Health at-a-glance-2015

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Präsentation von Gesundheit auf einen Blick 2015 mit Fokus auf Deutschland durch Stefan Kapferer, Stellvertretender Generalsekretär der OECD. Berlin, 2. November 2015.

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  • Allgemeine Zusammenfassung einiger wichtigen Aspekte des deutschen Gesundheitswesens

    Fokus dieser Präsentation sind einige ausgewählte Ergebnisse unserer neuesten VÖ “Health at a glance 2015”, vor allem auf “Health Outcomes”, Risikofaktoren, Herausforderungen in der Primärversorgung und dem Krankenhaussektor, die zunehmender Bedeutung von ausländischen Ärzten für Deutschland, Trends in den Gesundheitsausgaben und beim Arzneimittelkonsum

  • Im Allgemeinen: Kontinuierlicher Anstieg der Lebenserwartung, um ca. 3-4 Monate pro Jahr (oder ca. 3 Jahren pro Jahrzehnt)

    Aber in einigen Länder steigt die Lebenserwartung langsamer:
    In den USA liegt die LE heute 2 Jahre unter dem OECD-Durchschnitt; Jahr 1970 lag sie noch 1 Jahr über dem OECD-Durchschnitt.
    Gründe dafür liegen v.a. im schlechteren Gesundheitsverhalten und der Fragmentierung des US Gesundheitssystems in dem weniger Ressourcen für Public Health/Prävention und für die Primärversorgung zur Verfügung gestellt werden.

    In Deutschland: Durchschnittlicher Zugewinn an Lebenserwartung
  • Der Anstieg der Lebenserwartung ist in fast allen OECD Staaten v.a. auf den starken Rückgang der Mortalitätsraten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) zurückzuführen.

    Seit 1990 sind sie um ca. 50% gefallen, in Deutschland und im OECD-Durchschnitt

    Die Reduzierung einiger relevanter Risikofaktoren (z.B. Tabakkonsum) hat zum Rückgang der Mortalitätsraten beigetragen.
  • Der Anstieg der Fettleibigkeit in allen OECD Staaten gefährdet jedoch die erreichten Erfolge bei der Reduzierung der Mortalitätsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Erkrankungen.

    In wie weit das Präventionsgesetz (Inkraft seit Juli 2015) zu einer Reduzierung der Risikofaktoren (z.B. Adipositas, Alkoholkonsum, Tabakkonsum) beitragen kann, bliebt abzuwarten.
    Prinzipiell ist die Einbindung aller Sozialversicherungsträger und der Kommunen zu begrüßen um eine Fragmentierung von unterschiedlichen Präventionsstrategien zu vermeiden. Ebenso die Ausweitung von Gesundheitsförderung auf Kitas, Schulen und den Pflegebereich.
    Allerdings muss die Umsetzung abgewartet werden.

    Neben der Ausweitung von Programmen gibt es natürlich noch die Möglichkeit verstärkt fiskalisch (z.B. Steuern) gesunde Lebensweisen zu fördern (z.B. „Sin-Tax“ für besonders zuckerhaltige oder fette Lebensmittel).
    Im Bereich Alkohol/Tabak kann der Zugang zu ungesunden Produkten erschwert werden (z.B. Erhöhung des Mindestalters für den Kauf von Bier auf 18 Jahre) um den Konsum dieser Genussmittel zu senken.
  • Demenzielle Erkrankungen sind stark mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung verbunden.

    Deutschland wird durch die ungünstige demografische Entwicklung dabei besonders gefordert, zum einen im Bereich der ambulanten ärztlichen Primärversorgung für demente Patienten und zum anderen bei der Organisation des Pflegesystems.

    2050:
    Anteil der Personen über 80 Jahre: in Deutschland 15% (OECD Durchschnitt 10%)

    Die Demenz-Prävalenz liegt für über 90 Jährige momentan bei 45% (aber es bleibt zu hoffen das dieser Anteil in Zukunft reduziert werden kann)
  • In vielen Ländern ist die Attraktivität des Hausarztberufs zurückgegangen was Sorgen im Bezug auf Zugang zur Primärversorgung der Bevölkerung v.a. in ländlichen und strukturschwachen Gebieten bereitet.

