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Psychologische Modelle
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Rollenbilder 2.0 in Gov 2.0
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Guidelines <ul><li>http://www.ssc.govt.nz/display/document.asp?DocID=7160  (Neuseeland) </li></ul><ul><li>http://www.civil...
Diskussion
Brennpunkte <ul><li>Private Web 2.0-Tools im Namen des Unternehmens? Branchen-Unterschiede? </li></ul><ul><li>Erlaubnis zu...
Ausblick <ul><li>Zeit des Übergangs? </li></ul><ul><li>Vorsicht vs. Übervorsicht </li></ul><ul><li>Zu starke Rollendistanz...
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  • DiMaio-Test: Last week I had a chance to visit two separate government organizations and to discuss their social media policies and strategies . In both cases I run my usual test asking (1) how many people have a personal profile in either Facebook or LinkedIn/XING , (2) how many disclose who their employer is and (3) how many have a disclaimer in their social media profile clearly stating that their presence there has nothing to do with their employer. As usual, no attendee passed the test. In one of the meetings a self-confident attendee who seemed rather dismissive of my observations about the blurring boundaries between personal and professional proudly said that he has (4) five different Internet identities , and is not even himself on Facebook . As I told him, he may wish to reflect on whether he is infringing Facebook’s and other platforms’ terms and conditions.
  • Tweets vom g20camp Berlin!
  • Einschränkung der Bürgerrechte von BeamtInnen: Manche Bürgerrechte sind eingeschränkt, z. B. erlaubt ihr Treueverhältnis zum Staat den Beamten kein Streikrecht . Sogar das Recht auf freie Meinungsäußerung ist für Beamte im Dienst eingeschränkt (z. B. politische Betätigung). Ferner bestehen Verhaltenspflichten auch außerhalb des Dienstes, um das Ansehen des Staates nicht zu gefährden. Beamte sind verpflichtet, sich jederzeit über ihr Arbeitsgebiet zu informieren (Informationspflicht). Ergebnis für Berlin/Brandenburg: http://business.chip.de/news/Social-Media-Beamte-schaetzen-das-Web-2.0_42640442.html, April 2010, die meisten, um Dienstleistungsangebote zu verbessern (Quelle: Portal amt24)
  • Di Maio bezieht sich schon auf Beamte
  • Eine soziale Rolle bezeichnet die Rechte und Pflichten des Inhabers einer Position , also seiner Stellung im Gesellschaftsgefüge , wobei die Mitglieder von Bezugsgruppen bestimmte Erwartungen , also Annahmen über das, was eine Person tun wird oder tun sollte, an das Verhalten dieser Person haben. Jeder Rollenträger sieht sich einem Bündel von unterschiedlich streng verbindlichen Verhaltensnormen ausgesetzt , welche je nach Ausprägung als Kann-, Soll- oder Mussnormen bezeichnet werden. Da Individuen gleichzeitig oft widersprüchliche Erwartungen verschiedener Bezugsgruppen erfüllen wollen/ sollen/ müssen, entsteht ein innerer Rollenkonflikt , dem mit Hilfe der Rollendistanz begegnet wird. ( Lit. : AG Soziologie, 1998) http://de.wikipedia.org/wiki/Teamrolle Rollendistanz bezeichnet in der Soziologie (und insbesondere im symbolischen Interaktionismus von Erving Goffman ) die Fähigkeit, Normen oder Rollenerwartungen wahrzunehmen, sie zu interpretieren und mit ihnen reflektierend so umzugehen, dass die eigenen Bedürfnisse in das Geschehen eingebracht werden können. Und somit in einem ambivalenten , kritischen oder zweifelnden Verhältnis gegenüber seiner eingenommenen Rolle zu stehen.
  • Der konventionelle Charaktertyp hat die Normen rigide verinnerlicht, d.h. sie wurden ihm im Laufe des Sozialisationsprozesses starr aufgezwungen. Die Folge ist, dass er in allen Interaktionen bemüht ist, den Rollenerwartungen um jeden Preis nachzukommen.(Zwangscharakter, Neurotiker) Der externalisierte Charaktertyp , der Normen überhaupt nicht verinnerlicht hat (er hat kein Gewissen im Sinne einer inneren Kontrollinstanz: viel mehr wird sein Verhalten von externen Instanzen bestimmt, d.h. er handelt normenkonform nur dann, wenn er Angst vor Strafe bzw. Hoffnung auf Belohnung hat). Der humanistische Charaktertyp , hat, wie der konventionelle Typ, die Normen verinnerlicht, aber im Gegensatz zu diesem nicht so rigide, so dass er vor ihrer Anwendung ihre Auswirkung auf ihre Interessen und Gefühle aller Beteiligten überprüft und sich dann gegebenenfalls von ihrer Anwendung distanziert (muss man momentan machen). Distanzierung vom Geschehen, indem man auf eine andere Realitätsebene ausweicht. Distanzierung, indem man sich nicht mehr beteiligt und sein Engagement zurücknimmt . Distanzierung durch Ironie, Scherz, Humor. Distanzierung, indem man gleichzeitig auf unterschiedlichen „Kanälen“ zwischen zwei Bezugsgruppen Signale austauscht Distanzierung, indem man sich in eine andere Rolle „rettet“ (ausweicht) Distanzierung durch Überbetonung der Rollenhaftigkeit des Verhaltens.
