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nuances Newsletter - April 2015

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The April issue reports on the Caledonia Clean Energy Project, a 4.2 million GBP feasibility study on a carbon-capture and storage. The project is being jointly funded by the UK and Scottish governments.

Our digital section discusses the use – and potential misuse – of big data. The first article highlights the increased use of “data-driven politics” in the upcoming UK general election. UK political candidates have all turned to companies that create voter profiles and demographic targeting to bolster traditional campaigning. nuances also examines how the use of big data is making its way into credit scoring.

In the transport section, nuances reports on the Bavarian A9 Autobahn. Federal Ministry of Transportation and Digital Infrastructure Minister Alexander Dobrindt is heading up a “digital field highway” that he claims will ensure Germany’s digital sovereignty.

In the finance section, we discuss how Blockchain could change the way banks do business. Lastly, in the opinion section we discuss the American model of innovation and competition in comparison to the German approach to entrepreneurship.

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  1. 1. 1 N°28 – April 2015 ......................................................................................... ENERGIE ......................................................................................... VEREINIGTES KÖNIGREICH SCHREITET MIT CCS-PROJEKT VORAN Das Caledonian Clean Energy Project sieht den Bau eines neuen 570 MW-Kraftwerks mit integrierter Kohleverga- sung (IGCC) vor. Die britische und schottische Regierung haben nun eine Studie für 4,2 Mio. EUR in Auftrag gege- ben, die die Realisierung dieses Projekts begleitet. Der Standort des Kraftwerks liegt in Grangemouth, Schottland. Es ist das erste Projekt, das Kohle-Vergasung, 570 MW- Kraftwerk und Carbon-Capture-Technologie vereint. Federführend für das Projekt zuständig ist die Summit Power Group, ein Unternehmen, das sich auf die Realisie- rung von Carbon-Capture-Vorhaben spezialisiert hat. Im Rahmen der Studie wird neben der allgemeinen Planung, die Standortwahl, Finanzierung und Umsetzung des Cale- donian Clean Energy Projects bewertet. Letztendlich soll die Studie dazu dienen, das daraus ge- wonnene Wissen mit der Industrie zu teilen. Erwartet wer- den Erkenntnisse darüber, wie Carbon-Capture-Storage, kurz CCS, im kommerziellen Maßstab umsetzbar ist. Eines britischen Regierungsberichts zur Folge soll das Kraftwerk in der Lage sein, bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen aufzufangen. Diese Emissionen würden anschließend an- hand bereits existierender On-shore- sowie Unterwasser- Pipelines transportiert und permanent im Untergrund gespeichert werden. UK AND SCOTTISH GOVERNMENTS FUNDING STUDY FOR CALEDONIA CLEAN ENERGY PROJECT The governments of the United Kingdom and Scotland came together recently to fund a 4.2 million GBP study for the Caledonia Clean Energy Project. This project refers to THEMEN / TOPICS: ENERGIE 1 Vereinigtes Königreich schreitet mit CCS-Projekt voran / UK and Scottish Governments Funding Study for Caledonia Clean Energy Project 1 DIGITALISIERUNG 2 Daten bestimmen den Wahlkampf in Großbritannien / Data-driven General Elections 3 in the UK Big Data für Bonitätsprüfungen / 4 Big Data Used for Credit Scoring 4 VERKEHR 5 Autobahn A9 wird zur digitalen Teststrecke / Bavarian A9 Autobahn Test Road for Digital Field Highway 6 FINANZEN 6 Blockchain – Chance und Risiko für den Bankensektor / Blockchain: the opportunities and risks for the banking sector 7 KOMMENTAR 8 Das amerikanische Modell von Innovation und Wettbewerb / Point of View: The American Model of Innovation and Competition 9
  2. 2. 2 N°28 – April 2015 Photo: © Fotolia the plant being built in Grangemouth, Scotland that in- volves the construction of a new 570 MW (net) integrated gasification combined cycle (IGCC) power plant. The study will explore industrial research and feasibility for the pro- posed Carbon-Capture-Storage (CSS) coal-gasification power station. The monetary contributions are divided as follows: 2.5 million GBP from the Scottish Government and 1.7 million GBP from the Department of Energy and Climate Change (DECC) in the UK. Heading the project is Seattle-based project development company, Summit Power Group. The firm will be charged with heading up industrial research and feasibility studies with the “ultimate objective of de- signing, siting, financing, and building their proposed Cale- donia Clean Energy Project. A detailed programme