Soft Skills Basic II
Soft Skills Basic II                                                                     




                       In ha...
Soft Skills Basic II                                                                                      3




          ...
Soft Skills Basic II                                                     4




Te i l C : Führung und Teamarbeit



      ...
Soft Skills Basic II                                                              Erfolgsfaktor Führungstechnik   5




Da...
Soft Skills Basic II                                                       Erfolgsfaktor Führungstechnik   6




Die Phase...
Soft Skills Basic II                                                        Erfolgsfaktor Führungstechnik   7




Führungs...
Soft Skills Basic II                                  Erfolgsfaktor Führungstechnik   8




Jeder hat das Zeug zum Spitzen...
Soft Skills Basic II                                                       9




                       Konfliktmanagemen ...
Soft Skills Basic II                                         Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern   10




...
Soft Skills Basic II                                            Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern   11

...
Soft Skills Basic II                                        Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern   1




st...
Soft Skills Basic II                                         Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern   13




...
Soft Skills Basic II                                         Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern   14




...
Soft Skills Basic II                                             15




                       Interkulturelle Komp e-
   ...
Soft Skills Basic II                                          Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management   16




...
Soft Skills Basic II                                          Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management   17




...
Soft Skills Basic II                                           Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management   18



...
Soft Skills Basic II                                                   19




                       Ursachen und Tipp s
 ...
Soft Skills Basic II                                                    Ursachen und Tipps gegen Mobbing   0




Die Pseud...
Soft Skills Basic II                                                      Ursachen und Tipps gegen Mobbing   1




Tipps g...
Soft Skills Basic II                                                   Ursachen und Tipps gegen Mobbing   




 } 3. Aktiv...
Soft Skills Basic II                                                  3




                       Erfolgreich durch
     ...
Soft Skills Basic II                                                               Erfolgreich durch Teamarbeit   4




zu...
Soft Skills Basic II                                                          Erfolgreich durch Teamarbeit   5




Nur wer...
Soft Skills Basic II                                                 6




                       Tipps  Tools
           ...
Soft Skills Basic II                                            Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   7




Der Vo...
Soft Skills Basic II                                                Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   8




Ti...
Soft Skills Basic II                                              Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   9




  } ...
Soft Skills Basic II                                             Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   30




Tipp...
Soft Skills Basic II                                             Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   31




  } ...
Soft Skills Basic II                                            Tipps  Tools für Ihr nächstes Power-Meeting   3




  } Pa...
Soft Skills Basic II                                                         33




Te i l D : Der perfekte Auftritt


   ...
Soft Skills Basic II                                      Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen   34




B...
Soft Skills Basic II                                    Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen   35




Ges...
Soft Skills Basic II                                      Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen   36




A...
Soft Skills Basic II                                   Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen   37




Esse...
Soft Skills Basic II                                              38




                       So finden Sie Ihren
      ...
Soft Skills Basic II                                              So finden Sie Ihren individuellen Business Style   39


...
Soft Skills Basic II                                             So finden Sie Ihren individuellen Business Style   40



...
Soft Skills Basic II                                             So finden Sie Ihren individuellen Business Style   41



...
Soft Skills Basic II                                               So finden Sie Ihren individuellen Business Style   4


...
Soft Skills Basic II                                                       43




Te i l E : Der Weg zur starken Persönlic...
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Soft Skills Teil 2 von 2
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Soft Skills Teil 2 von 2

3.783 Aufrufe

Veröffentlicht am

Die Bedeutung der Schlüsselqualifikationen – oft auch Soft Skills genannt – für eine positive Entwicklung im beruflichen Umfeld wächst ständig. Mit dem vorliegenden eBooklet erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre Kompetenzen auszubauen.

Veröffentlicht in: Karriere
0 Kommentare
2 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
3.783
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
51
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
200
Kommentare
0
Gefällt mir
2
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Soft Skills Teil 2 von 2

