren Attributtypen.Für die Attributtypen finden sich wieder Attribute, die ebenfalls mit den Produktenin Beziehung stehen. Weiterhin können noch Attributwerte definiert werden, dieden Attributtypen (z.B. bei einer vordefinierten Liste von Werten) oder denAttributen selbst zugeordnet werden.Ein Produkt kann mit einer beliebigen Anzahl von Attributen verbunden werden.Attribute können neben den Standardtypen auch definierbare Werte beinhalten.So kann ein Attribut unabhängig vom Produkt beschrieben werden, so dass esuniversal einsetzbar ist. Diese besonderen Beziehungen erfolgen auf der Ebeneder Datenmodellierung des Katalogs.Beispiel: Das Produkt „Levis Jeans“ gehört zu der Kategorie „Jeans“. Diedazugehörigen Attribute sind „Größe“, „Farbe“, „Material“. Zudem ist es dieInstanz eines Produkttyps, der sich aus den Attributtypen „Größe“, „Farbe“ und„Material“ zusammensetzt. Dabei sind die Werte „30, 32, 34“ bei der Größe, beider Farbe „blau“ und „schwarz“ und bei dem Material „Baumwolle“ vordefiniert.Aus dieser Auswahl kann der Kunde einen Wert auswählen. Die Attribute werdensomit auf Typ- als auch auf der Instanzebene verwendet.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -5-
  8. 8. 3. Kataloge im B2B-Bereich„Im Gegensatz zum B2C-Commerce werden Katalogdaten beim B2B-Commercezu Beginn einer Geschäftsbeziehung vom Anbieter an den Kunden ausgeliefert.In der Regel liegt dann die Katalogsoftware auf dem Web-Server des Kundenvor. Daher kann die Bereitstellung des Katalogs und seine Nutzung sehr vielkomplexer sein als das Stöbern nach Büchern bei Amazon.“ [1, S.748]Katalogdaten werden beim B2B-Commerce in der Regel auf dem Web-Serverdes Kunden vorgehalten. Es ergeben sich andere Anforderungen an dasKatalogmanagement als beim „normalen“ B2C-Geschäft. Weiterhin ist zuunterscheiden, dass ein Bestellmodul wie in klassischen Online-Shops in derRegel nicht vorhanden ist. Im B2B-Umfeld reicht es für den Anbieter meist aus,den Katalog nur als Informationsträger einzusetzen. Die direkte Verbindung zuBestell- und Zahlungsmodulen entfällt somit.Die technische Übermittlung von Katalogdaten ist dabei allgemein zu verstehen.Zwischen welchen Parteien die Kataloge, welche Information, welcher Zeitpunktetc. dabei übermittelt wird, wird dabei nicht mit einbezogen. Diese Trennungentspricht der Unterscheidung in eine Functional Service View (Transfer,Protokolle…) und der Business Operational View (Wer, was, wann?). Dabeiwerden in der Regel die Katalogdaten vom Anbieter zum Kunden gesendet,theoretisch kann dies auch umgekehrt sein. Der Anbieter überträgt seineKatalogdaten entweder an den Endkunden selbst oder an Portale, welche dieseDaten integrieren und weitervermitteln. Umgekehrt sind aber auch Portale aufder Anbieterseite denkbar, welche Katalogdaten sammeln. [4]Weiterhin ist zu ermitteln, wer Katalogdaten auf welche Weise benutzt. AufEmpfängerseite (i.d.R. die Kundenseite) ist hier zu unterscheiden zwischen derEinkaufsabteilung und den Mitarbeitern (B2E-Commerce1). In derBeschaffungsabteilung werden die Daten zur Aktualisierung ihres firmeninternen1 B2E – Business to EmployeeAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -6-
