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Ein weiterer Punkt der beim internen Informationsfluss beachtet werden muss ist die Informations-flut die täglich auf die ...
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Das Intranet ist für einen Großteil der Belegschaft verfügbar und wie im Vorfeld schon erwähnt ent-sprechend multilingual....
Zusammenfassung & AusblickDurch den Beitrag wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, Projektergebnisse und damit Wissen, welches...
LiteraturverzeichnisBerry, L.L., Burke, G.C., Hensel, J.S. (1976): „Improving retailer Capability for effective consumeris...
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MiPo'11: Interne Kommunikation in einem Großkonzern – Projektergebnisse bereichsübergreifend erfolgreich publizieren (Katrin Lang, Karl-Josef Wack)

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Die Verteilung von Informationen innerhalb eines Großkonzerns ist ein wesentlicher Aspekt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine besondere Relevanz gilt dabei aktuellen Ergebnissen von Projekten aus Forschung und Entwicklung. Innovationen die gerade aus solchen Querschnittsbereichen resultieren, haben oftmals einen weitreichenden Nutzen – über die unternehmensinternen Grenzen der einzelnen Bereiche und Produkte hinweg.
Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der gezielten Aufbereitung von Projektergebnissen aus Forschung & Entwicklung und deren bereichsübergreifenden, internen Kommunikation anhand eines Anwendungsbeispiels. Dabei werden die innerhalb der Daimler AG eingesetzten Medien und die sich dadurch ergebenden Informationsflüsse vorgestellt sowie auf die Informationsbrüche eingegangen.

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MiPo'11: Interne Kommunikation in einem Großkonzern – Projektergebnisse bereichsübergreifend erfolgreich publizieren (Katrin Lang, Karl-Josef Wack)

  1. 1. Interne Kommunikation in einem Großkonzern – Projektergebnisse bereichsübergreifend erfolgreich publizieren Katrin Lang, Karl-Josef Wack, Daimler AG, Group Research & Advanced Engineering, UlmZusammenfassungDie Verteilung von Informationen innerhalb eines Großkonzerns ist ein wesentlicher Aspekt zur Stei-gerung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine besondere Relevanz gilt dabei aktuellen Ergebnissen vonProjekten aus Forschung- und Entwicklung. Innovationen die gerade aus solchenQuerschnittsbereichen resultieren, haben oftmals einen weitreichenden Nutzen – über die unter-nehmensinternen Grenzen der einzelnen Bereiche und Produkte hinweg.Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der gezielten Aufbereitung von Projektergebnissen ausForschung & Entwicklung und deren bereichsübergreifenden, internen Kommunikation anhand einesAnwendungsbeispiels. Dabei werden die innerhalb der Daimler AG eingesetzten Medien und die sichdadurch ergebenden Informationsflüsse vorgestellt sowie auf die Informationsbrüche eingegangen.EinleitungDie Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit eines Unternehmens hängt oft davon ab, inwieweit dieinterne Business-Kommunikation in die Kerngeschäftsprozesse integriert ist (Kuhlin & Thielmann2005). Eine „offene“ Kommunikation gegenüber Mitarbeitern gilt dabei als ein wesentlicher Aspekt(Herrmann 2007). Die Daimler AG ist ein Großkonzern mit weltweit über 250.000 Mitarbeitern, da-von 10.