    Rückgang in vielen Staaten zu beobachten, so auch in Deutschland

    (In vielen Ländern kann diese Entwicklung auch auf die geringere Entlohnung von Hausärzten und auf lange/ungünstigen Arbeitszeiten, z.B. in Einzelpraxen zurückgeführt werden)

    Jüngste Maßnahmen der BReg im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Inkraft Juli 2015) in Bezug auf die ärztliche Versorgung
    Das Gesetz gibt den Verantwortlichen vor Ort mehr Möglichkeiten, stärkere Anreize für eine Niederlassung in unterversorgten oder strukturschwachen Gebieten zu setzen. Einrichtung von Strukturfonds zur Förderung der Niederlassung werden erleichtert und Fördermöglichkeiten erweitert
    Weiterentwicklung der Gründungsmöglichkeiten für medizinische Versorgungszentren unter Einbeziehung der Kommunen um in ländlichen Regionen aktiv die Versorgung mitzugestalten
    Restriktion bei der Nachbesetzung Praxen in überversorgten Gebieten
    Stärkung der Versorgungsorientierung bei der Vergütung, z. B. durch zeitnahe Anpassungen des einheitlichen Bewertungsmaßstabs für ärztliche Leistungen und Abbau unbegründeter Nachteile in den Gesamtvergütungen

    Stärkere Förderung von MVZ gerade im ländlichen Raum ist zu begrüßen um jungen Ärzte, die weder das finanzielle Risiko noch die Arbeitsbelastung einer Einzelpraxis im ländlichen Raum auf sich nehmen wollen, den Einstieg in die ländliche Versorgung zu erleichtern

    Unklar in wie weit Niederlassungsrestriktionen in überversorgten Gebieten junge Ärzte dazu bringen aufs Land zu ziehen.

  • Deutschland hat überdurchschnittlich viele Krankenhausfälle für Krankheiten, die besser ambulant durch Haus- bzw. Fachärzte behandelt werden würden (z.B. COPD/Asthma und Diabetes).
    Ein Teil des überdurchschnittlichen Wertes kann durch die höhere Prävalenz in Deutschland erklärt werden.
    Außerdem scheint die bessere Verfügbarkeit von KH-Betten eine Rolle zu spielen

    Daraus kann abgeleitet werden, dass der primäre Behandlungssektor noch gestärkt werden kann um diese KH-Fälle zu vermeiden.
    (z.B. Intensivierung der DMP-Programme für chronische Krankheiten, stärkere Überprüfung ob KH-Einweisung unbedingt notwendig sind)
  • Die Bettendichte in Deutschland liegt seit Jahren weit über dem OECD-Durchschnitt
    Anzahl der Betten nimmt in allen Länder (inklusive Deutschland) seit Jahren ab

    In Deutschland hat sich zeitgleich die Verweildauer in den letzten Jahren stark reduziert, so dass die Belegungsquote in den letzten Jahren zurückgegangen ist: von 81% im Jahr 2000 zu 79% im Jahr 2013

    Vorteil einer starken KH-Infrastruktur:
    Geringe Wartezeiten

    Nachteil einer starken KH-Infrastruktur
    Teuer
    Induziert Nachfrage

    Mögliche Lösungen zur weiteren Reduzierung der Anzahl der KH/KH-Betten
    Umwidmung von Krankenhäusern zu Pflegeheime

    Problem beim Abbau von Kapazität in Deutschland:
    Starkes Interesse auf kommunaler Ebene hohe Versorgungsdichte aufrechtzuerhalten


  • Die hohe Anzahl von Betten induziert hohe Aktivität.

    Nach Österreich hat Deutschland international die höchsten Fallzahlen (60% über OECD-Durchschnitt).
    Teilweise kann dies durch die ältere Bevölkerungsstruktur in Deutschland erklärt werden.

  • Die Krankenhausaktivität in Deutschland ist insbesondere bei planbaren Leistungen wie Hüft- und Knie-OP hoch.
    Bei diesen Leistungen gibt es außerdem eine hohe Variation innerhalb Deutschlands (z.B. Hüft-OP Faktor 3.5, Mandel-OP Faktor 8) die nicht allein medizinisch begründet werden kann.

