Manifest - ‚handgreiflich gemachtʻ - öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer
Natur - Kunst- un...
schon 1960er wachsende Werbeindustrie
Kritik- Designer weniger Wohl der Gemeinschaft - als für Wünsche der Wirtschaft
Ken ...
das Hacker-Manifest 1986
"Hacker" (hacken = tippen) - "eine Person, die schnell Text in einen Computer eingeben kann"
verö...
Be Imperfect! Manifest, Bruce Mau 1998 (kanadischer Designer)
seit Veröffentlichung weite Verbreitung im Netz
soll Designe...
Free Font Manifesto Ellen Lupton, 2006
kleine aber wachsende Zahl Unternehmen Schriften für den allgemeinen Besitzentwirft...
Guerilla Gardening Manualfesto, David Tracey, 2007
guerrilla für „kleiner Krieg“ – und engl. gardening für „Gärtnern“
Inte...
Self-RepairManifesto, 2010
Baut auf zwei Manifeste, The Makers Bill of Rights 2005 und Repair Manifesto 2009
Vorteileder S...
Fazit
Bewusstsein schaffen für eigene Verantwortung
Sensibilisieren für eigene Eingriffmöglichkeiten in
bestehende Prozess...
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Mani
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Mani

297 Aufrufe

Veröffentlicht am

referat

Veröffentlicht in: Seele & Geist
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
297
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
72
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Mani