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung. Der interne Vernetzungsgrad und die Informa-tionsflüsse spielen bei einem Unternehmen dieser Größe eine entscheidende Rolle. Daher müssendie verschiedenen Kommunikationsansätze, wie beispielsweise Top-Down, Bottom-Up sowie In-Between, praktiziert und entsprechend durch Medien unterstützt werden. Dem Bereich Forschungund Entwicklung kommt als Querschnittsbereich, welcher Fachabteilungen und Baureihenprojekteaus verschiedenen Business Units als internen Kunden bedient (vgl. Abbildung 1), eine besondereBedeutung hinsichtlich interner Kommunikation zu. Produkt (PKW) Business Unit smart/ Financial A/B C/E S M/R/G Van Truck Bus Services Forschung und Entwicklung Abbildung 1 - Organisation von Forschung und Entwicklung der Daimler AGProjekte in Kooperation mit unterschiedlichen Abteilungen und in verschiedenen Bereichen führenoftmals zu Innovationen, welche zusätzlich für andere, nicht involvierte Bereiche relevant sein kön-
  2. 2. nen. Die Auswahl von geeigneten Medien zur bereichsübergreifenden, internen Kommunikation istzur Vermarktung ebenso wichtig, wie eine auf verständliche Art und Weise aufbereitete Darstellungder Projektergebnisse.Interne Kommunikation„One often hears a marketer say that his real problem is not outside marketing but inside marketing;for example, getting others in his organization to accept his ideas.“ (Kottler 1972, S.48)Die interne Kommunikation hat sich in den letzten Jahren als ein zentraler Punkt bei der Unterneh-menskommunikation herausgestellt und gilt zudem als Instrument des internen Marketings (vgl. Ber-ry et al. 1976, Compton et. al 1987, Strauss & Schulze 1990). Interne Kommunikation stellt den In-formationsaustausch innerhalb der Unternehmensgrenzen dar. Hierzu werden verschiedene Kom-munikationsprozesse angewandt. Die drei bekannten Kommunikationswege untergliedern sich wiefolgt: Top-Down: Kommunikation ausgehend vom Management an die Mitarbeiter Bottom-Up: Kommunikation ausgehend von Mitarbeitern an die Unternehmensführung In-Between: Kommunikation der Mitarbeiter untereinanderDie interne Kommunikation umfasst die Kommunikation auf sowie zwischen allen Hierarchieebeneneines Unternehmens. Differenziert dazu zu betrachten ist die Mitarbeiterkommunikation. Diese er-folgt primär durch einen Top-Down Ansatz, vom Management zum Mitarbeiter. Bei der internenKommunikation hingegen ist jedoch auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Hierarchie-ebenen und darüber hinaus mit inbegriffen. Sie dient dazu, das Engagement von Mitarbeitern zufördern und deren Wissen in die Breite des Unternehmens zu transportieren. Um dies in einem Un-ternehmen erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer explizit auf die Belegschaft abgestimm-ten Kommunikation durch entsprechende Medien. Eine homogene Belegschaft ist beispielsweiseeinfacher über ein Medium (z.B. E-Mail) zu erreichen, als eine heterogene Belegschaft. Eine hetero-gene Belegschaft erfordert einen aufeinander abgestimmten Medienmix – also auch den Einsatz vonCross-Media (siehe Abbildung 2). Cross-Media Elektronische Persönliche Schriftliche Kommunikation Kommunikation Kommunikation • Intranet • Fachvorträge • Zeitschriften • Blog • Fachkolloquien • Flyer • E-Mail • Seminare • Broschüren • Newsletter • Workshops • Handbücher • Forum • Portal Abbildung 2 - Wege der Kommunikation
  3. 3. Die wesentlichen Ziele der internen Kommunikation lauten wie folgt: Optimierung organisatorischer Abläufe (Effizienz) Informationsverbreitung (Transparenz) Austausch (Dialog)Neben der Optimierung organisatorischer Abläufe, werden durch interne Kommunikation ebenfallsKommunikationswege optimiert. Für die verschiedenen Disziplinen der Kommunikation gilt es dabeiauch, geeignete Medien zu identifizieren und diese optimal einzusetzen (Mast 2006).Grundsätzlich kann zwischen zwei verschiedenen Arten der internen Kommunikation differenziertwerden:Formelle interne KommunikationDie formelle Kommunikation in einem Unternehmen ist nicht frei gestaltbar, sondern ist geprägtdurch organisatorische Vorgaben. Die Form ist dabei genauso