ausgearbeitet von Gerald Czech und Stefan Kammerer  Österreich und Europa II LV-Leiter: Prof. Berger und Prof. Sauer   Tsc...
Aufbau des Kurzreferats <ul><li>Politische Entwicklung </li></ul><ul><li>Der Transformationsprozess </li></ul><ul><li>Wirt...
Tschechien??? <ul><li>Budweiser </li></ul><ul><li>Temelin </li></ul><ul><li>Benes-Dekrete </li></ul><ul><li>Ab 21. Dezembe...
Die samtene Revolution <ul><li>17. November 1989: Auflösung einer Studentendemonstration    Gründung des Bürgerforums </l...
Transformationsphase <ul><li>Tschechoslowakei wird zur  Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik </li></ul><ul>...
Politische Landschaft I <ul><li>Im Parlament vertretene Parteien: </li></ul><ul><ul><li>Demokratische Bürgerpartei (ODS) <...
Politische Landschaft II <ul><li>Regierungen 1992-2007: </li></ul><ul><ul><li>Václav Klaus (ODS), abgelöst durch  Josef To...
Trennung und wirtschaftliche Reformen <ul><li>Klaus und  Mečiar bestätigen nach der Wahl die schon geplante Trennung </li>...
Promotor der Reformen <ul><li>Erster Finanzminister nach der „samtenen Revolution“ ab 1991 Vizepremier ab der Trennung von...
Ausgangsposition <ul><li>95% der Wirtschaft verstaatlicht </li></ul><ul><li>hohe Arbeitsproduktivität </li></ul><ul><li>(i...
Szenario der Wirtschaftsreform <ul><li>Schocktherapie in wenigen Schritten </li></ul><ul><li>Angst vor dem „dritten Weg“ <...
Liberalisierung des Außenhandels und der Preise <ul><li>„ zwei Polster der Wirtschaft“ (Klaus) </li></ul><ul><li>1990 drei...
Privatisierung I <ul><li>„ kleine“ und „große“ Privatisierung: </li></ul><ul><li>Restitution </li></ul><ul><li>Klein- und ...
Privatisierung II <ul><li>„ kleine“ und „große“ Privatisierung: </li></ul><ul><li>Klein- und Mittelunternehmen wurden vers...
Ergebnisse der Privatisierung <ul><li>Voucher-Variante </li></ul><ul><li>Zunächst positiv (sozialer Frieden), 8 Millionen ...
Ergebnisse der Privatisierung II <ul><li>„ Flucht der Ökonomen vor den Juristen“ </li></ul><ul><li>Unternehmen gingen in K...
Privatisierung im Vergleich Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess Quelle: Vorá ček (1998:...
Versäumnisse der Privatisierung <ul><li>Makroökonomiezentriert </li></ul><ul><li>Juristische Rahmenbedingungen fehlten zum...
Europäische Integration <ul><li>Tschechien tritt 1993 erneut dem Europarat bei und wird Mitglied der Vereinten Nationen </...
Sicherheitspolitische Integration <ul><li>1991: Nordatlantischer Kooperationsrat, sicherheitspolitischer Dialog mit osteur...
Außenpolitische Kontroversen I <ul><li>Benes-Dekrete: Erlass durch tschechische Exilregierung während des 2. Weltkriegs </...
