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§ Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen
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Renewables Grid Initiative
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Wissenschaftsdialog 2015 der Bundesnetzagentur: Theresa Schneider, Renewables Grid Initiative: Die europäische Perspektive - zwischen europäischen Entscheidern und lokalen Protesten

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Vortrag auf dem Wissenschaftsdialog 2015 der Bundesnetzagentur. Mehr erfahren Sie unter: www.netzausbau.de/wissenschaftsdialog-2015

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Wissenschaftsdialog 2015 der Bundesnetzagentur: Theresa Schneider, Renewables Grid Initiative: Die europäische Perspektive - zwischen europäischen Entscheidern und lokalen Protesten

  1. 1. 1 Die europäische Perspektive – zwischen europäischen Entscheidern und lokalen Protesten Theresa Schneider, Renewables Grid Initiative Wissenschaftsdialog, 18. September 2015 1
  2. 2. 2 RGI Mitglieder sind sehr unterschiedlich, aber teilen ein gemeinsames Ziel 2 „Wir wollen möglichst schnell Stromnetze für erneuerbare Energien bauen und gleichzeitig Umweltstandards und Bedenken der Bürger gerecht werden” „Wir müssen neue Leitungen ohne Verzögerungen bauen“ Fokus der Übertragungsnetzbetreiber: Fokus der Umweltverbände: „Wir brauchen erneuerbare Energien – ohne negative Einwirkungen auf Mensch und Natur“
  3. 3. 3 Warum brauchen wir europäische Netze? 3 § Volatilität: Erneuerbarer Energien und unterschiedliche Wetterzonen § Reserve: Bedarf an Back-up Kapazität in kleineren Systemen ist vergleichsweise hoch § Kosten: vergleichsweise hohe Kosten für Speicher § Resilienz: Sicherheit und Resilienz von kleinen vs. großen Systemen
  4. 4. 4 Wie reagiert die EU auf diese Herausforderungen? 4 • EU Verordnung 347/2013 zu Leitlinien für die europäische Energieinfrastruktur (TEN-E Verordnung) seit Juni 2013 • Projekte von gemeinsamem Interesse in den Bereichen Strom, Gas, Erdöl, Smart Grids • Drei Ziele: Energiebinnenmarkt, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit • Wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Nutzen für mindestens zwei EU-Mitgliedstaaten • Vorteile: • Beschleunigte Verfahren • Erhöhte Transparenz und Beteiligungsmöglichkeit • Antragsberechtigt für Gelder der Fazilität “Connecting Europe”
  5. 5. 5 Die EU ist weit weg und doch so nah.. 5
  6. 6. 6 Transparenz und Beteiligung: gesetzliche Vorgaben 6 Verfahren vor Einreichung der Unterlagen (2 Jahre) Gesetzliches Genehmigungsver- fahren (1,5 Jahre) ÜNB: Erarbeiten und Einreichen eines Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligu ng an Behörde Behörde: beantragt Änderungen/ genehmigt Konzept • Mindestens eine Konsultation • Bericht, der die Aktivitäten zusammenfasst Projektwebsite (von ÜNB oder Behörde) Behörde: detailierter Zeitplan (Entscheidungen und Einwendungen, Behörde und Stakeholder, Verfahrensschritte und Dauer, Meilensteine, Ressourcen) • ÜNB setzt Behörde über Projekt in schriftl. Form in Kenntnis • Behörde akzeptiert/lehnt ab • Bei Akzeptanz: Start des Genehmigungs- verfahrens • Behörde entscheidet Umfang der Dokumente, Detaillevel • Mind. ein Treffen zw. Behörde und ÜNB Behörde: detaillierter Abriss der Unterlagen inkl. Ergebnis des Treffens an ÜNB und Öffentlichkeit Behörde: weitere Anforderung fehlender Informationen Behörde: akzeptiert Unterlagen schriftlich Einreichung der Unterlagen Transparenz und Öffentlich- keitsbeteiligung Genehmigungs- unterlagen