definiert, wie der Inhalt. Aufgrund desformalen Charakters erfolgt die formelle interne Kommunikation schriftlich.Informelle interne KommunikationIm Vordergrund steht hier der informelle Charakter und umfasst dabei den nicht definierten undorganisatorisch vorgegebenen Anteil der Kommunikation. Ein typisches Beispiel für informelle inter-ne Kommunikation ist der so genannte „Flurfunk“.Erfolgreiche Kommunikation ist ein Gefüge verschiedener Medien, durch die Förderung des Dialogs.Klassische Instrumente der Kommunikation haben ebenso Vorteile und positive Effekte, wie neuarti-ge Instrumente, wie beispielsweise Informationsveranstaltungen im Event Stil.Nachfolgend wird auf die Medien und deren Einsatz bei der Daimler AG eingegangen. Es werden dieverschiedenen internen als auch externen Instrumente der Kommunikation vorgestellt und abschlie-ßend bewertet.Medien und deren Einsatz bei der Daimler AGUm eine Echtzeitkommunikation zu ermöglichen und den Informationsfluss aufrecht zu erhaltenhaben sich in der Vergangenheit verschiedene Möglichkeiten bewährt. Neben Wikis, Blog oder RSS-Feeds zählen auch Social Communities und Podcasts zu gängigen Technologien und Medien, auf diezurückgegriffen werden kann. Je nach Bedarf können Informationen so zielgerichtet und weitläufigverbreitet werden (Gust von Loh 2009).Die klassischen Medien der internen Kommunikation, z.B. Mitarbeiterzeitschriften, fokussieren zu-meist auf eine interne Informations-, Motivations- und Orientierungsfunktion. Darüber hinaus gibt eselektronische Medien, die schnell und komfortabel gerade in multinationalen Kommunikationskon-texten eingesetzt werden können. Mixt man beide Arten der Kommunikationsmedien, spricht manvon Cross-Media.
  4. 4. Die klassischen Medien der (formellen) internen Kommunikation sind: Bulletin Boards, schwarze Bretter Veranstaltungen (z. B. Betriebsversammlung) Informationsbriefe Newsletter MitarbeiterzeitschriftenElektronische Medien der Internen Kommunikation sind: E-Mail Foren, Wikis, Blogs Internet, Intranet Radio Business TV Chat, Instant Messaging, Videokonferenzen, WebkonferenzenInterne MedienJe nach Medium können Informationen besser intern oder extern verbreitet werden. NachfolgendeAufführungen beschreiben die von der Daimler AG zur internen und externen Kommunikation einge-setzten Medien. Die Aufführungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.IntranetDas Daimler Intranet steht den Mitarbeitern als Informations-, Kommunikations- und Anwendungs-plattform zur Verfügung. Das Intranet bietet eine große Bereitstellung von betriebsinternen Informa-tionen, wie beispielsweise Arbeitsanweisungen oder Regelwerke, welche zur täglichen Arbeit benö-tigt werden. Es handelt sich um einen geschützten Bereich. Über das notwendige Login werden denNutzern teilweise zielgruppenorientierte sowie personalisierte Informationen zur Verfügung gestellt.Weiterhin ist eine Suche über die im Intranet verfügbaren Informationen möglich (Hoffmann & Lang2006).Mitarbeiterzeitschrift / INSIDE MagazineDurch den Einzug der elektronischen Kommunikation, insbesondere der Möglichkeiten des Intranets,hat sich die Bedeutung der Mitarbeiterzeitschrift gewandelt. Als aktuelles Informationsmedium fürrelevante Veränderungen im Unternehmen bekannt, ist sie heute ein funktionales, eher erklärendesHintergrund- und Motivations-Medium.Doch auch im Zeitalter von Internet und Intranet, Newsletter und E-Mail hat die gedruckte Form ih-ren Platz: Gerade in verarbeitenden Betrieben haben nicht alle Mitarbeiter ständigen Zugang zu Bild-schirmarbeitsplätzen mit entsprechenden elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten. Daher wirdder Informationsfluss über eine gedruckte Mitarbeiterzeitschrift aufrecht gehalten (Lies &Kleinjohann 2008).
