1 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2
Rogers 1957a- Die notwendigen und hinreichenden Bedingungen ...
2 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2
Ist es mehr als eine Definitionsfrage, dass keine „Techniken...
3 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2
Zum Thema Wahrnehmung von Empathie und Kongruenz bei der Kli...
4 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2
Der höchste Ausdruck von Empathie ist Annahme und nicht Beur...
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Diese Aussage klingt für mich so, als ob Schizophrenie heilb...
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Laut des Artikels würde ich es als 2 widerstrebende Antriebs...
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Die Frage nach „bester Therapie“ oder „bester Person“ schein...
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Thesen und fragen a2 ss 2015

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Thesen und fragen a2 ss 2015

  1. 1. 1 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Rogers 1957a- Die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Persönlichkeitsentwicklung durch Psychotherapie Besteht die Gefahr/Muss sich der Therapeut schützen durch die „Echtheit“ in dem Therapiesetting um sich selbst persönlich nicht angreifbar zu machen? Kann Psychotherapie funktionieren, wenn eine der 6 Bedingungen gar nicht vorhanden ist oder aufgebaut werden kann? Es wird des öfteren die Anwendung des Q-Sort bzw. Q-Sort Items geschrieben. 4. Frage: Gibt es eine Liste der Items oder den Q-Sort auf Deutsch? Der Artikel versucht ein Verständnis und die Bedeutung der sechs notwendigen und hinreichenden Bedingungen und Grundhaltungen für Persönlichkeitsentwicklung durch Psychotherapie zu entwickeln. Ich hinterfrage die Grundhaltung „Die Echtheit des Therapeuten in der Beziehung“ als Grundhaltung: Wie weit kann ich als Therapeut gehen, die Echtheit, die ich mir als Therapeut schon zugestanden habe, dem Klienten gegenüber zu kommunizieren. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Was passiert, wenn Echtheit des Therapeuten in der Beziehung „unmittelbar“ kommuniziert wird und nicht zu einem späteren Zeitpunkt, „vielleicht dem richtigen Zeitpunkt“? - Es würde mich interessieren, weshalb C.R.Rogers die erste Bedingung „Eine Beziehung“ später nicht mehr erwähnt hat und ob es überhaupt Fälle gibt, wo so etwas möglich ist (dass man keinen wahrnehmbaren Unterschied ausmachen kann…) - C.R.Rogers meint immer wieder (auch in anderen Texten), dass seine 6 (später 3) Bedingungen nicht nur in der Psychotherapie wichtige Grundlagen sind, sondern in vielen Situationen angewendet werden können. Kann das aktuell auch Beratung einschließen? Ich meine, da erwartet man sich ja Rat… Und dem Zeitgeist nach - möglichst schnell, einfach und praktisch… Durch eine personenzentrierte Haltung zu sich zu finden, bedeutet aber Zeit… Oder muss das nicht unbedingt so sein? Das was mir an diesem Text im Vergleich zu den anderen sehr aufgefallen ist, dass Rogers seine Hypothesen sehr vorsichtig formuliert. man merkt, dass dies eine seiner früheren Arbeiten war. ‚Inkongruenz ist die Diskrepanz zwischen der aktuellen Erfahrung des Organismus und dem Selbstbild des Individuums.’ Ich verstehe einen nicht gestörten Menschen so, dass er sozial ist und ein Minimum an Empathie für den anderen aufbringt und deswegen ethisch und sozial handelt. Ich erlebe immer wieder (vor allem im Managementbereich), dass Menschen sehr ‚unmenschlich’ handeln bzw. unsozial. Diese Menschen erlebe ich auch oft als ‚im Reinen’ mit sich. Wie muss ich das in Zusammenhang mit Kongruenz verstehen? Wenn diese Menschen erst gar keine Erfahrungen zulassen, die ihr Selbstbild gefährden könnten, sind sie dann kongruent? Per Definition würde ich das so verstehen. Und falls dem so ist, was bedeutet es dann, dass die Psychotherapeutin kongruent ist? Müsste es dann nicht 2 verschieden Begriffe für Kongruenz geben, einen für ‚eine gesunde’ und ‚eine ungesunde’?