  1. 1. Soft Skills Basic II
  2. 2. Soft Skills Basic II In halt Vorwort 3 Teil C: Führung und Teamarbeit Erfolgsfaktor Führungstechnik 4 Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 9 Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management 15 Ursachen und Tipps gegen Mobbing 19 Erfolgreich durch Teamarbeit 3 Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 6 Teil D: Der perfekte Auftritt Knigge – Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen 33 So finden Sie Ihren individuellen Business Style 38 Teil E: Der Weg zur starken Persönlichkeit Tipps für ein verbessertes Selbstbewusstsein 43 Sie haben Stärken und Schwächen! 47 Self Talk - Die Kunst des positiven Selbstgesprächs 51 Entscheidungsfähigkeit: Entscheiden leicht gemacht! 55 Impressum 60 Was ist die CoachAcademy? 61
  3. 3. Soft Skills Basic II 3 Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, mit diesem zweiten Band zum Thema Soft Skills Übrigens feiern wir mit diesem eBooklet ein kleines möchten wir Ihren Blick auf die Schlüsselqualifika- Jubiläum: 0 Ausgaben haben wir in den letzten tionen richten, die sich mit der Führung von Mitar- zwei Jahren veröffentlicht. Die Anzahl der gela- beitern, dem Arbeiten im Team sowie dem großen denen Dokumente zeigt uns, dass die geneigte Komplex der Stärkung der eigenen Persönlichkeit Leserschaft diese Publikationen offensichtlich zu nach Außen und Innen beschäftigen. Diese Themen schätzen weiß und als willkommene Unterstützung sind von erheblicher Relevanz, nicht nur für Ihre per- bei der Erreichung ihrer Ziele zu Rate zieht. Dies sönlichen Aussichten im Beruf sondern auch für die freut uns sehr und wir möchten uns daher bei Ihnen Unternehmen, die stets die verbesserte Produktivi- an dieser Stelle ausdrücklich für die meist positive tät ihrer Mitarbeiter im Auge haben. Resonanz bedanken. Viel Spaß bei der Lektüre dieses eBooklets wünschen Ihnen Carolin Lüdemann, Heiko Lüdemann und das Team der www.coachacademy.de
  4. 4. Soft Skills Basic II 4 Te i l C : Führung und Teamarbeit Erfolgsfaktor Führungstechnik Wie und wodurch bringen Sie sich selbst und Ihre Mitarbeiter dahin, dass Sie sich für ge- meinsame Ziele engagieren, ihre Kompetenz ausschöpfen und Spitzenleistungen erbrin- gen? Die Antwort lautet: In erster Linie durch eine exzellente Führungstechnik. Führung hat in jedem Unternehmen entscheidende Bedeutung. Die Arbeit von jedem Vorgesetzten oder Chef – aber auch von Mitarbeitern, die mit Kollegen zusammen arbeiten – ist eine Arbeit mit Menschen. Es ist daher für so gut wie für jeden Menschen wichtig, sowohl einen bestimmten Führungsstil als auch Führungsinstrumente zu beherrschen. Wich- tig deshalb, weil die Kompetenz, Motivation und schließlich die Leistungen jedes Einzelnen damit gesteigert werden können. Und damit auch immer Ihr Erfolg als Führungskraft - und der Unterneh- menserfolg an sich!
  5. 5. Soft Skills Basic II Erfolgsfaktor Führungstechnik 5 Damit wir uns richtig verstehen: Führungsstile und Die verschiedenen Führungsmodelle Führungsinstrumente zu beherrschen ist nicht nur für Vorgesetzte von entscheidender Bedeutung. Über das Themengebiet Führung existieren unend- Wenn Sie selbst mit anderen Menschen zusammen lich viele Modelle und Konzepte. Es wäre in erster arbeiten, ist es auch für Sie von Vorteil, wenn Sie mit Linie verwirrend, diese alle oder teilweise hier aufzu- Ihren Kollegen durch einen abgeschwächten Füh- führen. Stattdessen werden wir uns mit dem einzig rungsstil erfolgreich kooperieren können! fairen und langfristig erfolgreichen Führungsstil, dem „Situationsabhängigen Führungsstil“ beschäftigen. Was bedeutet Führung? Bei dem Situationsabhängigen Führungsstil muss unser Verhalten von folgenden beiden Bedingungen Alle reden über „Führung“. Meist haben wir uns aber abhängig gemacht werden: keine Gedanken darüber gemacht, was dieses Wort eigentlich genau bedeutet. Deshalb überlegen Sie } Menschen sind unterschiedlich und verfügen jetzt einmal für zwei Minuten: Welche Definition ha- über wechselnde Leistungsfähigkeit. ben Sie spontan für den Begriff „Führung“ parat? } Ein Führungsstil muss sich den angestrebten Zielen und zur Verfügung stehenden Ressour- Fangen wir mit dem Duden an: Dieser gibt für Füh- cen anpassen. rung keine Definition an, nur verschiedene Wortar- ten mit dem gleichen Wortstamm wie zum Beispiel Führungsaufgabe, Führungsanspruch, Führungs- Sobald Sie einen Mitarbeiter an eine neue Aufgabe kraft, Führungsetage, Führungsspitze und so wei- heranführen, werden Sie bei ihm vier aufeinander ter. Die herkömmliche und bewährte Definition ver- folgende Phasen erleben: Zuerst die Phase der Be- schiedener Managementexperten gibt da schon geisterung, dann die Phase der Desillusionierung, mehr Aufschluss. Demnach ist Führung richtung- dieser folgt die Phase der Annäherung und schließ- weisendes Einwirken auf Menschen mit der Absicht, lich die angestrebte Phase der Selbstständigkeit. ein konkretes Ziel gemeinsam zu erreichen. Übrigens: auch bei sich selbst können Sie diese vier Phasen beobachten, wenn Sie eine neue Aufgabe in Angriff nehmen!
  6. 6. Soft Skills Basic II Erfolgsfaktor Führungstechnik 6 Die Phase der Begeisterung Die Phase der Annäherung } Motivation hoch } Motivation steigend } Können sehr gering } Können mittel } Präzise Anforderungen erforderlich } Realistischere Einschätzung der Anforde- rungen } Dennoch erste Erfolgserlebnisse aufgrund geringer Erwartungshaltung } Wachsende Zahl der Erfolgserlebnisse führt zu steigender Motivation } Viel Lob und Anerkennung erforderlich } Hilfestellung auf Anforderung Die Phase der Desillusionierung Die Phase der Selbstständigkeit } Motivation gering } Motivation hoch } Können zunehmend } Können hoch } Erwartungshaltung zu hoch } Sucht sich Aufgaben, arbeitet selbstständig } Geringe Zahl der Erfolgserlebnisse führt zu } Hohe Zahl an Erfolgserlebnissen Enttäuschung } Kann Ergebnisse selbst interpretieren } Hilfestellung am konkreten Beispiel erforderlich } Höhere Anforderungen stellen oder neue Auf- gaben zuweisen
  7. 7. Soft Skills Basic II Erfolgsfaktor Führungstechnik 7 Führungsinstrument: Ziele } Wir machen deutlich, wie wichtig die erbrachte Leistung für das Erreichen unserer Ziele ist. Ja, Sie haben richtig gelesen: Ziele sind Führungs- } Lob soll wirken. Wir gehen nicht sofort zur instrumente! Ziele haben nämlich mehrere Vorteile: Tagesordnung über. } Lenken die Tätigkeit des Mitarbeiters in die } Wir sind Coach, nicht Polizist! gewünschte Richtung } Ziele sollen mit dem Mitarbeiter gemeinsam Führungsinstrument: Kritik definiert werden } Ziele sollen konkret, messbar, erreichbar, rele- Auch Kritik ist ein Führungsinstrument, das wir ne- vant und nachprüfbar sein ben Lob und Zielen ab und an verwenden. Beach- ten Sie unbedingt folgende Grundsätze, wenn Sie } Ziele werden schriftlich festgehalten Kritik einsetzen: } Ziele machen nur Sinn, wenn wir bei deren Re- alisierung durch den betreffenden Mitarbeiter } Wir sagen unseren Mitarbeitern von vornher- als Coach zur Verfügung stehen und ständig ein, dass wir ihnen mitteilen werden, was wir Feedback geben von ihrer Leistung halten. } Berechtigte Kritik muss sofort erfolgen. Führungsinstrument: Lob } Wir erklären im Detail, was falsch gemacht wurde und welche Wirkung es auf uns und Ein weiteres Führungsinstrument ist Lob. Um Lob unsere Ziele hat. auch tatsächlich als Führungsinstrument einsetzen } Kritik soll wirken. Wir gehen nicht sofort zur zu können, sollten Sie Folgendes beachten: Tagesordnung über, Pause. } Wir sagen unseren Mitarbeitern von vornher- } Wir machen deutlich, dass wir von dem be- ein, dass wir ihnen mitteilen werden, was wir treffenden Mitarbeiter viel halten, aber nicht in von ihrer Leistung halten. dieser speziellen Situation. } Lob muss aufrichtig sein. } Wir sind nicht nachtragend. } Lob soll zeitnah ausgesprochen werden.
  8. 8. Soft Skills Basic II Erfolgsfaktor Führungstechnik 8 Jeder hat das Zeug zum Spitzenkönner! Potenziell sind alle Menschen Spitzenkönner - wir müssen nur herausfinden, wo Mitarbeiter (oder wir selbst) gerade stehen und von dort aus weiterhel- fen. Es ist durchaus nicht als negativ anzusehen, wenn sich ein Mitarbeiter auf einer niederen Entwick- lungsstufe befindet. Im Gegenteil, wir alle werden uns immer wieder auf einer dieser niederen Stufen wiederfinden. Entscheidend ist, dass wir uns auf- machen, ein höheres Niveau zu erklimmen! Noch eines zum Schluss: Im ureigensten Interesse sollte jede Führungskraft bestrebt sein, Mitarbeiter zu selbstständigem und selbstverantwortlichem Handeln zu führen. Anderenfalls darf sich keiner wundern, wenn die ganze Arbeit auf dem eigenen Tisch liegen bleibt ...
  9. 9. Soft Skills Basic II 9 Konfliktmanagemen t : Konflikte diplomatis c h meistern Um Konflikte auszutragen und diese in einen kons- truktiven Prozess des Ausgleichs münden zu las- sen, bedarf es einer sorgfältigen Analyse der Situ- ation. In jedem Konflikt - privat oder beruflich - gibt es zumeist drei Parteien: Der Angegriffene, der An- greifer und die Beobachter. Der Angegriffene } 1. Konfliktphase: Verstimmung, Verärge- rung (Wehret den Anfängen!) Wenn Sie sich in der Rolle des Opfers sehen, ist es wichtig zu reflektieren! Stellen Sie sich zur Klärung der kritischen Situation folgende Fragen: Was be- drückt Sie genau? Wo genau verschlechtert sich die Beziehung zu einer der Personen im Arbeits- oder Lebensumfeld? Analysieren Sie ihre Gefühle und betrachten Sie hierbei auch die anderen Akteure.
  10. 10. Soft Skills Basic II Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 10 Wenn Sie Ihre eigene Position, Ihren eigenen Stand- } 2. Konfliktphase: Schlagabtausch punkt überprüft haben, sollten Sie sich mit einer an- (Offener Konflikt) deren unbeteiligten Person besprechen! Sie müssen diese Person gewissenhaft auswählen. In diesem In der Verstimmungsphase, der ersten Konfliktpha- Gespräch können Sie neutrale Beurteilungen und se, nimmt die Sachebene noch einen großen Raum Einschätzungen kennen lernen und mit Ihrer eige- ein. Die zweite Konfliktphase, der Schlagabtausch, nen Sichtweise ergänzen und vergleichen. ist emotionaler, radikaler und von Abgrenzungen und Angriffen gleichermaßen geprägt. Kompromisse, Stellen Sie sich und dem Gesprächspartner fol- Vereinbarungen und Abmachungen sind nicht mehr gende kritische Fragen: Ist das alles nur eine vor- möglich. Es herrschen Misstrauen, Furcht, Rache übergehende Schlechtwetterlage, ein persönliches und Feindbilder. Tief auf beiden oder nur auf einer Seite? Sind sie vielleicht gar nicht gemeint? Auch wenn Ihre Situation sich bereits so zugespitzt hat, sollten Sie sich an die drei Schritte der Ausein- Nun kommt das Handeln! Sie haben die kritische Si- andersetzung halten. Beginnen Sie wieder mit dem tuation durchdacht und durchgesprochen. In dieser ersten Schritt, dem Reflektieren. Konfliktphase ist es nun möglich, mit dem Angrei- fer im Gespräch Lösungsvorschläge auf sachlicher Stellen Sie sich folgenden Fragen: Kennen Sie die- Ebene zu sammeln. Treffen Sie Abmachungen und se Situation schon von früheren Arbeitsplätzen, aus halten Sie sich daran. Aber gedulden Sie sich – al- der Schule oder aus Ihrer Kindheit? Worum geht es les braucht Zeit, auch die Realisierung Ihrer gemein- wirklich? Was sind die wahren Motive dieses Wi- samen guten Vorsätze. Werden Sie aktiv soweit es derstreits? Versetzen Sie sich in die Rolle des An- geht. Stellt sich keine Realisierung der Abmachung greifers. ein, müssen sie das Gespräch zur Vereinbarung noch einmal wiederholen. Zeigen Sie in Ihrem Ver- Besprechen Sie sich mit allen neutralen Menschen, halten, dass Sie alles sehr ernst nehmen und Ihnen die es in ihrem Umfeld gibt, holen Sie sich so viele eine Lösung der Spannungen am Herzen liegt. Sichtweisen wie möglich ein. Zum Besprechen ge- hören auch „Selbsthilfegruppen für Mobbing-Op- fer“. All dies sind keine Resignationen oder Rück- zugsgefechte, Sie erweitern nur Ihr psychisches und mentales Instrumentarium und Sie werden sich ihrer Verhaltensalternativen immer bewusster. Die Gespräche müssen offen und vertrauensvoll sein.
