Die Novellierung des Landesjagdgesetzes von  Rheinland-Pfalz Ökologischer Jagdverband Rheinland-Pfalz
Die Novellierung des Landesjagdgesetzes von Rheinland-Pfalz ist dringend erforderlich: <ul><li>Zur Stärkung des Jagdrechts...
Die Jagd braucht ein neues Leitbild!   <ul><li>Die Jagd steht vor großen Herausforder-ungen und muss sicherstellen: </li><...
Ergebnisse des Waldbaulichen Gutachtens 2008 <ul><li>Gegenüber der letzten Erhebung 2004: </li></ul><ul><li>Die Gefährdung...
Hege des Schalenwildes! Quo Vadis? Angesichts dieser Zahlen ist es grotesk, wenn versucht wird, die bei uns vorkommenden S...
 
Die Novellierung des Landesjagdgesetzes muss zum Ziel haben: <ul><li>Die Stärkung der Jagdrechtsinhaber = Grundeigentümer ...
Ein neues jagdliches Leitbild: <ul><li>Die Jagd garantiert die Umsetzung waldgesetzlicher Vorgaben und trägt Sorge, dass S...
Der Wald zeigt,  ob die Jagd stimmt!
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Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt

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Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt

  1. 1. Die Novellierung des Landesjagdgesetzes von Rheinland-Pfalz Ökologischer Jagdverband Rheinland-Pfalz
  2. 2. Die Novellierung des Landesjagdgesetzes von Rheinland-Pfalz ist dringend erforderlich: <ul><li>Zur Stärkung des Jagdrechts von Grundeigentümern und Jagdgenossenschaften </li></ul><ul><li>Zur Umsetzung waldgesetzlicher Vorgaben </li></ul><ul><li>Zur Verhinderung von Schäden in der Land- und Forstwirtschaft </li></ul><ul><li>Zur Beachtung der Ziele des Natur- Tierschutzes </li></ul><ul><li>Bild: Schweinemast in der Eifel </li></ul>
  3. 3. Die Jagd braucht ein neues Leitbild! <ul><li>Die Jagd steht vor großen Herausforder-ungen und muss sicherstellen: </li></ul><ul><li>Dass sich die natürliche Waldgesellschaft ohne Schutzmaßnahmen etablieren kann, um dem Klimawandel zu trotzen. </li></ul><ul><li>Die Umsetzung der naturgemäßen Waldwirtschaft nicht durch hohe Schalenwilddichten verhindert wird. </li></ul><ul><li>Dass Schäden auf landwirtschaftlichen Grundstücken und in den Weinbergen vermieden werden. </li></ul><ul><li>Die Schweinepest mit allen jagdlichen Mitteln bekämpft wird. </li></ul><ul><li>Es ist erforderlich, dass die Schalenwilddichten landesweit deutlich reduziert werden! </li></ul><ul><li>Jägerinteressen müssen sich diesen Zielen unterordnen! </li></ul>
  4. 4. Ergebnisse des Waldbaulichen Gutachtens 2008 <ul><li>Gegenüber der letzten Erhebung 2004: </li></ul><ul><li>Die Gefährdungssituation durch Rotwild hat sich bei allen Jagdbesitzarten leicht verschlechtert. Sowohl die Gefährdung als auch die erhebliche Gefährdung ist durchweg leicht angestiegen. </li></ul><ul><li>Bei der Gefährdungssituation durch Rehwildverbiss hat sich wenig verändert. Ein leichter Verschlechterungstrend ist zu erkennen. </li></ul><ul><li>Bei Tanne, Eiche und Sonstigen Laubbäumen sind die Verbissprozente immer noch auf hohem Niveau und durchweg im kritischen Bereich. </li></ul><ul><li>Die Schälprozente durch Rotwild sind außer bei Douglasie und Eiche angestiegen. </li></ul><ul><li>Resümee: </li></ul><ul><li>Seit Beginn der Erhebungen zum waldbaulichen Gutachten, mithin über einen Zeitraum von 16 Jahren, ist damit im Durchschnitt keine Verbesserung des Zielerreichungsgrades eingetreten. Vielmehr repräsentieren die aktuellen Ergebnisse in etwa das Niveau der Schäden aus den 1990er Jahren. Offenbar erfahren die Ergebnisse der waldbaulichen Gutachten keine hinreichende Resonanz. </li></ul><ul><li>Quelle: MUFV RLP </li></ul>
  5. 5. Hege des Schalenwildes! Quo Vadis? Angesichts dieser Zahlen ist es grotesk, wenn versucht wird, die bei uns vorkommenden Schalenwildarten - wie zum Beispiel das Rotwild - als schutzbedürftig einzustufen. Tatsache ist, dass die Bestände ansteigen und die Jagd vielerorts nicht in der Lage ist, dem effektiv entgegen zu wirken. Die Hege des Schalenwildes hat zum Ansteigen der Wildbestände geführt und wird modernen Anforderungen an eine im ökosystemaren Zusammenhang eingeordnete Jagd nicht gerecht. Die Ergebnisse des waldbaulichen Gutachtens 2008 können auch im Hinblick auf die Tatsache, dass aufgrund der Klimaerwärmung ein Waldumbau dringend geboten ist, nicht toleriert werden. Die dramatische Situation wird nochmals deutlich, wenn man sich die Jagdstrecke von Rheinland-Pfalz seit 1938 vor Augen führt.   Rotwild Schwarzwild Rehwild Summe: 1938 ca. 2.100 2.100 35.100             1957 2.173 4.497 33.257 39.927 2008/09 8.760 80.175 73.616 162.551 Steigerung (1957/2008): 403% 1783% 221% 407%
  6. 7. Die Novellierung des Landesjagdgesetzes muss zum Ziel haben: <ul><li>Die Stärkung der Jagdrechtsinhaber = Grundeigentümer und Jagdgenossenschaften zum Beispiel durch: - Wahl des Kreisjagdmeisters - Stärkung des Einflusses in den Beiräten (Landesjagdbeirat, Kreisjagdbeirat) - Vorsitz in den Hegegemeinschaften - Aufbau eines Informations- und Beratungsangebot für Grundeigentümer, Gemeinden und Jagdgenossenschaften </li></ul><ul><li>Abbau von bestehenden Jagdhemmnissen – Steigerung des Jagderfolgs: - Synchronisation von Jagdzeiten - Effektive Jagdzeitenregelung – Intervalljagd – Minimierung des Jagddrucks - Mindestabschussplan für Rehwild - Schrotschuss auf Frischlinge - Aufhebung der Schonzeit für männliches Rehwild im Herbst - Abschaffung trophäenorientierter Abschusskriterien - Verkleinerung der Mindestgrößen von Gemeinschaftsrevieren - Verkürzung der Mindestpachtzeit - Qualifizierung der Jagdausübung </li></ul>
  7. 8. Ein neues jagdliches Leitbild: <ul><li>Die Jagd garantiert die Umsetzung waldgesetzlicher Vorgaben und trägt Sorge, dass Schäden in Land- und Forstwirtschaft minimiert werden. </li></ul><ul><li>Sie ist ein wesentlicher Garant dafür, dass positive Deckungsbeiträge in Land- und Forstwirtschaft erzielt werden können. </li></ul><ul><li>Als Dienstleister zur Umsetzung der naturnahen Waldbewirtschaftung sorgen die Jäger dafür, dass die wichtigen Schutzfunktionen der Wälder erhalten werden und prognostizierten Klimaver-änderungen gewachsen sind. </li></ul><ul><li>Durch Sicherung der Artenvielfalt leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Er-haltung der Biodiversität. </li></ul>
  8. 9. Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt!

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