Außenpolitische Kontroversen II <ul><li>Temelin-Problem: Umstrittenes Kernkraftwerk, liegt 50km bzw. 60km von der österrei...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Tschechien seit der Transformation

2.657 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
2.657
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
16
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
6
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie
  • Tschechien seit der Transformation

    1. 1. ausgearbeitet von Gerald Czech und Stefan Kammerer Österreich und Europa II LV-Leiter: Prof. Berger und Prof. Sauer Tschechien 1989+
    2. 2. Aufbau des Kurzreferats <ul><li>Politische Entwicklung </li></ul><ul><li>Der Transformationsprozess </li></ul><ul><li>Wirtschaftliche Entwicklung </li></ul><ul><li>Internationale Integration Tschechiens </li></ul><ul><li>Bilaterale Konflikte </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer
    3. 3. Tschechien??? <ul><li>Budweiser </li></ul><ul><li>Temelin </li></ul><ul><li>Benes-Dekrete </li></ul><ul><li>Ab 21. Dezember 2007 ist Tschechien Mitglied der Schengenzone </li></ul><ul><li>7. Jänner 2008: Regierungschef Mirek Topolánek in Wien </li></ul>Wissensstand
    4. 4. Die samtene Revolution <ul><li>17. November 1989: Auflösung einer Studentendemonstration  Gründung des Bürgerforums </li></ul><ul><li>10. Dezember 1989: Präsident Gustáv Husák tritt zurück </li></ul><ul><li>28. Dezember 1989: Alexander Dubcek Präsident der Föderalversammlung </li></ul><ul><li>29. Dezember 1989: Václav Havel wird zum Präsidenten gewählt </li></ul>Politische Entwicklung
    5. 5. Transformationsphase <ul><li>Tschechoslowakei wird zur Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik </li></ul><ul><li>Tschechische Sozialistische Republik wird zur Tschechischen Republik </li></ul><ul><li>8. Juni 1990: erste freie Parlamentswahlen </li></ul><ul><li>1991: Beitritt zum Europarat und EG-Assoziierungsabkommens </li></ul>Politische Entwicklung
    6. 6. Politische Landschaft I <ul><li>Im Parlament vertretene Parteien: </li></ul><ul><ul><li>Demokratische Bürgerpartei (ODS) </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozialdemokratische Partei ( ČSSD) </li></ul></ul><ul><ul><li>Kommunistische Partei (KS ČM) </li></ul></ul><ul><ul><li>Christliche demokratische Volkspartei (KDU-ČSL) </li></ul></ul><ul><ul><li>Partei der Grünen (SZ) </li></ul></ul>Politische Entwicklung
    7. 7. Politische Landschaft II <ul><li>Regierungen 1992-2007: </li></ul><ul><ul><li>Václav Klaus (ODS), abgelöst durch Josef Tošovský </li></ul></ul><ul><ul><li>Miloš Zeman ( ČSSD) </li></ul></ul><ul><ul><li>Mirek Topolánek (ODS) </li></ul></ul><ul><li>Präsidenten: </li></ul><ul><ul><li>Václav Havel </li></ul></ul><ul><ul><li>Václav Klaus </li></ul></ul>Politische Entwicklung
    8. 8. Trennung und wirtschaftliche Reformen <ul><li>Klaus und Mečiar bestätigen nach der Wahl die schon geplante Trennung </li></ul><ul><li>Verfassung der Tschechischen Republik - demokratischer Rechtsstaat, Grundrechtscharta von 1991 übernommen </li></ul><ul><li>Reformen im Sinne einer liberalen Marktwirtschaft </li></ul><ul><li>Klaus muss aufgrund einer Spendenaffäre zurücktreten, Nachfolger wird Josef Tosovský </li></ul>Politische Entwicklung
    9. 9. Promotor der Reformen <ul><li>Erster Finanzminister nach der „samtenen Revolution“ ab 1991 Vizepremier ab der Trennung von der Slowakei 1992 Premierminister. Seit 2003 Staatspräsident: </li></ul>Transformationsprozess Gerald Czech und Stefan Kammerer Orientierte seine wirtschaftsliberale Wirtschaftspolitik an Margret Thatcher, Ronald Reagan, Milton Friedman und Friedrich Hayek Der Ökonom Václav Klaus
    10. 10. Ausgangsposition <ul><li>95% der Wirtschaft verstaatlicht </li></ul><ul><li>hohe Arbeitsproduktivität </li></ul><ul><li>(im MOEL-Vergleich) </li></ul><ul><li>Ausgeglichener Staatshaushalt </li></ul><ul><li>Niedrige Auslandsschulden </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
    11. 11. Szenario der Wirtschaftsreform <ul><li>Schocktherapie in wenigen Schritten </li></ul><ul><li>Angst vor dem „dritten Weg“ </li></ul><ul><li>(Prager Frühling) </li></ul><ul><li>keine breite (akademische) Diskussion der Reform </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