  11. 11. Soft Skills Basic II Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 11 Nun müssen Sie auf den Gegner zugehen und ihn } Wie viel Kraft haben Sie noch? Lohnt sich ein im Schlagabtausch sachlich fragen, was er von Ih- Weiterkämpfen? nen erwartet. Sie verlieren dabei keinen Zacken aus } Was kann man Ihnen noch alles antun, wo der Krone, denn Sie können dem Gegner im glei- sind sie noch verwundbar? chen Atemzug sagen, was Sie von ihm erwarten. Es sind Vereinbarungen getroffen und nicht gehal- } Gibt es noch andere neutrale Personen, denen ten worden. Vielleicht sind diese unhaltbar gewor- sie als professionelle Schlichter und Vermittler den oder sie wurden falsch verstanden. vertrauen können? Ihr Gegner ist feindselig? Ihr Handeln muss jetzt ein Ein Besprechen mit ihrem Gegner ist nicht mehr eindeutiges und notwendiges Abgrenzen sein. Zei- möglich. Sprechen Sie jetzt mit sogenannten Kon- gen Sie ruhig ihre Verletzung, igeln Sie sich nicht ein. fliktmanagern und Teamentwicklern. Jetzt muss al- Das wäre falscher Stolz und zeigt mehr Schwächen les unter vier Augen ablaufen und vielleicht ist unter als Stärken. Gehen Sie auch hier auf Helfer und Un- den Beratern jemand dabei, der noch ein letztes terstützer zu. Kontern Sie mit sachlich ausgespro- Vermittlungsangebot unternehmen kann. Beden- chenen Konsequenzen, andere Ausdrucksformen ken Sie: Diese dritte Phase ist absolut. Es geht um sind hier unglaubwürdig und theatralisch. die maximale Schädigung des Gegners, mit allen Mitteln, Rechtsbrüchen und Übergriffen. } 3. Konfliktphase: Vernichtungsschläge (Absolutheit und Härte) Der Angreifer In dieser Phase ist Ihr Arbeitsplatz in Gefahr. Achten } 1. Konfliktphase: Sie beim Reflektieren auf folgende Punkte: Verstimmung, Spannungen } Was würde ein Ausstieg aus diesem Zunächst sind Sie als Täter noch im selbstkritischen, Arbeitsumfeld für Sie bedeuten? sich selbst hinterfragenden Stadium: Sie spüren, dass etwas los ist. Sie haben möglicherweise je- } Welche Alternativen gibt es? manden brüskiert, verletzt oder bloßgestellt. Sie } Wer kann Ihnen bei einem Um- und Neuein- sind aktiv, Sie suchen noch nach Möglichkeiten, auf stieg behilflich sein? den anderen zuzugehen. Handeln ist Ihnen in dieser Phase wichtig. Sie nehmen die Sachen in die Hand,
  12. 12. Soft Skills Basic II Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 1 stellen sich der Situation und können auf die Kolle- Das sind alles aktive, handlungsaktivierende Fragen! gen, den Chef oder den Abteilungsleiter zugehen. Sie sind nun derjenige, der handelt, der aufräu- In einer zweiten Phase stehen Sie vor den Ent- men will und Klarheiten schafft. Also bieten Sie Ge- scheidung, ob sie gemäß ihrer Ziele auf die verletz- spräche, sachliche Auseinandersetzungen an. Sie te Person zugehen und sie ansprechen können. gehen selbstkritisch mit diesem Konflikt um. Sie Sie nehmen die Person ernst. Sie leisten aktives schauen nach den wirklichen Ursachen, Anlässen Verständnis. Sie haben bei den gemeinsam offen und Auslösern. analysierten Verärgerungen und Beleidigungen ver- standen, worum es Ihrem Kollegen geht und verein- Jetzt zeigen Sie, dass Sie wirklich erhaben sind, baren nun, dass Sie entsprechend der gemeinsam dass Sie die Situation beherrschen. Sie können erarbeiteten Lösungen handeln werden. sich distanzieren und können mit einem gewissen Abstand betrachten. Dadurch gewinnen Sie Macht und Einfluss. } 2. Konfliktphase: Schlagabtausch, Zusammenstoß } Sie sind nicht mit gekränkter Haltung in den Konflikt gegangen. Je nachdem ob Sie sich im Stadium des Schlag- } Sie können immer wieder einen Schritt auf den abtauschs befinden oder sich in den permanenten anderen zugehen. „Kampf“ begeben haben, müssen Sie sich fragen: } Was sind Ihre wirklichen Motive? } Sie sind nicht kleinherzig. } Ist die aggressive Auseinandersetzung } Sie können gut einstecken. notwendig? } Sie müssen nicht zurückschlagen. } Was löst der oder die andere bei Ihnen aus? } Sie können sich sagen: „Das stört doch keinen } Was verärgert Sie so? großen Geist.“ } Laufen hier Projektionen, Übertragungen ab?
  13. 13. Soft Skills Basic II Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 13 } 3. Konfliktphase: Vernichtungsschläge Der Beobachter Der Konflikt hat an Härte und Radikalität eindeutig } 1. Konfliktphase: zugenommen. Ging es anfangs noch um ein ak- Verstimmung, Spannungen tives Minimieren der Verletzung, der Verstimmung, geht es jetzt letztlich um die maximale Schädigung des Gegners. Dazu scheinen alle Strategien, Tak- Sind sie wirklich so neutral oder freuen sie sich schon tiken und Techniken erlaubt: Rechtsbrüche und auf die Vernichtungsschläge? Seien Sie ehrlich zu Übergriffe und Grenzverletzungen sind an der Ta- selbst! Oder haben Sie Furcht, weil Sie der Nächste ges- und Büroordnung. In dieser Phase nun sind sind, der vernichtet werden soll? Oder sind Sie der Sie nur noch schwer in der Lage, Ihre Interessen fair konsequent-radikale „Raushalter“, der absolute Un- zu vertreten. Es besteht die Gefahr, dass Sie vom parteiische, fliehen vielleicht sogar vor dem Konflikt. „produktiv-positiven Täter“ zum „aggressiv-nega- Fragen Sie sich, warum Sie jeweils so reagieren, so tiven Täter“ werden. fühlen. Entscheiden Sie auch für sich früh genug, wer in dem Konflikt Täter, wer Opfer ist. Stellen Sie sich folgende Fragen ganz bewusst: Was hinter steckt meinen Aggressionen? Bin ich Sind Sie innerlich so neutral-objektiv aber auch so verunsichert, habe ich Furcht, brauche ich Neben- standhaltend, dass Sie ein Gespräch für die ange- kriegsschauplätze? Habe ich schon mal so etwas spannten, verstimmten Parteien anbieten können? erlebt? Ein Gespräch, das die Spannung reduziert - eines, Denken Sie immer auch an unnötige Konsequenzen, das entlastet. Hüten Sie sich davor, sich mit einer verlieren Sie nicht den Überblick, beherrschen Sie Partei zu identifizieren - bleiben Sie unparteiisch! sich, den Gegner und die Situation. Jetzt benötigen Sie die Hilfe eines Kollegen oder Freundes, der zu Die aktive Gestaltung der Konfliktvermeidung bzw. Ihnen positiv aber auch kritisch und distanziert ein- -lösung könnte jetzt von Ihnen ausgehen. Jetzt sind gestellt ist: Wie nimmt dieser die Situation wahr? konstruktive Mittelwege gefragt. Achten Sie darauf, Welche Positionen sind für ihn deutlich sichtbar? keine Missetaten oder Fehler gleich festzumachen Suchen Sie unter Umständen professionelle Unter- – das facht den Konflikt erst richtig an! stützung: Schlichter, Vermittler, Konfliktmanager. Geben Sie Fehler zu! Sie sind an Objektivität inter- essiert! Und zeigen Sie, dass Sie sich über die Zu- spitzung und Tiefe des Konflikts bewusst sind.
  14. 14. Soft Skills Basic II Konfliktmanagement: Konflikte diplomatisch meistern 14 } 2. Konfliktphase: } 3. Konfliktphase: Vernichtungsschläge Schlagabtausch, Zusammenstoß Leider müssen Sie jetzt mit aller Vermittlung aufhö- Auch hier ist die Versuchung, in den Konflikt hin- ren. Ihre Unterstützung soll jetzt derjenige bekom- eingezogen zu werden, sehr groß. Vorsicht und men, der Sie benötigt. Davor müssen Sie natürlich Umsicht, ja Wachsamkeit sind für Sie jetzt das Ent- einen klaren Standpunkt beziehen. Besprechen scheidende. Noch ist der Konflikt zu lösen, also und zeigen Sie Ihre Gefühle, ihre Betroffenheit. Re- aktiv ins Positive zu gestalten. Informieren Sie sich den Sie mit den Menschen im beruflichen Umfeld über alle Beweggründe, Auslöser und Ursachen und machen Sie auf das sich anbahnende, zer- des Konflikts. Haben Sie überhaupt Macht, hört Ih- störerische Desaster aufmerksam. Helfen Sie dem nen überhaupt jemand von den verfeindeten Par- hinzugezogenen, professionellen Vertrauensmann. teien zu? Wenn ja - vermitteln Sie! Beruhigen Sie Zeigen Sie, dass sie die Situation so nicht akzeptie- und schwächen Sie die Konfrontation ab. Machen ren und gut heißen. Sie den beiden Parteien deutlich, dass Sie diese Stufe der Verschärfung nicht akzeptieren und kei- nem Schaden zufügen werden. Bieten Sie sich als Mittelsmann an oder suchen Sie andere Kollegen für diese Funktion.
  15. 15. Soft Skills Basic II 15 Interkulturelle Komp e- tenz und Diversity Management Schlagwörter wie „Interkulturelles Manage- ment“ oder auch „Interkulturelle Kompetenz“ tauchen immer wieder in den Medien auf – da- bei sind kulturbedingte Unterschiede nur ein Teil dessen, was uns voneinander unterschei- det und zur Vielfalt der Humanressourcen eines Unternehmens beiträgt. Diese Vielfalt produktiv für ein Unternehmen zu machen, wird in den USA unter dem Stichwort „Diversi- ty Management“ diskutiert.