of re- search and development work will be undertaken over an 18 month period to advance the engineering design of the project.” The end-goal of the industrial research and feasibility study is to share the knowledge throughout the industry in order to enhance the understanding of how to develop and im- plement CCS at a commercial scale. The Caledonia Clean Energy Project is the first time that coal gasification, 570 MW power generation and carbon capture technologies will be all under one roof. Government reports state that the power station should be able to capture 90 per cent of the carbon dioxide emissions. These emissions would then be transported via existing on-shore pipelines and sub-sea pipelines for “permanent geological storage 2km beneath the North Sea.” ......................................................................................... DIGITALISIERUNG .......................................................................................... DATEN BESTIMMEN DEN WAHLKAMPF IN GROSSBRITANNIEN Die im Mai anstehende Wahl in Großbritannien könnte laut Financial Times die bis dato datenreichste und in die- ser Hinsicht anspruchsvollste Wahl werden. Dieselben Experten für Digitales, die schon Barack Obama während seiner beiden Präsidentschaftskampagnen unterstützten, sind nun sowohl aufseiten der Konservativen als auch aufseiten der Labour-Partei zu finden. Diese Form der Kampagnenführung erlaubt es zu erkennen, mit welchen Wählern der Kandidat sprechen sollte beziehungsweise welche Botschaft bei welcher Wählergruppe am besten ankommt. Daten wie Alter, Gender, Beruf, Wohnort etc. werden dafür gesammelt. Diese Fakten werden zusam- mengeführt und in ein Basisprofil gegossen, anhand des- sen die Partei erkennt, welche Themen und Botschaften den jeweiligen Wähler am ehesten interessieren. Dr. Nick Anstead, Dozent für politische Kommunikation an der London School of Economics, resümiert entsprechend: „die Verwertung von Informationen über Aktivisten und Wähler, um diese zu mobilisieren und gezielt anzuspre- chen, wird die Art und Weise, wie Politiker einen Wahl- kampf führen, von Grund auf verändern“. DATENGESTÜTZTER WAHLKAMPF STARTETE IN DEN USA Dieser Wandel der Wahlkampfstrategie konnte bereits während den letzten beiden Präsidentschaftswahlen in den USA beobachtet werden. So wurde für den Wahl- kampf Obamas im Jahr 2012 zu jedem einzelnen Wahlbe- rechtigten ein Profil erstellt. Dieses enthielt auch Angaben
  3. 3. 3 N°28 – April 2015 darüber, wie wahrscheinlich eine Wahlkampfspende und die Unterstützung für Obama seien. Basierend auf diesen Informationen konnten sich die Demokraten auf bestimm- te Wählergruppen fokussieren. Zwar waren der datengestützte Wahlkampf und das soge- nannte „micro-targeting“ erfolgreich, doch ist dieser auch sehr kostspielig. Aufgrund von Beschränkungen bei der Kampagnenfinanzierung sowie strengeren Datenschutzre- gelungen in Großbritannien, wird der britische Wahlkampf vermutlich weniger invasiv als der amerikanische. Die Libe- ral Democrats nutzen die Voter Activation Network, eine Plattform zum Datenmanagement, die auch bei Obamas Wahlkampf 2012 zum Einsatz kam. Die Konservativen hingegen arbeiten mit der Plattform Merlin, Labour mit Contact Creator. Jede Partei hat eine eigene Agentur mit der Datensammlung über die Wählerschaft beauftragt, um die Wahlkampfstrategie entsprechend auszurichten. EMAILS SIND IMMER NOCH KOMMUNIKATIONSMITTEL NUMMER 1 Der Wahlkampf findet zunehmend auch in den sozialen Medien, wie Facebook, YouTube und Twitter statt. Emails bleiben jedoch nach wie vor die erfolgreichste Form der Kommunikation. Während in der Vergangenheit noch Massenemails an die Wähler versendet wurden, werden heutzutage auf Basis der gesammelten Daten zielgruppen- gerechte Emails verschickt. DATA-DRIVEN GENERAL ELECTIONS IN THE UK The upcoming general election in the UK this May could become the most data-heavy election to date. The same digital specialists that worked on both of Barack Obama’s US presidential campaigns now work for both the Con- servatives and Labour to recreate what the Financial Times is hailing as one of the most sophisticated data-driven campaigns to date. This type of campaigning allows candi- dates to identify which voters to talk to and what type of message will be best received by certain groups. Candi- dates receive profiles on individual voters based on age, gender, occupation, location as well as many other factors. These facts are then bundled together into a basic profile that tells the candidate the likelihood of whom the voters would potentially support and what issues might matter to them. Dr Nick Anstead, lecturer on political communication