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Eidg. Abstimmung: Helsana-Studie zeigt - Managed Care hilft Kosten sparen

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Zürich (ots) - - Hinweis: Die Studie "Managed Care senkt die Gesundheitskosten" kann kostenlos im pdf-Format unter http://presseportal.ch/de/pm/100004725 heruntergeladen werden - Je integrierter die medizinische Versorgung ... / http://ots.ch/600d5c4

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Eidg. Abstimmung: Helsana-Studie zeigt - Managed Care hilft Kosten sparen

  1. 1. Fachartikel aus dem kommenden Standpunkt Mitte Mai 2012Neue Studie über die Effizienzgewinne integrierter VersorgungManaged Care senkt die GesundheitskostenDie medizinische Versorgung in der Schweiz ist mangelhaft koordiniert. Über-,Unter- oder Fehlversorgung sind oft die Folge. Hier kann Managed Care Abhilfeschaffen. Eine neue Studie hat die Einspareffekte durch solche Modelleempirisch untersucht.Autor: Oliver Reich, Leiter GesundheitswissenschaftenErfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass durch die vertikale Integration derGesundheitsversorgung, die Steuerung der Ressourcen verbessert und gleichzeitigdie Gesundheitsausgaben begrenzt werden können. Genau an diesem Punkt setzenauch die Managed-Care-Initiativen in der Schweiz an: MedizinischeLeistungserbringer organisieren sich und bilden entsprechende integrierteNetzwerke. In der Schweiz existieren verschiedene Modelle und Methoden imBereich von Managed Care. Einerseits handelt es sich um Managed-Care-Modelle(MCM) und andererseits um verschiedene Methoden und Instrumente wie Disease-Management, Fallmanagement, Gatekeeping, Demand-Management, Chronic-Care-Management oder Behandlungsrichtlinien. Häufig werden diese Methoden undInstrumente in den einzelnen MCM angewendet.Die Gesundheitsausgaben von Versicherten in einem MCM betrugen 2010 imDurchschnitt 1‘721 Franken, das sind weniger als 50 Prozent derDurchschnittskosten von in der ordentlichen Grundversicherung eingeschriebenenVersicherten (4‘356 Franken) [BAG, 2012]. Weil sich in der Tendenz relativGesündere und Jüngere für MCM entscheiden, stellt sich die Frage, inwieweit diedeutlichen Kostenunterschiede auf die Effizienzvorteile von Managed-Care-Modellenzurückzuführen sind.
  2. 2. Capitation-Modelle sparen mehr als 20 Prozent einEine kürzlich im International Journal of Integrated Care publizierte Studie1 hat sichmit den Effekten von MCM auf die Gesundheitsausgaben in der Schweiz mitgleichzeitiger Berücksichtigung von potenziellen Selektionseffekten befasst. DieStudie wurde von Helsana in Kooperation mit der UMIT University of HealthSciences, Medical Informatics and Technology in Österreich durchgeführt. DieAnalyse wurde auf einen Zeitraum von vier aufeinanderfolgenden Jahren ausgelegt,was erstmals eine Messung der langfristigen Wirkung des Effizienzeffektsermöglichte. Die Hauptergebnisse für die Effizienzvorteile zeigen, dass dieGesundheitskosten in integrierten Versorgungsystemen tiefer ausfallen als in nichtintegrierten Systemen. Die geschätzte Kostenreduktion aufgrund der höherenEffizienz beträgt beim Capitation-Modell 21,2 Prozent, beim Hausarztmodell 15,5Prozent und beim Telemedizin-Modell 3,7 Prozent.Bessere Koordination führt zu effizienterer BehandlungDas zentrale Instrument der aktuellen Managed-Care-Modellen in der Schweiz istdas «Gatekeeping». Der Gatekeeper respektive der koordinierende Arzt versucht dieVersorgung des Patienten zu koordinieren, um unnötige Doppeluntersuchungen beidiagnostischen Tests, gefährliche Mehrfachmedikation oder Verwirrung beiwidersprüchlichen Behandlungsplänen zu verhindern. Als mögliche Gründe für dieausgewiesenen Effizienzgewinne in den MCM verweisen die Autoren der Studie aufeine bessere Koordination sowie die Integration der Gesundheitsversorgung, die ineine effektivere und eben auch effizientere Leistungserbringung münden.Auch chronisch Kranke profitierenAngesichts der anstehenden Herausforderungen insbesondere hinsichtlich einerZunahme der chronischen Erkrankungen sowie der demografischen Entwicklungwird die Bedeutung der Betreuung von chronisch Kranken weiter steigen. Gerade dieManaged-Care-Modelle haben das Potenzial, die Versorgung dieser Patientenqualitativ zu verbessern und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf dieGesundheitsausgaben auszuüben. Aus diesem Grund sollte eine Reform des1 REICH, O., RAPOLD, R., FLATSCHER-THöNI, M.. An empirical investigation of the efficiency effects of integrated caremodels in Switzerland. International Journal of Integrated Care, North America, 12, jan. 2012. Available at: www.ijic.org
  3. 3. rechtlichen Rahmens auch die entsprechenden Anreize für Patienten mitchronischen Erkrankungen attraktiver gestalten, sodass ein grösserer Anteil dieserPatienten in solche Versicherungsformen gesteuert werden können. Die am 17. Juni2012 zur Volksabstimmung stehende Managed Care-Vorlage bietet eineausgezeichnete Chance, um die Schweizer Gesundheitsversorgung besser undeffizienter zu machen.Managed-Care-Modelle in der SchweizVertragsmodelle mit Kopfpauschale (Capitation)In diesen Modellen schliesst sich eine Gruppe von Leistungserbringern zu einemNetzwerk zusammen, welches anschliessend einen Kooperationsvertrag mit einerKrankenversicherung vereinbart. Im Rahmen dieses Vertrages übernimmt dasNetzwerk die kollektive Mitverantwortung für ein vereinbartes Budget.Vertragsmodelle ohne KopfpauschalenDiese Modelle unterscheiden sich von Vertragsmodellen mit Kopfpauschale einzigdurch die fehlende Kopfpauschale. Zusätzlich zu den HMO- und denHausarztmodellen deckt diese Kategorie eine neue Modellvariante ab: medizinischeCallcenter oder das telemedizinische Modell.Vertragslose Modelle (Listenmodelle)Anders als bei den zwei oben beschriebenen Modellen besteht im sogenanntenListenmodell kein Kooperationsverstrag zwischen Leistungserbringern undKrankenversicherern. Listenmodelle sind lediglich Versicherungsprodukte, beiwelchen der einzelne Krankenversicherer einseitig eine Liste der wählbarenLeistungserbringer definiert, die als Gatekeeper figurieren.

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