  9. 9. Katalogs genutzt. Hierbei sind verschiedene Bedingungen zu beachten. (z.B.:Welcher Mitarbeiter kann welche Produkte bestellen? Was für Produktebekommt er angezeigt?) [5]In der Regel werden Kataloge in Firmen noch eher wie papierne Katalogeverstanden. Dabei ist es nicht unüblich, dass Kataloge teilweise über CDbereitgestellt werden. Da elektronische Kataloge im Zuge der globalenVernetzung bei Firmen eine immer wichtigere Rolle für den Einkauf darstellen,und die papierne Formate sowie CDs wegen fehlender Aktualität und erhöhtenBearbeitungsaufwand immer mehr verdrängt werden, ist eine möglichst hoheIntegration der Kataloge in den Einkaufsprozess der Unternehmenwünschenswert. Dazu sind Standard-Katalogformate notwendig, die eine hoheZusammenarbeit von bestehenden Systemen gewährleisten. [7]Es folgt nun eine Betrachtung bestehender Katalogstandards sowie derenNotwendigkeit.3.1. Standard-KatalogformateIn Produktkatalogen werden Informationen über die Produkte gesammelt. Dazuzählen Daten wie Bezeichnungen, Beschreibungen, Preise usw. ElektronischeProduktkataloge definieren die datentechnische Schnittstelle zwischenkatalogverarbeitenden Systemen. Jeder Anbieter nutzt hierbei seinebevorzugten Formate, so dass ein Austausch und die Integration in andereSysteme meist mit einem erhöhten Aufwand einhergehen. Abhilfe schaffenhierbei feste Katalogstandards und passende Katalogschnittstellen.Standard-Katalogformate sollten folgende Aspekte einschließen: Artikelbeschreibung: Die Artikelbeschreibung kann in natürlicher Sprache oder anhand von Attributen erfolgen. Die Attributbeschreibungen müssen dabei kategoriespezifisch sein – z.B. muss der Business-Laptop Attribute wie Speicher, Festplattengröße oder Bildschirmgröße haben. Dabei ist zu beachten, dass bei Standard-Katalogformaten kaum eine Attributstandarisierung vorgenommen werden kann, da kaum alleAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -7-
  10. 10. fachlichen Details sämtlicher Branchen erfasst werden können. Der Übergang von Allgemeinen zu solch nicht standarisierten Spezialisierungen lässt sich technisch durch Referenzierungen im XML- Schema von XML-Standards definieren. Artikelkodierung: Häufig ist eine anbieter-unabhängige Kodierung von Artikeln notwendig, um ein Produkt zu identifizieren. Dazu wird ein einheitlicher Artikelcode benötigt, z.B. „08-15-47-11“ für das Business- Notebook. Hierzu sind verschiedene Standards notwendig, die eine umfangreiche Klassifikation der Produkte gewährleisten. Dies führt dazu, dass ein Empfänger einer Nachricht z.B. „Business-Notebook“ versteht, wenn der Sender „08-15-47-11“ sagt. Hierzu gibt es verschiedene Standards, z.B. EAN, eCl@ss und UN/SPCS. EAN und eCl@ss werden in Kapitel 3.5.1 und 3.5.2 vorgestellt. Artikelgruppenbildung: Ein Hersteller kann individuell seine eigene Bildung von Artikelgruppen vornehmen, in dem er seinem Artikelstamm ein weiteres Klassifikationssystem hinzufügt.Da der Sinn von Katalogen im B2B-Bereich darin besteht, das vor allemComputer Daten austauschen, werden Kataloge in der Regel in standarisiertenFormaten verschickt, z.B. als EDI-Nachricht2. Kataloge müssen zudem auf allenEbenen permanent gepflegt werde. Da eine manuelle Aktualisierung beimehreren tausend Artikeln nicht möglich ist, ist der Austausch von Daten mitSoftwaresystemen nötig. Zum Beispiel werden Produktdaten, Preise undLagerbestand aus der Artikeldatenbank eines Unternehmens extrahiert. EinKatalog sollte somit direkt mit der Warenwirtschaft eines Unternehmensverbunden sein. [3]In der Regel existieren zurzeit wenige anbieterneutrale Kataloge. Dies führt zueiner Vielzahl unterschiedlicher Anbieter, was zu einer erschwertenKommunikation der einzelnen Systeme führt. In den nächsten Jahren ist zuerwarten, dass auch dort eine Standarisierung eintritt. Dies hätte den Vorteil,2 Hierunter versteht man den elektronischen Austausch von standarisierten Dokumenten undstrukturierten Daten wie Bestellungen, Lieferschein oder Rechnungen zwischen DV-Systemen.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -8-
