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Die Zeitschrift über die Salzburger Festspiele 2014 mit Fahrplan und Preisangaben für Tickets. Festspiel Magazin: ein Journal vom Kartenbüro POLZER über Oper, Schauspiel und Konzerte der Festspiele in Salzburg. Erfahren Sie alles über das Programm und die Inhalte, sowie auch über Preise der Konzertkarten und Eintrittskarten.

Veröffentlicht in: Unterhaltung & Humor
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Festspiel Magazin 2014 des Kartenbüro POLZER

  1. 1. Mit freundlicher Unterstützung der Salzburger Festspiele Foto:ErnstKainerstorfer w w w . p o l z e r . c o m FestspielMagazin2014 HöhepunktederSalzburgerFestspiele•DergroßeFahrplandurchdasProgramm• DerschnellsteWegzuTerminenundTickets JEDERMANN mitCorneliusObonya undBrigitteHobmeier
  2. 2. w w w . p o l z e r. c o m 3 Information FestspielMagazin 2014 Oper 4.......................SalzburgerFestspiele2014 6.......................ÜbersichtsplanderProduktionen 10....................DonGiovanni WolfgangAmadeusMozart 11....................CharlotteSalomon Marc-AndréDalbavie 12....................DerRosenkavalier|RichardStrauss 13....................Iltrovatore|GiuseppeVerdi 14....................Fierrabras |FranzSchubert 15....................LaCenerentola|GioachinoRossini 16....................LaFavorite|GaetanoDonizetti 17....................ProjektTristanundIsolde RichardWagner Schauspiel 26...................Jedermann|HugovonHofmannsthal 28...................DieletztenTagederMenschheit KarlKraus 29....................Golem|nachMotivenvonGustavMeyrink 30....................TheForbiddenZone|DuncanMacmillan 31....................DonJuankommtausdemKrieg ÖdönvonHorváth 32....................SchwerpunktErsterWeltkrieg 34....................YoungDirectorsProject Hinkemann 36566Tage Orpheus DerAbschied Konzert 38....................Ouverturespirituelle 41....................CamerataSalzburg 42....................ZyklusAntonBruckner 44...................WienerPhilharmoniker 45....................Mozart-Matineen 46...................Salzburgcontemporary 48....................Liederabende 49....................YoungConductorsAward YoungSingersProject 50....................Orchesterkonzerte 52....................Kammerkonzerte 53....................Beethoven-Zyklus 54...................Solistenkonzerte Wir freuen uns, Ihnen das Festspiel-Magazin 2014 präsentieren zu dürfen. Es soll Sie durch das um- fangreiche Programm der Salzburger Festspiele 2014 führen. Entstanden ist es in enger Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen! Ticket-Center Polzer Das Kartenbüro POLZER ist das führende Kar- tenbüro in Salzburg mit einer langen Tradition. Seit mehr als 60 Jahren haben wir uns umfassenden Kun- denservice sowie zuverlässige Kaufabwicklung auf die Fahnen geschrieben und bearbeiten jährlich weit über 100.000 Kartenbestellungen schnell und professionell. Durch den Anschluss an die wichtigsten Buchungs- systeme ist es uns möglich, Ihre Kartenwünsche für ganz Österreich und das angrenzende Bayern bis München zu erfüllen. Bei POLZER bemühen sich rund 20 kompetente Mitarbeiter/-innen um Ihre Anliegen, auch in den Sprachen Englisch, Französisch und Italienisch. Online-Buchungen mit Sofortauskunft Auf unserer Homepage www.polzer.com finden Sie das komplette POLZER-Angebot online und erhal- ten selbstverständlich sofort Auskunft über Preis und Verfügbarkeit der Karten. Auch Ihr Hotel können Sie online über unsere Homepage buchen. Die Online- Buchung ermöglicht Ihnen einen bequemen, unkom- plizierten und sicheren Kauf von zu Hause aus, per Kreditkarte, paybox, paypal oder Sofortüberweisung. Ihre Kartenbestellungen werden umgehend bearbeitet und kommen entweder per Post zu Ihnen ins Haus oder können persönlich abgeholt werden – Sie haben die Wahl! Interessieren Sie sich für bereits ausverkauf- te Veranstaltungen, können Sie sich online auf unsere Warteliste eintragen und werden verständigt, sobald wieder Karten verfügbar sind. Hotelbuchungen mit Insider-Infos Wir kümmern uns aber nicht nur um Ihre Eintritts- karten zu kulturellen Veranstaltungen in Österreich und Bayern, sondern auch gerne um Ihre Hotelbu- chung. POLZER empfiehlt Ihnen hier Hotels im Zentrum Salzburgs, oder auch in der Umgebung – natürlich ausschließlich jene mit positiver Bewertung. Darüber hinaus informieren wir Sie gerne über das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie über Lage, Ausstat- tung und Service der jeweiligen Hotels. Opernreisen.com Über die POLZER-Marke Opernreisen.com wird ein breit gefächertes Angebot an wunderbaren Opern- reisen angeboten. Auf www.opernreisen.com finden Sie Reisen zu den schönsten Opernhäusern der Welt. Einige Reisen stellen wir Ihnen in diesem Magazin vor (siehe Seite 18–20). So führen die Opernreisen 2014 beispielsweise nach New York, St. Petersburg, Neapel, Laibach oder Mailand. Mit speziellen kulturellen Rahmenprogrammen und erfahrener Reiseleitung werden diese Reisen zu ganz besonderen Erlebnissen für Sie. Gerne buchen wir auch Einzelkarten für die europäischen Opernhäuser, wie z.B. die Mailänder Scala oder „La Fenice“ in Venedig inklusive Hotel, Transfer und Rahmenprogramm im Einklang mit Ihren individuellen Wünschen. Nutzen Sie die Möglichkeiten von Social Media und besuchen Sie unsere Facebook-Seite: www.facebook.com/polzerticket - Hier informieren wir Sie aktuell über Besetzungsänderungen, Ticket- Aktionen oder andere interessante Highlights in und um Salzburg und die Festspiele. Auf Ihren Besuch in Salzburg freuen sich Ingrid und Wilhelm Prommegger und Ihr Polzer-Team Polzer Travel und Ticketcenter GmbH & Co KG Residenzplatz 3, A-5020 Salzburg Tel. +43/(0)662/89 69•Fax +43/(0)662/8969-700 office@polzer.com•www.polzer.com Kartenbestellungen u.a. für: Salzburger Festspiele, Mozartwoche, Osterfestspiele, Pfingstfestspiele, Salzburger Kulturtage, Adventsin- gen in Salzburg, Landestheater Salzburg, Festivals, Seefestspiele Mörbisch sowie alle weiteren Konzerte in Salzburg, egal ob Klassik, Pop, Rock oder Jazz. Impressum Medieninhaber, Herausgeber und für den Inhalt verant­wort­lich: PolzerTravelundTicketcenterGmbH&Co.KG Residenzplatz 3, 5020 Salzburg • Texte:NachdruckderKurztextezudenFestspiel-Produktionenmitfreundlicher GenehmigungderSalzburgerFestspiele,Copyright:SalzburgerFestspielePresse­ büroundDramaturgie,Layout:WerbegrafikRudolfBerlinger,www.rb-grafik.at, Coverbild:SalzburgerFestspiele/ErnstKainerstorfer,Hersteller:Oberndorfer DruckereiGmbH,5110OberndorfbeiSalzburg Liebe Leserinnen und Leser! Foto:DorisWild
  3. 3. w w w . p o l z e r. c o mTe l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 5 Information FestspielMagazin 2014 4 FestspielMagazin 2014 Information DieInitiatorenderSalzburger Festspieleverstanden1920, zweiJahrenachEndedes Krieges,ihrEngagementals „Friedenswerk“. DemErstenWeltkrieggilt 2014– 100JahrenachdemAusbruch diesesKrieges–einSchwerpunkt desProgramms. Mit270Vorstellungenin 45Tagenan16Spielstätten, dürfenSiesichauch2014 wiederaufeinenfulminanten Festspiel-Sommerfreuen. DieSalzburgerFestspieleverdankenihreExis­ tenzderIdeeunddemfestenGlaubenihrer GründeraneinFriedenswerk.HundertJahrenach AusbruchdesErstenWeltkriegsliegtdasErinnern daranschongründungsgeschichtlichaufderHand. MaxReinhardtsprach1917inseinenGründungsge- dankenvonderKunst„nichtalsLuxusmittelfürdie ReichenundSaturierten,sondernalsLebensmittelfür dieBedürftigen“.Reinhardtschreibtweiter,denkunst- feindlichen,weiltodbringendenZeitenförmlichtrot- zend:„DieKunst,insbesonderedieKunstdesTheaters hatsichindenStürmendiesesKriegesnichtnurbe- hauptet,sondernihrBestehenundihrePflegegeradezu alsunumgänglicheNotwendigkeiterwiesen.“ OPER DieEröffnungspremiereundersteNeuproduktiondes Festspielsommers2014heißtDon Giovanni.Sven-Eric BechtolfundChristophEschenbachsetzendamitihren Mozart-DaPonte-Zyklusfort.Essingenundspielen herausragendeKünstlerwieIldebrandoD’Arcangelo, GeniaKühmeier,AnettFritsch,AndrewStaplesund LucaPisaroni. AlsAuftragswerkfürdieSalzburgerFestspielekompo- niertMarc-AndréDalbaviedieOperCharlotte Salomon. ErdirigiertdieUraufführunginderFelsenreitschule, LucBondyinszeniert.MarianneCrebassa,dieletztes JahrinLucioSillaüberzeugte,interpretiertdieTitel- partiederCharlotte,der1917inBerlingeborenenMa- lerinundDichterin,dievondenNationalsozialisten verfolgtundschließlichimKonzentrationslagerermor- detwurde. RichardStrauss,dessenGeburtstagsicham11.Juni zum150.Maljährt,wirdmitder1911uraufgeführten „KomödiefürMusik“Der RosenkavalierimGroßen FestspielhausTributgezollt.Erstmaligübernimmt ZubinMehtadiemusikalischeLeitungdieserOper. RegieführtHarryKupfer.KrassimiraStoyanovasingt dieFeldmarschallin,SophieKochistalsOctavianund MojcaErdmannalsSophiezuhören.GüntherGroiss- böckdebütiertalsBaronOchsaufLerchenau. EinweiteresFestfürStimmenundgroßeKünstlerper- sönlichkeitenlässtdieBesetzungvonGiuseppeVerdis Il trovatoremitAnnaNetrebkoalsLeonora,Marie-Ni- coleLemieuxalsAzucena,FrancescoMelialsManrico undPlácidoDomingoalsContediLunaerwarten.Da- nieleGattidirigiert,AlvisHermanisinszeniertdamit hiererstmalseineOperdesklassischenRepertoires. FranzSchubertsOperFierrabrasinSalzburgzupro- duzierenwareinHerzenswunschAlexanderPereiras, dermusikalischvonIngoMetzmacheramPultundin derRegievonPeterSteinerfülltwird.Besetztistdiese wiederzuentdeckendeRaritätmitDorotheaRösch- mann,JuliaKleiter,MichaelSchade,MarkusWerba undGeorgZeppenfeld. RossinisLa CenerentolamitCeciliaBartoliinderTitel- rolle,inszeniertvonDamianoMichielettounddirigiert vonJean-ChristopheSpinosi,wirdvondenSalzburger Pfingstfestspielenübernommen. ElīnaGaranča,JuanDiegoFlórezundLudovicTézier gebensichdemBelcantoinzweikonzertantenAuffüh- rungenvonDonizettisLa Favoritehin.NelloSanti,der nach50JahrenwiedernachSalzburgzurückkehrt,di- rigiertdabeidasMünchnerRundfunkorchester. ImProjekt Tristan und IsoldebringenWaltraudMeier, PeterSeiffertundRenéPapezusammenmitDaniel BarenboimunddemWest-EasternDivanOrchestra dasVorspiel,denzweitenAufzugundIsoldesLiebes- todkonzertantzurAufführung. SCHAUSPIEL VorallemderSchauspiel-BereichderSalzburgerFest- spielebeschäftigtsichmitdenEreignissen,diezur GründungdesFestivalsführten.DenAnfangmacht dieAufführungvonDie letzten Tage der Menschheit vonKarlKraus.DieseslautKrauseinem„Marsthea- ter“zugedachteStückwirdvonMatthiasHartmann unddemEnsembledesBurgtheatersaufderBühnedes SalzburgerLandestheatersgezeigt.WoKarlKrausmit denMittelnderRealsatireätzendundanalytischden UngeistseinerEpocheentlarvt,erträumtsichGustav MeyrinkeinenEinblickindieseelischenAbgründesei- nerZeitgenossen.DiealtejüdischeSagevomGolem, demkünstlichen,ausLehmgeformtenWesenohne Seele,wirdbeiMeyrinkzueineralptraumhaftenPa- rabelüberdieauswegloseFremdbestimmtheitder menschlichenExistenz.DieenglischeTheatergruppe 1927,mitihrerRegisseurinSuzanneAndradeunddem fürpreisgekrönteAnimationenverantwortlichenPaul Barritt,wirdeinenGolemunsererTageaufdieBühne desLandestheatersbringen.AufderPerner-Insel,Hal- lein,wirddieenglischeRegisseurinKatieMitchell,be- rühmtfürihrevirtuoseVerquickungvonfilmischen undtheatralischenMitteln, The Forbidden Zoneauf dieBühnebringen,u.a.nachMotivenausMaryBor- densgleichnamigemBuch.DieAmerikanerinBorden arbeitetebeiAusbruchdesErstenWeltkriegsalsKran- kenschwesterfürdasfranzösischeRoteKreuz.Später