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«Unternehmer» App: Wissen rund um das Unternehmertum

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Zürich (ots) - Die App wurde entwickelt, um dem Nachwuchs (Studenten, Schüler und auch Jungunternehmer) einen vertieften Einblick in das Unternehmertum zu geben. Unterstützung durch Ausbildungsinstitute - und Unternehmer Die kostenlose ... / http://www.presseportal.ch/de/pm/100021789/100623081/initiative_lebenskonzept_unternehmertum

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«Unternehmer» App: Wissen rund um das Unternehmertum

  1. 1. Manuela Stier, Prof. Dr. Wolfgang Becker und Dr. Leonhard FoppLebenskonzept Unternehmertum –Motivations- und ErfolgsfaktorenProf. Dr. Rico J. Baldegger ı Dr. Hans Bärfuss ı Sabine Bellefeuille-Burri ı Ernesto BertarelliDr. Georges Bindschedler ı Hans-Jürgen Brackmann ı Dr. Bianca Braun ı Maximilian BüsserProf. Mariana Christen Jakob ı Dr. Klaus Daniel ı Gottlieb Duttweiler ı Michael FischbacherStefan Ganzoni ı Christa Gebert ı Dr. Nina Geib ı Dr. Pascal Gentinetta ı Dr. Arin GhasparianChristian Hafner ı Dr. Frank Halter ı Marc Hamburger ı Markus Hanauer ı Roger HerzigProf. Dr. Brun-Hagen Hennerkes ı Hildegard Jutz ı Cordula Kaiss-Hess ı Dr. Walter U. KollerPrisca Koller ı Julia Kotsch ı Peter Kuratli ı Loris Landolt ı Anton Lauber ı Pascale LehmannHanspeter Lebrument ı Christiane Leister ı Roland Lenz ı Monika Löffel-BöschHugo Mathys ı Peter Hermann Maier ı Ruedi Noser ı Klaus Pavel ı Dr. Christian RaubachJohannes Reck ı Markus Schär ı Rolf G. Schmid ı Jacob Schmidheiny ı Susanne SchroffSabina Schumacher ı Johann N. Schneider-Ammann ı Philipp Sieger ı Anita SiggPatrick Ulrich ı S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein ı Jürg Weber ı Bernhard WolfMoritz Wymann ı Linda Zurkinden-Erismann
  2. 2. SO N DE R B AND | 3Manuela Stier, Prof. Dr. Wolfgang Becker und Dr. Leonhard FoppMotivations- und Erfolgsfaktorendes Unternehmers Herausgeberin Konzept/Redaktion/Gestaltung Manuela Stier Stier Communications AG, Weiningen www.stier.ch Verlegerin und Chefredaktorin des «Wirtschaftsmagazins» Fotos www.wirtschaftsmagazin.ch Peter Ruggle, St. Gallen www.peter-ruggle.ch Inhaberin der Stier Communications AG Korrektorat Agentur für Corporate Identity Text Control AG, Zürich Grossächerstrasse 25 www.textcontrol.ch CH-8104 Weiningen manuela.stier@stier.ch Druck www.stier.ch Effingerhof AG, Brugg www.effingerhof.ch Auflage Co-Herausgeber 10 000 Expl. deutsch Prof. Dr. Wolfgang Becker Universität Bamberg Zielgruppe Scio GmbH, Erlangen Unternehmerinnen und Unternehmer www.professorwbecker.de Preis Dr. oec. Leonhard Fopp CHF 49.– (inkl. MWST) Continuum AG zuzüglich Versandkosten Stampfenbachstrasse 153 CH-8006 Zürich Erscheinungsdatum www.continuum.ch Juni 2010 Bestellung www.wirtschaftsmagazin.ch Copyright Weiterverwendung des Inhalts nur mit schriftlicher Genehmigung der ISBN Herausgeber/Redaktion/Autoren 978-3-033-02491-5 gestattet.