  5. 5. Die Daimler AG verbreitet insgesamt sieben verschiedene Mitarbeiterzeitschriften in seinem Unter-nehmen (siehe Abbildung 3). Die unterschiedlichen Ausgaben sind auf die Standorte der Mercedes-Benz Produktion und die unterschiedlichen Fachbereiche angepasst. So werden die Zeitschriften ziel-gerichtet verbreitet. PP EP MBC RD Vans Truck Bus Financial Daimler INSIDE Mercedes-Benz Daimler Busses Daimler Financial PP aktuell RD INSIDE RD INSIDE Vans INSIDE Truck INSIDE Services INSIDE Cars INSIDE INSIDE Bremen Rastatt Sindelfingen Powertrain EvoBus INSIDE Berlin Hamburg Untertürkheim Abbildung 3 - Unternehmenszeitschriften der Daimler AGFachvorträgeEin beliebtes und sehr informatives Instrument der Kommunikation sind Fachvorträge oder auchFachkolloquien. Es versteht sich darunter kein Medium im eigentlichen Sinne. Dennoch sind solcheVeranstaltungen für den Informationsfluss und die interne Kommunikation von großer Relevanz.Gerade, weil es in diesen Veranstaltungen oftmals zu einem fachlichen Dialog zwischen Vortragen-den und Publikum kommt. Ein Beispiel aus der Daimler Forschung und Entwicklung sind die so ge-nannten Lecture Series RD. Hierbei werden aktuelle Forschungsansätze gezielt Mitarbeitern präsen-tiert und es entsteht ein Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens.VideosDas Internet bietet in der heutigen Zeit weitreichende Möglichkeiten: vom Informationsaustausch,der Kommunikation bis hin zum virtuellen Marktplatz. Internetmarketing ist demzufolge zunehmendwichtiger. Das Internet Video Marketing folgt dem Trend des Internets. Zahlreiche Studien verdeutli-chen, dass auch im Word Wide Web (WWW) bewegte Bilder im Vergleich zu bloßem Text oder stati-schen Abbildungen eine erhöhte Anziehungskraft haben. Deutlich gesteigerte Konversationsratensind die Folge.Die Art und Weise, wie sich Nutzer Informationen verinnerlichen hängt auch davon ab, wie dieseaufbereitet sind. Videos eigenen sich durch das Adressieren mehrerer menschlicher Sinne besondersgut zur Informationsverbreitung und können mit anderen Instrumenten der Kommunikation, wiebeispielsweise Fachvorträgen problemlos kombiniert werden.Externe Medien„Public Relations ist die Kunst, durch das gesprochene oder gedruckte Wort, durch Handlungen oderdurch sichtbare Symbole für die eigene Firma, deren Produkt oder Dienstleistung eine günstige öffent-liche Meinung zu schaffen.“ (Hundshausen 1937, S.1054)Das Hauptziel der externen Public Relation ist der strategische Aufbau einer Beziehung zwischeneinem Unternehmen und dessen Kunden (Hundshausen, 1937). Nachfolgend werden Medien vorge-stellt, über die die Daimler AG externe Informationen platziert.