  16. 16. Soft Skills Basic II Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management 16 Konzept aus den USA Geschlecht oder auch die sexuelle Orientierung. Die dritte Schicht der „Diversity“ umfasst z. B. die Re- Die Allianz AG implementiert es gerade, die Deut- ligion, den geographischen Lebensraum, das Ein- sche Bank hat es schon und bei Ford wird es kommen und den Familienstand eines Menschen. schon lange angewendet: Diversity Management. Das berufliche Aufgabenfeld, die Seniorität oder Wie viele Managementkonzepte stammt auch die die (Führungs-)Ebene, auf der Personen arbeiten, Idee, die kulturelle und menschliche Vielfalt der Mit- erfasst die vierte, organisations-orientierte Schicht. arbeitenden für das Unternehmen gewinnbringend In Nordamerika längst verbreitet, ist das komplexe zu nutzen, ursprünglich aus den USA. Kein Wunder Konzept des Diversity-Managements in Deutsch- also, dass US-Unternehmen wie Coca-Cola, Kraft land bisher erst in die Etagen der großen, trendan- Foods oder Procter Gamble längst nicht nur die gebenden Unternehmen vorgedrungen. Hingegen Idee aufgegriffen haben, sondern diese Konzepte haben die Aspekte des Diversity-Managementkon- anwenden und Diversity Manager in ihren Personal- zeptes, die sich mit den kulturellen Unterschieden abteilungen inzwischen genauso selbstverständlich von Menschen befassen, bereits auch in Deutsch- geworden sind wie z. B. Compensation Benefits land breite Resonanz gefunden. Manager. Interkulturelles Management in Deutschland Was ist Diversity und was managen Diversity Experten? Längst sind es nicht mehr nur die großen, be- kannten Firmen wie die Dax-30-Unternehmen, die Menschen unterscheiden sich zunächst in ihrer Per- interkulturelle Kompetenz fordern und im Zuge der sönlichkeit. Diese bildet sozusagen den Kern un- Laufbahn ihrer Mitarbeitenden honorieren. Auch serer angeborenen Verschiedenartigkeit. Um diesen mittelständische, Unternehmen nennen in ihren Jo- Kern herum befinden sich nach dem Diversity-Mo- banzeigen die Fähigkeit in internationalen Teams zu dell von Gardenswartz Rowe (1) drei „Schichten“, arbeiten als gewünschte Fähigkeit. Bei der Planung die gefüllt sind mit Aspekten (auch „Dimensionen“ der weiteren Karriere ihrer Mitarbeitenden spielt das genannt), anhand derer sich Menschen voneinan- Thema Interkulturalität ebenfalls eine Rolle. der wesentlich unterscheiden können. Um ihre Mitarbeitenden fit für den internationalen Neben unserer Persönlichkeit zählt man zu den per Einsatz zu machen, bieten Unternehmen Nach- Geburt bestimmten, kaum bzw. nicht veränderbaren wuchskräften sowie Fach- und Führungskräften in- Dimensionen: Das Alter, die physischen Fähigkeiten terkulturelle Trainings an. Je nach Ressourcen der (Behinderung/Nichtbehinderung), die Ethnie, das unternehmenseigenen Personal-Abteilung werden
  17. 17. Soft Skills Basic II Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management 17 sie von internen Trainern durchgeführt oder von be- Was ist interkulturelle Kompetenz? auftragten externen Anbietern. Die Investitionen in Internationalisierung und ein Mehr an Interkulturali- Angesichts eines sich internationalisierenden Um- tät wirken sich langfristig aus: Ford z. B. bietet den felds in der deutschen Gesellschaft benötigen mehr Mitarbeitenden eine Online-Zeitung in Türkisch, da- und mehr Mitarbeitende eines Unternehmens, neben sind Deutsch und Englisch Unternehmens- Schüler und Studierende ebenso wie Ärzte oder sprache. Polizisten die Fähigkeit „interkultureller Kompetenz“. Sie brauchen diese Fähigkeit unbedingt, wenn sie Doch nicht nur Unternehmen bemühen sich, kul- erfolgreich mit Angehörigen anderer Kulturen und turbedingte Unterschiede zu berücksichtigen. So ethnischen Gruppen kommunizieren wollen, d.h. finden sich in den Mensen deutscher Universitäten deren verbale und nonverbale Signale angemessen neben verschiedenen Fleischgerichten auch stets interpretieren und darauf entsprechend zu reagie- ein vegetarisches Gericht und ein Fleischgericht ren. So lassen sich nicht nur Missverständnisse ver- ohne Schweinefleisch. Auf interkontinentalen Flü- meiden, sondern es entsteht auch ein Kommunika- gen gehören kosher meals zum Standardangebot tionsklima „auf Augenhöhe“, in dem die Agierenden der Airlines. sich gleichermaßen sicher fühlen. Interkulturell kompetente Menschen begegnen sich So unterschiedlich wie die Beispiele sind, so ver- als gleichberechtigte Partner, die sich möglicher schieden sind auch die Angebote, die aus einem kulturbedingter (Kommunikations-)Unterschiede Konzept des interkulturellen Managements ent- bewusst sind und daher keine übermäßige Zurück- stehen können. Das „eine“ Konzept, um kulturelle haltung oder Vorsicht üben müssen. So lässt sich Unterschiedlichkeit zu managen, gibt es nicht. Viel- am leichtesten voneinander lernen, miteinander zu mehr bedeutet interkulturelles Management jeweils Übereinstimmungen kommen oder auch einmal die Intention, den in einem Unternehmen, einer Uni- unterschiedliche Meinungen fair und angemessen versität, Schule, Organisation etc. anzutreffenden, diskutieren. Aber wie ist interkulturelle Kompetenz kulturbedingten Unterschieden Rechnung zu tra- überhaupt erlernbar? Lässt sich einmal Erlerntes gen und Synergieeffekte zu schaffen. Letzteres ist auf jede Kultur und Ethnie anwenden? allerdings immer langfristig zu sehen.
  18. 18. Soft Skills Basic II Interkulturelle Kompetenz und Diversity Management 18 Anbieter interkultureller Weiterbildung unterschei- kommunizieren in Frankreich“ weisen auf kultur- den grundsätzlich zwei Formen von Trainings: Zum bzw. länderspezifische Inhalte hin. Sie fokussieren einen gibt es Angebote zum Erwerb von Hand- auf die Spezifika eines bestimmten Kulturraumes, lungskompetenz allgemein für den Umgang mit An- einer Kultur oder eines Landes. gehörigen anderer Kulturen. Entsprechend basieren diese Trainings auf einem so genannten kulturallge- Je nachdem, ob die Seminare allgemein zugäng- meinen Ansatz. Ziel ist es, bei den Teilnehmenden lich sind oder spezifisch auf die Bedürfnisse der ein Bewusstsein zu schaffen für die kulturbedingten Teilnehmenden ausgerichtet werden, grenzt sich Unterschiede im Denken und Handeln allgemein, der Themenrahmen oft noch enger ab. Verhand- die in der Interaktion mit Personen unterschiedlicher lungsführung, arbeitsrechtliche Grundlagen, Ge- Kulturen auftreten können. In Rollenspielen, Fallstu- haltsspannen und die durchschnittliche Dauer einer dien und Übungen behandeln die Teilnehmenden Patentanmeldung in einem Zielland sind eher für Themen, die in jeder Kultur eine Rolle spielen, sich künftig entsandte Manager hilfreich, weniger aber jedoch kulturspezifisch anders darstellen können für Ärzte oder Mitarbeitende in Forschung und Leh- (z. B. das Verhältnis von Frau – Mann). In kulturall- re. Unternehmen wie DaimlerChrysler, Bosch oder gemeinen Trainings erfolgt eine Sensibilisierung der VW lassen ihre Mitarbeitenden entsprechend kul- Teilnehmenden für Kulturdivergenzen, die sie im tur- und themenorientiert trainieren. Bei ihnen ist Alltag erkennen und ihnen kompetent begegnen die Teilnahme an einem interkulturellen Training ein können, da ihnen dank dem Training eine Palette Pflichtbaustein auf dem Weg in eine internationale von situationsangemessenen Verhaltensweisen zur Karriere, der den Mitarbeitenden sogar vertraglich Verfügung steht. Trainings mit kulturallgemeinem zugesichert wird. Ansatz eignen sich vor allem für Mitglieder interna- tionaler Teams, in denen Angehörige mehrerer Kul- turen miteinander arbeiten. Zum anderen werden viele Trainings mit einem kul- turspezifischen Ansatz durchgeführt. Wer als Expat- (1) Die Amerikanerinnen Lee Gardenswartz und Anita Rowe riate vor einem längeren Auslandseinsatz in China forschen seit circa 25 Jahren zum Thema Diversity; das in die- steht oder zukünftig für den Absatz der Produkte im sem Artikel beschriebene Diversity-Modell wurde von ihnen in französischen Markt verantwortlich zeichnet, kann Diverse Teams at Work (Burr Ridge, IL: Irwin Professional Pub- sich in kulturspezifischen Seminaren das nötige lishing, 1994) vorgestellt und nimmt seinerseits Bezug auf Di- Rüstzeug holen. Titel wie „Verhandeln mit Chine- mensionen, die Marylin Loden und Judy Rosener in Workforce sen“, „Doing business in the U.S.“ oder „Erfolgreich America (Business One Irwin, 1991) darstellen.
  19. 19. Soft Skills Basic II 19 Ursachen und Tipp s gegen Mobbing “Mobbing“ zählt in der Arbeitswelt bereits zur Alltagssprache. Kaum zu glauben, aber jeder zehnte Arbeitnehmer wird mindestens ein Mal im Leben „gemobbt“. Mobbing belastet die gesamte Kommunikation eines Unternehmens - auch die Unbeteiligter! Es gibt mittlerweile immer mehr „Mobbingop- fer“ in Deutschland! Das englische Verb „mob“ wird übersetzt als lärmend oder herfallend. Doch ab wann gilt jemand als „Mobber“? Ursachen für Mobbing Stressbelastung am Arbeitsplatz ist nichts Unge- wöhnliches. Es gibt jedoch große Unterschiede in der individuellen Stresswahrnehmung und -verar- beitung, Stressfaktoren, die nicht abgebaut oder in sonstiger Weise bewältigt werden, können zu psy- chosomatischen Erkrankungen und somit zu Konf- likten und zu Mobbing führen.
  20. 20. Soft Skills Basic II Ursachen und Tipps gegen Mobbing 0 Die Pseudoharmonie Gibt es typische Mobbing-Opfer? In vielen Unternehmen sind Streit und Konflikte un- Nach bisherigen Erkenntnissen kann zwar grund- erwünscht, statt dessen besteht eine stillschwei- sätzlich jeder Mobbing-Opfer werden. Aber die gende Verpflichtung zur „Pseudoharmonie“. Unter Wahrscheinlichkeit ist nicht bei jedem Menschen dieser Oberfläche brodeln dann die Konflikte, die gleich. Die Forschungsrichtung Viktimologie hat somit der beste Nährboden für Mobbing sind. als Teilgebiet der Kriminologie unter Beteiligung der Psychologie die besonderen Verhaltenseigen- arten und die diesen zugrundeliegenden Attitüden Hierarchie und Hackordnung von Opfern sehr sorgfaltig analysiert und empirisch überzeugend belegt. Folgende „viktimologische An- Bei Mobbing geht es oft um Macht und Einfluss - reize“ können vom potentiellen Opfer ausgehen und Faktoren, die in stark hierarchischen Strukturen von machen Mobbing ihm gegenüber wahrscheinlicher. besonderer Bedeutung sind. Im Rahmen der Rang- und Hackordnungskämpfe geht es häufig brutal zur Viktimologische Anreize können z.B. sein: Sache. In einem Feld der nicht offenen Auseinander- } Leistungsprobleme (wenig Kenntnisse und setzung und der anonymisierten Konkurrenz ist das Fertigkeiten, hohe Fehlerquote, mangelnde Ausmaß der erlebten Bedrohung von innen oft noch Leistungsbereitschaft, Überaktivität) größer als eine mögliche Bedrohung von außen. } gestörte Persönlichkeit (Arroganz, Distanzlo- sigkeit, Nervosität, Choleriker, Unpünktlichkeit, Selbstunsicherheit, unangemessenes Verhalten) Arbeitsinhalte und „Langeweile-Mobbing“ } soziale Anpassungsprobleme (Absonderung, Auch diese tragen zur Entwicklung von Mobbing Schüchternheit, Kompetenzüberschreitung bei. Beispielsweise entwickelt sich „Langeweile- et cetera) Mobbing“ an Arbeitsplätzen, die geringe geistige } Auffälligkeit der äußeren Erscheinung (groß, Anforderungen an die Beschäftigten stellen, wo klein, dick, dünn, Behinderungen, Kleidungsstil) diese systematisch unterfordert sind und die Lern- fähigkeit und Kreativität behindert werden. } Krankheiten (Epilepsie, Akne, Hautausschlag, Diabetes, Körpergeruch)