  3. 3. VO R WO R T | 5 Lebenskonzept Unternehmertum – Motivations- und ErfolgsfaktorenManuela Stier Nur was sicht- und greifbar ist, findet BeachtungManuela Stier, Dipl. Public-Relation-Berate- Motivation und Leistungen eines Unternehmers für die Gesellschaft gehenrin, ist Inhaberin und Geschäftsleiterin der weit über das hinaus, was das Individuum, etwa als Arbeitnehmer,1995 von ihr gegründeten Corporate-Identi- Geschäftspartner oder Kunde, von ihm wahrnimmt. Das unvollständige undty-Agentur Stier Communications AG in teilweise verzerrte Bild zeigt sich in der Medienberichterstattung, dieWeiningen. Seit 2006 ist sie auch tätig als Negativbeispielen von Unternehmern weit mehr Platz einräumt alsVerlegerin und Chefredaktorin des «Wirt- Erfolgsstorys – von denen es nicht wenige gibt. Auch in Lehre und For-schaftsmagazins» und seit 2009 als schung gilt der Unternehmer noch weitgehend als unbekanntes Wesen.Mitinitiantin der Initiative Lebenskonzept Gelehrt werden hauptsächlich Managementtheorien, die Erforschung derUnternehmertum. Unternehmerpersönlichkeit jedoch steckt nach wie vor in den Kinder- schuhen. Politiker schieben den Unternehmer je nach ihrer ParteiprägungUniv.-Professor Dr. Dr. Wolfgang Becker in die Ecke von Gut oder Böse. Und schliesslich fehlt es in den Schulen an geeigneten Projekten, die Jugendliche und junge Erwachsene dazu anspor-Wolfgang Becker ist seit 1993 Ordinarius nen, das Unternehmertum kennen zu lernen.für Betriebswirtschaftslehre an derUniversität Bamberg und seit 2000 Mit «Lebenskonzept Unternehmertum – Motivations- und ErfolgsfaktorenMitinhaber der Scio GmbH, Erlangen. des Unternehmers», dem zweiten Sonderband des «Wirtschaftsmagazins»,Mit seinen Aktivitäten als Wissenschaftler, wollen wir aktiv dazu beitragen, dem Unternehmer ein Gesicht zu geben undGutachter, Berater und Trainer propagiert ihn für eine breite Öffentlichkeit fassbar zu machen. Die grosse Bereitschaftund unterstützt er eine wissenschaftlich von Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern, uns in diesem Vorha-fundierte unternehmerische Führungin der Wirtschaftspraxis. Dabei stehen ben zu unterstützen, freut uns sehr.mittelständische Unternehmen, speziellFamilienunternehmen, im Mittelpunkt Im Sonderband gehen unsere Autoren den Fragen nach, welche Persönlich-seiner Bemühungen. keitsmerkmale den Unternehmer ausmachen, welche Verantwortung im Unternehmertum liegt, was das Unternehmertum als Lebenskonzept be- deutet, welche Motivation den Unternehmer treibt, wie jungen Leuten dieDr. oec. Leonhard Fopp Leitgedanken näher gebracht werden können, wie es um die Rahmen- bedingungen steht und wieso unternehmerische Kraft und Erfahrung auchBetriebswirtschafter der Universität in karitative Projekte einfliessen sollen.St. Gallen (HSG), Inhaber der Continuum AGin Zürich, der Spezialistin für Familien- Eines der meistgenannten Ziele von Unternehmern ist, mit ihrem Lebens-unternehmen. Vertraut mit allen strategi- werk etwas in Bewegung setzen und langfristige Werte zu schaffen. Mitschen Herausforderungen von Unterneh-merfamilien und Familienunternehmen. ihrem Beitrag unterstreichen die Autoren diesen Leitgedanken. WirPräsident des Family Business Network danken ihnen ganz herzlich dafür.(FBN) Deutsche Schweiz und Jurypräsidentfür den ASCO-Award «Best BusinessTransformation». Manuela Stier, Prof. Dr. Wolfgang Becker, Dr. Leonhard Fopp
  4. 4. 6 | I N H ALT 68 80 94 VORW ORT Lebenskonzept Unternehmertum – Motivations- und Erfolgsfaktoren 5 Manuela Stier, Prof. Dr. Wolfgang Becker, Dr. Leonhard Fopp F OKU S Das Unternehmertum im Erklärungsnotstand? 10 Manuela Stier, Stier Communications AG/ «Wirtschaftsmagazin» Unternehmertum – gestern, heute, morgen 12 Prof. Dr. Wolfgang Becker und Patrick Ulrich, Universität Bamberg (D) Gelebtes Unternehmertum 2020 – ein Forderungskatalog 16 Dr. Leonhard Fopp, Continuum AG Round-Table-Gespräch 20 Optimierte Rahmenbedingungen für das Unternehmertum Dr. Pascal Gentinetta, Economiesuisse Christiane Leister, Leister Process Technologies Ruedi Noser, Noser Group I NIT IA T IVE LEB ENSKONZEPT Unternehmertum – ein Lebenskonzept? 