  11. 11. dass z.B. ein bestimmter Artikel (z.B. das Business-Notebook) über den Preisverschiedenster Händler sortierbar wäre.Im Folgenden wird ein gängiges XML-Schema für Kataloge genauer betrachtet:BMEcat. Im Anschluss daran wird xCBL in einem kurzen Vergleich mit BMEcatdargestellt.3.2. Beispiel für Katalogstandard: BMEcatBME bezeichnet „Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.“.Dieser Verein beschäftigt sich mit der Optimierung von Beschaffungsprozessengrößerer Unternehmen. BMEcat3 wurde unter anderem von der Fraunhofer-Gesellschaft und der Universität Essen in Verbindung mit BME entwickelt, unterTeilnahme von größeren Firmen wie BMW, Bayer, Telekom und Siemens.Bei der BMEcat-Spezifikation werden drei verschiedene Transaktionen(Nachrichten) unterschieden: T_NEW_CATALOG: Dient zur Übertragung eines neuen Katalogs, um evtl. ältere Versionen zu ersetzen. T_UPDATE_PRODUCT: Aktualisierung von Produktdaten. T_UPDATE_PRICES: Aktualisierung von Artikelpreisen.Bei allen drei Nachrichten wird ein gemeinsamer Header mit übermittelt. Diewesentlichen Elemente des Headers sind wie folgt: Parteien: Ein Katalog wird von einem Anbieter zum Kunden geschickt. Die Kontaktinformation beider Parteien wird hier abgelegt. Allgemeine Information: Währung, Sprache, Version, Gültigkeit des Katalogs etc. wird hier gespeichert. Zusätzliche Preisinformation: Hier wird z.B. abgelegt, ob die Preise in Brutto oder Netto, mit oder ohne Lieferung etc. gespeichert werden. Rahmenvertrag: Falls es einen bestimmen Rahmenvertrag zum Katalog gibt, wird dieser hier abgelegt.3 www.bmecat.orgAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen -9-
  12. 12. Nutzerdefinierte Erweiterungen: Hier ist Platz für beliebige Erweiterungen der bestehenden Struktur.Bei den drei Nachrichtentypen gibt es neben dem Header auch eine Liste vonArtikeldaten. Diese umfassen: Artikeldetails: Die Kurz- und Langbeschreibung des Artikels, Hersteller, Herstellernummer, Artikel-Code, Artikelnummern der Anbieter, Kunden und Hersteller, Lieferzeit, Schlagworte, weitere Datenfelder… Artikeleigenschaften: Nicht alle Eigenschaften können mit Hilfe der Standardattribute beschrieben werden. Dazu bietet dieses Element einen Mechanismus, weitere Produktattribute in einer Name/Wert Liste zu speichern. Bestellkonditionen: Jeder Artikel kann unterschiedliche Liefer-, Verpackungs- und Bestellbedingungen besitzen. Außerdem können hier Mindestbestellmengen etc. angegeben werden. Preisinformationen: Artikelpreis, abweichende Währung, Mehrwertsteuer etc. Multimediale Zusatzdaten: Fotos, Grafiken, technische Spezifikationen, Videos etc. können hier gespeichert werden. Benutzerdefinierte Erweiterungen: Hier ist Platz für eigene Erweiterungen. Artikelreferenzen: Hier kann eine Verlinkung mit anderen Artikeln hergestellt werden.Bei größeren Katalogen ist es möglich, die enthaltenen Artikel in Artikelgruppenund Untergruppen einzuordnen. Der Katalog wird dabei technisch als einehierarchische Struktur von Knoten aufgebaut. Diese Knoten werden in dem XML-Dokument als lineare Liste definiert, wobei jeder Knoten über eine ID identifiziertwird und einen Verweis auf die ID des Vaterknotens besitzt. Nach Einlesen desDokuments kann diese hierarchische Struktur entsprechend dargestellt werden.Zur Bildung von Artikelgruppen können die einzelnen Gruppen in den jeweiligenKnoten referenziert werden. Auch dies kann auf der Empfängerseiteentsprechend dargestellt werden. Zudem ist es möglich, verschiedene Artikel mitAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 10 -