  • Wann ist man Repräsentant? Ist man alle diese Rollen gleichzeitig? Drei Punkte stammen von Di Maio. In an ideal world this distinction would work very well, but in reality while the official role can be clearly defined, the other two inevitably overlap. One very simple reason is that if an employee has a personal profile on a social media platform, he or she is very unlikely to be able to have another one that just covers the professional role.
  • Taktik: mehrere accounts, ein account. Wieviele Persönlichkeiten? http://www.flickr.com/photos/anemoneprojectors/4518303711/ Auch umgekehrte Richtung: Firma hält sich weniger aus Privatleben raus?
  • Beamte 2.0 BKA: Grundlagen für Zugang und Nutzung diverser Dienste im Internet, insbesondere sozialer Netzwerke. Für die Bediensteten von Behörden und Organisationen stellt sich immer stärker die Frage der Abgrenzung zwischen privaten und dienstlichen Diese Beschreibung dient als Leitfaden für BenutzerInnen bzw. kann als Grundlage zur Ausgestaltung organisationsspezifischer Leitfäden herangezogen werden. Es umfasst keine Regeln für eine Organisationspräsenz in Web 2.0 Medien. Darin: Grundsätzlich ist wie bei jeder Internetnutzung zwischen dienstlicher und privater Nutzung zu trennen. Doch auch wenn MitarbeiterInnen von ihrem privaten Internetzugang aus in einer Community aktiv sind, sollten sie nicht vergessen, dass sie als öffentlich Bedienstete die österreichische Verwaltung repräsentieren . Ratschläge, die darin genannt werden: Persönlich : achten sie auf den Ruf!  ; Verdeutlichen Sie, dass Sie nicht als Repräsentantin der Behörde schreiben. Private Blogs etc. niemals zur Diskussion „firmenbezogener Inhalte“ verwenden! Auch Kommunikation zwischen ArbeitskollegInnen sollte nicht hier erfolgen. Private Informationen nicht veröffentlichen (Achtung auf Informationen über andere!). Urheberrechte respektieren. -  Strenge Trennung wird hier aufrechterhalten Dienstlich : (auch basierend auf Wien spricht anders): Nehmen Sie nur an Aktivitäten teil, die vom Arbeitgeber aus erlaubt sind; Amtsverschwiegenheit bedenken; Profil mit Hirn statt nach Gefühl, Gestalten Sie ihre öffentlichen Profile nicht zu persönlich; Persönliche Dinge nur *soweit notwendig* preisgeben; ABER auch: Durch die Nutzung von sozialen Medien und Netzwerken wird jede/r MitarbeiterIn in gewissen Maßen zu einer/m ÖffentlichkeitsarbeiterIn, bzw. einer „Pressestelle“, die Informationen der jeweiligen Abteilung kommuniziert. Weniger ist mehr, vergewissern, dass man die Regeln versteht; berufliche Position bekannt geben; Hinweise zu Creative Commons etc.
  • Welche Probleme sehen sie, was muss in Zukunft geändert werden?
  • Gov20 rollenbilder

    1. 1. Rollenbilder 2.0 The Human Factor in Government 2.0 Robert Harm Judith Schoßböck BarCamp #gov2vienna 3.12.2010, Wien www.barcamp.at/Gov2.0camp
    2. 2. Persönliches (Rollen, guides…)
    3. 3. Session-Roadmap <ul><li>Veränderungen von Rollenbildern </li></ul><ul><li>Psychologie, Gov 2.0-Diskussion </li></ul><ul><li>Role-Switching, Rollen-Distanzierung, Vereinbarkeit mehrerer Rollen </li></ul><ul><li>Social Media-Leitfäden für MitarbeiterInnen </li></ul>
    4. 6. Change
    5. 7. <ul><li>„ Der/die BeamtIn ist nie privat!“ (BürgerInnenrechte) </li></ul><ul><li>Wikileaks und USA </li></ul><ul><li>63 % der Verwaltungen setzen social media ein </li></ul><ul><li>„ Beamte schätzen das Web 2.0.“ </li></ul>
    6. 8. Why are people working for free?
