Stiftung NaturSchutzFonds BrandenburgJahresbericht 2010
Liebe Brandenburgerinnen                                                        und Brandenburger,                        ...
Inhaltsverzeichnis             Vorwort                                                             01 Verbinden   Die Natu...
Aufbau der Stiftung                                                              STIFTUNGSRAT                             ...
Prenzlau                                                                                                                  ...
Naturwacht Brandenburg 2010Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke     schaften und Projekttagen für Schulen rea...
Ökologische Dauerbeobachtung (Monitoring)                Umfangreiche Methodenschulungen für die Kar-                     ...
Die Ergebnisse fließen in Naturschutzfachpla-nungen wie Pflege- und Entwicklungspläne und              Beispiele für Aufga...
zwei Brutinseln für Flussseeschwalben am Gülper         Die Ausbreitung des Wolfs in Brandenburg gehtSee waren 2009 alle G...
hohe Biberpopulation existiert, hat man jedoch        betreut. Die Einflussmöglichkeiten, die den Ver-gelernt, mit dem Bib...
Probleme mit der Ablagerung von Sondermüll in       Die Shell-Jugendstudie 2010 unterstreicht dieder freien Landschaft. So...
Umweltbildung/Öffentlichkeitsarbeit                 Anzahl          Teilnehmer/Besucher     Führungen                     ...
Die Junior Ranger-Gruppen der Naturwacht im          Nach der Premiere im Jahr 2009 wurde 2010 derNaturpark Hoher Fläming ...
Brandenburg und Umweltministerin Anita Tack im     Das FreiwilligenprogrammRahmen der Internationalen Grünen Woche an dieG...
EUROPARC-Deutschland ist eine Kooperation mit            Die zentrale Dankveranstaltung für die Freiwilli- der Lebenshilfe...
Internationale Zusammenarbeit                         AusblickViele Probleme des Natur- und Umweltschutzes          Im Jah...
Prenzlau                                                                                                                  ...
Alle Leitlinien und Rahmenpläne, das                                          Antragsformular sowie die Förderricht-      ...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Elbe-Elster                    Projektnummer: 565    ...
Fließgewässerrenaturierung                          am Oberlauf der BacheDie Bache bietet als Fließgewässer zahlreichen st...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Teltow-Fläming                    Projektnummer: 785 ...
Amphibienschutz in der Gemeinde Blankenfelde-MahlowZiel des Projektes ist der Schutz der vorhandenen Amphibienpopulation u...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Dahme-Spreewald                    Projektnummer: 800...
Artenschutz im Naturpark                  Niederlausitzer LandrückenAuf dem Gelände der ehemaligen „Warsitz-Werke Crinitz“...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Dahme-Spreewald                    Projektnummer: 806...
Fließgewässerdurchgängigkeit               an der Schleuse KörbiskrugFür die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit ...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Oberspreewald-Lausitz                    Projektnumme...
Flurgehölzprojekt DubrauHecken und Feldgehölze sind wichtige Strukturelemente in der ausgeräumten Agrarlandschaft. Sievern...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Dahme-Spreewald                    Projektnummer: 834...
Moorschutz am Alten Teich                           und am MöllnseeDa der Möllnsee in Brandenburg ein sehr seltenes Beispi...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Prignitz                    Projektnummer: 846       ...
Sanierung des Quellteichs                                 Rambower SpringDer Rambower Spring, ein angestauter Quellteich a...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Spree-Neiße                    Projektnummer: 847    ...
Feldsollrevitalisierung                                                  BärenklauDa das Kleingewässer Bärenklau nahezu vo...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Uckermark                    Projektnummer: 850      ...
Wasserrückhaltung                                          im Großen KöllnseeDie Wasserstandsanhebungen im Großen Köllnsee...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Oberhavel                    Projektnummer: 853      ...
Lebensraumverbesserung                               für den KammmolchDas Kleingewässer Schleipfuhl ist ein wertvoller Leb...
Alle wichtigen     Informationen auf einen Blick:                    Märkisch-Oderland                    Projektnummer: 8...
Streuobstwiese Petershagen40 Hochstämme alter Obstsorten wurden im Herbst 2010 auf einem 1,4 Hektar großen Grundstückan de...
Naturschutzfonds Brandenburg - Jahresbericht 2010
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Artenschutz und Klimaschutz vor der Haustür: Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg arbeitet für den Erhalt der Natur und Landschaft Brandenburgs. Jahresbericht 2010.

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Naturschutzfonds Brandenburg - Jahresbericht 2010

  1. 1. Stiftung NaturSchutzFonds BrandenburgJahresbericht 2010
  2. 2. Liebe Brandenburgerinnen und Brandenburger, liebe Leserinnen und Leser,Das „Internationale Jahr der biologischen Vielfalt Moore aber speichern den in der Atmosphäre ent-2010“ war ein weiteres ereignisreiches Jahr in der haltenen Kohlenstoff.fünfzehnjährigen Stiftungsarbeit des Naturschutz-fonds. Wir haben viele Projekte durchgeführt, Die Stiftung hat seit 1995 das Ziel, eine möglichstunsere Besucherzahlen sind in diesem Jubiläums- große Artenvielfalt in Brandenburg zu erhalten.jahr wieder gestiegen und wir haben einen positi- Um dieser Aufgabe angemessen nachkommen zuven Zuwachs an Stiftungsflächen. Rund 104.000 können, erwirbt die Stiftung naturschutzfachlichMenschen nutzten die Angebote der Naturwacht. hochwertige Flächen, um der Natur dort dauerhaftZahlreiche Gäste unserer Großschutzgebiete haben ihren Lauf zu lassen. Einen wesentlichen Beitragdie außergewöhnliche Vielfalt der Flora und Fau- dazu leisten die 98 hauptamtlichen Ranger derna des Landes auf den Erlebnistouren, mit dem Naturwacht: Sie pflegen, kartieren und kontrollierenKonzertfrühling und in der langen Naturwachtnacht die Naturschutzgebiete in enger Zusammenarbeitunserer Ranger mit neuen Augen entdeckt. mit den vielen Freiwilligen, die insgesamt 13.877 Stunden beigesteuert haben. Ihnen gilt unser be-Das Mosaik auf der Titelseite zeigt biologische Viel- sonderer Dank und unsere Anerkennung!falt auf Fotos, die auf den stiftungseigenen Flächenentstanden sind. Mancher hätte diese Farbenpracht Danken möchten wir auch den Mitarbeiterinnenwohl eher tropischen Regionen zugeschrieben. Der und Mitarbeitern der Stiftung, unseren privatenBrandenburger Moorfrosch ist jedoch wirklich „na- und öffentlichen Projektpartnern, kooperierendenturblau“ – wenn auch nur zur Paarungszeit. Seine Flächeneigentümern und –nutzern, unseren Förde-Heimstatt, die Feuchtgebiete und Moore, sind einer rern und Unterstützern in und um Brandenburg. Wirder Schwerpunkte der Stiftung. wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre unse- res Jahresberichts.Mit dem jüngsten EU LIFE- Projekt der Stiftungwidmen wir uns dem Erhalt und der Revitalisierungder kalkreichen Niedermoore Brandenburgs. Damitleisten wir zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz, Anita Tack Dr. Bernhard Schmidt-Ruhedenn entwässerte Moore sind klimaschädlich, vitale Stiftungsratsvorsitzende Geschäftsführer 1