leitetesieeineigenesFeldlazarettanderWestfront. EbenfallsaufderPerner-InselwirdÖdönvonHorváths Don Juan kommt aus dem KriegineinerInszenierung vonAndreasKriegenburgzusehensein.Horváthlässt MozartsvitalenVerführerundHerzensbrecherkrank, aufderSuchenacheinerverlorenenLiebeineinerWelt derInflationundNachkriegswirrenbleichundirrlich- terndwiederauferstehen. ImYDP,demYoung Directors Project,wirdineiner KoproduktionmitdemDüsseldorferSchauspiel- hausHinkemann,dasexpressionistischeMeisterwerk vonErnstToller,ineinerInszenierungdesjungenser- bischenRegisseursMilošLolićgezeigt.DerSalzbur- gerDichterWalterKappacherhatfürdieSalzburger FestspieleeinStücküberdenSalzburgerDichterGeorg Traklgeschrieben.EsheißtDer Abschiedundwirdim YDPinderRegievonNicolasCharauxuraufgeführt. MiteinemsehrhumorvollenOrpheus,derDjangoRein- hardtverblüffendähnlichsieht,istdasLittleBulbThe- atreausLondoninderRegievonAlexanderScottzu sehen.UndineinerKoproduktionmitderUniversität MozarteumwerdendieStudierendenderSchauspiel-, Bühnenbild-undRegieklassenunterderLeitungvon Hans-WernerKroesingeraufSpurensuchezwischen 1914und1918gehen.Titel:36566 Tage. NatürlichwirdauchderneueJedermann,ingleicher großartigerBesetzungwieimletztenJahr,wiederauf demDomplatzgespielt. KONZERT DieKonzerte2014bereichernzusätzlichdenSchwer- punktderSalzburgerFestspiele2014.Die Ouverture spi- rituellestehtzumdrittenMalamBeginndesFestivals. DenMittelpunktbildengeistlicheWerkederchrist- lichenTraditionverschiedenerEpochen.NachderAus- einandersetzungmitjüdischenundbuddhistischen WerkenindenbeidenVorjahrenrichtetsichimSom- mer2014derBlickaufdievielfältigenmusikalischen AusprägungeninderWeltdesIslam.EinSufi-Orden ausKairowirddieKollegienkirchemitGesängenund KlängenvonorientalischenInstrumentenerfüllen. ZueinemDialogderKulturenkommtesauch,wenn derGambistundMusikwissenschaftlerJordiSavallsich inseinemProgrammBal·Kan(HonigundBlut)mit MusikdieserRegion,diesichübervierhundertJahre osmanischerHerrschaftentwickelthat,beschäftigt. DerinKairogeboreneKomponistHossamMahmoud sowiederpalästinensisch-israelischeKomponistSamir Odeh-TamimistelleninihrenAuftragswerkenfürdie SalzburgerFestspieledenbekanntenSufi-Mystiker Mansural-HallağinsZentrumundschlagendieBrü- ckezurReiheSalzburg contemporary.InderenZentrum stehenaußerdemMarc-AndréDalbavieundWolfgang Rihm,diemitwichtigenEnsemble-undOrchester- werkenvertretensind.DieSalzburgerFestspielehaben anWolfgangRihmeinenKompositionsauftragfürein Klavierkonzertvergeben,dasTzimonBartourauffüh- renwird. NachdemletztjährigenMahler-ZyklussindimSom- mer2014dieneun Symphonien Anton Brucknerszu hören.DieWienerPhilharmonikerspielendiedritte SymphonieundjenevierSymphonien,diedasOrches­ terinWienuraufgeführthatte:diezweite,vierte,sechs­- teundachteSymphonie. RichardStrauss,dessenGeburtstagsich2014zum150. Maljährt,istimKonzertprogrammu.a.mitdenTon- dichtungen Tod und VerklärungundAlso sprach Zara- thustramitdenWienerPhilharmonikerunterGustavo DudamelvertretensowieEin Heldenlebenmitdem WidmungsträgerdiesesWerkes,demConcertgebouw­ orkestAmsterdamunterMarissJansons. DieLiederabende, Solisten- und Kammerkonzertege- stalten2014Pierre-LaurentAimard,LisaBatiashvili, PiotrBeczala,JoshuaBell,DianaDamrau,VildeFrang, ElīnaGaranča,ChristianGerhaher,dasHagenQuar- tett,ThomasHampson,AnjaHarteros,StevenIsserlis, EvgenyKissin,Anne-SophieMutter,MaurizioPol- lini,AnnaProhaska,GrigorySokolov,JörgWidmann, ChristianZacharias,FrankPeterZimmermannu.a. RudolfBuchbindersetztsichansiebenAbendenmit allen32 Klaviersonaten von Beethoven,dem„NeuenTes­ tamentderKlaviermusik“,auseinander. DieMozart-MatineendesMozarteumorchestersSalz- burgwerdenvonManfredHoneck,ÁdámFischer, MarcMinkowski,VladimirFedoseyevunddemChef- dirigentendesOrchesters,IvorBolton,übernommen. SiemusizierengemeinsammitElisabethKulman,Ro- landoVillazón undKristianBezuidenhout.DieCame- rata SalzburggestalteteinenHaffner-Serenaden-Abend mitThomasZehetmair,dietraditionelleAufführung derc-Moll-MessevonW.A.MozartinderUrauffüh- rungskircheSt.Peterundbegleitetdie„YoungSingers“ inderenAbschlusskonzert.AuchinderletztenFest- spielwochetreteneinigederbestenOrchesterderWelt inSalzburgauf:dieWiener PhilharmonikerunterDa- nieleGattimitLangLang,dasConcertgebouworkest AmsterdammitLeonidasKavakosunterderLeitung vonMarissJansonsundSimonRattlemitseinenBer- liner Philharmonikern.InsgesamtbietetdasKonzert- programm82KonzerteinsiebenSpielstätten,davonin dreiKirchen. DieausführlichenDetailszudeneinzelnenVorstel- lungenderSalzburgerFestspiele2014findenSienun aufdenfolgendenSeitenunseresFestspiel-Magazins. WirwünschenIhnenvielFreudebeimLesen! DieSalzburger Festspiele,einFried enswerk IntendantAlexander Pereira / Foto:LuigiCaputo Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf / Foto:LuigiCaputo
  4. 4. w w w . p o l z e r. c o mTe l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 7 6 Tag Date Fr 18. Sa 19. So 20. Mo 21. Di 22. Mi 23. Do 24. Fr 25. Sa 26. So 27. Mo 28. Di 29. Mi 30. Do 31. Fr 1. Sa 2. So 3. Mo 4. Di 5. Mi 6. Do 7. Fr 8. Sa 9. So 10. Mo 11. Di 12. Mi 13. Do 14. Fr 15. Sa 16. So 17. Mo 18. Di 19. Mi 20. Do 21. Fr 22. Sa 23. So 24. Mo 25. Di 26. Mi 27. Do 28. Fr 29. Sa 30. So 31. Fr 18. Sa 19. So 20. Mo 21. Di 22. Mi 23. Do 24. Fr 25. Sa 26. So 27. Mo 28. Di 29. Mi 30. Do 31. Fr 1. Sa 2. So 3. Mo 4. Di 5. Mi 6. Do 7. Fr 8. Sa 9. So 10. Mo 11. Di 12. Mi 13. Do 14. Fr 15. Sa 16. So 17. Mo 18. Di 19. Mi 20. Do 21. Fr 22. Sa 23. So 24. Mo 25. Di 26. Mi 27. Do 28. Fr 29. Sa 30. So 31. Salzburger Festspiele 18. Juli – 31. August 2014 [P] Gratis Bus-Shuttle – Anfang Reichenhaller Straße, Höhe Haus Nr. 4 – Abfahrt zur Perner-Insel: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn, Zählkarten im Bus Diverse Vorstellungen sind im Arrangement buchbar, siehe dazu Seiten 62–65 im Festspielmagazin. REPUBLIC STIFtUNG MOZARTEUM Kollegienkirche Landestheater Kunstquartier [Q] GROSSES FESTSPIELHAUS DOMPLATZ HAUS für MOZART · FELSENREITSCHULE [F]  ST. PETER [SP] · Dom [D] Universitätsaula[U] Perner-insel [P] ARGEkultur [A] Die Schöpfung / Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Haitink  Os 19:30 Mozart-Matinee / Honeck Os 11:00 Jedermann Os ◆ 21:00 Marienvesper / Gardiner Os [D] 16:00 Jedermann Os 17:00 Dixit Dominus / Gardiner Os [F] 18:00 Mozart-Matinee / Honeck Os 11:00 Sufi-Gesänge /Al-Tariqa al-Gazoulia Os 21:00 Concentus Musicus Wien / Harnoncourt Os 19:30 Solistenkonzert Aimard Os 19:30 Mahmoud: Al-Hallagˇ / Al-Tariqa al-Gazoulia / Jedermann Os 21:00 Salzburger Bachchor / œnm Os / Sc 21:00 Wiener Philharmoniker / Barenboim / c-Moll-Messe / Camerata Reger-Requiem / Bruckner IV Os 18:00 Salzburg / Rousset * Os [SP] 20:00 Sufi-Gesänge /Al-Tariqa al-Gazoulia /  Stadler Os 21:00 Motetten / Christie Os 20:30 Wiener Philharmoniker / Chailly / Bruckner VIII 19:30 Mozart-Matinee / Á. Fischer *** Os 11:00 La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 Tamimi: Al-Hallagˇ / BR-Chor / Mitglieder BR-Symphonieorchester / Huber Os / Sc 20:30 Mozart-Matinee / Á. Fischer *** Os 11:00 La Cenerentola für Kinder [U] 17:00 Jedermann Os 21:00 Don Giovanni  ◆ 18:30 Bal · Kan / Hespèrion XXI / Savall Os 20:30 Wiener Philharmoniker / Chailly / Bruckner VIII 20:00 Charlotte Salomon ◆ [F] 19:00 Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Haitink / Bruckner V 21:00 Israel in Egypt / Hengelbrock Os [F] 19:30 Die letzten Tage der Menschheit ◆ 18:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 Don Giovanni 19:00 Liederabend Prohaska  19:30 Klangforum Wien / Volkov Sc 20:30 The Forbidden Zone ◆ [P] 19:30 Neue Klänge aus Istanbul und Kairo / Liederabend Hampson  19:30 œnm / Engel Sc 20:30 The Forbidden Zone [P] 19:30 YDP I ◆ 20:00 Kammerkonzert Spatzenmesse / Kinderchor und Der Rosenkavalier ◆ 18:00 Gringolts Quartett Friends Sc 19:30 Kinderorchester * Os 16:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 YDP I 20:00 Wiener Philharmoniker / Jordan /  Mozart-Matinee / Bolton 11:00 Spatzenmesse / Kinderchor und Die letzten Tage der Menschheit 18:00 Te Deum / Bruckner II Os 11:00 Charlotte Salomon [F] 19:30 Kinderorchester * Os 19:00 The Forbidden Zone [P] 19:30 YDP I 20:00 Wiener Philharmoniker / Jordan /   Mozart-Matinee / Bolton 11:00 Te Deum / Bruckner II Os 11:00 Jedermann 21:00 Don Giovanni 19:30 Buchbinder / Beethoven-Zyklus I 19:30 The Forbidden Zone [P] 19:30 YDP I 20:00 La Cenerentola für Kinder [U] 17:00 Buchbinder / Beethoven-Zyklus II 19:30 Klangforum Wien / Cambreling Sc 20:30 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 Der Rosenkavalier 18:00 Liederabend Gerhaher Sc 19:30 La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 The Forbidden Zone [P] 19:30 Lesung I 20:00 Solistenkonzert Kissin 21:00 Jedermann 17:00 Don Giovanni 19:00 Camerata Salzburg / Zehetmair 19:30 La Cenerentola für Kinder [U] 17:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 Philharmonia Orchestra / von Dohnányi / Bruckner IX 20:00 Charlotte Salomon [F] 19:30 Kammerkonzert Isserlis Friends 19:30 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 15:00 The Forbidden Zone [P] 19:30 Der Rosenkavalier 18:00 Liederabend Harteros 19:30 Buchbinder / Beethoven-Zyklus III 19:30 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 15:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 YDP II ◆ [Q] 19:00 Philharmonia Orchestra / Salonen 11:00 ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Meister /  Mozart-Matinee / Minkowski 11:00 Die letzten Tage der Menschheit  18:00 Il trovatore ◆ 19:00 Bruckner I Sc [F] 19:30 The Forbidden Zone [P] 19:30 YDP II [Q] 19:00 Mozart-Matinee / Minkowski 11:00 Abschlussaufführung Operncamp Il trovatore [U] 11:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 Solistenkonzert Sokolov 21:00 Jedermann 17:00 Charlotte Salomon [F] 19:30 La Cenerentola für Kinder [U] 17:00 The Forbidden Zone [P] 19:30 YDP II [Q] 19:00 La Cenerentola für Kinder [U] 16:00 YDP II [Q] 19:00 Der Rosenkavalier 18:00 Mozarteumorchester Salzburg / Eschenbach Sc [F] 19:30 YDP III ◆ 20:00 Il trovatore 15:30 Jedermann 21:00 Don Giovanni  19:30 Buchbinder / Beethoven-Zyklus IV 19:30 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 15:00 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 YDP II [Q] 19:00 Solistenkonzert Pollini 20:00 Fierrabras ◆ 19:00 Buchbinder / Beethoven-Zyklus V 19:30 YDP III 20:00 Der Rosenkavalier 18:00 Charlotte Salomon [F] 19:30 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 YDP III 20:00 Wiener Philharmoniker / Muti / Bruckner VI 11:00 Il trovatore 16:00 Jedermann 21:00 Don Giovanni 20:00 Liederabend Große Schubertiade 19:30 Die letzten Tage der Menschheit 18:00 YDP IV ◆ [A] 20:00 Wiener Philharmoniker / Muti / Bruckner VI 11:00 Mozart-Matinee / Fedoseyev 11:00 Abschlusskonzert der Angelika-Prokopp- Jedermann 17:00 Abschlusskonzert YSP / Sommerakademie der Wiener Fierrabras 19:00 Camerata Salzburg / Guschlbauer 19:30 Philharmoniker [U] 16:00 / 18:00 / 20:00 YDP III 20:00 Wiener Philharmoniker / Muti / Bruckner VI 11:00 YCA-Preisträgerkonzert / Gustav Mahler Jugendorchester [F] 11:00 Mozart-Matinee / Fedoseyev 11:00 Abschlussaufführung Der Rosenkavalier 18:00 Liederabend Beczala  19:30 Operncamp Fierrabras [U] 16:00 Don Juan kommt aus dem Krieg ◆ [P] 19:30 YDP IV [A] 20:00 Il trovatore 15:00 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 17:00 Lesung II 20:00 Don