  13. 13. gleichen Eigenschaften zu spezifizieren. Dazu können Vorlagen erstellt werden,die eine Liste zulässiger Ausprägungen vorgeben.3.3. xCBL - Vergleich BMEcat und xCBLxCBL ist ebenfalls ein XML-Schema für einen Katalogstandard und ähneltBMEcat stark im Aufbau. Dabei dient xCBL nicht nur zur Darstellung vonKatalogen, sondern auch zur Darstellung von weiteren Transaktionen. Wennman BMEcat und xCBL vergleicht, stellt man fest, dass beide ähnlich mächtigsind. Der Vorteil von BMEcat liegt in der katalogübergreifendenReferenzierungsmöglichkeit von Artikeln. Der Vorteil von xCBL liegt in seinerIntegration eines umfangreichen Systems von Dokumentenbausteinen.3.4. Weitere Standards und deren VerbreitungNeben den oben beschriebenen Standards BMEcat und xCBL existieren nochweitere Standards. Deren Verbreitung wird in Bild 2 (Stand 2003) dargestellt. Bild 2: Verbreitung von bestehenden Katalogstandards [4]Es zeigt sich, dass der Verbreitungsgrad von solchen Standards insgesamt nichtsehr hoch ist. PRICAT/PRODAT hat dabei eine besonders hohe Verbreitung.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 11 -
  14. 14. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dieser Standard auf EDIFACT4 beruht,einem branchenübergreifenden internationalen Standard für das Formatelektronischer Daten im Geschäftsverkehr, dessen Verbreitungsgrad relativ hochist. Allerdings handelt es sich bei beiden nicht um XML-Standards, sondern umbinär-kodierte Datenformate. Deren Beständigkeit in Hinblick auf zukünftigeEntwicklungen bleibt fraglich, da XML-basierende Technologien sichdurchzusetzen scheinen. [8]3.5. Standards für ProduktcodesNoch offen bleibt die Frage, in wie fern die Bedeutung von Produktcodesinnerhalb von Katalogen beschrieben werden kann. So hat z.B. der Produktcode„0815“ beim Händler A eine andere Bedeutung als bei Händler B. Bei demAustausch von Datenformaten zwischen unterschiedlichen Unternehmen würdeein einheitlich standarisierter Produktcode dazu führen, dass die Bedeutung desProduktcodes von beiden Unternehmen gleich verstanden werden kann.Allgemein wird zwischen Identifikationscodes und Klassifikationscodesunterschieden: Identifikationscodes werden verwendet, um einen Artikel eindeutig zu benennen. Es gibt zu jedem Artikel genau einen Code. Ein Beispiel für solch einen Code ist der Barcode auf einem Business-Notebook. Klassifikationscode: Mit solch einem Code wird eine Kategorisierung des Artikels hergestellt. Dadurch wird dieser Artikel in eine bestimmte Kategorie mit bestimmten Oberkategorien eingeordnet.Klassifikationssysteme für Produkte sind dabei ein recht komplexe Aufgabe: sobesitzt z.B. das eCl@ss-System weit über 20.000 Kategorien. Im Folgenden wirdder EAN-Code als Beispiel für einen Identifikationscode und eCl@ss als Beispielfür einen Klassifikationscode vorgestellt.4 Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and TransportAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 12 -
  15. 15. 3.5.1. EAN-Codes„European Article Number“ – Dieser Code ist ein klassischer Vertreter einesIdentifikationscode. Er kann nicht für die hierarchische Einordnung eines Artikelsverwendet werden. Dabei ähnelt er vom Aufbau einer IP-Adresse. Beispielsweisesteht der Code 0-39800-08252-7 für den Produkttyp „0“, dem Hersteller 39800sowie die vom Hersteller vergebene Artikelnummer 08252. Die 7 ist einePrüfziffer.3.5.2. eCl@ssDas Klassifizierungssystem eCl@ss wurde von großen deutschen Unternehmenentwickelt. Vor allem für Suchmaschinen und Online-Kataloge wird eineeindeutige Produktidentifikation ermöglicht. Bei der Klassifizierung wird einhierarchischer Schlüssel definiert, der aus vier Stufen besteht. Diese können ineinem Schlagwortregister von über 20.000 Begriffen nachgeschlagen werden.Ein Beispiel für solche Schlüssel und der entsprechenden Bedeutung findet sichBild 3. Bild 3: Beispiel für eCl@ss-Schlüssel [4]Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 13 -