  3. 3. Inhaltsverzeichnis Vorwort 01 Verbinden Die Naturwacht Brandenburg: Mittler zwischen Natur und Mensch 02 Ökologische Dauerbeobachtung Arten- und Biotopschutz, Landschaftspflege Vertragsnaturschutz und Zusammenarbeit mit Landwirten Gebietskontrolle Umweltbildung Besucherinformation und Öffentlichkeitsarbeit Das Freiwilligenprogramm Internationale Zusammenarbeit Fördern Förderprojekte im NaturSchutzFonds Brandenburg 14 Projektbeispiele Gesamtübersicht über die Förderprojekte 2010 Handeln Stiftungsprojekte des NaturSchutzFonds 42 EU Life – Erhalt und Sicherung der Braunmoosmoore Natura 2000 Management Planung Heideprojekt „Prösa“ - Niederlausitz Sichern Stiftungsflächen des NaturSchutzFonds 54 Eine 100%ige Tochter der NaturStiftung Brandenburg: Die Flächenagentur Brandenburg GmbH 82 Internes 66 Haushalt und Finanzen Öffentlichkeitsarbeit
  4. 4. Aufbau der Stiftung STIFTUNGSRAT Geschäftsführung Interne Öffentlichkeits- Haushalt/ Finanzen GIS/Daten Organisation arbeit Tochter- gesellschaft Flächenagentur Naturwacht Förderprojekte Stiftungsprojekte StiftungsflächenStiftungsrat der StiftungNaturSchutzFonds Brandenburg Vorsitzende ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Anita Tack Ministerium für Infrastruktur Ministerium der Finanzen Ministerium für Wirtschaft Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und Landwirtschaft ---------------------------------- ---------------------------------- ---------------------------------- ---------------------------------- Monika Engels Agnes Nietiedt Maike Melloh Bernd Konitzki Landtag Brandenburg Naturschutzbeirat (Umweltausschuss) ---------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Michael Jungclaus Prof. Dr. Willhelm-Günther Varhson, Prof. Dr. Michael Succow, Christian Unselt
  5. 5. Prenzlau Lychen UM Lenzen Lenzen Perleberg Pritzwalk Wittstock/ Dosse 14 2 Templin 3 PR Rheinsberg 13 Schwedt/Oder 1 Bad Bad Wilsnack Lindow Gransee Kyritz OPR Joachimsthal Angermünde Neuruppin Neustadt OHV (Dosse) Eberswalde Rhinow 5 BAR Bad Freienwalde 15 Oranienburg Bernau MOL Rathenow Nauen HVL Strausberg Berlin 8 Buckow Seelow Potsdam Brandenburg an der Havel Frankfurt (Oder) Königs Beelitz Wusterhausen PM LOS 7 Müllrose Prieros TF 6Naturwacht in den Eisenhüttenstadt Beeskow 11 12 Belzig Treuenbrietzen Wiesenburg Luckenwalde Niemegk Baruth 4 Jüterbog LDSNationalen Naturlandschaften Golßen Guben Lübben (Spreewald) Luckau 10 Lübbenau/ Spreewald SPN Cottbus Calau Herzberg (Elster)1. Nationalpark Unteres Odertal 6. Naturpark Dahme-Heideseen Forst (Lausitz) EE Sonnewalde AltdöbernPark 2 (Schloß)16306 Schwedt/Oder OT Criewen Arnold-Breithor-Str. 8 15754 Heidesee 9 Finsterwalde OSL Spremberg Bad Liebenwerda SenftenbergT: 033 32 / 51 64 06 T/F: 03 37 68 / 501 18 ElsterwerdaF: 033 32 / 25 01 20 E: dahme-heideseen@naturwacht.de PlessaE: unteresodertal@naturwacht.de 7. Naturpark Hoher Fläming2. Biosphärenreservat Naturschutzstation BaitzElbe Brandenburg Im Winkel 13 12. Naturpark SchlaubetalSeestraße 18 14822 Brück OT Baitz Am Wirchensee19309 Lenzen T/F: 03 38 41 / 437 34 15898 Neuzelle OT TreppelnT: 03 87 92 / 17 01 E: baitz@naturwacht.de T/F: 03 36 73 / 550 97F: 03 87 92 / 800 51 E: schlaubetal@naturwacht.deE: elbtalaue@naturwacht.de 8. Naturpark Märkische Schweiz Lindenstr. 33 13. Naturpark Stechlin-Ruppiner Land3. Biosphärenreservat 15377 Buckow Friedensplatz 10Schorfheide-Chorin T/F: 03 34 33 / 60 63 16775 Stechlin OT MenzHoher Steinweg 5-6 E: maerkischeschweiz@naturwacht.de T/F: 03 30 82 / 502 1416278 Angermünde E: stechlin-ruppinerland@naturwacht.deT: 033 31 / 29 83 40 9. Naturpark NiederlausitzerF: 033 31 / 36 54 10 Heidelandschaft 14. Naturpark Uckermärkische SeenE: schorfheide-chorin@naturwacht.de Am Markt 20 Zehdenicker Str. 1 04924 Bad Liebenwerda 17279 Lychen4. Biosphärenreservat Spreewald T: 03 53 41 / 101 92 T: 03 98 88 / 435 -17Schulstraße 9 F: 03 53 41 / 305 97 F: 03 98 88 / 435 -1803216 Lübbenau E: heidelandschaft@naturwacht.de E: uckermaerkischeseen@naturwacht.deT: 035 42 / 87 91 -68F: 035 42 / 87 91 -69 10. Naturpark Niederlausitzer 15. Naturpark WesthavellandE: spreewald@naturwacht.de Landrücken Parayer Dorfstraße 5 Alte Luckauer Straße 1 14715 Havelaue5. Naturpark Barnim 15926 Luckau OT Fürstlich Drehna T: 03 38 72 / 700 -25Neue Straße 1b T: 03 53 24 / 30 80 -78 F: 03 38 72 / 700 -2416348 Zerpenschleuse F: 03 53 24 / 30 80 -73 E: westhavelland@naturwacht.deT/F: 03 33 95 / 711 60 E: fuerstlichdrehna@naturwacht.deMobil: 0175 / 721 30 79E: barnim@naturwacht.de 11. Naturpark Nuthe-Nieplitz Legende Beelitzer Straße 24 14947 Nuthe Urstromtal OT Dobbrikow Biosphärenreservat, Nationalpark T: 03 37 32 / 506 -31 F: 03 37 32 / 506 -32 Naturpark E: nuthe-nieplitz@naturwacht.de Naturwachtstützpunkte/ Verwaltung 2
  6. 6. Naturwacht Brandenburg 2010Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke schaften und Projekttagen für Schulen realisiert diesind unverzichtbare Instrumente für den Schutz der Naturwacht wertvolle Bildungsangebote für Kinderbiologischen Vielfalt. Durch ihre Gebietskontrollen und Jugendliche in ländlichen Räumen.und ihre intensive Mitwirkung bei naturkundlichenMonitoringprogrammen überwacht die zur Stiftung Die Naturwacht verfügt zurzeit über 98,12 Mitarbei-NaturSchutzFonds Brandenburg gehörende Natur- terstellen und liegt damit fast punktgenau bei derwacht den Zustand der Schutzgüter. Mit zielgerich- Vorgabe des Landes von 98 Stellen.teten Schulungsmaßnahmen im Jahr 2010 haben Naturwacht - Jahresauswertung 2010die Ranger ihre Qualifikationen für naturkundliche (Arbeitszeitanteile in %)Bestandserfassungen erweitert.Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisseentwickelt die Naturwacht, gemeinsam mit anderenInstitutionen des Naturschutzes, Maßnahmen zumBiotop- und Artenschutz in den Nationalen Natur-landschaften.Die intensive Auseinandersetzung mit den natürli-chen Gegebenheiten der Schutzgebiete ist Grund-lage für eine authentische Besucherinformationund Umweltbildung. Mit Veranstaltungsreihen wieden Ranger-ErlebnisTouren, dem Brandenburgi-schen Konzertfrühling und der Langen Naturwacht-  40% Arten-und Biotopschutz/ Monitoringnacht bieten die Ranger Besuchern der Groß-  29% Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungschutzgebiete begeisternde Naturerlebnisse.  16% Gebietskontrolle  7% Zusammenarbeit mit Behörden, Institutionen, Vereinen  4% WeiterbildungMit ihrem mehrfach ausgezeichneten Junior  3% Besucherlenkung  1% VertragsnaturschutzRanger-Programm und bei Schülerarbeitsgemein- 3