  21. 21. Soft Skills Basic II Ursachen und Tipps gegen Mobbing 1 Tipps gegen Mobbing Was tun, wenn die Situation eskaliert? Was lässt sich dagegen tun, damit es gar nicht erst Je länger Sie Mobbing dulden, desto schwieriger dazu kommt, gemobbt zu werden? Es gibt viele lässt sich das Problem lösen. Menschen handeln Aktionen durch Mitarbeiter, die der Karriere scha- und denken nicht immer logisch. Darüber hinaus den können. Die Grenzen zwischen Geschmacklo- sind sie individuell verschieden. Daher gibt es kei- sigkeiten, bösen Scherzen und Straftatbeständen ne Musterlösung. Einige Verhaltensmuster liegen sind oft fließend. Manchmal muss man über Dinge jedoch fast immer vor. Manche Kollegen mobben hinwegsehen. Trotzdem sollten gewisse Tendenzen nur, weil es die anderen auch tun. Man will eben gleich im Keim erstickt werden, damit die Karrie- dazugehören. Den Vorgesetzten darauf anzuspre- repläne keinen Schaden nehmen. Zunächst sollten chen ist jedoch eine heikle Angelegenheit. Man gilt Sie für sich selbst Ihre persönlichen Schwachpunkte schnell als „Petze“. Jetzt gilt es, einen kühlen Kopf notieren. zu bewahren. Machen Sie es Mobbern schwer } 1. Informationen sammeln Zunächst sollten Sie Informationen sammeln. Auch Keiner kennt Sie besser, als Sie sich selbst. Gera- bei denjenigen, die Ihnen individuell zur Seite ste- de dies ist Ihr persönlicher Vorteil. Nutzen Sie ihn! hen. Suchen Sie den Kontakt zu anderen Betrof- Machen Sie es möglichen Mobbern so unbequem fenen und tauschen sich aus. wie möglich. Je unbequemer das Opfer, desto un- interessanter wird es für den Mobber. Zunächst sollten Sie Ihre persönlichen Schwachpunkte notie- } 2. Opferrolle ablehnen ren. Dazu zählt zum Beispiel mangelndes Durchset- Lassen Sie sich nicht zum Opfer machen. Überneh- zungsvermögen, Inkonsequenz, Hemmungen, die men Sie Verantwortung für sich selbst und werden eigenen Interessen zu verwirklichen, Angst vor Ver- aktiv. Viele begehen den Fehler, zunächst stillzuhal- antwortung oder Angst vor den Folgen von Erfolg. ten in der Hoffnung, dass sich alles von alleine erle- digen wird. Dies ist selten der Fall. Wer sich zu viel gefallen lässt, bietet sich nämlich geradezu für die Rolle als Opfer an.
  22. 22. Soft Skills Basic II Ursachen und Tipps gegen Mobbing } 3. Aktivität statt Passivität } 6. Klartext vor versammelter Mannschaft Werden Sie aktiv! Es gibt viele Möglichkeiten, sein Wenn das Gespräch unter vier Augen wirkungslos Auftreten und seine Wirkung nach außen zu opti- bleib, dann stellen Sie ihn vor versammelter Mann- mieren. Dazu zählen zum Beispiel Rhetoriksemi- schaft zur Rede. Dies erfordert viel Mut, Selbstbe- nare, Selbstbehauptungskurse, Weiterbildungen, wusstsein und Zivilcourage. Stellen Sie klar, dass persönliches Coaching. Scheuen Sie sich nicht, Sie nicht dulden, dass zum Beispiel schlecht über gegebenenfalls therapeutische Hilfe in Anspruch zu Sie geredet wird. nehmen. } 7. Wenn es hart auf hart kommt } 4. Verbündete suchen Falls alle Versuche scheitern, gibt es zwei Mög- Suchen Sie Verbündete. Freunden Sie sich mit Kol- lichkeiten. Entweder Sie kämpfen sich durch (alle legen an. Bei Gesprächen mit Vorgesetzten bietet Instanzen), oder Sie wechseln den Job. Ob es sich es sich an, allgemein auf Spannungen und Unstim- lohnt, seine ganze Gesundheit und Energie aufs migkeiten in der Abteilung hinzuweisen. Namen Spiel zu setzen, um mit Kollegen klarzukommen, brauchen nicht genannt zu werden. Informieren Sie die einem nur Böses wollen, muss jeder selbst ent- ebenso den Betriebsrat. scheiden. Es gibt nämlich auch faire Firmen, die ein gutes Betriebsklima, leistungsgerechte Bezahlung und realistische Aufstiegschancen bieten. } 5. Vier-Augen-Gespräch Bevor Sie den oder die vermeintlichen „Übeltäter“ vor versammelter Mannschaft an den Pranger stel- len, sollten Sie fairerweise um ein „Vier-Augen-Ge- spräch“ bitten. Vielleicht gehen Sie mit den/dem Betreffenden Kaffee trinken und sprechen die An- gelegenheit ganz konkret an. Manchmal erledigt sich das Problem dann von alleine.
  23. 23. Soft Skills Basic II 3 Erfolgreich durch Teamarbeit Fast immer ist von Anforderungen an ein ein- gespieltes Team die Rede, das blind aufeinan- der vertrauend alle Widrigkeiten meistert, Ne- gativerlebnisse wegsteckt und ausschließlich dem Erfolg verschrieben ist. Was aber macht erfolgreiche Teamarbeit wirklich aus und wie muss oder soll ich mich verhalten, damit ich einen positiven Beitrag leiste? Kann ich auch als überzeugter Einzelkämpfer im Team er- folgreich sein, oder bin ich dann eher der Stör- faktor, der den Gesamterfolg verhindert? Was ist ein Team? Vielleicht sollte zunächst einmal der Begriff Team definiert werden: Das Erreichen gemeinsamer Ziele durch gegenseitige Unterstützung und Berücksich- tigung der Stärken und Schwächen jedes Einzel- nen. Größe und Zusammensetzung des Teams sind ebenfalls wichtig, da zielgerichtetes Vorgehen ein hohes Maß an Selbstdisziplin sowie Ehrlichkeit und Offenheit im Umgang miteinander erfordert. Hin-
  24. 24. Soft Skills Basic II Erfolgreich durch Teamarbeit 4 zu kommt ein sachliches Einschätzen der eigenen Probleme für Teameinsteiger Grenzen, Kompromissbereitschaft und der positive Umgang mit Konflikten. Nicht jedes Teammitglied Neuzugänge in Teams haben es oft schwer, Zu- verfügt über gleichgeartete Talente; die richtige Mi- gang zu einer vermeintlich gut funktionierenden und schung ist entscheidend. eingeschworenen Gemeinschaft zu finden. Es wer- den ihnen manchmal bewusst, gelegentlich auch unbewusst, Stolpersteine in den Weg gelegt - von Ohne Kommunikation geht nichts Fehlinformationen über Zurückhaltung wesentlicher Details bis hin zur persönlichen Ablehnung, für die Vor dem Hintergrund, gemeinsame Ziele schnell zu es allem Anschein nach keine greifbaren Gründe erreichen, treten in der Auslegung einzelner Schritte gibt. Das darf man nicht unterschätzen, denn ein- immer wieder Spannungen und Reibungen auf und mal aufgebaute Fronten sind nur mühsam wieder einzelne Mitglieder beklagen sich über mangelnde Ak- einzureißen und führen häufig zu einer Haltung, die zeptanz innerhalb des Teams, da ihre Vorschläge nur Leistung verhindert, Frust aufbaut und letztlich der bedingt Zustimmung finden. Diese Hürden können nur Sache und dem Einzelnen nicht dienlich ist. In sol- durch direkte und unmittelbare Kommunikation über- chen Situationen sollte man einen klaren Kopf be- wunden werden. So wird Misstrauen vermieden, denn halten, die Aussprache suchen und eigene Vorstel- Misstrauen baut sich dort leichter ab, wo Zugehörigkeit lungen und Wünsche deutlich machen. und der Wunsch nach Identifikation (mit der Sache) ver- wirklicht werden. Bewusste Identifikation ist Teil einer Philosophie, nach der es auch bei Fehlentscheidungen Ein Team teilt Erfolg und Misserfolg keinen Rechtfertigungszwang geben darf. Bei allem Selbstbewusstsein darf man nicht außer Acht lassen, dass ein Team einen Kopf benötigt, Rollenverteilung der in letzter Konsequenz Meinungen analysiert, an den Anforderungen der Sache misst und - falls er- Innerhalb eines Teams sollte jeder seine Rolle su- forderlich - eine Entscheidung trifft, die nicht immer chen und finden. Der Prozess des Kennenlernens auf die Zustimmung aller Beteiligten stößt. Dies soll- kann Verhaltensweisen nachhaltig beeinflussen und te möglich sein, ohne die weitere Zusammenarbeit wird dies in den meisten Fällen auch tun. Wird ein negativ zu beeinflussen, kann aber nicht bedeuten, Team neu zusammengestellt, können die Mitglieder dass sich der „Leader“ alle Erfolge selbst zurechnet die Aufgaben immer anders verteilen, bis sich eine und die Misserfolge ausschließlich auf das Fehlver- Struktur bewährt. halten der Teammitglieder zurückführt.
  25. 25. Soft Skills Basic II Erfolgreich durch Teamarbeit 5 Nur wer bereit ist für Neues, kann sich entwickeln Erkennen Sie die Erfolge Anderer an Besonders perfide wird es, wenn unter dem Deck- mantel des Teamgeistes einzelne Mitglieder ihre Ei- Wer unfähig ist, Erfolge Anderer zu akzeptieren und genheiten ausleben und so mangelnde Fähigkeiten anzuerkennen und daraus für sich selbst zu lernen, oder fehlende soziale Kompetenz verschleiern. sondern einen einmal eingeschlagenen Weg mit Ein rüder Umgangston ist nicht gleichzusetzen mit grober Rücksichtslosigkeit verfolgt und unbeirrt von Durchsetzungsfähigkeit! Werden solche Auswüch- Tatsachen und Gegebenheiten andere Meinungen se gezügelt, setzt Teamarbeit einen wichtigen Lern- gegen bessere Überzeugung nicht gelten lässt, prozess in Gang, der insbesondere weniger erfah- wird sicher nicht mit Rückendeckung rechnen kön- renen, aber hoch motivierten Mitarbeitern zugute nen, falls sich der eingeschlagene Weg irgendwann kommt. Hier wird ihnen die Chance geboten, ihre als falsch erweisen sollte. Fähigkeiten zu demonstrieren, Mängel auszubü- Teamarbeit darf nicht zu einem stammtischartigen geln, sich mit einer Sache und dem Unternehmen Diskutierklub werden, sondern muss Teil einer Stra- zu identifizieren und Weichen für die berufliche Zu- tegie sein: Dann wird der Erfolg des Teams auch kunft zu stellen. Neue Wege zu gehen, darf dabei der eigene sein. für die Karriere nicht nachteilig sein, denn wenn man nur das tut, was man kann, wird man nur das bleiben, was man ist.
  26. 26. Soft Skills Basic II 6 Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting Vertane Zeit oder Power-Meeting? Was aus Ihrer nächsten Besprechung wird, ist keine Frage des Zufalls, sondern hängt auch von Ihnen ab - als Teilnehmer oder als Moderator. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Regeln und Tools vor, damit Ihre zukünftigen Meetings er- folgreicher verlaufen. Sinn und Zweck von Meetings Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen zur Besprechung wichtiger Themen sind aus dem heu- tigen Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Sie die- nen mehreren Zwecken: } dem Austausch von Informationen } der Erarbeitung von Strategien zur Lösung von Problemen } der Organisation von teamorientierten Arbeits- prozessen
  27. 27. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 7 Der Vorteil des Meetings selbst ist die direkte } Zu starker Verkündigungscharakter Kommunikation zwischen den Beteiligten. Anders Hier wird nur in eine Richtung kommuniziert. Feed- als etwa der E-Mail-Verkehr oder der Umlauf von back ist nicht erwünscht. Konsequenz: Die Anwe- Unterlagen kann in einer gemeinsamen Bespre- senden fragen sich, warum sie da sind. Hätte man chung schnell ein einheitliches Informationsniveau lieber als E-Mail gelesen... hergestellt werden. Deshalb sind Meetings immer dann optimal, wenn Entscheidungen gefällt wer- den sollen, zu denen viele Beteiligte gehört werden } Zu viele Selbstdarsteller müssen; oder dann, wenn sich Teams über die Wenn sich zu viele Teilnehmer in ausschweifenden, Verteilung von Arbeitspaketen abstimmen wollen. sachfremden Ausführungen verlieren, um sich als Gut geeignet sind sie auch für die Kommunikation vermeintlich tolle Redner zu präsentieren, gerät das von komplexen Informationen, denn es stellt sich eigentliche Ziel des Meetings aus dem Blick. im Verlauf schnell heraus, ob das Gesagte verstan- den wurde. Sehr wichtig sind Meetings auch dann, wenn in einer Gruppe kreativ an Lösungen gearbei- } Zu viele Detail-Diskussionen tet werden soll. Wenn die kommunizierten Informationen nur einen kleinen Teil der Anwesenden betreffen, kann es bei diesen Nicht-Betroffenen schnell zu Konzentrati- Meetings können auch nerven ... onsproblemen kommen... Meetings sind also dazu geeignet, komplexe Kom- Ob ein Meeting gelingt, hängt also zum einen von munikationsvorgänge durch physische Präsenz zu der Organisation ab (Die richtigen Teilnehmer zum regeln. Und da beginnt auch schon das Problem: richtigen Thema?) und zum anderen von der Durch- Um schlechte und damit meist überflüssige Mee- führung. tings handelt es sich dann, wenn dieser Kommuni- kationsprozess gestört wird. Die wichtigsten Stör- faktoren sind zumeist:
  28. 28. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 8 Tipps für Teilnehmer an Meetings } Richtige Platzwahl Wenn es eine feste Sitzordnung gibt, können Sie } Gut vorbereiten diesen Punkt überlesen. Wenn nicht, setzen Sie Völlig klar: Nur gut vorbreitet kann man sich als Teil- sich immer so, dass Sie mit dem Moderator einfach nehmer erfolgreich an einem Meeting beteiligen. Blickkontakt halten können. Es wird Ihnen dann eher Beginnen Sie sofort dann mit Ihrer Vorbereitung, möglich sein, das Wort zu ergreifen. Wenn es kei- sobald Sie zu dem Termin eingeladen wurden. Vor nen Moderator gibt, setzen Sie sich auf einen Platz, allem, wenn Sie einen eigenen Punkt auf der Agen- von dem aus Sie die Runde gut im Blick haben. da haben wollen. Informationen sammeln, Ideen notieren, Vorschläge strukturieren - das schaffen Sie nicht 30 Minuten vor dem Meeting! } Wer zuhört, kann mitreden. Zuhören ist die Voraussetzung, um das Wort zu ergreifen. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner aus- } Tischvorlagen rechtzeitig verteilen reden und fordern Sie das gleiche Recht auch für Wenn Sie Ihr Projekt vorstellen und durchsetzen sich. Machen Sie sich Notizen, um präzise auf die wollen, erarbeiten Sie ein Hand-out. Dieses sollte vorgetragenen Argumente eingehen zu können. „kurz gut“ sein - nicht „lang weilig“! Wichtig: das Papier rechtzeitig verteilen (mind. drei Tage vorher) und nicht erst in der Sitzung. Dann sind alle genervt } Ihr Fehler? Nach vorn schauen! und negativ eingestellt, weil sich keiner vorbereiten Verzichten Sie immer darauf, zu begründen, warum konnte. etwas schief gegangen ist oder nicht termingerecht fertig wird. Nichts interessiert Ihre Vorgesetzten weniger. Gehen Sie davon aus, dass diese selber } Pünktlich erscheinen wissen, warum etwas nicht geklappt hat. Was Sie Effiziente Meetings beginnen und enden pünktlich. dagegen unbedingt erörtern sollten, wie Sie solche Sorgen Sie dafür, dass es nicht an Ihnen liegt, wenn Fehler in Zukunft vermeiden werden. sich der Beginn verzögert. Ihr Vorteil, wenn Sie als erster den Raum betreten: Freie Platzwahl, Chance auf Smalltalk mit den eintreffenden Kollegen/Chefs, ein Moment der Konzentration...
  29. 29. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 9 } Projekt durchsetzen } Keiner hat’s gelesen … Legen Sie niemals ein perfektes Konzept vor! Las- Die Kollegen hören Ihnen nicht zu, sondern studie- sen Sie ein paar Ecken stehen, an denen die An- ren erst jetzt Ihre Vorlage. Was nun? Reagieren Sie deren sich reiben können. Die übrigen Teilnehmer angemessen je nach Umfang: Kleine Pause einle- werden einen Punktsieg genießen und Ihre weiteren gen, langsamer reden oder eine kurze tour d‘horizon Vorschläge gehen wahrscheinlich ohne längere Dis- lassen den anderen Teilnehmern die Chance, sich kussionen durch. Um das zu erreichen, sollte die Ihr Papier kurz anzusehen. „Schwachstelle“ ganz oben auf Ihrer Vorlage ste- hen. Sind solche Ecken dank Ihrer perfekten Vorbe- reitung nicht zu finden, wird man auf die vollendeten } Ende gut alles gut. Rundungen einschlagen, bis sie kantig sind. Am Ende eines Meetings werden vom Moderator meistens die Ergebnisse zusammengefasst. Für Sie heißt das: Sie verlassen das Meeting erst dann, } Smalltalk nervt! wenn Sie konkret wissen, welches Arbeitspaket Ih- Small Talk stört immer dann, wenn konzentrierte nen zugedacht wurde. Mit Termin! Fassen Sie Ihre Arbeit unterbrochen wird und sachferne Dinge er- „To-Do-Liste“ ruhig noch einmal zusammen: „Ich örtert werden. Solche Äußerungen können die habe es so verstanden, dass ich …“. Stimmungslage entscheidend beeinflussen. Wenn es kein anderer tut, reißen Sie das Stimmungsruder herum, indem Sie eine witzige Bemerkung machen und damit wieder in freundlicheres Fahrwasser ge- raten.
  30. 30. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 30 Tipps für Moderatoren von Meetings } Visualisieren Sie Die erfolgreichste Methode, um allen Teilnehmern } Raum checken den Diskussionsstand „vor Augen zu halten“ be- Als Moderator sorgen Sie dafür, dass die Trümmer- steht in einer Visualisierung. Schreiben Sie alle Ar- landschaft verschwindet, die die Vertreterversamm- gumente auf eine Flipchart und ordnen Sie diese lung von gestern Abend in Ihrem Besprechungs- Kategorien zu. Erstellen Sie eine Liste mit den bes- raum hinterlassen hat. Denn mit einer perfekt ten Vorschlägen. Dies erleichtert die Bearbeitung vorbereiteten Besprechung sagen Sie auch viel von Problemstellungen enorm. über sich selbst aus! } Störungen integrieren } Technik prüfen Ganz gleich, ob der Kellner Getränke serviert oder Nur benutztes Papier auf der Flipchart? Beamer die Sekretärin dem Chef einen Zettel reicht, nen- oder Overheadprojektor defekt? Solche Pannen nen Sie die Störung beim Namen und begrüßen Sie kommen in einem gut vorbereiteten Meeting nicht sie stellvertretend für alle Anwesenden. Mit diesem vor. Prüfen Sie deshalb die Technik rechtzeitig! kleinen Trick schaffen Sie das fast Unmögliche: Die Aufmerksamkeit ist wieder bei Ihnen und Sie haben den Fortgang des Meetings erneut in der Hand! } Begrüßung Als Moderator ist es an Ihnen, die Teilnehmer zu begrüßen, sie ggfs. untereinander vorzustellen und } Unvorbereitete Teilnehmer einen Einstieg in das Meeting zu geben. Beginnen Sie rufen ein Thema auf und bitten einen Teilneh- Sie auf jeden Fall pünktlich. Und wenn sich Teilneh- mer um seinen Beitrag. Reaktion: Ein entsetztes mer verspäten, warten Sie höchstens fünf Minuten! Gesicht. Der hat es völlig vergessen. Ihre Reaktion: Notfalls den Punkt „Verschiedenes“ vorziehen. Nicht nervös werden, ist ja nicht Ihre Schuld. Ein- fach mal eine Peinlichkeitspause lassen, damit so was nicht mehr vorkommt. } Moderieren Sie Als Moderator sind Sie in einer neutralen Position. Sie verfolgen die Diskussion, erteilen oder entzie- hen das Wort, sammeln die Ergebnisse und fassen diese zusammen, leiten auf ein neues Thema über und erklären Sinn und Zweck der Diskussion.
  31. 31. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 31 } Kein Fachchinesisch aufgenommen. Es gibt Erinnerungsfunktionen usw. Als Moderator sorgen Sie für die richtige Kommu- All diese Funktionen machen Outlook zu einem sehr nikation. Bei gemischten Teams ist daher kein Platz effektiven Tool, um Meetings zu organisieren. für Fachbegriffe. Diese Spielregel müssen Sie als Moderator zu Beginn des Meetings bekannt geben und im weiteren Verlauf einfordern. } Der Besprechungsraum Ein Tisch, genügend Sitzgelegenheiten, Ruhe, Luft und Licht - in einem Besprechungsraum muss alles } Zeitfenster einhalten stimmen, sonst werden Meetings schnell zu unkon- Grundsätzlich müssen Sie Ihren Zeitplan immer im zentrierten Pflichtveranstaltungen, die von den Teil- Auge behalten. Nehmen Sie sich bei Zeitknappheit nehmern lieber jetzt als gleich verlassen werden. das Recht heraus, einzelne Punkte aus der Dis- kussion herauszulösen und an Ad-hoc-Ausschüs- se oder in die Klärung durch Einzelgespräche zu } Erfrischungen verweisen. Kündigen Sie das Ende des Meetings Meistens genügt eine Flasche Wasser, um die beim rechtzeitig an, indem Sie fünf bis zehn Minuten vor- Sprechen ausgetrockneten Kehlen wieder zu erfri- her die Schlussrunde einläuten. schen. Erfrischungen sollten daher unbedingt bereit gehalten werden. Von Esswaren ist allerdings bes- ser abzusehen - das lenkt einfach nur ab. Ein Tipp: Die wichtigsten Meeting-Werkzeuge Halten Sie ein paar Servietten bereit, falls mal ein kleines Missgeschick passiert ... } MS Outlook Integriert in das Office-Paket von Microsoft - und damit in 80% aller Unternehmen anzutreffen - ist } Uhr das Programm Outlook. Neben der E-Mail-Funk- Meetings sollen pünktlich beginnen und zum ver- tion enthält es auch umfangreiche Möglichkeiten, einbarten Zeitpunkt beendet werden. Ohne Zeit- um einen Termin-Kalender zu führen und Meetings messer kommen Sie daher nicht klar. Ist auch nütz- zu organisieren. Denn untereinander vernetzte PCs lich, wenn Sie vortragen wollen: Man verschätzt können diese Kalender bei anderen anzeigen, so sich manchmal sehr in der Zeit, die man redet. Eine dass jeder sehen kann, wann Termine möglich sind. Faustregel bei Reden vom Blatt: 1 Seite (30 Zeilen Es können Einladungen geschrieben werden und á 60 Anschläge) entsprechen in etwa fünf Minuten Bestätigungen werden automatisch in den Kalender Vortragszeit.
  32. 32. Soft Skills Basic II Tipps Tools für Ihr nächstes Power-Meeting 3 } Papier Stift } Die Agenda Gehen Sie niemals ohne! Und wenn Sie es beson- Ob Sie es Agenda, TOP oder Tagesordnung nennen ders gut machen wollen, besorgen Sie sich einen - eine Liste mit den Themen, die in dem Meeting schönen Füller und einen feinen Notizblock. Damit besprochen und der Reihe nach abgearbeitet wer- signalisieren Sie gegenüber den anderen Teilneh- den sollen, müssen Sie haben. Eine optimale Agen- mern: Ich nehme dieses Meeting ernst und es ist da enthält auch Angaben, wieviel Zeit jeder Punkt wichtig. beanspruchen darf und wer den TOP mit einem Beitrag eröffnet, ob es sich um eine reine Info han- delt oder eine Diskussion dazu erwünscht ist. Und } Flipchart vergessen Sie den Punkt „Sonstiges“ am Schluss Die Staffelei mit den DIN A1 großen Blättern hat nicht: Da können dann ungeliebte Zwischenrufer sich durchgesetzt, um bei einer Besprechung Ideen und Abschweifer immer drauf verwiesen werden… zu sammeln oder Gedanken zu visualisieren. Dazu brauchen Sie natürlich noch zwei weitere Dinge: Leere Blätter und Stifte. Vorher checken! } Das Protokoll Wichtigstes Tool für die Nachbereitung einer Be- sprechung ist das Protokoll. Vom inhaltlichen Auf- } Notebook Beamer bau ähnelt es oft der Agenda, d.h. Teilnehmer, Ort, Diese technisch nicht ganz einfach zu handha- Zeit und Themen werden auch hier aufgeführt. Das benden Geräte verbreiten sich zunehmend - die Protokoll enthält selbstverständlich das, was bei der Anschaffungs-Preise sind im Sinkflug. Wenn Sie Besprechung herausgekommen ist: Die Ergebnisse. eine Präsentation mit dem Beamer projezieren wol- Diese in kurzen knappen Sätzen zusammenzufas- len, müssen Sie vor dem Beginn des Meetings die sen ist Aufgabe des vor Meetingbeginn bestimmten Technik prüfen. Denn schlechter als mit einer Panne Protokollanten. Protokolle sind daher vor allem in können Sie Ihren Vortrag nicht beginnen! Eventuell Besprechungen mit Kunden wichtig. In diesem Fall müssen Sie auch äußere Lichteinflüsse noch weg- sollten diese sehr sorgfältig gelesen und ggfs auf dämmen oder für eine Projektionsfläche sorgen - Änderungen bestanden werden, denn andernfalls sonst gibts Bildmatsch. kann es teuer werden.