26 UN T ERNEHMERTU M Sabine Bellefeuille-Burri, Burri public elements AG Vom Business Case zur Lebensaufgabe 28 Manuela Stier und Pascale Lehmann, Stier Communications AG Leitfaden zur selbständigen Prozessgestaltung in der Nachfolge 30 Anita Sigg, ZHAW Winterthur Das Lebenskonzept Unternehmertum fassbar machen – im Zeitraffer 32 Dr. Walter U. Koller und Prisca Koller, PRO4S und Partner GmbH WISSENSCHAF T Die Qual der Wahl für unternehmerische Studierende: 34 gründen, kaufen oder übernehmen? Dr. Frank Halter und Philipp Sieger, Universität St. Gallen Die optimale Unternehmensnachfolge – eine Existenzfrage 38 für das Familienunternehmen Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes, Stiftung Familienunternehmen Wie die Forschung das Unternehmertum unterstützen kann 42 Prof. Dr. Rico J. Baldegger, Hochschule für Wirtschaft Freiburg Verantwortung als roter Faden 44 Prof. Dr. Mariana Christen-Jakob, Hochschule Luzern
  5. 5. I NHAL T | 7P L ATIN-SPONSORGOLD -SPONSORENSA CH-SPONSOREN U NTERNEHMER Manager als typische Unternehmer 46 Rolf G. Schmid, Mammut Sports Group Schweiz Vorbild Unternehmer – was macht den Unternehmer aus? 48 Johann N. Schneider-Ammann, Ammann Group Ein Medienunternehmen – Unterstützung für die Wirtschaft 50 Hanspeter Lebrument, Südostschweiz Medien Nachhaltiges Unternehmertum 52 Loris Landolt, Designfunktion AG Wie entsteht die unternehmerische Grundhaltung? 54 Christiane Leister, Leister Process Technologies Firmengründung – die eigene Vision verwirklichen 56 Maximilian Büsser, MB & F SA Wie definiere ich Erfolg? 58 Dr. Bianca Braun, maxon motor ag Unternehmen als Familienangelegenheit 60 Bernhard Wolf, Woco Franz Josef Wolf GmbH Ein Leben als «Multipreneur» 62 Dr. Hans Bärfuss, PDF Tools AG «Wir fördern bewusst unternehmerisches Handeln» 64 S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, LGT Group Dutti – ein Leben für die Kundinnen und die Schweiz 66 Hans Schneeberger, «Migros Magazin» Nicht selten geht man den immer gleichen Weg, 68 weil man keinen anderen kennt Michael Fischbacher, Christian Fischbacher Co. AG Das Feuer weitergeben: Begeisterung und Leidenschaft 70 als Grundlage für eine starke Unternehmenskultur Markus Hanauer, Spirit Link Medical «Eigentlich hätte ich mich zurücklehnen können» 72 Moritz Wymann, Suxesiv GmbH Unternehmerisches Engagement für eine innovative Schweiz 74 Hugo Mathys, Mathys AG
  6. 6. 8 | I N H ALT UNTERNEHMER Träume verwirklichen! 76 Ernesto Bertarelli, Unternehmer und Finanzier Die Leistungsbereitschaft bei der Jugend wecken 78 Peter Kuratli, Syntax Übersetzungen AG Familiennachfolge im börsenkotierten Unternehmen: 80 Erfolg erben und weiterführen Monika Löffel-Bösch, Feintool International Holding AG In Familienunternehmen ist Feingefühl gefragt 82 Anton Lauber, Schurter AG Ganzheitliche Verantwortung des Unternehmers im 3. Jahrtausend 84 Klaus Pavel, Consul der föderativen Republik von Brasilien Zukunft beruht auf Herkunft – wird Unternehmergeist vererbt? 86 Dr. Georges Bindschedler, Kubo Tech AG Erfolgreiche Unternehmer beherrschen nicht immer 88 ihre Managementprozesse Dr. Klaus Daniel, Scio GmbH Auf den Spuren östlicher Meister 90 Roger Herzig, RWD Schlatter AG Unternehmer Jacob Schmidheiny nimmt Stellung 92 Jacob Schmidheiny, Conzzeta AG Soziales Unternehmertum 94 Susanne Schroff, ROTRONIC AG Unternehmertum am Finanzplatz – wo sollte 96 das zukünftige Wachstum herkommen? Dr. Christian Raubach und Christian Hafner, Wegelin & Co. Familiäre Werte, Familienunternehmenswerte 98 Stefan Ganzoni, Sigvaris Gruppe Lust und Last des Unternehmertums – ein Lebenskonzept 100 Peter Hermann Maier, Graf Lambsdorff & Compagnie Weibliches Unternehmertum … meine persönliche Toolbox 102 Sabina Schumacher, Tecalto AG