    Die Diskussion, dass in Deutschland zu viel operiert wird ist schon seit einiger Zeit im Gange.
    Sie mag dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der Hüft-Operationen 2013 zum ersten Mal rückläufig ist.

    Der Gesetzgeber hat sich diesem Thema 2015 mit den Versorgungsstärkungsgesetz angenommen.
    Es sieht vor, dass jeder GKV-Versicherte das Recht hat sich kostenfrei eine unabhängige Zweitmeinung vor einer planbaren und mengenauffälligen Operation einzuholen. Dies sollte zu einer weiteren Reduzierung der Fallzahl führen.

    Da momentan diskutierte Krankenhausstrukturgesetz sieht ebenfalls Maßnahmen vor, die Mengenausweitung bei planbaren Leistungen zu begrenzen: Vereinbarungen der Vertragsparteien auf Bundesebene sollen dazu beitragen, die Bewertung bei Leistungen mit wirtschaftlich begründeten Fallzahlsteigerungen abzusenken.
  • Die demografische Entwicklung hat nicht nur Auswirkungen auf eine zu erwartende wachsende Nachfrage nach medizinische Leistungen sondern auch auf eine Verknappung des Angebots an Ärzten.
  • Prinzipiell können neue Ärzte intern (durch Ausbildung) oder extern (durch Zuzug von ausländischen Medizinern) gewonnen werden.

    Im Bereich der Ausbildung hat Deutschland in den letzten Jahren relative wenig getan. Seit 2000 hat sich die Anzahl der jährlichen Absolventen kaum erhöht (+10%) . In den Niederlanden und UK haben die Ausbildungskapazitäten im gleichen Zeitraum hingegen deutlich erhöht (+70%).

    Obwohl Deutschland im internationalen Vergleich auf dem OECD-Durchschnitt liegt (12 Absolventen je 100,000 Einwohner) wäre in Deutschland Handlungsbedarf geboten (da die demografische Herausforderung in Deutschland stärker ist als anderswo)

    Der Anteil der ausländischen Ärzte in Deutschland spielt daher eine immer größere Bedeutung an der jährlichen personellen „Neugewinnung“
  • Zwischen 2000 und 2014 hat sich die Anzahl der praktizierende ausländischen Ärzte verdreifacht (von 10,000 auf über 30,000)

    Ein besonders starken Anstieg verzeichneten Ärzte aus Rumänien, die mittlerweile die stärkste ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland stellen.

    Syrien liegt als Herkunftsland im Jahr 2014 auf Rang 6 (vervierfacht seit 2000)

  • Allerdings ist der Anteil ausländischer Ärzte in Deutschland noch vergleichsweise gering.

    Achtung:
    Der Chart zeigt für alle Länder mit Ausnahme Deutschlands die Anzahl der im Ausland ausgebildeten Ärzte.
    Für Deutschland bezieht sich der Wert auf Ärzte mit ausländischer Staatsbürgerschaft.

    Dieser Unterschied hat natürlich Auswirkungen auf das Ranking; die Aussage, dass andere Länder mehr als Deutschland auf im Ausland ausgebildete Ärzte bzw. ausländische Ärzte angewiesen sind, dürfte dennoch zutreffen.
  • Diskussion der jüngsten Ausgabentrends mit speziellem Fokus Arzneimittel

    Hintergrund: Health at a Glance 2015 hat erstmals ein eigenes Kapitel zum Thema Arzneimittel
  • Ausgabenentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren war kaum von der Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen
    Leichter Rückgang von jährlich knapp 3% zwischen 2005-2009 auf 2% in 2009-2013.
    Für 2014 prognostiziertes Wachstum: 2.5%

    Der Anstieg der Ausgaben wird sich ab 2016 auch auf die Beiträge der Versicherten niederschlagen.
    Der Schätzerkreis des BVA erwartet einen Anstieg des durchschnittlichen individuellen Zusatzbeitrages von 0.9% auf 1.1% (zusätzlich zum allg. Beitragssatz von 14.6%) für 2016.