at the London School of Economics, says that “using infor- mation about activists and voters to mobilise and target them more effectively” will change the way politicians run elections. DATA-DRIVEN ELECTIONS BEGAN IN THE US This change in election strategy occurred in the past two elections in the US. Obama’s campaign for the 2012 elec- tion created a profile for every single eligible voter in the US. This profile included the likelihood of voter’s monetary campaign contribution as well the probability of voting for Obama. Based on this information, the democratic cam- paign was able to focus its efforts onto specific voter groups. While Obama’s data-driven elections and their use of “mi- cro-targeting” were both successful, they came with a hefty price tag. Due to limits on campaign funding in the UK as well as stricter data protection regulations, the May election will potentially not be as invasive as its US coun- terparts. Interesting to note is that the Liberal Democrats are using the Voter Activation Network, the same data management platform used by Obama in the 2012 elec- tions. The Conservatives are working with data manage- ment platform, Merlin, while Labour is using Contact Crea- tor. Each party has contracted its own agency to collect data on the voting population in order to streamline their campaigns. EMAIL STILL NUMBER ONE METHOD OF COMMUNICATION The election campaigns are relying heavily on social media platforms such as Facebook, YouTube and Twitter to reach the public. The use of email, however, remains the most
  4. 4. 4 N°28 – April 2015 successful form of communication to date. In the past, political parties used to send out mass-emails to their voter base and hope that the message sent was well- received. Today, campaigns send tailor-made messages to certain parts of the voting population based on gathered information. .......................................................................................... BIG DATA FÜR BONITÄTSPRÜFUNGEN Aktionen wie Facebook-“likes”, Profilbilder, geteilte Artikel und das Aufzeigen der eigenen Interessen über die sozia- len Netzwerke bleiben nicht unbemerkt. Doch nicht nur die eigenen Facebook-Freunde verfolgen die Online- Aktivitäten, sondern auch Agenturen, die die persönliche Kreditwürdigkeit überprüfen. Innerhalb der letzten Jahre haben die entsprechenden Institutionen eine neue Form der Bonitätsprüfung basierend auf Big Data entwickelt. Diese Form des Scorings nutzt Informationen aus den sozi- alen Medien und ist damit hinsichtlich der Datengewin- nung sowie dem Eingriff in die Privatsphäre nicht unum- stritten. Unternehmen wie Big Data Scoring, das im Jahr 2013 ge- gründet wurde, berücksichtigen bei der Bonitätsprüfung neben klassischen Darlehensinformationen, personenbe- zogenen Daten aus den sozialen Medien. Mit dieser Me- thode ist Big Data Scoring momentan in Chile, Estland, Finnland, Indonesien und Polen aktiv. Nach unterneh- menseigenen Angaben steigt damit die Genauigkeit der Kreditwürdigkeitsprüfung um 25 Prozent. Die Erlaubnis, ein individuelles Profil im Social Web zu durchleuchten, wurde bisher von den Betroffenen stets erteilt. Wie das mit dem Schutz der Privatsphäre in Einklang steht, wird damit jedoch nicht beantwortet. DAS LEBEN WIRD DIGITAL AUFGEZEICHNET Big Data für die Bonitätsprüfung zu nutzen, erlaubt es Unternehmen ein vollständigeres Profil des potentiellen Photo: © Fotolia Kreditnehmers anzulegen. Laut einer Studie der Procee- dings of the National Academy of Sciences in the United States of America (PNAS), eines wissenschaftlichem Jour- nals, sind Charaktereigenschaften anhand von digitalen Aufzeichnungen prognostizierbar. Durch die Datenanalyse via Facebook und anderen sozialen Netzwerken können persönliche und damit hoch sensible Eigenschaften identi- fiziert werden. Dazu gehören laut den Autoren der Studie, Michal Kosinski, David Stillwell und Thore Graepel, die sexuelle Orientierung, Ethnizität, religiöse Ansichten, Per- sönlichkeitsmerkmale, Intelligenz, Zufriedenheit, die Ein- nahme von Suchtmitteln, Scheidung der Eltern, Alter und das Geschlecht. BIG DATA USED FOR CREDIT SCORING Facebook “likes,” profile pictures, sharing articles and declaring one’s interests over social media has not gone unnoticed. Someone beside your Facebook friends is notic- ing your online activity, and that someone is a credit scor- ing agency. Over the course of the past few years, compa- nies and organisations have started to use a new form of credit scoring – big data credit scoring. This type of scoring uses information found on social media platforms such as Facebook and raises questions regarding data mining and invasion of privacy.
