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Gesamtvermögen in Österreich 2002 I 3.5
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Danke für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>DI Tobias Plettenbacher </li></ul><ul><li>TIME SOZIAL,  ATTAC  Ried  i.I. </li></ul...
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Plettenbacher: Die drohende Wirtschaftskrise: Ursachen und Auswege 20081130

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Präsentation von Tobias Plettenbacher bei der 5. Konferenz Zivilgesellschaft, 30.11.2008 in Innbruck

Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
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  • Um Ihnen &amp;quot;Regionale Alternativen zur Globalisierung&amp;quot; aufzeigen zu können, muß ich zuerst die Eigenheiten und Probleme unseres Geld- und Wirtschaftssystems sowie die Ursachen der Globalisierung erläutern. Dies wird der erste Teil meines Vortrags sein. Daraus ergeben sich die Probleme und Zielsetzungen für eine nachhaltige regionale Entwicklung. Darauf aufbauend will ich Ihnen im zweiten Teil mögliche Lösungen und Auswege vorstellen, deren Chancen und Schwächen aufzeigen. Im dritten Teil will ich konkrete Vorschläge machen, was wir hier in unserer Region unternehmen - und hoffentlich gemeinsam umsetzen können.
  • Plettenbacher: Die drohende Wirtschaftskrise: Ursachen und Auswege 20081130