    Das Ausgabenniveau in Deutschland ist hoch: In 2013 wurden 11% des BIP für Gesundheit verwendet, über dem OECD-Durchschnitt von 8.9% aber weit unter den USA (16.4%)
  • Im OECD Durchschnitt:
    Die 3 größten Ausgabenblöcke (stationär, ambulant und Pharma) – machen durchschnittlich ca. 80% aller Gesundheitsausgaben aus

    In allen Bereichen gab es signifikanten Rückgang des Wachstums während der Krise.
    Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei Arzneimittelausgaben – in vielen Länder wurden Maßnahmen zur Kostenbegrenzung und Preisreduzierung eingeführt

    Die ambulante und stationäre Bereich war weniger häufig von Sparmaßnahmen betroffen

    Außerdem gab starke Veränderungen bei den Präventionsausgaben – sie machen allerdings nur rund 3% der gesamten Ausgaben aus.

    In Deutschland:
    In meisten Leistungsbereichen kein oder nur verhaltener Rückgang in den letzten Jahren.
    Mit 2 Ausnahmen:
    Arzneimittel: bedingt durch die gesetzlichen Änderungen im AMNOG
    Prävention: Rückgang zwischen 2009 und 2013 kann teilweise durch die außerordentlich hohen Ausgaben für Schweinegrippe in 2009 und den Rückgang in Folgejahren erklärt werden.
  • Häufig verwendete Instrumente um Arzneimittelausgaben zu bremsen sind Maßnahmen um die Abgabe von Generika zu fördern.
    Sie existieren auch in Deutschland (z.B. Substitutionspflicht von Apothekern).

    In Deutschland ist die Generika-Quote im internationalen Vergleich sehr hoch.
    Im Jahr 2000 war 1 von 2 verschriebenen Medikamenten ein Generikum. 2013 schon 4 von 5.
  • Trotz starker Durchdringung mit Generika hat Deutschland im internationalen Vergleich hohe Ausgaben für Arzneimittel (30% über OECD-Durchschnitt).

    Das Ausgabeniveau bestimmt sich aus einer Preis- und Mengenkomponente.

    Preise:
    Zu Preisen sammelt die OECD keine Daten. Zudem werden Preisvergleiche (auf Niveau der Abgabepreise) durch unterschiedliche Rabattpolitiken in den OECD-Staaten erschwert (wobei die gewährten Rabatte nicht immer veröffentlicht werden)

    Jüngste Studie suggerieren, dass Deutschland relativ hohe Preise bei neuen patentgeschützten AM und durchschnittlich hohe Preise bei Generika hat.

    Menge:
    Zum Konsum sammelt die OECD Daten für eine Reihe anatomisch-therapeutisch-chemischen Substanzen.
    Bei der Einnahme von Mitteln gegen Bluthochdruck und Antidiabetika ist Deutschland führend.
    Dies kann daher zumindest teilweise auch das hohe Ausgabenniveau erklären.
    In anderen Bereichen z.B. Antidepressiva oder Lipidsenkern (bei erhöhtem Cholesterinspiegel) liegt Deutschland beim Verbrauch unter dem OECD-Durchschnitt


  • Gemessen an “defined daily doses” liegt Deutschland vorne beim Konsum von blutdrucksenkenden Mitteln und Antidiabtika.
    Dies ist zum Teil auf die hohe Prävalenz von Bluthochdruck und Diabetes zurückzuführen.
    Allerdings spielt auch unterschiedliche Verschreibungsverhalten eine Rolle.

  • Bei Verbrauch von Antidepressiva liegt Deutschland unterhalb dem OECD-Durchschnitt, wenngleich ein starker Anstieg seit dem Jahr 2000 zu verzeichnen ist.

    Ein starker Anstieg der Diagnose Depression kann auch bei Krankschreibungen beobachtet werden.

    Die Ursachen dafür sind unklar:
    In einigen Ländern Südeuropas kann ein Zusammenhang zwischen Depression und den Auswirkungen der Finanzkrise hergestellt werden.
    Allerdings scheint zumindest in Deutschland auch die zunehmende Entstigmatisierung von depressiven Erkrankungen zu einem Anstieg der klinischen Diagnosen und medizinischen Behandlung geführt haben.
  • Zusammenfassend

    Deutschland gibt relativ viel für Gesundheit aus, könnte aber den “Value for Money” im Hinblick auf Health Outcomes und Care Quality verbessern.