  7. 7. Ökologische Dauerbeobachtung (Monitoring) Umfangreiche Methodenschulungen für die Kar- tierung von Biotopen und FFH-LebensraumtypenEine wirksame Naturschutzarbeit in den Nationa- sowie für die Erfassung von Tierarten nach allge-len Naturlandschaften ist nur auf der Grundlage meinen Standards liefen von 2009 bis 2010. Dieverlässlicher Informationen zur Situation der Leitung dieser Schulungen lag bei einem Biologen,Schutzgüter möglich. Die Ranger erheben des- der mit einer Projektstelle eingestellt war. Die sohalb fortlaufend Daten zur Entwicklung bedrohter qualifizierten Ranger kartieren nach gültigen Me-Tier- und Pflanzenarten. Sie kartieren Biotope und thodenstandards und erstellen sämtliche erforderli-beobachten den Landschaftswasserhaushalt. chen Karten und Berichte. Inhalte des Schulungsprogramms für die Biotopkartierung Praxis der Biotopkartierung nach dem Brandenburger Biotopkartierungsschlüssel im Gelände Erkennen von FFH-Lebensraumtypen und Ansprache des Erhaltungszustands im Gelände Kenntnis der Gefäßpflanzen und Bestimmung von Pflanzenarten mit Bestimmungsliteratur Erkennen von Habitatstrukturen der FFH-Arten (entsprechend FFH-Richtlinie, insbesondere von Wirbellosen) Erfassen und Bewerten regionaler Besonderheiten und Problemschwerpunkte Nutzung externer Informationsquellen (Forstliche Standortkartierung, Standarddatenbögen, Kar- ten zur Wasserrahmenrichtlinie, historische Karten, Karten zur potenziell-natürlichen Vegetation) Dateneingabe und Datenaufbereitung im Programm für die brandenburgische Biotopkartierung, Erzeugung und Aufbereitung von Handkarten Erstellen von Berichten 4
  8. 8. Die Ergebnisse fließen in Naturschutzfachpla-nungen wie Pflege- und Entwicklungspläne und Beispiele für Aufgaben des MonitoringsManagementpläne für Schutzgebiete des europäi- Pegelablesungen 701schen Netzwerks „Natura 2000“ ein. Sie dienen als (Anzahl der Standorte)Grundlagen fundierter Strategien für den Schutzvon Tierarten, Pflanzenarten und Lebensräumen. Sichttiefemessungen 69 (Anzahl der Seen)Die Naturwacht hat 2010 Kartierungen für ver-schiedene Naturschutzgroßprojekte realisiert und Fläche kartierter Biotope 8.730damit Eigenanteile des Landes oder der Projekt- (in ha)träger erbracht. Dazu gehören die EU Life-Projektezum Schutz der Binnensalzstellen und zum Schutz Arten- und Biotopschutz, Landschaftspflegedes Seggenrohrsängers sowie das von der Deut-schen Bundesstiftung Umwelt geförderte Heide- Die Naturwacht setzt sich für den Erhalt bedrohterprojekt „Forsthaus Prösa“. Tier- und Pflanzenarten, für den Schutz gefährdeter Lebensräume und die Förderung harmonischerBei großen Naturschutzprojekten sind häufig Nach- Landschaftsbilder ein. Die Ranger führen dabeiuntersuchungen erforderlich, um die Wirkungen eigene Maßnahmen durch und geben Impulse fürder getroffenen Maßnahmen verfolgen zu können. Maßnahmen, die unter ihrer fachlichen BegleitungAuch solche Untersuchungen hat die Naturwacht von Dritten realisiert werden. Auf Gewässerschau-realisiert, so für das 2005 abgeschlossene EU en bringen sie Gesichtspunkte des NaturschutzesLife-Projekt Stechlin, das 2003 beendete EU Life- für die Gewässerunterhaltung ein.Projekt zum Schutz der Rohrdommel und das 2010abgeschlossene Projekt zum Schutz der Binnen- Im Winter 2009/2010 hatte die Naturwacht Heckensalzstellen. mit einer Gesamtausdehnung von ca. sechs Hektar in der ausgeräumten Feldmark von Criewen ge-Im Windpark Malterhausen in der Nähe des Natur- pflanzt. Die mehr als 40.000 Bäume und Sträucherparks Nuthe-Nieplitz erfasst die Naturwacht Schlag- profitierten von der reichlichen Winterfeuchtigkeitopfer und leistet damit einen Beitrag zur Verbesser- und dem zunächst niederschlagsreichen Frühjahr.ung des Kenntnisstands über die Auswirkungen Sie sind gut angewachsen.von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse. Im Naturpark Märkische Schweiz unterstützte einDurch ihre Mitarbeit an ökologischen Dauerun- Freiwilliger die Naturwacht bei Obstbaumpflanzun-tersuchungen erhebt die Naturwacht wertvolle gen in der Agrarlandschaft. Als Pflanzgut dientenDatenreihen in den von ihr betreuten Gebieten. alte Obstsorten der Region.Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse werden fürMaßnahmen und Projekte zum Biotop- und Arten- Die Naturwacht bringt Brutinseln für Fluss- undschutz sowie für eine fundierte Besucherinformati- Trauerseeschwalben aus, da beide Arten zuon und Umweltbildung genutzt. wenig natürliche Brutmöglichkeiten finden. Bei 5
  9. 9. zwei Brutinseln für Flussseeschwalben am Gülper Die Ausbreitung des Wolfs in Brandenburg gehtSee waren 2009 alle Gelege von Minks vernichtet weiter. Die Art hat ausgehend von Südbrandenburgworden. Die Brutinseln wurden deshalb 2010 mit ein Revier im Südwesten und eins im Nordwesteneinem Übersteigschutz versehen. Mit Erfolg: Aus besetzt. Ranger wurden zu Ansprechpartnern zum38 Gelegen schlüpften mehr als 50 Jungvögel. Thema „Wolf“ fortgebildet. Sie informieren die Bevölkerung und führen Beobachtungen zu dieserDer zu den Spechten zählende Wendehals hat in Tierart durch.seinem Brutbestand deutschlandweit besondersstark abgenommen. Im Naturpark Nuthe-Nieplitz Der Biber tauchte im Kontext der Hochwasser-wurde 2010 ein Nistkastenprojekt eigens für diese situation des Jahres 2010 häufig als „Problem-Art gestartet. tier“ in den Medien auf. In einigen Gebieten des Landes, in denen bereits seit längerer Zeit eine Beispiele für Maßnahmen des Arten- und Biotopschutzes Aufstellen und Kontrolle von Amphibienzäunen 53 Zaunstandorte Mahd von Orchideenwiesen und anderer Flächen mit schutzbedürftigen Pflanzenvorkommen 36 ha Pflege von Streuobstwiesen 8 Flächen Pflege von Kopfbäumen 174 Stück Anbringen bzw. Reparatur von Nisthilfen für Großvögel 189 Stück Einrichtung bzw. Sicherung von Fledermausquartieren (ohne Kästen) 28 Stück Bergung, Erstversorgung und Transport verletzter Tiere 239 Tiere 6
  10. 10. hohe Biberpopulation existiert, hat man jedoch betreut. Die Einflussmöglichkeiten, die den Ver-gelernt, mit dem Biber zu leben. Das gilt für das waltungen der Großschutzgebiete in Zusammen-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Ursache arbeit mit der Naturwacht zur Verfügung stehen,für das gelingende Zusammenleben von Mensch beschränken sich weitgehend auf den Vertrags-und Biber in diesem Schutzgebiet sind ein gutes naturschutz. Die Mittel dafür standen während derBibermanagement, eine umfassende gegenseitige letzten Jahre jedoch nur in jährlich unterschiedli-Information von Landnutzern, Deichschützern und cher Höhe zur Verfügung. Der Anteil der Vertrags-Naturschützern sowie eine vertrauensvolle Zusam- betreuung an der Arbeitszeit der Naturwacht gingmenarbeit aller Akteure. Die Ranger fördern diesen dadurch auf weniger als 1 % zurück.Prozess mit großem Engagement. Die Naturwacht trifft freiwillige Vereinbarungen mitVertragsnaturschutz und Zusammenarbeit mit Landwirten zum Schutz gefährdeter BodenbrüterLandwirten wie Kiebitz und Wiesenweihe. Dabei sind die guten Kontakte der Ranger zu den örtlichen LandwirtenDie Agrarlandschaft in den Nationalen Naturland- sehr hilfreich.schaften unterliegt widerstreitenden Einflüssen.Positiv ist der hohe Anteil von Ökolandbaubetrieben Gebietskontrollein einigen Gebieten. Negativ wirkt sich das Erneu-erbare-Energien-Gesetz der Bundesregierung aus, Mehrere Verstöße standen im Zusammenhang mitdas erhebliche Nutzungsintensivierungen auch Nutzungsintensivierungen in der Agrarlandschaft,innerhalb der Großschutzgebiete bewirkt hat. Das so zwei Grünlandumbrüche im BiosphärenreservatKULAP-Programm, das auch der Landschaftspflege Flusslandschaft Elbe. Probleme mit Moto-Cross-und dem Biotopschutz innerhalb der Agrarland- Fahrern traten insbesondere im Naturpark Mär-schaft dient, wird von den Landwirtschaftsämtern kische Schweiz auf. Hier bestehen auch größere Prävention von Umweltzerstörung und –verschmutzung 2009 2010 Festgestellte Überschreitungen gesetzlicher Regelungen 912 939 davon Hausmüll/Sperrmüll 176 161 davon Sondermüll- und Bauschuttablagerungen 49 55 davon Verunreinigungen von Gewässern 1 7 davon unerlaubte Feuer/Feuerstellen 88 124 davon Missachtungen des Wegegebots 231 288 davon Verstöße in der Landnutzung 62 75 7
