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Achtsamkeit

  1. 1. Studientag zum personzentrierten Verständnis 14. 12. 2013 Nur für den persönlichen Gebrauch! © 2013 pfs
  2. 2. Gruppenarbeit Was verstehe ich unter „Achtsamkeit“?
  3. 3. Etymologie /1  Acht *indogerm. ok- = nachdenken, überlegen *germ. ahta = Beachtung, Fürsorge vgl. hochachten, beachten (Achtung), beachtlich, verächtlich, achtbar (anständig), Obacht (be-ob-achten)  mind = memory, thought, intention vgl. lat. mens, griech. memona verwandt mit Minne (Liebe) remind (perceive, notice; contemplate; be careful about)
  4. 4. Etymologie /2  wahrnehmen: Wahr = „Aufmerksamkeit, Acht, Obhut, Aufsicht”.  „in Aufmerksamkeit nehmen, einer Sache Aufmerksamkeit schenken” vgl. verwahrlosen gewahr (eigentl.: behutsam) Warte Wahrung, bewahren verwahren (aufheben) hat nichts mit „Wahrheit“ zu tun
  5. 5. ACHTSAMKEIT IN DER AKTUELLEN DISKUSSION
  6. 6. Achtsamkeit in der aktuellen Diskussion  Zuwendung zu sich selbst und anderen gegenüber  eine besondere Form der Aufmerksamkeitshaltung  oft als gezielte Aktivität (Handlung) verstanden (zB achtsam gehen, atmen, Hände waschen usw.)  wird teilweise als (trainierbare) Technik eingesetzt („Achtsamkeitsübungen“)  wird besonders in Zusammenhang mit Stress- bewältigung besprochen  angeblich schulenübergreifender (Mode-)Begriff
  7. 7. Komponenten von Achtsamkeit Achtsamkeit  ist verbunden mit einem bestimmten Seinsmodus  bedeutet eine bestimmte Haltung der Erfahrung gegenüber  bedient sich bestimmter Techniken  ist mit Zielen und Wirkungen verbunden Weiss/Harrer/Dietz, 2010, 82012
  8. 8. Anwendungen  als Alternative zum Alltagbewusstsein (z.B. Tempo, multi- tasking)  als Alternative zu „monkey-mind“ (Unruhe und Ablenkbarkeit)  im Umgang mit Gefühlen und Kultivierung von Mitgefühl  in engen Beziehungen  zur Prophylaxe und Früherkennung von Burnout  bei Krankheit  im Coaching  in der Psychotherapie  u.v.a.
  9. 9. Jon Kabat-Zinn (1994/1998; 2005) Molekularbiologe, USA, geb. 1944  Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein:  bewusst  im gegenwärtigen Augenblick  ohne zu urteilen  „non judgemental openness“  Das wichtigste Ziel der Achtsamkeitspraxis ist, in Kontakt zu kommen mit sich selbst.  Ebenso bedeutsam ist die sensible Wahrnehmung der anderen.  Hirnforschung: höhere Alpha-Wellen-Frequenz; Neuroplastizität ; Spiegelneuronen (Ryback 2013)
  10. 10. Achtsamkeit (mindfulness)  nicht-wertendes Gewahrsein dessen, was im Augenblick ist, aktiviert durch gerichtete Aufmerksamkeit  besonderer Bewusstseinszustand, der in verschiedenen Traditionen von Meditation und Kontemplation seit Jahrhunderten genutzt wird als Potenzial für Selbsterkenntnis und Selbstheilung  ähnlich der Hypnose Freudenfeld/Schmid mit Bezug auf Jon Kabat-Zinn (MBSR) und Ron Kurtz
  11. 11. ACHTSAMKEIT IN DER TRADITION
  12. 12. Achtsamkeit in der europäischen Philosophie/1  antike und spätantike griechische & römische Philosophie  zB Platon im „Alkibiades“ (über den Politiker)  ‚Sorge dich um dich selbst, achte auf dein Selbst indem du, was du im Augenblick fühlst und denkst, wachsam und unverstellt zu erfassen suchst.‘  Solcherart zu wahrer Selbsterkenntnis gelangen (Gnwti s‘auton) und das Göttliche in sich entdecken.  Neuplatonismus, Stoa  Mit Freude und Freundlichkeit im jeweiligen Moment bei sich selbst verweilen. (Seneca)  Sorgsam die der jeweiligen Tageszeit entsprechenden Gedanken. Empfindungen und Absichten registrieren und reflektieren. (Mark Aurel)   heitere, entspannte, harmonische Gelassenheit
  13. 13. Achtsamkeit in der europäischen Philosophie/2  Phänomenologie  Achtsamkeit jedem Phänomen gegenüber: mit Sorgfalt betrachten; „erschauen“, was sich zeigt. (Husserl)  Existenzphilosophie  Vor allem die eigene Existenz ist das Phänomen, das es achtsam zu vergegenwärtigen gilt.  Heidegger: Das Sein des Menschen als Sorge um das eigene Sein- Können. Worum man sich sorgt, auf das gibt man in besonderer Weise Acht.  Dieses Selbst ist nicht einfach gegeben, sondern zu wählen und zu bestimmen. Daher stehen auch die zu treffenden Entscheidungen im Fokus der Achtsamkeit.  Sartre: Auf den Augenblick achten, indem man sicht selbst wählen muss, aber auch verfehlen kann.   gespannte, fast argwöhnische Einstellung angesichts der Katatstrophen des 20. Jahrhunderts.