  5. 5. 5 N°28 – April 2015 Companies like Big Data Scoring, founded in 2013, provide a new type of credit scoring model based on information from social media sites paired with traditional loan pay- ment information. The company currently has a presence in Chile, Estonia, Finland, Indonesia and Poland. While this type of credit scoring boasts a self-proclaimed 25 per cent increase in scoring accuracy, the question of privacy re- mains an issue. Big Data Scoring, however, says that per- mission to go through an individual’s social media foot- print is always granted. Photo: © Fotolia HUMAN BEHAVIOUR IN DIGITAL RECORDS The use of big data as a tool in credit scoring allows com- panies to create a much fuller profile than the ones of the past. According to a paper from the Proceedings of the National Academy of Sciences in the United States of America (PNAS), personal traits and characteristics are predictable from digital records. Through the use of data mining, credit scoring companies have “easily accessible digital records of behaviour, Facebook Likes, [which] can be used to automatically and accurately predict a range of highly sensitive attributes including: sexual orientation, ethnicity and religious views, personality traits, intelli- gence, happiness, use of addictive substances, parental separation, age and gender, writes Michal Kosinski, David Stillwell and Thore Graepel. This kind of insight into an individual’s life provides credit scoring agencies with a multitude of information which creates a score based on what that individual has put out into the digital world. For individuals that do not have a large digital footprint, this kind of credit scoring would not be as effective. For those that prefer credit scoring in the traditional sense, lacking a Facebook account or other social media accounts is more beneficial. .......................................................................................... VERKEHR .......................................................................................... AUTOBAHN A9 WIRD ZUR DIGITALEN TEST- STRECKE Selbstfahrende Autos werden ab 2016 auf bayerischen Autobahnen getestet. Die Vorbereitungen dafür beginnen bereits in diesem Jahr. Automatisierte Fahrzeuge sollen auf einem Teilstück der A9, die München mit Berlin verbindet, Testfahrten absolvieren. Bundesverkehrsminister Alexand- er Dobrindt (CSU) ist federführend für das Projekt „Digita- les Testfeld Autobahn“ zuständig. Im automatisierten Fah- ren sieht Dobrindt eine große Chance für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland. „Unsere Autoin- dustrie hat die attraktivsten Produkte in der Welt. Unser Ziel muss es sein, auch beim automatisierten Fahren an der Weltspitze zu bleiben“, so Verkehrsminister Dobrindt.