  7. 7. I NHAL T | 9 NEU - U ND StartZentrum Zürich: Geschäftsideen erfolgreich am Markt umsetzen 104JUN G U NTERNEHMER Marc Hamburger, StartZentrum Mit 50+ zum Jungunternehmer 108 Markus Schär, NewPlacement GmbH Unternehmertum und das Streben nach Glück 110 Johannes Reck, GetYourGuide AG Erfahrungen bei der Unterstützung von Jungunternehmen 112 Cordula Kaiss-Hess, Kamako Beteiligungen AG Von Wissenschaftlern zu Unternehmern – auf in die Selbständigkeit 114 Dr. Arin Ghasparian und Dr. Nina Geib, Virometix AG Sind Old-Boys-Netzwerke passé? 116 Jürg Weber, censhare (Schweiz) AG Das Weingut mit dem Ozean dazwischen 118 Roland Lenz, Weingut Roland und Karin Lenz STIF TU NGEN Unternehmertum und Philanthropie – Verantwortung für das 120 Geschäft und die Gesellschaft Linda Zurkinden-Erismann, StiftungsZentrum.ch GmbH Herausforderung und Chance für die Gebert Stiftung für Kultur 122 Christa Gebert, Gebert Stiftung für Kultur Unternehmerinnen befreien ihre Familien aus der Armut 124 Hildegard Jutz, Stiftung Offene Hand «Swisshand» «Herausforderung Unternehmertum» fördert Nachwuchsunternehmer 129 Hans-Jürgen Brackmann, Stiftung der Deutschen Wirtschaft
  8. 8. 34 | WI S SEN SC HA FT DR. FRANK HALTER und PHILIPP SIEGERDie Qual der Wahl für unter-nehmerische Studierende: Gründen,Kaufen oder Übernehmen?UNTERNEHMERISCHE STUDIERENDE SIND DIE ERFOLGREICHEN UNTERNEHMER VON MORGEN.Für eine Laufbahn als Unternehmer stehen dabei drei verschiedene Optionen zur Auswahl.Unternehmertum im Allgemeinen ist ein zentraler Erfolgsfaktor In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Thema Unternehmer-für die Entwicklung von modernen Volkswirtschaften. Völlig zu- tum oftmals auf Unternehmensgründungen beschränkt. Der Kar-recht stehen daher erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten rierepfad «Unternehmer» kann jedoch verschiedene Formenim Blickpunkt der Öffentlichkeit. Um den langfristigen Erfolg der annehmen. Wer Unternehmer werden will, muss nicht zwangs-Schweizerischen Volkswirtschaft zu garantieren, braucht es je- läufig gründen.doch nicht nur die heutigen Unternehmer, sondern vor auch dieUnternehmer der Zukunft. Studierende mit der Absicht unterneh- Von den identifizierten Studierenden mit unternehmerischenmerisch tätig zu sein können daher durchaus als eine der Lebens- Absichten wollen 43% ein eigenes Unternehmen gründen, 24%versicherungen für zukünftigen Wohlstand bezeichnet werden. wollen ein bestehendes Unternehmen kaufen oder sich daran beteiligen, 20% wollen freiberuflich tätig sein, und 6% wollenEs ist deswegen unabdingbar, die unternehmerischen Absichten das elterliche Unternehmen übernehmen.von Studierenden an Schweizerischen Hochschulen zu erfor-schen und zu fördern. Damit befasst sich das Forschungsprojekt Für Studierende mit unternehmerischen Absichten bestehen al-GUESSS (Global University Entrepreneurial Students’ Survey), so zwei grundsätzliche Optionen: die Gründung eines eigenenwelches vom Center for Family Business der Universität St. Unternehmens auf der «grünen Wiese» sowie Kauf oder Beteili-Gallen (CFB-HSG) koordiniert wird. Die vierte Erhebungswelle gung an einem bestehenden Unternehmen. Stammen die Stu-wurde im Jahr 2008 in 19 Ländern durchgeführt. In der Schweiz dierenden aus einer Unternehmerfamilie, kommt die Übernah-wurden Studenten von 29 Universitäten und Fachhochschulen me des Familienunternehmens als dritte Option hinzu.befragt, wobei über 12 000 Antworten generiert werden konnten. Unternehmerische Studierende haben also die Qual der Wahl. Deshalb wollen wir im Folgenden diese drei KarriereoptionenDabei stellen wir fest, dass die meisten Studierenden unmittel- kurz beleuchten und anschliessend darauf eingehen, welchebar nach Abschluss des Studiums ein Angestelltenverhältnis Studierenden sich am ehesten für welche Option entscheiden.eingehen möchten (83%). 5 Jahre nach dem Studium ändert sichdas Bild jedoch: bezogen auf diesen Zeitpunkt sinkt diese Quoteauf 54%, wobei 35% eine Laufbahn als Selbstständige/r ein-schlagen möchten. Dies ist damit zu erklären, dass viele derStudierenden erst einmal Berufserfahrung sammeln möchten,bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, was durchandere Studien bestätigt wird (z.B. GEM). Im internationalenVergleich gehört dieser Wert zu den niedrigsten. Wichtig dabeiist, dass es sich bei diesen Quoten um reine Absichtserklärun-gen handelt. Bis zum tatsächlichen Handeln ist es meist noch einweiter Weg.