  14. 14. Achtsamkeit in der fernöstlichen Philosophie  Buddhismus / Taosimus  Sattipatthana Sutta (Lehrrede Buddas von den 4 Grund- haltungen der Achtsamkeit: Betrachtung von Körper, Gefühlen, Geist & Geistobjekten  Mystische Weltdeutung  Meditation  „mit offenem Herzen gegenwärtig sein“  „Gastgeber (und Gast zugleich) sein“ (Manu Bazzanu, 2009)  „Wu Wei“ (Lao Tse) – „Tun des Nichts-Tun“  Problem der vereinfachenden Gleichsetzung (z.B. Bundschuh-Müller, 2013)
  15. 15. Gruppenarbeit Worauf genau achte ich, wenn ich auf mich achte? Worauf genau achte ich, wenn ich auf den anderen achte?
  16. 16. ACHTSAMKEIT IN DEN PSYCHOTHERAPIE- SCHULEN
  17. 17. Psychoanalyse  Gleichschwebende Aufmerksamkeit (Freud 1912)  d.h. Aufmerksamkeit nicht nach Erwartungen ausrichten, nicht werten, nicht selektieren  absichtslos, unbefangen, sich überraschen lassen  Freie Assoziation  Aufmerksamkeit auf alle Gedanken, Gefühle, Bilder etc. akzeptierend richten (und berichten).  Geständniszwang? (Bartosch)  Lehranalyse  Selbsterhellung, Selbsttransparenz
  18. 18. Verhaltenstherapie/1  Achtsamkeit d. KlientIn sich selbst gegenüber  „dritte Welle der VT/CBT“  Aufmerksamkeitslenkung („um zu“)  z.B. absichtsvolle, nicht-wertende Fokussierung auf bewusstes Erleben  Achtsamkeitsübungen  Meditation als Training
  19. 19. Verhaltenstherapie/2  z.B. Dialektisch-Behaviorale Therapie (Wolf & Grathwol)  Emotionsregulierung, Skill-Training  Bewältigung negativer Gefühle  z.B. Acceptance and Commitment Therapy (ACT) (Hayes and Smith) „Vermeidungsverhalten in Bezug auf unangenehme Erlebnisweisen abzubauen und wertbezogenes Handeln aufzubauen“  z.B. Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion („mindfulness- based stress reduction“, MBSR) mit Yoga, Sitz- & Gehmeditation, Body Scan Meditation) (Kabat-Zinn)  z.B. Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) zur Rückfallprophylaxe bei Depression entwickelt (Segal)
  20. 20. Ausschreibung für ein Achtsamkeits-Workshop  Achtsamkeit II  Voraussetzung ist die Teilnahme an Achtsamkeit I  18. - 19. Oktober 2013  Achtsamkeit (mindfulness) ist als nicht-wertendes Gewahrsein dessen, was im Augenblick ist, zu verstehen, aktiviert durch gerichtete Aufmerksamkeit. Es handelt sich um einen besonderen Bewusstseinszustand, der in verschiedenen Traditionen von Meditation und Kontemplation seit Jahrhunderten genutzt wird und ähnlich wie die Hypnose ein Potenzial für Selbsterkenntnis und Selbstheilung in sich birgt. In diesem Workshop wollen wir die unterschiedlichen Qualitäten und Räume von Achtsamkeit und Hypnose erfahrbar machen, sowie Möglichkeiten der praktischen Ergänzung beider Bewusstseinszustände vorstellen. Es werden spezifische Übungen zur Aufmerksamkeitsfokussierung, Disidentifikation und Etablieren des Inneren Beobachters angeboten. Die Teilnehmer erhalten Anregungen zur Begleitung des Prozesses der Achtsamkeit von Patienten, und werden erkunden, wie ihre eigene Achtsamkeit sich in der (hypno)therapeutischen Beziehung auswirkt.  Den theoretischen Hintergrund bildet die Arbeit von Jon Kabat-Zinn (MBSR). Zum anderen beziehen wir uns auf den Ansatz von Ron Kurtz, dem Begründer der Hakomi- Psychotherapie.