  11. 11. Probleme mit der Ablagerung von Sondermüll in Die Shell-Jugendstudie 2010 unterstreicht dieder freien Landschaft. So wurden allein 14 Fern- Bedeutung von Bildung als Schlüssel in der Bio-sehgeräte und 20 Kanister mit Altöl gefunden. graphie Jugendlicher. Zur Herstellung von Chancen- gleichheit sind qualitativ hochwertige Bildungsan-Die Mehrzahl der Verstöße, insgesamt 483 Fälle, gebote in den peripheren ländlichen Regionen, inkonnten einvernehmlich gelöst werden. In 138 denen die Großschutzgebiete liegen, besondersFällen kam es zu Anzeigen. wichtig. Mit ihrem Junior Ranger-Programm hat die Naturwacht ein hochwertiges Bildungsangebot ent-Umweltbildung wickelt. Dabei begleiten Ranger die Kinder meist über mehrere Jahre in einer Gruppe. Bei der Reali-Unsere Gesellschaft benötigt eine Entwicklung, sierung selbst gewählter Projekte übernehmendie sich an Grundsätzen der Nachhaltigkeit orien- Junior Ranger Verantwortung. Innerhalb der Grup-tiert. umsichtiges Handeln, das diese Grundsätze pe leben und erfahren sie soziale Kompetenz. Diesegebührend beachtet, muss gelernt werden. Die Na- Fähigkeiten fördern das Gelingen gemeinsamertionalen Naturlandschaften eignen sich besonders Camps in der Natur. Um den Kindern und Jugend-gut als Lernorte für Nachhaltigkeit. lichen einen alltagsnahen Zugang zu den Themen der Nachhaltigkeit, wie z. B. Verlust der Biodiversi- Die Naturwacht wird bei Ihrer Umwelt- tät, Verknappung der natürlichen Ressourcen und bildungsarbeit von dem Impuls der einer globalen Gerechtigkeit zu ermöglichen und UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige ihnen persönliche Handlungsfelder aufzuzeigen, Entwicklung“ geleitet. Mehrere ihrer setzen die Ranger geeignete Methoden ein. Dazu Bildungsprojekte wurden bereits als gehören Methoden der Erlebnispädagogik, der beispielhafte Dekade-Projekte von der Natur-Interpretation und der Wildnispädagogik. Deutschen UNESCO-Kommission Die Umweltbildner der Naturwacht nehmen regel- ausgezeichnet. mäßig an Schulungen und fachlichem Austausch teil. Ein Baustein in diesem Konzept war 2010 eine Schulung in Wildnispädagogik am Umweltbildungs- zentrum Drei Eichen. 8
  12. 12. Umweltbildung/Öffentlichkeitsarbeit Anzahl Teilnehmer/Besucher Führungen 581 13.191 Vorträge 165 4.346 Naturerlebnisveranstaltungen 52 2.947 Projekttage an Schulen 226 6.123 Betreuung von Workcamps und Jugendlagern 39 1.016 Junior Ranger-Gruppen und Schülerarbeitsgemeinschaften 33 383 Kooperationsverträge mit Schulen, insbesondere Ganztagsschulen 13 Mitbetreuung von Besucherzentren, Ausstellungen und Bürgerbüros 7 34.290 Infostände auf Messen und anderen Großveranstaltungen 28 13.263 Infostände auf regionalen Festen 110 21.382 Informationsgespräche im Schutzgebiet 6.932 Bürgerkontakte insgesamt 103.873Nachdem 2010 auch eine Junior Ranger-Gruppe im Motto „Im Reich des Seeadlers, der Natur auf derNaturpark Barnim gegründet wurde, sind die Junior Spur“.Ranger nun in allen 15 Großschutzgebieten präsent. Die Naturwacht Brandenburg beteiligt sich auchAm landesweiten Junior Ranger-Camp im Bio- am Nationalen Junior Ranger-Programm vonsphärenreservat Spreewald haben 81 Kinder und EUROPARC-Deutschland. In diesem Rahmenam deutschlandweiten Camp im Müritz-National- fand 2010 ein Arbeitstreffen mit Umweltbildnernpark 35 Kinder aus Brandenburg teilgenommen. aus vielen deutschen Großschutzgebieten imDaneben wurden regionale Camps veranstaltet. Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft aufNeu hinzugekommen ist 2010 ein Camp im Bio- Einladung der dortigen Ranger statt.sphärenreservat Flusslandschaft Elbe unter dem 9
  13. 13. Die Junior Ranger-Gruppen der Naturwacht im Nach der Premiere im Jahr 2009 wurde 2010 derNaturpark Hoher Fläming erhielten für ihr Projekt 2. Brandenburgische Konzertfrühling aufgelegt. Beizum Schutz von Fledermäusen den Jugendum- mehr als 30 Veranstaltungen in sämtlichen Groß-weltpreis des Landkreises Potsdam-Mittelmark. schutzgebieten haben Ranger auf stimmbegabte Tiere aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Rei-Im Naturpark Barnim wurde wieder der inzwischen sen in die Nacht“ stand die 2. Lange Naturwacht-traditionsreiche Wettbewerb „Abenteuer Barnim“ nacht mit Angeboten in 9 Großschutzgebieten. Dieangeboten. Dieses Mal widmete sich der Wett- Teilnehmer konnten den Netzfang von Fledermäu-bewerb dem Lebensraum „Gärten und Parks“. sen miterleben, Schleiereulen beobachten oderDer Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft erhielten Erläuterungen zum Sternenhimmel.hat 2010 bereits zum 12. Mal in Folge zu einemSchülerprojekt aufgerufen. Thema war „Das Jahr Bei allen drei Veranstaltungsreihen geht es darum,des Baumes“. Besuchern der Nationalen Naturlandschaften nicht alltägliche Naturerlebnisse zu ermöglichen undIm Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ihnen dadurch neue Zugänge zur Natur zu öffnen.wurden Projekttage mit der seit 2007 existierendenRucksackschule der Naturwacht wiederum stark Besucherinformation und Öffentlichkeitsarbeitnachgefragt. Insgesamt haben 803 Kinder 33dieser Veranstaltungen besucht. Das Veranstaltungsangebot der Naturwacht ist zusammen mit vielen weiteren Informationen aufAls wichtiges Umweltbildungsangebot für unserer Website www.naturwacht.de abrufbar.Erwachsene und Familien hat die Naturwacht ihre Auch 2010 haben wir wieder den WettbewerbRanger-ErlebnisTouren auch 2010 fortgeführt. „NaturwachtErlebnisCard“ durchgeführt, um unsere30 Touren standen zur Wahl. Bewährte Touren aus Website noch bekannter zu machen. Die von denden Vorjahren wurden erneut angeboten, weniger Sponsoren gestifteten Preise wurden von der Stif-nachgefragte durch neue Angebote ersetzt. tungsratsvorsitzenden des NaturSchutzFonds 10
  14. 14. Brandenburg und Umweltministerin Anita Tack im Das FreiwilligenprogrammRahmen der Internationalen Grünen Woche an dieGewinner überreicht. Mit einem Freiwilligenprogramm mobilisiert die Naturwacht bürgerschaftliches Engagement für dieBei der Besucherinformation werden immer wieder Nationalen Naturlandschaften. Das Programm, dasaktuelle Naturschutzthemen aufgegriffen. So seinen Ausgangspunkt in Brandenburg hatte, wirdwaren mehrere Informationsveranstaltungen dem inzwischen gemeinsam mit EUROPARC-Deutsch-Wolf gewidmet, so im Naturpark Westhavelland, land weiterentwickelt und erfreut sich wachsenderwo ein Aktionstag zu dieser Tierart 255 Besucher Resonanz in vielen Nationalen Naturlandschaftenanlockte. der Bundesrepublik. Im Rahmen des Projektes für die Besucherinformationszentren von der Naturwacht entwickelte Faltblätter: Um die Pinnowseen zur Silke-Buche – Wanderung durch die Schorfheide Von Hexen, Pferden, Erz und Silber – Radtour durch die Dosseniederung Winterwanderung am Wittwesee – Eine Sinneswanderung Freiwillige übernehmen Arbeiten, die von den Ran- Das Rambower Moor – Ein Refugium in gern aufgrund ihres begrenzten Zeitbudgets nicht der Prignitz geleistet werden können und erweitern dadurch die Möglichkeiten der Naturwacht. Unsere zahlreichen Der Käuzchensteig in den Höllenbergen Camps mit Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Langengrassau viele Maßnahmen der Landschaftspflege und des Artenschutzes und schließlich viele der Monito- ringprogramme wären ohne die Mitarbeit unserer Freiwilligen nicht denkbar. Freiwillige können eine Vereinbarung mit der Naturwacht abschließen. Dadurch sind sie für den Zeitraum ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unfallversi- chert. Sie werden zu ausgewählten Fortbildungen der Naturwacht eingeladen. In jeder Naturwacht- gruppe ist ein speziell geschulter Freiwilligenkoor- dinator vorhanden, der die Freiwilligen betreut. 11