  2. 2. 2 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Ist es mehr als eine Definitionsfrage, dass keine „Techniken“ erforderlich sind? Ist Sprache nicht eine „Technik“ der Kommunikation und sind nicht auch andere Techniken und Methoden wie z.B.: Hypnose, Aufstellungen oder Genogramme (….) nur andere, erweiterte Kommunikationsformen? Rogers 1962a- Die zwischenmenschliche Beziehung: Das tragende Element in der Therapie Passen „Kongruenz“ und „Wertschätzung“ immer zusammen? Und wie kann helfende Beziehung trotzdem funktionieren wenn nicht? Es erscheint grundsätzlich wichtig, dass der Therapeut klare Grenzen zwischen der Echtheit im Therapiesetting und der Echtheit als Privatperson ziehen kann und sich dessen bewusst ist. In aller therapeutischen Beziehung gibt die zwischenmenschliche, kongruente Beziehung den Ausschlag. Die Qualität der menschlichen Begegnung bestimmt, in welchem Maß es zur Begegnung kommt. Sachliches Wissen kommt auf lange Sicht geringere Bedeutung zu, als therapeutische Orientierung und Technik. Das persönliche Wachstum des Klienten ist dann begünstigt, wenn der Therapeut lebt, was er ist, wenn er kongruent ist, echt und ohne Fassade. Frage: Gibt es nicht Momente, wo Zurückhaltung der Kongruenz des Therapeuten angebracht ist. Wo die Dosis an Kongruenz die Entwicklung fördern oder (ver-)stören kann. Eine gelungene Therapie endet mit Kongruenz. Eine gelungene Therapieentwicklung, lässt den Therapeuten die Vermittlung der eigenen Kongruenz sehr wohl abwägen. Stimmt das? - hier fand ich v.a. C.R.Rogers letzten Absatz spannend - wo er spirituelle Erfahrungen beschreibt; als eine weitere höhere Ebene… „wie einige der fortgeschritteneren Denker auf dem Gebiet der Physik und Chemie“ - das fand ich sehr spannend und darüber würde ich gerne diskutieren; Hier habe ich es sehr spannend gefunden, dass auch Langeweile im Zuge der Kongruenz dem Klienten vermittelt werden soll.  Gendlin spricht beim Konzept des Erlebens davon: „Meine Echtheit“ durchscheinen lassen, transparent sein. Wieviel von meiner Echtheit verträgt eine therapeutische Beziehung? Ist meine Echtheit dann doch wieder selektiv?  Für mich wäre es interessant näher zu erkunden, wie Rogers den Begriff der Liebe (entsprechend dem theologischen Begriff der Agape) in der therapeutischen Beziehung versteht.  Bezugnehmend auf die Schilderungen des Therapeuten, der in einem Brief über bedingungsfreie Wertschätzung von Eltern gegenüber ihren Kindern schreibt, frage ich mich, ob ein derartiger Mangel an selbiger Erfahrung beim Heranwachsen, im Erwachsenenalter überhaupt noch aufzuholen ist. Es reicht nicht, dass der Therapeut akzeptierend, echt und wertschätzend ist - für den Therapieerfolg ist es auch nötig, dass der Klient ein Mindestmaß davon wahrnimmt. Was bedeutet das für die Behandlung von KlientInnen mit schweren psychiatrischen Diagnosen? Rogers schreibt ja auch "je gestörter der Klient, umso geringer die Wahrscheinlichkeit (oder vielleicht auch Fähigkeit) diese Einstellungen beim Berater wahrzunehmen".