  21. 21. (Begriffe)  Disidentifikation = Loslösung von Identifikation = systematische Unterscheidung 1. des Wahrnehmenden („inneren Beobachters“) 2. vom Wahrgenommenen (den Objekten der Wahrnehmung, dem Beobachteten) Roberto Assagioli, 1982 („Psychosynthese“)  Innerer Beobachter = Hilfskonstrukt, das sich auf die Fähigkeit des Menschen bezieht, innere und äußere Phänomene im jeweils gegenwärtigen Moment zu verfolgen. Durch Training lernen, zunehmend konzentrierter, kontinuierlicher und genauer wahrzunehmen.
  22. 22. ACHTSAMKEIT IN DEN PERSONZENTRIERTEN UND EXPERIENZIELLEN PSYCHOTHERAPIEN
  23. 23. Rogers Der Begriff kommt der Sache nach, aber nicht als terminus technicus vor :  experiencing  awareness  UPR (care): „akzeptieren“ / „annehmen“ / „positive Beachtung“  empathy: „präzise und sensibel das Erleben d. Kl. und dessen Bedeutungen für d. Kl. erfassen“ / „spüren“ / „sensitive empathy“ / „als ob“  congruence: Offenheit sich selbst gegenüber (Selbstübereinstimmung); „all dem, was in mir vorgeht, nahe sein“  „integriert, ganz, echt sein“ (Rogers)  presence: Mit-Sein („a way of being with“)
  24. 24. „Subjekte & Objekte“ der Achtsamkeit  Achtsamkeit d. Th gegenüber d. Kl: Präsenz  Achtsamkeit d. Th sich selbst gegenüber: Selbstachtsamkeit  Achtsamkeit d. Kl sich selbst gegenüber: Beachten des Experiencing (Empathie/UPR/Kongruenz d. Kl.)  Achtsamkeit d. Kl d. Th. Gegenüber (David Murphy)
  25. 25. Abraham Maslow  „unitive perception“  „high plateau of unitive consciousness“  It glimpses in „peak experiences“, i.e.characterized by „the ability to simultaneously perceive in the fact – the is – its particularity and its universality … both the sacred and the profane“
  26. 26. Rogers & die formative Tendenz /1  Rogers (1980) The (fully functioning) person  feels at one with the cosmos  locates the person in the cosmic context of the formative tendency  enjoys a transcendent awareness of the harmony and unity of the cosmic system, including humankind  is thereby involved in creating „new and more spiritual directions in human evolution“
  27. 27. Rogers & die formative Tendenz /2  The (fully functioning) therapist  is involved in „sensitive, empathic and concentrated listening“  resonates fulsomely with the client „at all levels“: a „total organismic sensitivity“ or „hearing“  „hidden in all of the personal communications which I really hear there seem to be orderly psychological laws, aspects of the same order we find in the universe as a whole“  „which is to say that beyond the immediate message of the person there is the universal“ – i.e. the creative working of the dormative actualizing tendency
  28. 28. Mystical dimension?  Ivan Ellingham  „PCT and the mindful, I-Thou, mystical/spiritual dimension“ (Rogers‘ Begriff von „presence“)  „I-Thou onenness with the cosmos“  beruft sich auf „Begegnung/encounter“ und „Beziehungsangewiesenheit/interrelatedness“ (Schmid, 1994)  beruft sich auf Dave Mearns and Mick Cooper („meeting at relational depth“, 2005)  mystizistisches Missverständnis?