  16. 16. Bild 4: Beispiel für die Suchmöglichkeiten für eCl@ss-Produktcodes [4]In Bild 3 ist zudem erkennbar, dass die Arbeit des eCl@ss-Konsortiums zudemdarin besteht, zu den Kategorien Standardattribute (Basismerkmale) festzulegen.Somit ist es möglich, zu jeder Klassifizierung eines Artikels noch eineMerkmalliste hinzuzufügen, um den Artikel besser beschreiben zu können. DieSuche in den Kategorien kann über drei mögliche Methoden erfolgen: über dasBlättern in der Kategorien-Hierarchie, über eine Stichwortsuche mitSchlagwörtern sowie über eine Suche über die Klassifikationsnummern. Bild 4stellt diese Suche dar.Nachdem nun eingehend die Bedeutung von Katalogen im B2B-Bereich erläutertund ein Überblick über gängige Standards gegeben wurde, folgt ein Überblicküber die Verwaltungs- und Austauschmöglichkeiten von Katalogen: demKatalogmanagement. Hier wird insbesondere die Bedeutung von Katalogen fürden Einkauf und dem E-Procurement deutlich.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 14 -
  17. 17. 4. Katalogmanagement„Als Katalogmanagement wird die Verwaltung von elektronischenProduktkatalogen und den zugehörigen Katalogdaten verstanden. Teilweisefindet sich auch der Begriff Katalogdatenmanagement. Katalogmanagement istinsbesondere für den elektronischen Einkauf von Bedeutung, da hier vor allemindirekte Güter beschafft werden, die sich gut in Katalogen beschreiben lassen.“[2]Bei Einkaufsabteilungen spielen Kataloge eine besonders hohe Bedeutung. Dortkann nur ein geringer Teil der Lieferanten intensiv betreut und laufendemControlling unterzogen werden. Dabei liegt der Schwerpunkt bei der Betreuungauf Lieferantenbeziehungen mit Lieferanten für direkte Güter, die maßgeblich füreinen reibungslosen Ablauf der Produktionskette verantwortlich sind. Besondersfür die indirekten Gütern, den MRO-Goods5, wie Tintenpatronen oder einemexternen Dienstleister für Reparaturaufgaben, die ebenfalls einem optimiertenEinkaufsprozess unterliegen sollten (da auch hier maßgeblich Kosten gespartwerden können), wird die Betreuung vernachlässigt. Hier werden elektronischeKataloge benötigt, die mit weniger Aufwand einen schnelleren Zugriff zugünstigen Produkten gewährleisten. Mit Ihnen kann dann zentral die Informationzu Produkten und Dienstleistungen für die Mitarbeiter angeboten (bzw.abgerufen) werden. In Zusammenarbeit mit einem E-Procurement-Systemkönnen so standarisierte Produkte besser beschafft werden. Da besonders beisolchen Produkten ein hoher Standarisierungsgrad vorherrscht, eignet sich dafürbesonders gut eine Katalogsoftware zur Verbesserung des E-Procurementinnerhalb eines Unternehmens. [3]Eine solche Katalogsoftwarelösung für den Einkauf von indirekten Gütern solltebestimmte Anforderungen erfüllen. Kernpunkte sind hierbei:5 Maintenance, Repair and Operating GoodsAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 15 -