  15. 15. EUROPARC-Deutschland ist eine Kooperation mit Die zentrale Dankveranstaltung für die Freiwilli- der Lebenshilfe eingegangen, um auch Menschen gen führte 2010 in den Naturpark Niederlausitzer mit geistiger Behinderung für das Freiwilligen- Heidelandschaft. Hierbei lernten die Freiwilligen programm zu gewinnen. Im Rahmen des Berliner ein Projekt zur Entwicklung innovativer Ansätze für Freiwilligentags 2010 haben Menschen mit geis- die Erhaltung von Heiden auf munitionsbelasteten tiger Behinderung im Naturpark Barnim geholfen, Flächen kennen. Zudem konnten sie die Greif- eine Insektenwand zu errichten und Hecken zu vogelstation „Försterei Oppelhainer Pechhütte“ pflegen. erleben, die die Naturwacht in Kooperation mit der Landesforstverwaltung betreut. Mit 90 Teilnehmern 2010 waren 258 Freiwillige registriert (Vorjahr fand die Veranstaltung eine erfreuliche Resonanz. 253), die 13.877 Arbeitsstunden leisteten (Vorjahr 14.937). Umfang der Freiwilligenarbeit in einzelnen Tätigkeitsfeldern in Brandenburg 2010 (Angaben in Stunden) Praktischer Arten-/Biotopschutz Naturkundliche Beobachtung Pflege/Kontrolle Besuchereinrichtungen Führungen/Vorträge Betreuung Besucherzentren Betreuung von Gästen im Gelände Kinder-/Jugendarbeit Umfang der Freiwilligenarbeit Organisation/Teilnahme AKs insgesamt: 13.877 (Groß-)Veranstaltungen Büro/Verwaltung Sonstiges 0 1000 2000 3000 4000 5000 600012
  16. 16. Internationale Zusammenarbeit AusblickViele Probleme des Natur- und Umweltschutzes Im Jahr 2011 kann die Naturwacht Brandenburgkönnen nur durch internationale Zusammenarbeit auf ihr 20jähriges Bestehen zurückblicken. Ausgelöst werden. Deshalb pflegt die Naturwacht diesem Anlass veranstaltet sie eine Fachtagung,Brandenburg internationale Kontakte. in deren Verlauf sie ihre Arbeit im Kontext mit aktuellen Naturschutzthemen präsentieren wird.Die Ranger aus dem Naturpark Märkische Schweizstehen mit einer Schule im polnischen Land-schaftspark „Warthemündung“ in Verbindung. EineGruppe von dort hat 2010 am landesweiten JuniorRanger-Camp teilgenommen. Drei Vertreter ausBrandenburg besuchten das von der EUROPARC-Federation organisierte internationale JuniorRanger-Camp in Mendip Hills Area in England.Die Naturwacht im Naturpark NiederlausitzerHeidelandschaft unterstützte ein Workcamp mitStudenten aus Kasachstan. Die Naturwacht imNationalpark Unteres Odertal betreute ein Treffenpolnischer und deutscher Kindergruppen. Mitarbei-ter dieser Naturwachtgruppe reisten nach Weiß-russland, um an einem Erfahrungsaustausch miteiner dortigen Nationalparkverwaltung teilzunehmen.Von der Naturwacht wurde im Naturpark MärkischeSchweiz drei Tage lang ein deutsch-polnischerWanderritt geführt. 13
  17. 17. Prenzlau Lychen Lychen UM Pritzwalk Pritzwalk Wittstock/ Wittstock/ Dosse DosseLenzenLenzen Perleberg Templin Templin PR Rheinsberg Rheinsberg Schwedt/Oder Schwedt/Oder Bad Wilsnack Bad Wilsnack Lindow Lindow Gransee Gransee Kyritz Kyritz OPR Joachimsthal Joachimsthal Angermünde Angermünde Neuruppin Neustadt Neustadt OHV (Dosse) (Dosse) Eberswalde BAR Rhinow Rhinow Bad Freienwalde Bad Freienwalde Oranienburg Bernau Bernau MOL Rathenow Nauen Nauen HVL Strausberg Strausberg Buckow Buckow Berlin Seelow Potsdam Brandenburg an der Havel Frankfurt (Oder) Königs Königs Beelitz Beelitz Wusterhausen Wusterhausen PM LOS Müllrose Müllrose Prieros Prieros TF Beeskow Eisenhüttenstadt Eisenhüttenstadt Belzig Treuenbrietzen Treuenbrietzen Wiesenburg Wiesenburg Luckenwalde Niemegk Niemegk Baruth BaruthLegende Jüterbog Jüterbog LDS Golßen Golßen Guben Guben Biosphärenreservat, Nationalpark Lübben (Spreewald) Naturpark Luckau Luckau Lübbenau/ Lübbenau/ Spreewald Spreewald SPN Cottbus Förder- und Stiftungsprojekte Calau Calau Herzberg (Elster) Forst (Lausitz) EE Sonnewalde Sonnewalde Altdöbern Altdöbern Finsterwalde Finsterwalde OSL Spremberg Spremberg Bad Liebenwerda Bad Liebenwerda Senftenberg Elsterwerda Elsterwerda Plessa PlessaEingesetzte Finanzmittel nach Förderbereichen  5.051.040,86 € Maßnahmen zu Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft  116.160,00 € Forschungen / modellhafte Untersuchungen  3.462.627,75 € Flächensicherung 14
  18. 18. Alle Leitlinien und Rahmenpläne, das Antragsformular sowie die Förderricht- linie der Stiftung sind abrufbar unter: www.naturschutzfonds.de/wir-ueber-uns/ presse-service-downloads.html FörderprojekteGrundlage der Projektförderung sind die Stiftungssatzung und die Richtlinie über die Gewährungvon Finanzhilfen des Naturschutzfonds Brandenburg zur Förderung von Maßnahmen im Bereich Na-turschutz und Landschaftspflege. Für die Bewertung eingereichter Projektanträge werden die folgen-den, durch den Stiftungsrat beschlossenen Materialien herangezogen: Im Jahr 2010 hat die Stiftung NaturSchutzFonds • Kriterien Förderung von Forschungsvor- Brandenburg 8,6 Millionen Euro für insgesamt 51 haben und modellhaften Untersuchun- Förder- und Stiftungsprojekte eingesetzt. gen (1997) • Leitlinien und Schwerpunkte für die Damit wurden Vorhaben im Umfang von rund Arbeit (2001) 14,9 Mio Euro realisiert. Neben Eigenmitteln der • Rahmenplan Erhaltung / Entwicklung Projektträger wurden insbesondere Kofinanzie- von Amphibienhabitaten in FFH-Gebie- rungsmittel aus den Richtlinien zur Förderung der ten (Verbreitungsschwerpunkte Rotbau- integrierten ländlichen Entwicklung und zur Sanie- chunke 2004) rung und naturnahen Entwicklung von Gewässern • Rahmenplan Prioritätensetzung Förde- sowie aus EU-Life eingebracht. rung von Moorschutzprojekten (2006) • Schwerpunkte Einsatz von Ersatzzah- Zu den Vorhaben gehören praktische Maßnah- lungen Ausbau Verkehrsflughafens men zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung Berlin-Schönefeld (2007) von Natur und Landschaft (rund 5 Mio Euro), die • Bewertung Förderwürdigkeit von Klein- Sicherung von Flächen (rund 3,5 Mio Euro) sowie gewässern im Flughafenumfeld (2008) modellhafte Untersuchungen (rund 100.000 Euro). • Förderung von Streuobstwiesen (2008) • Ergänzende Bestimmungen Projektför- Die Mittel wurden aus Ersatzzahlungen sowie derung (2010) aus Zweckerträgen der Lotterie GlücksSpirale zur • Leitlinien für den Flächenerwerb mit Verfügung gestellt. Mitteln des NaturSchutzFonds (2010) 15
  19. 19. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Elbe-Elster Projektnummer: 565 Projekt: Maßnahmen zur Verbesserung des Landschaftswasserhaus- haltes, des Moorschutzes und der naturnahem Gewässerentwicklung am Oberlauf der Bache Projektträger: Gewässerverband „Kleine Elster-Pulsnitz“ Förderung NaturSchutzFonds: 63.811,92 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 170.757,09 € Durchführungszeitraum: 2008 / 2010 Kontakt: Frau Passin Telefon: 03 53 23 / 637-3616