  1. 1. Manifest - ‚handgreiflich gemachtʻ - öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur - Kunst- und Literaturgeschichte: ästhetische Programme seit 1900 Design - verfolgt verschiedene Zwecke, z.B. technisch-praktisch, formal-ästhetisch, symbolische Funktion symbolische Funktion soziale und psychologische Auswirkung eines Designobjekts auf sein Umfeld Diskussion ethische Grundsätze Designer Verbindungsglied von Wirtschaft und Gesellschaft Sender von Botschaften - kommunikative Prozesse visuell mit Werten zu beladen Gesellschaft - Kommunikation gesellschaftliche Prozesse Unterscheidung Bedürfnisse der Benutzer in der Gesellschaft oder Einzelinteressen Instrument Förderung der pluralistischen Meinungsbildung Vielfältigkeit, freie Selbstbestimmung, gesellschaftliche Mitbestimmung -------------
  2. 2. schon 1960er wachsende Werbeindustrie Kritik- Designer weniger Wohl der Gemeinschaft - als für Wünsche der Wirtschaft Ken Garland „First Things First“Manifest von 1964 die manifestierenden: Grafikdesigner, Fotografen, Studenten gesellschaftliche Verantwortungdes Kommunikationsdesigners kritische Unterscheidung von Design als Kommunikation(Menschen notwendige Informationen geben) oder Design als Überredung(sie dazu zu bringen, etwas zu kaufen) überflüssige Bedürfnisse kreieren - einseitigem Wohlergehen der wirtschaftlichen Interessen Brancheeinen stark kommerziellen Charakter(Handel) verleiht - Mehrheit der Grafikprojekte Bedürfnissen von Firmen nach provokative Sprache Traktat(Abhandlung mit lehrhaftem Charakter)? gegen das etablierte politische und ökonomische System? aufmerksam machen auf beeinflussende Werbestrategien, Medienkontrolle durch Passivität und Verantwortungslosigkeitin der gängigen Designpraxis entstanden nicht länger Rolle „Handlangers des Kapitals“ würdigere Dinge wie Bildung, Kultur und unser Weltverständnis sein Handwerk und seine Erfahrung anpreisen mit diesem Manifest bieten sie an, ihre Erfahrungen und Meinungen teilen;sie Kollegen, Studenten und anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen Veröffentlichung des Manifests in 6 Zeitschriften erreichte wenig Aufmerksamkeit und deshalb auch in der Designbranche wenige Sympathisanten -------------
  3. 3. das Hacker-Manifest 1986 "Hacker" (hacken = tippen) - "eine Person, die schnell Text in einen Computer eingeben kann" veröffentlicht unter Pseudonym The Mentor im Phrack Magazine (freak und hack), bekanntestes Untergrund-Hacker-Magazin der USA große Verbreitung innerhalb Hackerkultur- Autor Leitfigur bildet bis heute die Grundlage der Hacker-Ethik verteidigt ethische Grundsätzeund vermittelt Aufbruchstimmung, damals unter jungen Computerenthusiasten und Hackern Artikel kritisiert die Gesellschaft, die versucht bestehende Machtverhältnissezu erhalten durch Kontrolle und wirtschaftliche Ausbeutung von Information und Wissen Offenheit - erstrebenswert freier gleichberechtigter Zugriffauf Informationen Das ist nun unsere Welt... Die Welt der Elektronen und der Schalter, die Schönheit der Baud. Wir nutzen ein System, das bereits existiert, ohne dafür zu bezahlen, was seinen Preis sowieso nicht wert ist, wenn es nicht in den Händen von Profitgeiern wäre. Und gerade ihr nennt uns Kriminelle? Wir erforschen... und ihr nennt uns Kriminelle. Wir ersuchen das Wissen... und ihr nennt uns Kriminelle. Wir existieren ohne Hautfarbe, ohne Nationalität, ohne religiöse Vorurteile... und ihr nennt uns Kriminelle. Ihr baut Atombomben, ihr führt Kriege, ihr mordet, betrügt und lügt uns an, und lasst uns glauben, es wäre zu unserem Wohl... und wir sollen die Kriminellen sein. Ja, ich bin ein Krimineller. Mein Verbrechen ist Neugier. Mein Verbrechen ist, dass ich Menschen nach dem beurteile, was sie denken und sagen, und nicht nach dem, wie sie aussehen. Mein Verbrechen ist, dass ich über euch stehe, etwas, was ihr mir nie vergeben werdet.
  4. 4. Be Imperfect! Manifest, Bruce Mau 1998 (kanadischer Designer) seit Veröffentlichung weite Verbreitung im Netz soll Designern und kreativ Schaffenden helfen, über ihren Gestaltungsprozess nachzudenken äußert seine Vorstellungen, Strategien und Motivationen, legt seinen Gestaltungsprozess offen (in ca. 43 Punkten) 6. Halte Unfälle fest - Die falsche Antwort ist die richtige Antwort bei einer anderen Frage. Sammle falsche Antworten als Teil des Prozesses. Stell andere Fragen. 14. Sei nicht cool - Cool ist konservative Angst, in schwarz gekleidet. Befreie dich von derartigen Grenzen. 16. Collaborate - Der Raum zwischen miteinander arbeitenden Menschen ist voll von Konflikt, Spannung, Streit, Erheiterung, Vergnügen und einem gewaltigen kreativen Potential 18. Bleib lange auf. Abgefahrene Dinge passieren wenn du zu weit gegangen bist, zu lange wach bist, zu hart gearbeitet hast und du vom Rest der Welt abgeschieden bist.
  5. 5. Free Font Manifesto Ellen Lupton, 2006 kleine aber wachsende Zahl Unternehmen Schriften für den allgemeinen Besitzentwirft Gestalter Teil Open Source und Copyleft Bewegung (gleiche Lizenzbedingungen, Nutzungseinschränkungen beim weitergeben verhindern) Anregung der weltweiten Kreativitätan über eine kollektive Informationsteilung Idee der Free Fonts - Gefahren und Notwendigkeit nicht alle Schriften sollen frei zu Verfügung stehen, Typograf ist immernoch ein Beruf, der durch das öffnen jeglicher Schriften aussterben könnte die meisten Schriften dienen kleinen oder seltenen sprachlichen Gemeinschaften explizites sozailes Ziel,es geht nicht um einen luxuriösen Erguss typographischer Variationen, sondern darum Bildung und Austausch in einer Gesellschaft zu unterstützen z.B. wenn in Entwicklungsländern Grafikdesigner in ihrer Region eine Typografische Kultur aufbauen wollen, benötigen sie mehr als ein minimales Typografisches Vokabuar. Häufig wird dort auf Raubkopien zurückgegriffen. Frei zur Verfügung stehende Schriften sollen auf einem bildenden Wegsollen Respekt und Verständnis für kommerzielle Nutzung aufbauen
  6. 6. Guerilla Gardening Manualfesto, David Tracey, 2007 guerrilla für „kleiner Krieg“ – und engl. gardening für „Gärtnern“ Interesses am „wilden Grün der Städte“ - „die Straßen zurückzuerobern“ heimliche Aussaat von Pflanzen als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams im öffentlichen Raum www.guerillagardening.org virtueller Treffpunkt für diese internationale Community von Botanik-Aktivisten, die sich darüber auch zu gemeinsamen Begrünungsaktionen verabreden politische/soziale/künstlerische Phänomen Kapiteln zu Taktik, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich praktischer Beratung im Umgang mit den botanischen Waffen Gabelungsfähigkeit neue Form des Guerilla Gardening entwickelt, bei der klassische Ansätze von moralischer Ökonomie mit dem Wunsch nach urbaner Selbstversorgung und mit einem Protest gegen die Agrar-Industrie verbunden werden
  7. 7. Self-RepairManifesto, 2010 Baut auf zwei Manifeste, The Makers Bill of Rights 2005 und Repair Manifesto 2009 Vorteileder Selbst-Reparatur aufweisen den Nutzer auf seine Rechtehinweisen wirtschaftsbedingte Werteverschiebungzurecht rücken hat sich zu einer online-Plattformwww.ifixit.com entwickelt Reparaturanleitungen, shop zum Verkauf von Einzelteilen The free repair guide for everything, written by everyone.
  8. 8. Fazit Bewusstsein schaffen für eigene Verantwortung Sensibilisieren für eigene Eingriffmöglichkeiten in bestehende Prozesse autoritäre Herrschaftsstrukturen und Machtbündelungen durch Formen der Herrschaftskontrolle von „unten“ ersetzen

×