    1. 1. Geld frisst Welt <ul><li>Die drohende Wirtschaftskrise - Ursachen und Auswege </li></ul><ul><li>Kurzreferat: </li></ul><ul><ul><li>Geld frisst Welt </li></ul></ul><ul><li>Workshop I: </li></ul><ul><ul><li>Theoretische Lösungsansätze </li></ul></ul><ul><ul><li>Neues Geld in der Praxis </li></ul></ul><ul><ul><li>Ein Komplementäres Gesamtsystem </li></ul></ul><ul><li>Workshop II: </li></ul><ul><ul><li>Zeitbanken, TIME SOZIAL </li></ul></ul>
    2. 2. Zins - Geldvermögen - Verschuldung <ul><li>Geldkreislauf: </li></ul><ul><ul><li>Sparen - Verleihen </li></ul></ul><ul><ul><li>Vermögen - Schulden </li></ul></ul><ul><li>Voraussetzung: Zinsen </li></ul><ul><ul><li>magische Grenze von 2,5-3% </li></ul></ul>&quot;Nationalökonomie ist , wenn die Leute sich wun - dern, warum sie kein Geld haben.&quot; Kurt Tucholsky Deutschland 1960-2000 © Günter Hannich I 2.1
    3. 3. Überentwicklung der Geldvermögen und Zinslasten I 2.2 Zuwachsraten im Vergleich Deutschland 1950-2000 Jahresmittel in Mrd. Euro Kostenentwicklungen im Vergleich Deutschland 1970-2000
    4. 4. Exponentielles und natürlich es Wachstum <ul><li>Haben Sie jemals Bäume in de n Himmel wachsen sehen? </li></ul>Jahre I 2.4 &quot;Das größte Manko der Menschen ist unsere Unfähigkeit, die Exponentialkurve zu verstehen.&quot; Albert A. Bartlett, US-amerikan. Physiker &quot;Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum könne in einer endlichen Welt ewig fortschreiten, ist entweder ein Irrer oder ein Ökonom.&quot; Kenneth Ewart Boulding, brit.-amerikan. Ökonom 1966
    5. 5. Entwicklung einer Einlage durch Zins und Zinseszins I 2.5 &quot;Ich glaube, daß wir in unserem Geldsystem eine Art karzi-nombildendes Element haben, das unsere Wirtschaft fort-während krank macht... Meiner Meinung nach kann dieses Geldsystem nur dadurch funktionieren, daß es immer wieder zusammenbricht und dann wieder von vorn begonnen wird. Diese Zusammenbrüche nennt man dann Kriege oder Wirt-schaftskrisen oder Inflationen, je nachdem, aber das bedeu-tet eigentlich nur, daß dieses System in sich kein Regulativ hat, das zu einer vernünftigen Eindämmung führen würde.&quot; Michael Ende, dt. Autor (1992)
    6. 6. Umverteilung der Vermögen &quot;Wer hat, dem wird gegeben&quot; Milliardäre 2000-mal so hoch! I 3.1 &quot;Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssys-tems besteht darin, daß Geld und Zins miteinander verbunden sind. Rein mathematisch reißt der Zins die Menschen auseinander: die-jenigen, die an der Armut zugrun-de gehen, und diejenigen, die an der Zahlungsnot des Kreditneh-mers immer reicher werden.&quot; Eugen Drewermann, Theologe Deutschland 1990 in Tausend Euro je Haushalt
    7. 7. Wie erfolgt die Umverteilung? <ul><li>Produktpreise: </li></ul><ul><li>Zinskosten der Firmen </li></ul><ul><li>Jeder zahlt Zinsen, auch wer keine Schulden hat! </li></ul><ul><li>Zinsanteil: </li></ul><ul><li>ca. 30-40% auf Produkten </li></ul><ul><li>ca. 80% auf Mieten </li></ul><ul><li>plus 15-20% der Steuern (Tilgung Staatsschulden) </li></ul>I 3.2 Kapitalkostenanteil an Abwassergebühren Kapitalkostenanteil an der Kaltmiete im sozialen Wohnungsbau Quelle: Stadt Aachen 1983 Quelle: Statistisches Bundesamt 1979
    8. 8. Einkommensentwicklung in Österreich <ul><li>Einkünfte von 1964-1997 (in Prozent von 1964) </li></ul>Quelle: WIFO, Statistik Austria I 3.3
    9. 9. Gesamtvermögen in Österreich 2002 I 3.5
    10. 10. Wirtschaftswachstum und Konsumwahn I 4.2 Anteil der Wirtschaftsleistung, der vom Kapitalertrag beansprucht wird (in % von 1960) &quot;Jetzt endlich habe ich erkannt, daß der Zins die einzige wahre und wirkliche Ursache dafür ist, daß die Welt dem Wahnsinn des ewigen Wachstums verfallen ist.&quot; Konrad Lorenz, öst. Verhaltens-forscher, Nobelpreis 1973
    11. 11. Börsenwahn und Überspekulation <ul><li>Ursache: </li></ul><ul><li>wuchernde Geldvermögen </li></ul><ul><li>Probleme: </li></ul><ul><li>Überspekulation </li></ul><ul><li>Spekulationsblasen </li></ul><ul><li>überhöhte Aktienkurse </li></ul><ul><li>reine kurzsichtige Gewinnorientierung </li></ul><ul><li>Gefahren: </li></ul><ul><li>Platzen von Börsen-/Immobilienblasen </li></ul><ul><li>Zusammenbruch hochriskanter Fonds </li></ul><ul><li>größter Börsenkrach aller Zeiten </li></ul><ul><li>neue Weltwirtschaftskrise </li></ul>&quot;Spekulanten mögen unschädlich sein als Seifenblasen auf einem steten Strom der Unternehmungslust. Aber die Lage wird ernsthaft, wenn die Unterneh-mungslust die Seifenblase auf einem Strudel der Spekulation wird.&quot; Prof. John Maynard Keynes I 5.1 Wachstum der Weltwirtschaft und der Aktienwerte 1975-2000 inflationsbereinigt in Prozent Quelle: Datastream, IWF, OECD Börsenkrachs und Wirtschaftskrisen: 1634-1637 Holland 1719-1729 Frankreich-USA 1819-1820 USA 1837-1841 USA 1857-1860 NY-USA-weltweit 1873-1895 Wien-DE-USA 1893-1896 USA 1929-1933 NY-USA-weltweit viele Fast-Crashs (1987, 1992, 1994, 1997, 1998, seit 2000 fast jährlich)
    12. 12. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>DI Tobias Plettenbacher </li></ul><ul><li>TIME SOZIAL, ATTAC Ried i.I. </li></ul><ul><li>Tel.: 0043(0)664/ 543 49 39 </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>www.timesozial.org </li></ul>&quot;Heute stehen wir vor dem Abgrund. Morgen sind wir einen Schritt weiter!&quot; Tragen wir dazu bei, dass es ein Schritt in die richtige Richtung wird! Wir selbst sind diejenigen, auf die wir immer gewartet haben (Botschaft der Hopi-Indianer 2001).

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