Paula China-Symposium 2011

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  • Grün: 192 230 0 Blau 20 140 160 Grau/Dunkelgrau 51 / 71 51 / 71 51 / 71
  • Im Jahr 2008 betrug der Endenergieverbrauch 1.088 PJ (2005: 1.118,3 PJ). >> 2007 (1.419 PJ) Der Bruttoinlandsverbrauch hingegen 1.428,8 PJ (2005: 1.457,6 PJ). Die Differenz besteht hauptsächlich in den Umwandlungsverlusten bei der „Veredelung“ der Primärenergie in Sekundärenergieträger, sowie dem Eigenverbrauch des Sektors Energie, den Transportverlusten, aber auch dem nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Verwendung in der chemischen Industrie als Grundstoff).
  • Den höchsten Anteil am Erneuerbaren Endenergieverbrauch hat in Österreich traditionell die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft. Gemeinsam mit anderer Erneuerbarer Stromerzeugung aus Wind, Biomasse, Biogas und organischen Abfällen wurden 2008 163,0 PJ (50% des Endenergieverbrauchs) bereitgestellt. Die Wärmebereitstellung durch Erneuerbare Energiequellen (v.a. Biomasse) in Einzelanlagen und durch Erneuerbare Fernwärme konnte bis 2008 auf 121,6 PJ (37,3%) bzw. 23,5 PJ (5,5%) ausgebaut werden. Biogene Treibstoffe tragen durch die Implementierung der Beimischregelung 17,9 PJ (5,5 %) Erneuerbare Endenergie bei. Ein starkes Wachstum (aber noch ein geringer absoluter Beitrag) ist bei Solar- und Umgebungswärme sowie bei der Erzeugung von PV festzustellen.
  • Im Jahr 2008 betrug der Endenergieverbrauch 1.088 PJ (2005: 1.118,3 PJ). >> 2007 (1.419 PJ) Der Bruttoinlandsverbrauch hingegen 1.428,8 PJ (2005: 1.457,6 PJ). Die Differenz besteht hauptsächlich in den Umwandlungsverlusten bei der „Veredelung“ der Primärenergie in Sekundärenergieträger, sowie dem Eigenverbrauch des Sektors Energie, den Transportverlusten, aber auch dem nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Verwendung in der chemischen Industrie als Grundstoff).
  • Österreichische Zielsetzungen Treibhausgasreduktion Senkung um 16 % bis 2020 basierend auf 2005 Effizienz Steigerung der Energieeffizienz um 9% bis 2016 basierend auf business as usual Scenario 2001-2005 (für Bereiche außerhalb Emissionshandel) Erneuerbare Energien Anstieg von 23 % (2005) auf 34 % in 2020 (28 % in 2007) Transport: 10 % Biotreibstoffe und E-Mobilität bis 2020 Forschungsausgaben 3 % des BIP bis 2010 (2,73 % in 2009) Energie: Verdreifachung der öffentlichen Energieforschungsausgaben (= Anstieg auf 0,04 % des BIP) Das EU-Energie und Klimapaket Das im Jahr 2008 von den Staats- und Regierungschefs vereinbarte Energie- und Klimapaket sieht für das Jahr 2020 folgende Ziele vor: mind. 20% der THG (30% bei einem int. Abkommen mit entsprechender int. Verpflichtung) gegenüber 1990 zu reduzieren 20% Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch (die Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energiequellen auf 10% der im Verkehr eingesetzten Energie durch den Einsatz effizienter biogener Treibstoffe und Elektromobilität) 20% mehr Energieeffizienz Österreich ist gemäß des im Dez. 2008 verabschiedeten Energie- und Klimapakets der EU dazu verpflichtet: Den Anteil Erneuerbarer Energieträger am Bruttoendenergieverbrauch bis 2020 auf 34% u. am Endenergieverbrauch im Verkehrssektor auf 10% zu erhöhen. Seine Treibhausgasemissionen in Sektoren, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, bis 2020 um mind. 16% bezogen auf die Emissionen des Jahres 2005 zu reduzieren. Für die dem EU-Emissionshandel unterliegenden Sektoren ist eine EU-weite Reduktion der Treibhausgase um 21% gegenüber 2005 beschlossen worden. Im europ. Kontext soll die Energieeffizienz bis 2020 um 20% im Vergleich zu einem Baseline-Szenario erhöht werden. Die größten Sektoralen Verursacher von THG in Sektoren außerhalb des Emissionshandels sind der Verkehr, sowie der Bereich Raumwärme u. Warmwasser in Gebäuden. Der lineare Reduktionspfad für die öst. THG-Emissionen ist dabei ab 2013 verbindlich vorgegeben. Diese rechtl., ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen machen den Handlungsbedarf deutlich. Eine Energiestrategie für Ö muss daher die Erfüllung der Aufgaben sicherstellen, sowie über 2020 hinaus die Richtung vorgeben. Sie muss somit das gesamte Energiesystem erfassen u. auch die int. Märkte sowie die Ressourcenverfügbarkeit mit einbeziehen.