  18. 18. Suchfunktion: Da eine Katalogsoftware eine recht komplexe Anwendung werden kann, ist eine umfangreiche Suchfunktion für den Zugang zu den Waren und Dienstleistungen sowie zu Bestellungen notwendig. Content Management-Software: Hierüber wird die Erstellung und Pflege des Katalogs vereinfacht. Sie enthält Funktionalitäten für Lieferanten, Marktplatzanbieter, Einkäufer, Qualitätssicherung u.v.m. Leistungsfähige Administration: Es sollten grundsätzlich vier Gruppen bei der Möglichkeit zur Administration berücksichtigt werden können: Bedarfsträger, Katalogmanager, Katalogadministrator, Lieferant. Der Bedarfsträger ist derjenige, der das System zur Bestellung eines Produktes oder einer Dienstleistung in Anspruch nimmt. Der Katalogmanager verwaltet die Kataloge. Seine Aufgabe ist es, den Einkauf von den Routine-Aufgaben zu entlasten, in dem er möglichst viele Kataloge mit guten Konditionen für verschiedene Bereiche verfügbar macht. Der Katalogadministrator steht dem Katalogmanager technisch zur Seite. Der Lieferant ist dafür verantwortlich, seine Ware möglichst vollständig und aktuell in dem System verfügbar zu machen.Allein diese drei Anforderungen an eine Katalogsoftware verdeutlichen, dassdiese ein recht komplexes System darstellt. Ist solch eine Katalogsoftwarevorhanden, kann mit ihr ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der Kosten imBereich der Beschaffung geleistet werden. [6]Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 16 -
  19. 19. 5. Resümee und FazitDie Basis eines Shops oder eines Marktplatzes im B2C-Bereich ist derelektronische Katalog. In diesen Produktkatalogen werden Informationen überdie Produkte vorgehalten und bereitgestellt. Sie dienen dem Nutzer alsEinstiegspunkt zum Durchsuchen des Artikelangebots. Die Struktur solch einesKatalogs, welche in einem Meta-Schema abgebildet werden kann, macht esmöglich, auch eine große Anzahl an Artikeln und Produkten vernünftig zuordnen, bereitzustellen, zu pflegen und abzufragen.Im B2B-Bereich stellt der elektronische Katalog ebenfalls einen wesentlichenInformationsträger für Artikel und Produkte dar. Insbesondere im Bereich derindirekten Güter (den MRO-Goods) für das E-Procurement sind sie für denEinkauf ein bedeutendes Instrument zur Beschaffung. In Zusammenspiel miteiner Katalogsoftware kann hier die Beschaffungskette für direkte und indirekteGüter optimiert bzw. überhaupt erst in einer elektronischen und vernetzten Formmöglich gemacht werden. Zur Darstellung der Katalogdaten auf elektronischenMarktplätzen, in Shops sowie innerhalb eines Unternehmens müssen diese inein einheitliches Format übertragen werden. Dabei helfen feste Katalogstandardsund passende Katalogschnittstellen. Nur mit bestehenden Standards kann dasPotential der bestehenden Vernetzung von Lieferanten und Unternehmen vollausgeschöpft werden. Dabei sind Standards im Bereich des Datenaustauschsals auch im Bereich der Datenstrukturierung unabdingbar, um eine hoheIntegration von Einkauf und Lieferanten zu ermöglichen.Bei den Produkten und Artikeln gibt es ebenfalls Standards. Die Kombination vonIdentifikationscodes sowie Klassifikationscodes zur Einordnung dieser Artikelschaffen ein Potential zur herstellerübergreifenden Transparenz. Die Bedeutungvon Artikeln kann somit übergreifend auf verschiedenen Systemen verstandenwerden, was eine einfache Vergleichbarkeit dieser Artikel nach standarisiertenMaßgaben erlaubt. Ein großer Vorteil besteht somit in der Vergleichbarkeit derArtikel – durch die standarisierte Vergleichbarkeit können automatisierteAndreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 17 -