  7. 7. 7 Weitere EU Maßnahmen, Transparenz und Beteiligung zu fördern • Genehmigungsbehörde als “One-stop shop” • Verfahrenshandbücher • “Transparency platform” der Europäischen Kommission • Kampagne zur Förderung der Akzeptanz – Online Toolkit
  8. 8. 8 8 Ist das ausreichend?
  9. 9. 9 Wie kann die Umsetzung der Gesetze durch freiwillige Maßnahmen flankiert werden? 9
  10. 10. § Lokale Akzeptanz für Stromnetze erhöhen, indem “Best practices” zu Beteiligung und Transparenz in Pilotprojekten getestet werden § Genehmigungsverfahren beschleunigen, während Umweltschutzstandards in Pilotprojekten eingehalten oder übertroffen werden § Implementierung von “Best practices” in europäischen “Projekten gemeinsamen Interesses” Das BESTGRID-Projekt auf einen Blick: gemeinsam gute Lösungen testen 10 + + +Lokale Umweltschutz- verbände + 1. 2. 3. Umweltverbände ÜNBs Wissenschaft
  11. 11. 11 Fünf Pilotprojekte in Großbritannien, Deutschland und Belgien GB/Belgien Nemo Link Projekt, Seekabel von Richborough nach Zeebrugge (~120 km); ÜNBs: National Grid und Elia; geplante Inbetriebnahme: 2018 Belgisches Stevin Projekt, 380kV Wechselstrom, 47km, davon 12km neue Freileitung, 10km Erdkabel, 25km Aufrüstung von existierener 220kV Leitung; ÜNB: Elia; geplante Inbetriebnahme: 2017 Deutsches Projekt Bertikow- Pasewalk; Ersatz einer 220kV Bestandsleitung durch 380kV Freileitung (~30km); geplante Inbetriebnahme:2019/20 Belgisches 150kV Erdkabelprojekt von Waterloo nach Braine l’Alleud; ÜNB: Elia (5km); Projekt wurde 2014 gestoppt SuedLink Projekt in Deutschland, 500kV Gleichstromleitung; ÜNBs: TenneT und TransnetBW (600/800km); geplante Inbetriebnahme: 2022
  12. 12. Welche Maßnahmen wurden konkret umgestzt? Mobiles Bürgerbüro Ortsbegehungen Runde TischeInfomärkte Internationaler Erfahrungsaustausch Öffentliche Workshops
  13. 13. Unsere bisherigen Erkenntnisse • Persönliche Interaktion und Beziehungen sind vermutlich das wichtigste Element guter (Bürger- )beteiligung • Selbst wenn es zu spät ist, den Bedarf einer Leitung zu diskutieren, muss man ihn hinreichend erläutern • Verbesserte Gesetze führen nicht automatisch dazu, dass Herausforderungen gelöst werden, aber sie können dazu beitragen • Es kann Jahre dauern, bis der Erfolg guter Bürgerbeteiligung und effizienter Prozessgestaltung sichtbar wird • Systematischeres Wissensmanagement und interne Lernprozesse in beteiligten Organisationen wird verstärkt gebraucht • Umweltschutzverbände in der Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungs– und Umweltschutzmaßnahmen einzubeziehen hilft, Projekte zu verbessern und Vertrauen aufzubauen
  14. 14. Weiterführende Informationen: www.bestgrid.eu 23. September: Abschlusskonferenz in Brüssel “Implementing Projects of Common Interest” http://renewables-grid.eu/events/final-bestgrid- conference.html
  15. 15. § Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen erscheint im Oktober § Implementierung der Erfahrungen in weiteren Ausbauprojekten § Zusammenarbeit zwischen Übertragungsnetzbetreibern auf Meta- und Projektebene § Verstärkte Zusammenarbeit zum Thema Kompensation Was passiert nach BESTGRID?
  16. 16. 16 16 Kontakt Renewables Grid Initiative Theresa Schneider Krausenstraße 8, 10117 Berlin M: +49 162 2056686 T: +49 30 767719455 theresa@renewables-grid.eu www.twitter.com/Theresa_RGI

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