  6. 6. Internet & Social MediaSocial Media Angebote (siehe Abbildung 4) gewinnen immer mehr an Bedeutung, auch die DaimlerAG nutzt zur Kommunikation die vielfältigen Möglichkeiten von Social Media um Fotos, Videos, Er-fahrungsberichte und Meinungen auszutauschen.Darüber hinaus tauschen sich Nutzer im Internet über Unternehmen aus, diskutieren über Technolo-gien und empfehlen Produkte - oder auch nicht. Daher ist es wichtig diese Diskussionsplattformennicht zu ignorieren sondern die äußerst wirksamen Kommunikationskanäle sinnvoll zu nutzen. DiePlattformen können helfen Trends frühzeitig zu erkennen, auf Kritik zu reagieren oder eigene The-men zur Diskussion zu bringen.Ein wichtiger Aspekt hierbei sind die eigenen Mitarbeiter - denn wer könnte dass Unternehmen derÖffentlichkeit besser präsentieren als die eigene Belegschaft. Mit Ihrem Wissen können Sie Diskussi-onen bereichern sich untereinander austauschen und Anregungen für Ihre Arbeit finden. Es ist daherim Interesse des Unternehmens diese Social Media Plattformen zu fördern. Daimler verwendet dafürunter anderem Facebook, Twitter, Youtube, Friendfeed, RSS und Blogs. Soziale Netzwerke (Micro-) Bookmarking Blogs SOCIAL MEDIA Bilder, Wikis Videos, … Abbildung 4 - Übersicht Social MediaEin Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich die Verwendung von Web 2.0-Portalen sein kann, zeigt dievon Daimler veröffentlichte Business Innovation Community. Hierbei handelt es sich um eine Platt-form, auf der Mitarbeiter weltweit Ideen einbringen, diskutieren oder weiter entwickeln können. Die
  7. 7. Business Innovation Community umfasst 20.000 Mitarbeiter als Nutzer und hat 1.500 Geschäftsideeneingebracht, von denen nun 35 ausgearbeitet werden.Daimler Corporate Blog„Die Blogeinträge von heute sind oft die Zeitungsartikel von morgen.“ (Herrmann 2007, S.11)Der Unternehmensblog der Daimler AG ist seit Oktober 2007 aktiv. Hier werden, durch Mitarbeiteraus allen Bereichen, Einblicke in den Daimler Konzern vermittelt. Die Daimler AG ist einer der Vorrei-ter bezüglich eines externen Unternehmensblogs und genießt daher einen Pionierstatus in Deutsch-land. Ein häufig genannter Grund für die Zurückhaltung von Unternehmen bei Blogs ist das so ge-nannte „One-Voice-Prinzip“. Der Blog der Daimler AG hingegen wird von den Mitarbeitern sehr posi-tiv aufgenommen. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist, dass kein aufwendiger Genehmigungsprozessnotwendig ist. Jeder Mitarbeiter darf unter Beachtung der Internetrichtlinien Beiträge verfassen. Daes sich bei dem Daimler Blog um ein Internet-Tagebuch handelt, unterliegen die Beiträge keinemaufwändigen Abstimmung- und Genehmigungsprozess. Durch den Unternehmensblog und der Un-ternehmensgröße entsteht eine immense Themenvielfalt. Neben dem offiziellen Unternehmensblogsind auch weitere Produktspezifische Blogs, wie beispielsweise der Car2Go Blog vorhanden.MagazineEs gibt mehrere Magazine die Daimler regelmäßig veröffentlicht. Diese sind an verschiedene Interes-sensbereiche gerichtet. Das Mercedesmagazin, ein Multi-Internet Magazin mit breitem Themen-spektrum, moderner Bildsprache und ungewöhnlichen Geschichten die die Souveränität und Interna-tionalität der Marke reflektieren. Das Mercedes-Benz Classic Magazin beschäftigt sich mit Informati-onen rund um die Oldtimer der Marke Mercedes-Benz. Die Mercedes-Benz Fahrschulnews für Fahr-schulen, der Daimler Sustainability Newsletter mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Ökono-mie, das Technicity Magazin mit Informationen über Technologien und Innovationen und die Merce-desnews mit Produktthemen wie Fahrzeugprämien, neuen Modellvarianten sowie Motoren undtechnische Innovationen.Informationsflüsse innerhalb der Daimler AGMarketing gegenüber den Mitarbeitern, vor einigen Jahren wurde diesem Faktor in zahlreichen Un-ternehmen im Gegensatz zur externen Kommunikation wenig Beachtung geschenkt. Doch gerade derinterne Informationsfluss ist für den Erfolg eines betriebswirtschaftlichen Unternehmens von ent-scheidender Bedeutung.„Am Abend verlassen 80% unseres Kapitals das Unternehmen. Wir haben dafür zu sorgen, dass esmorgens wiederkommt.“ Dr. Rolf Kunkel, ehem. Mitglied der Geschäftsleitung von Siemens Nixdorf.In Großkonzernen wie der Daimler AG findet die interne Kommunikation oftmals unter erschwertenBedingungen statt. Unterschiedliche Muttersprachen und geografische Verteilung erschweren hierden Informationsfluss. Landes- und Sprachgrenzen müssen überwunden werden.An dieser Stelle ist es eminent wichtig, dass die Schnittstellen innerhalb der Organisation und dieKooperationspartner den Reibungsverlust möglichst gering halten (Lande et al. 2007).Informationsmedien sind daher multilingual zu halten. Das Intranet der Daimler AG wird beispiels-weise in sechs unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung gestellt, die Mitarbeiterzeitschrift hingegenwird sogar in acht verschiedenen Sprachen angeboten.