  20. 20. Prozesse zur Kostenoptimierung entwickelt werden. Lieferanten von gleichenArtikeln können so besser verglichen werden.Weiterhin können Klassifikationssysteme Artikel nach bestimmtenStandardmerkmalen zur besseren Verwendung strukturieren. In Kombination mitKatalogen entsteht somit eine äußert strukturierte Speicherung der Produkt- undArtikeldaten, so dass auch eine sehr große Menge ohne größeren Aufwandverwaltet und verwendet werden kann.Allerdings gibt es zurzeit noch keine große Verbreitung von solchen Standards.Es ist ein Trend zu erkennen, dass Katalogsysteme für den E-Commerce vonden Unternehmen als immer bedeutender wahrgenommen werden. Es gibt aberauch bei den Standards Uneinigkeiten – eine große Menge an verschiedenenStandards sowie unterschiedlichen Möglichkeiten der Integration dieser mitbereits bestehenden Systemen des Unternehmens (z.B. der Warenwirtschaftoder dem E-Procurement) erschweren eine übergreifende Gesamtlösung indiesem Bereich. So findet der propietäre Standard EDIFACT noch großeVerbreitung. Diesem sind die XML-Standards für den Einsatz in einem modernenE-Commerce-System überlegen, aber aufwändiger in bestehende Systeme zuintegrieren. Es zeichnet sich ab, dass der vermehrte Einsatz vonKatalogsystemen zu einer höheren Standarisierung der gesamten Prozesskette(vom Einkäufer bis zum Lieferanten) führen wird. Hierbei haben mensch-maschinenlesbare und auf XML basierende Formate Vorteile gegenüber denpropietären Standards. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser derzeitige Trend zuden XML-Standards bestätigen wird, langfristig gesehen werden sich aberbestimmte Standards etablieren und Ihr Einsatz wird in E-Commerce-Systemeeine wichtige Rolle spielen.Insgesamt stellen Elektronische Kataloge, trotz dem noch sich entwickelndenStandarisierungsprozess, ein Herzstück von modernen E-Commerce-Systemendar. Dies gilt zum einem im B2B-Bereich im Einkauf eines Unternehmens,insbesondere für indirekte Güter, der fest mit dem Katalogsystemen integriert e.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 18 -
  21. 21. Dies schafft Potential für effizientere und günstigere Beschaffungsprozesse. Aberauch im Bereich des B2C-Commerce stellen Kataloge bei Shops undMarktplätzen die Grundlage für die Bereitstellung der Produktdaten dar. Nur aufdiese Weise können Artikel und Produkte vernünftig und strukturiert gespeichert,gepflegt und so bereitgestellt werden, das ein Auffinden dieser für den Nutzermöglich und effizient ist. Eletronische Kataloge werden somit künftig in E-Commerce-Systemen ein zentrale Rolle spielen.Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 19 -
  22. 22. 6. Quellen[1] Michael Merz: E-Commerce und E-Business, d.punkt Verlag, 2. Auflage 2002[2] Versch. Autoren.: Wikipedia, Katalogmanagement [http://de.wikipedia.org/wiki/Katalogmanagement][3] PricewaterhouseCoopers Unternehmensberatung GmbH: Wegweiser Katalogmanagement - Wesentliche Erfolgsfaktoren für E-Procurement- Projekte [http://www.itedo.de/files_common/Katalogstudie.pdf][4] Prof. Dr. Hans-Theo Meinholz: Vorlesung Entwicklung von E-Business- Systemen – Standards im E-Business, FH-Fulda, Script zur LVA[5] Andreas Tüschen (ACTIO Managementberatung GmbH): Die E- Procurement-Strategie für Ihr Unternehmen – richtig Einkaufen unter Nutzung des Internets, Präsentation beim Symposium V-3 der ONLINE 2001 [http://www.competence-site.de/emarktplaetze.nsf/ 9AEBBFEB4130D853C1256A370056AF16/$File/e-procurement_actio.pdf][6] Anne Kampmann: Hausarbeit über das Thema „Chancen und Risiken von E-Procurement Ruhr-Universität Bochum“, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft [http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/bwj/22041.html][7] Arnold Hermanns, Michael Sauter: Management-Handbuch Eletronic Commerce, Verlag Vahlen, 2. Auflage 2001, Enthaltener Artikel: Prof. Dr. Walter Brenner, Dr. Rüdiger Zarnekow: E-Procurement – Potenziale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends[8] Versch. Autoren.: Wikipedia, EDIFACT [http://de.wikipedia.org/wiki/EDIFACT]Andreas Lennartz – Elektronische Kataloge als Herzstück von E-Commerce-Systemen - 20 -

×