  • Smart Grids Entwicklung des aktiven Verteilnetzes (Planung, Betrieb) Netzintegration erneuerbarer Energien und dezentraler Erzeugung Systemintegration von Verbrauchern und Systemen Intelligente Energie- und Informations- Infrastruktur als Basis für neue Dienstleistungen Speicherkonzepte, Speicher Integration Grundlagen für Geschäfts- und Marktmodelle Use Cases: Pilotprojekte und Modellregionen
  • Flexibles Energieversorgungsmodell für die Region Güssing mit 100% regionaler Biomasse KW-Kopplung mit Wirbelschichtdampf-Vergaser Biogene Treibstoffe mit Fischer-Tropsch-Verfahren
  • ENERGYbase Bürohaus der Zukunft Reduktion des Energieverbrauchs um 80% Komplett-Versorgung des Gebäudes mit Tageslicht durch Lichtsteuerung Passivhaus Bürogebäude 4500 m² Büroräume 1500 m² Labors 100% Heizung und Kühlung aus erneuerbaren Energien 400 m2 Photovoltaikanlage ca. 42.000 kWh/a Solare Kühlung und Raumwärme Wärmepumpe Pflanzenluftbefeuchtung Reduktion des Endenergiebedarfes um 80% verglichen mit Standardgebäude, CO² Emissionsverringerung: 200 t/a
  • LifeCycleTower Ein Hybrid-Holzhaus mit bis zu 30 Stockwerken: 90% verbesserte CO2-Bilanz Drastisch reduzierter Aufwand von Ressourcen Geringe Lärm- und Staubbelastung in der Bauphase Innovative Systembauweise: Kurze Bauzeiten Kostensicherheit Minimierte Fehlerquellen in der Bauabwicklung Beste Lebensqualität: Individuelles Design Angenehmes Raumklima Quelle: www.creebyrhomberg.com
  • Smart Cities = Systemintegration Neue Energievernetzungen und Smart Grids Wärme- und Kältenetze Intelligentes Energiemanagement, Lastverschiebungen E-Mobility und Netzintegration Aktive Gebäude, Plusenergiegebäude Energy Harvesting Polygeneration Neue Lebenskonzepte und Businessmodelle Projekt City Cooling – Town Town Konzeptentwicklung für eine intelligente Fernkälteübergabe und alternative Rückkühlung von zentralen Groß-Absorptionskälteanlagen am Fallbeispiel des Wiener Stadtteils Town Town. Beschreibung Die derzeit vorwiegend zur Gebäudekühlung eingesetzten Kompressionskältemaschinen weisen einen enormen Strombedarf auf. Eine Alternative dazu bieten mit Wärme angetriebene Absorptionskältemaschinen, welche aus energetischer und ökologischer Sicht große Vorteile mit sich bringen. Diese Kältemaschinen können entweder direkt beim Gebäude errichtet und betrieben werden (dezentrale Kälteversorgung), oder auch zentral für mehrere Gebäudekomplexe über ein „Fernkältenetz“ die Kälte den jeweiligen Gebäuden zur Verfügung stellen (zentrale Kälteversorgung). Bei der U-Bahnstation Erdberg entsteht der Betriebsgebäudekomplex TownTown, der mit Fernwärme und –Kälte versorgt wird. Es werden unter anderem Bürogebäude und Hotelimmobilien gebaut, wobei die Kombination zwischen Glasarchitektur und hohen internen Lasten zu einem hohen Klimatisierungsbedarf führen werden. Aufgrund der Bebauungsdichte und des hohen Klimatisierungsbedarfs wird ein Fernkältenetz (zentrale Kältebereitstellung) umgesetzt. Inhalt des Projektes ist in einem ersten Schritt die Erfassung von Kühltechnologien moderner Bürogebäude und Gewerbebetriebe, sowie die Erhebung der geforderten technischen Rahmenbedingungen für die Fernkälteübergabe. Nach der Auswahl und Kombination unterschiedlicher