  20. 20. Fließgewässerrenaturierung am Oberlauf der BacheDie Bache bietet als Fließgewässer zahlreichen strömungsliebenden Tier- und Pflanzenarten poten-tielle Lebensräume. Verschiedene, durch den Menschen verursachte Störungen wie Bauwerke undFlusslaufbegradigungen, haben die ökologischen Funktionen des Gewässers stark beeinträchtigt.Um diese wiederherzustellen wurden zahlreiche Maßnahmen im Einzugsgebiet und im Bett desFlüsschens umgesetzt.Die Bache ist ein Zufluss der Kleinen Elster in der Flachwasserzonen geschaffen und Gewässerrand-Nähe der Stadt Doberlug-Kirchhain. Das Gewässer streifen begrünt. Die durchgeführten Maßnahmenist ein „sensibles Fließgewässer“ entsprechend der an der Bache leisten einen lokal und regionalFließgewässersystematik des Landes Branden- wichtigen Beitrag zur naturnahen Gewässerent-burg. Entlang des Oberlaufes der Bache befinden wicklung, Stabilisierung des Wasserhaushaltes,sich neben anderen schutzwürdigen Biotopen auch zum Moorschutz und zur Aufwertung des Land-regenerationsfähige Niedermoorbereiche. Zusätz- schaftsbildes. Durch die unmittelbare Nähe zumlich besitzt das Gewässer eine wichtige Biotopver- Stiftungsprojekt „Kleine Elster“ des NaturSchutz-netzungsfunktion für verschiedene FFH-relevante Fonds Brandenburgs wird ein weiterer, ökologischTierarten, zum Beispiel den Fischotter. In seinen wirksamer Beitrag zum fließgewässergebundenenökologischen Funktionen wurde das Gewässer Biotopverbundsystem geschaffen.durch Staubauwerke, Regelprofile, Laufbegradi-gungen und Verrohrungen stark eingeschränkt. Vorallem die Durchgängigkeit für gewässerbewohnen-de Arten war nicht mehr gegeben. Daher wurdenim Rahmen des Projektes vielfältige Maßnahmen(insgesamt zwölf Maßnahmenkomplexe) zurVerbesserung der ökologischen Funktionalität derBache und ihres Einzugsgebietes durchgeführt.Unter anderem wurden Sohlschwellen errichtet,Staubauwerke saniert, Betongerinne naturnahumgestaltet, Gewässeraufweitungen durchgeführt, 17
  21. 21. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Teltow-Fläming Projektnummer: 785 Projekt: Renaturierung des Feldsolls Schinderfichten Projektträger: BADC GmbH Förderung NaturSchutzFonds: 121.617,88 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 121.617,88 € Durchführungszeitraum: 2010 / 2015 Kontakt: Frau Girschick Telefon: 030 / 63 49 77 6918
  22. 22. Amphibienschutz in der Gemeinde Blankenfelde-MahlowZiel des Projektes ist der Schutz der vorhandenen Amphibienpopulation und die Sicherung ihrerWanderbewegungen über die nahe gelegene Straße. Dazu werden sowohl lebensraumverbesserndeMaßnahmen durchgeführt als auch eine Amphibienschutzanlage errichtet.Um das Gewässer in seinen Eigenschaften alsAmphibienlebensraum zu erhalten, ist es vonbesonderer Bedeutung, offene Wasserflächen,Flachwasserzonen und eine ausreichende Beson-nung zu sichern. Dazu wurde die Gewässersohleam Feldsoll Schinderfichten entschlammt, Flach-wasserbereiche modelliert und der Uferbereich vonGehölzen freigestellt. Der neu entstandene Was-serkörper bietet Amphibienarten wie Moorfroschund Knoblauchkröte wieder einen geeignetenLebensraum.Unweit des Gewässers verläuft eine Straße undzerschneidet den Lebensraum der Amphibien,sodass deren Wanderung zu ihren angestamm-ten Landlebensräumen besonders risikoreich ist.Die geplante Amphibienleiteinrichtung, mit einerLänge von 120 m auf beiden Straßenseiten, sollhier Abhilfe schaffen und den Tieren eine sichereWanderung ermöglichen. Diese verbindet nachFertigstellung das Kleingewässer mit dem FFH-Gebiet „Brunnluch“ und ist ein wichtiger Bestandteilfür den regionalen Biotopverbund. 19
  23. 23. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Dahme-Spreewald Projektnummer: 800 Projekt: Sicherung zweier Kellergewölbe für den Artenschutz auf dem ehemaligen Gelände der „Warsitz-Werke Crinitz“ Projektträger: Hans-Robert Wätjen Förderung NaturSchutzFonds: 8.841,24 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 35.364,96 € Durchführungszeitraum: 2010 Kontakt: Herr Udo List, Naturpark Niederlausitzer Landrücken Telefon: 03 53 24 / 305 1220
  24. 24. Artenschutz im Naturpark Niederlausitzer LandrückenAuf dem Gelände der ehemaligen „Warsitz-Werke Crinitz“ im Naturpark Niederlausitzer Landrückenwurden zwei Kellergewölbe zum Fledermauswinterquartier und Kleintierhabitat umgebaut. Damit sollinsbesondere dem Mangel an Winterquartieren innerhalb der umgebenden Waldbereiche, die bereitsJagd- und Sommerquartier für Fledermäuse sind, begegnet werden.Grundlage des Projektes ist das Gutachten zur maligen Warsitz-Werke FledermauswinterquartiereFledermausfauna im Forstrevier Drehna, das in fehlen. Die Kellergewölbe im FFH-Gebiet „Sand-Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung teichgebiet“ werden als gut geeignet für einenund der Naturwacht erarbeitet wurde. Im Ergebnis Umbau ausgewiesen. So konnten in wanderfähigerwurde festgestellt, dass im Waldgebiet um die ehe- Nähe zum Standort Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Mopsfledermaus sowie Wasser-, Fran- sen-, Breitflügelfledermaus als auch Graues und Braunes Mausohr festgestellt werden. Ein Kellergewölbe erhielt nach Freilegung und Reinigung eine frostsichere Abdeckung, Wandöff- nungen wurden verschlossen und Fledermaus- winterschlafsteine angebracht. Der Teilabriss des zweiten Kellers und sein Umbau zum Kleintierha- bitat verbessert die Lebensbedingungen der im Gebiet vorkommenden Rotbauchunkenpopulation, die gleichzeitig mit dem wieder ansteigendem Grundwasser verbesserte Reproduktionsmöglich- keiten in den nördlich gelegenen, alten Tonstichen vorfindet. Von der Schaffung zahlreicher frostsi- cherer Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten profitieren weitere Arten wie z.B. Zauneidechse und Erdkröte. 21
  25. 25. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Dahme-Spreewald Projektnummer: 806 Projekt: Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Schleuse Körbiskrug Projektträger: Wasser- und Bodenverband Dahme-Notte Förderung NaturSchutzFonds: 94.148,18 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 475.123,28 € Durchführungszeitraum: 2010 / 2011 Kontakt: Herr Torsten Woitke, WBV Telefon: 033 764 / 24 58 8022
  26. 26. Fließgewässerdurchgängigkeit an der Schleuse KörbiskrugFür die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Pätzer Seenkette sind Maßnahmen anQuerbauwerken im Fanggraben von besonderer Bedeutung. Mit dem Bau der Fischtreppe an derSchleuse Körbiskrug können in diesem Gewässerabschnitt wieder Wanderbewegungen wasserge-bundener Arten erfolgen.Der Fanggraben ist das Verbindungsgewässer für Borstenfischpass ausgeführt. Von einer Fließge-die Pätzer Seenkette mit Zeesener See, Tod- wässerdurchgängigkeit können insbesondere auchnitzsee sowie Pätzer Vorder- und Hintersee. Im Rote-Liste-Arten wie Binnenstint, Bachneunauge,Ergebnis einer Untersuchung zur „Ökologischen Quappe und Europäischer Aal bevorteilt werden,Durchgängigkeit von Gewässersystemen in der die in der Pätzer Seenkette anzutreffen sind bezie-Pätzer Seenkette“ wurde festgestellt, dass ein hungsweise waren.ökologisches Hauptproblem die Zerschneidungdes Fanggrabens durch die Querbauwerke der Wehr und Fischpass befinden sich im Zuständig-Schleusen Bestensee, Körbiskrug und Senzig ist. keitsbereich des Wasser- und BodenverbandesDie natürlichen Wanderbewegungen von Fischen, Dahme-Notte und werden durch diesen langfristigAmphibien, Krebsen, Muscheln und Wirbellosen betreut und unterhalten. Mit der Maßnahme wurdewerden verhindert beziehungsweise sind beein- ein weiterer Baustein im Maßnahmenkomplex zurträchtigt. Verbesserung des Gewässerzustandes des Fang- grabens und seines Einzugsgebietes realisiert.Bereits in den Vorjahren hat der Wasser- undBodenverband auch mit finanzieller Unterstützungdes NaturSchutzFonds Brandenburg die Durch-gängigkeit an der Schleuse Bestensee wiederher-gestellt. Mit dem 2010 geförderten Projekt erfolgtdies zwischen Todnitzsee und Zeesener See ander Schleuse Körbiskrug durch Abbruch der altenSchleuse, Bau eines Spundwandwehrs und Er-richtung einer Fischaufstieganlage. Diese wird als 23