    12. 12. Liberalisierung des Außenhandels und der Preise <ul><li>„ zwei Polster der Wirtschaft“ (Klaus) </li></ul><ul><li>1990 dreimalige Abwertung der Krone </li></ul><ul><li>1991: innere Konvertibilität </li></ul><ul><li>1995: äußere Konvertibilität </li></ul><ul><li>Schlagartige Umstellung des Außenhandels von RGW- </li></ul><ul><li>Märkten auf westliche Märkte ohne Umstellung der </li></ul><ul><li>Produktportfolios </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
    13. 13. Privatisierung I <ul><li>„ kleine“ und „große“ Privatisierung: </li></ul><ul><li>Restitution </li></ul><ul><li>Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert </li></ul><ul><li>Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt. (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung) </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
    14. 14. Privatisierung II <ul><li>„ kleine“ und „große“ Privatisierung: </li></ul><ul><li>Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert </li></ul><ul><li>Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt. (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung ) </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
    15. 15. Ergebnisse der Privatisierung <ul><li>Voucher-Variante </li></ul><ul><li>Zunächst positiv (sozialer Frieden), 8 Millionen TeilnehmerInnen. </li></ul><ul><li>Später fühlten sich 54% der Bevölkerung „betrogen“: Investmentfonds kauften die Vouchers, diese waren im Besitz der Staatsbanken, die selbst per Voucher privatisiert wurden.. </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Wirtschaftliche Entwicklung
    16. 16. Ergebnisse der Privatisierung II <ul><li>„ Flucht der Ökonomen vor den Juristen“ </li></ul><ul><li>Unternehmen gingen in Konkurs (wurden in den Konkurs geschickt) </li></ul><ul><li>Insidergeschäfte </li></ul><ul><li>1993 wurde ein Gesetz erlassen, das Privatisierungsentscheidungen von Überprüfungen durch Behörden ausnimmt. </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
    17. 17. Privatisierung im Vergleich Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Quelle: Vorá ček (1998: 28) Wirtschaftliche Entwicklung
    18. 18. Versäumnisse der Privatisierung <ul><li>Makroökonomiezentriert </li></ul><ul><li>Juristische Rahmenbedingungen fehlten zum Teil zB: Anlegerschutz </li></ul><ul><li>Soziale Komponenten unterschätzt </li></ul><ul><li>Staatliche Verantwortung wurde nicht wahrgenommen </li></ul>Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
    19. 19. Europäische Integration <ul><li>Tschechien tritt 1993 erneut dem Europarat bei und wird Mitglied der Vereinten Nationen </li></ul><ul><li>Assoziierungsabkommen mit der EU 1995, im selben Jahr Mitglied der OECD, 1996 erfolgt Antrag auf EU-Mitgliedschaft </li></ul><ul><li>1997 wird die Deutsch-Tschechische Erklärung verfasst </li></ul><ul><li>1. Mai 2004: Eintritt in die Europäische Union </li></ul>Internationale Integration
    20. 20. Sicherheitspolitische Integration <ul><li>1991: Nordatlantischer Kooperationsrat, sicherheitspolitischer Dialog mit osteuropäischen Staaten und Russland </li></ul><ul><li>1994: Partnerschaft für den Frieden, militärische Zusammenarbeit </li></ul><ul><li>1997: NATO-Gipfel in Madrid, Beitritt von Tschechien, Polen und Ungarn bestätigt </li></ul><ul><li>1999: Beitritt zur NATO, Motive: Sicherheit durch militärische Integration, Ideologie </li></ul>Internationale Integration
    21. 21. Außenpolitische Kontroversen I <ul><li>Benes-Dekrete: Erlass durch tschechische Exilregierung während des 2. Weltkriegs </li></ul><ul><ul><li>Vertreibung der deutschen Minderheit nach dem Krieg </li></ul></ul><ul><ul><li>Noch heute Konflikte zwischen Vertriebenen und dem Tschechischen Staat </li></ul></ul><ul><ul><li>Wurzeln des Problems reichen bis in die Monarchie </li></ul></ul><ul><ul><li>Unterschiedliche völkerrechtliche Handhabung </li></ul></ul><ul><ul><li>In Österreich vertraten ÖVP (Schüssel) und FPÖ (Haider) Interessen der Sudetendeutschen, in Deutschland CSU (Stoiber) </li></ul></ul>Bilaterale Konflikte
    22. 22. Außenpolitische Kontroversen II <ul><li>Temelin-Problem: Umstrittenes Kernkraftwerk, liegt 50km bzw. 60km von der österreichischen und deutschen Grenze entfernt </li></ul><ul><ul><li>immer wieder Demonstrationen und Grenzblockaden </li></ul></ul><ul><ul><li>Politische Instrumentalisierung (Veto-Diskussion) </li></ul></ul><ul><ul><li>Unterschiedliche Risikobeurteilung </li></ul></ul><ul><li>Melker Protokoll (2001): Abkommen zwischen Tschechien und Österreich, Bedingungen für die Aufrechterhaltung des Betriebs </li></ul>Bilaterale Konflikte

    ×