Giovanni 19:30 YDP IV [A] 20:00 Jedermann 21:00 Fierrabras 19:00 Buchbinder / Beethoven-Zyklus VI 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 Der Rosenkavalier  18:00 Liederabend Damrau  19:30 Buchbinder / Beethoven-Zyklus VII 19:30 La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 YDP IV [A] 20:00 Il trovatore 15:00 Kammerkonzert Projekt Tristan und Isolde / Barenboim konzertant 21:00 La Cenerentola ◆ 19:30 Batiashvili Friends 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 La Favorite konzertant 16:00 La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 West-Eastern Divan Orchestra / Barenboim 21:00 Fierrabras 19:00 Golem ◆ 19:30 Wiener Philharmoniker / Dudamel 11:00 Mozart-Matinee / Bolton 11:00 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 15:00 La Cenerentola 15:00 Preisträgerkonzert Golem 19:30 Der Rosenkavalier 18:00 Academy of St Martin in the Fields / Perahia [F] 19:30 Sommerakademie ** 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 Wiener Philharmoniker / Dudamel 11:00 Blasmusikkonzert **** [F] 14:00 Mozart-Matinee / Bolton 11:00 Die Entführung a. d. Serail f. Kinder [U] 15:00 Golem 19:30 Il trovatore 18:00 Liederabend Garanča 19:30 Kammerkonzert Frang / Lifits 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 YDP IV [A] 20:00 Gustav Mahler Jugendorchester / Eschenbach / Bruckner VII Sc 21:00 Jedermann 17:00 Fierrabras 19:00 Kammerkonzert Golem 19:30 La Favorite konzertant 19:00 La Cenerentola 19:30 Hagen Quartett / Widmann 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 Kammerkonzert Jedermann 17:00 Fierrabras 19:00 F. P. Zimmermann / Zacharias 19:30 Don Juan kommt aus dem Krieg [P] 19:30 Kammerkonzert La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 Wiener Philharmoniker / Gatti / Bruckner III 19:30 Hagen Quartett / Gerstein 19:30 Wiener Philharmoniker / Gatti / Bruckner III 16:00 Jedermann 21:00 La Cenerentola 19:00 La Cenerentola für Kinder [U] 15:00 Solistenkonzert Mutter  11:00 Festspielball (ab 18:00 in der Residenz) [F] 21:30 Concertgebouworkest Amsterdam / Jansons Sc 11:00 La Cenerentola 15:00 Berliner Philharmoniker / Rattle 19:00 Os = Ouverture spirituelle / Sc = Salzburg contemporary / YCA = Young Conductors Award / YDP = Young Directors Project / YSP = Young Singers Project • = Premiere In Zusammenarbeit mit der * Stiftung Mozarteum Salzburg ** Universität Mozarteum Salzburg *** Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft Salzburg **** Blasmusikkonzert mit jungen Blasmusiktalenten aus Salzburg und Südtirol unter Mitwirkung der Wiener Philharmoniker Tag Date
  5. 5. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 8 9 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 Oper Don Giovanni Charlotte Salomon Der Rosenkavalier Il trovatore Fierrabras La Cenerentola La Favorite Projekt Tristan und Isolde Foto:BlowUp
  6. 6. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 10 11 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 Viva la libertà! – In unserer vergleichsweise tabulosen und schamfreien Zeit, in der einst dringend gebotene Aufklärung zu profitabler Obszönität heruntergewirtschaf- tet wurde, hat es eine Theaterfigur wie Don Giovanni noch schwerer, verstanden und inszeniert zu werden als ohnedies. Es ist die scheinbare Nähe, die zu schwer aufklärbaren Verwechslungen führt. Dabei ist gegen den pornografischen Durchschnittswüstling des 21. Jahrhunderts Don Giovanni ein romantischer Held von metaphysischen Dimensionen. Sören Kierkegaard begriff ihn als eine Ur-Gewalt, dem Eros oder Dionysos verwandt, eine antikische Gottheit, deren Wiedererwachen sich ausgerechnet der Kirche verdanke. Habe die Kirche den „Geist“ gesetzt, so auch, durch ihre Ausgrenzung, die „Sinnlichkeit“. Habe es die Lust vorher schon in vegetativ-animalischer Form gegeben, sei sie doch durch das Christentum und die Beschreibung des Gegen- satzes neu formuliert worden. Andersgesagt,dieOperDon Giovanniist,wenigstensaufder Bühne,aufeineWeltangewiesen,diederSexualitätihren RespektdurchUnterdrückungerweistundsienichtdurch pervertierteLiberalitätundökonomischbedingteTabulosig- keitentwertet. Kierkegaard hält das Leben Giovannis für eine, nicht in Konti­nuität und Kausalität gebundene, rasende Aneinander- reihung von Momenten. So wie die Sexualität nicht final zu befriedigen sei, so auch nicht Giovannis Hunger. Er erneuere das Verlangen wie Faust: „So taumle ich von Begierde zu Ge- nuss und im Genuss verschmacht’ ich nach Begierde.“ Kier- kegaard sieht Giovanni jenseits moralischer Einwände, und natürlich könnten seine Mitmenschen ihn nicht stürzen, das könne nur der Sendbote einer jenseitigen Welt. Alle ande- ren Figuren der Oper existierten ja nur durch die Anwesen- heit Giovannis, träten aus der Finsternis in sein Licht. Man könne sagen, dass die Figuren in Berührung mit den schöpfe- rischen und zerstörerischen Kräften des Eros sind, den Gio- vanni verkörpere. Es liegt auf der Hand, dass nur durch sichtbaren Druck und Gegendruck das eine wie das andere kenntlich wird, d. h. die sich bedingenden – und einander immer neue Kräfte zuflie- ßen lassenden – Gegensätze von Unterdrückung und Aufbe- gehren. In ihrem Wechselspiel liegen die Ambivalenzen, die der Oper ihre Bedeutung verleihen, verborgen. Die Freiheit, nach der es Giovanni dürstet, hat mit dem bürger­lichen Freiheitsethos und der bürgerlichen Freiheits- verwahrlosung unserer Tage nichts zu tun, sie streift sie nur. Sein Verlangen ist die Grenzenlosigkeit. Dagegen steht eine Welt der strengen Einteilung und Ordnung, der unüber- brückbaren Klassen- und Standesunterschiede, der Moral und der Religion, deren Verdrängungsprozesse erst durch die Begegnung mit Giovanni sichtbar werden. „Freiheit zu was?“, fragen vielleicht Mozart und Da Ponte bang ihren Giovanni. Am Vorabend der Revolution einen Feudalherren das revo- lutionäre Verlangen nach Freiheit mitreißend aussprechen zu lassen, einen Mörder und mutmaßlichen Vergewaltiger zur Identifikationsfigur zu machen, um am Ende die Höl- le auf die Bühne zu bringen – dieses Vorhaben ist so reich an Widersprüchen, geahnten und formulierten, so reich an Ängsten und Hoffnungen, falscher und echter Empörung, Dafür- und Dagegenhalten, irdischen und religiösen Hori­ zonten, Zaudern und Wagen, Witz und Ernst, dass man meint, ein Ringen fände statt, in dem keiner der Kontra- henten verlöre, sondern in dessen Hitze das Schlachtfeld in Flammen aufginge. „Freiheit“ und „Unfreiheit“ werden dabei in der flackernden Beleuchtung zu gleichermaßen beängsti- genden Größen. Unsere Zeit löscht dieses Feuer gerne mit der Psychopatholo- gisierung des Don Giovanni. Da uns nichts mehr heilig ist, ist uns auch nichts unheilig. Viva la libertà! Sven-Eric Bechtolf Marc-André Dalbavie (*1961) Oper in zwei Akten mit einem Vorspiel und einem Nachwort von Marc-André Dalbavie Libretto von Barbara Honigmann nach Leben? oder Theater? von Charlotte Salomon Übertragung ins Französische von Johannes Honigmann In deutscher und französischer Sprache Auftragswerk der Salzburger Festspiele Uraufführung Mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung Marc-AndréDalbavie Regie LucBondy Bühne JohannesSchütz Kostüme MoideleBickel Licht DominiqueBruguière Dramaturgie KonradKuhn Charlotte Salomon SchauspielerinN. N. Charlotte Kann MarianneCrebassa Franziska Kann ClémentineMargaine Paulinka Bimbam NoraGubisch Frau Knarre CorneliaKallisch Doktor Kann, ein Arzt VincentLeTexier Amadeus Daberlohn, ein Gesangspädagoge FrédéricAntoun Professor Klingklang Jean-SébastienBou MozarteumorchesterSalzburg Opera today,ermöglichtdurchJTI Felsenreitschule Premiere: Mo 28. Juli WeitereVorstellungen: Sa 2. /Do7./So10./Do14.August Preise:E 401,–/345,–/290,–/203,–/ 132,–/103,–/58,–/23,– Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) Dramma giocoso in zwei Akten KV 527 Libretto von Lorenzo Da Ponte Mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung ChristophEschenbach Regie Sven-EricBechtolf Bühne RolfGlittenberg Kostüme MarianneGlittenberg Licht FriedrichRom Dramaturgie RonnyDietrich Choreinstudierung WalterZeh Donna Anna GeniaKühmeier Donna Elvira AnettFritsch Zerlina ValentinaNaforniţa Don Giovanni IldebrandoD’Arcangelo Leporello LucaPisaroni Don Ottavio AndrewStaples Il Commendatore TomaszKonieczny Masetto AlessioArduini Bühnenmusik MitgliederderAngelika- Prokopp-SommerakademiederWiener Philharmoniker PhilharmoniaChorWien WienerPhilharmoniker MitUnterstützungvonServusTV Haus für Mozart Premiere: So 27. Juli WeitereVorstellungen: Mi 30. Juli /So 3. /Mi 6./Di 12./ Fr15./Mo18. August Preise:E 580,–/456,–/348,–/242,–/ 174,–/127,–/94,–/58,–/ 23,– (BuchbarimArrangementsieheSeiten62–65) Der Mensch sitzt am Meer.Er malt.Eine Melodie kommt ihm plötzlich in den Sinn.Indem er sie zu summen beginnt,bemerkt er,dass die Melodie genau auf das, was er zu Papier bringen will,passt.EinText formt sich bei ihm,und nun beginnt er die Melodie mit dem von ihm gebil- detenText zu unzähligen Malen mit lauter Stimme so lan- ge zu singen,bis das Blatt fertig scheint.“ Mit diesenWorten beschreibt Charlotte Salomon,wie ihr faszinierendesWerk ­Leben? oder Theater? entstand.Die junge jüdische Künstlerin war nach der Pogromnacht vom 9.November 1938 aus Berlin zu ihren Großeltern nach Südfrankreich geflüchtet. In Villefranche erlebt sie denAusbruch desWeltkriegs.Aus Angst vor den näher­rückendenTruppen Nazideutschlands stürzt sich ihre Großmutter aus dem Fenster.Vom Großvater hört sie,dass schon ihre leibliche Mutter,die gestorben war, als sie neun Jahre alt war,ihrem Leben auf die gleicheWeise ein Ende gesetzt hatte.Schlimmer noch:Eine ganze Reihe weitererVerwandter,so erfährt sie jetzt,ist durch Freitod ge- storben.Charlotte spürt:Will sie nicht von diesem Familien- fluch eingeholt oder verrückt werden,muss sie„etwas ganz verrückt Besonderes“ tun. Das „ganz verrückt Besondere“ nimmt die nächsten zwei Jah- re inAnspruch:Hunderte von Gouachen,in denen Charlot- te Salomon die Geschichte ihres noch jungen Lebens und die ihrer Familie erzählt und zugleich fiktiv überhöht,werden auf die oben beschriebeneArt undWeise geschaffen.Häufig mit filmisch anmutenden Mitteln entwickelt sie Szene für Szene und schreibt dazuTexte,die sie vielfach in den Bildraum inte- griert.Und sie notiert zahlreiche musikalische Bezüge – eben die„Melodien“,die ihr beim Malen und Schreiben durch den Kopf gingen.Die Musik-Zitate reichen von Bach über Beet­ hoven bis Bizet und schließen auch Filmschlager ein.Ihr Werk Leben? oder Theater? – heute im Jüdischen Historischen Museum vonAmsterdam aufbewahrt – nennt sie ein„Singe­ spiel“:eine wirklich„ganz verrückt besondere“Verbindung von Bild,Text und Musik,die manch spätere Entwicklung der Kunst vorwegnimmt. Vor allem aber ist es das bewegende Zeugnis einer jungen Frau,die mit wachenAugen und Ohren die Katastrophen ih- rer Zeit und ihresVolkes erlebt.Und deren Leben imAlter von 26 Jahren ein jähes Ende gesetzt wird:Als die Deutschen 1943 auch den Süden Frankreichs besetzen,wird sie verhaf- tet und nachAuschwitz deportiert,wo sie kurze Zeit später umkommt.Ein Schicksal von sechs Millionen.Eine Lebens- geschichte,die in Leben? oder Theater? auf unverwechsel­bare WeiseAusdruck gewinnt.Und für den französischen Kompo- nisten Marc-André Dal­bavie der Stoff für eine Oper.Er