  3. 3. 3 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Zum Thema Wahrnehmung von Empathie und Kongruenz bei der KlientIn: „Ich muss nicht nur sensibel sein für das, was in mir vor sich geht, und ein Gespür für die Gefühlsströme meines Klienten haben, sondern auch dafür, wie er meine Mitteilungen aufnimmt.“ Welche Möglichkeiten für das KlientInnen-Feedback gibt es diesbezüglich? Wie kann man das in der Praxis bewerkstelligen? Es ist eine beunruhigende Entdeckung, dass eine unangemessene zwischenmenschliche Beziehung, sich auf die persönliche Entwicklung nachteilig auswirken kann. Frage: Wie und anhand welcher Kriterien kann ich diese Beziehung frühzeitig beurteilen? Rogers 1975a- Empathie- eine unterschätzte Seinsweise Identifikation nicht als Empathie verstehen- gute Unterscheidungsnotwendigkeit. Auf Therapeutenseite ebenfalls grundlegend, persönliche Angelegenheiten oder Ideen in Prozesse des Klienten projizieren oder unterstellen. Kann es die vollkommene Empathie in einem Therapiesetting geben? Empathie als jeweils weiterentwickelte Definition:  Empathie als Gefühl und Emotionen die sich in den Worten des Klienten kundtaten.  Empathie als auf die „gefühlte Bedeutung“ des Therapeuten, die der Klient in diesem bestimmten Augenblick erfährt.  Empathie entspricht der Erfahrung der Bedeutung, die Private Wahrnehmungswelt des anderen zu betreten und darin ganz und gar heimisch zu werden. Allgemeine Forschungsergebnisse:  Der ideale Therapeut ist zuallererst emphatisch. … bis zu der Aussage:  „Klienten können Empathie besser einschätzen, als Therapeuten, auch wenn Empathie gelernt werden kann  Verzögert der Empathieprozess den Trennungsprozess in der Therapie. Wer soll das Ende der Therapie ansprechen.  Kann/Muss Empathie den Narzissmus des Therapeuten vergrößern? Was ist die Rolle der Supervision, diese Identifikation zu korrigieren? Ist es notwendig, diese Rolle zu korrigieren?  Kann Empathie des Therapeuten auch den Missbrauch von eigenen Beziehungsdefiziten des Therapeuten bedeuten?  Haben „normale“ intensive Liebesgefühle etwas mit Empathie zu tun oder ist Liebe eine Täuschung von Kongruenz und Empathie (weniger problematisierend sehe ich die Wertschätzung, die ich als vorhanden postuliere). KÖnnten Sie Beispiele erzählen, in denen der Therapeut zuerst einen guten Zugang zum Klienten hatte und empatisch war und er sich dann im Laufe der Therapie nicht mehr einfühlen konnte. Aus den Abhandlungen Rogers erschließt sich mir, dass Empathie, bzw. die Schaffung empathischen Klimas, losgelöst ist von Beurteilung, Bewertung. Wie gehe ich als Therapeut mit „Nicht – verstehen“ um, wo es doch so um „Verstandenwerden“ geht? Zerstört es das empathische Klima, wenn ich meine Gefühle in geeigneter Weise äußere?