Kühltechnologien anhand des Kühlbedarfs und der Lastverläufe der geplanten Bürogebäude in Town Town werden daraus Strategien zu einer intelligenten Einbindung einer Fernkälteversorgung entwickelt. Anhand von dynamischen Anlagensimulationen werden unterschiedliche Regelungsstrategien untersucht, um sowohl ein effizientes Fernkältenetz, als auch eine Nutzer orientierte Klimatisierung gewährleisten zu können. Neben der Entwicklung dieser intelligenten Fernkälteübergabe ist eine Machbarkeitsstudie zur alternativen Rückkühlung von zentralen Groß-Absorptionskälteanlagen Schwerpunkt des Projektes. Es werden mögliche Technologien und Strategien am Fallbeispiel Town Town untersucht und auf technische, wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen hin bewertet. Ziele des Projektes sind: Entwicklung intelligenter Fernkälteübergabe und alternativer Rückkühlkonzepte zur Implementierung eines effizienten, zukunftsorientierten Kühlsystems am Fallbeispiel Town Town auf der Kältebereitstellungs- und der Kälteverteilungsseite. Flexibler Einsatz von Fernkälteübergabekonzepten für unterschiedliche Komfortstufen, Kühltechnologien und Nutzungen. Übertragbarkeit der entwickelten Fernkälteübergabekonzepte, so wie der Konzepte zur alternativen Rückkühlung auf zukünftige Fernkältenetze in Österreich. Methodische Vorgehensweise Datenerhebung von möglichen Kühltechnologien und zur Gebäudeklimatisierung sowie zentraler Kälteerzeugung in Fernkältenetzen Technologieauswahl und –Kombinationen mittels dynamischer Gebäude- und Anlagensimulation (TRNSYS) Definition der Fernkälteübergabe durch Analyse unterschiedlicher Systemkonfigurationen und Anschlussbedingungen mittels dynamischer Anlagensimulation (DYMOLA) Recherche über den Stand der Technik zur alternative Rückkühlung, sowie Potentialerhebung am Fallbeispiel zentrale Kälteerzeugung in Town Town Erwartete Ergebnisse Evaluierung der statisch dimensionierten zentralen Kälteversorgung mittels dynamischer Gebäude- und Anlagensimulation um die Energieeinsparpotentiale durch eine energieoptimiertere Bauweise, sowie die energetischen Auswirkungen bei einer Variation der Kühltechnologien aufzeigen zu können. Konzepte für intelligente Fernkälteübergabe: Diese Fernkälteübergabekonzepte sollen auf unterschiedliche Komfortstufen, Kühltechnologien, wechselnden Kühlbedarf und Lastverläufe, sowie Nutzereinflüsse eingehen können. Durch sie soll eine innovative Schnittstelle zwischen Fernkältenetz und Verbraucher geschaffen werden, welche auch auf andere Standorte angewendet werden kann. Konzepte zur alternativen Rückkühlung einer Groß-Absorptionskälteanlage: Konkrete Darstellung der Potentiale zur Energieeinsparung (Strom und Wasser), Flächeneinsparung, Mehrfachnutzung der Abwärme, sowie Einbindung von alternativen Technologien zur Rückkühlung (Abwasserkanal, Eisspeicher,…) am Fallbeispiel Town Town. Projektbeteiligte Projektleiter Ing. Anita Preisler Institut/Unternehmen arsenal research Geschäftsfeld Nachhaltige Energiesysteme / Business Unit Sustainable Energy Systems Kontaktadresse Ing. Anita Preisler arsenal research Geschäftsfeld Nachhaltige Energiesysteme / Business Unit Sustainable Energy Systems Austria, 1210 Vienna, Giefinggasse 2 Tel.: +43 (0) 50550-6634 Fax: +43 (0) 50550-6613 E-Mail: [email_address] Homepage: www.arsenal.ac.at Projektpartner ILF Beratende Ingenieure ZT GmbH Fernwärme Wien GmbH IWS Immobiliendevelopment Wiener Stadtwerke BMG & Soravia AG SPAR Österreichische Warenhandels AG