  33. 33. Soft Skills Basic II 33 Te i l D : Der perfekte Auftritt Knigge – Gute Karriere- chancen mit guten Umgangsformen Gerade im Berufsleben kann man noch so gute Zeugnisse und Referenzen vorlegen: Schlech- te Manieren gelten als absolute Karrierekiller! Gute Karrierechancen haben vor allem dieje- nigen, die über gutes Benehmen und Parkett- sicherheit verfügen... Wer war Knigge? Adolph Freiherr von Knigge (1751 – 1796) gilt als Begründer des guten Tons. Nicht, dass vor ihm kein gutes Benehmen existierte. Er war es aber, der im Jahre 1788 das Regelwerk „Über den Umgang mit Menschen“ veröffentlichte. Es entwickelte sich schnell zum Bestseller. Da sich die Zeiten ändern, muss das Werk ständig aktualisiert werden. Mitt- lerweile sind viele Bücher über gute Manieren auf dem Markt. In fast allem sind sich die Autoren ei- nig. Wer Karriere machen will, sollte die wichtigsten
  34. 34. Soft Skills Basic II Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen 34 Benimmregeln unbedingt kennen, denn gerade im Tag Frau Maier“. Reicht man zusätzlich die Hand, Berufsleben kann man noch so gute Zeugnisse vor- liegt eine Begrüßung vor! legen: Wer sich nicht benehmen kann, hat ohnehin verloren! Doch wer reicht wem die Hand bei einer Begrü- ßung? Das hängt von der Situation ab. Prinzipiell wartet der/die wesentlich Jüngere, ob man ihm/ihr Grüßen und Begrüßen die Hand reicht. Der Herr wartet, ob die Dame ihm die Hand reicht. Anders sieht es aus, wenn sich Im privaten Alltag ist alles klar: Wer den anderen zum Beispiel auf einem Empfang zwei Paare treffen. zuerst sieht, der grüßt zuerst. Oft erkennen sich Dann gilt folgende Regel: Die Damen geben zuerst beide im selben Augenblick und grüßen einander sich, dann den Herren die Hand. Danach reichen gleichzeitig. Im Geschäftsleben erwartet der Höher- sich die Herren die Hände. rangige jedoch, gegrüßt zu werden. Der Praktikant grüßt also den Abteilungsleiter zuerst – der Abtei- “Tag Frau Maier, wie geht es dir?“ Mittlerweile gibt lungsleiter wiederum hat den Geschäftsführer zu- es die abstrusesten Mischungen schriftlicher und erst zu begrüßen. mündlicher Anreden. Natürlich ist in diesem Fall ein „Guten Tag Frau Maier, wie geht es Ihnen?“ kor- Auch bei der Vorstellung einander fremder Personen rekt. Im Zweifel siezen. Im privaten Alltag oder im gibt es feste Regeln. Generell gilt: Dem Ranghöchs- Sport ergibt sich schnell ein „Du“. Im Berufsleben ten wird vorgestellt. Das heißt der Dame wird der wird einem oft, aber nicht überall, nach der Einar- Herr vorgestellt bzw. dem/der Älteren wird der/die beitungszeit ein du angeboten. Doch wie spreche Jüngere vorgestellt. Das läuft z.B. folgendermaßen oder schreibe ich einen adeligen Bundestagsabge- ab: „Frau Hoch, darf ich Ihnen Herrn Tief vorstel- ordneten an, der sowohl promoviert, als auch ha- len?“ und im Anschluss (damit Frau Hoch auch bilitiert hat und zudem über einen Ehrendoktortitel noch vorgestellt wird) „Herr Tief, darf ich Ihnen Frau verfügt? Hoch vorstellen?“. Fertig! Herr Prof. Dr.-Jur. Dr. h.c. Ludwig Freiherr von Win- Grüßen erfolgt oft wortlos, also durch ein kurzes terhöhensee, MdB? Auch bei barocken Bandwürmer Kopfnicken mit einem freundlichen Lächeln. Wer gilt der Grundsatz: „Es kommt darauf an“. Spricht „guten Tag“ oder „Hallo“ sagt, grüßt ebenfalls. man ihn an, reicht ein „Professor von Winterhöhen- Kennt man die Person namentlich, so gilt die For- see“. Der höhere akademische Grad genügt. Schreibt mel: „Gruß plus Name“, also zum Beispiel „Guten man einen Brief, dann gilt der „Bandwurm“.
  35. 35. Soft Skills Basic II Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen 35 Gesprächskultur und Gesprächskiller einfach deutlich seinen Namen, sagt, weshalb man anruft und verspricht später noch einmal zurückzu- Missverständnisse kommen unter anderem da- rufen oder bittet um Rückruf. Hierfür gibt man seine durch zu Stande, dass sich ein Gesprächspartner volle Telefonnummer und gegebenenfalls eine Uhr- beim Reden nicht deutlich ausdrückt und das Ver- zeit an, zu der man auf jeden Fall erreichbar ist. stehen für den Gegenüber zum Ratespiel wird. Achtung: Heutzutage sind ISDN-Anschlüsse keine Insbesondere am Telefon gibt es nichts Peinlicheres Seltenheit. Wer einfach auflegt, bleibt nicht unbe- für den Gesprächspartner, als wenn er ständig dingt unerkannt. Insbesondere bei geschäftlichen nachhaken muss, was der „Nuschler“ gesagt oder Angelegenheiten macht dies einen schlechten Ein- gefragt habe. druck. Der Gesprächspartner kann Datum, Uhrzeit und Rufnummer des „anonymen“ Anrufers unter Sowohl privat als auch beruflich gibt es gewisse Umständen leicht zurückverfolgen. Regeln, die man beim Telefonieren beachten soll- te. Zunächst einmal nicht zwischen 0 und 0.15 Uhr anrufen, da die meisten Leute zu dieser Zeit die Tischmanieren als Visitenkarte für gutes Be- Nachrichten anschauen. Ansonsten, insbesondere nehmen bei Leuten mit Kindern, möglichst vor 1 Uhr an- rufen. Geschäftliche Telefonate hingegen haben zu Viele Chefs testen die Parketttauglichkeit eventu- den jeweiligen Geschäftszeiten zu erfolgen. eller Mitarbeiter beim Geschäftsessen. Gelegent- lich soll es sogar vorkommen, dass Chirurgen zum Beim Essen und bei Besprechungen gilt für Mobilte- Hähnchenessen eingeladen werden, um zu testen, lefone strengste Schweigepflicht. Wer sich lediglich ob sie es ordnungsgemäß mit Messer und Gabel mit „Hallo“ am Telefon meldet, ohne seinen Namen zerlegen können. zu nennen, tritt einer Studie des Emnid-Instituts zu Folge bei drei Viertel aller Deutschen ins Fettnäpf- Man stelle sich folgende Situation vor: Ein festlich chen. gedeckter Tisch. Rechts von den Tellern liegen meh- rere Messer, links mehrere Gabeln. Eines der Messer Trotz vieler technischer Innovationen bleibt der hat eine bauchige Form. Ganz rechts liegt ein großer Anrufbeantworter für viele noch ein Schreckens- Löffel, oben ein kleiner Löffel und eine kleine Gabel. gespenst. Viele hören sich den Ansagetext genau Ganz links ist ein ganz kleiner Teller platziert. Rechts an und legen dann auf. Es fehlt der Mut daraufzu- stehen mehrere verschiedene Sorten von Stilgläsern sprechen. Doch die Geräte beißen nicht. Man nennt sowie ein Wasserglas. Womit beginnen?
  36. 36. Soft Skills Basic II Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen 36 Anhand der oben beschriebenen Anordnung lässt Nicht nur die Körperhaltung ist wichtig, sondern sich bereits schlussfolgern, was es zu essen gibt: auch die Art, wie man das Besteck hält. Messer Vorspeise, Suppe, Fischgericht, Fleisch und ein müssen in der rechten, Gabeln in der linken, aber Dessert. Das äußerste Besteck ist für die Vorspeise Löffel können sowohl in der rechten, als auch in bestimmt. Der Teller links ist als Brotteller vorgese- der linken Hand gehalten werden. Heiße Suppen hen. Die Messerschneiden müssen stets nach in- et cetera darf man auf gar keinen Fall „kaltpusten“! nen zeigen. Dies ist nicht irgendeine Regel, sondern Dies ist ein ganz schlimmer faux pas! Dies gilt auch hat auch ganz praktische Gründe: Es besteht keine für Schlürfen. Die Löffelspitze führt man zuerst in Gefahr, sich versehentlich in die Finger zu schnei- den Mund, wobei er auf gar keinen Fall bis zum den. Jetzt muss man sich einfach von außen nach Rand beladen ist. Dies hat, wie viele andere Regeln innen arbeiten. Der Löffel ist für die Suppe vorgese- auch, ganz praktische Gründe: Wer den Löffel zu hen, das breitere Messer für den Fisch, das normale voll schöpft riskiert, dass die Suppe überschwappt. für das Fleisch und die oben liegenden Bestecke für Die Folge sind dann hässliche Spitzer auf Kleidung das Dessert. und Tischtuch. Dies gilt übrigens für alle „Esswerk- zeuge“. Besonderes abstoßend wirkt man auf seine Zunächst einmal gilt es, eine ordentliche Sitzhaltung Tischnachbarn, wenn man mit weit aufgerissenem einzunehmen. Man sitzt aufrecht, nutzt die gesamte Mund isst. Dies kann den Anwesenden schnell den Sitzfläche des Stuhles (also nicht nur die Kante) und Appetit verderben. sitzt etwa eine Hand breit von der Tischkante ent- fernt. Die Hände dürfen lediglich bis zu den Hand- Während dem Essen goutiert man oft einen Schluck gelenken auf dem Tisch liegen. Die Arme müssen Wein, um den Gaumen geschmeidig zu halten, auf jeden Fall eng am Körper bleiben, damit der oder um den Genuss zu maximieren. Doch wohin Sitznachbar keinen Ellbogenkick in die Seite abbe- mit dem Besteck? Besonders verpönt ist es, wenn kommt und auf gar keinen Fall dürfen die Ellbogen man es einfach auf die Tischdecke legt. Nachdem aufgestützt sein. Extrem abstoßend für seine Tisch- Tischdecken heutzutage weder als Taschentuch nachbarn wirkt es, wenn jemand den Ellbogen auf noch als Putzlappen für verschmierte Hände her- den Tischkante stützt, den Kopf drauflegt und mit halten müssen, ist es unangebracht, schmutziges der rechten Hand Essen schaufelt. Die Gabel muss Besteck darauf zu legen. Manche stützen Messer so zum Mund geführt werden, dass sie waagerecht und Gabel mit bestem Gewissen so auf den Teller- liegt. rändern ab, dass die Griffe auf der Tischfläche ab- gestützt sind. Das gehört sich aber nicht! Man legt das Besteck einfach waagerecht so auf den Teller, dass es nicht herunterfallen kann und nicht in das
  37. 37. Soft Skills Basic II Knigge - Gute Karrierechancen mit guten Umgangsformen 37 Essen gespießt wird. Natürlich hat es wieder einmal Die Serviette liegt zunächst auf dem Teller oder einen praktischen Grund: Wer das Besteck seitlich links daneben. Sie wird weder um den Hals ge- abstützt riskiert, dass zum Beispiel Soßenreste an bunden, noch über die Schulter geworfen. Man den Griffen entlang auf das Tischtuch (oder den legt sie auf den Schoß, aber erst nachdem der/die Ärmel des Tischnachbarn) fließen. Dies lässt sich Gastgeber(In) das Mahl eröffnet haben. Zulässig ist somit vermeiden. jedoch, sie diskret im Hosen- oder Rockbund oder unter einen Gürtel zu klemmen, damit sie nicht auf Servietten haben eine Vergangenheit. Im 17. Jahr- den Boden fällt. Tut sie es doch, dann bittet man hundert pflegten männliche Gäste in das Tischtuch den Kellner um eine neue. Bei privaten Einladungen zu schnäuzen. Da Messer und Gabel noch relativ darf man sie aufheben und weiter benutzen. Auf- unbekannt waren, wischte man die fettigen Finger merksame Gastgeber(innen) bringen ihren Gästen ebenfalls am Tischtuch ab. Als die Serviette ihren jedoch automatisch eine neue. Ist das Mahl been- Siegeszug antrat, blieben die kostbaren Tischde- det, schlägt man sie entgegen ihrem ursprünglichen cken verschont, und die Kleidung der Gäste eben- Kniff ein und legt sie links neben den Teller. So er- so. Ein schlimmer faux pas ist, wer mit der Servi- kennt beispielsweise der Kellner, dass der Gast sein ette den Mund einfach abwischt (oder Lippenstift Mahl beendet hat. Früher legte man Papierserviet- damit wegschmiert)! Man darf die Lippen lediglich ten auf das Teller, heute gelten für beide Servietten- abtupfen und zwar bevor man trinkt. Auf diese Art typen dieselben Regeln. vermeidet man hässliche Fettflecken auf dem Glas. Dann sieht das Glas nicht nur besser aus, sondern der Inhalt schmeckt auch gleich besser.