  27. 27. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Oberspreewald-Lausitz Projektnummer: 830 Projekt: Flurgehölzprojekt Dubrau Projektträger: Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ Förderung NaturSchutzFonds: 24.935,48 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 99.741,93 € Durchführungszeitraum: 2010 / 2013 Kontakt: Herr Mucha Telefon: 035 603 / 6 92 024
  28. 28. Flurgehölzprojekt DubrauHecken und Feldgehölze sind wichtige Strukturelemente in der ausgeräumten Agrarlandschaft. Sievernetzen Lebensräume und bieten Rückzugs-, Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für verschiedeneTierarten. Zu diesem Zweck wurden in der Region um Dubrau an fünf verschiedenen Standorten He-cken und Flurgehölze gepflanzt.Ziel des Projektes ist es, Strukturelemente inder freien Landschaft durch die Neupflanzungenvon Hecken und Flurgehölzen zu schaffen. Dafürwurden insgesamt 1400 m vierreihige Hecke mitzahlreichen fruchttragenden Gehölzen sowie 60Wildobstgehölze und Winterlinden gepflanzt. Durchdie Pflanzungen entstehen neue Lebensräumeund wichtige Trittsteinbiotope für den regionalenBiotopverbund.Vor allem Vögel und verschiedene Kleinsäugerprofitieren von den strukturverbessernden Maß-nahmen in der bisher wenig strukturierten Agrar-landschaft.Zusätzlich prägen die Gehölzstrukturen und derenBlühaspekte das Landschaftsbild positiv. Die Erosi-on des Bodens durch Wind wird vermindert.Das Projekt integriert sich in ein bereits vor 10Jahren gefördertes Projekt und erweitert dessenaufwertende Funktionen für Natur und Landschaftin der Region. 25
  29. 29. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Dahme-Spreewald Projektnummer: 834 Projekt: Moorschutzmaßnahmen am Alten Teich und am Möllnsee Projektträger: Landkreis Dahme-Spreewald Förderung NaturSchutzFonds: 5.969,12 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 37.385,52 € Durchführungszeitraum: 2010 Kontakt: Herr Röver, untere Naturschutzbehörde Telefon: 035 46 / 201 60426
  30. 30. Moorschutz am Alten Teich und am MöllnseeDa der Möllnsee in Brandenburg ein sehr seltenes Beispiel für naturnahe Braunmoosmoore ist,werden über verschiedene Maßnahmen Wasserspiegelanhebungen und Moorvernässungen zur Wie-derherstellung eines natürlichen Zustandes und zur Ausbreitung von Braunmoosmoorvegetation imMoorgebiet realisiert.Der Möllnsee bei Lieberose im FFH-Gebiet „Liebe- tragen. Die beginnende Wiederbesiedlung durchroser Endmoräne und Staakower Lauche“ ist eines moortypische Pflanzenarten war bereits zur Projek-der wenigen noch intakten Basen-Zwischenmoore tabnahme im Juli 2010 erkennbar.Brandenburgs. Die ausgebaute Entwässerungwirkte sich negativ auf Teilflächen des Möllnsee- Der Alte Teich im Einzugsgebiet des Möllnsees be-Moores sowie auf den Zustand umliegender Moore steht aus mehreren Einzelmooren. Eines stellt einaus. besonders wertvolles Torfmoosmoor dar. Mit der Errichtung von Stützschwellen im Gebiet konnteBereits in den Vorjahren wurden durch das Lan- die oberirdische Entwässerung aus dem Moorge-desumweltamt initiierte Maßnahmen vom Was- biet unterbrochen werden. Ziel ist es hier, einenser- und Bodenverband „Nördlicher Spreewald“ den ursprünglichen Verhältnissen angeglichenen,umgesetzt, um die Vernässung der Moorflächen hohen Grundwasserstand wiederherzustellen undzu erreichen. Dafür wurden auch mit Mitteln des ein wassergesättigtes Sauer-Zwischenmoor mitNaturschutzfonds Brandenburg Privatflächen im Torfmoosseggenrieden und Erlenbruchwald zuWestbecken des Möllnsees erworben. Die jetzt entwickeln. Zum Zeitpunkt der Abnahme war derdurchgeführte Entsandung einer künstlich aufge- sichtbare Wasserrückhalt im oberen Moorgebietschütteten Fläche im Ostbecken des Sees dient bereits zu erkennen.der Wiederherstellung naturnaher Standortverhält-nisse, der Ausbreitung der angrenzenden, wertvol-len Braunmoosmoorvegetation und der Verhinde-rung von unerwünschtem Gehölzaufwuchs. Dafürwurde die maximal 30 cm starke Sandschicht bis20 cm unterhalb des Moorwasserspiegels abge- 27
  31. 31. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Prignitz Projektnummer: 846 Projekt: Sanierung der „Spring“-Quelle Rambow Projektträger: Amt Lenzen-Elbtalaue für die Stadt Lenzen Förderung NaturSchutzFonds: 4.544,42 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 28.462,42 € Durchführungszeitraum: 2010 Kontakt: Herr Molz Telefon: 038 792 / 988 3128
  32. 32. Sanierung des Quellteichs Rambower SpringDer Rambower Spring, ein angestauter Quellteich am Ortsrand von Rambow, stellt einen wichtigenLebensraum für feuchtgebietstypische Tier- und Pflanzenarten dar und ist eine von unzähligen Quel-len, die das Rambower Moor speisen. Mit der durchgeführten Sanierung wurde die Funktionsfähig-keit des Quellteiches langfristig gesichert.Der am Talrand des Durchströmungsmoor-Komple- gewährleistet sowie die unterirdische Wasserspei-xes Rambower Moor gelegene Quellaustritt wird sung des nahen Rambower Moors stabilisiert und„Spring“-Quelle genannt und durch eine halbseitige verbessert.Einfassung zu einem Quellteich angestaut. DerSpring steht in engem räumlichen und funktionalenZusammenhang zum Rambower Moor (FFH- undNaturschutzgebiet).Die aus den zwanziger Jahren des letzten Jahr-hunderts stammende Betoneinfassung des Tei-ches war marode, das Wasser drückte durch, dieStandsicherheit war gefährdet. Mittels Errichtungeiner Spundwand, Entfernung von Betongitter-platten, Entnahme von Gewässersediment sowieErrichtung eines natürlichen Überlaufs konnten dieFunktionen des Spring als Lebensraum für feucht- Das Projekt ergänzt eine bereits im Jahr 2009gebietstypische Pflanzen und Tiere gesichert und durch das Landesumweltamt realisierte Maßnah-verbessert werden. Dazu gehören Amphibien wie me, bei der die Verrohrung des SpringabflussesMoorfrosch, Erdkröte und Wasserfrosch, Kleinfi- zum Rambower Moor entnommen und seitdemsche wie der Dreistachlige Stichling, Libellen sowie durch einen oberirdischen Wasserlauf ausgebildetweitere Tier- und Pflanzenarten der Quellstandorte. wird. Die Sanierung des Teiches und seines Ab-Der Eisvogel hat hier ein Nahrungshabitat. Gleich- flusses stellen darüber hinaus eine Aufwertung deszeitig wird der Wasserrückhalt in der Landschaft Rambower Dorfbildes dar. 29
  33. 33. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Spree-Neiße Projektnummer: 847 Projekt: Feldsollrevitalisierung „Bärenklau“ Projektträger: Wasser- und Bodenverband „Neiße-Malxe-Tranitz“ Förderung NaturSchutzFonds: 24.951,84 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 99.807,37 € Durchführungszeitraum: 2010 Kontakt: Herr Wittchen Telefon: 0355 / 289 137 - 10230