    Der Krankenhaussektor ist in Deutschland zu groß: Mehr Leistungen sollten auf ambulanten und tagesklinischen Bereich verlagert werden bzw. die Anzahl der nicht-notwendigen elektiven Operationen reduziert werden

    Die ungünstige demografische Entwicklung wird Deutschland früher als die meisten anderen Länder vor Herausforderungen stellen: erhöhte Nachfrage nach medizinischen Leistungen und sinkenden Angebot und Ärzten. Folgende Maßnahmen könnte dem begegnen:
    Verstärkte Investition in Ausbildung von Ärzten
    Schnelle Integration von ausländischen Ärzten/Krankenpflegern
    Erweiterung des Aufgabenbereiches von Krankenpflegern um Ärzte zu entlasten

    Hohe Ausgaben für Arzneimittel als Kombination von relativ hohen Preisen und relativ hohem Konsum für einige Indikationsgebiete

  • Health at-a-glance-2015

    1. 1. HEALTH AT A GLANCE 2015 Berlin, 2. November 2015 Wo steht Deutschland?
    2. 2. Guter Zugang aber Qualität nicht immer überdurchschnittlich Themengebiet Merkmale des deutschen Gesundheitssystems Zugang Ressourcen Inanspruchnahme Qualität Geringe Wartezeiten, geringe finanzielle Eigenleistung der Patienten, ausgeprägte Wahlmöglichkeiten für Patienten Sehr hohe Anzahl von Krankenhäusern und KH-Betten, hohe Verfügbarkeit an Personal (z.B. Ärzte, Krankenpfleger) Sehr hohe Anzahl an Operationen, hohe Anzahl von ärztl. Konsultationen, hohes Konsumniveau bei einigen Arzneimitteln Hohe Überlebensrate nach Schlaganfall, aber hohe Zahl von vermeidbaren KH-Fällen für COPD und Diabetes Ausgaben Insgesamt hoch, z.B. auch für Arzneimittel, moderates Wachstum in den letzten Jahren
    3. 3. INSGESAMT GUTE HEALTH OUTCOMES ABER ERFOLGE IN GEFAHR
    4. 4. 4 Lebenserwartung über OECD Durchschnitt und steigend83.4 83.2 82.9 82.8 82.3 82.2 82.1 82.1 82.0 81.9 81.8 81.8 81.5 81.4 81.4 81.4 81.2 81.1 81.1 81.1 80.9 80.8 80.7 80.5 80.4 80.4 80.0 78.8 78.8 78.3 77.3 77.1 76.6 76.5 75.7 75.4 75.2 75.0 74.6 73.9 73.5 70.9 70.7 66.5 56.8 40 50 60 70 80 90 Years 2013 1970
    5. 5. 5 Starker Rückgang bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat zur Steigerungen der Lebenserwartung beigetragen Source: Health Statistics 2015 0 100 200 300 400 500 600 700 Mortality from all other causes Mortality from cardiovascular diseases Mortality from all causes, Germany Mortality from cardiovascular diseases, Germany Age-standardised rates per 100 000 population
    6. 6. 6 Aber Anstieg bei Adipositas gefährdet erreichte Erfolge Source: Health at a Glance 2015 3 3 8 9 8 9 9 9 12 10 9 13 13 11 13 15 14 14 12 16 20 23 21 25 22 20 25 24 31 4 5 10 10 10 11 12 12 14 14 15 15 16 16 17 18 19 21 22 23 24 25 25 25 26 28 31 32 35 0 10 20 30 40 2000 2013% of population aged 15 years and over
    7. 7. 7 Bevölkerungsalterung und Zunahme von Demenz stellen Gesundheits- und Pflegesystem vor Herausforderungen Source: Health at a Glance 2015 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Per 1 000 population 2015 2035 Estimated prevalence of dementia per 1 000 population, 2015 and 2035
    8. 8. PRIMÄRER GESUNDHEITSSEKTOR SOLLTE GESTÄRKT WERDEN
    9. 9. 9 Anteil der Hausärzte geht zurück; dies gefährdet den Zugang zur Primärversorgung 25 30 35 40 45 50 55 60 % Source: OECD Health Statistics 2015 France United Kingdom Belgium Germany Netherlands Australia