    7. 9. Change <ul><li>Arbeit nicht für ArbeitgeberInnen? </li></ul><ul><li>Identitäten/Rollenbilder </li></ul><ul><ul><li>Nicht mehr statisch </li></ul></ul><ul><ul><li>Mehr Angebote </li></ul></ul><ul><ul><li>Scanner? </li></ul></ul><ul><ul><li>Verschmelzung Beruf/privat </li></ul></ul>
    8. 10. Government 2.0 is… <ul><li>… not a communication tool, it is a working tool. Every single employee can use participation, collaboration, engagement as “tools” to be more effective or efficient to produce the outcome he or she is supposed to contribute to. </li></ul><ul><ul><li>(Andrea Di Maio 2010) </li></ul></ul>
    9. 11. Psychologische Modelle
    10. 12. Rollenkonflikte <ul><li>Soziale Rolle , Kann-/Soll-/Muss-Normen </li></ul><ul><li>Widersprüchliche Erwartungen von Bezugsgruppen  Rollenkonflikt </li></ul><ul><li>Rollendistanz </li></ul><ul><ul><li>Ambivalentes, zweifelndes und kritisches Verhältnis zur eigenen Rolle </li></ul></ul><ul><ul><li>(Arbeitsgruppe Soziologie 1998; </li></ul></ul><ul><ul><li>Wörterbuch der Soziologie 1994) </li></ul></ul>
    11. 13. Auflösung <ul><li>Charaktertypen </li></ul><ul><ul><li>Konventionell </li></ul></ul><ul><ul><li>Externalisiert </li></ul></ul><ul><ul><li>Humanistisch </li></ul></ul><ul><li>Distanzierungsmöglichkeiten </li></ul><ul><ul><li>Keine Beteiligung, weniger Engagement </li></ul></ul><ul><ul><li>Unterschiedliche Kanäle </li></ul></ul><ul><ul><li>Ausweichen in andere Rolle </li></ul></ul>
    12. 14. <ul><li>Kadri Ecved Tezcan , türkischer Botschafter in Wien zu DiePresse: </li></ul><ul><li>Wollen Sie, dass ich im Interview als Diplomat antworte, was langweilig wird? Oder soll ich als jemand antworten, der seit einem Jahr in Wien lebt und viele Kontakte zu den 250.000 Türken hier hat ? </li></ul>
    13. 15. The human factor <ul><li>I believe the human factor will become the single most important factor to deal with in this transformation of government. (P. J. Hebsgaard 2009, A. Di Maio 2010)) </li></ul><ul><li>Employee 2.0: Man verlangt von MitarbeiterInnen einen Kulturwandel und ein neues Rollenbild. (U. Dauke 2010) </li></ul><ul><li>Unsicherheit von MitarbeiterInnen bei progressiveren Veranstaltungen  “Chat & House“-Rule (Collaboratory) </li></ul><ul><li>Government 2.0 changes all that? </li></ul>
    14. 17. Rollenbilder 2.0 in Gov 2.0
    15. 18. Social Media Guidelines <ul><li>Formelle, offizielle Nutzung (Autorisierte RepräsentantInnen, Sprecher) </li></ul><ul><li>Berufliche Nutzung (Statements auf Basis beruflicher Erfahrung) </li></ul><ul><li>Persönliche Nutzung (keine Themen in Bezug zur beruflichen Rolle!) </li></ul><ul><li> IDEAL? </li></ul>
    16. 19. Grenze privat/öffentlich <ul><li>[…] if the purpose of using social media is to engage with people, one cannot assume that everybody sees that boundary [between private and professional] in the same way. </li></ul>
    17. 20. Guidelines <ul><li>http://www.ssc.govt.nz/display/document.asp?DocID=7160 (Neuseeland) </li></ul><ul><li>http://www.civilservice.gov.uk/about/resources/participation-online.aspx (UK) </li></ul><ul><li>Beamte 2.0 (BKA/Donau-Universität Krems) </li></ul><ul><li>http://www.ag.bka.gv.at/index.php/Portal:EDEM#Web.2FBeamte_2.0 </li></ul><ul><li>Teachers on Facebook </li></ul>
    18. 21. Diskussion
    19. 22. Brennpunkte <ul><li>Private Web 2.0-Tools im Namen des Unternehmens? Branchen-Unterschiede? </li></ul><ul><li>Erlaubnis zum Bloggen (intern, extern) </li></ul><ul><li>Zugang der MitarbeiterInnen zu Social Media (Bsp. Ämter; Minister Brunetta, Italien) </li></ul>
    20. 23. Ausblick <ul><li>Zeit des Übergangs? </li></ul><ul><li>Vorsicht vs. Übervorsicht </li></ul><ul><li>Zu starke Rollendistanz von Unternehmensseite nicht erstrebenswert? </li></ul><ul><li>Rechte und Pflichten von MitarbeiterInnen definieren  private Verwendung für offizielle Zwecke </li></ul>
    21. 24. Danke!
    22. 25. Kontakt <ul><li>Robert Harm </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>Judith Schossböck </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul>

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