  29. 29. Finke Achtsamkeit ist  eine Aufmerksamkeitshaltung als fürsorgliche, anerkennende Zuwendung  ein implizierter Faktor der Grundhaltungen  nur ein erster Schritt  jeweils ein Element der 3 Rogers‘schen Kernkonzepte (neben Intuition, Phantasie, Verstehen, Erfassen von Bedeutungszusammenhängen) Achtsamkeit dem Klienten gegenüber vs.  Selbstachtsamkeit Finke 2013
  30. 30. Experienzielle Therapien  Eugene Gendlin Focusing  Leslie Greenberg EFT (emotion focused therapy)
  31. 31. Focusing-(orientierte) Therapie  Innere Achtsamkeit  „wahrnehmen, was im eigenen Erleben auftaucht, es willkommen heißen, ohne es zu bewerten, zu analysieren, zu deuten oder verbalisieren zu müssen“  Absichtsloses Verweilen beim Felt Sense  Methoden: Begleiten, Freiraum Schaffen  Äußere Achtsamkeit  „bewertungsfreies Wahrnehmen und Willkommenheißen des Klienten“ Eugene Gendlin, Johannes Wiltschko
  32. 32. Gruppenarbeit Wie nehme ich mich und andere körperlich wahr?
  33. 33. ACHTSAMKEIT ALS BEGEGNUNGS- DIMENSION
  34. 34. ‘ein staunendes Zusammentreffen mit der Wirklichkeit des Anderen’ R. Guardini, 1955
  35. 35. BEGEGNUNG  Be-geg(e)n-ung | en-counter | ren-contre  von Person zu Person (die personale Weise der zwischen- menschlichen Beziehung)  das Unerwartete antreffen  das Anderssein des Anderen  eine Du-Ich-Beziehung  Der Dritte – Wir – die Gruppe – Gemeinschaft
  36. 36. Dimensionen der Begegnung  Gegenüber  Gegenwart (Kairos)  Vergegenwärtigung  Gegenwartigsein  Gegenwärtigkeit Detaillierte Beschreibung in Schmid 1994, S 245-270
  37. 37. Dimensionen der Begegnung  Gegenüber  Betroffenheit aus dem Wesen des Gegenüberstehenden (Wider-Stand)  Anerkennung des Anderssein des Anderen  Einander Raum geben
  38. 38. Dimensionen der Begegnung  Gegenwart  als Kairos („Augen-Blick“)  als gemeinsames Jetzt  als An-Rede und An-Spruch
  39. 39. Dimensionen der Begegnung  Vergegenwärtigung  sich der Gegenwart aussetzen  Einfühlung – Innewerden (Empathie)  staunender Respekt vor dem Anderen (UPR)
  40. 40. Dimensionen der Begegnung  Gegenwärtigsein  Unmittelbar gegenwärtiges Erleben (experiencing)  Offenheit und Staunen  Sich selbst (als Person) ins Spiel bringen („Ant-Wort“)
  41. 41. Dimensionen der Begegnung  Gegenwärtigskeit (Präsenz)  Gegenseitigkeit der Teilnahme am Leben des Anderen  Authentizität (Wahrhaftigkeit)  Sinnlichkeit (Ganzheit)
  42. 42. ‘Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wach gehalten werden.’ Emmanuel Levinas
  43. 43. Miteinander-Sein und Einander-Gegenüber-Sein Schmid & Mearns, 2006
  44. 44. PRÄSENZ – Etymologie  Präsenz: *prae+esse (lateinisch)  ‘prae-esse’ = ‘ganz da sein’  ‘Gegenwärtigkeit’ (‘gegen’ + ‘-wärts’)
  45. 45. The core conditions  congruence  unconditional positive regard  empathy The core condition presence The core condition
  46. 46. ‘Aufhebung’ (Hegel) der Grundhaltungen  ‘aufheben’ (1) aufbewahren (2) ablösen (3) erheben, steigern  Präsenz als ‘Aufhebung’ der Grundhaltungen: Diese sind darin bewahrt, werden aber als einzelne abgelöst durch eine ganzheitliche Einstellung.
  47. 47. KAIROS Original war in Olympia, antike Kopie (1. Jh. v. Chr.) im Benediktinerinnenkloster Sv. Nikole in Trogir, Dalmatien
  48. 48. Kairologie  Søren Kierkegaard der jeweilige Augenblick als Quelle der Veränderung  Karl Jaspers der Augenblick als der Zusammenfall von Herkunft, Gegenwart und Zukunft  Hans Rotter ethisches Moment: was steht zur Entscheidung an? Person-zentrierte Einstellung ist kairotisch, Person-zentrierte Therapie ist eine kairologische Therapie.