  6. 6. 6 N°28 – April 2015 "Die Teststrecke soll so digitalisiert und technisch ausge- rüstet werden, dass es dort zusätzliche Angebote der Kommunikation zwischen Straße und Fahrzeug wie auch von Fahrzeug zu Fahrzeug geben wird", sagte Dobrindt im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ge- naue Informationen darüber, wie das digitale Testfeld ausgestaltet werden soll bzw. welche Unternehmen dieses nutzen können liegen aktuell nicht vor. Auch andere Bundesländer, wie Baden-Württemberg und Niedersachsen, würden neben Bayern gerne Teststrecken anbieten. Entsprechend brachten die beiden Bundesländer bereits einen Antrag im Bundesrat ein, weitere Versuchs- strecken für automatisiertes Fahren auszuweisen. Zu- nächst hieß es jedoch aus dem Bundesverkehrsministeri- um, dass derzeit kein weiteres Testfeld geplant sei. BAVARIAN A9 AUTOBAHN TEST ROAD FOR DIGITAL FIELD HIGHWAY Tests for self-driving vehicles on specially-equipped sec- tions of the Bavarian Autobahn will occur by 2016, with preparations for the project beginning this year. Heading up the “Digitales Testfeld Autobahn,” or digital field high- way, is Alexander Dobrindt, Minister of the Federal Minis- try of Transportation and Digital Infrastructure. Minister Dobrindt, a member of the conservative Christian Social Union (CSU) from Bavaria, has stated that the project will help to ensure Germany’s digital sovereignty. This project will test self-driving cars on a section of the A9 Autobahn, which connects Munich to Berlin. The designated test areas will be digitised so that vehicles can communicate with each other as well as with the sur- rounding infrastructure. For example, vehicles will alert drivers that have entered a ramp in the wrong direction. Other features, such as police alerts or warnings for im- pending danger will also be a part of the digital Autobahn. Car manufacturers will test some vehicles during normal traffic conditions while other vehicles could potentially have their own lane. The ministry has not provided specific details of the digital field highway. Minister Dobrindt says, “The German car industry will be a world leader in digital cars. First there will be vehicles with driver assistance sys- tems and then it can also be used with fully automated vehicles.” .......................................................................................... FINANZEN .......................................................................................... BLOCKCHAIN – CHANCE UND RISIKO FÜR DEN BANKENSEKTOR Blockchain, eine dezentrale Zahlungsarchitektur, hat das Potenzial das traditionelle Finanzwesen auf den Kopf zu stellen. Heutzutage verlassen sich Verbraucher für ihren Zahlungsverkehr auf eine zentrale Institution, wie Banken und andere Anbieter. Blockchain könnte diese Wirklichkeit verändern. Aktuell wird bei Transaktionen ein Vertrauensverhältnis zwischen den Teilnehmern vorausgesetzt. Blockchain hin- gegen hat eine dezentrale Architektur und ein öffentliches Register. Die Teilnehmer überprüfen und verifizieren das System kontinuierlich. Dadurch wird Transparenz herge- stellt, die Geschwindigkeit der Überweisung und die Effizi- enz erhöht, da keine zentrale Institution, eine Drittpartei, notwendig ist. Dadurch sind auch die Transaktionskosten gering. Durch Blockchains können jedoch auch Risiken entstehen: digitale Transaktionen sind bisher nicht regu- liert und Unsicherheiten entstehen. Verknüpft mit Kryp- towährungen, wie Bitcoin, entsteht zudem Raum für illega- le Transaktionen und Geldmengenkontrollen werden er- schwert, da diese Währungen nicht an Notenbanken ge- koppelt sind. Erste Banken haben bereits begonnen, Transaktionen basierend auf Blockchain-Mechanismen anzubieten. So arbeitet beispielsweise die deutsche Direktbank Fidor mit dem amerikanischen Start-up Ripple Labs zusammen. Mit dem Zahlungsprotokoll von Ripple Labs sind globale Über-
  7. 7. 7 N°28 – April 2015 weisungen in Echtzeit möglich – sowohl von realen als auch von virtuellen Zahlungen. Allerdings besteht das Risi- ko, dass Banken als Finanzintermediäre durch Blockchain nahezu obsolet werden. Dies zeigt das Modell der soge- nannten Smart Contracts. Dies sind Verträge mit einer Wenn-Dann-Bedingung, bei dem die Vertragspartner di- rekt miteinander kommunizieren. Bleibt beispielsweise bei einer Autofinanzierung eine Ratenzahlung aus, kann das Fahrzeug so programmiert werden, dass es der Besitzer nicht mehr nutzen kann. WAS IST BLOCKCHAIN? Blockchain ist ein öffentliches Register, das Transaktionen von virtuellen Währungen, wie Bitcoins, ermöglicht. Es funktioniert wie eine Kette von Informationsblöcken, wodurch Überweisun- gen dezentral und transparent erfolgen ohne eine zentrale, meist kostenpflichtige Institution. Dafür bedarf es öffentlicher und privater Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel dient als Emp- fangsadresse und Authentifizierung des Nutzers. Der private Schlüssel ist geheim und weist den Nutzer aus. Die sogenannten Miners, Pools mit entsprechender Rechenkapazität, überprüfen die Gültigkeit der Transaktion und werden dafür entlohnt. WAS IST BITCOIN? Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die im Jahr 2008 erstmals beschrieben wurde und in einem digitalen Ökosystem operiert. Die Münzen dieser Währung werden aus digitalen Signaturen generiert. Mit ihnen kann im Bitcoin-Netzwerk, wie mit einer realen Währung, Güter gekauft oder verkauft und Überweisun- gen getätigt werden. BLOCKCHAIN: THE OPPORTUNITIES AND RISKS FOR THE BANKING SECTOR Blockchain, the public transaction ledger that records Bitcoin’s cryptocurrency transactions, has the potential to change the way the world approaches traditional banking. To date, individuals rely on banks and third parties to con- duct monetary transactions. Block chain could alter this reality. Instead of relying on the issue of trust as a motiva- tor for or against transactions, blockchain provides users with a decentralised system that removes trust from the equation. Photo: © Sergey Tarasov - Fotolia This system is continuously reviewed and verified by the participants. This allows for transparency, relative speed of transactions, efficiency through the elimination of third parties and the possibility for countless applications. There are, however, risks associated with the block chain: the absence of regulation, the potential for illegal transactions, the impairment of monetary control from banks and the relative ease of use. Banks have already started to offer transactions based on block chain mechanisms. For example, the German direct bank, Fidor is currently collaborating with the American start-up, Ripple Labs. Ripple Labs’ payment protocol makes real-time global transfers possible - both physical currency and virtual payments. At the same time, some banks fear a future of decentralised monetary transactions. This fear stems from the rise of fintech corporations and large data corporations entering the market. While bitcoin has, to date, a relatively insignificant market volume, it is still discussed to a large extent due to the development of blockchain. It is not the cryptocurrency itself that has banks nervous, but rather the structure of the block chain and its potential ability to make financial intermediaries obsolete. This demonstrates the model of so-called Smart Contracts. These are contracts with a “if- then” conditions. For example, if a car is financed and paid for in instalments and the instalment is not paid, the vehi-
  8. 8. 8 N°28 – April 2015 cle can be programmed to no longer let the driver use the vehicle. WHAT IS BLOCKCHAIN? Blockchain is a public transaction ledger that records cryptocur- rency transactions, currently used by Bitcoin. It functions as a series of data packets, which allow the decentralised, transparent management of a currency minus the “central clearing house.” Computers called “miners” validate the transactions and pass them on and create new blocks, which cannot be altered. Exactly six times per hour, a new block, or group of accepted transac- tions, is created and added to the block chain. This is sent out to all miners, forming a distributed database, which lets the bitcoin software determine how much of a bitcoin has been spent. WHAT IS BITCOIN? Bitcoin was founded in 2008 as a virtual currency that operates in a strictly digital ecosystem. The units of the currency, the bitcoins, store and transfer value between participants in the bitcoin net-work and can be used to do anything that traditional currency does, such as the buying and selling of goods, sending money to individuals and organisations or extending credit. .......................................................................................... KOMMENTAR .......................................................................................... DAS AMERIKANISCHE MODELL VON INNO- VATION UND WETTBEWERB von Audrey Meißner, Project Manager bei nuances Europa stagniert. Europa fällt bei der Schaffung von Wohl- stand zurück. In Europa mangelt es an technologischen Innovationen. Europa muss seine Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen. Europa braucht Unternehmer. Europa muss sich ändern, um in einer Welt mit steigendem Wett- bewerb erfolgreich zu sein. Diese und ähnliche Sätze hört man in Berlin auf Konferen- zen während des Impulsreferates und auch danach beim Händeschütteln. Zwar seien diese Einschätzungen alle harsch, doch wahr, und das Publikum nickt zustimmend. Ein Wandel, sagen sie, könne sich nur vollziehen, wenn aktiv Innovation und Unternehmergeist