greift Charlotte Salomons Leben undWerk auf und macht es sich auch zurAufgabe,kompositorisch auf die von ihr zitierten Musiken zu reagieren. Marc-André Dalbavie,Jahrgang 1961,dem mit seiner 2010 in Zürich uraufgeführten Oper Gesualdo ein durchschlagender Erfolg gelang,gehört zu den meistgespielten Komponisten seiner Generation.Seine Musiksprache formte sich am Pari- ser IRCAM,beeinflusst von der sogenannten„musique spec- trale“.Die bei uns als„Spektralisten“ bekannte Gruppe um den Komponisten Gérard Grisey machte anstelle abstrakter Bauprinzipien (wie in der seriellen Musik) dieAnalyse des Einzelklangs (auch mit elektronischen Mitteln) zumAus- gangspunkt ihrerArbeit und erforschte die sinnliche Erfahr- barkeit des Klangspektrums.Dalbavie gelang mit Seuils (ur- aufgeführt 1994 bei den Salzburger Festspielen unter Pierre Boulez) der internationale Durchbruch.Seither hat er seinen unverkennbaren Personalstil stetig weiterentwickelt.Den für die Neue Musik lange zentralen Gegensatz vonTonalität und Atonalität bzw.Zwölftonmusik lässt er mit Hilfe metatonaler Kompositionstechniken hinter sich.Marc-André Dalbavie lässt sich immer wieder auch durch die Musik vergangener Jahrhunderte inspirieren.Außer Gesualdo,auf dessen Madri- gale er sich in seinem Schaffen mehrfach bezogen hat,ließe sich die Musik der französischenTroubadoure des 12.Jahr- hunderts ebenso nennen wie die im Barock entstandene Tradition desVirtuosen-Konzerts.Neben großformatigen symphonischenWerken,regelmäßig von Spitzenorchestern weltweit gespielt,hat er sich immer für die menschliche Stim- me interessiert.In der Oper Charlotte Salomon wird seine Musik zum Medium,in dem sich das„Singespiel“ der eigen- willigenTitelfigur fortspinnen lässt. Konrad Kuhn Marianne Crebassa/ Foto:IMGArtists IldebrandoD’Arcangelo/Foto:UweArensDG Don Giovanni Charlotte Salomon
  7. 7. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 12 13 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 Giuseppe Verdi (1813–1901) Dramma lirico in vier Teilen Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach dem Drama El trovador (1836) von Antonio García Gutiérrez Mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung DanieleGatti Regie und Bühne AlvisHermanis Kostüme EvaDessecker Licht GlebFilshtinsky Videodesign InetaSipunova Regiemitarbeit GudrunHartmann Bühnenbildmitarbeit UtaGruber-Ballehr Dramaturgie RonnyDietrich Choreinstudierung ErnstRaffelsberger Leonora AnnaNetrebko Azucena Marie-NicoleLemieux Ines DianaHaller * Manrico FrancescoMeli Il Conte di Luna PlácidoDomingo Ferrando RiccardoZanellato *MitglieddesYSP Bühnenmusik MitgliederderAngelika- Prokopp-SommerakademiederWiener Philharmoniker Konzertvereinigung WienerStaatsopernchor WienerPhilharmoniker Koproduktionmitdem ShanghaiGrandTheatre Großes Festspielhaus Premiere: Sa 9. August WeitereVorstellungen: Di 12. /Fr 15. /Mo 18. /Do 21. / So 24. August Preise:E 580,–/456,–/345,–/235,–/ 159,–/118,–/79,–/36,– (BuchbarimArrangementsieheSeiten62–65) AusderquälendenAtmosphäredesmykenischenKö- nigspalastessehnteRichardStrausssichnachLich- terem.NochwährenderanElektraarbeitete,diskutierteermit HugovonHofmannsthalschondasnächsteProjekt:Miteiner „Spieloper“,einerausmozartschemGeistgeborenenKomödie, wolltendiebeidenneueWegegehen.WarElektraalsnachträg- licheBearbeitungvonHofmanns­thalsSchauspielentstanden, soempfingderDichternunseineWeihenalsLibrettistim eigentlichenSinn:DerRosenkavalierbildetedieersteErrungen- schafteinerdenkwür­digenZusammenarbeit,die20Jahrewäh- rensollte. InGesprächenmitHarryGrafKesslerentwarfHofmannsthal imFebruar1909eindetailliertesSzenariumderOper.Die AusarbeitungdesLibrettoszogsichnochübereinJahrhin,da HofmannsthaldenTextaberratenweiselieferte,konnteder ungeduldigeStraussbaldmitderKompositionbeginnen.Am 26.Januar1911erlebtederRosenkavalierinDresdenseine umjubelteUraufführung.DieHandlungschöpfteausdenver- schiedenstenQuellen,seienesKomödienMolières,ein„roman libertin“desspäten18.Jahrhunderts,GemäldevonHogarthoder SuppésOperetteFatinitza.OrtundZeitwarenbeschlossene Sache:WienunterMariaTheresia.Hofmannsthalschilderteim Rückblick,dassausaltenKomödienvertrauteTypendenAus- gangspunktfürdieHandlungbildeten.Sobegegnenwirdem rustikal-provinziellen,ebensodünkelhaftenwiegroben Landadligen,demreichenEmporkömmling,demjungen Liebespaar,denIntrigantenetc.DieseFigurenabergaltes– unddasmachtefürHofmannsthaldasWesenderKomödie aus–zueinandervielfältiginBeziehungzusetzen.„Sostehen GruppengegenGruppen“,notierteerim„Ungeschriebenen Nach­wortzumRosenkavalier“,„dieVerbundenensindgetrennt, dieGetrenntenverbunden.Siegehörenallezueinander,und wasdasBesteist,liegtzwischenihnen:esistaugenblicklichund ewig,undhieristRaumfürdieMusik.“ Freilichoffenbart,unterderOberflächeleichtdahinfließender Konversation,schonHofmannsthalsTextdieseinnerenBezie- hungen,unddasmiteinerfürdasliterarischeFindeSiècletypi­ schenSensibilitätundpsychologischenDurchdringung.Die simpleGrundhandlung–„eindicker,älterer,anmaßenderFrei- er,vomVater[derBraut]begünstigt,wirdvoneinemhübschen, jungenausgestochen“(soineinemBriefanStraussvom12.Mai 1909)–verbandHofmannsthaleinerseitsmitburleskenEle- mentenwiederFoppereidesfaunisch-lüsternenBaronOchsauf LerchenaudurchOctavianals„Mariandl“,andererseitsmitexis- tenziellenThemen,umdieseineGedankenimmerwiederkreis- ten,etwadieVergänglichkeit.DienichtmehrjungeFeldmar- schallin,vondenAutorenvonvornhereinfürdie„höhereRe- giondesRührenden“ausersehen,sinniertamEndedesersten AktsmelancholischüberdieZeitlichkeitallesBestehenden.Nur zugutweißsie,dassihr17-jährigerLiebhaberOctaviansiefrü- heroderspäterverlassenwird„umeinerandernwillen,diejün- gerundschönerist“.DieserOctavian,GrafRofrano,isteinWie- dergängervonMozartsCherubinoimFigaro:WarjenerFeuer undFlammefürdieGräfin,sotreffenwirOctaviannunimBett derMarschallinan,dieseineMutterseinkönnte.Dannaberbe- gegneterderblutjungenSophievonFaninal,dievonihremneu- geadeltenVatereigentlichdemaltadligenBaronOchsverspro- chenwurde.StrausshatdieseBegegnung–Liebeaufdenersten Blick –,intraumhaft-unwirklicheKlängegebannt,auchderTi- telderOperbeziehtsichdarauf:DennalsBrautwerberfürOchs überreichtOctavianSophiezeremonielleinesilberneRose.Er selbstdurchläuftwährenddesseneineInitiationoder–umdie- senfürHofmannsthalsozentralenBegriffzuverwenden–eine „Verwandlung“:vom„Bub“(wiedieMarschallinihngernnennt) zumerwachsenenMann. ÜberdieseVerflechtungenhinaussinddieFigurenineinem konkretenLebensumfeldverankert.Hofmannsthalsprachrück- blickendvom„geheime[n]Wunsch,einhalbimaginäres,halb realesGanzesentstehenzulassen,diesWienvon1740,einegan- zeStadtmitihrenStänden,[…]mitihremZeremoniell,ihrer sozialenStufung,ihrerSprechweiseodervielmehrihrennach denStändenverschiedenenSprechweisen“.DieZeit,deren ErfahrungdieMarschallinsobeschäftigt,wirdimRosenkavalier alsoaufeinerweiterenEbenethematisiert:alshistorischeZeit. DabeigingeskeineswegsumauthentischeRekonstruktionder Vergangenheit.Diesubtildifferenzierten„Sprechweisen“der FigurenerweisensichjedochgeradeinihrerArtifizialitätalsecht, unddasgiltauchfürandereElementedesStücks:Sievermitteln einelebendigeIdeevonEpocheundOrt. Strauss’MusikträgtdiesenEindruckkongenialmit.DerWalzer, dergroßeTeilederPartiturdurchwebt,istimmaria-theresiani­ schenWiennatürlichfehlamPlatz,aberauchdort,woStrauss das18.Jahrhundert„zitiert“,lagihmhistoristischeStilkopiefern. IndemerdieAnspielungeninseineneigenen,modernenStil integrierte,verschmolzerGeschichtlichesmitGegenwärtigem undnahmsodieBrechungenauf,dieauchdasLibrettoprägen: eineimaginativeBeschwörungvergangener(undvergehender) Zeit,inder –ähnlichwieimberühmtenMonologderMarschal- lin–auchNostalgiemitschwingt. ChristianArseni Richard Strauss (1864–1949) Komödie für Musik in drei Aufzügen von Hugo von Hofmannsthal Mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung ZubinMehta Regie HarryKupfer Bühne HansSchavernoch Kostüme YanTax Licht JürgenHoffmann Videodesign ThomasReimer Choreinstudierung ErnstRaffelsberger Einstudierung Kinderchor WolfgangGötz Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg KrassimiraStoyanova Octavian SophieKoch Sophie MojcaErdmann Jungfer Marianne Leitmetzerin SilvanaDussmann Annina WiebkeLehmkuhl Der Baron Ochs auf Lerchenau GüntherGroissböck Herr von Faninal AdrianEröd Valzacchi KresimirSpicer Ein Sänger StefanPop Ein Polizeikommissar TobiasKehrer Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin FranzSupper Der Haushofmeister bei Faninal MartinPiskorski * Ein Notar LucasSinger * Ein Wirt RomanSadnik * Mitglied des YSP Bühnenmusik MitgliederderAngelika- Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker Konzertvereinigung Wiener Staatsopern- chor · Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor Wiener Philharmoniker Mit Unterstützung der Salzburg Festival Society (USA) Großes Festspielhaus Premiere: Fr 1. August WeitereVorstellungen: Mi 5. / Fr 8. / Mo 11. / Do 14. / So 17. / Mi 20. / Sa 23. August Preise:E 580,–/456,–/345,–/235,–/ 159,–/118,–/79,–/36,– (BuchbarimArrangementsieheSeiten62–65) Der Rosenkavalier Mutigundmodern“solleerschreiben,batGiuseppe  VerdiseinenLibrettistenSalvadoreCammarano, nachdemer1850indemTheaterstückEltrovadorvonAnto- nioGarcíaGutiérrezeinenStoffentdeckthatte,derihnzur Vertonungreizte.ZusammenmiteinerkleinenGruppeande- rerStücke–darunterauchDonAlvaro(1835),einWerkdes ­HerzogsvonRivas,dasdieVorlagefürVerdisLa forzadeldesti- nolieferte–kennzeichneteEltrovadordasAufkommeneiner kurzlebigen,abereigenständigenVariantespanischerSchauer- romantik,diezwarderfranzösischenRomantikVictorHugos verpflichtetwar,jedocheinebesondereeigeneemotionaleund spirituellePrägungbesaß.Eltrovador,oberflächlichbetrachtet einhistorischesDrama,daszurZeitderaragonesischenKriege imfrühen15. Jahrhundertspielt,handeltinWahrheitvoneiner Krisederreligiösen,sozialenundpolitischenAutorität,diesich inGarcíaGutiérrez’­eigenerEpocheauftat. SicherwarenesdieKühnheitundOriginalitätdesspanischen Stücks–seinebizarrenGestaltenundEreignisse,seingesell- schaftlichundmoralischprovokanterCharakter –,dieVerdis Interesseerregten.ZweiMänner,dienichtwissen,dasssie Brüdersind,liefernsicherbitterteKämpfe,sowohlaufdem SchlachtfeldwieauchinderLiebezueinundderselbenFrau. Dereine,GrafLuna,glaubtsichaufgrundseinesadeligenStan- desberechtigt,dieLiebederGräfinLeonorafürsichbeanspru- chenzukönnen;derandere,Manrico,durcheineReihewidriger UmständevonderZigeunerinAzucenaanSohnesstattgroß- gezogen,istLeonorainwahrerLiebeverbunden.DasSchicksal nimmtseinenLauf. VerdibezeichnetedenStoffals„herrlich,fantastischundmit gewaltigenSituationen“,undsporntedenwenigbegeisterten Cammaranoam4. April1851ineinemBriefan:„Wennesin derOperwederCavatinennochDuette,Terzette,Chöreund FinaliundsoweitergäbeunddasGanzenurauseinereinzigen Nummerbestände,würdeichdasumsorichtigerundpassen- derfinden.AusdiesemGrundewürdeichsagen,wennDues vermeidenkönntest,miteinemEingangs­chorzubeginnen(alle OpernbeginnenmiteinemChor),umstattdessendirektmit demLieddesTroubadourseinzusetzenunddieerstenbeiden Aktezueinemzuverschmelzen,dannwäredieseineguteSache.“ DiesenGefallentatihmCammaranonicht,imGegenteil.Er lieferteihmeinenEntwurf,dermitseinerkonventionellen EinteilungineinzelneNummernsogarzurückfielhinterden mitRigolettoeingeschlagenenWegeinerAuflösungdesalten Schemas.DennocherkannteVerdioffenbarnachanfänglicher EnttäuschungdasPotenzialdiesesEntwurfesimHinblickauf denungewöhnlichenStoff.