    10. 10. 10 Hohe Anzahl vermeidbarer Krankenhausfälle Verbesserungspotenzial in Primärversorgung Source: OECD Health Statistics 2015 Diabetes hospital admission in adults, 2013 (or nearest year) 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 2008 2013Age-sex standardised rates per 100 000 population
    11. 11. 11 Verfügbarkeit von KH-Betten geht zurück, aber noch immer auf hohem Niveau13.3 11.0 9.1 8.3 7.7 7.3 7.0 6.6 6.5 6.3 6.3 5.8 5.8 5.1 5.0 4.9 4.8 4.8 4.7 4.6 3.9 3.8 3.4 3.4 3.3 3.2 3.1 3.1 3.0 2.9 2.8 2.8 2.8 2.7 2.7 2.6 2.3 2.3 2.2 1.6 1.5 1.0 0.5 0 3 6 9 12 15 2000 2013 Per 1 000 population Hospital beds per 1 000 population
    12. 12. 12 Sehr hohe Krankenhausaktivität…266 252 235 213 204 202 199 196 182 175 173 173 172 172 171 170 167 166 166 163 162 161 159 155 146 141 140 139 135 129 125 124 119 113 111 99 95 83 56 53 48 34 0 50 100 150 200 250 300 Per 1 000 population Hospital discharges
    13. 13. 13 …vor allem bei elektiven Eingriffen… …aber erstmaliger Rückgang in 2013 292 283 276 246 243 242 238 236 227 216 216 204 185 183 171 170 166 161 161 152 150 137 136 127 112 107 105 88 85 63 44 33 20 8 0 100 200 300 400 Switzerland Germany Austria Belgium Norway Finland Sweden France Denmark Netherlands Luxembourg United States Iceland United Kingdom Australia Czech Rep. Italy OECD33 Slovenia Greece New Zealand Hungary Canada Ireland Estonia Spain Slovak Rep. Portugal Poland Israel Turkey Chile Korea Mexico Per 100 000 population 100 150 200 250 300 350 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 France Germany Italy United States OECD33 Per 100 000 population Hip replacement surgery, 2013
    14. 14. HERAUSFORDERUNGEN BEIM GESUNDHEITSPERSONAL
    15. 15. Deutsche Ärzte sind relativ alt… Share of doctors aged 55 years and over, 2000 and 2013 (or nearest year) 13 15 21 25 25 26 26 26 26 27 27 28 33 33 33 33 34 34 34 36 37 38 40 41 42 43 44 45 49 49 0 10 20 30 40 50 2013 2000 %
    16. 16. Ausländische Ärzte sind zunehmend wichtiger, um Personalbedarf zu decken 0 2 000 4 000 6 000 8 000 10 000 12 000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 DOCTORS Domestic graduates Foreign doctors Annual inflow of new doctors
    17. 17. Anzahl der ausländische Ärzte steigt kontinuierlich… In 2014, 56% of foreign doctors come from EU countries High increase from EC countries, Ukraine, Russia and Syria 11% 8% 6% 5% 26%5% 5% 35% Romania Greece Austria Rest EU Poland Other Russia Syria 2000 2014 Total 9,971 31,857 Romania 342 3,363 Greece 756 2,461 Austria 440 1,986 Poland 482 1,598 Russia 610 1,587 Syria 349 1,441 Hungary 147 1,321 Bulgaria 144 1,188 Slovak Republic 18 998 Ukraine 145 889 Top 10 countries of origins of foreign doctors working in Germany
    18. 18. …aber ihr Anteil ist immer noch geringer als in anderen OECD Staaten 58.5 43.5 35.8 34.2 30.5 28.7 27.0 25.0 24.3 23.5 19.9 17.3 15.2 14.4 10.7 9.4 9.2 8.8 7.6 5.6 4.4 3.0 2.7 2.6 2.4 1.8 0.2 0 10 20 30 40 50 60 % Share of foreign-trained doctors in OECD countries, 2013 In 2014, share for Germany increased to 9.5% 1. In Germany and Spain the data is based on nationality, not the place of training
    19. 19. HOHES AUSGABENNIVEAU TROTZ GEBREMSTEN WACHSTUMS , VOR ALLEM BEI ARZNEIMITTELN