  9. 9. Dr. Frank Halter Studium an der Universität St.Gallen (lic.oec. HSG), Promotion an der European Business School in Deutschland (Dr.rer.pol). Heute GL-Mitglied des CFB-HSG und KMU-HSG sowie Leiter des Bereichs Weiterbildung des KMU-HSG. Themen: Unternehmensnachfolge, lebenszyklusorientierte Unternehmensführung, Unternehmertum. M.A. HSG Philipp Sieger Studium an der Universität St.Gallen (M.A. HSG) und an der BI Oslo (Norwegen). Heute wissenschaftlicher Mitarbeiter am CFB-HSG mit den Forschungsschwerpunkten Familienunternehmen, Entrepreneurship, und Psychologischem Eigentum. Center for Family Business (CFB-HSG) Das CFB-HSG fokussiert sich voll und ganz auf Familienunternehmen im Bereich Forschung, Weiterbildungsveranstaltungen, Erfahrungs- austauschgruppen und Lehrtätigkeiten www.cfb.unisg.chDr. Frank Halter GL-Mitglied CFB-HSG und KMU-HSG, Universität St.Gallen undM.A. HSG Philipp Sieger Wissenschaftlicher Mitarbeiter (nicht im Bild), CFB-HSG, Universität St.GallenKarriereoption 1: Gründen Karriereoption 2: KaufenDies beinhaltet den viel zitierten «Neuanfang in der Garage». Beabsichtigen Studierende ein bestehendes Unternehmen zuAusgehend von einer Geschäftsidee wird mit viel Enthusiasmus kaufen bzw. sich daran zu beteiligen, kommen zwei grundsätz-eine neue Organisationseinheit geschaffen, meist ohne beste- liche Varianten ins Spiel. Wird diese Handlung durch einen imhende Kunden, Produkte, und Infrastruktur. Diese Option bietet Unternehmen tätigen Mitarbeitenden vollzogen, spricht manStudierenden die meiste Gestaltungsfreiheit. von einem Management Buy Out. Wird ein Unternehmen an eine Person verkauft, welche von ausserhalb zum UnternehmenVon den Studierenden mit Gründungsabsicht in unserer Unter- stösst, wird dies als Management Buy In bezeichnet. Dabei wer-suchung haben 38% bereits erste Geschäftsideen durchdacht, den bestehende Mitarbeitende, Produkte, Strukturen und Netz-11% haben diese bereits schriftlich festgehalten. Ein Business- werke übernommen. Dies kann ein Vorteil sein, da man sich denplan existiert in 6% aller Fälle, während 3% der Studierenden oft mühevollen Beginn sparen und auf Bestehendem aufbauenbereits Gespräche mit Finanzierungsquellen geführt haben. Die kann. Es kann jedoch auch Nachteile mit sich bringen. MöglicheErkenntnisse aus GUESSS zeigen, dass die unternehmerischen Beispiele sind die manchmal fehlende Akzeptanz des neuen Un-Absichten und Tätigkeiten von Studierenden in der Schweiz im ternehmers bei den Mitarbeitenden, veraltete Produkte oderKontext von Gründungen weniger stark ausgeprägt sind als im Anlagen, die der Investition bedürfen. In etablierten Unterneh-internationalen Vergleich. In einer früheren Erhebung von men ist darüber hinaus die Veränderungsbereitschaft oftmalsGUESSS (2006) wurden verschiedene Gründungshürden identi- nicht sehr ausgeprägt.fiziert. Dazu zählen vor allem das eigene finanzielle Risiko sowiedas Fehlen von Eigenkapital, einer Business-Idee, Fremdkapital,und Kundenkontakten.Daher ist die Förderung der Gründungsabsichten und -tätigkei-ten von elementarer Bedeutung. Hierbei sind vor allem die Uni-versitäten und Fachhochschulen gefordert. Die Studierendenwünschen sich hauptsächlich eine Anlaufstelle für allgemeineGründungsfragen, Gründungs-Coachings sowie eine Anschubfi-nanzierung durch die Hochschule auch bei nicht Hightech-orien-tierten Geschäftsideen.