„[…]setzdenTroubadournursofort, wieDuesinderIntroduktiongemachthast,undichwerdemich äußerstglücklichschätzen“,schrieberseinemLibrettistenknapp dreiMonatespäteram25.Juni. InderTatgestattetegeradedietraditionelleAnlagedesLibret- tosjeneModernitätdeskompositorischenZugriffs,diedem KomponisteninderFolgegernezumVorwurfgemachtwurde. AuffälligistdieZurücknahmederRezitative,dennVerdihat inseinemTrovatore–ganzimSinnederspanischenDramen- vorlage–geschlosseneundautonomeBildergegeneinander geschnittenundaufeinekontinuierlichsichentfaltendeHand- lungverzichtet.ImZentrumdereinzelnen,strenggeometrisch angeordnetenBilderstehengroßangelegteErzählungen,dieweit zurückliegendeVorkommnissevergegenwärtigenunddieFolie liefernfürdievonVerdivorgeführtenelementarenGefühleder Liebe,derEifersucht,desHassesundderRache,alsderenOpfer sichdieProtagonisten–blindihrenLeidenschaftenausgeliefert– erweisen:Leonora,dieumderLiebewillendenFreitodwählt, dieZigeunerinAzucena,derenRachsuchtdasDramaauslöst undjedeihrerHandlungenbegleitet,Manrico,derinseiner EifersuchtdiesterbendeLeonoraderUntreuebezichtigt,und GrafLuna,derinUnkenntnisderwahrenZusammenhängevon HassgetriebendeneigenenBrudertötet. InständigemWechselderPerspektivefungiertVerdisMusik einerseitsalsneutralerBeobachterderSituationen,umdann unvermitteltinsInnerstederFigurenzuzoomenundderen EmotionenaufsExtremsteauszuloten.Damiteinhergehtein permanentesÜberblendenvonVergangenheitundGegenwart, dasgeradezufilmischanmutet. AllernegativenStimmenzumTrotzerobertesichdieam19. Januar1853imrömischenTeatroApollouraufgeführteOper, diedasMittelstückvonVerdissogenannter„trilogiapopolare“– Rigoletto,Iltrovatore,Latraviata –bildet,imSturmdasPubli- kumundnimmtbisheuteimGesamtschaffendesKomponisten einenhervorragendenPlatzein. Ronny Dietrich SophieKoch/Foto:PatrickNin Anna Netrebko/ Foto:RuvenAfanador Il trovatore
  8. 8. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 14 15 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 ZuBeginndes19.Jahrhundertswaresimmernochdie Oper,dieeinemKomponistendiebreitesteöffentliche AufmerksamkeitunddenschnellstenErfolgsichernkonnte. AuchFranzSchubertzeigteschoninjugendlichemAlter,er- muntertdurchseinenLehrer­Salieri,Theaterambitionen:Es warderBeginn­eineslangen,rechtglücklosenKapitelsseiner Laufbahn.VondenelfBühnenwerken,dieSchubertvollendete (größtenteilsSingspiele),erlebteernurdreiaufderBühne.Das lagauchdaran,dasserdiemeistendieserWerkeohneoffizi- ellenAuftragkomponierte,„weilesihndrängte,siezuschreiben, undweilBeifallundGeldihmniealsReizmitteldienten,um derKunstzuleben“(JosefvonSpauninseinenErinnerungenan Schubert).ImFalldes1823komponiertenFierrabras,seinembe- deutendstenBühnenwerk,bestandallerdingsguterGrundzur Hoffnung:DasLibrettostammtevonJosefKupelwieser,dem einflussreichenunddiedeutscheOperförderndenSekretärdes k. k.Kärntnertortheaters,woFierrabrasAnfang1824heraus- kommensollte;auchdasderNachfragenachRitterromantik entgegenkommendeSujetwarvielversprechend.Werkonnte ahnen,dasseineandere„heroisch-romantische“Oper,Webers Euryanthe,imHerbst1823amKärtnertortheatereinenMisser- folglandenunddenDirektorveranlassenwürde,auchFierrabras vomSpielplanzunehmen?DieWienerstürmtenlieberweiter Rossini-Opern,undSchubertsPartiturverschwandinder Schublade.Erst1897wurdeFierrabraserstmalsszenischauf- geführt. DieOperverknüpftzweiGeschichtenausdemSagenkreisum KarldenGroßenvordemHintergrundderkriegerischenAusei- nandersetzungenzwischenChristenundMuslimen.EinHand- lungsstranghatseineWurzelinderaltfranzösischen„chanson degeste“Fierabras,derenTitelheld,einriesenhafterMauren- prinz,infränkischeGefangenschaftgerätundzumChristen- tumübertritt;seineSchwesterhingegenverliebtsichineinenvon denMaurengefangengehaltenenfränkischenRitterundver- hilftihmundseinenKameradenzurFlucht.EineFassungdie- sesEposundCalderónsdramatischeBearbeitungdesStoffes, DieBrückevonMantible,wurdenAnfangdes19. Jahrhunderts indeutschenÜbersetzungenneuzugänglichgemacht.Diese QuellenergänzteKupelwiesermitderLegendevonEginhard undEmma,sodasswiresinSchubertsFierrabrasmitzweiLie- bespaarenzutunhaben.KönigKarlsTochter,Emma,undder armeRitterEginhardhaltenihreLiebegeheim,dasiefürchten, derKönigwürdedienichtstandesgemäßeVerbindungseiner Tochtermissbilligen.PolitischeSchrankenhingegentrennendie maurischePrinzessinFlorindaunddenFrankenritterRoland, derenLiebeeinstzuFriedenszeiteninRomaufkeimte.AlsFüh- rereinerfränkischenGesandtschaftgelangtRolandnunanden HofvonBoland,woerseinerGeliebtenwiederbegegnet.Alsder MaurenfürstdieGesandteneinkerkernlässt,istFlorindabereit, Vater,Heimat,EhreundGlaubezuvergessen,umRolandzu retten:„NichtVaterland,selbstnichtdesBlutesBande,erschre- ckenmich;fürihntrotz’ichdemTod,jaselbstderSchande!“In ihrerrebellischenLeidenschaftähneltFlorindaLeonoreinBeet­ hovensFidelio;sieistderGegentypuszuEmma,diederväter- lichenAutoritäthörigerundüberhauptstärkereinempassiven, biedermeierlichenFrauenbildverhaftetist. ImGegensatzzudenQuellenführtunsdieOperFierrabras gleichzuBeginnalsGefangenenvorAugen.Zurmilitärischen Niederlagekommtdieerotische,alserdieangebeteteEmmain denArmenEginhardsentdeckenmuss.DochFierrabrasübt sichinVerzicht,umnichtzusagenSelbstverleugnung:Erdeckt denNebenbuhlervordemKönigundwandertstattseinerin denKerker–allesumderFreundschaftwillen,dieerEginhard entgegenbringt.DieseOpferbereitschaftmagheutebefremd- lichwirken.AmEndebittetFierrabrasumden„Lohn“,unterdie fränkischenRitteraufgenommenzuwerden.SeinWunschwird verständlicher,wennmansicherinnert,wieergreifendSchubert dasBandfreundschaftlicherSolidaritätineinemA-cappella- ChordervomTodbedrohtenRitterimzweitenAktinTöne gefassthat. DiejungenProtagonistendesStückssind,überethnische,religiöse oderpolitischeGegensätzehinweg,durchLiebeoderFreund- schaftmiteinanderverbunden,durchwechselseitigeVerantwortung unddieBereitschaft,das„Fremde“jenseitskollektiverIdentitäten zuverstehen.SiegeratendamitunvermeidlichinWiderstreit mitdenVätern,dieaufSicherungihrerMachtaussindund ToleranzimGrundealseineGefahrbetrachten.SelbstKönig Karl,deralsgroßmütigerFriedensbringerauftritt,verknüpft diesenFriedendochklarmitderForderungandieMauren,„des GlaubensWahrheitmitunszuteilen“. KonfliktemitderVätergenerationundverkrustetenMacht­ struk­turen,äußerenSchrankentrotzendeLiebe,derFreun- deskreisalswahreHeimat–alldaswarenThemen,dieSchu- bertimInnerstenberührten.AndenÄngstenundSehnsüchten, HoffnungenundVerzweiflungenderFigurenkonntesichseine musikalischeInspirationunmittelbarentzünden.Immerwieder verdichtetsichdieMusikinFierrabraszuTableaux,dieunsun- gemeinsuggestiv,wieuntereinerLupedasInnenlebenderFiguren oderdieemotionaleAtmosphäreeinerSituationvergegenwärti- gen–vonlyrischerInnigkeitundRuhebishinzuäußerster dramatischerErregung. ChristianArseni Franz Schubert (1797–1828) Heroisch-romantische Oper in drei Akten Libretto von Josef Kupelwieser nach dem altfranzösischen Heldenepos Fierabras (um 1170), dem Schauspiel La puente de Mantible (1630) von Pedro Calderón de la Barca und der Sage Eginhard und Emma Mit deutschen und englischen Übertiteln MusikalischeLeitung IngoMetzmacher Regie PeterStein Bühne FerdinandWögerbauer KostümeAnnamariaHeinreich Licht JoachimBarth Choreinstudierung ErnstRaffelsberger Emma JuliaKleiter Florinda DorotheaRöschmann Maragond Marie-ClaudeChappuis Fierrabras MichaelSchade KönigKarl GeorgZeppenfeld Roland MarkusWerba Eginhard BenjaminBernheim Boland PeterKálmán Bühnenmusik MitgliederderAngelika- Prokopp-SommerakademiederWiener Philharmoniker Konzertvereinigung WienerStaatsopernchor WienerPhilharmoniker Mit Unterstützung von Swiss Re Haus für Mozart Premiere: Mi 13. August WeitereVorstellungen: Sa 16. /Di 19. /Fr 22. /Mo 25. / Mi27.August Preise:E 539,–/421,–/325,–/242,–/ 174,–/127,–/94,–/58,–/23,– Michael Schade /Foto:HaraldHoffmann Fierrabras MeinearmeCenerentola,eineunerwarteteTochterund dieArbeitwenigerTage…“DasVorwort,dasJacopo FerrettidemLibrettozuRossinisOperimErstdruckvoranstellte, dienteeinerseitsdazu,die„Mittelmäßigkeit“derVersemitderen widrigenEntstehungsumständenzuentschuldigen:Zensur- undTerminschwierigkeitenwarenschuld­daran,dassFerretti seinLibrettoin22TagenschreibenundRossinies,mehroder wenigerparallel,in24Tagenvertonenmusste–am25.Januar1817 wurdeLa CenerentolaamrömischenTeatroValleuraufgeführt. AndererseitsbegegnetderLibrettistmöglichenErwartungs- haltungenangesichtseinerOper,dieauf einemderältestenund bekanntestenMärchenstoffebasiert.SoweistFerrettidarauf hin, dassderSchuh,denAschenputtelinCharlesPerraultsberühmter VersiondesMärchensverliert,inderOpergarnichtvorkomme; dieTitelfigurentbehreauch„derGesellschafteinesZauberers,der Phantas­magorienerzeugt,odereinersprechendenKatze“.Damit thematisierterjenesauffallendeFehlenübernatürlicherElemente, dasgernauf denskeptisch-rationalenRossinizurückgeführt wurde.TatsächlichsindZaubereienodervermenschlichte TierejedochbereitsinNicolasIsouardsOperCendrillon(1810) weitgehendgetilgt,derenLibretto­FerrettizweifellosalsVorbild diente.AuchdortfindenwirübrigensanstelledergutenFeedie GestaltdesweisenAlidoro,deralsErzieherdesPrinzendiesem zuseinemGlückverhilft. Alidoro glaubt – ob aus christlicher oder aufklärerischer Zu- versicht,sei dahingestellt – an eine höhere Gerechtigkeit.Nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken,dass die Geschichte trotz der Abwesenheit des Übernatürlichen ihr utopisches und dadurch wiederum märchenhaftes Moment behält.Die moralischeVisi- on,mit der diese Utopie verknüpft ist,kommt im Untertitel des Werks zumAusdruck:„La bontà in trionfo“.In Rossinis Oper siegt das Gutsein.Wenn das Stück damit unsere Sehnsucht nach einer besserenWelt bedient,so führt es uns doch zugleich den Status quo in komischer Überzeichnung schonungslos deut- lich vorAugen.Ganz realistisch ist bereits dieAusgangs­situation umrissen:„Die eine Hälfte meines Palastes ist schon eingestürzt, die andere imTodeskampf“,jammert Don Magnifico seinen Töchtern Clorinda undTisbe vor,die seiner prekären Finanzlage ein Ende machen könnten:durch die Ehe mit dem eine Braut suchenden Prinzen.Don Magni­ficos Stieftochter Cenerentola, die eigentlichAngelina heißt,muss hingegen das ­Dasein einer Dienerin fristen.Sie nimmt ihr Schicksal geduldig hin und trös- tet sich mit einem Lied (ihre garstigen Stiefschwestern können es schon nicht mehr hören),das von ihrem Helden erzählt, einem König,der von drei Frauen umworben wird:„Was tut er? Er verachtet den Prunk und die Schönheit,und erwählt für sich schließlich die Unschuld und Güte.