gefördert werden, wenn sich Europa ein Beispiel an den USA nimmt. Insbe- sondere letzteres Argument lässt mich als US-Bürgerin immer wieder aufhorchen. Die Vereinigten Staaten und ihre Konzernriesen werden stets gennant, zunächst be- wundernd, doch zehn Minuten später mit Geringschät- zung. Dieser rasche Sinneswandel verwundert mich immer wieder. Zu Beginn eines Vortrages werden Unternehmen wie Ama- zon und Google als erstrebenswerte Erfolgsmodelle darge- stellt und für ihre Größe wie finanzielle Macht bewundert. Namen erfolgreicher Millionäre werden aufgelistet als Beispiel für kreative Köpfe, die ihre Spuren hinterlassen. Referenten beraten darüber, wie amerikanische Unter- nehmen und Investoren auf die andere Seite des Atlantiks, nach Europa, gelockt werden können. Die Art und Weise wie „der Amerikaner“ denkt, wird geschätzt, er wird um seinen Mut zum Risiko und seine Erfolge beneidet. Kurze Zeit später wird jedoch die Frage des Warums in den Vordergrund gestellt. Warum sind Deutschland und Europa hinsichtlich Wettbewerb und Innovation ins Hintertreffen geraten? Die unterschiedliche Geschichte wird teils zur Beantwortung dieser Frage herangetragen. Vielleicht zeige sich daran, warum die Kulturen so unterschiedlich erschei- nen. Die Unterschiede zeigen sich bereits in der Sprache. Das englische „Venture Capitalists“ beschreibt die Kühnheit und den Wagemut der Investoren; das deutsche „Risikoka- pitalgeber“ hingegen, beinhaltet das Wort Risiko und somit die drohende Unsicherheit. Im englischen Sprachgebrauch steht die Aktion für „wagemutig“, im deutschen für „ris- kant/bedenklich“. Erfolg und Sicherheit werden hier be- reits unterschiedlich definiert. Unabhängig von Geschichte und Sprache wird die Frage gestellt: Warum haben wir in Europa nicht unser eigenes Google? Die Bewunderung für die USA löst sich auf und es
  9. 9. 9 N°28 – April 2015 entsteht der unbändige Wille ein europäisches Äquivalent zu schaffen. Erfolgreiche Eigengewächse wie Zalando und Booking.com werden mit Stolz präsentiert. Doch ein fahler Beigeschmack bleibt: sind diese beiden Firmen doch nahe- zu exakte Kopien von Amazon und priceline.com (mittler- weile die Muttergesellschaft von Booking.com). Wenn Deutschland und Europa wirklich die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit steigern wollen, muss die Messlatte höher angesetzt werden. Europa sollte nicht ein neues Google schaffen und das braucht es auch nicht; es braucht etwas Neues, Einmaliges. Was steht dem im Weg? Die unterschiedliche Kultur und damit das Selbstvertrauen, dass ein Geschäftsmodell er- folgreich sein kann? Laut dem Entrepreneurship Barome- ter von Ernst & Young aus dem Jahr 2011, sind europäische Unternehmer weniger überzeugt von ihrem Land als gutes Startup-Pflaster, ganz im Gegensatz zu jenen in Amerika, Kanada oder Brasilien. Eine Hürde sind etwa die hohen Anforderungen, die in Europa zu erfüllen sind, um ein eigenes Business zu gründen. Die Beschränkungen hier zu lockern, würde das Unternehmertum sicher bestärken. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass das Risiko für den einzelnen verschwindet, aber es würde Jungunternehmern mit Visionen und Willenskraft einiges erleichtern. Letzt- endlich stellt sich die Frage: Wo? Wo können Ideen wach- sen und Unternehmer erfolgreich sein? Hier kommen Städ- te wie Berlin ins Spiel. Was Berlin an Kapital vermissen lässt, macht es durch Potenzial und Energie und mehr als eine Handvoll Risikofreudiger wieder wett. Vor 40 Jahren existierte Microsoft noch nicht. Vor 20 Jah- ren startete Google in einer Garage. Heutzutage ist eine Welt ohne diese beiden Konzerne kaum vorstellbar. Die angebotenen Technologien und Dienstleistungen sind mittlerweile in unserem Alltag angekommen und finden sich sogar in der Sprache wieder – „google es“. Fakt ist: niemand wird dazu gezwungen Google zu nutzen und nie- mand wird davon abgehalten, den nächsten Durchbruch einzuleiten. Das nächste große „Ding“ könnte alles sein und hier in Europa beginnen. Die Frage, die politische Ent- scheidungsträger, Investoren und IT-Unternehmen in Eu- ropa beantworten müssen, lautet: will Europa den An- schluss schaffen oder nicht? POINT OF VIEW: THE AMERICAN MODEL OF INNOVATION AND COMPETITION By: Audrey Meißner, Project Manager at nuances Europe is stagnant. Europe has fallen behind in wealth creation. Innovation in technology is sorely lacking. Europe needs to restore its competitiveness. Europe needs entre- preneurs. Europe needs to change in order to succeed in a world of ever-increasing competition and innovation. These sentences can be heard across Berlin in conference halls during keynote speeches and later whilst hands are shook. These statements are all true, if harsh, and audi- ence members tend to nod their heads in