  10. 10. W ISSE N S C HAF T | 37Die Chancen ein passendes Unternehmen zu finden sind gut. In Anbetracht dieser drei unterschiedlichen unternehmerischenWie eine 2009 in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse AG Karrierepfade ist es zwingend notwendig, Unternehmertum indurchgeführte Studie des CFB-HSG zeigt, stehen in den nächs- einem weiteren Sinn zu verstehen. Aus dem Blickwinkel vonten 5 Jahren in der Schweiz über 77 000 Klein- und Mittelunter- Studierenden gehören dazu nicht nur die Gründung, sondernnehmen vor der Unternehmensnachfolge. Dies entspricht einer auch der Kauf eines bestehenden Unternehmens oder die Über-Quote von knapp 26% und betrifft über 190 000 Arbeitsplätze. nahme des elterlichen Familienunternehmens. Jede dieser Kar-Von diesen Unternehmen dürfen 88% als Familienunternehmen riereoptionen ist dabei sehr speziell und bringt die unterschied-bezeichnet werden, wie eine Studie des CFB-HSG aus dem Jahr lichsten Vor- und Nachteile mit sich, die hier nicht umfassend2004 zeigt. Laut der 2009 durchgeführten Studie werden nur erörtert werden können. Grundsätzlich sind jedoch alle drei vonrund 40% der in den nächsten 5 Jahren zu übergebenden Unter- hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung und sollten in den Über-nehmen eine rein familieninterne Lösung angestreben. Die rest- legungen der Studierenden eine Rolle spielen.lichen 60% sind also potentielle Kaufobjekte für Jungunterneh-mer, welche nicht aus einem Familienunternehmen stammen. Eine sich aus diesen Erkenntnissen ergebende interessante Fra-Hierbei gibt es jedoch einige wichtige Hürden. Zu nennen sind gestellung ist, welche Studierenden sich zu welchen Karriereo-vor allem finanzielle und steuerliche Aspekte, die Tatsache, ptionen hingezogen fühlen. Gibt es Unterschiede zwischen po-dass viele Unternehmer von ihrem Unternehmen nicht «loslas- tentiellen Gründern, Käufern und Übernehmern? Und wiesen» können, oder die Unsichtbarkeit von Übernahmeobjekten unterscheiden sich diese von denjenigen Studierenden, welcheauf Grund eines intransparenten Markts. lieber Angestellte werden wollen? Es zeigt sich in den erhobenen Daten, dass Studierende mit ei-Karriereoption 3: Übernehmen ner hohen Unabhängigkeitsorientierung die Gründung eines Unternehmens präferieren, gefolgt von der Übernahme einesStammen Studierende aus einer Unternehmerfamilie, bietet bestehenden Unternehmens (Kauf und Nachfolge). Ein Ange-sich die Übernahme des elterlichen Familienunternehmens als stelltenverhältnis steht hier an letzter Stelle. Sind Studierendedritte Option an. Dabei kommt dem Nachwuchs eine besondere eher sicherheitsorientiert, ist die Angestelltenlaufbahn amRolle zu. Die Familie vertraut ihm ihr Unternehmen an und erwar- attraktivsten, gefolgt von der Übernahmeoption. Die Gründungtet, dass es erfolgreich in die Zukunft geführt wird. Auf der ist bei diesen Studierenden das Schlusslicht. Eine hohe Freizeit-anderen Seite muss die junge Generation ähnlich wie bei einem orientierung von Studierenden führt dazu, dass die OptionUnternehmenskauf auf Bestehendem aufbauen, was positive Angestellter klar vorgezogen wird. Je höher darüber hinaus dieoder negative Auswirkungen haben kann. Oftmals sind auch Kreativitätsorientierung, desto stärker die Gründungsabsicht.familieninterne Schwierigkeiten bei der Regelung einer solchenNachfolge zu überwinden. Als Gesamtfazit bleibt zu sagen, dass sich unternehmerische Absichten von Studierenden in drei grundsätzlich unterschiedli-Basierend auf der 2009 durchgeführten Studie dürften in der chen Karrierepfaden manifestieren können. Dabei ist erkennbar,Schweiz in den nächsten 5 Jahren ca. 26 000 Familienunterneh- dass unterschiedliche Typen von Studierenden unterschiedlichemen übergeben werden, bei denen eine Lösung dieser Art Optionen bevorzugen. Auf Grund des im internationalen Ver-geplant ist. gleichs eher niedrigen Absichts- und Aktivitätsniveaus von Schweizerischen Studierenden und der hohen volkswirtschaft- lichen Bedeutung von Unternehmertum im Allgemeinen ist es unabdingbar, die unternehmerischen Absichten der Studieren- den noch besser zu fördern. Bei der Auswahl der Instrumente sollte aber nicht nur Gründungsförderung eine Rolle spielen. Vielmehr gilt es, vor allem auch das Thema Kauf oder Beteili- gung den Studierenden bewusst zu machen und entsprechende Hilfestellungen anzubieten. Auch bei potentiellen Nachfolgern in Familienunternehmen besteht sicher weiterer Beratungs- und Ausbildungsbedarf.