“ Nicht von einem Dasein als Prinzessin träumtAngelina, sondern von wahrer,am Menschen an sich interessierter Liebe. Ein bisschen wie wir alle,die wir die ausschließliche Orientierung an„innerenWerten“ aber dann doch belächeln.OptischeAttrak- tivität ist nun einmal verlockend,ersatzweise auch finanzieller Überfluss,gesellschaftlicher Rang,Macht …Nach letzteren Dingen steht jedenfalls Cenerentolas Stiefschwestern der Sinn, und der pompöse Don Magnifico imaginiert sich schon ganz konkret in einer einflussreichen Position am Hof:Die Bitt­steller stehen Schlange,das Schmiergeld fließt nur so. DersozialeEhrgeizverzerrtdenBlickauf dieWirklichkeit:Da derPrinz,DonRamiro,undseinDienerDandinidieRollen getauschthaben,umCharakterundHerzderEhe­bewerberinnen zuerforschen,kannsichderfalschePrinzClorindaundTisbe kaumvomLeibehalten,währenddemechtenprompteine „plebejischeSeele“und„gewöhnlicheAusstrahlung“attestiert werden.DasVerkleidungsspielentlarvtdieScheinhaftigkeitund AbsurditätdesganzenTreibens–Rossinisetztesmusikalisch mitdemihmeigenenWitzundBrillanzinSzene.Wieinseinen früherenBuffa-OpernbegegnenwirauchinLa Cenerentola jenen MomentenallgemeinerPerplexität,dieRossinisoumwerfend einfängt:MithörbaremVergnügenkombinierterdieeinzelnen, vorStaunenerstarrtenFigurenwieMarionettenzuformal perfektorganisiertenEnsembles,diesichgeradezumanischzu kollektivemTaumelsteigernkönnen. SelbstinderMassebehältCenerentolaimmerihreganzeigene Stimme.VonihremmelancholischgefärbtenLieblingsliedan, dessenWortesichalsprophetischerweisen,istsiedurcheinen empfindsamenTonfallcharakterisiert.NurDonRamirovermag inihneinzustimmen:AlsCenerentoladenvermeintlichenDiener gleichbeidererstenBegegnungalsSeelenverwandtenerkennt, verbindensichdiebeidenStimmenzueineminnigenDuett. DievokaleVirtuosität,diediefeinenFioriturendiesesDuetts erfordern,stelltRossinispäterindenDienstdesheroischenGes- tus,mitdemCenerentolaimSchlossauftritt.Soverknüpftder 25-jährigeKomponistdieKomikderOperabuffamitrührender EmpfindsamkeitundgelegentlichsogarAusdrucksdimensionen, diewirsonstnurinseinenOpereserieantreffen.Genaudiese VielfaltderStilebenenmachtLa Cenerentolazueinerderreiz- vollstenundauchmenschlichstenOpernRossinis. Christian Arseni La Cenerentola ossia La bontà in trionfo Gioachino Rossini (1792–1868) Dramma giocoso in zwei Akten Libretto von Jacopo Ferretti (1784– 1852) nach dem Märchen Cendril- lon ou La Petite Pantoufle de verre (1697) von Charles Perrault sowie dem Libretto von Charles-Guillaume Etienne für Nicolas Isouards Oper Cendrillon (1810) und dem Libretto von Francesco Fiorini für Stefano Pa- vesis Oper Agatina o La virtù premi- ata (1814) Mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung Jean-ChristopheSpinosi Regie DamianoMichieletto Bühne PaoloFantin Kostüme AgostinoCavalca Licht AlessandroCarletti Dramaturgie ChristianArseni Choreinstudierung ErnstRaffelsberger Angelina CeciliaBartoli Clorinda LynetteTapia Tisbe N. N. Don Ramiro JavierCamarena Don Magnifico EnzoCapuano Dandini NicolaAlaimo Alidoro UgoGuagliardo Konzertvereinigung WienerStaatsopernchor EnsembleMatheus Mit Unterstützung der Freunde der Salzburger Festspiele e. V. Bad Reichenhall Haus für Mozart Premiere: Do 21. August WeitereVorstellungen: Sa 23. /Di 26. /Fr 29./So31. August Preise:E 580,–/456,–/348,–/242,–/ 174,–/127,–/94,–/58,–/23,– (BuchbarimArrangementsieheSeiten62–65) Cecilia Bartoli /Foto:DECCA/UliWeber
  9. 9. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 16 17 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 InPariszureüssierenwarMittedes19.Jahrhundertsder TraumvielerKomponisten.DerhohekünstlerischeStan- dardderdortigenSängerundMusiker,sorgfältiginszenierte undopulentausgestatteteProduktionen,dierelativfreieHand- habungderZensurundnichtzuletztdiegroßzügigenKompo- nistenhonorarewarendiehauptsächlichenGründe,weshalb esGioachinoRossiniimJahre1824,VincenzoBellini1833, GaetanoDonizetti1838undGiuseppeVerdi1847indie französischeHauptstadtzog.BeiDonizettisEntscheid,seine WahlheimatNeapelzuverlassenundsichinParisneuzu etablierenundzuorientieren,mochtennichtalleindieVorzüge undderhervorragendeRufderPariserBühnen,sondernauch privateundberuflicheSchicksalsschlägeeineRollegespielt haben:derTodseinerFrauVirginia,diegeringeEntlohnungals KompositionslehreramKonservatoriumvonNeapelunddie enttäuschteHoffnung,zudessenDirektorberufenzuwerden. AusschlaggebendwarzudemdasAufführungsverbotseiner OperPoliutodurchdieneapolitanischeZensurbehörde. InParishingegenfeierteseineLuciadiLammermoorineiner französischenVersionbereitsTriumphe,undnichtweniger erfolgreichwarenRobertoDevereuxundL’elisird’amorein Szene gegangen.HectorBerliozsprachindiesemZusammenhangvon einerwahren„Invasion“Donizettis:„Mankannnichtmehrvon denOpernhäusernvonParissprechen,sondernnurnochvon denjenigenvonMonsieurDonizetti.“AlsderKomponistimMai 1838vonDirektorCharlesDuponcheldasAngeboterhielt,zwei AuftragswerkefürdierenommierteOpérazuschreiben,sagteer zu.DerVertragmitDuponchelbeinhaltete,dassDonizettis erstesWerkfürdieOpéradieerweiterteFassungdesPoliutoin einerfranzösischenVersionmitdemTitelLesMartyrswerden sollte,alszweiteundneueProduktionwarLeDucd’Albemit einemLibrettovonEugèneScribevorgesehen. AlsDonizettizumfestgesetztenProbenbeginninderfran- zösischenHauptstadteintraf,wareingroßerTeilderParti- turbereitskomponiert.DochinzwischenhatteinderLeitung derOpéraeinWechselstattgefundenundderneueDirektor desHauses,LéonPillet,entschied,dasProjektLe Duc d’Albe vorerstfallenzulassen.ErüberredeteDonizetti,stattdessen seineOperL’Ange de Nisidawiederaufzugreifen,denErforder- nissenderOpéraanzupassenundunterdemTitelLa Favorite herauszubringen.L’Ange de NisidawareineAuftragskom- positiondesPariserThéâtredelaRenaissance,dasniezur Aufführunggelangtwar,weildasHausnochvorderPremiere Bankrottging. AlsLibrettistenfür La FavoritewarenvonderDirektionder OpéraAlphonseRoyerundGustaveVaëzbestimmtundals zusätzlicherTextmitarbeiterEugèneScribeengagiertworden, einerseitsumihnfürdenVerlustvonLe Duc d’Albezuentschä- digen,andererseitsumvonseinenreichenschriftstellerischen Erfahrungenzuprofitieren.DieUmformungvonL’Ange de NisidazuLa FavoritebestandinderErweiterungvondreiauf vierAkteundderEinfügungeinerfürdieOpéraobligaten großenBalletteinlage.DesWeiterenwurdenallekomischen ElementederVorgänger-Operentfernt,einigePersonenkon- stellationenverändertunddieHandlungausdemNeapeldes 15. JahrhundertsindasKönigreichKastiliendes14. Jahrhun- dertsverlegt.DerhistorischeHintergrundderFavoriteistdie bewegtespanischeEpocheder„Reconquista“,derRückero- berungdeseuropäischenFestlandesvondenMauren.Ihre AuswirkungaufdieHandlungistallerdingsgering,dasiekaum mehralsStaffagefürdieDreiecksliebesgeschichtezwischen demKönig,seinerFavoritinLéonorundseinemRivalen,dem NovizenFernand,bildet.HistorischverbürgteFigurensind KönigAlfons XI.,dessenRegierungszeit(1312–1350)vonpoli- tischenundwirtschaftlichenErfolgengekrönt,jedochdurch dieMachtderKircheeingeschränktwar,sowieseineMätresse LeonordeGuzmán.WeiteregeschichtlicheFaktenbliebenvon denLibrettistenunberücksichtigt,etwa,dassLeonorzwanzig JahrelangdieGeliebtedesKönigswar,ihmzehnKindergebar undnachseinemTodhingerichtetwurde. Trotz der komplizierten Entstehungsgeschichte gilt La Favo- rite mit der „glücklichen Verbindung zwischen italienischem und französischem Opern-Idiom“ (Le Corsaire) als eine der geschlossensten musikdramatischen Leistungen des Kompo- nisten, die ihn auf der Höhe seiner Instrumentationskunst zeigt. Der Premiere am 2. Dezember 1840 war zwar lediglich ein Achtungserfolg beschieden, aber über den Umweg über einige französische Provinzbühnen stellte sich der Erfolg für La Favorite schließlich auch in der französischen Hauptstadt ein. Das Werk konnte sich mit fast 700 Vorstellungen bis ins Jahr 1918 als Dauerbrenner auf dem Spielplan der Opéra behaupten. Auch außerhalb von Frankreich war das Stück erfolgreich, allerdings in stark veränderten Fassungen, weil die Zensur ein Stück, in dem unter anderem ein Mönch aus Liebe zu einer Frau das Kloster verlässt, niemals hätte durch- gehen lassen. Arturo Toscanini nannte die Oper „durchweg schön; der letzte Akt aber: jede Note ein Meisterwerk“. Ronny Dietrich Gaetano Donizetti (1797–1848) Opéra in vier Akten Libretto von Alphonse Royer, Gustave Vaëz und Eugène Scribe Mit deutschen und englischen Übertiteln MusikalischeLeitung NelloSanti Choreinstudierung WalterZeh LéonordeGuzman ElīnaGaranča Fernand JuanDiegoFlórez AlphonseXI LudovicTézier Balthazar CarloColombara PhilharmoniaChorWien MünchnerRundfunkorchester Konzertante Aufführung Großes Festspielhaus Fr 22./ Di 26. August Preise:E 435,–/334,–/276,–/203,–/ 138,–/94,–/58,–/36,– (BuchbarimArrangementsieheSeiten62–65) La Favorite ElinaGaranca/Foto:Gabo/DG Tristan und Isolde – ein Werk von„gefährlicher Faszi- nation“, wie Friedrich Nietzsche befand – entstand zu großen Teilen während Wagners Zürcher Aufenthalt im „Asyl auf dem grünen Hügel“, das ihm jene Frau eingerichtet hatte, die aufs Engste mit der Komposition dieses Werkes verknüpft ist: Mathilde Wesendonck, die Frau seines Gön- ners Otto Wesendonck. Erstmals begegnet ist er ihr am 17. Februar 1852 nach einem Konzert, in dem er Beethovens fünfte Symphonie und die Coriolan-Ouvertüre dirigiert hatte.„An diesem Abend“ – so Jörg Aufenanger, der die Affäre der beiden in seinem Buch Richard Wagner und Mathilde Wesendonck. Eine Künstler­liebe detailliert nachgezeichnet hat –„beginnt das Abenteuer, das sowohl das Leben dreier Menschen verändern als auch die Historie der Oper prägen wird“. Wagner fand in Mathilde, die sich ganz auf seine künst- lerischen Visionen einließ, ihn bestärkte und unendlich beflügelte, eine Muse par excellence. Zugleich war er sich der Unmöglichkeit dieser Liebe bewusst, die bald schon zum Stadtgespräch werden sollte. An Franz Liszt schreibt er 1854: „Da ich nun aber doch im Leben nie das eigentliche Glück der Liebe genossen habe, so will ich diesem schönsten aller Träume noch ein Denkmal setzen […]: ich habe im Kopf ­einen Tristan und Isolte [sic] entworfen, die einfachste, aber vollblutigste musikalische Concep­tion; mit der‚schwarzen Flagge‘, die am Ende weht, will ich mich dann zudecken, um – zu sterben.“ Auch wenn der Tristan-Stoff des Gottfried von Straßburg der bürgerlichen Moral des 19. Jahrhunderts entschieden widersprach, übte diese Ehebruchsgeschichte doch einen besonderen Reiz auf viele Dichter gerade jener Zeit aus; am bekanntesten wurde das mit Tristan überschriebene Gedicht August von Platens, das mit den Worten„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, / Ist dem Tode schon anheimgege- ben“ beginnt. Weniger bekannt ist, dass Robert Schumann 1846 konkret mit dem Plan zu einer Oper Tristan und Isolde befasst war, zu dem ihm der Dichter Robert Reinick ein Szenario verfasst hatte. Es ist nicht auszuschließen, dass Richard Wagner Kenntnis davon hatte, trafen sich doch die Dresdner Künstler, darunter auch die beiden Komponisten, häufig in den Jahren 1845/46, um sich auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt scheint Wagner keinerlei Interesse an dem Tristan-Stoff gehabt zu haben, anders dann knapp zehn Jahre später, als der mit Wagner befreundete Karl Ritter, übrigens ein Schüler Robert Schumanns, mit seiner Tristan- Dramatisierung Wagner den Stoff in Erinnerung rief – zu einer Zeit, in der seine Leidenschaft zu Mathilde Wesen- donck einen ersten Höhepunkt erreicht hatte. In Mein Leben vermerkte der Komponist:„Er [Ritter] hatte sich an die übermütigen Situationen des Romans gehalten, während mich die tiefe Tragik desselben sogleich anzog.“ Und so fand er denn auch seinen„Hauptstoff in der Darstellung der Lie- besqual, welcher die beiden über ihr Verhältnis aufgeklärten Liebenden bis zu ihrem Tode verfallen“. Die Sehnsucht nach Liebe erweist sich als Sehnsucht zum Tod, ein Zustand, der nicht darstellbar ist, von dem uns Wagner aber im großen Liebesduett des zweiten Aufzugs und mit„Isoldes Liebestod“ eine Vorstellung zu geben vermag. Erstmals in der Geschichte der Oper verlegte Wagner die „Handlung“, wie er das Werk im Untertitel nannte, ins Innere seiner Protagonisten:„Mit voller Zuversicht versenkte ich mich hier nur noch in die Tiefen der inneren Seelenvor- gänge, und gestaltete zaglos aus diesem intimsten Zentrum der Welt ihre äußere Form. […] Leben und Tod, die ganze Bedeutung und Existenz der äußeren Welt, hängt hier allein von der inneren Seelenbewegung ab. Die ganze ergreifende Handlung kommt nur dadurch zum Vorschein, dass die innerste Seele sie fordert, und sie tritt so an das Licht, wie sie von innen aus vorgebildet ist.