  8. 8. Ein weiterer Punkt der beim internen Informationsfluss beachtet werden muss ist die Informations-flut die täglich auf die Mitarbeiter zukommt. Das Intranet bietet zwar die Möglichkeit die aktuellstenInformationen schnell zu verbreiten, diese Menge an Informationen muss jedoch von den Mitarbei-tern auch bewältigt werden. Informationen müssen daher zielgerichtet gesteuert werden, so dassjeder vorwiegend die Information erhält oder zumindest diejenige sofort herausfiltern kann, welchevon Relevanz sind.Das Intranet ist ein sehr bewehrtes Mittel um die Informationen zeitnah und schnell, global zu vertei-len. Jedoch trifft dies bei einer heterogenen Belegschaft, wie sie typischer Weise in produzierendenUnternehmen zu finden ist, nur bedingt zu. Ein nicht geringer Anteil hat keinen täglichen Zugriff aufdas Intranet oder verfügt nicht über einen Bildschirmarbeitsplatz.An dieser Stelle spielt die Mitarbeiterzeitung eine wichtige Rolle. Die textuelle Verteilung von Infor-mationen über dieses Medium erreicht daher auch diese Mitarbeiter, auch wenn mit der Mitarbei-terzeitschrift ein hoher Produktions- und Distributionsaufwand verbunden ist (Steglich 2006).Use Case: Kommunikation von Projektergebnissen desQuerschnittsbereichs Forschung & EntwicklungDer Visualisierung von Daten sind kaum noch Grenzen gesetzt. Die vielfältigen Möglichkeiten derneuen Computertechnik erlauben es, jedes denkbare Medium einzusetzen. Je umfassender jedochdie Möglichkeiten zur Visualisierung sind, umso intensiver muss man sich mit der Frage auseinander-setzten, welches Medium wofür am besten geeignet ist. Ein wesentlicher Aspekt bei der Vermittlungvon Informationen ist die menschliche Wahrnehmung (vgl. Abbildung 5). Diese lässt sich als ein Pro-zess, in dem Informationen in vielen Teilprozessen aufgenommen, selektiert und weiterverarbeitetwerden, beschreiben. Zur Beantwortung dieser Frage sind die Funktionen der Medien im Kognitions-und Kommunikationsprozess zu untersuchen. Sie sind als Grundlage für die Wahl und Gestaltung desMediums heranzuziehen (Dransch 1997). Umweltinformation Sinnesorgane sprachlich, sequentielle Information bildlich, analoge Information Zentrale Aufmerksamkeitskontrolle akustisch visuell sprachlicher räumlicher Kurzzeitspeicher Kurzzeitgedächtnis Kurzzeitspeicher Textbasis Mentales Modell Textbasis Weltwissen Langzeitgedächtnis Abbildung 5 – Wahrnehmungsprozess (in Anlehnung an Hasebrook 1995)
  9. 9. Vor dem Hintergrund des Anwendungsfalls der weitreichenden Verbreitung von Forschungsergebnis-sen im Unternehmen wurden bei der Aufbereitung der Themen, sowie Auswahl der Medien die nach-folgenden Aspekte berücksichtigt: Hervorheben wichtiger Informationseinheiten durch Cross-Media Entlastung des Wahrnehmungssinns durch Verteilung der Information auf visuelle und audi- tive Medien Doppelte Encodierung durch Kombination von bildhaften und textlichen Medien Förderung der Bildung mentaler Modelle durch Verwendung geeigneter Medien.Generell jedoch gilt auch bei komplexen Themen aus Forschung und Entwicklung: Je mehr Vorwissenzu einem bestimmten Thema vorhanden ist, je leichter kann die Information im Langzeitgedächtnisaufgenommen werden. Die getrennte Verarbeitung von textlichen und bildlichen Informationenführt dazu, dass der Inhalt in zwei