  11. 11. CHRISTIANE LEISTER © Peter Ruggle54 | U N T ERN EH MERWie entsteht dieunternehmerische Grundhaltung?DEN UNTERNEHMER PRÄGT EINE BESONDERE HALTUNG: Überzeugung, Bekenntnis und Handeln ent-sprechend den Werten, welche er langfristig mit seinem Schaffen bewirken möchte. Diese unternehmerischeGrundhaltung ist nicht pe se vorhanden, sie entspringt diversen Wurzeln und unterliegt einer ständigenWeiterentwicklung.Zentrale Grundwerte – das Fundament nander eine grosse Rolle. Der gesellschaftliche Status des Unter- nehmers verpflichtet zu Gemeinsinn und sozialer Verantwortung.Unternehmertum ist ein Lebenskonzept, damit langfristig an- Die Leistung eines Unternehmens für die Gesellschaft drückt sichgelegt und auf Kontinuität bedacht. Dies bedingt eine Grund- nicht nur in werbe- und prestigeträchtigem Sponsoring aus. Diehaltung, auch Unternehmertugenden genant, welche auf einem Verwurzelung am Ort des Unternehmens und die Verbundenheitzentralen Wertesystem aufbaut. Ziel ist die unternehmerische mit der lokalen Gemeinschaft führen dazu dass der Unternehmerund finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Demzufolge den- auch in der Öffentlichkeit «auf dem Prüfstand» steht.ken Unternehmer in Generationen und unterliegen im Gegensatzzu Managern von börsenkotierten Gesellschaften nicht dem Wie entstehen die unternehmerischen Grundwerte, wie werdenkurzfristigen Druck des Quartalsendes. Kurzfristig ausgelegtes diese vermittelt und weiter entwickelt? Ein zentrales Wertesys-Handeln und riskante Finanzakrobatik gehören ebenfalls nicht tem bildet das Fundament. Es entsteht aus Unternehmenstradi-in das Verantwortungsbewusstsein eines Unternehmers. tionen, bewusster Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten und ständigem Hinterfragen von Verantwortung und Un-Unternehmerische Selbständigkeit verbunden mit Eigenverant- ternehmerrolle.wortung und Weitsicht sind zentrale Elemente: die Freiheit habenEntscheidungen zu treffen, nach eigenen Vorstellungen zu ge-stalten und langfristig ein Lebenswerk zu schaffen. Die Überein- Unternehmertum liegt auch im Blutstimmung persönlicher Ziele mit den Unternehmenszielen führtzu einer hohen Identifikation mit dem Unternehmen und entspre- Persönlichkeit und Charaktereigenschaften sind weiterere Bau-chenden Prioritäten in der Lebensführung. Bei Leister gilt der steine der unternehmerischen Grundhaltung. Woher gewisseLeitsatz: «Betriebsinteresse steht vor Eigeninteresse». Damit Eigenschaften, Haltungen und Handlungsweisen kommen undwird der Unternehmer zum Vorbild, muss seine Bekenntnisse wieweit diese durch Erziehung und gesellschaftliches Umfeldglaubwürdig und transparent vorleben, zu vollem Einsatz für sein beeinflusst werden lässt sich im Einzelnen nicht abgrenzen.Unternehmen bereit sein. Das erfolgreiche «Prägen» eines Unternehmens bedingt Leis-Unternehmertum ist soziale Interaktion und passiert nicht iso- tungsmotivation und Gestaltungswille. Fähigkeiten wie Handelnliert. Dies bedingt Haltungen, Werte und Handeln in Überein- aus eigenem Antrieb, Erkennen von Chancen, eigene Potentialestimmung mit anerkannten gesellschaftlichen Werten – eine Vo- entwickeln, Grenzen verschieben und sich neu ausrichtenraussetzung für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Dabei orientieren sich an der Persönlichkeit. Wie ist es sonst erklärbar,spielen Wertschätzung, Achtung und Respekt im Umgang mitei- dass es immer wieder erfolgreiche Unternehmer gibt, welche nicht aus einem unternehmerischen Umfeld kommen? Ein Unternehmer ist auf sich gestellt und braucht ein starkes Rückgrat um die Herausforderungen zu meistern. Er ist nicht kündbar oder abwählbar, kann sich nicht auf Goldene Fallschir- me, Care Teams oder gesellschaftliche Auffangnetze abstützen. Hierfür braucht es Risikobereitschaft gepaart mit Realitätssinn, Entscheidungsfreudigkeit und Mut zum Handeln. Eine gewisse Beharrlichkeit und Durchhaltewille müssen vorhanden sein da- mit bei Hindernissen die langfristigen Ziele und die strategische Ausrichtung nicht aufgegeben werden.