“ Im Dezember 1856 begann Wagner mit dem Textentwurf vor allem des dritten Aufzugs, im Herbst des folgenden Jahres war der Prosaentwurf vollendet. Am 31. Dezember 1857 überreichte er Mathilde die Kompositionsskizze des ersten Aufzugs mit folgender Widmung:„Hoch beglückt / Schmerz entrückt, / frei und rein / ewig Dein – / was sie sich klagten / und versagten, / Tristan und Isolde, / in keuscher Töne Golde, / ihr Weinen und ihr Küssen / leg’ ich zu deinen Füssen, / dass sie den Engel loben, / der mich so hoch erhoben!“ Die Partitur dieses Aufzugs wie auch die Kompositions- skizzen des zweiten entstanden noch im„Asyl“, dann musste Wagner sein Zürcher Domizil verlassen. Seine Frau Minna hatte ihn gegenüber Otto Wesendonck des Ehebruchs mit Mathilde bezichtigt. Am 17. August 1858 reiste Wagner nach Venedig, wo er im März 1859 den zweiten Aufzug abschloss. Der dritte Aufzug schließlich entstand in Luzern, nachdem Wagner Venedig wegen wachsender politischer Unruhen verlassen hatte. An Mathilde Wesendonck, für die er ein Tagebuch über die Arbeit an Tristan und Isolde auch aus der Ferne geführt hatte, schrieb er:„Der Tristan ist und bleibt mir ein Wunder! Wie ich so etwas habe machen können, wird mir immer unbegreiflicher.“ Ronny Dietrich Projekt Tristan und Isolde Richard Wagner (1813–1883) Handlung in drei Aufzügen Libretto vom Komponisten Vorspiel Zweiter Aufzug Isoldes Liebestod MusikalischeLeitung DanielBarenboim Isolde WaltraudMeier Brangäne EkaterinaGubanova Tristan PeterSeiffert KönigMarke RenéPape MelotStephanRügamer West-EasternDivanOrchestra Konzertante Aufführung Großes Festpielhaus Do 21. August Preise:E 256,–/194,–/145,–/104,–/ 65,–/29,–/16,– Daniel Barenboim /Foto:MaxLautenschläger
  10. 10. 18 19 FestspielMagazin 2014FestspielMagazin 2014 LAIBACH 20.bis23.März2014 Busreiseab/bisSalzburg Ljubljana bedeutet „Vielgeliebte“ und ist sehr bezeichnend für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Sloweniens. Lassen Sie sich im Slowenischen Nationalthe- ater Laibach von gleich zwei Meisterwerken Verdis verzaubern: „Der Maskenball“ und „Nabucco“. Auf der Hinreise besichtigen Sie die Stadt Kranj, deren mittelalter- licher Altstadtkern zu den interessantesten Mitteleuropas zählt. Die Altstadt von Laibach/Ljubljana am Flusse Ljubljanica gelegen, bietet den Besuchern eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Ein Ausflug nach Ptuj, die älteste der historischen slowe- nischen Städte, von 977 bis 1555 dem Salzburger Erzbistum zugehörig, steht auf dem Programm. Auf der Rückreise besuchen Sie in Radovljica das Imkermuseum, wo die reiche Tradition und Kultur der slowenischen Bienenzucht dargestellt wird. ab€480,–proPersonimDoppelzimmer;EZ-Zuschlag€150,–proPerson, inkl.Opernkartender1.Kategorie Anmeldefrist bis 15. Februar 2014 NEAPEL und AMALFI-KÜSTE 28.Aprilbis4.Mai2014 FlugreiseabMünchen–Transferab/bisSalzburg Die Italiener sagen, Neapel sei ein Stück des Himmels, das auf die Erde ge- fallen ist. Bei dieser Reise haben Sie Gelegenheit, sich selbst davon zu über- zeugen. In einem der größten und ruhmreichsten Opernhäuser Italiens, dem Teatro San Carlo, erwartet Sie das musikalische Highlight: Giuseppe Verdis „Otello“. Ein Ausflug führt Sie nach Caserta, dem Königsschloss von Karl von Bourbon mit dem einzigartigen Park und dem englischen Garten sowie zur Basilica San Angelo in Formis, mit Fresken aus dem 11. Jahrhundert. Am Weg zur atemberaubenden Küste Amalfitana besuchen Sie nicht nur Herculaneum, sondern auch Pompeji, eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt. Das nächste Highlight erwartet Sie in Ravello – ein stimmungsvolles Konzert in der Villa Rufolo. Die letzten Tage Ihrer Reise verbringen Sie im zauberhaften Städtchen Amalfi, wo nicht nur die Besichtigung des Doms geplant ist, sondern auch der Besuch des Papiermuseums und eines Zitronengartens mit Verkostung des berühmten Limoncellos. Fakultativ Ausflug nach Capri. Am Weg zum Flughafen werden Sie noch einen Spaziergang durch Sorrent, verbunden mit einem typischen Mittagessen, genießen können. ab€1.599,–proPersonimDoppelzimmer; EZ-Zuschlag €295,–proPerson; inkl.Opern-undKonzertkartender1.Kategorie Anmeldefrist bis 12. Februar 2014 w w w . o p e r n r e i s e n . c o m LAIBACH NEAPEL • AMALFI-KÜSTE ST. PETERSBURG SCHUBERTIADE • Bregenz ST. PETERSBURG Anfang/MitteJuni2014 Flugreiseab/bisSalzburg Zu Europas schönsten und interessantesten Kunststädten zählt St. Pe- tersburg, die einzigartige Stadt an der Newa, auch „Venedig des Nordens“ genannt. Der Besuch einer Oper und/oder eines Ballets im Mariinsky Theater I bzw. dem neuen Mariinsky Theater II ist das Highlight dieser Reise. Dem Prunk der Zaren begegnen Sie in der Eremitage, einem der be- deutendsten Museen der Welt. Aber auch der Peterhof - die Sommerresi- denz Peters des Großen und das eindrucksvolle Katharinenschloss mit dem berühmten, erst seit Kurzem wieder rekonstruierten Bernsteinzimmer, werden Sie begeistern. DasgenaueProgrammistinAusarbeitungundkannerstnach ErscheinendesOpernprogrammsdesMariinsky-Theatersbekannt- gegebenwerden. Aufgrund des regen Interesses bitten wir um Ihre baldige Vormerkung! SCHUBERTIADE und Bregenz 21.bis23.Juni2014 Busreiseab/bisSalzburg Das renommierteste Schubert-Festival weltweit findet jährlich in Schwarzenberg/Bregenzerwald statt. Besuchen Sie mit uns die Schuber- tiade und erleben Sie ein Vormittagskonzert mit dem Pavel Haas Quar- tett sowie ein Abendkonzert mit der berühmten Sopranistin Annette Dasch. Am Weg nach Bregenz ist der Besuch der Benediktinerabtei Ettal im Allgäu, des phantasievollen Schlosses Lindenhof von Ludwig II. und der prachtvollen im Rokokostil errichteten Wieskirche vorgesehen. Am Heimweg werden Sie noch die wunderschöne Blumeninsel Mainau am Bodensee genießen können. ab€549,–proPersonimDoppelzimmer;EZ-Zuschlag €50,–pro Person,inkl.Konzertkartender1.Kategorie Anmeldefrist bis 28. März 2014 Angelika-Kauffmann-SaalSchwarzenberg/Foto:Schubertiade Ljubljana/c-slovenia.info/Foto:TomoJesenicnik MariinskyTheatre/Auditorium/Foto:Baranovsky w w w . o p e r n r e i s e n . c o m Ravello/Foto:IngridPrommegger AnnetteDasch/Foto:KurtPinter Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Besetzungs- und Programmänderungen vorbehalten. DetailinformationundBuchungen: TicketcenterPolzer Tel.+43/(0)662/896990•E-mail:office@opernreisen.com
  11. 11. w w w . p o l z e r. c o m 20 21 FestspielMagazin 2014FestspielMagazin 2014 NEW YORK MitteOktober2014 Flugreiseab/bisSalzburg Big Apple – einer der spannendsten Gründe nach New York zu reisen ist der Be- such einer erstklassigen Opernaufführung in der Met. Lassen Sie sich begeistern von den Museen der zeitgenössischen Kunst, dem Museum of Modern Art, dem Guggenheim-Museum, der Frick-Collection, dem Whitney-Museum und den vie- len anderen Highlights in Manhattan: Rockefeller-Center, Cathedral of Saint John the Divine, Brooklyn Bridge, Ground Zero Memorial etc. Ausflüge mit dem Bus bzw. der Metro sind geplant um diese faszinierende Stadt näher kennenzulernen sowie eine Fahrt mit der Staten Island Ferry um die beein- druckende Silhouette Manhattans zu studieren. Das Programm der Met war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ab€2.550,– p. P. im Doppelzimmer;EZ-Zuschlag €610,-p.P., inkl. Opernkartender 1.Kategorie (Kursänderungenvorbehalten) Aufgrund des regen Interesses bitten wir um Ihre baldige Vormerkung! MAILAND 5.bis7.November2014 Busreiseab/bisSalzburg Besuchen Sie mit uns die Kunst- und Modemetropole Mailand und erleben Sie Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“ im wunderbaren Teatro alla Scala, mit Plácido Domingo und Anja Harteros in den Hauptrollen. Auf der Hinreise besichtigen Sie die Renaissancestadt Trient mit ihrem prunkvollen Dom und ihrer historischen Burg „Bonconsiglio“ bei einem geführten Stadtspaziergang. Am nächsten Tag erkunden Sie mit einem Stadtführer Mailand, die zweitgrößte Stadt Italiens, welche als Zentrum für Wirtschaft, Mode, Design und Medien gilt und gerne Italiens „Tor zur Welt“ genannt wird. Am Nachmittag bestimmen Sie selbst das Programm, bevor Sie am Abend die Oper genießen. Auf dem Rückweg lassen Sie die Reise bei einer gemütlichen Jause in Brixen ausklingen. ab€1.199,–proPersonimDoppelzimmer;EZ-Zuschlag€185,–proPerson, inkl.Opernkartender1.Kategorie Anmeldefristbis1.August2014 w w w . o p e r n r e i s e n . c o m NEW YORK MAILAND statueof liberty/Foto:NYCCompany/joecingrana Mailand-Dom/Foto:FototecaENIT Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen / Besetzungs- und Programmänderungen vorbehalten. DetailinformationundBuchungen: TicketcenterPolzer Tel.+43/(0)662/896990•E-mail:office@opernreisen.com Ein besonderer Tag verdient eine besondere Zeitung: Tag verdient eine besondere Tag verdient eine besondere Tag verdient SONNTAG Es ist der Tag, der nichts von uns erwartet, aberalles für uns tut: der Sonntag. Er bringt uns viel freie Zeit – unddie richtige Zeitung. Mit dem entspannten Überblick über all das,was in der Woche zu kurz kam: Politik, Sport, Kultur, Reisen undvielesmehr.AproposReisen:dieWELTamSONNTAGreistdirektzuIhnen.4x kostenlos. Einfach anrufen: Tel. 0 800/8 50 80 30. Gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz. Oder einfach unter www.wams.de/lesen Ein besonderer Tag verdient eine besondere Zeitung:
  12. 12. Te l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 w w w . p o l z e r. c o m 22 23 FestspielMagazin 2014 Oper Oper FestspielMagazin 2014 Salzburger Pfingstfestspiele 5. bis 9. Juni 2014 KünstlerischeLeitung:CeciliaBartoli LA CENERENTOLA Do5.Juni,19.00Uhr,Sa7.Juni,19.00Uhr,HausfürMozart DrammagiocosoinzweiAktenvonGioachinoRossini(1792–1868) Inszenierung DamianoMichieletto mit CeciliaBartoli,LynetteTapia,JavierCamarena,NicolaAlaimo, EnzoCapuano,UgoGuagliardo MusikalischeLeitung Jean-ChristopheSpinosi EnsembleMatheus Konzertvereinigung WienerStaatsopernchor DetailinformationensieheSeite15 IL BARBIERE DI SIVIGLIA Fr6.Juni,Sa7. Juni,Mo9.Junijeweils15.00UhrimMarionettentheater OperabuffainzweiAktenvonGioachinoRossini(1792–1868) Regie Wolf-DietrichLudwig Marionettenspieler PhilippeNicolasBrunner,PierreDroin,Vladimir Fediakov,EdouardGeorgesFunck,HeideHölzl, MichaelaObermayr,EmanuelPaulus,EvaWiener, UrsulaWinzer Musikalische WilliamMatteuzzi,CeciliaBartoli,LeoNucci, Aufnahmevon/mit PaataBurchuladze,OrchestraeCorodelTeatro CommunalediBolognau.a. GIAMBATTISTA VELLUTI ArienabendFrancoFagioli Fr6.Juni,19.30Uhr,StiftungMozarteum,GroßerSaal GioachinoRossini: ArienausAurelianoinPalmira GiacomoMeyerbeer: ArienausIlcrociatoinEgitto sowieweitereKastraten-Arienausdemfrühen 19.Jahrhundert Countertenor FrancoFagioli MusikalischeLeitung DiegoFasolis IBarocchisti KLAVIERMATINEE Sa7.Juni,11.00Uhr,StiftungMozarteum,GroßerSaal WerkevonGioachinoRossini,FranzLiszt,WolfgangAmadeusMozart undJohannSebastianBach Klavier DavidFray STABAT MATER So8.Juni,12.00Uhr,GroßesFestspielhaus GiuseppeVerdi: LiberaMefürSopran,ChorundOrchester(1869) GioachinoRossini: StabatMaterfürSoloquartett,ChorundOrchester(1832/42) MusikalischeLeitung AntonioPappano Choreinstudierung CiroVisco Sopran KrassimiraStoyanova Mezzosopran ElīnaGaranča Tenor PiotrBeczala Bass ErwinSchrott OrchestraeCorodell’AccademiaNazionalediSantaCecilia PETITE MESSE SOLENNELLE So8.Juni,17.00Uhr,StiftungMozarteum,GroßerSaal GioachinoRossini: PetiteMessesolennellefürSoloquartett,Chor, 2KlaviereundHarmonium(1863) MusikalischeLeitungundKlavierI AntonioPappano KlavierII PamelaBullock HarmoniumundChoreinstudierung CiroVisco Sopran EvaMei Mezzosopran VesselinaKasarova Tenor LawrenceBrownlee Bass MichelePertusi Corodell‘AccademiaNazionalediSantaCecilia GROSSE ROSSINI-GALA zugunstenderKinderseelenhilfeProMenteSalzburg So8.Juni,20.00Uhr,GroßesFestspielhaus GalaabendmiteinerReihederpopulärstenRossini-InterpretensowieeinemPro- gramm,dasbeliebteArien,EnsemblesundOuvertürendesMeistersumfasst. Mit CeciliaBartoli,TeresaBerganza,MontserratCaballé,VesselinaKasarova, MontserratMartí,IldebrandoD’Arcangelo,JavierCamarena,JoséCarreras, CarlosChausson,AlessandroCorbelli,LeoNucci,MichelePertusi,Ruggero Raimondi,ErwinSchrott,ÁdámFischer,MozarteumorchesterSalzburg GALA-DINER À LA ROSSINI zugunstenderKinderseelenhilfeProMenteSalzburg So8.Juni,ca.22.45Uhr,Karl-Böhm-Saal Im Anschluss an das Gala-Konzert wird zum erlesenen Gala-Diner geladen, ganz wieesimSinnedesGourmets–undwohlauchGourmands–Rossinigewesenwäre. DenleiblichenAnsprüchendesgroßenMeistersgerechtwirddasmitdreiMichelin- SternenausgezeichnetebaskischeRestaurantArzak,daszudenzehnbestenkulina- rischenEtablissementsderWeltzählt.EskochtElenaArzak,diekürzlichzurwelt- bestenKöchingekürtwurde. LIEDMATINEE Mo9.Juni,11.00Uhr,StiftungMozarteum,GroßerSaal AntonioVivaldi: ArienderIppolitaausderOperErcolesulTermodonte GabrielFauré: CinqMélodiesop.58,„DeVenise“ GioachinoRossini: Péchésdevieillesse,Vol.1:Nos.8–10.Laregataveneziana FranzSchubert: GondelfahrerD809 RobertSchumann: ZweiVenetianischeLiederausMyrthenop.25 MichaelHead: ThreeSongsofVenice ReynaldoHahn: Venezia Mezzosopran JoyceDiDonato Klavier DavidZobel OTELLO Mo9.Juni,16.00Uhr,GroßesFestspielhaus DrammapermusicaindreiAktenvonGioachinoRossini(1792–1868) Inszenierung MosheLeiser,PatriceCaurier mit JohnOsborn,CeciliaBartoli,PeterKálmán,EdgardoRocha, BarryBanks,LilianaNikiteanu,NicolaPamino MusikalischeLeitung Jean-ChristopheSpinosi EnsembleMatheus Rossinissimo! CECILIABARTOLI/Foto:UliWeber/Decca
  13. 13. w w w . p o l z e r. c o mTe l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 24 Schauspiel FestspielMagazin 2014 25 FestspielMagazin 2014 Schauspiel Schauspiel Jedermann Die letzten Tage der Menschheit Golem The Forbidden Zone Don Juan kommt aus dem Krieg Schwerpunkt Erster Weltkrieg Young Directors Project PeterLohmeyer,Foto:Forster
  14. 14. w w w . p o l z e r. c o mTe l . + 4 3 / ( 0 ) 6 6 2 / 8 9 6 9 26 Schauspiel FestspielMagazin 2014 27 FestspielMagazin 2014 Schauspiel Jedermann Hotel Cornelius Obonya,Brigitte Hobmeier /Foto:Forster Hugo von Hofmannsthal Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes Regie Julian Crouch, Brian Mertes Bühne,Masken,PuppenJulianCrouch Kostüme Olivera Gajic Dramaturgie David Tushingham Musikalische Leitung/Orchestrierung Martin Lowe Lichtdesign Dan Scully Sounddesign Matt McKenzie für Autograph Choreografie Jesse J. Perez Jedermann Cornelius Obonya Buhlschaft Brigitte Hobmeier Tod Peter Lohmeyer Teufel Simon Schwarz Mammon Jürgen Tarrach Werke Sarah Viktoria Frick Glaube Hans Peter Hallwachs Jedermanns Mutter Julia Gschnitzer Jedermanns guter Gesell Patrick Güldenberg Dicker Vetter Hannes Flaschberger Dünner Vetter Stephan Kreiss Ein Schuldknecht Fritz Egger Des Schuldknechts Weib Katharina Stemberger Ein armer Nachbar Johannes Silberschneider Der Koch Sigrid Maria Schnückel Gott Florentina Rucker und mit Tamzin Griffin,Doris Kirschhofer, Saskia Lane,Chad Lynch,Orlando  Pabotoy,Jesse J. Perez,Penelope  Scheidler,Robert Thirtle Ensemble 013 Der Jedermann wird unterstützt von Swarovski Domplatz Bei Schlechtwetter im Gr.Festspielhaus Premiere: Sa 19. Juli Weitere Vorstellungen: So 20. /Di 22. /So 27. Juli So 3. /Mi 6. /So10. /Di 12. /Fr 15. / Sa 16. /Di 19. /Mo 25. /Mi 27./ Fr 29. August Preise:E 236,–/192,–/147,–/111,–/ 75,–/37,– (BuchbarimArrangementsieheSeite27, 62–65) Jedermann HugovonHofmannsthalschriebdenJedermann 1911,nurdreiJahrevorBeginndesErstenWelt- krieges.ZudieserZeitbereitetesichlängstdieKatastrophe vor,diewederindenSchuldzuweisungenderSiegernochin denVerteidigungsversuchenderBesiegtenihreErklärung findet:DieGroßmächteEuropas,RusslandunddieUSA machtensichdaran,dieWeltaufzuteilen.DieKriegsgründe warenkollidierendeimperialistischeGier,Großmachtstreben, ProfitsuchtundChauvinismusunterallenBeteiligten.Die MitteldieserneuenHerrenderWelt,ihreMachtzuentfalten undzusichern,warenskrupellosundmörderischundführten folgerichtigzurletztenKonsequenz:demKrieg. Gleichzeitig und mit infamer Logik standen die Europä- ischen Länder in nie gekannter Blüte. Stefan Zweig schreibt in Die Welt von Gestern: „Nie war Europa stärker, reicher, schöner, nie glaubte es inniger an eine noch bessere Zu- kunft.“ Und über das Jahr 1914: „Alles lag eben und hell vor meinem Blick, in diesem meinem zweiunddreißigsten Jahr; schön und sinnvoll wie eine köstliche Frucht bot sich in diesem strahlenden Sommer die Welt. Und ich liebte sie um ihrer Gegenwart und ihrer noch größeren Zukunft willen. Da, am 28. Juni 1914 fiel jener Schuss in Sarajevo, der die Welt der Sicherheit und der schöpferischen Vernunft, in der wir erzogen, erwachsen und beheimatet waren, in einer einzigen Sekunde wie ein hohles tönernes Gefäß in tausend Stücke schlug.“ Sinnsuchend und mahnend wendet sich Hofmannsthal, einst die Hoffnung der Wiener Avantgarde, in dieser leuch­ tenden Zeit ausgerechnet dem finsteren Mittelalter zu und schreibt ausdrücklich für ein aufgeklärtes großstädtisches Publikum ein Mysterienspiel. Dieser Versuch wurde von Kritikern als obskurer Anachronismus und literarische Missgeburt vernichtet. Das Publikum hingegen nahm das Stück wundersamerweise begeistert an. An dieser denkwür- digen Differenz hat sich bis heute nichts geändert. Das Unzeitgemäße an Hofmannsthals und Reinhardts Vorhaben ist aber wirklich bemerkenswert und vielleicht nur im Klima einer Zeit vorstellbar, deren Botschaft eine umge- kehrte war. Die Raffinesse einer dekadenten Elite, die ihre Seele Psyche nannte und ihr Heil dem Analytiker und nicht dem Glauben überlassen wollte, musste sich durch die höl- zernen Knittelverse und die einfältige Heilslehre ästhetisch und weltanschaulich geradezu beleidigt gefühlt haben. Eine Welt, die fortschrittsbesessen den Siegeszug der tech- nischen Entwicklung, der Wissenschaft und Wirtschaft fei- erte, wollte sich nicht durch den mittelalterlichen Begriff der „Vanitas“ den Spaß verderben lassen. Alles ist eitel und ver- gänglich? Aber woher! Die Geschichte schien ein Crescendo, oder mehr, eine nie endende Aufwärtsbewegung zu sein. Die Aktienspekulanten, die ihre reichlichen Dividenden gerne und ohne Gewissensqualen von Skoda, Krupp und Schneider-Creusot bezogen, hatten mit der Warnung vor den Mächten des dämonischen Mammons sicher nichts am Hut. Trotzdem – oder grade deshalb? – war der Jedermann bei seiner Uraufführung im Circus Schumann in Berlin ein bald auf vielen deutschsprachigen Bühnen nachgespielter Publikumserfolg. Der Jedermann ähnelt seiner Entstehungszeit mehr, als es ihre intellektuelle Elite wahrhaben wollte, und Hofmanns- thals Blick in die Vergangenheit stellt sich als prophetisch heraus. Hedonistisch und lebensgierig, mit Bauvorhaben, Affären, (Selbst-)Feiern und Finanzen beschäftigt, wird der Jedermann auf dem Höhepunkt des Lebens vom Tod heimgesucht. Endlichkeit und Ewigkeit. Verdammnis und Erlösung heißen plötzlich die Fragen, denen er sich zu stellen hat. Demütig muss er sich einer höheren Macht beugen und „nackt und bloß“ ins Grab gehen. Max Reinhardt betrieb – ebenfalls scheinbar völlig ana- chronistisch ­– bereits während des Krieges sein Projekt, Festspiele in Salzburg zu gründen und den Jedermann dort aufzuführen. 1920, in Nachkriegselend, Hunger und In- flation, inmitten eines völlig gewandelten, demoralisierten Österreichs, wurde dann tatsächlich der erste Jedermann mit Alexander Moissi in der Titelrolle auf dem Domplatz gespielt. Die Bühne war aus Brettern errichtet, die vom Abriss eines Gefangenenlagers bei Salzburg stammten. Die Darsteller erhielten keine Gage, der Erlös war für wohltä- tige Zwecke bestimmt, und Reinhardt und Hofmannsthal wollten die Gründung der Festspiele ausdrücklich als „Frie- denswerk“ verstanden sehen. Weder die konfessionelle Anbindung des Jedermanns an die katholische Kirche, noch die konservativ-völkischen Über- legungen Hofmannsthals haben aber dem Stück sein Über- leben gesichert. Weder das Heilsverlangen des Publikums noch das Heilsversprechen, unter verlockend bequemen Bedingungen durch bloßes Lippenbekenntnis Gnade und Unsterblichkeit zu erlangen, sorgen für seinen Erfolg. Es ist das heimliche Unbehagen vor unserer Selbstermäch- tigung und unserer Vorläufigkeit, das Misstrauen in unsere Erkenntnisse und Taten und die Sehnsucht, in dieser Blind- heit aufgehoben zu sein, die das Stück auch in Zukunft dem Publikum gültig und bedeutsam erscheinen lassen wird. Sven-Eric Bechtolf Cornelius Obonya,Brigitte Hobmeier /Foto:Forster Dieses Package beinhaltet: l Karten für das Schauspiel Jedermann von Hugo von Hofmannsthal in der I. oder II. Kategorie am Salzburger Domplatz (bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus). Inszenierung von Julian Crouch und Brian Mertes, Cornelius Obonya (Jedermann), Brigitte Hobmeier (Buhlschaft), Julia Gschnitzer (Jedermanns Mutter), Sarah Viktoria Frick (Werke), Hans Peter Hallwachs (Glaube), Hannes Flaschberger (Dicker Vetter), Fritz Egger (Ein Schuldknecht), u.a.; Änderungen der Besetzung vorbehalten! l Zwei Übernachtungen mit Buffetfrühstück in einem Vierstern-Hotel in Salzburg bzw. Salzburg-Umgebung im Doppelzimmer*). l Begrüßungscocktail in Ihrem Hotel Termin Jedermann Anreise** Abreise** 19. 07.2014, 21.00 Uhr 18. 07.2014 20. 07.2014 20. 07.2014, 17.00 Uhr 19. 07.2014 21. 07.2014 22. 07.2014, 21.00 Uhr 22. 07.2014 24. 07.2014 27. 07.2014, 21.00 Uhr 26. 07.2014 28. 07.2014 03. 08.2014, 21.00 Uhr 02. 08.2014 04. 08.2014 06. 08.2014, 17.00 Uhr 05. 08.2014 07. 08.2014 10. 08.2014, 17.00 Uhr 09. 08.2014 11. 08.2014 12. 08.2014, 21.00 Uhr 11. 08.2014 13. 08.2014 15. 08.2014, 21.00 Uhr 15. 08.2014 17. 08.2014 16. 08.2014, 17.00 Uhr 15. 08.2014 17. 08.2014 19. 08.2014, 21.00 Uhr 18. 08.2014 20. 08.2014 25. 08.2014, 17.00 Uhr 24. 08.2014 26. 08.2014 27. 08.2014, 17.00 Uhr 26. 08.2014 28. 08.2014 29. 08.2014, 21.00 Uhr 29. 08.2014 31. 08.2014 Richtpreise I. Kartenkategorie von € 453,– bis € 576,– II. Kartenkategorie von € 409,– bis € 535,– * Preise je Person undArrangement.Die Preise für Fünfstern-Hotels und Preise für Einzelzimmer nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage! ** DieAn- undAbreisetermine können individuell geändert werden.Der Mindest­ aufenthalt beträgt zwei Übernachtungen.

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