  4. 4. 4 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Der höchste Ausdruck von Empathie ist Annahme und nicht Beurteilung. Wahre Empathie ist frei von Beurteilung und Diagnose - wie ist das in der tatsächlichen therapeutischen Arbeit möglich? Diagnose für die Krankenkasse? Eine Person, die sich richtig verstanden fühlt nimmt sich selbst gegenüber eine therapeutische, wertschätzende Haltung ein - macht sehr deutlich, dass der therapeutische Prozess über die Therapiedauer hinaus wirkt... Wenn eine Klientin sehr inkongruent ist, sich selbst bzw. ihre Gefühle kaum spürt, was bedeutet in diesem Zusammenhang Empathie? Würde es bedeuten, dass ich als Psychotherapeutin die Gefühle auch nicht spüren könnte (bzw. nur ein bisschen, quasi diesen ‚kleinen Schritt voraus’)? Wäre es überhaupt empathisch, wenn ich ‚mehr’ spüren würde als die Klientin? Und dahingehend die weitere Frage: Wenn es so wäre, dass ich die Klientin nur in dem Ausmaß verstehe, wie sie sich selbst, und dies in einem frühen Stadium der Psychotherapie, wie verstanden würde sich die Klientin fühlen, wenn man die Empathie zu diesem Zeitpunkt mit Hilfe von Testung messen würde? Was würde die folgende Aussage in diesem Zusammenhang bedeuten? Empathie in einem frühen Stadium (2.-5. Gespräch) der Beziehung lässt den späten Erfolg voraussehen. Solche frühen Messungen lassen den späteren Erfolg oder Misserfolg der PTH voraussehen (Barret- Lennard, Tausch). Aus diesen Resultaten ergibt sich, dass wir viel erfolglose PTH durch frühzeitige Messung der Empathie vermeiden könnten. (Accurate Empathy-Skala von Truax (Truax 1967)) Ist Empathie überhaupt möglich? ‚Das wir vor dem wahren Verstehen zurückscheuen, ist nicht weiter überraschend. Wenn ich für das Erleben eines anderen Menschen wirklich offen bin – wenn ich seine Welt in meine aufnehmen kann - dann laufe ich Gefahr, das Leben auf seine Weise zu sehen, selbst verändert zu werden, und wir alle widerstreben Veränderungen.’ Des Weiteren stelle ich mir die Frage, ob es überhaupt möglich ist andere Menschen zu verstehen, ob es nicht nur in den Bereichen möglich ist, die mir selbst bekannt sind, (da ich immer der Bezugspunkt bin)? Habe ich diese oder eine ähnliche Erfahrung nicht, bleibt es mir ein Rätsel. Und wenn wir eintauchen in deren Welt und es uns an diesem Tag selbst nicht gut geht, gehen wir dann nicht verloren? Wäre es nicht wünschenswert, uns dann vor dieser Empathie zu schützen? Und was würde das für die Klientin bedeuten? ‚Empathie hebt die Entfremdung auf. Der Empfänger empfindet sich, für einen Augenblick wenigstens, als Glied des Menschengeschlechts. Bei Schizophrenen wurde gezeigt, dass Empathie das wirksamste Element ist, um Schizophrene aus ihrer Entfremdung heraus zu holen und in die Welt der Beziehungen zurück zu führen. Jung sagt, dass der Schizophrene aufhört schizophren zu sein, wenn er auf jemanden trifft, von dem er sich verstanden fühlt.’
  5. 5. 5 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Diese Aussage klingt für mich so, als ob Schizophrenie heilbar wäre (‚der Schizophrene hört auf schizophren zu sein’). Meines Wissenstandes nach, ist dem nicht so bzw. haben weder Medizin noch eine der verschiedenen Psychotherapierichtungen nennenswerte Erfolge in den letzten Jahrzehnten mit dieser Krankheit erzielt. Wie ist in diesem Zusammenhang diese Aussage zu verstehen bzw. wie kommen die Autoren zu dieser Aussage? Frage: Wie kann man sich als TherapeutIn und auch die KlientIn davor schützen, nur scheinbar empathisch zu sein und falsche Hypothesen über die subjektive Bedeutung der Emotionen der KlientIn zu entwickeln? Ganz besonders dann, wenn die KlientIn selbst noch keine ausgeprägten Bewertungen und Erklärungsmodelle hat? Wie kann man eine unterschwellige Beeinflussung und Manipulation durch mögliche Fehlannahmen durch die TherapeutIn unterbinden? Annahme: der Therapeut hat eigene Erfahrungen mit z.B.: einer bewältigten Depression, oder Angststörung. Überwiegt die bessere Empathiefähigkeit, oder die Gefahr stärkerer Direktivität durch das Selbsterlebte und den eigenen erfolgreichen Weg? Neugier versus Empathie: Wenn ich als Therapeut z.B.: im forensischen Bereich arbeite – wie erkenne ich, ob ich mich im therapeutisch notwendigen empathischen Prozess befinde, oder ob ich bloß mein Eigeninteresse befriedige, weil es mich interessiert, wie das Gehirn – die Psyche eines Verbrechers „funktioniert“? Rogers 1977a- Die Kraft des Guten: Ein Appell zur Selbstverwirklichung Biologisch verwurzelt, angeboren, aber nicht immer „positiv“? Welche Bedingungen „kann“ der Therapeut „schaffen“ die konstruktive Ergebnisse zur Folge haben? So wie ich den Text verstanden habe, kann ein Mensch nur als Baby und als fully functioning person die volle Aktualisierungstendenz erfahren und nutzen? Wodurch könnte die Aktualisierungstendenz ihr Potenzial ins negative, selbstzerstörerische entwickeln? Durch Rogers Erläuterungen zur Dissoziation wird mir umso mehr bewusst, wie „pathologisch“ unsere westliche Sozialisation wirkt. Wenn der Organismus Gelegenheit erhält, also günstige Bedingungen vorfindet, tendiert er dazu seine komplexeren Anlagen zu verwirklichen, statt sich für einfachere Befriedigungen zu entscheiden. Es ist also eine kostruktive Tendenz die nicht nur zur Erhaltung sondern zur Entfaltung des Organismus dient. Dissotiation entsteht wenn Liebe und Wertschätzung von Bedingungen abhängig gemacht werden, wie das oft in der Entwicklung des Menschen (Kindes) passiert... Dies macht deutlich wie entscheidend die bedingunglose Wertschätzuung als Grundhaltung des Personzentrierten Ansatzes ist, um die Entwicklung und Entfaltung des Organismus zu fördern. Ein Beispiel: Eine Person hat Übergewicht und gefällt sich nicht, fühlt sich aufgrund dessen in ihrem Körper nicht wohl. Sie würde gerne ein paar Kilos abnehmen, es gelingt ihr aber nicht. Das Essen scheint sie nicht unter Kontrolle zu bekommen. Sie verspürt oft kein Sättigungsgefühl und kann nicht aufhören zu essen. Der Körper signalisiert ‚Hunger’ bzw. ‚Appetit’.
  6. 6. 6 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Laut des Artikels würde ich es als 2 widerstrebende Antriebssysteme beschreiben, wenn die Person Störungen (wie z.B. wertende Liebe in der Kindheit) erfahren hat: Die Aktualisierungstendenz und die Selbstaktualisierungstendenz. Hier scheint es sich für mich um eine Dilemma zu handeln. Vertraut die Person ihrem Verlangen nach Nahrung, würde sie übergewichtig bleiben. Bedeutet dies aber im Umkehrschluss, dass sie diesem Gefühl, also sich selbst nicht trauen kann? Was bedeutet dies der Wertschätzung gegenüber sich selbst und ihren Gefühlen? Soll sich die Person übergewichtig akzeptieren bzw. sich so mögen? (Bis zu welchem Übergewicht wäre dass sinnvoll?) Wie kann die Person lernen, welchem Gefühl sie trauen kann? Zum Thema „existentiell leben“: „Persönlichkeit und Selbst befinden sich dann in fortwährendem Fluss. Die einzigen unveränderlichen Elemente wären die physiologischen Fähigkeiten und Grenzen des Organismus, seine ständigen oder wiederkehrenden Bedürfnisse, wie Selbsterhaltung und –entfaltung, Nahrung, Zuwendung, Sexualität usw. Die stabilsten Persönlichkeitsmerkmale wären dann Aufgeschlossenheit gegenüber bestehenden Bedürfnissen in der jeweils gegebenen Umwelt.