  12. 12. Christiane Leister Studium: Wirtschaftswissenschaften, Diplom Volkswirtin Leister Process Technologies Gegründet 1949 in Solingen/Deutschland, seit 1963 in Kägiswil/Obwalden Tätigkeitsbereiche: Kunststoffschweissgeräte, Process Heat Komponenten, Lasersysteme, Gassensoren, Mikrooptiken Märkte: Vertriebsnetz in 90 Ländern, 98% Export Mitarbeitende weltweit: Leister 500, Sales- & Service-Centers 450 www.leister.comChristiane Leister Inhaberin und CEO Leister Process Technologies, KägiswilFootprints der Erziehung Zeitgeist und GesellschaftswertePersönlichkeit und Charakter sind nicht nur Veranlagung. Diese Wertesysteme und Handlungen von Unternehmern orientierenwerden auch durch Erziehung und Ausbildung geformt. Zahlrei- sich an allgemeingültigen gesellschaftlichen Werten. Diese kön-che Footprints unserer Erziehung tragen nicht nur zur Lebens- nen je nach Religion, kulturellem und politischem System unter-tüchtigkeit bei, sie werden auch in unternehmerischen Werten schiedlich sein und sich im Laufe der Zeit ändern. Entsprechendund Verhaltensweisen verankert. Fundamentale Grundhaltun- folgt auch die unternehnerische Grundhaltung dem Wandel dergen werden uns bereits im Elternhaus vermittelt. So förderten zentralen moralischen Auffassungen.meine Eltern Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen und Verant-wortung. Selbstführung und Selbstkontrolle gehören in jedes Beispielsweise wird in den USA der erwirtschaftete Unter-Ausbildungsprogramm. Fähigkeiten wie Ausdauer, Disziplin und nehmensprofit höher bewertet als in Europa, wo Mehrwert undemotionale Stärke beim Verarbeiten von Erfolgen und Rück- Arbeitsplätzen eine grössere Bedeutung beigemessen wird.schlägen sind erlernbar. Vorgelebt wurden in meinem Eltern- Wurde in der Vergangenheit der Shareholder Value, ein reinhaus auch Offenheit, Anstand und Respekt gegenüber anderen monetär ausgerichteter Wert, hoch gepriesen so reden wir heu-Menschen und Kulturen, wichtige Grundhaltungen in einem in- te aufgrund der Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit überternational tätigen Unternehmen. wertbasierte Ansätze des unternehmerischen Handelns. Die letzte Finanzkrise ist auch eine Krise der Werte und Ethik. Neu werden wieder Ehrlichkeit, Integrität und Transparenz alsVorbilder als Wegweiser wichtigste Werte genannt. Die Bezeichnung «Der Ehrbare Kauf- mann» zu Zeiten der Hanse weist auf den geschichtlichen Stel-Die unternehmerische Grundhaltung wird auch über die Vorbild- lenwert von wertorientiertem Handeln hin.funktion weitergegeben. Dabei können Vorbilder ausserhalb derWirtschaft eine Rolle spielen: die Regeln des Benediktiner-ordens welcher mit einem Werte- und Kontrollsystem eine Treibende Kräfte der unternehmerischen GrundhaltungCorporate Governance entwickelte oder die traditionellen Wertedes Schwingsports. Das Schwinger Motto «Einigkeit macht Unternehmer zu sein ist letztendlich eine persönliche Heraus-stark» ist auch einer unserer Führungsgrundsätze mit dem Ziel forderung, ein Lebenskonzept. Die Firma Leister ist immer «dasden Gemeinsinn zu fördern. Kind» des Unternehmensgründers gewesen welchem er ent- sprechenden Stellenwert einräumte.Bei Nachfolgeregelungen sind traditionelle Werte, Bekenntnisseund Verhaltensweisen des Unternehmers wegweisend. Es wird Der Unternehmer hat eine Vision die ihn begeistert. Diese umzu-eine Unternehmenenskultur geprägt, welche wie eine DNA die setzen, etwas zu bewegen und bleibende Werte zu schaffen sindBausteine für Werte und Handlungsgrundsätze des Unterneh- die treibenden Kräfte. Arbeit an sich gilt als Wert, Sinn undmens liefert. Eine systematische Implementierung und Weiter- Lebenserfüllung. Motor ist der Wille, die eigenen Fähigkeitenentwicklung erfolgt in Leitbildern und festgeschriebenen Werte- unter Beweis zu stellen und vorhandene Potentiale weiter zusystemen. So wurden auf das Management übertragbare entwickeln. Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit sowieUnternehmertugenden wie Eigenverantwortung, Leistungs- und die gesellschaftliche Verantwortung verpflichten die unter-Durchhaltewille, Selbstmotivation, Vorbildfunktion und Han- nehmerische Grundhaltung als Unternehmertugend zu leben,deln aus eigenem Antrieb in die Leister Führungsgrundsätze weiter zu entwickeln und weiter zu geben.übernommen. Leitsätze unseres Firmengründers wie «Wir lösenden Konflikt freundeidgenössisch» oder «Nicht ändern, sondernverbessern» werden heute noch gelebt.
  13. 13. Design by www.stier.chLebenskonzept Unternehmertum – Motivations- und ErfolgsfaktorenZweiter Sonderband des «Wirtschaftsmagazins»Das von Stier Communications AG verlegte «Wirtschaftsmagazin»lädt Schweizer Unternehmer dreimal jährlich ein, sich in Fachbeiträgenund Interviews zu aktuellen Fragen der Unternehmensführungmit anderen Unternehmer auszutauschen. «Führen durch Vorbild –Persönlichkeiten im Gespräch» war der erste Sonderband einer Reihe,die mit diesem Sonderband durch eine weitere, praxisorientiertePublikationen fortgesetzt wird.Weitere Informationen: www.wirtschaftsmagazin.ch

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