  • Strategischer Energie-technologie-Plan der EU SET wird wichtiger Pfeiler der europäischen Technologiepolitik Entwicklung und Verbreitung von kohlenstofffreien Energietechnologien Investitionen : bis zu 70 Milliarden € über insgesamt 10 Jahre Finanzierung : P ublic- P ublic- P rivate (EU + Mitgliedsstaaten + Privater Sektor) Aktive Beteiligung eröffnet einschlägigen Unternehmen große Chancen – ansonsten systematischen, langfristigen Nachteil
  • Paula China-Symposium 2011

    1. 1. Nachhaltige Entwicklung und Energiepolitik inÖsterreich mit internationalem FokusM. PaulaAbteilung Energie- und UmwelttechnologienBundesministerium für Verkehr,Innovation und TechnologieSymposium Wien, 15.9.2011
    2. 2. Inhalt Energiesituation in Österreich Klimaziele und Energiestrategien Österreichische Energieforschungsstrategie Thematische Forschungsschwerpunkte und internationale Kooperationen Beispiele aus Forschung und Innovation
    3. 3. Bruttoinlandsverbrauchs nach Energieträgern 2009: 1.354 PJ
    4. 4. Erneuerbare Energie • Quelle: Österreichische Energieagentur; 2010
    5. 5. Energetischer Verbrauch der Sektoren in PJ
    6. 6. Österreichischen Stromerzeugung
    7. 7. Energiepolitische Ziele -16 % +9% 34 %
    8. 8. Strategie: Energiekonsumverhalten bis 2050
    9. 9. Energieforschungsausgaben 2010 130 Andere 120 Querschnittstechnologien 110 100 Elektr. Kraftwerke, Übertragung, Verteilung, 90 Speicherung 80 KernenergieMillionen Euro 70 60 Erneuerbare Energie 50 40 Fossile Energieträger 30 20 Energieeffizienz 10 0 00 03 07 10 01 02 04 05 06 08 09 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20 20
    10. 10. Marktentwicklungen in Österreich Photovoltaik Solarthermie Biomassekessel Wärmepumpen
    11. 11. Smart Grids in Österreich
    12. 12. Energieunabhängiger Bezirk Güssing • Quelle: Hofbauer et al, BMVIT Schriftenreihe 79/2006100% regionalerBiomasse
    13. 13. ENERGYbase Bürohaus der Zukunft • ENERGIE/ÖKOEFFIZIENZ extrem niedriger Energiebedarf für den Betrieb • ERNEUERBARE ENERGIE 100% Deckung des Heiz- und Kühlenergiebedarfs aus nachhaltigen Energieressourcen (Grundwasser, Sonnenenergie) • WELLLNESS AT WORK außergewöhnliches Raumklima und Behaglichkeit am Arbeitsplatz• Reduktion des Endenergiebedarfes um 80% verglichen mit Standardgebäude,• CO² Emissionsverringerung: 200 t/a Quelle: Gregor Raus
    14. 14. LifeCycleTower: Hybrid-Holzhaus < 30 Stockwerke Quelle: www.creebyrhomberg.com
    15. 15. Smart City / Urban Technologies Bioraffinerie Fernkälteprojekt Wien Energybase E-Mobility
    16. 16. aspern+ Die Seestadt Wiens
    17. 17. Stadtumbau Lehen in Salzburg
    18. 18. Multilaterale Forschungskooperationen SMART CITIES / URBAN TECHNOLOGIES SMART GRIDS SMART RENEWABLES Juni 2008 SET-Plan
    19. 19. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!michael.paula@bmvit.gv.atWeitere Informationen: www.hausderzukunft.at

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