Gedächtnisspeichern abgelegt wird und dadurch besser behaltenwerden kann. Dies trifft insbesondere für Begriffe zu, welche leicht mit einem Vorstellungsbild kom-biniert werden können.Um ein geeignetes Medium oder eine Kombination von Medien identifizieren zu können, wurde eineBewertungsmatrix hinsichtlich des Einsatzes des Mediums (intern, extern), der Zielgruppenorientie-rung und der Art der Informationspräsentation erstellt (Tabelle 1). Interne Externe Zielgruppen- Informations- Kommunikation Kommunikation orientierung repräsentation Blog, Forum, Portale textuell Broschüren, Handbücher visuell, textuell Bulletin Boards, schwarze Bretter visuell, textuell E-Mails, Newsletter textuell Fachvorträge, Fachkolloquien visuell, textuell, auditiv Informationsbriefe textuell Internet visuell, textuell, auditiv Intranet visuell, textuell, auditiv Magazine visuell, textuell Mitarbeiterzeitschrift visuell, textuell Social Media visuell, textuell Videos visuell, textuell, auditiv Wikis textuell Workshops, Seminare visuell, textuell, auditiv Tabelle 1 - Übersicht Instrumente der Kommunikation und InformationsrepräsentationWie bei dieser Tabelle ersichtlich ist, eignet sich unter Berücksichtigung der einleitenden Kriterien zurWahrnehmung in Verbindung mit dem Ziel einer weitreichenden, internen Verbreitung von Projekt-ergebnissen, das Intranet in Verbindung mit einer visuellen Aufbereitung der Themen besonders.
  10. 10. Das Intranet ist für einen Großteil der Belegschaft verfügbar und wie im Vorfeld schon erwähnt ent-sprechend multilingual. Im Anwendungsfall wurden Projektergebnisse des Forschungsthemas „Virtu-elle Inbetriebnahme“ textuell, visuell und auditiv aufbereitet und über das Intranet zur Verfügunggestellt (Abbildung 6). Abbildung 6 - Auszug der Intranetpräsenz des AnwendungsbeispielsDie Kombination aller drei Arten der Informationsrepräsentation bietet eine nachhaltige Projektdar-stellung auf leicht verständliche Art und Weise. Durch die in Abbildung 6 gezeigte Intranetseite wur-de eine Möglichkeit geschaffen, Ergebnisse aus einem Querschnittsbereich intern bereitzustellen.
  11. 11. Zusammenfassung & AusblickDurch den Beitrag wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, Projektergebnisse und damit Wissen, welchesaus einem Querschnittsbereich entstanden ist, innerhalb des Unternehmens verfügbar zu machen.Die Bewertung der im Konzern verfügbaren Instrumente und Medien hat gezeigt, dass eine Bereit-stellung von Informationen im Intranet in Verbindung mit der visuellen Aufbereitung zum einenleicht Verständlich ist, zum anderen jedoch auch eine unternehmensweite Verbreitung findet.Ebenso wie die Frequenz bei der Verbreitung von Informationen und der heutigen Informationsflutein wichtiger Aspekt ist, ist auch die Relevanz der Zielgruppenorientierung. Bei der in diesem Beitragvorgestellten Bereitstellung von Informationen bedarf es einer Affinität zu Intranet und Internet. DieInformationsbereitstellung spielt dabei eine ebenso große Rolle, wie das finden von relevanten In-formationen. Dennoch wurde so eine Möglichkeit geschaffen, innerhalb des Unternehmens die Er-gebnisse aus Forschungsaktivitäten bereichsübergreifend auf Verständliche Art und Weise zur Verfü-gung zu stellen.
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