  34. 34. Feldsollrevitalisierung BärenklauDa das Kleingewässer Bärenklau nahezu vollständig verlandet und mit Schilf bewachsen war, wurdehier eine Sedimentberäumung durchgeführt. Die dadurch wiederhergestellten, offenen Wasserflä-chen bieten zahlreichen aquatisch lebenden Organismen nunmehr wieder geeignete Lebensbedin-gungen.Mit den biotopaufwertenden Maßnahmen zurWiederherstellung einer offenen Wasserflächedes Feldsolls Bärenklau wurde der initialisierendeSchritt zur Regenerierung und Stabilisierung derökologischen Funktionen des Gewässers eingeleitet.Insbesondere Amphibienarten profitieren von derMaßnahme, da die neu geschaffenen Wasserflä-chen optimale Reproduktionsstätten darstellen.Die angestrebte, temporäre Wasserführung desFeldsolls verhindert dabei einen erhöhten Prädato-rendruck, beispielsweise durch Fische.Zielarten des Projektes sind die nach europäi-schem und nationalem Recht besonders geschütz-ten Arten Rotbauchunke und Kammmolch sowieweitere, vergesellschaftete Amphibien.Gleichwohl leistet die Maßnahme einen Beitrag zurLebensraumdiversität in der Region. 31
  35. 35. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Uckermark Projektnummer: 850 Projekt: Maßnahmen zur Wasserrückhaltung im Großen Köllnsee Projektträger: Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V. Förderung NaturSchutzFonds: 11. 839,85 € Finanziert aus: Lotterie GlücksSpirale Gesamtprojektkosten: 11. 839,85 € Durchführungszeitraum: 2010 / 2011 Kontakt: Herr Dr. Mauersberger Telefon: 03 987 / 537 3332
  36. 36. Wasserrückhaltung im Großen KöllnseeDie Wasserstandsanhebungen im Großen Köllnsee haben neben einer Vergrößerung der Seeflächegleichzeitig positive Wirkungen auf die Lebensgemeinschaften der umliegenden Moorflächen undauf das Grundwasser.Der Große Köllnsee liegt nordwestlich von Lychen Um den ursprünglichen Wasserstand in der Niede-im FFH-Gebiet „Klapperberge-Retzower Heide“ rung des Großen Köllnsees wieder herzustellen,innerhalb einer Schmelzwasserrinne. Es handelt wurden im Zuflussbereich des Sees Grabenab-sich um einen schwach eutrophen, kalkreichen schnitte verfüllt, der ausgebaute künstliche AbflussFlachsee mit Moorbereichen am Zu- und Ab- mit Querdämmen abgeriegelt und ein natürlicherfluss. Durch die Anlage eines Grabens wurde der Abfluss über die Moorflächen geschaffen. Mit derWasserspiegel des Sees abgesenkt, die Seefläche Anhebung des Wasserspiegels um ca. 40 cm wer-verkleinert und die einst angrenzenden Moorflä- den gleichzeitig alle angrenzenden Moorflächenchen entwässert. wiedervernässt und positive Auswirkungen auf den Rückhalt im Grundwasserleiter erwartet. Ein zusätzlicher Effekt der Volumenvergrößerung des Sees kann die Verschiebung der Trophiestufe von schwach eutroph zu mesotroph sein. Ein wesentlicher Schritt dafür wurde bereits mit der Wasserspiegelanhebung im nahegelegenen Schul- zensee durchgeführt, der seitdem fast abflusslos ist und seither keine größeren Nährstofffrachten in den Großen Köllnsee abführt. Auch die Wasser- standsanhebung im Schulzensee wurde mit Mitteln des Naturschutzfonds Brandenburg gefördert. Beide Vorhaben sind Bestandteil des Naturschutz- großprojektes „Uckermärkische Seen“ mit einer Laufzeit bis 1. Quartal 2011. 33
  37. 37. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Oberhavel Projektnummer: 853 Projekt: Revitalisierung des Schleipfuhls, Gemarkung Neuglobsow Projektträger: Wasser- und Bodenverband „Uckermark-Havel“ Förderung NaturSchutzFonds: 9.952,42 € Finanziert aus: Ersatzzahlungen Gesamtprojektkosten: 39.809,67 € Durchführungszeitraum: 2010 / 2011 Kontakt: Herr Nitschke Telefon: 033 080 / 604 5134
  38. 38. Lebensraumverbesserung für den KammmolchDas Kleingewässer Schleipfuhl ist ein wertvoller Lebensraum für den Kammmolch. Durch zunehmen-de Verlandung und Beschattung bietet der Schleipfuhl langfristig keine optimalen Lebensbedingun-gen mehr für die Art, sodass Maßnahmen dringend notwendig waren.Der Schleipfuhl und weitere Nebengewässer sind Reproduktion der Amphibien geschaffen. Um diewichtige Amphibienlaichgewässer im FFH-Gebiet Wanderungen der Amphibien über eine Straße„Globsower Buchheide“. Die Gewässer liegen vom und zum Schleipfuhl abzusichern, wurde iminnerhalb des Verbreitungsschwerpunktes des Projektgebiet bereits im Jahr 2009 eine Amphi-Kammmolches in Brandenburg und sind von hoher bienleiteinrichtung durch den Naturschutzfondsnaturschutzfachlicher Bedeutung. Unsere größte gefördert.einheimische Molchart ist streng geschützt unddurch den Verlust von geeigneten Habitaten stark Beide Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zumgefährdet. Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Optimie- rung des regionalen Biotopverbundes für einheimi-Weitere vergesellschaftete Amphibienarten sind sche Amphibienarten.Erdkröte, Teichmolch, Moor- und Grasfrosch. Dadas Gewässer starke Verlandungserscheinungenzeigte, wurden Maßnahmen zur Verbesserung undlangfristigen Sicherung der Habitatqualitäten fürdie Amphibien umgesetzt.Hauptanliegen war dabei die Vergrößerung desWasserkörpers. Dies wurde durch umfangreicheEntschlammungen realisiert. Im gleichen Zugewurden ausgedehnte Flachwasserbereiche mo-delliert, die nach der Freistellung von Gehölzennun eine optimale Besonnung genießen. Somitsind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche 35
  39. 39. Alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Märkisch-Oderland Projektnummer: 859 Projekt: Anlage einer Streuobstwiese in Petershagen Projektträger: NABU Ortsgruppe Petershagen/Eggersdorf e.V. Förderung NaturSchutzFonds: 4.500 € Finanziert aus: Zweckerträgen der Lotterie GlücksSpirale Gesamtprojektkosten: 5.314,50 € Durchführungszeitraum: 2010 Kontakt: Herr René Trocha Telefon: 0175 / 191 74 2636
  40. 40. Streuobstwiese Petershagen40 Hochstämme alter Obstsorten wurden im Herbst 2010 auf einem 1,4 Hektar großen Grundstückan der Petershagener Friedhofsstraße von den Mitgliedern der Ortsgruppe des Naturschutzbundesgepflanzt. Die Streuobstwiese soll den Biotopverbund an den Rohrwiesen erweitern, die Artenvielfalterhöhen und zugleich alte einheimische Obstsorten erhalten helfen.Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes hat ihr wurden von den Mitgliedern in Eigenleistung ge-Streuobstprojekt langfristig vorbereitet. Boden- pflanzt. Sie tragen Namen wie Kaiser Wilhelm undstruktur und Wasserverhältnisse wurden mittels Jakob Fischer, Clapps Liebling und Mirabelle vonGrabungen im Gelände untersucht und die Begleit- Nacy. Zum Schutz vor Wühlmäusen ist engma-flora in Bezug auf den Nährstoffzustand bestimmt. schiger Draht in jedes Pflanzloch gelegt worden,Gemeinsam mit dem Obstspezialisten Dr. Hilmar die Standorte erhielten eine Bodenverbesserung,Schärzel aus Müncheberg wurden die für den Pflanzpfähle wurden gesetzt und VerbissschutzStandort günstigsten Obstsorten ausgewählt. Die angelegt. Die Arbeitsgruppe Naturschutz der Pe-Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschhochstäm- tershagener Schule stellte Greifvogelstangen aufme aus der Baumschule Fischer in Lichterfelde und die Kinder bauten Nistkästen und Insektenho- tels. Gefundene Steine wurden zu Lesesteinhaufen als Unterschlupf für Kleintiere geschichtet. Der Naturschutzfonds Brandenburg stellte die finanziel- len Mittel für die Sachkosten des Projektes zur Ver- fügung. Die NABU-Mitglieder haben die langfristige Pflege der Streuobstwiese übernommen. Ziel der Ortsgruppe ist es auch, Kindern und Jugendlichen im außerschulischen Bereich die Natur näher zu bringen. So wird René Trocha, ein Initiator des Projektes, die Streuobstwiese in seine Arbeit als Leiter der Naturschutz-Arbeitsgruppe der Petershagener Grundschule einbeziehen. 37

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