“ Frage: Braucht nicht ein gesundes Selbstbild gewisse „relativ“ stabile Persönlichkeitsmerkmale zur effektiven Bewerkstelligung des Alltags? Wäre es nicht eine ununterbrochene Überforderung ständig jede Situation und die eigenen möglichen Reaktionen ständig im Detail zu analysieren? Würde so ein Verhalten nicht zu sprunghaft und für die Person selbst undurchschaubar werden und damit die Selbstsicherheit untergraben? Ausgehend davon, dass das Ziel nicht erreichbar sein kann und auch nicht erreicht werden soll: Kann etwas Unerreichbares Motivation für Entwicklung sein, wo doch nur erreichbare Ziele motivierend sind, zumal bei Zielerreichung keine weitere Persönlichkeitsentwicklung mehr möglich wäre und somit der Sinn verloren ginge? Wenn die Aktualisierungstendenz des Organismus von sich aus nach positiver Entwicklung strebt, wozu braucht es dann die Intelligenz bzw. den Intellekt des Menschen, oder sind diese sogar eher hinderlich als förderlich? Rogers 1979a- Die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes Selbstaktualisierungstendenz- Entwicklung im Rahmen der Möglichkeiten –(Bsp.: Seeigel- zwar kleiner entwickelt, dennoch „normal“ lebensfähig ausgebildet. Wofür keine (ausreichenden) Anlagen da sind, kann vom Klient nicht erfolgreich bearbeitet werden.  Die eine ist eine aktualisierende Tendenz, ein Merkmal alles organischen Lebens.  Die andere ist eine formative Tendenz, die das gesamte Universum durchzieht. Frage des Seminarteilnehmers: Was ist eine formative Tendenz? Was bedeutet „Das gesamte Universum durchziehend“?
  7. 7. 7 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 - hier habe ich zum einen nicht verstanden, was C.R.Rogers damit meint, als er sagt, dass die aktualisierende Tendenz „eine Entwicklung in Richtung auf Unterscheidung von Organ und Funktion einschließt“ - dafür ist mir durch das Beispiel mit den Seeigel-Versuchen so vieles klarer und verständlicher geworden!! V.a. weshalb es so viel Sinn macht, einen Menschen bestmöglich darin zu unterstützen er selber zu werden, anstatt von außen (und ist es noch so gut gemeint) besser zu wissen, was das Richtige ist... Mir hat das Beispiel mit dem Kartoffeln im Keller sehr gut gefallen und es hat zum Verständnis beigetragen. Im Abschnitt „Geänderte Bewusstseinszustände“ beschreibt Rogers seine transzendenten Erfahrungen im therapeutischen Setting. Wie ist es möglich, sich so sehr im eigenen erweiterten Bewusstsein zu befinden und sich gleichzeitig mit dem Gegenüber zu verbinden? "Wenn ein bisher unterdrücktes Gefühl voll und akzeptierend im Bewusstsein in der Beziehung erlebt wird, dann tritt nicht nur eine spürbare psychologische Veränderung, sondern ein gleichzeitiger physiologischer Wandel in dem Maß ein, in dem ein neuer Zustand der Erkenntnis erreicht wird." Wie ist dieser physiologische Wandel zu verstehen? Zum Thema Aktualisierungstendenz: „Man kann sagen, dass es in jedem Organismus, auf welcher Ebene auch immer, eine zugrunde liegende Ausrichtung auf eine konstruktive Erfüllung seiner innewohnenden Möglichkeiten gibt.“ Frage: Wie kann man negative oder nicht konstruktive Anteile einer Person erklären? Bzw. aus welcher Perspektive wird eine „konstruktive Erfüllung“ angenommen? Aus der Perspektive der Person, der Familie, der Gesellschaft? Carl Rogers: Entwicklung der Persönlichkeit 1. Frage S.136 ff. Die 7 Prozessphasen Wie kann ich ohne Tonbandaufzeichnungen in einem längeren Therapie-Prozess diese Phasen in Erinnerung behalten? Sind die Phasen eventuell störend für den Therapeuten, weil dadurch Aufmerksamkeit für die Bestimmung der Phasen die volle Präsenz des Therapeuten beeinträchtigen? These: Das "Wissen um" die Prozess-Phasen verleitet mich eventuell direktiv und prozesssteuernd vorzugehen! 2. Frage S.205 Welche objektiven und projektive Einstellungstest gibt es? Wie benutze ich diese um die Akzeptierungsbereitschaft des Therapeuten für den Klienten und des Klienten für sein Selbst zu messen? Welche Art Mensch, mit welchen Gefühlen, wollen wir werden. Die Theorie von der optimalen Person. Meine Frage lautet: „Was ist der perfekte Mensch“, viel lieber „Was ist der glückliche Mensch“? Der Mensch, der (z.B. in der Therapie erfährt), dass er uneingeschränkt akzeptiert wird. Erfordert das nicht eine „unendliche“ Therapie?