vehement agreement. This change, they say, needs to take shape in actively seeking innovation, encouraging a culture of en- trepreneurial spirit, and becoming more like the United States. As a citizen of the US, it is the last comment that always grabs my attention. The United States and its cor- porate giants are always mentioned, initially in awe, and then minutes later with disdain. It is the short period be- fore this change of heart that makes one wonder. At first, companies like Amazon and Google are mentioned as the token aspirational models of success and admired for their size and financial might. The names of successful millionaires are listed one by one, as examples of creative minds that have left their mark. Speakers deliberate as to how Europe could encourage American companies and investors to come across the pond. The American way of thinking is admired, their risks deemed brave and their successes envied. However, the conversation quickly turns to the question: why? Why is Germany and Europe as a whole lagging be- hind in competition and innovation? Sometimes the histo- ry of the US is examined and compared to that of Germany and Europe. Perhaps, in this history, there will be an ex-
  10. 10. 10 N°28 – April 2015 planation as to what makes the two cultures of so differ- ent. One point of interest is as simple as the way language defines the boundaries of the cultures. In English, “venture capitalists” imply investors that are daring; in German, “Risikokapitalgeber” has the word “risiko,” or risk, within the word itself and implies the threat of uncertainty. This difference, that of an action being “daring” vs. “risky” makes a world of difference. The first definition is more readily admired than the second. This provides a window into cultural ideals of how success and security are de- fined. After a few minutes of nodding and admiration, the mood takes a turn in another direction altogether. “But why,” someone will ask, “do we in Europe not have these com- panies? Why do we not have our own Google?” Suddenly the admiration for the US disappears and in its place is a desire to create businesses that are distinctly European. Successes like Zalando and Booking.com are mentioned with pride, but the problem with these companies is that they are almost exact blueprints of Amazon and Price- line.com (the current parent company of Booking.com). If Germany and Europe as a whole want to truly enhance innovation and foster competitiveness, the standards need to be made higher. Europe shouldn’t want and doesn’t need a new Google; it needs something different and un- heard of. So what stands in the way of this? Culture, perhaps, and with it a confidence that a business could be successful. According to Ernst &Young’s Nice Côte d’Azur 2011 Entre- preneurship Barometer, European entrepreneurs are less confident about their country as a place for start-ups than those in America, Canada or Brazil. Another more tangible barrier is that higher restrictions in in Europe make indi- viduals seeking to create their own businesses or develop the next big app or website a bit more wary. Lowering these restrictions could encourage entrepreneurship. This doesn’t mean that the “risk” would be taken out of the business of starting something new, but it would certainly make it a lot more feasible for individuals with vision and drive. Finally, the question: where? Where can ideas take root and entrepreneurs flourish? This is where cities like Berlin come in. What Berlin is lacking in capital, it makes up for in richness of potential and energy, and more than a few risk-takers. 40 years ago, Microsoft did not exist. 20 years ago, Google was getting started in a garage. Today, most people cannot imagine a world without them. These technologies have become a fixture in our daily lives and in some cases, man- aged to make their way into everyday conversations worldwide as verbs – “google it.” The fact of the matter is, no one is forced to use Google, and no one is prevented from inventing the next best thing. This “next best thing” could be anything, and it could begin here. The question European policy-makers, investors and IT-companies will have to answer is this: does Europe want to catch up, or will it allow itself to be left behind? Für Fragen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an mail@nuances.de. Please feel free to send questions and comments to mail@nuances.de.* Sollten Sie den Newsletter nicht weiter beziehen wollen, senden Sie uns eine e-mail an: mail@nuances.de mit der Nachricht: „unsubscribe“. * If you wish to be removed from the newsletter mailing list, please contact mail@nuances.de and place “unsub- scribe” in the subject heading.

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