  49. 49. Dimensionen der Präsenz  Authentizität  Die Person als ihr eigener Autor  Vorbedingung für Dialog  Grundlage personaler Kommunikation  Umfassung (comprehension)  Berührt werden und berühren  Therapie als ‘Kunst des Nicht-Wissens’ (gelehrte Unwissenheit)  Empathie bildet die Brücke, ohne die Unterschiede zu ignorieren  An-erkennung (ac-knowledge-ment)  Der andere als wahrhaft Anderer / “Wir”  Anerkennen statt nur erkennen  Wert-schätzen
  50. 50. PRÄSENZ  Miteinander & gegenüber sein  Ko-operation aus der Ko-existenz  Kor-respondieren (auf die gegebenen) Erfahrungen aus Co-Experiencing (gemeinsames Erleben)  Ko-Kreation aus wechselseitiger Begegnung
  51. 51. Die kairotische Qualität der Präsenz  gemeinsam auf das unmittelbare Geschehen antworten  gemeinsam in der Gegenwart leben & gemeinsam die Gegenwart erleben  gemeinsam die Zukunft entwerfen
  52. 52. Präsenz Haltung des un-Mittel-baren Gegenwärtigseins, das die Selbstaufmerksamkeit in den Dienst des anderen stellt
  53. 53. personal & personzentriert
  54. 54. Achtsamkeit als Vergegenwärtigung  Präsenz  Vergegenwärtigung des Anderen  Erkenntnistheoretischer Paradigmenwechsel: was sich zeigt, was gesehen (verstanden) werden will  Therapie ist nicht Voraussetzung, sondern Therapie = Achtsamkeit !  Es handelt sich um eine personale Haltung, nicht nur um Aktivität (Handlung)  Nie „um zu“ (zweckgerichtet) !  Therapie ist immer dialogisch, ein Begegnungsgeschehen: Mit-Sein & Gegenüber-Sein !
  55. 55. Literatur  Barrett-Lennard, G. (2003), Steps on a mindful journey. Person-centred expressions, Ross-on-Wye (PCCS Books) 2003  Bazzano, M. (2011), The Buddha as a fully functioning person. Toward a person-centered perspective on mindfulness, in: PCEP 10,2 (2011) 116-128  Finke,J. (2013), Das Therapieprinzip Achtsamkeit, in: Gesprächspsychotherapie & personzentrierte Beratung 3 (2013) 131-135  Gendlin, E.T. (1996), Focusing-orientierte Psychotherapie, München (Pfeiffer) 1998; orig. 1996  Greenberg, L. /Watsion, J. /Lietaer, G. (1998), Handbook of Experiential Psychotherapy, New York (Guilford) 1998  Guardini, R. (1955), Die Begegnung. Ein Beitrag zur Struktur des Daseins, in: Hochland 47,3 (1955) 224–234  Heidenreich, T. & Michalak, J. (Hrsg.) (2009). Achtsamkeit und Akzeptanz in der Psychotherapie, Tübingen (DGVT) 32009  Kabat-Zinn, J. (2006), Gesund durch Meditation. Das große Buch der Selbstheilung, Frankfurt/M. (Fischer) 62006  Reisch, Ursula / Reisch, Elisabeth (2007), Achtsamkeit – ein Tor zur Erkenntnis, in: Gesprächspsychotherapie & Personzentrierte Beratung 38,2 (2007) 69-74  Renn, K.s (2006), Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst. Focusing – Weg der inneren Achtsamkeit, Freiburg i. Br. (Herder) 2006  Rogers, C.R. (1979/1984), The foundations of the person–centered approach, in: education 100,2 (1979) 98–107; dt.: Die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes, in: APG (Hg.), Persönlichkeitsentwicklung durch Begegnung. Das personenzentrierte Konzept in Psychotherapie, Erziehung und Wissenschaft, Wien (Deuticke) 1984, 10–26  Rogers, C.R. (1980/1981), A way of being, Boston (Houghton Mifflin) 1980 , dt.: Der neue Mensch, Stuttgart (Klett) 1981  Schmid, P.F. (1994), Solidarität und Autonomie. Personzentrierte Gruppentherapie, Bd. I, Köln (EHP) 1994  Schmid, P.F. (2006), The Challenge of the Other. Towards dialogical person-centered psychotherapy and counseling, in: Person-Centered and Experiential Psychotherapies 5,4 (2006) 241-254  Schmid, P.F. / Mearns, D. (2006), Being-with and being-counter. Person-centered psychotherapy as an in-depth co-creative process of personalization, in: Person-Centered and Experiential Psychotherapies 5,3 (2006) 174-190  Weiss, H. / Harrer M.E. / Dietz, Th. (2012), Das Achtsamkeitsbuch, Stuttgart (Klett-Cotta) 2010; 62012

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