    20. 20. 20 Gebremstes Ausgabenwachstum, aber Niveau bleibt über OECD Durchschnitt Annual average growth rate in per capita health expenditure, real terms, 2005 to 2013 (or nearest year) 5.4 -0.4 5.3 1.3 3.5 0.5 3.4 0.4 3.2 5.4 3.6 3.5 6.7 3.2 3.4 11.3 4.1 -2.3 1.5 2.2 1.7 5.0 1.9 1.7 2.3 3.3 1.7 2.9 2.8 8.4 1.3 1.9 3.2 9.0 5.9 -7.2 -4.3 -4.0 -3.0 -1.7 -1.6 -0.8 -0.4 -0.3 -0.2 -0.1 0.3 0.3 0.5 0.6 0.6 0.6 0.8 0.9 1.0 1.0 1.2 1.2 1.3 1.5 1.7 1.7 2.0 2.0 2.3 2.5 3.6 3.9 5.4 6.4 -10 -5 0 5 10 15 2005-2009 2009-2013
    21. 21. 21Source: OECD Health Statistics 2015 Spending development of health care functions, OECD average and Germany Rückgang bei Ausgaben für Prävention und Stagnation bei Arzneimitteln in Deutschland Germany
    22. 22. Verstärkter Gebrauch von Generika hat Arzneimittelkosten gebremst… Share of generics in the total pharmaceutical market, 2013 28 33 59 37 34 41 29 16 37 14 46 24 21 24 17 17 19 23 17 14 16 16 11 15 11 16 4 84 83 80 80 77 72 70 70 55 54 50 48 47 46 45 40 40 39 35 32 30 29 28 20 19 17 8 0 30 60 90 Value Volume% 1. Reimbursed pharmaceutical market
    23. 23. ..aber Ausgaben für Arzneimittel bleiben auf hohem Niveau…1026 752 721 713 678 666 652 603 596 590 572 536 533 526 515 503 481 459 459 436 397 396 392 381 367 364 326 287 273 240 0 200 400 600 800 1000 1200 USD PPP Prescribed medicines Over-the-counter medicines Total (no breakdown) Expenditure on pharmaceuticals per capita
    24. 24. …was teilweise durch hohen Konsum erklärt werden kann 9 40 43 49 52 55 55 56 56 58 62 62 63 64 65 65 66 66 66 67 67 73 75 78 80 82 83 86 0 20 40 60 80 100 Chile Austria Iceland Norway Denmark Estonia Israel Sweden Turkey Canada OECD27 Australia Portugal Luxembourg Belgium Korea Slovak Republic France Greece Spain Italy Slovenia Netherlands Hungary Czech Republic United Kingdom Germany Finland Defined daily dose, per 1 000 people per day 2000 2013 124 141 184 194 217 223 239 250 266 269 274 279 303 311 318 323 328 368 380 398 399 410 414 427 442 543 575 0 100 200 300 400 500 600 Turkey Korea Austria Greece Israel Luxembourg Australia Portugal France Spain Iceland Norway Netherlands Canada OECD26 Estonia Belgium Sweden United Kingdom Denmark Italy Slovak Republic Slovenia Finland Czech Republic Hungary Germany Defined daily dose, per 1 000 people per day 2000 2013 Antihypertensive drugs Antidiabetic drugs
    25. 25. Moderater Konsum von Antidepressiva aber starker Anstieg in letzten Jahren Antidepressants 13 20 21 28 35 35 42 43 43 44 49 50 53 53 54 56 58 59 65 69 72 73 80 82 84 85 88 96 0 20 40 60 80 100 Chile Korea Estonia Hungary Turkey Slovak Republic Israel Italy Netherlands Greece Czech Republic France Germany Slovenia Luxembourg Norway OECD28 Austria Spain Finland Belgium New Zealand Denmark United Kingdom Sweden Canada Portugal Australia Iceland Defined daily dose, per 1 000 people per day 2000 2013 118 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 2000 2005 2010 2013 DDD Germany Belgium France Netherlands United Kingdom
    26. 26. Read more about our work Follow us on Twitter: @OECD_Social Website: www.oecd.org/health Newsletter: http://www.oecd.org/health/update DANKE!

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