  38. 38. Soft Skills Basic II 38 So finden Sie Ihren individuellen Busine s s Style Neben perfekten Umgangsformen wird in den Unternehmen heute verstärkt Wert auf ein passendes, geschmackvolles Äußeres gelegt. Allerdings wird Ihnen kein Unternehmen der Welt genau sagen können, welche Kleidung oder welches Make-up den Wertvorstellun- gen entspricht, die von dem Unternehmen verkörpert werden. Zwischen klassisch-kon- servativ wie bei den Finanzdienstleistern bis hin zu leger-kreativ wie in der Medienbranche liegt eine erhebliche Spannbreite. Nicht ganz einfach also, immer die richtige Kleidung aus- zuwählen oder das passende Make-up aufzu- legen. Denn Kleidung soll die Persönlichkeit unterstützen und nicht die Funktion einer Uni- form einnehmen.
  39. 39. Soft Skills Basic II So finden Sie Ihren individuellen Business Style 39 Dresscodes: Wo gehört sich was? Dieser Look ist angemessen für Jobeinsteiger, im mittleren Bereich für Präsentationen oder andere Vor- Der Dresscode, für den Sie sich entscheiden, ist führtermine, auf oberer Ebene (auf der nicht die o.g. davon abhängig, in welchem Unternehmen Sie ar- förmliche Kleidung erwartet wird) täglich geeignet. beiten. In einer Agentur für neue Medien herrscht ein anderer Kleidungsstil als in der klassischen Un- ternehmensberatung. So gesehen hat jede Branche } 3. Lockerer Business-Stil bedeutet… ihren eigenen Dresscode, an dem Sie sich orientie- … alles, was Sie auch samstags anziehen würden ren müssen. und trotzdem gut Ihrem Vorstandsvorsitzenden auf der Straße begegnen könnten. Für die Da- Grob gesehen gibt es vier unterschiedliche Dress- men: Schickes Top (z.B. Bluse), Blazer oder um die codes, die in jeweils unterschiedlichen Branchen bzw. Schultern ein Pullover, schmale (meist helle) Hose, zu unterschiedlichen Anlässen getragen werden: flache Schuhe, Schmuck und Accessoires dezent und hochwertig } 1. Sehr förmlicher Look bedeutet… Für die Herren: Sakko (oder um die Schultern ein … für die Damen: Dunkler Hosenanzug oder Kos- Pullover), Hemd, (meist helle) Hose tüm, dezente Accessoires, unauffälliger Schmuck … für die Herren: Dunkler Anzug mit passendem Dieser Look ist angemessen für Unternehmen, in Hemd, eventuell Weste, Krawatte denen intern Styling (Mode etc.) wichtig ist. Wenn allerdings wichtige Termine (Kunden, Meeting) an- Dieser Look ist angemessen ab Geschäftsfüh- stehen, besser zu Kombinationen übergehen. rerebene in der Wirtschaft (z.B. Banken, Versiche- rungen, Industrie) und bei führenden Politikern. } 4. Bequeme Kleidung bedeutet… …Pullover, Sneakers, Polohemd, Jeans etc. und ist } 2. Kombinationen bedeuten… geeignet, wenn Sie ausschließlich privat unterwegs … für die Damen: Zusammenspiel von Blazer und sind oder im Einmann-Unternehmen ohne direkten andersfarbigem Rock oder Hose. Als lebendige Ac- Außenkontakt arbeiten. cessoires sind z.B. Halstücher geeignet. … für die Herren: Zusammenspiel von Sakko und dunkler Hose sowie Hemd und Krawatte.
  40. 40. Soft Skills Basic II So finden Sie Ihren individuellen Business Style 40 Frühling oder Winter: } Der Frühlingstyp Welcher Farbtyp sind Sie? Typbeschreibung Hautfarbe: Pfirsichrosa bis Goldbeige, oft mit Som- In der Farb- und Stilberatung unterscheidet man mersprossen und Neigung zur Rotwangigkeit vier unterschiedliche Farbtypen. Diese orientieren Haarfarbe: Warmes Blond oder Rot bis hin zu Braun sich an den vier Jahreszeiten und heißen dem ent- mit Goldschimmer. sprechend Frühling-, Sommer-, Herbst- und Win- Augenfarbe: Blau, Grün, Wasserblau, Goldbraun tertyp. Jeder Mensch kann sich in einem der vier Farbtypen wiederfinden – Mischtypen gibt es nicht. Passende Farbwahl: Beige, Goldbraun, Creme, Pastelltöne Was sind die Vorteile desjenigen, der sich „seines“ Ungünstige Farben: Harte Kontraste (schwarz/ Farbtyps bewusst ist? Ganz einfach: Er wirkt – und weiß), kalte Farben zwar typgerecht - harmonisch und übereinstim- Stil: sportlich, natürlich mend. Ganz zu schweigen davon, dass teure Fehl- Accessoires: goldfarben einkäufe unpassender Kleidung der Vergangenheit angehören. } Der Sommertyp Es ist nicht ganz einfach, sich selbst einem der vier Typbeschreibung Farbtypen zuzuordnen. Bei Unsicherheiten sollten Hautfarbe: bläulicher Unterton, hellhäutig, rosig- Sie Ihre Farbentscheidung noch einmal von einem beige; in der Sonne Neigung zu guter Bräune professionellen Anbieter überprüfen lassen. Zumal Haarfarbe: In der Kindheit blond; im Laufe der Zeit dort mit einer Farbpalette von bis zu 10 Farben nachgedunkelt bis maximal mittelbraun gearbeitet werden kann. Anderenfalls könnte sich Augenfarbe: Blau, Grün, Grau, Haselnussbraun die Farbentscheidung genau in die falsche Rich- tung bewegen – und die falschen Farben bewirken Passende Farbwahl: Kalte Pastelltöne wie Mint, erstaunliche Veränderungen. Fältchen, Augenringe Hellgrau, Hellblau, alle Blaugrüntöne, blaustichige oder Rötungen können bei falscher Farbwahl deut- Pink-/Rot-/Malventöne lich hervorstechen – und umgekehrt bei richtiger Ungünstige Farben: gelbliche Beigetöne, Erdtöne, Farbwahl überspielt werden. warme Farbtöne Stil: sportlich feminin/männlich Accessoires: Silber, Platin, Weißgold
  41. 41. Soft Skills Basic II So finden Sie Ihren individuellen Business Style 41 } Der Herbsttyp Passende Farbwahl: Kühle, kräftige Farben mit Der Herbsttyp ist weit verbreitet; viele Menschen er- bläulichem Unterton basierend auf weiß, schwarz, kennen sich in ihm wieder. grau, schwarzblau, bordeaux. Ungünstige Farben: Erdtöne, Gold Typbeschreibung Stil: puristisch, klar Hautfarbe: echt Rothaarig mit hellem bis dunklem Accessoires: Silber, Platin, Weißgold Hautton und Sommersprossen/extrem heller Haut- typ mit elfenbeinfarbenem Teint/tiefbronzefarbener Hauttyp Orientieren Sie sich an Ihrem Farbtyp, so können Haarfarbe: In der Kindheit oft Goldblond; später Sie Ihre Persönlichkeit wirkungsvoll unterstreichen Kastanienbraun, Kupferrot, Goldblond, warmes und auf einfache Art und Weise mehr Wirkung er- Braun mit rötlichem Schimmer zielen. Zu guter Letzt noch ein kleiner Tipp: Bei Augenfarbe: meist Braun, selten Grün oder Blau Unsicherheiten einfach vor den Spiegel stellen und verschiedene Farben anhalten – die Wirkung ist fas- Passende Farbwahl: Warme Farben mit gelblichem zinierend. Unterton wie Erdfarben, Rosttöne, Kupfer, Karamel- braun, Kamelhaarbraun Ungünstige Farben: schwarz, weiß, pink, kalt ABC der edlen Dresscodes Stil: rustikal, sportlich Accessoires: Gold So manche Kleidervorschrift birgt Ihre Stolperstei- ne. Damit Ihnen diese Fettnäpfchen erspart blei- ben, hier einige Hinweise. } Der Wintertyp Tybeschreibung Zunächst einmal: Angaben zur Kleidervorschrift Hautfarbe: Oft bläulicher Unterton; manchmal oliv- richten sich immer an die Herren. Wie sich die Da- farben mit blass-gelblichem Unterton; manchmal men zu kleiden haben, ist daraus abzuleiten... hell Haarfarbe: dunkel; d.h. hellbraun bis hin zu blau- } Black Tie schwarz. In der Kindheit manchmal weizenblond Dieser Dresscode steht nicht etwa für die „schwarze Augenfarbe: Braun, Grün, Blau Krawatte“ sondern bedeutet, dass Sie einen Smo- king tragen müssen. Zur „Ausrüstung“ gehören au- ßerdem ein schwarzes Hemd mit verstärktem Kra-
  42. 42. Soft Skills Basic II So finden Sie Ihren individuellen Business Style 4 gen und Doppelmanschetten, Kummerbund und } Cut Einstecktuch, schwarze Fliege, schwarze elegante Der Cut (auch Morning Coat genannt) ist der Frack Schuhe. Die Dame trägt eine schwarze lange Robe. für den Tag, also für Anlässe, die vor 15 Uhr stattfin- Ihre Abendtasche muss kleiner sein als der Kopf. den. Zum Cut trägt man die gestreifte Stresemann- Accessoires dürfen farbig sein. hose, graue Weste, weißes Kragenhemd mit silber- grauer Krawatte, grauen Zylinder, sowie am linken Revers eine weiße oder rote Nelke. } Business Casual Faustregel: „Wie im Büro“. Hemd und Jackett bzw. Hosenanzug oder Kostüm, Krawatte ist nicht zwin- } Smart Casual gend. Jeans und Sneakers/Turnschuhe jedoch Dieser Hinweis steht meist in Einladungen, die after- meist nicht erwünscht. work stattfinden. Hier ist konservative Businessklei- dung entsprechend dem täglichen Dresscode Ihrer Firma der richtige Stil. Für die Dame gilt entspre- } Casual chend das Gleiche. Findet sich dieser Begriff auf Ihrer Einladung, so ist gehobene Freizeitkleidung angesagt. Das bedeu- tet im Detail: Gebügelte Baumwollhose, Polohemd } White Tie und Jackett. Alternativ geht auch ein Hemd ohne Dieser Hinweis bedeutet, dass Sie einen Frack tra- Krawatte und (damit es angezogener aussieht) ein gen müssen. Der Frack wird immer erst nach 15 Pullover um die Schultern. Uhr oder im Idealfall am Abend getragen. Dazu ge- hört als „Ausrüstung“ ein schwarzer Zylinder, eine weiße Weste, ein weißes Frackhemd, Umschlag- } Cocktail manschetten, eine weiße Schleife und schwar- Wenn, dann erst ab 16 Uhr und bei eleganten Anläs- ze Lackschuhe. Achtung: Nur Kellner tragen eine sen. Der Herr trägt: Hochgeschlossenen, dunklen schwarze Schleife zum Frack!! Für die Dame gilt es, Anzug, Hose mit Bügelfalte, Hemd, dunkle Krawat- ein bodenlanges Abendkleid in schwarz, weiß oder te und Schnürschuhe. Für die Dame ist der „Klas- grau zu tragen. siker“ schlechthin angesagt: Das kleine Schwarze. Schultern, Dekolleté und Bein (erst ab Knie) dürfen gezeigt werden.
  43. 43. Soft Skills Basic II 43 Te i l E : Der Weg zur starken Persönlichkei t Tipps für ein ver- bessertes Selbstbe- wusstsein Viele Menschen möchten gerne selbstbewuss- ter sein. Sie bewundern andere für ihr forsches und offenes Auftreten und finden sich selbst zu schüchtern oder zu unsicher. Aus diesem Grund haben wir für Sie die wichtigsten Tipps für mehr Selbstsicherheit zusammengefasst. Beim Thema Selbstbewusstsein geht es in erster Linie darum, wie Sie zu sich stehen und wie Sie sich selbst annehmen können. An der Einstellung zu sich selbst zu arbeiten kostet durchaus Kraft und Ener- gie. Bevor Sie weiter lesen, sollten Sie sich fragen, ob sie dazu bereit sind. Ja? Prima, dann los!

×