  8. 8. 8 Thesen und Fragen der TeilnehmerInnen zum Theorieseminar A2 Die Frage nach „bester Therapie“ oder „bester Person“ scheint völlig obsolet, da die Definition „beste Person“ immer unscharf bleiben muss und damit die Frage nach der besten Therapie obsolet wird/ist. Rogers führt mehrere Charakteristika einer Person an, die eine Therapie durchlaufen hat (im Optimum). Bei Punkt 1, die Person wäre aufgeschlossen gegenüber ihrer Erfahrung, und bei Punkt 2, diese Person würde existentiell leben, sehe ich zentrale Punkte für die Arbeit mit Ängsten und Zwängen. 1. Frage S.136 ff. Die 7 Prozessphasen Wie kann ich ohne Tonbandaufzeichnungen in einem längeren Therapie-Prozess diese Phasen in Erinnerung behalten? Sind die Phasen eventuell störend für den Therapeuten, weil dadurch Aufmerksamkeit für die Bestimmung der Phasen die volle Präsenz des Therapeuten beeinträchtigen? These: Das "Wissen um" die Prozess-Phasen verleitet mich eventuell direktiv und prozesssteuernd vorzugehen! 2. Frage S.205 Welche objektiven und projektive Einstellungstest gibt es? Wie benutze ich diese um die Akzeptierungsbereitschaft des Therapeuten für den Klienten und des Klienten für sein Selbst zu messen? Carl Rogers im Gespräch mit Martin Buber - hier ist es zwar eine Passage von M.Buber - aber ich hab das mehrmals gelesen und bin immer wieder darüber gestolpert…Wie kommt er darauf, dass man mit „Paranoiker“ keinen Dialog (in seinem Sinn) führen kann… / keine Begegnung haben kann…? - dann fand ich noch die Stelle spannend, wo M.Buber und C.R.Rogers über den Unterschied von Akzeptieren und Bestärken gesprochen haben; - Und interessieren würde mich auch eine Diskussion weshalb M.Buber Individualität nicht nur positiv findet, Person werden aber schon... Spannend ist die Uneinigkeit bzgl. der Möglichkeit einer wahren, gleichwertigen Begegnung im Rahmen einer therapeutischen Situation. Eine interessante Anmerkung dazu von Rogers ist, dass es ihm als Therapeut nicht in erster Linie um das Helfen geht sondern um das Verstehen des Anderen und das Interesse an ihm. In einzelnen Momenten passieren also in der therapeutischen Situation auch wechselseitige Begegnungen, in denen der Therapeut imstande ist das Individuum so zu sehen wie es ist und der Klient dieses Verständnis spürt. In diesen Momenten werden sicher beide berührt. Dennoch bleibt meiner Meinung nach die Ungleichheit der Situation bestehen, weil es immer einen gibt der Hilfe sucht und auch bereit ist für diese Hilfe zu bezahlen. Zum Thema Echtheit, Authentizität, Kongruenz: „Dies bedeutet, dass der Therapeut offen die Gefühle und Einstellungen lebt, die in ihm im Augenblick fließen. Es gibt eine enge Übereinstimmung oder Kongruenz zwischen dem, was ‚im Bauch‘ erlebt, was im Bewusstsein präsent ist und was dem Klienten gegenüber ausgedrückt wird“. Frage: Wie geht man als TherapeutIn damit um, wenn man den Impuls hat, eine Lösung auszusprechen? Kann man eine Hypothese dem Klienten gegenüber aussprechen? Oder ist man dann zu direktiv?

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